Fantasy, Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #9

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Kapitel 6

Was bisher geschah:

Arlo und Janis haben ein verfluchtes Dorf entdeckt. Sie können es erst verlassen wenn sie helfen den Fluch zu brechen. Werden sie es schaffen, die Bewohner zu befreien?


Die beiden gingen zurück in das Gasthaus. Sie bedienten sich selbst und redeten über die Situation, in der sie sich befanden. „Wo ist denn hier ein Vulkan?“ fragte Arlo. „Ich weiss es nicht. Aber ich denke, das werden wir wohl heute Nacht erfahren.“ „Wie soll er gebannt werden?“ „Ich denke, da wird es wohl ein Ritual geben. Ich habe sowas schon mal gehört. Eine Art Bannzauber. Aber der muss sehr stark sein. Denn der Fluch ist es auf jeden Fall.“

„Was meinst du, sollten wir noch weiter buddeln? Dann könnten wir heute noch alles zu Ende bringen. Es dauert noch Stunden, bis es wieder dunkel wird.“ „Ja. Ja ich denke du hast Recht Arlo. Lass uns noch etwas weiter buddeln und dann ruhen wir uns aus, bevor es dunkel wird.“ Die beiden beendeten ihr Mahl und gingen wieder zurück zu dem Altar. Es schien, als würde der schwarze Rauch stärker werden. „Meinst du er wird stärker um den Fluch aufrecht zu erhalten, oder weil wir ihn bedrängen?“ Janis grübelte. “Das ist gut möglich. Ich denke, dass der Fluch einen eigenen Schutzzauber hat. Wollen wir hoffen, dass und das nicht behindert, oder schlimmeres.“

„Gut, lass uns voran gehen. Graben wir dieses Monstrum aus.“

Die beiden gruben und hackten und der Rauch wurde immer stärker. Bald sahen sie nichts mehr und konnten auch nicht mehr richtig Atmen. Arlo wurde Ohnmächtig und Janis konnte sich auch kaum noch auf den Beinen halten. Aber er nahm seine ganze Kraft um Arlo aus dem Dunstkreis zu ziehen. Als sie etwas entfernt von dem Altar lagen, wurde auch Janis ohnmächtig.

Es war dunkel, als die beiden erwachten und die Dorfbewohner hatten sich um sie gesammelt. „Ihr wart leichtsinnig. Ich hatte wohl vergessen, dass der Stein nicht zu bergen sein wird bei Tageslicht, da er zu dieser Zeit wirkt. Er verliert seine Kraft in der Dunkelheit.“ Janis stöhnte und hielt sich den Kopf. „Ja, diese Information wäre wirklich hilfreich gewesen. Nun – wir haben es trotzdem geschafft noch etwas voran zu kommen. Jetzt machen wir den Rest. Wie läuft das mit dem Bann?“

„Es wird euch nicht erstaunen – wie haben Kontakt zu einer weissen Hexe mittels einem Vogel her bestellt. Sie wird den Bann aufbauen, der uns vor dem schwarzen Rauch schützen soll.. Er wird so lange halten, bis der Stein in den Vulkan geworfen wurde.“

„Das wäre unsere nächste Frage.“ Meldete sich Arlo. „Wo ist denn dieser Vulkan? Wir haben keinen gesehen auf unserem Weg.“ „Gut – ein Vullkan ist vielleicht übertrieben. Es ist mittlerweile nur noch eine Art Feuersee. Es war früher mal ein Vulkan, ist dann aber durch Erosionen abgetragen worden. Aber er ist immer noch aktiv und auch gefährlich. Seine Temperatur ist heiss genug, den Fluch zu zerstören.“ „Alles klar. Die letzte Frage wäre dann, wo bekommen wir einen neuen Stein her?“ „Aus genau diesem Feuersee. Die weisse Hexe wird paar ihrer Formeln auf sagen und der alte Stein, wird in den geheiligten Flammen erneuert. Der Fluch ist aufgehoben, der Stein repariert und wir können endlich wieder Leben.“

„Das klingt wie in einem Märchen. Also gut, lasst uns fertig werden.“ Arlo und Janis fingen an den Stein fertig auszubuddeln. Dann legten sie Seile um ihn und die Männer des Dorfes zogen ihn auf einen Wagen. Sie konnten sich dem Stein immer noch nicht nähern, aber das ziehen, aus der Entfernung ging ohne Hindernisse. In der Zwischenzeit war auch die Hexe eingetroffen. Für sie schien es keine Probleme zu geben, das Dorf zu betreten. Sie wob einige Zaubersprüche zu einem Bann und die Truppe bewegte sich vorwärts in Richtung des Vulkansees.

