Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #17

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Kapitel 14

Was bisher geschah:

Beide Lager treffen jetzt aufeinander. Auf beiden Seiten sind viele Mitkämpfer eingetroffen. Jetzt wird der Kampf losgehen. Arlo hält sich beim Kämpfen zurück – seine Aufgabe ist es den Turm zu stürmen und Mary zu retten.


Mit einem ohrenbetäubenden Schreien flogen die Raben auf sie zu. Die Katzen reagierten sofort und fingen wieder an sie im Flug zu fangen. Die Hunde beschäftigten sich  mit den Skeletten. Sie stürzten sich auf sie und ihre Kiefer zermalmten die Skelette wie Kreide. Die Schatten versuchten den Angreifern die Sicht zu versperren, aber Annet hatte die Waffen magisch gesegnet, und sie schnitten gerade durch die Schatten, die sich auflösten. Am schwierigsten waren die Geister. Sie stürmten auf die Angreifer zu und wollten in die Körper einfahren. Da halfen die kleinen Feen und ihr Feenstaub. Jeder ausgestreute Staub, der einen Geist berührte liess den Geist auffahren in die Erlösung. Das Tal erklang von gelöstem Stöhnen, der erlösten Geisterseelen, die endlich der Gefangeschaft der bösen Königin entkommen konnten.

Auch die Gargolys waren ein schwieriger Gegner, aber um die kümmerten sich hauptsächlich die Elfen und die Einhörner. Jeder abgeschossene Pfeil traf sein Ziel. Die getöteten Gargoyles vielen zu Boden und zerbrachen dort, als sie sich in Stein verwandelten. Ebensolche Auswirkungen hatte ein Stoss mit einem der Hörner auf dem Kopf der Einhörner.

Bis jetzt sah es so aus, als würde Janis und Arlos Truppe siegen. Sie hielten sich aber mit verfrühter Freude zurück. Sie wollten auf keinen Fall ihre Aufmerksamkeit verlieren und unachtsam werden.

Janis beobachtete Kato. Sie kämpfte wie eine Löwin um ihre Jungen. Er konnte kaum die Augen von ihr lassen. Seine Besorgnis war unbegründet. Sie war eine Kriegerin. Sie bewegte sich, als wäre sie dafür geboren worden. Es wäre eine Verschwendung gewesen, dieses Talent in einer fürchterlichen Ehe zu verlieren. Er würde regelmässig mit ihr trainieren. Er freute sich schon auf die Stunden, die sie miteinander verbringen würden. Aber jetzt war die Königin sein Ziel.

Während der Kampf auf dem Feld sich zuspitzte, ging endlich die Sonne auf. Arlo beobachtete ihren Lauf und als ihre Strahlen endlich den Turm berührten, konnte er den Eingang erkennen. Schnell rannte er darauf zu. Viele stellten sich ihm in den Weg, aber Annet liess ihre Magie wirken. Sie schickte Katzen und Hunde hinter ihm her um ihm die Angreifer vom Leib zu halten. Die Elfen schossen die Pfeile auf die angreifenden Gargoyles und vor dem Tor flogen die kleinen Feen um ihn noch schnell mit Feenstaub zu bestäuben. „Es wird dich schützen.“ Flüsterten sie.

In seinen Gedanken erschien Annet. „Arlo, es wird nicht einfach werden. Du musst vertrauen in dich und deine Gefühle haben. Dann schafft ihr das da heraus.“ „Danke Annet.“

Sie lächelte sanft. Arlo trat ein. Es war stockdunkel im Inneren. Seine Augen, durch das Sonnenlicht wie geblendet mussten sich erst an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Es war kein Ton zu hören. Die Kampfgeräusche von aussen wurden nicht hinein getragen. Es war wie in einem Vakuum. Diese Stille schien ihn zu erdrücken.

Jetzt konnte er eine Treppe vor ihm erkennen. Er versuchte sich an seine Vision zu erinnern. Aber sie zeigte ihm nicht ob nach oben oder unten. Er überlegte: Wo würde ich meine Gefangene einsperren. Im Keller wäre sie isoliert. Aber der Turm ist besser zu schützen. Hm. Da man aber davon ausgeht, dass Gefangene immer im Turm gehalten werden – ich gehe nach unten. Mein Gefühl sagt mir unten. Und Arlo nahm die Treppe nach unten.

*

Janis kämpfte sich durch die Horden von Skeletten, Schatten und wich Geistern aus. Er zog sein Schwert nach oben um einen  Gargoyle abzuwehren und eine Katze sprang auf seine Schulter um einen Raben zu reissen, der es ausnutzen wollte, dass Janis gerade abgelenkt war.

Janis verbeugte sich vor der Katze und rannte weiter. Endlich war er am Fuss des Hügels angekommen. Er blieb stehen und schaute nach oben. Die Königin war eine imposante Erscheinung. Sie strahlte eine Ruhe und Macht aus. Er fühlte Angst. Dann dachte er an Mary und wie lange sie gelitten hatte. Wie lange sie schon ohne ihre Familie eingesperrt lebte. Dieses Gefühl vertrieb die Angst. Und er stürmte den Hügel.

Die Königin hatte Janis schon während des Kampfes beobachtet und bewundert. Ein prachtvoller Bursche. Er darf nicht sterben. Denn wenn ich siege, will ich ihn an meiner Seite. Als Krieger und Geliebten. Er faszinierte sie und sie bereute erneut, dass sie ihn damals nicht gleich mitgenommen hatte. Aber er war damals nicht interessant genug. Nun, diesen Fehler würde sie nicht wiederholen.

Sie amüsierte sich über sein Engagement. Er stürmte zu ihr hoch und blieb vor ihr stehen.

„Königin. Ich bin hier um meine Rache zu fordern. Du hast meine Schwester ihrer Familie entrissen und eingesperrt. Ihre Kindheit geraubt. Ihre süsse Unschuld. Dafür musst du büssen. Steig von deinem Pferd und kämpfe ehrlich  mit mir.“

„Ach du lieber Tor. So prachtvoll in deiner Überzeugung, aber so schwach. Du wirst niemals gegen mich siegen. Ein Sterblicher. Du bist wirklich entzückend. Aber ich will dir natürlich die Chance nicht verwehren. Vielleicht schaffst du es tatsächlich. Aber du weisst, ich bin eine schwarze Hexe. Und die können nicht ehrlich kämpfen. Also musst du damit umgehen und meinen Zaubern ausweichen. Ich sehe, Annet hat dir ein Schild mitgegeben. Da am Rücken hängt es. Du solltest es nutzen.“

Janis war verunsichert. Aber entschlossen. Er musste es versuchen. Das Schild am Rücken hatte ihm Annet zum Beginn der Schlacht gegeben. „Du wirst es brauchen. Es wehrt magische Angriffe ab. Aber es verliert mit der Zeit seinen Schutz. Also musst du dich beeilen.“

Fortsetzung folgt. 

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10 Gedanken zu „Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #17“

      1. ja, das Gefühl habe ich auch bei mir, aber meist wird es dann doch ganz gut aufgenommen, Ich habe auch das Gefühl, dass mir diese Szenen in magische Welten so gar nicht gelungen sind.

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      2. Bilder hab ich im Kopf. Das ist gar nicht das Problem. Nur das zu beschreiben ist schwer. Da geb ich dir recht. Das ist eben einfach noch was anderes.

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