Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #16

Den Start der Geschichte findet ihr HIER

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Kapitel 13

Was bisher geschah:

Ein kurzes Kapitel kündigte die Ankunft am Zielort an. Janis sammelte allen Mut zusammen und küsste Kato. Er wollte sie wenigstens einmal geküsst haben. Wer weiss, ob sie alle den Krieg überleben werden.


Am nächsten  Tag schwiegen sie. Sie wussten, es könnte für alle der letzte Tag sein. Sie packten die Taschen und legten sie den Pferden an. Löschten die Glut und reinigten die Waffen. Jeder war in seiner Gedankenwelt versunken.

Janis erhob sich. „Es wird Zeit meine Freunde. Ein Kampf – ein Krieg steht uns bevor und zu retten ist Mary. Meine Schwester.“

Arlo schaute auf. Er sprang auf. „Was sagst du? Deine Schwester? Wieso deine Schwester? Warum hast du mir das nicht gleich gesagt? Was sollte diese Heimlichtuerei? Ich dachte wir wären die besten Freunde und du erzählst mir so was Wichtiges nicht?“

Janis neigte seinen Kopf. „Ich durfte es dir nicht erzählen. Wahrscheinlich dürftest du es jetzt noch nicht mal wissen. Aber da wir vielleicht nicht lebend aus diesem Kampf heraus kommen, will ich alle Karten auf den Tisch legen. Mary ist als kleines Kind entführt worden.“ Und Janis erzählte alles. Ihr Leben in der Menschenwelt, die Prophezeiung seine Aufgabe. „War das alles nur ein Plan? Unsere Freundschaft nur deswegen?“ Fragte Arlo gekränkt. „NEIN. Ich liebe dich wie meinen Bruder. Bitte. Sei nicht sauer auf mich. Ich konnte dir nicht alles erzählen. Es war eine Voraussetzung. Vielleicht muss ich heute dafür bezahlen. Aber ich will nicht, dass das unsere Freundschaft zerstört. Wir sind Familie – Schwager.“ Janis lächelte unsicher. Arlo blickte verletzt und wütend zu seinem besten Freund. Aber das Wort Schwager tat seine Wirkung. Er lachte und zog Janis in seine Arme. „Das wird noch ein Nachspiel haben. Schwager. Aber erst mal überleben wir das hier.“

Janis atmete auf und schaute zu Kato. „Sei bitte vorsichtig. Wir haben eine Vereinbarung.“ „Ja, das werde ich. Ich will mir dein Werben nicht entgehen lassen. Also pass auch auf dich auf.“ Janis zog sie noch einmal in seine Arme und küsste sie.

Dann drehten sie sich zu dem Turm um los zu gehen. Hinter ihnen versammelten sich ihre Verbündeten. Die Katzen strömten herbei, und sie hatten die Hunde dazu gerufen. Von rechts nahm Janis einen  Reiter wahr. Nein zwei. Seine Eltern. Annet und Abraham kamen zur Unterstützung. Sie stiegen von den Pferden und eilten zu den dreien. Schnell schlossen sie sich in die Arme und gingen nun zu fünft weiter. Hinter ihnen kamen noch mehr Helfer zusammen.

Fabelwesen aus den Wäldern schlossen zu den Katzen und Hunden auf.  Elfen und Feen. Sogar Einhörner mit gefährlich blitzenden Hörnern kamen. Alle wollten die böse Königin zu Fall bringen. Es war Zeit. Der Joch und die Angst musste jetzt besiegt werden – ansonsten würde das Reich in Dunkelheit untergehen.

Im Tal angekommen, sahen sich sie einer ebenso grossen gegnerischen Armee entgegen.

Gargoyles sassen auf dem Turm. Skelette in Rüstungen, Schattenwesen, Geister, Raben. Die Königin sass auf ihrem schwarzen Pferd. Dieses scharte ungeduldig mit den Hufen.

„Wo habt ihr Mary versteckt?“ rief Janis.

