Geschichtenzauber

Schreibkicks – Abkühlung – Der Stammtisch

Schreibkicks. Hier wird von Sabine immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird

Das Schreibkick-Thema für den 1.7.2017 lautet: Abkühlung

Mit dabei sind diesen Monat


„Wie, zum Teufel, sind wir denn hier her gekommen?“

„Ja, was fragst du mich? Ich bin auch gerade erst aufgewacht und das auch nur, weil es hier Arschkalt ist. Das letzte woran ich mich erinnere war unser Stammtisch und die so was von geniale Abkühlung durch ein leckeres Bier. Wie wir von Bier trinken und über die Welt quatschen hier gelandet sind, weiß ich  nicht. Apropos, wo ist überhaupt hier?“

Matt rappelte sich auf und versuchte sich aus dem Schlafsack zu befreien. Wer hat ihn denn überhaupt in einen Schlafsack gepackt. Wie viel hatten sie denn getrunken? Er schaute sich um und in der hinteren Ecke sah er noch zwei weitere Rucksäcke. Also waren alle vom Stammtisch hier gelandet. Sehr seltsam. Er stand auf und wackelte zu den anderen beiden Schlafsäcken und rüttelte an ihnen.

„Hei, aufwachen. Wir müssen reden.“

Anton hatte sich in der Zwischenzeit auch schon aus dem Schlafsack befreit. Er kam zu Matt und sah auf die beiden schlafenden Freunde hinab.

„Irgendeine Vermutung was passiert sein könnte?“ Fragte er Matt.

„Nö – vielleicht Ralph und Sven.“

Mittlerweile waren die anderen beiden erwacht und versuchten sich auch gerade aus den Säcken zu entwirren. Sie wirkten noch verschlafen und blickten aus verquollenen Augen durch die Gegend.

„Auf, ihr beiden, es ist wichtig. Wir müssen rausfinden, was geschehen ist. Und wo wir uns befinden. Warum ist es so verdammt Kalt hier?“

Sie setzten sich zu viert an den Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Anton hatte für alle einen Kaffee gekocht, den er in dem Schrank fand.

„Ok. Wir sind alle einigermaßen wach und  müssen versuchen zu rekapitulieren. Hat irgendjemand eine Erinnerung an den vergangenen Tag?“

„Auf keinen Fall, und wer weiß ob es nur ein Tag ist.“ Meinte Ralph.

„Das Problem werden wir später erörtern. Erst mal sollten wir herausfinden was denn geschehen ist.“

Sie standen auf und gingen zu den Fenstern. Das einzige was sie sahen war eine weiße Wüste. Schnee soweit das Auge blicken konnte.

„Lasst uns hier mal umschauen. Vielleicht entdecken wir einen Hinweis.“

Sie traten aus der Tür in den Flur und schauten zu beiden Seiten. Entschlossen gingen sie nach rechts. Sie fanden mehrere Schlafräume, die aber alle leer waren. Die Küche und die Bäder – alles leere Räume. Sie waren alleine hier.

Im Flur fanden sie eine Garderobe. Sie schnappten sich jeder einen dicken Anorak und betrachteten die Karte, die an der Ausgangstür hing. Sie waren an der Antarktis. Wie waren sie an die Antarktis gekommen. Es war unbegreiflich.

Die Tür öffnete sich und sie sahen die Pfosten, die in den Schnee getrieben waren. Und die Führungsstricke. Mit dem Karabiner schlossen sie sich an die Stricke und begannen vorwärts zu gehen. Es war nichts zu sehen. Keine weitere Hütte, keine Fahrzeuge, nichts. Nichts als eine weiße Fläche.

„Lasst uns wieder rein gehen.“ Meinte Matt.

Wieder versammelt an dem Tisch in der Mitte, versuchten sie die letzten Minuten, an die sie sich erinnern konnten zusammen zu setzen.

