Mach was mit...

Mach was mit….Sternen…..das Lied der Sterne

Wieder gibt es ein neues Thema bei Die Pö und Herba. Die Sommerpause ist vorbei und es heisst wieder kreativ sein. Egal wie, Schreiben, Malen, Backen, Basteln. Was einen animiert.

Ich habe geschrieben.

Hast du jemals den Sternen zugehört? Schau hoch zu ihnen – sie singen. (Quelle)


Es war ein ganz normaler Dienstag. Der Wecker klingelte unaufhörlich, um mich aus einem meiner schönen Träume zu reißen. Warum sollte ich überhaupt aufstehen? Das Bett hatte eine unheimliche Saugkraft und wollte mich nicht entlassen. Ich war wirklich am überlegen, ob ich mich nicht einfach krank melden sollte. Es war einfach zu deprimierend. Aufstehen, arbeiten, heimkommen, der nächste Job, heimkommen, schlafen gehen. Und für was? Nur um dann gerade so über die Runden zu kommen. Das musste doch irgendwie zu beenden sein.

Der Wecker klingelte schon wieder. Ich stöhnte herzhaft und erhob mich. Der übliche Trott zog mich, wie die Karotte vor der Nase den Esel. Bucket strich mir mit seinem weichen Fell um die Beine. „Ich weiß mein Schatz – du hast Hunger. Ich auch. Komm hoch – ich gebe dir dein Futter, bevor ich wieder mal lange verschwinde.“ Er sprang auf die Arbeitsfläche in der Küche und ich schnitt ihm schnell paar Hühnerherzen klein.

Vor der Tür tat sich was. Ein unheimliches Rumpeln erschütterte die Gläser in meiner, ich sag mal Vitrine. Eigentlich war es eher ein ausrangierter Küchenschrank, den ich bisschen aufgehübscht hatte. Noch im Schlafanzug ging ich zur Tür. Bucket hatte ich auf dem Arm. Er liebte es ein Blick aus der Tür zu erhaschen. Ich öffnete die Tür und sah schon den Nachbarn. Ich winkte ihm zu und wollte zu ihm gehen. Er wusste immer alles, was hier für irgendeinen Lärm verantwortlich war. Aber ich brauchte gar nicht so weit zu gehen. Ich sah es schon selbst. Panzer. Panzer! Es fuhren Panzer an meiner Haustür vorbei. Bucket erschrak, sprang von meinem Arm, nicht ohne mich für den Lärm zu bestrafen und mir einen dicken Kratzer am Arm zu hinterlassen. „Autsch, Bucket!“ schnauzte ich und blickte ihm böse hinter her, wie er in seine Höhle im Flur verschwand.

Das hätte ich auch machen sollen. In einer Höhle verschwinden. Das Leben würde nicht mehr das Selbe sein, das war mir in diesem Moment klar. Ich wusste es. Wusste es schon lange. Die Vorzeichen waren schon lange genug da. Ich war vorbereitet. War ich vorbereitet?

Ich drehte mich schnell um und verschwand im Haus. Schnell verbarrikadierte ich alles. Rollläden ließ ich nach unten, Tür fest verschlossen. Die Waffen standen bereit. Ich ging schnell in den Keller um dort die Fenster fest und sicher zu verschließen. Schnell rannte ich nach oben um dort alles abzusichern. Aber vor allem mich passend zu kleiden. Jetzt hieß es warten und weiter vorbereiten. Ich checkte meinen Fluchtrucksack. Check, check, check. Ich war vorbereitet.

Ich suchte mein Radio und schaltete es an. „….die Bevölkerung wird gebeten Ruhe zu bewahren und in ihren Häusern zu bleiben. Bitte bleiben sie auf diesem Kanal um die Rettungsmassnahmen mitzubekommen. Solange bleiben sie bitte ruhig.“

Ruhe bewahren. Ja, das war wichtig. Bucket kam aus seiner Höhle. „Ach Süßer, jetzt ist es soweit. Wir haben das geprobt. Du weißt was zu tun ist.“ Ich hatte einen speziellen Transportkorb für ihn besorgt. Er wäre schon hinderlich, aber ich konnte mein Herz nicht hier lassen. Ich weiß, er würde schon zurechtkommen. Aber ich nicht ohne ihn.

Ich wartete einige Tage – solange mein bescheidener Vorrat hielt, dann musste es weiter gehen. Im Radio hatte man die Angriffe verfolgen können. Ich wusste ja, welche Strecken sie nehmen würden. Es gab genug Ankündigungen. Man hätte nur die Augen öffnen müssen. . Die Finsternis kam. Sie würde alles verschlingen. Alles Unwürdige und unvorbereitete töten. Ich würde abwarten. Drei Tage nur dann könnte ein neues Leben beginnen. Jetzt wurde es wirklich ernst. Ich, wir würden unser Haus verlassen und versuchen zu überleben.

Ich hatte schon lange die Route geplant, die wir nehmen würden. So war es. Abends, es dämmerte packte ich meinen Rucksack und Bucket. Ich öffnete die Hintertür. Ich verschloss das Haus nicht, vielleicht würde ich zurückkommen, da sollte die Tür nicht kaputt sein. Ich ging los. Ich blickte nicht zurück. Ein neues, hoffentlich besseres Leben würde uns erwarten. Wir lebten.

„Bucket? Hast du jemals den Sternen zugehört? Schau hoch zu ihnen – sie singen. Sie singen das Lied einer besseren Zukunft.“

Ende

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7 Gedanken zu „Mach was mit….Sternen…..das Lied der Sterne“

  1. Huhu,

    oha, Panzer in der Stadt? Was geht denn da schief? Aber eine schöne Idee mit den Sternen. Aber diese Panzersache find ich interessant. Mich würde interessieren was dahinter steckt und wieso sie davon schon wusste.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

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