Fantasy, Schreib mit mir

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #20

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Kapitel 17

Was bisher geschah:

Arlo sucht immer noch einen Weg  Mary zu befreien. Janis wurde von einem Eiszauber getroffen. Jetzt macht sich Annet auf den Weg um ihrer Schwester entgegen zu treten.


Kato hatte sich endlich frei gekämpft. Schnell rannte sie zu Janis. Sie musste ihn irgendwie vom Feld schaffen. So gefroren konnte die Königin ihn einfach zerschlagen. Das durfte nicht passieren. Auf keinen Fall. Sie sah wie Annet angeritten kam und die Aufmerksamkeit der Königin von Janis abgelenkt wurde. Schnell schnappte sie ihn und zog ihn mit sich. Er war so kalt und schwer. Sie musste ihre Hände einwickeln, damit sie sich keine Erfrierungen holte. Schnell wurde ein Stück ihres Hemdes zerrissen und um die Hände gewickelt. Dann zog sie weiter. Er war so schwer, aber sie hatte solche Angst um ihn und das verlieh ihr genügend Kraft um ihn hinter einen Mauerwall zu ziehen.

*

Arlo lief nach oben und betrachtete sich dabei die Wände und den gesamten Aufbau genau. Er war sich sicher, dass er nur genau hinschauen musste. Und da sah er es. Die Treppe musste etwa zur Höhe des letzten Drittels des Raumes sein. Und da waren irgendwelche Strebe eingelassen. Das musste irgendwie durch eine optische Täuschung versteckt sein.

Schnell ging er wieder runter und betrat den Spiegelraum. „Mary, du musst mit schauen. Irgendwo müssen Balken über uns sein, die ich erreichen könnte. Sie  müssen irgendwie durch eine optische Täuschung verborgen sein. Wenn man nur ein Teil erkennt, dann wird sich uns der Rest auch zeigen. Schau genau hin. Vielleicht findest du was.“ Sie nickte und legte ihren Kopf in den Nacken.

Arlo drängte sich wieder an die Wand und betrat den Raum. Er blickte auf etwa die Höhe, die er im Treppenhaus entdeckt hatte. Seine Augen fingen an zu tränen, so sehr konzentrierte er sich. Er schloss sie und öffnete sie. Dieses Ritual wiederholte er mehrere Male und da – da blitzte was auf. Er bewegte sich etwas weiter und da sah er es. Es war wie ein Bogen von Wand zu Wand. Wie in einer Kapelle. Sie mündeten an der Wand – etwa ein Kopf über ihm. Wenn er sich an diesem Bogen entlang hangelte, könnte er ein Seil zu Mary hinunter lassen um sie hinauf zu ziehen. Er atmete auf  und lachte erleichtert. Schnell erläuterte er Mary seinen Plan, rannte nach oben um sich nach einem Seil umzuschauen.

*

Annet hatte gesehen, dass Kato Janis in Sicherheit gezogen hatte. Jetzt konnte sie sich auf ihre Gegnerin konzentrieren. Arlo versuchte Mary zu retten. Abraham war auf dem Schlachtfeld, das durch die vielen Helfer schon ziemlich ausgedünnt war und Janis in Sicherheit. Jetzt wurde es Zeit endlich abzurechnen.

„Hallo Annet. Das ist aber schön, dass wir uns mal wieder sehen. Wie ist es dir denn so die letzten Jahre ergangen? Du siehst gut aus. Glücklich. Da hatte es ja tatsächlich was Gutes, dass du mir damals unterlegen warst. Sehe ich das richtig? Ich habe deinen Lebensweg manchmal verfolgt. Aber warum hast du keine eigenen Kinder mit Abraham bekommen? Ach – wie konnte ich das vergessen? Das war wohl  meine Schuld. Der Angriff – damals – der traf dich ja sehr ungeschickt. Das hat dich wohl verdorren lassen. Ach wie schade. So paar Neffen und Nichten wären doch schön gewesen. Aber du siehst. Ich habe mir ja doch jemand von deiner Familie zu Besuch geholt. Bisschen störrisch die Kleine, aber die Jahre haben sie sanfter werden lassen. Nun – jetzt sehen wir uns wieder. Endlich können wir unseren Zwist beiseitelegen, oder eher ausfechten. Bist du bereit endlich zu sterben?“

