Geschichtenzauber

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #13

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Kapitel 10

Was bisher geschah:

Ihre Reise geht nun zu dritt weiter. Janis entdeckt ungewünschte Gefühle für Kato. Sie treffen auf ein erneutes Hindernis – Eine Hecke versperrt ihnen den weiteren Weg.


Das Feuer war herunter gebrannt, aber die Wand hatte noch nicht mal eine Brandspur. „Gut, also Abfackeln klappt nicht. Irgendwie müssen wir da durch. Ich versuche es mit dem Schwert.“ Meine Janis. Er stand auf und versuchte mit seinem Schwert eine Wunde in die Hecke zu schlagen. Jedes Mal wenn er eine Stelle aufgeschnitten hatte, verwuchsen die Ranken wieder mit einander. „So geht es wohl nicht.“ Meinte Arlo. „Kommt, lasst uns einfach mal versuchen drum herum zu gehen. “Sie packten ihre Sachen und fingen an die Hecke abzulaufen. Kato war sehr konzentriert. Sie vermutete, dass irgendwo eine Öffnung nach innen führen würde. Die Männer waren schon vor gegangen, aber sie liess ihre behandschuhte Hand an der Hecke entlanglaufen. Nach einigen Metern stiess ihre Hand auf eine Lücke.

„Hei ihr Zwei. Ich hab da was gefunden.“

Die Männer drehten sich fragend um und sahen, dass Kato gerade dabei war in der Hecke zu verschwinden. Schnell rannten sie zu ihr um sie wieder heraus zu ziehen. Janis zog stark und sie stolperte gegen ihn, so dass er sie halten musste. Er wurde fast wahnsinnig. Sie roch so gut und fühlte sich so gut in seinen Armen an. Schnell liess er sie los.„Hei, warum zerrst du  mich wie einen Kartoffelsack heraus? Das ist ein Durchgang.“ „Oh – ich dachte du würdest aufgefressen.“ Murmelte er. „Kommt, lasst uns rein gehen. Wir werden hier durch müssen.“ Meinte sie.

Sie nahmen ihre Pferde und traten durch die Öffnung. Als sie auf der anderen Seite standen sahen sie was sie erwartete. Ein Labyrinth. „Ach verflixt,“ meinte Arlo. „Ein Labyrinth. Ich hasse Labyrinthe.“ Vorsichtig bewegten sie sich vorwärts. Es war nicht so schwer zu lösen. Die Wände bewegten sich nicht und es gab wenige Sackgassen. Es war, als wäre es für Kinder gemacht. Sie bewegten sich immer sicherer durch die Gänge. Dann kamen sie in der Mitte an.

„Was ist das? Was riecht hier so gut. Ich habe noch nie so etwas gerochen. Es ist wie, wie ein streicheln über meine Wange. Es hüllt mich in Geborgenheit und Sicherheit. Mein Herz klopft wie verrückt. Dieser Geruch – er fordert mich heraus. Finde mich, sagt er.  Liebe mich, sagt er. Nimm mich an dich, sagt er. Wo ist die Quelle.“ Kato und Arlo waren wie hypnotisiert. Es war als würde etwas an ihrer Nase ziehen. So sahen sie aus, wie sie mit hervorgeschobener Nase durch diese Lichtung wanderten.

Janis wunderte sich. Er roch nichts. Wieso roch er nichts? Aber er sah was. Und zwar wunderschöne Blumen. Aus ihnen floss eine Art Gas. Das musste di e Quelle des Geruchs sein, den er immer noch nicht wahrnahm. Er beobachtete die anderen Beiden, die noch immer auf der Suche nach dem Geruch waren. Sie reagierten  nicht auf seine Rufe. Sie waren weg getreten. Was sollte er machen? Dann sah er was. Eine schemenhafte Gestalt. Sie näherte sich ihm. „Wer bist du?“ Fragte Janis. „Ich bin eine Gefangene. Vor langer Zeit kam ich auch hier her und fand diese Blumen. Ich griff nach ihnen und stach mir in den Finger. Du musst verhindern, dass sie zugreifen. Diese Dornen sind vergiftet. Sie verwandeln einen in einen Geist und binden einen an diesen Ort.“