„Okay. Wir hatten einige Biere und haben uns über die Welt unterhalten. Wir fingen beim Wetter und Manipulationen an und endete damit, dass die Erde eine Scheibe ist. Und eingeschlossen von der Antarktis.  Das wurde heftig. Und irgendwie erinnere ich mich an eine Wette. Wir wollten an die Antarktis und beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist und wir von einem Ring Eis umgeben sind. Nun – wir sind hier. Jetzt sollen wir wohl den Beweis bringen. Aber wer hat das veranlasst?“

„Hör mal zu“. Meinte Sven. „Ich habe das in der Kneipe schon erwähnt, was hätte man denn davon das zu behaupten? Es gibt doch keinen Vorteil, oder Nachteil. Und keiner hat bis jetzt eine Erklärung dazu.“

„Darum geht es erst mal nicht. Es geht um die größte Lüge unserer Zeit. Warum wird das behauptet, und warum ist es nicht möglich diesen Eisring zu durchqueren? Was ist dahinter? Warum ist das Sperrbezirk? Ich weiß nicht, wer uns hier her gepackt hat, aber irgendwas sollen wir wohl erledigen.“ Meinte Matt.

Sven schmollte etwas. Und stand auf um noch mal einen Kaffee aufzustellen. Ralph hatte den Raum verlassen und kam etwa eine halbe Stunde später wieder. „Ich habe was gefunden. Hier, ein Aufnahmegerät.“

Sehr geehrte Gäste. Sie werden ziemlich verwirrt sein, was denn geschehen ist. Wie sie ja ausgiebigst diskutiert haben, wissen sie, dass sie überall abgehört werden. Smartphones sind da eine tolle Erfindung. Ja – wir haben ihren Theorien zugehört und dachten uns – wer wenn nicht sie, als Hobby Forscher – so haben wir sie eingeschrieben – könnten da vielleicht tatsächlich hinter die Wahrheit kommen. Wir haben sie direkt an die Grenze gebracht. Sie müssen irgendwie herausfinden, was die Armee vor der Menschheit verheimlicht. Warum es verheimlicht wird, dass die Erde eine Scheibe ist. Und was befindet sich hinter dem Eisring? Das wird ihre Aufgabe sein. Vorher gibt es keine Möglichkeit diese Gegend zu verlassen.“

Die vier schauten sich an und Matt meinte: „Nun unter ein-nettes-Bierchen-zur-Abkühlung hatte ich mir doch was anderes vorgestellt. Ich dachte nicht, dass die Aussage „Abkühlung“ dann doch so wörtlich genommen wird.“ Er zuckte mit den Schultern und griff nach seinem Kaffee.

Sven wurde nervös. „Was meint er damit, wir müssen das herausfinden? Wie sollen wir das denn schaffen. Spinnen die? HALLO! Spinnt ihr? Wir sind doch keine Spione oder Wissenschaftler oder Armeeangehörige. Wir sind Nobodys, die sich einmal die Woche zum Stammtisch treffen. Verflixt nochmal. Ihr und eure blöden Verschwörungstheorien. Ich sagte euch doch, dass das alles Blödsinn ist. Wegen eurer Spinnereien sitzen wir jetzt irgendwo am Arsch der verflixten kalten Welt.“ Er stand auf und tigerte unruhig durch den Raum.

Matt antwortete: „Wenn das tatsächlich alles Blödsinn ist, warum bitte schön wurden wir entführt und hier abgelegt? Hä? Du Idiot. Mach doch mal die Augen auf und schau mal hinter die Mainstream Medien. Glaubst du wirklich die erzählen uns die gesamte Wahrheit. Von wegen Klimaveränderung und Eispole die Schmelzen. Ich wette mit dir, wenn wir hier eine Exkursion machen, treffen wir bald auf die Haarps, die dafür verantwortlich sind. So und jetzt kommst du und willst und erzählen, was nicht in den Mainstream Medien zu sehen ist, gibt es nicht? Wach auf man!“

Matt stand auf und verließ wütend den Raum. So ein ignoranter Idiot. Ralph folgte ihm. „Matt, warte. Reg dich ab. Du weißt  doch wie Sven ist. Schon immer ein Skeptiker.“ „Skeptiker ist ja ok, wenn er nur an den richtigen Stellen skeptisch wäre. Warum hängt er denn überhaupt mit uns ab? Wir anderen denken doch alle so. Es muss ihm doch jedes Mal die Galle hoch kommen, wenn wir anfangen zu thematisieren. Versteh ich echt nicht.“ „Ich weiß es auch nicht. Vielleicht will er ja auch so denken, aber er traut sich nicht, weil er nicht anecken will.“ „Ja von mir aus in seiner heilen Welt, aber doch nicht bei uns.“ „Komm, egal jetzt, wir müssen das Problem lösen. Lass und mal schauen ob wir irgendwas brauchbares hier finden. Karten, oder Berichte.“

