Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #18

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Kapitel 15

Was bisher geschah:

Arlo hat den Turm betreten können. Jetzt muss er nur noch Mary finden. Janis hat sich bis zur Bösen Königin vorgekämpft. Er fordert sie heraus.


Arlo ging die Stufen hinab. Es war dunkel und er musste sich an der Wand entlang tasten um nicht abzustürzen. Sie schien endlos abwärts zu gehen. Endlich war er unten angekommen. Es gab mehrere Türen. Wie sollte er die Richtige herausfinden. Er hatte nicht die Zeit alle zu testen.

Stell dich in die Mitte des Flures und lass dein Herz dich leiten

Er tat wie gehört. Seine Augen schlossen sich und sein Atem beruhigte sich. Da hörte er etwas. Es klang wie ein klopfen. Ein sanftes Klopfen. Wie ein Herzschlag. Es war das Herz von Mary und das Geräusch kam von der Tür, die am weitesten entfernt lag.

Schnell rannte er auf die Tür zu. Sie war verschlossen. Warum war sie verschlossen? Damit hatte er nicht gerechnet. Er legte die Hand auf die Klinke und versuchte Energie hinein zu leiten. So etwas hatte er mal gehört. Diese Energie konnte wohl Wunder bewirken und da hörte er es. Die Tür klickte. Sie schwang auf.

Sein Fuss wollte gerade die Schwelle übertreten, als er sah, was er auch schon in der Vision gesehen hatte. Mary stand in der Mitte des Raumes. Der Boden bestand aus zerbrochenen Spiegeln. Er trat vorsichtig an der Wand entlang in den Raum. „Mary? Bist du okay? Ich bin da um dich nach Hause zu holen. Kannst du mich hören und verstehen. Ich bin es Arlo. Wir haben uns in einem Traum getroffen.“

Sie sah so unendlich traurig aus. Sein Herz wurde schwer. Er fing an zu zweifeln. Aber seine Liebe war stark. Sie würden das schaffen. Sie mussten es einfach schaffen. Es stand zuviel auf dem Spiel. Das Land und ihre Zukunft. Das wollte er nicht aufgeben.

„Arlo? Du hast mich gefunden. Aber wie soll ich zu dir kommen. Die Spiegel werden mich nicht tragen. Sie sind zerbrochen. Die Königin sagte mir, wenn ich versuchte sie zu betreten, würden sie einbrechen und ich würde in den Abgrund stürzen.“ Schluchzte sie.

„Wir werden eine Lösung finden. Lass mich überlegen und mir das Ganze in Ruhe betrachten. Wir haben Zeit.“

Arlo drückte sich an der Wand entlang. Da war der Weg stabil. Er wollte sich den Raum von der anderen Seite betrachten. Nun stand er gegenüber der  Tür. Er betrachtete den Raum, versuchte auf dem Boden heile Stellen zu finden.  Langsam ging er in die Hocke um sich einen anderen Winkel vorzunehmen. Es gab vereinzelte Stellen, die waren nicht gesplittert, aber er traute ihnen nicht. Wenn er diese Stellen testete um zu ihr zu gelangen, könnte der Boden weiter splittern und sie beide würden abstürzen.

Sein Blick ging nach oben. Die Balken der Decke waren zu Hoch. Er hatte auch keinen Enterhaken dabei. Ein böser Fehler, der hätte vielleicht helfen können. Aber er bezweifelte, dass er so hoch werfen könnte.

