writing friday

[#WritingFriday] Week 10 – Obdachlose Sicht

Es ist Freitag und das bedeutet #writing friday. Diese Woche geht es mir wieder besser und da nutze ich gleich mal zum Schreiben. Mehr findet ihr bei elizzy91


 

Du lebst als Obdachloser auf der Straße. Beschreibe deinen Blick auf die Menschen, die vorbeigehen


Ich kann es irgendwie nicht glauben. Ich bin schon seit zwanzig Jahren auf der Straße – es ist kein schlechtes Leben – nur die Winter sind echt mies. Früher war das gar nicht so schlimm – aber heut zu tage ist es schwer. Manche U-Bahnstationen sind verschlossen. Und es gibt kaum noch diese Wärmegitter der Kaufhäuser. Das war irgendwie besser in jungen Jahren. Auch ist mir das Laufen leichter gefallen. Jetzt zwickt es überall. Aber am schlimmsten sind die Menschen. Es gibt diejenigen, die mich einfach ignorieren und geekelt ausweichen, dann gibt es diese Weltverbesserer, die unbedingt wollen, dass ich irgendwie aus dem Trott heraus komme – will ich ja nicht – ich habe meinen treuen Hund und wir kommen wirklich gut rum. Man darf sich natürlich nicht zu fein sein im Müll zu wühlen – da solltet ihr mal die Gesichter der gestriegelten Weibchen sehen. IIIIIgitt….Am süßesten sind ja die Kinder – Walter ist ein wahrer Kindermagnet. Während die Eltern versuchen das Richtige zu tun und nicht gleich auszuflippen wenn die Kids zu mir kommen – sind die Kinder total offen. Manche sagen schon sie wollen mal Obdachloser werden. Hahaha. Ich sag dann erstmal musst du was Gescheites lernen, bevor du das hier machen kannst. Wenn du einen guten Job gelernt hast, komm zu mir, dann bringe ich dir den Rest bei. Dabei zwinkere ich immer den Eltern zu, die nicht immer wissen ob sie schmunzeln sollen, oder entsetzt sein sollen. Zu schön. Schlimm sind die Jugendlichen. Sie hängen nur noch an ihren Handys – nicht nur die Jugendlichen – auch die Erwachsenen – junggebliebenen Erwachsenen, die eigentlich nicht ihrem Alter entsprechend sind. Irgendwie breitet sich die Kälte der Winter immer mehr in die Herzen der Menschen aus. Es gibt wenige, die einem noch was geben. Früher ist immer mal einer mit einer Wurst gekommen oder einem Kaffee – jetzt kaum noch. Schade – eine Entwicklung die das kalte Deutschland echt unattraktiv gemacht haben. Aber kein Problem. Ich und paar meiner Kumpels haben schon einen Plan – wir wandern aus. Es gibt doch jetzt so viel Platz im Ausland – sind ja alle hier….haha haha…Leute ich muss weiter – es wird wieder kalt heute und ich brauche einen Schlafplatz – wir sehen uns – vielleicht.

ENDE

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11 Gedanken zu „[#WritingFriday] Week 10 – Obdachlose Sicht“

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