Sven und Anton blieben in dem Raum und schwiegen sich an. „Sag mal Sven. Glaubst du wirklich, wir spinnen? Es gibt so viel Beweise für unsere Theorien. Mehr für unsere als für die der Gegenseite. Du sitzt Woche für Woche mit uns und trinkst dein Bier. Ist da nicht einmal ein Zweifel bei dir aufgekommen, dass uns die Medien und die Regierung verarschen? Ich kann das schlecht nachvollziehen.“

„Oh Mann, muss das jetzt sein. Klar sind auch  mal Zweifel aufgekommen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eure Theorien so verheimlicht werden können. Und das weltweit. Was für ein Verwaltungsaufwand solche Verschleierungen zu initiieren. Das macht keinen Sinn für mich.“ „Okay, das ist mal was für den nächsten Stammtisch. Aber jetzt müssen wir erst mal das Problem hier lösen. Und sollten wir nichts beweisen, dann ist deine Ansicht ja auch bestätigt.“ „Okay, das sehe ich ein, also lass uns die anderen suchen und endlich hier abhauen.“

Die zwei verließen ebenfalls den Raum und machten sich auf die Suche. Währenddessen fanden Matt und Ralph eine Art Zentrale. Dort fanden sie Karten aus der Gegend. Und seltsame Markierungen. Ein PC stand ebenfalls dort und sie starteten ihn.

Sofort erschien ein Video. „So – sie haben die Einsatzzentrale gefunden, nun das sollte ja auch keine große Herausforderung gewesen sein. Sie haben die Karten gefunden? Die Markierungen auf den Karten zeigen ihnen den Weg. Dort müssen sie irgendwie die Möglichkeit finden weiter zu kommen. Ihr Vorteil:  Die Wachen sind alle eher unaufmerksam. Sie sitzen schon seit Jahren hier in der Kälte und sind schon ziemlich abgestumpft und rechnen nicht mit „Besuch“. Sie müssen irgendwie einen Weg durch diesen Eisring finden. Und, ich glaube ich brauch  nicht extra zu erwähnen, dass sie natürlich auf eigenes Risiko arbeiten und niemand sie kennt. Ist klar, oder? Ach sie würden bestimmt noch gerne wissen wer wir denn überhaupt sind. Ja – ich kann ihnen nur so viel sagen, wir sind die Anderen. Die Wahrheitssuchenden. Mehr kann ich leider nicht preisgeben. Viel Erfolg.

Mit einem leisen Plop ging das Video aus und der PC fuhr selbständig herunter.

Matt und Ralph schauten sich fragend an und dann auf die Karte. Es lag noch ein kleines Notizbuch dabei, in dem sie blätterten. „Schau, hier muss es einen Schuppen geben. Den haben wir wohl übersehen. Da befinden sich – hör, doch auf – Schneeschuhe? Wir sollen laufen? Oh Mann.“ Matt lachte. „Das ist ja fast wie bei Charlie Chaplins Goldrausch. Ich hoffe wir müssen unsere Schuhe nicht auch noch essen. Hahahaha.“ „Schön, dass du dich darüber amüsieren kannst. Komm lass uns zurück zu den anderen beiden gehen und einen Plan machen.“

Matt kicherte immer noch, ob dieser seltsamen Situation in der sie sich befanden. Auf dem Weg zurück zum Aufenthaltsraum liefen sie Sven und Anton in die Arme. „Kommt lasst uns zurückgehen und planen.“

Einen erneuten Kaffee aufstellend, verfiel Matt ins Grübeln. Wie sollen wir das schaffen, untrainiert und fachfremd. Die werden uns gleich abknallen, wenn wir uns dieser Mauer nähern. Mauer, Eis  – Ich bin bei der Nachtwache. Hahaha.  Er war kurz davor seinen kleinen Scherz mitzuteilen, als er in die ernsten Gesichter seiner Freunde schaute. Er ließ es bleiben.