Mary fing an zu zittern. „Wir werden es nie schaffen, oder?“ „Doch, doch. Er gibt eine Prophezeiung und wofür ist die den dann gut, wenn ich es nicht schaffe dich zu befreien. Irgendwo ist eine Lösung. Eine Täuschung. Ich werde sie finden. Solange musst du noch tapfer sein.“

„Solange du bei mir bist, schaffe ich das. Ich will nie wieder alleine sein. Eher betrete ich den zersplitterten Boden. Ich bin schon so lange hier. Ich weiss nicht mehr wie es vorher war. In  meinen Träumen sehe ich sie manchmal, meine Familie. Ich war Glücklich damals. Ich will das wieder haben. Oder gar nichts mehr.“

„Rede nicht so. Das erlaube ich nicht. Ich bin nicht hier um zu versagen. Ich habe geträumt dich in den Armen zu halten, das will ich jetzt auch spüren. Hörst du. Nur nicht verzagen. Liebste.“

Glitzernde Tränen liefen ihr die Wangen herunter, aber sie lächelte vertrauensvoll.

*

Während er weiter den Raum absuchte gingen die Kämpfe ausserhalb weiter.

Janis zog sein Schwert und hob den Schild zum Schutz an. Die Königin war vom Pferd abgestiegen. Jede ihrer Bewegungen schienen fliessend zu sein. Wie Rauch wirkte es wenn sie sich bewegte.

Sie drehte sich zu ihm und hob ebenfalls ihr Schwert.

Sie traten auf einander zu. Janis schlug als erstes zu. Sie parierte den Schlag. Janis wich dem Konter geschickt aus. So leicht würde er nicht zu besiegen sein. Er hatte genug Erfahrung gesammelt. So lange sie ihre Magie nicht anwenden würde.

Der nächste Schlag erfolgte von ihr. Sie zielte auf seine Schulter. Janis hob den Schild und der Schlag erschütterte ihn. Es lag unheimliche Kraft in ihm. Janis schlitterte etwas zurück. Und führte einen Vorstoss aus. Er versuchte ihre Mitte zu treffen, aber sie wich geschickt aus in dem sie einige Schritte zurück trat. So ging das weiter. Sie waren ebenbürtig. Jeder Schlag wurde gekonnt pariert und keiner wurde verletzt.

Janis spürte allerdings langsam eine Ermüdung in seinem Schwertarm. Er musste langsam mal einen Treffer landen. Den Schild hatte er bisher kaum gezogen, da er die Magie nicht abnutzen wollte. Er wusste, er würde den Schutz noch brauchen. Sie tanzten noch etwas miteinander, als Janis endlich eine Lücke fand und zustach. Er traf sie an der Seite. Das Schwert drang tief ein und als er es herauszog, kam ein Schwall Blut mit ihm. Die Königin schrie auf. Aber weniger vor Schmerz als vor Wut. „Gut mein Liebster. Jetzt sind die Spielereien vorbei. Jetzt wird es ernst. Sei gefasst.“ Und sie schleuderte ihm ihre Magie entgegen. Janis war schnell und zog den Schild zum Schutz hoch. Sie fluchte, als sie bemerkte, dass der Schild einen magischen Schutzschild hatte. Sie blickte zu dem Hügel auf dem Annet stand. „ANNET. Wir werden uns noch näher kommen heute. Liebste Schwester.“

Annet schauderte. Der Kampf der schon lange offen stand – heute würde er ausgetragen. Aber erst musste sich Janis Schicksal erfüllen. Nur so würde er leben können.

Fortsetzung folgt

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7 Gedanken zu „Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #18“

  1. Huhu,

    das mit Mary und Arlo war ja schon süß. Vielleicht geht alles etwas schnell, aber es ist auch süß.

    Ach Annett ist die Schwester der Königin? Bin mir gerade nicht sicher ob es schon vorher erwähnt wurde. Wenn hab ich es vergessen.

    Aber sonst war der Abschnitt interessant. Wo ich ihn endlich mal fertig habe.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

      1. Ja – manchmal kommt so was während dem Schreiben. Das wäre dann was, das man beim Überarbeiten vorher einfliessen lassen sollte. Vielleicht, wenn ich es mal irgendwo anders veröffentliche…Danke für die Info…ich schreib es gleich mal dazu, dass ich mir das merke. :-)

        Gefällt 1 Person

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