Fantasy, Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #12

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Kapitel 9

Was bisher geschah:

Arlo und Janis treffen total erschöpft auf eine verfallene Hütte. Dort finden sie eine Frau, die sich vor ihrem zukünftigen Gatten versteckte. Eine grosse Überraschung und eine Verantwortung für die zwei Männer.


Eine neue Situation hatte sich ergeben. Die beiden Männer waren jetzt nicht mehr alleine unterwegs. Eine unangenehme Stille hatte sich eingestellt. Janis war über seine Gefühle Kato gegenüber, verärgert. Es passte ihn überhaupt nicht, dass er ständig nervös war, wenn sie in seine Nähe kam. Wie konnte das passieren. Er dachte er wäre immun gegen solch ein Gefühl. So ein Mist. Arlo – ja zu ihm passt das – er ist der Träumer und hat sich ja auch gleich, nur durch einen Traum,  in Mary verliebt. Das ist typisch für ihn. Aber für mich. Niemals war eine Beziehnung eine Option für mich.  Janis schnaufte schwer. Arlo schaute ihn an. „Alles klar bei dir?“ „Ja, ja.“ Antwortete Janis Missmutig.

Arlo wunderte sich über die schlechte Laune seines Freundes. Eigentlich war Janis immer ein Lebemann. Selten dass ihm etwas Quer sass, aber seit einigen Tagen, war er wirklich sehr mürrisch. Ein seltsames Verhalten.

Die drei ritten weiter. Jeder in seinen Gedanken versunken. Als es dann plötzlich nicht mehr weiter ging. Vor ihnen hatte sich eine Wand aus Büschen erhoben.

„Arlo?“ Fragte Kato. „Äh, ja. Ich weiss auch nicht. Janis? “„Ja, was glaubt ihr denn, bin ich denn allwissend? “schnaubte er. „Hei, halt dich mal mit deiner miesen Laune zurück. Was auch immer dich gebissen hat. Lass es nicht an uns aus. Vielleicht solltest du mal in den Fluss hier links springen um dich abzukühlen. Ausserdem riechst du auch etwas streng.“ Sagte Kato. Janis drehte seinen Kopf ruckartig in ihre Richtung und wollte schon einen bissigen Kommentar abgeben, über seinen Geruch und was ihn ihre Meinung interessierte. Aber der Blick in diese wütenden, bezaubernden Augen liessen ihn verstummen.

Arlo hatte diese Szene beobachtet und verstand nun, was mit seinem Freund los war. Er fing an zu lachen. „Was lachst du denn jetzt so?“ schnauzte Janis ihn an. „Nichts mein Freund, nichts. Geh Baden. Wir sollten pausieren bevor wir uns mit dieser neuen Hürde beschäftigen. Ich kann auch ein Bad brauchen. Ich rieche bestimmt nicht weniger streng als du. Auf, komm.“

Kato ging etwas weiter weg von den Männern. Wenn sie schon eine Badepause einlegten, wollte sie das natürlich auch gleich nutzen. Sie war nicht prüde. Das hatte sie schon früh abgelegt. Allerdings genierte sie sich etwas vor Janis. Er behandelte sie wie ein ungeliebtes Anhängsel. Das verunsicherte sie. Und dieses Gefühl verunsicherte sie ebenfalls. Sie wollte auf jeden Fall nicht, dass er ihr beim Baden zusah. Das war ihr einfach zu peinlich.