Er drehte sich zu seinen Freunden um und konnte gerade noch sehen, wie sie zu den Blumen griffen. „NEIN. ARLO, KATO – nicht. Greift nicht nach den Blumen.“ Aber es war zu spät. Sie griffen und wurden gestochen. Sofort brachen sie zusammen. „Geist. Was kann ich machen? Sie werden sterben?“ „Ja das werden sie. Aber du hast noch Zeit. Die Wandlung dauert noch einige Zeit. Erst bei Mondaufgang. Danach kannst du sie nicht mehr retten.“ „Sag mir wie.“ „ Es gibt noch eine weitere Lichtung in diesem Labyrinth. Dort findest du die Blume, die das rückgängig machen kann. Aber es ist nicht leicht sie zu finden.“  „Das schaffe ich. Kannst du mir helfen?“ Das Geisterwesen zuckte zurück und überlegte. „JA, ja, das kann ich. Ich bin sowieso verloren, aber euch kann ich helfen. Folge mir.“

Zum Glück. Dieser Geist hilft mir meine Freunde zu retten. Die Böse Königin hat doch nicht alles so unter Kontrolle wie sie denkt. Wenn ich die erwische.

„Komm schneller, die Zeit läuft uns davon. Beeil dich, trödele nicht so rum.“ „Ja, ich komme ja schon. Ich kann halt nicht fliegen, so wie du. Ich muss rennen und darin bin ich nicht so der beste.“ Entgegnete Janis atemlos.

Endlich erreichten sie die Kammer. Dort war die andere Blume. „Wo ist sie?“ „Warte, sie wird gleich erscheinen. Sie zeigt sich immer, wenn die Sonne einen bestimmten Winkel eingenommen hat. Gleich ist es soweit. Da, da ist sie. Schnell. Sie ist nicht lange zu sehen.“ Janis rannte zu der Blume. Sie war wunderschön. Sie schimmerte wie Perlmut. Es tat ihm leid, dass er sie pflücken musste. „Warte. Hast du Handschuhe. Sie ist nicht ungefährlich für nicht vergiftete.“ Er zog seine Lederhandschuhe hervor und pflückte die Blume. „So, jetzt bring mich schnell wieder zurück, bitte.“ „Ja, schnell folge mir, bevor jemand aufmerksam wird. Denn wenn   deine Freunde gerettet sind, müsst ihr schnell hier raus, denn die anderen Geister, die hier gefangen sind, sind nicht so nett, wie ich. Sie sind sehr böse, weil sie hier nicht raus können. Ihr Ziel wird sein, euch hier drin zu behalten. Also schnell, schnell.“

Endlich waren sie wieder am Ursprung. Kato und Arlo lagen unverändert auf dem Boden. Schnell ging Janis zu ihnen und stach ihnen mit den Dornen in die Finger. Es dauerte nicht lange und sie erwachten. Benommen sahen sie ihn an und Kato verzog das Gesicht. „Was stinkt denn hier so?“ Der Geist antwortete:“ Das ist die Blume. Sie versucht damit die Menschen fern zu halten. Aber da euer Freund irgendwie nichts riecht, konnte er euch retten. Jetzt aber schnell, ihr müsst raus hier. Folgt mir ich bringe euch zum andern Ausgang.“

Als Arlo und Kato waren noch sehr schwach, deswegen setzten sie sich auf ihre Pferde um voran zu kommen. Der Mond war gerade aufgegangen. Janis atmete auf. Das war verdammt knapp gewesen. Mal wieder.

Der Geist geleitet sie sicher zum Ausgang und als sie hinaustraten, bedankte Janis sich noch mal. „Können wir dir irgendwie helfen hier heraus zu kommen?“ „Nein mein Lieber, der einzige Weg diesen Fluch zu brechen und alle Geister zu befreien ist, die Böse Königin zu töten. Wenn euch das gelingt, dann werden alle ihre Flüche brechen und alle sind frei. Das wäre der einzige Weg.“

„Ich werde es versuchen.“

Janis setzte sich auf sein Pferd und schloss zu seinen Freunden auf. Der Splitter zeigte ihnen den Weg. Janis blickte zurück. Aber der Geist war schon verschwunden. Ich werde es versuchen mein guter Geist. Ich werde es versuchen. Bei  meinem Leben. Ich werde die Königin töten.

Fortsetzung folgt

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