[abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 22.17 | Wortspende von gerdakazakou

Bei abc.etüden von Christiane, geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden. Ausserdem kann auch mehrmals die Woche mitgemacht werden.

Die heutige Wortspende kommt aus Griechenland von  Gerda Kazakou, Malerin und Schreiberin

und lauten

verlustieren
Kramladen
Angst

Und kaum hatte ich Kramladen gelesen, wusste ich – es muss gruselig werden;-)


Max stand vor dem alten Kramladen um den sich schon immer die Gerüchte rankten.  Angeblich wären schon viele Kinder hinein gegangen, aber nie wieder hinausgekommen.

Der Laden stand schon lange leer – schon seit er denken kann und er wurde immerhin schon 10 Jahre.

Es wurde gemunkelt, dass sich Liebespärchen zum verlustieren dort trafen und verschwanden oder sogar angegriffen wurden. Er hatte Bilder von seinen Freunden gezeigt bekommen, mit furchtbaren Kratzern auf den Rücken der Jugendlichen.

Aber er wollte unbedingt dazu gehören, also musste er seine Angst runterschlucken und in den Schlund der offenen Tür treten.

Er wusste, dass seine neuen Freunde im Schatten der Bäume standen um seine Mutprobe zu bestätigen und er wusste, dass sie ihn nicht retten würden, wenn er schreien würde – seine neuen Freunde – warum wollte er noch mal dazu gehören – er wusste es in diesem Moment nicht.

Er trat auf die Schwelle – eine eisige Kälte und ein übler Geruch wehten ihm entgegen – er konnte ein Zittern der Beine kaum verhindern – hoffentlich mache ich mir nicht noch in die Hose, dann kann ich umziehen – wenn ich überhaupt hier wieder rauskomme.

Und in dem Moment, als er über die Schwelle treten wollte, hörte er eine Kinderstimme – sie rief seinen Namen: „MAX – lauf – sonst wird er dich kriegen – lauf, er wird dich fangen und du wirst bei uns leben müssen.“

In dem Moment sackte sein Herz in die Hose, er schnappte sich seinen Mut und drehte sich um – er konnte seine, nun nicht mehr, neuen Freunde sehen wie sie lachten und lachten – sie lachten ihn aus – aber er erkannte auch Erleichterung in ihrem Lachen und ihm war es egal – sein bester Freund Moritz stand am Ende der Strasse und wartete auf ihn um ihn zu beruhigen – er hätte Max gerettet – das war sein wahrer Freund.

 

12 Gedanken zu „Schreibeinladung für die Textwoche 22.17 | Wortspende von gerdakazakou“

      1. Ach. Das ist kein Problem. Wenn Lust und Zeit hast mach einfach mit. Da es nicht mehr als 10 Sätze sein dürfen mach ich das gerne wenn ich keine Zeit für größere Texte habe😁😁

        Gefällt 1 Person

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