Fantasy, Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #10

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Kapitel 7

 

Was bisher geschah:

Arlo und Janis haben es geschafft. Das Dorf ist von dem Fluch befreit. Das hat sie ganz schön Kraft gekostet. Aber sie fühlen sich gut – sie haben erfolgreich geholfen.

 


Nach einigen Tagen stiessen sie auf ein neues Problem.

Die böse Königin hatte mittlerweile mitbekommen, was Arlo und Janis im Schilde führten. Natürlich hatte sie auch mitbekommen, dass ihr Fluch über das Dorf mittlerweile gebrochen war. Als sie das erfuhr, ging sie zu ihrem Becken und schaute in das magische Wasser. Dort sah sie die beiden, wie sie vergnügt ritten und sich unterhielten. Sie war ausser sich vor Wut. Am liebsten hätte sie mit ihrer Hand durch das Becken gegriffen und die beiden in der Mitte durchgebrochen. Aber so mächtig war sie nicht. Sie würde es werden, wenn ihr Plan aufginge. Aber solange musste sie mit ihren, schon starken Kräften zurechtkommen. Ein Hinderniss musste her.

Arlo und Janis ritten weiter in die Richtung die der Splitter anzeigte. Als sie ihr Nachtlager aufschlugen und sich schlafen legten, wirkte die böse Hexe ihren hinterhältigen Zauber. Sie verwandelte die Gegend in der die beiden schliefen in eine Eiswüste. Da sie schliefen bemerkten sie nichts. Sie froren im Schlaf, aber wachten nicht mehr auf. Sie waren dabei zu erfrieren, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen konnten. Die böse Königin schaute in ihr Wasser und sah, wie die beiden langsam blaue Lippen bekamen und zitterten. Sie lachte und wandte sich ab.

Annet wurde wach. Ihr war kalt. Wieso war ihr nur so kalt? Es waren sommerliche Temperaturen in ihrem Land. Janis – es muss ihn und Arlo betreffen. Ich muss schnell in mein Zimmer. Schnell stand sie auf und huschte aus dem gemeinsamen Schlafzimmer. Sie hatte ein kleines Nähzimmer. Und genau dort hatte sie einen kleinen Wandspiegel. Dieser Spiegel war mehr als nur ein Spiegel. Mit ihm konnte sie Dinge sehen. Schnell stellte sie sich davor und rief den Spiegel an. „Mein guter Freund, der Spiegel, zeig mir doch wo Janis sich aufhält und ob es ihm und Arlo gut geht.“ Das Bild des Spiegels verschwand und er zeigte ihr, wie Arlo und Janis in einer eisigen Kälte lagen und dabei waren zu erfrieren. Ach du Güte, ich muss in Janis Traum, ich muss ihn wecken.  Schnell versetzte sich Annet in Trance und liess ihren Geist wandern. Sie drang in Janis Traum ein und versuchte ihn zu wecken. Sie war fast zu spät, die Lebensgeister waren schon nur noch schwach zu spüren. „Janis, Janis, du musst erwachen. Wach auf, mein Schatz. Wach auf, du wirst erfrieren. Wach doch auf. Meine Liebe soll dich wärmen. Du willst Mary finden. Ihre Liebe soll dich wärmen. Unsere Liebe wird dich wärmen.“ Sie flüsterte noch einige Zeit und hoffte innständig er würde endlich wach werden.

Da – Janis stöhnte. Er bemerkte seinen Traum. „Annet – wo bist du? Ich höre dich, aber ich sehe dich nicht. Was ist hier los. Warum ist mir so kalt. Ich muss aufwachen. Wach auf Janis, wach verdammt noch mal auf.“ Janis schlug die Augen auf. Er versuchte es. Eis hatte sich auf seinen Lidern niedergelassen, die Augen waren zugefroren. Er versuchte es weiter und schaffte es. Die Augen waren offen und er konnte sich umschauen. Oh Gott, wir erfrieren. Ich muss mich bewegen. „Arlo, Arlo, wach auf. Verdammt Freund wach doch auf.“ Er rief und rief, aber Arlo rührte sich  nicht. In der Zwischenzeit gelang es ihm sich von der Starre zu befreien. In seinem Inneren spürte er die Wärme, die von Annet ausging. Als er endlich einigermassen aufgetaut war, zog er sich zu Arlo und legte sich auf ihn um ihn zu wärmen.