„Hallo liebe Schwester. Wie unangenehm, dass ich dich wieder treffen musste. Aber die Prophezeiung hat es ja vorher gesagt. Marys Rettung wird deiner Regierung ein Ende setzen. Du hast Recht – mir ist es gut ergangen. Und du brauchst nicht zu glauben, dass mir deine Stiche über die Unfruchtbarkeit irgendwie zusetzen. Ich habe eine tolle Familie – besser hätte ich es kaum treffen können. Aber wie ist das so bei dir. Ich habe mich natürlich auch auf dem Laufenden gehalten. Bei dir ist der Schoss auch flach geblieben. Da kam auch kein Erbe. Hat wohl keiner lange genug das Bett mit dir teilen wollen?“

Die böse Königin funkelte Annet wütend an. Das war wirklich ein Treffer. Sie hatte niemanden, der sie liebte. Angst ihrer Untergebenen konnte dieses Gefühl nicht ersetzten. Alle hatten Angst und waren nur deswegen immer bemüht ihr alles Recht zu machen. Sie sah, dass Annet hämisch lächelte. Und sammelte ihre Kraft um einen Energieball in ihre Richtung zu schleudern. Annet war vorbereitet und erschuf ein magisches Schild, der den Ball anprallen lies. Im Gegenzug sammelte sie ihre Kraft und schleuderte ebenfalls einen Energieball auf ihre Schwester. Diese wich ihm spielend aus.

Jede von ihnen schleuderte ihre Magie gegen die andere. Aber keine hatte die Überhand. Sie waren beide gleich mächtig. Meine Schwester wird bestimmt bald ihre finsteren Mächte herbei rufen. Ich  muss mich wappnen. Ich brauche die Lichtwesen auf meiner Seite, sonst werde ich versagen. Gegen ihre dunkle Magie bin ich alleine Machtlos.

Schnell bewegte sich Annet aus der Schusslinie hinter eine kleine Felsformation. Viel Zeit hatte sie nicht. Schleunigst versuchte sie in Trance zu gelangen damit sie die Lichtwesen um Hilfe bitten konnte. Sie war nervös – noch nie hatte sie das so schnell erledigen müssen und hoffte, dass es überhaupt klappte. „Was willst du weisse Hexe? Warum störst du unsere Ruhe?“ „Ich brauche eure Hilfe um gegen die schwarze Königin zu bestehen. Sie wird die dunklen Mächte anrufen um mich zu vernichten. Ich will sie aber soweit schwächen, dass die Prophezeiung eintreffen kann. Aber das schaffe ich nicht ohne eure Hilfe.“ „Was kümmert uns dein Krieg. Wir wolle nichts damit zu tun haben. Es betrifft nicht uns.“ „Oh doch, wenn Mary nicht gerettet wird, und das wird sie nicht wenn ich scheitere, dann versinkt das Land ins Dunkle. Und das wird auch eure Welt betreffen. Denn ohne Hoffnung seid ihr dem Untergang geweiht. Ihr speisst euch von der Hoffnung der Menschen. Diese werden dann nur noch Marionetten ohne eigenen Willen und somit ohne Hoffnung sein. Also überlegt euch das genau. Helft mir, damit ihr Leben könnt.“

Das Lichtwesen schwieg. Annet wurde ungeduldig. Siespürte, dass die böse Königin ihre Macht sammelte um noch einen Schlag auszuüben. „Nun gut, du hast Recht. Wir können uns nicht davon frei machen. Wir brauchen den Niedergang der Königin um zu überleben. Wir helfen dir und werden gegen die dunklen Mächte kämpfen.“ Annet atmete aus. Sie hatte unbewusst die Luft angehalten. „Vielen Dank. Ich werde gegen die Königin kämpfen und ihr gegen ihre dunklen Lakaien. Vielen, vielen Dank.“

Annet erwachte aus der Trance um zu sehen, dass die Königin direkt vor ihr stand um sie zu treffen. Schnell rollte sie sich aus dem Weg. Sie stand auf und rannte um die Felsformation. Da sah sie schon die Lichtgestalten. Sie materialisierten sich und um die Königin herum kamen ihre dunklen Helfer.

Annet rannte noch ein Stück weiter um die Königin abzulenken. Sie sollte nicht gleich mit bekommen, das Annet Hilfe haben würde.

*

Kato sass neben Janis und grübelte. Ihre erste Überlegung war, das Eis abzuschlagen. Sie versuchte durch den Eisblock zu schauen. Und dabei  erkannte sie, dass er nicht nur eingeschlossen war von Eis, sondern aus Eis bestand. Sie würde ihn also dann zerschlagen.  Kato sank zusammen. Wie sollte sie ihn nur retten?

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