Geschichtenzauber

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #5

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Kapitel 3

Was bisher geschah:

Abraham begab sich noch einmal zum Orakel. Dort erfuhr er, dass die beiden Freunde alleine ihre Aufgaben meistern müssen. Keine Armee darf sie zum Schutz begleiten.


Abraham betrat seine Stallungen und gab Anweisungen, die Pferde vorzubereiten zu lassen. Dann ging er rasch in sein Haus, in dem Annet und Janis schon ungeduldig warteten.

„Abraham, da bist du ja endlich. Ich war schon in Sorge. Los, erzähl uns was das Orakel erzählt hat.“

„Lass mich erst mal zu Atem kommen und setzen. Es wird eine schwierige Herausforderung für Janis und Arlo werden. Sie dürfen keine unserer Armeen mitnehmen und sind auf Hilfe von Unterwegs angewiesen. Das wichtigste aber ist – und hör genau zu, Janis – ihr müsst die Herausforderungen auch korrekt bewältigen. Wenn ihr sie richtig bewältigt, kommt ihr voran, wenn ihr irgendwo scheitert, oder etwas falsch löst, werdet ihr behindert.“

„Das ist absolut kein Problem für uns Vater. Wir werden das schon schaffen. Ich glaube fest daran. Es gilt Mary zu befreien. Und ob es mir gefällt oder nicht, Arlo zur Frau zu geben. Damit  unser Königreich endlich wieder friedlich und frei ist.“

„Das sind tolle Worte mein Sohn. Aber unterschätze nicht die böse Königin. Sie wird es euch nicht leicht machen. Und noch etwas. Das nur dich betrifft. Das Orakel konnte keine Einzelheiten nennen. Aber irgendwas wird direkt dein Leben betreffen. Eine Entscheidung, oder ein Vorfall, der entscheidet, ob du diese Mission überleben wirst. Ich weiss nicht was es sein könnte, und ich weiss auch nicht wie leicht du es erkennen wirst. Versprich mir nur, dass du für alles offen sein wirst. Für Hilfe, oder wenn du jemanden helfen musst. Egal was, versprich mir, dass du alles daran setzen wirst lebend wieder heim zu kommen.“

„Aber Vater – seit jeher denke ich, ich werde nicht lebend daraus hervor kommen. Meine oberste Priorität gilt Mary. Alles andere ist sekundär. Bitte, bitte nimm mir dieses Versprechen nicht ab. Ich werde mich immer als erstes für Mary entscheiden.“

Annet schluchzte und hielt sich die Hand vor den Mund. Dann kam sie und nahm Janis in den Arm. „Mein Lieber – versuch einfach auf dein Herzen zu hören. Du bist ein guter junger Mann. Du wirst das ganze schon meistern. Ich vertraue auf dich und deine Entscheidungen. Du und Arlo, ihr werdet Mary retten. Ich weiss das ganz sicher.“

Er nahm Annet und seinen Vater fest in die Arme. Einige Minuten blieben sie so stehen, jeder in seinen Gedanken versunken. Janis löste sich und lies seine Eltern stehen. Es tat ihm im Herzen leid. Er würde sie vielleicht nie wieder sehen. Was das Orakel ihm weissagte, nahm er nicht für voll. Er hatte einzig und allein Marys Schicksal vor Augen. Und das Vernichten der bösen Königin, die sie so lange gefangen gehalten hatte. Fern von ihrer Familie.

Tief in seinem Inneren hörte er eine Stimme: „Verliere dich nicht in deinem Hass, folge deiner Bestimmung  – alles andere wird sich aus deinen Taten ergeben.“ Es war für ihn nichts ungewöhnliches, solche Stimmen zu hören – in der Vergangenheit hatte er immer wieder solche Eingebungen. Er war sogar der Meinung, dass sie der Grund waren, warum er überhaupt noch lebte. Er war kein Kind von Traurigkeit. Er war nie einem Zwist oder Kampf aus dem Weg gegangen. Er wusste, irgendwann wird er diese Fähigkeiten brauchen. Er hatte immer das Gefühl, als würde eine Macht ihre Hand über ihn halten um ihn zu beschützen. Darauf hoffte er auch auf ihrer Mission.

Kapitel 4

In der Zwischenzeit hatte Arlo seinen Traum. Er war plötzlich so müde geworden, dass er es gerade so auf sein Lager schaffte. Er fiel um und schlief sofort ein.

Er träumte er wäre unterwegs und ein Lied hätte ihn gelockt.

Er kam an einen Fluss. Dort sass ein Mädchen.

Sie war schlank und durchschnittlich gross. Ihr langes Haar war aschblond.

Ihre Augenfarbe konnte er noch nicht sehen. Er ging näher und verlor sich in ihren grossen braunen Augen, die ihn neugierig aber auch verschreckt ansahen.

„Hallo, bitte erschrecke nicht – ich bin Arlo, wie ist dein Name? Wo kommst du her? Oder, ich sollte besser fragen – Wo bin ich?“

„Hallo Arlo, ich bin Mary. Du träumst. Du bist in deinem Traum. Aber ich weiss nicht warum ich in deinem Traum bin.“

Die Szene veränderte sich. Es wurde dunkel. Wolken zogen auf. Es wurde windig. Marys dünnes Kleid wurde hin und hergerissen. Arlo wollte ihr seine Jacke umlegen, aber sie wurde ihm aus der Hand gerissen. Das Wasser des Flusses wurde hart – silbrig und dunkle Schatten traten hervor. Sie zogen Mary an den Armen von ihm fort. Er wollte folgen, aber eine unsichtbare Wand verhinderte dies.

Arlo schrak auf aus seinem Traum. Er war Schweiß gebadet und orientierungslos. Das einzige was er wahrnahm, war der Gedanke an Mary. Er musste sie retten. Er wusste sie existierte und war in Gefahr. Er musste sie einfach finden, denn sein Herz hatte er bei ihr gelassen.

Fortsetzung folgt

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