Geschichtenzauber

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #14

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Kapitel  11

Was bisher geschah:

Das Hindernis entpuppte sich als ein Labyrinth mit tödlich schönen Blumen. Arlo und Kato hätten fast ihr Leben gelassen. Ein netter Geist hilft Janis die beiden zu retten.


Die drei Kameraden ritten nach diesem Abenteuer weiter. Sie kamen recht gut und ohne weitere Hindernisse voran. Eine leichte Hoffnung und Lockerheit machte sich breit. Sie quasselten und lachten und erzählten sich witzige Geschichten. Vor allem Janis hatte genug zu erzählen. Allerdings hielt er sich bei seinen Frauengeschichten sehr bedeckt. Arlo amüsierte sich darüber, aber er unterstützte seinen Freund natürlich darin. Er wünschte sich so sehr für Janis, dass er endlich mal die Richtige finden und sesshaft werden würde. Vielleicht könnten sie ein befreundetes Pärchen werden.

Arlo verlor sich in seine Tagträume und Janis witzelte noch weiter mit Kato. Es wurde düster, aber sie dachten sich nichts Böses dabei. Janis genoss die Nähe von Kato immer mehr. Es ging schon so weit, dass er einen winzigen Hoffnungsschimmer aufs Überleben entwickelte. War da nicht etwas in der Vorhersage, dass er nur die Richtige Entscheidung treffen müsse? Vielleicht war die Entscheidung zu Leben und Lieben die Lösung? Er setzte all seine Wünsche darauf, denn er konnte es nicht mehr vor sich selbst verleugnen. Er hatte sich in Kato verliebt. Ob sie auch etwas für ihn empfand? Er traute sich nicht einen Vorstoß bei  ihr zu wagen. Er hatte Angst sie zu verunsichern und von sich wegzutreiben. Er wollte warten. Wenn er das ganze überlebte, würde er um sie werben.

Sie ritten alle drei nun schweigend und jeder in seinen Gedanken versunken, nebeneinander her. Irgendwann stutze Arlo. „Es ist so dunkel. Zieht ein Unwetter auf?“ Und als er zum Himmel hinauf schaute, wurde er bleich. Der Himmel war fast schwarz. Aber nicht von Wolken. Raben verdunkelten die Sonne. Eine Armee Raben flog über sie hinweg und kaum, dass sie sie bemerkt hatten, stürzten sich die ersten auf die drei Reiter.

„Oh mein Gott. Raben – sie wollen uns töten, zieht eure Waffen. Schnell dort hinten sind einige Felsen, da können wir vielleicht Unterschlupf finden. Aber wenigstens einen Rückenschutz.“ Arlo zeigte rechts von ihnen auf eine Felsformation. Schnell rutschten sie von den Pferderücken herunter und rannten los. Die Pferde würden sich in Sicherheit bringen. Sie drückten sich an die Felsen und hielten ihre Schwerter hoch. Dann schlugen sie nach den angreifenden Raben.

Es schien aussichtslos. Es waren viel zu viele, als dass sie sie alle bekämpfen konnten. Die Arme wurden immer schwerer.  Janis stellte sich vor Kato um sie mit seinem Körper zusätzlich zu schützen. Auf einmal strömten aus allen Richtungen Katzen hervor. Es waren unzählige Katzen. Man konnte kaum noch den Boden sehen. Und sie fingen an gegen die Raben zu kämpfen. Sie sprangen in die Höhe und fingen sie. Sie bissen ihnen die Hälse durch oder rissen sie mit ihren Krallen auf. Der Lärm der dabei entstand war ohrenbetäubend.

Die Katzen waren ihnen schon die ganze Zeit gefolgt. Annet hatte sie mit geschickt um ein Auge auf die Reisenden zu haben. Und als es dann nötig war, haben sie alle wilden Katzen zum Kampf gerufen.

Die Angriffe der Raben wurde schwächer. Langsam wurde es auch wieder heller. Die Katzen versammelten sich und bildeten eine Schutzwand für die drei Kämpfer. Kato hatte kaum noch die Kraft ihr Schwert zu heben. Janis und Arlo hatten einige Kratzer im Gesicht und einige Haarbüschel verloren. Sie sanken alle drei zu Boden. Geschwächt und Müde. Die Raben verzogen sich. Wieder hatten sie einen Angriff der bösen Königin zerschlagen. Dank der Katzen.

Der Rudelführer kam zu ihnen und stellte sich vor Janis. Janis hörte seine Gedanken. „Edler Herr, wir sind gekommen um euch zu unterstützen. Wir wurden zu eurem Schutz gerufen. Und wir werden euch immer helfen. Unter der Voraussetzung, dass die Katzen in eurem zukünftigen Reich immer ein gutes Zuhause haben werden. Die Verhandlungen wurden bereits geführt und besiegelt. Sollte dieser Vertrag gebrochen werden – nun ihr habt uns kämpfen sehen. Ich gehe davon aus, dass ich da nicht weiter ausholen muss.“  Der Kater verneigte sich vor Janis. „Geehrter Kater – es steht ausser Frage, dass wir euch für eure Hilfe immer Dankbar sein werden und euch immer in Ehren begrüssen werden, sobald eine von euren Gefährten in unserem Land lebt. Das ist reine Ehrensache.“ „Gut, dann ist das erneut besiegelt. Wir werden im Kampf immer bei euch sein. Darauf könnt ihr euch verlassen.“ „Besten Dank, dafür.“

Der Kater verneigte sich erneut und Janis erwiderte diese Geste. Kurz klärte er Arlo über diese Verhandlung auf und Arlo bestätigte den Pakt, da er zukünftiger Thronerbe sein würde. „Sobald wir siegreich nach Hause kommen, werden die Gesetze dafür erlassen. Sollte jemals einer Katze oder sonst einem Verbündeten in diesem Krieg, Leid zugefügt, werde ich höchst Persönlich die Strafe dafür ausführen.“

„Gut, lasst uns jetzt ausruhen.“ Meinte Kato. Sie war leicht grau im Gesicht. Janis schaute sie besorgt an. Sie war so tapfer. Sie war einfach die Richtige. Er reichte ihr seinen Wasserschlauch und sie lächelte ihn aufrichtig an. Er würde alles für sie tun.

Kato nahm dankbar das Wasser und betrachtete nachdenklich Janis. Aus seinen Erzählungen während der Reise hatte sie schon heraus gehört, dass er kein Kind von Traurigkeit war. Er hatte tunlichst diese Themen umschifft, aber sie war ja nicht so naiv. Sie kannte Männer gut genug. Aber trotzdem merkte sie, dass sie ihn immer öfter beobachtete. Sie bemerkte die Veränderung ihr gegenüber. Er war nicht mehr so abweisend. Eher schüchtern. Sie mochte die Aufmerksamkeit, die er ihr jetzt entgegenbrachte. Aber sie war auch misstrauisch. Denn nur als Bettgefährtin war sie sich zu schade. Deswegen war sie eher zurückhaltend und beobachtend. Es würde sich zeigen, ob er für mehr, als nur eine flüchtige Liebelei zu haben wäre. Sie hoffte es sehr. Denn sie mochte ihn schon gerne.

Fortsetzung folgt

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