Ralph war gut in Planungen und übernahm die Führung. „Heute können wir nichts mehr machen, außer vielleicht nach diesem Schuppen suchen, damit wir die Ausrüstung hier her holen. Morgen früh machen wir uns dann auf den Weg in diese Richtung.“ Er zeigte ihnen den Weg auf der Karte und alle nickten. „Gut, dann lasst uns noch  mal nach draußen gehen.“

Sie sammelten um sich anzuziehen und wieder nach draußen zu gehen. Wieder hängten sie ihre Karabiner an die gespannten Seile um nicht vom Weg abzukommen. Sie schauten sich die einzelnen Stränge an und entschieden sich den zu wählen, der anscheinend um die Station führte.

Und tatsächlich. Da war die Hütte. Schnell gingen sie drauf zu, denn es war verdammt kalt und auch noch windig. Das mit der Abkühlung, muss ich mir wirklich das nächste Mal besser wünschen. Das ist mir zu kalt. Dachte Matt. Sie schnappten sich ihre Schneeschuhe und noch andere nützlichen Werkzeuge, wie Eispickel und Skistöcke.

Wieder zurück in der Station bereiteten sie ihre kleinen Zimmer vor und legten sich schlafen, keiner hatte mehr Interesse sich zu unterhalten. Sie waren definitiv zu lange und zu eng zusammen gewesen, jetzt benötigte jeder seinen kleinen Freiraum.

Am nächsten Morgen trafen sie sich schweigend. Alle waren Morgenmuffel und die Situation regte auch nicht gerade zu der Motivation an. Nach einem Kaffee und ein Frühstück fing Ralph mit der Planung an. „Also Jungs. Jetzt wird es ernst. Wir müssen uns dick anziehen und am besten mit Seilen verbinden, damit uns keiner verloren geht. Dann werden wir weiter planen, wenn wir an der Mauer ankommen. Wenn wir überhaupt so weit kommen.

Gemeinsam starteten sie sich auszurüsten. Ihre Scheeanzüge waren weiß – eine perfekte Tarnung. Die Schneeschuhe würden sie nur bei Bedarf anlegen. Der Weg schien gestern fest gefroren zu sein. Zögerlich sammelten sie sich beim Ausgang. Ralph schaute sich um und drückte jedem die Schulter. „Wir werden das schaffen. Und wenn wir das nächste Mal an unserem Stammtisch sitzen, steigen wir auf Kamillentee und Gespräche über Downton Abbey um. Alle klar?“ Sie nickten stumm. Dann traten sie vor die Tür. Die Kälte traf sie wie ein Faustschlag.

Langsam gingen sie voran. Es war nicht so einfach sich an der Karte zu orientieren. Alles um sie herum war weiß. Eine Wüste aus Schnee und Eis. Es gab keine Eckpunkte zur Orientierung. Aber Ralph war wirklich ziemlich gut und hatte sogar an einen Kompass gedacht. Ein Planer.

Es war zu windig um sich zu unterhalten. Das war ihnen auch ganz recht. Sie hätten sich nur gegenseitig verrückt gemacht.

Sie näherten sich dem Ziel. Schnell legten sie sich hin um die Gegend auszukundschaften. Sie sahen die Wachen und sie sahen auch, dass sie entweder schliefen oder auf ihre Handys schauten – hier gibt es empfang? Selbst hier ist der Internetempfang besser als bei mir zu Hause. Unfassbar. Dachte Mark. Die anderen Wachen unterhielten sich oder schauten Fernsehen.

Ralph flüsterte: „Das dürfte wirklich nicht so schwer sein. Wir lassen alles Unnötige hier und robben langsam nach vorne. Er nahm das Fernglas und schaute an der Mauer entlang. Irgendwo dort musste es doch einen Durchgang geben. Konzentriert und Millimeter für Millimeter blickte er an der Mauer entlang  – und da – da war ein Spalt. Das musste es sein. „Dort – dort ist ein Spalt, der muss es sein, der wird uns durch bringen, da bin ich  mir sicher. Er liegt direkt unter dem Ausblick, auf dem die Wachen sitzen. Die sind so abgelenkt, das dürften wir ohne Probleme schaffen. Wir bleiben unten und bewegen uns in Zeitlupe. Wir dürften nicht auffallen. Höchstens als Schneewehe. Also los geht’s.“

Ralph robbte voraus und die anderen folgten ihm. Sie bewegten sich wie in einem Zeichentrick. Zeichnung für Zeichnung eine Bewegung verändernd. Es dauerte ewig. Die Bäuche und andere hängende Dinge wurden langsam ziemlich abgekühlt. Hoffentlich würde das keine Erfrierungen geben. So manches wollten sie noch gebrauchen.