„Was – versteckt? Ich habe sie nur sicher untergebracht. Ihr habt es doch gefunden. Ihr steht vor ihrem sicheren Turm.“

„Gebt sie frei und wir können gehen, ohne dass hier ein Schlachtfeld entsteht.“

„Hahahaha. Du bist reizend Janis. Ich hätte dich damals auch mitnehmen sollen. Ich hätte meinen Spass mit dir gehabt und du wärst ein hervorragender Krieger auf  meiner Seite gewesen. Das war ein Fehler, den ich damals nicht bedacht hatte. Sehr dumm von mir.“

Arlo wollte losstürmen, aber Annet hielt ihn zurück. Sie zog ihn etwas mit sich in den Hintergrund. „Hör mir zu, Arlo. Dein Kampf wird nicht hier draussen stattfinden. Du musst ins Innere kommen um Mary zu retten. Das ist so vorher bestimmt. Nur du kannst sie befreien. Wir müssen noch etwas warten. Die Mittagssonne wird uns den Eingang zeigen. Also halte dich bitte zurück. Wenn du fällst, fallen wir alle. Du musst unversehrt eindringen. Verstehst du  mich?“

Arlo wurde unruhig. Er sollte die anderen kämpfen lassen und sich zurück halten. Das konnte er nicht. Er wollte gerade etwas erwidern, als er eine Vision hatte. Er sah Mary im Turm. Sie war verängstig und stand in der Mitte eines Raumes mit einem verspiegelten Boden. Sie sah unendlich traurig und verlassen aus. Sie hob den Kopf und rief nach ihm. Sie streckte die Arme aus. Er konnte die Tränen sehen, die an ihrer Wange herabliefen.

„Gut. Es fällt mir schwer, aber ich werde es machen. Mary ist das wichtigste. Ich werde mich zurück halten. Ich kämpfe mich zum Turm vor und warte, dass mir die Sonne den Eingang zeigt.“ Er drückte Annet und ging zurück zu seinen Freunden.

Sie standen auf einem Hügel und warteten. So richtig wollte keiner beginnen. Arlo stampfte unruhig mit den Füssen auf. Er trat mit seinem Fuss gegen das herabhängende Schwert. Langsam bewegte sich der Tross hinunter und die Gegenseite reagierte ebenfalls, indem  sie sich nach unten bewegten.

Sie trafen sich im Tal und standen sich in Reihen gegenüber. Janis erinnerte sich an seine Zeit in der Welt der Menschen, als er Filme gesehen hatten, in denen sich Krieger so gegenüber standen. Oben auf dem Hügel konnte er die Königin stehen sehen. Er drehte sich um und sah Annet auf ihrer Seite des Hügels. Die weisse und die schwarze Hexe. Ein Bild wie aus einem Märchenbuch. Dachte er sich.

Dann ging es los. Wer den Start vorgab hatte keiner mitbekommen. Janis drängte Arlo etwas bei Seite. Er brauchte nicht bei dem Gespräch dabei gewesen zu sein, um zu wissen, wie wichtig Arlo für den Ausgang der Geschichte war. Er musste Mary retten.

Fortsetzung folgt. 

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12 Gedanken zu „Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #16“

  1. Huhu,

    Huhu,

    oha, mir war gar nicht bewusst, dass Arlo das mit der Schwester nicht wusste. Na dann.

    Es geht zum Ende hin. Ich merke es schon und bin gespannt was da noch so kommen wird.

    LG Corly

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    1. Ja – war alles immer bisschen geheim. So langsam geht es zu Ende – es ist ganz schön langwierig, das so in Etappen zu veröffentlichen – während dem Schreiben fällt es nicht so auf, wie viel es wird….

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      1. Ich habe damit nach meiner Gruselgeschichte mit dem Haus angefangen – vorher hab ich das auch so gemacht – aber irgendwie war es übersichtlicher wenn ich es vorschreibe und dann abtippe – gut mit dem abtippen, ist auch wieder so eine Sache..hihihi…

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