Arlo und Janis legten sich in den Fluss und liessen das Wasser um sich herum fliessen. Es war eine Wonne. Wenn man erst mal den ersten Schock der Kälte überstanden hatte, war es sehr belebend. Arlo zwinkerte in Richtung Janis. „Mein bester Freund – ich glaube nicht was ich da gesehen habe.“ „Was hast du denn gesehen?“ murmelte Janis. „Deine Reaktion Kato gegenüber. Du bist verliebt.“ Janis schnellte aus dem Wasser hoch und blinzelte Arlo wütend an. “Was redest du für einen Schwachsinn. Die Frau interessiert mich überhaupt nicht. Ich traue ihr nicht. Vielleicht ist sie doch ein Spitzel der bösen Königin, die uns bezirzen will. Weisst du es?“ „Nein, natürlich nicht, aber das glaube ich nicht. Ausserdem glaube ich, dass sie sich ihren Gefühlen dir gegenüber auch nicht sicher ist.“

Janis schaute zu Kato rüber. Sie hatte ihr Haar geöffnet und es fiel ihr in sanften Wellen über den Rücken. Ihr kleiner Po blitze bei ihren Bewegungen immer mal hervor. Dann liess sie sich ins Wasser gleiten. Es wirkte bezaubernd auf ihn. Ihre fliessenden Bewegungen. Es war als würde sie im Wasser schweben. Seine Fantasie bekam Flügel. Ihm wurde warm ums Herz und auch etwas tiefer.  Arlo schuppste ihn mit dem Fuss an. „Behalt deine Hose an. Sag ich dir. Sie ist keine Frau für eine Nacht und wir sind auf einer gefährlichen Mission unterwegs.“ „Mann, das weiss ich auch. Ich weiss auch, dass sie keine Frau für eine Nacht ist. Deswegen ist sie auch nichts für mich. Ich werde mich nie binden.“ Sagte er und bewegte sich zum Ufer zurück.

Kato beobachtete die beiden Männer und als Janis aus dem Wasser stieg konnte sie seine Muskeln bewundern. Er war gut gebaut. Sie konnte sich vorstellen, dass er viel mit den Waffen trainierte und deswegen wirkte er so athletisch. Kato, wende deinen Blick ab, du lüsternes Stück Weib. Lass dich nicht von irgendeinem Mann ablenken. Du willst ohne einen Mann leben können. Also pack deine Gedanken wieder ein. Er macht ja auch deutlich, dass er kein Interesse an dir hat. Also verschwende nicht deine Zeit, Gedanken und Energie an ihn. Ich reite mit ihnen und wenn es sich ergibt, werde ich sie verlassen. So einfach.

Sie tauchte ganz unter und stieg dann ihrerseits auch aus dem Fluss. Sie war sich bewusst, dass Janis Blick ihr folgte. Und sie kokettierte unauffällig, dass er sehen konnte, was er nie haben würde. Sie amüsierte sich darüber ihm eine Nase zu zeigen.

Arlo amüsierte sich über die beiden, aber der Ernst der  Lage sollte nicht unterschätzt werden. Eine riesige Wand aus Büschen und Dornen versperrte ihnen das Weiterkommen. Sie setzten sich vor diese Wand und machten ein Feuer. „Vielleicht können wir sie abfackeln?“ Meinte Kato. „Ja – vielleicht.“ Janis stand auf und machte sich eine Fackel. Er entzündete sie am Lagerfeuer und ging auf die Wand zu. Er suchte eine etwas trockene Stelle, aber er fand keine. Probeweise hielt er die Fackel an die Wand – nichts – sie entzündete sich nicht. Er gab Arlo die Fackel und sammelte noch etwas trockenes Holz, das er an der Wand stapelte, dann nahm er die Fackel und entzündete den kleinen Haufen.

Die drei sassen vor dem Lagerfeuer und betrachteten das kleine Feuerchen vor der Wand. Aber nichts geschah.

Währenddessen schaute die böse Hexe in ihr Wasserbecken und beobachtete die Drei. Ihr Rabe sass auf ihrer Schulter und schaute ebenfalls hinein. „Siehst du mein Lieber. Das ist das Ende für die Drei. Hier werden sie scheitern. Dieses Labyrinth ist unbezwingbar. Sollten sie den Eingang finden, werden sie nie den Ausgang finden. Dafür werden die Rosen sorgen.“ „Ja, geliebte Herrin.“ Antwortete der Rabe.

Fortsetzung folgt

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