Sie kamen endlich an der Wand an. Sie konnten sich aufrichten. Sie drückten sich an die Wand und schlichen in Richtung des Spaltes. Die Wachleute, bekamen nichts mit. Das Geld könnten sie sich sparen. Endlich erreichten sie den Spalt und rutschten hinein. Jetzt waren sie nicht mehr zu sehen und sie konnten aufatmen.

„Wir haben es geschafft.“ Sven hüpfte aufgeregt hoch und runter. Sie hielten sich die offenen Handflächen zum Einschlagen hin. „So jetzt müssen wir sehen was uns hinter der Mauer erwartet. Lasst uns weiter gehen. Ich will das jetzt endlich hinter uns bringen.“ Meinte Matt.

Schnell gingen sie weiter. Es war noch ein langer Weg. Die Mauer war verdammt dick. Und dann sahen sie es. Ein Licht, das den Ausgang markierte. Dort vorne würden sie endlich erfahren ob die Erde eine Scheibe wäre und was sich hinter der Hochsicherheitsmauer befinden würde.

Sie stoppten. Ehrfürchtig schauten sie zu dem Spalt, der zu unbekannten Gefilden führen würde. Was würden sie vorfinden? Was war es, was unbedingt geheim gehalten wurde? Gleich würden sie es sehen.

Diesmal ging Matt vor. Sie gingen aus dem Spalt heraus und blieben verwundert stehen. Was sie vorfanden war unaussprechlich, das würde ihnen nie jemand glauben. Matt wollte gerade etwas zu seinen Freunden sagen, als ein hoher monotoner Laut ihn unterbrach. Dieser Ton war unheimlich nervig. Dann stoppte er. Erleichtert gingen die vier weiter und wollten gerade den Auslöser der Kamera drücken um endlich den Beweis zu haben. Das würde endlich die Wahrheit enthüllen.

Da  – schon wieder – dieser schrille monotone Laut, der einen fast einen Herzinfarkt bescherte. Matt drehte sich um die Quelle dieses Lautes zu finden, als er einen Tritt verspürte. Und eine Stimme schraubte sich in seinen Gehörgang. “Verdammt Matt – mach den verflixten Wecker aus, es ist Samstag, du hast schon wieder vergessen den auszustellen. Ahhh.  Gestern war wohl mal wieder das letzte Bier schlecht, oder was? Oh Mann. Sieben Uhr – das rächt sich – dafür gehst du Brötchen holen.“ Fluchte Matts Frau Marnie.

Ein Traum? Oh Mann. Ein Traum, uff. Was für ein Glück. Ich habe nur geträumt. Ich sollte am Freitagsstammtisch wirklich nicht mehr so viel trinken und vielleicht sollten wir demnächst weniger aufregende Themen diskutieren. Fußball – ja das wäre besser, da gibt es auch genug aufzuregen.

Matt stellte den Wecker aus und drehte sich noch mal, um erneut einzuschlafen.

Ralph wachte auf. Sieben Uhr – ich friere. Mir ist so elend kalt. Das versteh ich gar nicht. Es ist Sommer und mein Wecker zeigt 24°C hier an. Warum ist mir denn so kalt. Das muss an dem verrückten Traum liegen über die Antarktis. Brrrr. Was für ein verrückter Traum.  Und schon war er wieder eingeschlafen.

Auch Sven wurde wach. Diese blöden Diskussionen über Verschwörungen. Da bekomme ich schon Alpträume. Ich sollte die Clique verlassen. Ich habe eh keine Gemeinsamkeiten  mit den anderen drei. Die sollen sich doch weiter verrückte Ideen diskutieren. Er hatte keine Lust mehr darauf.

Anton war wach. Er war immer wach. Sie hatten das Geheimnis gelöst. Oder haben sie doch alles nur geträumt? Es war bestimmt nur ein Traum. Denn wer hätte schon was davon die Wahrheit zu vertuschen?

ENDE

 

 

 

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11 thoughts on “Schreibkicks – Abkühlung – Der Stammtisch”

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