Dort angekommen wurde es schwierig. Die Männer konnten sich dem Stein nicht nähern. Arlo und Janis aber konnten den Stein nicht alleine bewegen. „Wir müssen leider den Wagen opfern. Der Stein muss samt den Wagen versenkt werden. Ich hoffe das ist kein Problem?“ „Nein, nein absolut nicht, was ist schon ein Wagen für die Freiheit? Schieben sie ihn schnell mit hinein.“

Gesagt, getan. Janis und Arlo schoben. Dabei kamen sie ziemlich ins Schwitzen. Der Wagen war, durch den Stein, sehr unbequem zu bewegen. Dann kam noch die Hitze des Sees dazu. Es forderte ihre gesamten Kraftreserven. Im Hintergrund hörten sie die Hexe murmeln. Dann war es geschafft. Der Wagen rollte mit dem Stein in den feurigen Vulkansee und ging unter. Jetzt hiess es warten. Die beiden jungen Männer sanken zu Boden und atmeten schwer. Es war nur noch eine Frage der Zeit, die hoffentlich nicht zu lange dauern würde, dass sie endlich weiter ziehen konnten.

Es dauerte lange, bis endlich was passierte. Janis befürchtete schon, dass die Morgendämmerung vorher einsetzen würde. Da sahen sie etwas. Aus den Flammen erhob sich der weisse Stein. Er strahlte und glühte. Er erhob sich auf einem Bett aus Luft. Dann schwebte er auf den Ersatzwagen, den die Männer des Dorfes vorrausschauend besorgt hatten. Alle atmeten auf. Jetzt mussten sie sich beeilen. Es würde bald hell werden, und der Stein müsste bis dahin auf seinem alten Platz eingesetzt sein.

Schnell zogen die Männer mit den Pferden das Gefährt zu der Ausgrabungsstelle. Das Einsetzen gestaltete sich etwas schwieriger. Aber mit vereinten Kräften schafften sie es, den Stein auf seinen angestammten Platz einzusetzen. In dem Moment, als der Stein sass ging die Sonne auf. Und je höher sie stieg umso schillernder leuchtete der Stein. Er schimmerte wie Perlmutt  und die Bevölkerung des Dorfes war geblendet von der Schönheit. So sehr, dass sie noch nicht mal merkten, dass sie sich nicht auflösten. Erst nach einigen Minuten fingen die Kinder an zu lachen und zu tanzen. Da bemerkten sie, dass sie noch da waren. Sie schauten an sich hinunter und alle fingen an sich gegenseitig zu umarmen und sie tanzten um den Stein.

Der Fluch war gebrochen. Um den Stein erwachte die Natur. Die schönsten Blumen eroberten die schwarzen Stellen. Arlo und Janis waren gebannt von dem Schauspiel. Der Dorfrat kam auf sie zu und der Älteste umarmte sie. „Ihr habt es geschafft. Wir können endlich ein normales Leben führen. Wie sollen wir euch das jemals vergüten.“ „Das ist nicht nötig. Ich sagte euch schon, versorgt uns nur soweit, dass wir weiter ziehen können. Etwas Geld und Nahrungsmittel. Eure Freiheit ist unser Lohn.“ Sagte Janis und beobachtete das Grinsen seines Freundes.

Sie gingen zurück zum Gasthaus, richteten sich her und sattelten die Pferde. Sie wollten schnell weiter, bevor doch noch etwas unvorhergesehenes passierte. Sie wurden, trotz Protest, fürstlich entlohnt. Als sie das Dorf verliessen rannten ihnen die Kinder lachend und winkend hinter her. Janis schaute nach dem Splitter und führte sein Pferd in die Richtung in die er zeigte.

„Eure Freiheit ist unser Lohn – meine Güte, da hast du aber schwer aufgetischt, mein Freund.“ Lachte Arlo. „Das klang schon gut, oder? Aber es ist ja auch wahr. Etwas geschwollen ausgedrückt, aber gibt es ein besseres Gefühl, als ein ganzes Dorf befreit zu haben?“ Sie lachten befreit und zogen ihres Weges. In Richtung eines neuen Abenteuers.

Fortsetzung folgt. 

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