„Arlo, mein Freund, komm werde wach. Auf werde endlich wach.“

Arlo regte sich und Janis atmete auf. Sie mussten schnell aus der Kälte heraus. Er hielt Ausschau nach den Pferden. Er konnte sie nicht sehen. Sie waren gewiss vor der Kälte geflüchtet. Also versuchte er Arlo halb tragend, halb ziehend aus dieser Eislichtung herauszuholen.

Am Ende seiner Kraft angelangt, konnte er den Eisrand entdecken. Aber er hatte keine Kraft mehr. Nur ganz kurz ausruhen. Vielleicht wird Arlo dann auch noch wach, dann können wir den Rest gemeinsam laufen. Sagte sich Janis. Er lehnte sich und Arlo an einen Felsen und schloss kurz die Augen. Sofort war er eingeschlafen. Es begann sich eine leichte Eisschicht über die beiden Männer zu legen.

Wieder hörte Janis Annet in seinem Traum. „Verdammt noch mal Janis, bist du schon wieder eingeschlafen? Jetzt wach endlich auf. Es wird Zeit. Reiss dich zusammen. Du hast eine Aufgabe und eine Verantwortung, vor der du dich nicht drücken kannst. Also – öffne die Augen und schnapp dir Arlo, dann bewege deinen Hintern aus dieser Eiswüste hinaus. Mary verlässt sich auf dich. Dein Vater und ich verlassen uns auf dich. Du wirst hier lebend wieder heraus kommen. Ist das klar? Hast du das verstanden? WACH AUF!“

„Ich will heute nicht zu Schule – ich fühle mich nicht gut. Lass mich schlafen. Ich bin so müde. Es soll jemand anderes machen. Arlo ist schuld. Er wollte unbedingt. Ich will nicht mehr.“ Murmelte Janis im Halbschlaf. In dem Moment war es, als würde er einen Blitz in seinem Hintern spüren. „Denkst du wirklich du kannst mich einfach ignorieren? Dir zeig ich es. Den Hintern versohle ich dir wenn du nicht augenblicklich aufstehst. Steh jetzt auf!“

Janis öffnete die Augen – eine leichte Eisschicht hatte sich auf seinen Lidern gebildet, die abbröckelte. Er schüttelte den Kopf und blickte sich um. Dann nahm er sein Umfeld wahr und fluchte. „So ein Mist. Ich bin eingeschlafen. Ich muss uns hier herausholen. Arlo? Arlo?“ Er tätschelte Arlos Wange – eine kleine Reaktion. Dann schlug er kräftig zu. „Au. Was zum Teufel – was machst du und warum ist es so kalt? Warum kann ich mich nicht bewegen? Was ..?“ „Du musst dich zusammenreissen. Versuch aufzustehen. Wir müssen uns aus dieser Eislichtung kämpfen. Es ist nicht mehr weit, aber ich habe nicht mehr die Kraft uns beide zu retten. Deswegen musst du dich zusammenreissen und aufstehen. Oder auch kriechen. Das ist mir egal.“

Arlo blickte seinen Freund an. Dann an sich herunter und versuchte aufzustehen. Die leichte Eisschicht knarrte, als sie brach. Dann zog er sich am Felsen hoch. Seine Beine hatten kaum noch Gefühl und er stützte sich auf Janis ab. Gemeinsam schleppten sie sich aus dieser Eislichtung Richtung Sonnenstrahlen am Rande. Es wirkte als wären sie betrunken und würden sich gegenseitig halten.

Endlich machten sie einen Schritt in den Sonnenstrahl. Sie brachen zusammen und lagen in der Mittagssonne und genossen diese Wärme, die ihren Körper auftaute und mit Lebensenergie erfüllte. „Was war denn das?“ Fragte Arlo. „Ich weiss es nicht genau, aber es wird wohl jemand verhindern wollen, dass wir ans Ziel kommen. Da fällt mir natürlich nur eine ein. Sie hat wohl herausgefunden was wir vorhaben. Das bedeutet, dass es wohl noch mehr Hindernisse geben wird.“ Seufzte Janis.

Währenddessen schaute die böse Königin in ihr Wasserbecken und erkannte, dass sie diese Schlacht verloren hatte. „Aber nicht den Krieg, aber nicht den Krieg.“

 

Fortsetzung folgt

 

5 Gedanken zu „Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #10“

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