[abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 38.17 | Wortspende von Herbert

Bei abc.etüden von Christiane, geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden

Ich war die ganze Woche eher unkreativ – mir ist einfach nichts eingefallen – aber manchmal sollte man einfach  mal paar Worte tippen und der Fluss kommt – kein so schöner Tag heute. Deswegen wohl auch eher etwas düster.


Rosa-grün – igitt – was ist das denn für eine Farbe für Tapete und Vorhang.

Ich weiss nicht genau wo ich hier gelandet bin – es sieht irgendwie aus wie eine Tüte voller Gummiwürmer – die liebe ich ja – jetzt weiss ich es ich bin im Traum und da ich gestern so eine Tüte gegessen habe – die bekanntlicherweise dann wie ein dicker Gummiball im Magen verschmelzen  – habe ich Alpträume.

Die Farbe als Wanddeko war tatsächlich übel – aber sie lullte mich in eine watteweiche Wolke und ich schwebte durch die Gegend von wirren Träumen.

Ich verwurschtelte mich in Fäden, die in verschiedene Richtungen abzweigten – kurzer Hand verlor ich meine Achtsamkeit – was sollte schon passieren – war ja nur ein Traum, oder?

Ich zog mich einem dicken, dunklen Strang lang und landete in meiner Kindheit – da sass ich unterm Weihnachtsbaum und packte eine Barbie mit super langen Haaren, ich war gerade dabei sie zu kämmen und schon waren die Haare verknotet – ich fing an zu weinen – kurze Zeit später hatte ich die Schere in der Hand und schwupps waren die geliebten langen Haare ab – ich war so traurig über diese verhunzte Barbie.

Ich wende mich ab und greife nach einem anderen Strang – wohin führst du mich frage ich mich und lande in einer Praxis – ich sehe mich gerade ohnmächtig hinschwinden – mein Praktikum zur Ausbildung – Zahnarzthelferin – ja – das sollte es wohl werden – das mit den blutigen Zahnops wird schon.

Ein weiterer Strang erscheint vor meiner Nase – ich greif zu und sehe mich – ich überlege, will ich weiterhin Zahnarzthelferin bleiben, oder gibt es da mehr – ich will mehr – ich gehe zum Abendgymnasium und melde mich an.

Schon wieder ein Strang – ich sehe mich jubeln – ein Studienplatz fast am Wohnort – ich muss mir keine neue Wohnung und keinen neuen Job suchen – bin ich glücklich.

Da ein schwarzer Strang – ich zweifel ob ich ihn nehmen soll – aber der Drang ist gross – ich greife zu – eine laute Umgebung – das Studium ist wohl gescheitert – aber ich habe eine leitende Position – aber ich lerne, das man da tief stürzen kann.

Da – ein silberner Strang – was wird mich da erwarten, frage ich mich – ich weiss es nicht aber ich hoffe – mein Silberstreif – ich greife zu und lass mich in eine unbekannte Zukunft ziehen.

10 Gedanken zu „Schreibeinladung für die Textwoche 38.17 | Wortspende von Herbert“

  1. Hat dies auf Geschichtszauberei rebloggt und kommentierte:

    Diesen Monat gibt es bei Christiane eine kleines Special und zwar rebloggen wir unsere Lieblingsetüde(n).

    Frisch aus meiner Schreibpause heraus, habe ich mal in meinen Etüden gewühlt. Es gibt tatsächlich einige, die ich ganz nett fand. Dann bin ich über eine gestolpert, die ein bisschen von meinem Leben preis gibt. 

    Sie ist von 2017 – und ich habe eher halbherzig zugegriffen. Aber jetzt wird bestimmt alles besser. 

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