Mach was mit...

Mach was…mit einer Festtags-Leckerei

Mach was…mit einer Festtags-Leckerei – Das ist das neue Thema von Die Pö und Herba. 

Das Jahr ist fast rum und ich hab eine neue Lieblingsfamilie ins Leben gerufen. Gestartet haben sie mit der Zeitkapsel und ich bin so vernarrt in die Truppe, dass bestimmt noch einige Geschichten mit ihnen kommen werden.

Bisher erschienen:

Schreibkicks – die vererbte Zeitkapsel

Schreibkicks – Weihnachstspezial – Die Sache mit dem Rentier

Heute schauen wir mal, wie Silvester bei dem Trupp gestaltet wird.


Festtags-Leckerei

Kaum hatten wir die Aktion mit dem Rentier geregelt und es gemütlich Weihnachten verbracht, waren auch die Feiertage schon wieder vorbei. Am zweiten Weihnachtsfeiertag saßen wir alle am Tisch. Ich betrachtete die festliche Tafel. „Also ihr Lieben. Hier sieht es aus als wäre der Weihnachtsmann noch mal mit seinem Schlitten drüber gefahren. Unfassbar.“ Alle saßen gut gefüllt auf ihren Stühlen. Die einzige, die sich nicht fühlte, als wäre sie gemästet worden, war natürlich Amelia. „Das ist ganz schön unfair. Jemand sollte sich mal schlau machen, ob nicht auch Geister sich vollfressen können. Ach“ seufzte sie tief bedrückt. „Es fehlt mir ja als Geist nicht viel – nur das Essen und Trinken. Das fehlt mir wirklich. Hmmmm der Geschmack von leckerem Braten mit Klößen und Rotkraut.“ Ein tiefes gequältes Stöhnen kam von uns andern. Keiner wollte jemals wieder etwas von Essen hören. Der einzige, der noch munter weiter knabberte, war Frank. Ja, das war wohl auch kein Wunder, ein Berg von zwei Metern mit einer unmessbaren Schulterbreite, da eh keiner dran kam, der war natürlich nicht so schnell satt zu bekommen.

Aber der Alltag kam schneller als wir wollten. Weihnachten war vorüber und das Haus immer noch nicht so, wie ich es gerne hätte. Es sollte freundlich und wohnlich werden. Weniger wie ein Gruselhaus. Aber trotzdem nicht so, dass ständig jemand hier klingelte. Vielleicht könnte Minerva da noch einen Schutzzauber wirken. Ja, so stellte ich mir das vor.

Wir hatten also gerade mal das Weihnachtschaos beseitigt – ihr könnt euch nicht vorstellen, was Fabelwesen so unter dem Weihnachtsbaum anstellen, wenn sie Geschenke sehen. Da sind Kleinkinder nichts dagegen. Schade, dass ich sie nicht filmen konnte. Hier gab es eine No-Videokamera-Politik. JA! Wir wissen doch alle wie ungeschickt so manche Fabelwesen mit der Technik sind. Und schwupp-di-wupp landet ein harmloses Video auf YouTube und dann. …rennen sie uns unser hübsches Haus ein. Ne, ne. Deswegen gab es ein Video und Foto Verbot. An das ich mich auch eher ungern hielt. Aber ich war ja auch die Hausherrin – ich durfte das. Verratet es nur nicht den Bewohnern. Die würden mich von der Decke baumeln lassen und als Boxsack verwenden. Ach, nein – eigentlich sind sie ganz lieb. Aber ich habe auch noch keinen verärgert.

Wir alle kennen ja die Geschichten um die Fabelwesen. Macht doch mal eines von Frankensteins Monstern sauer – dann habt ihr einen neuen Durchbruch zur Küche. Ja, Frank war unser Koch. Er war einfach ein Genie in der Küche. Abgesehen von dem zerbrochenen Geschirr, klappte das meist auch recht gut.

Dann gab es noch Morphi – unsere Mumie – noch hatte ich seine Begabung nicht herausfinden können. Außer, dass er wirklich eine Seele von Mumie war und mit seinen Bandagen einen auch schon mal warm halten konnte, wenn es einem nichts ausmachte, dass sie etwas muffig rochen.

Minerva hatte ich schon erwähnt. Sie war die Haushexe. Gut, dass sie nicht wusste, dass ich sie so betitelte – sie war sehr stolz und eigen. Haushexe, wäre eine absolute Degradierung. Äh – eine Oberhexe? Oder Märchenhexe? Aber ich glaube nicht, dass sie vergleichbar mit Cinderellas hübscher Hexe war – eher in Richtung geläuterte Maleficent.

Dann lebte noch Dracula hier – der dunkle Fürst. Er war immer sehr zurückhaltend. Wir hatten einen ausreichenden Vorrat an Blutkonserven. Selbst wenn er immer wieder das Gesicht verzog, wenn eine neue Konserve geöffnet wurde. Er sagte dann immer, das sei wie Champagner aus der Dose zu trinken. Manchmal, denke ich, suchte er einsame Frauen auf um sich mal echten Champagner zu gönnen. Aber da nie etwas Seltsames in den Medien erschien, machten wir uns keine Gedanken. Schließlich war er ja schon seit paar hundert Jahren erwachsen.

Dann gab es noch unsere kleine Perle – unser Sonnenscheinchen – Amelia. Sie war unser Hausgeist und immer gut gelaunt. Nervig gut gelaunt. Selten konnte ihr was die Stimmung verderben. Aber sie war wirklich nervig – und da sie ohne Probleme durch Wände glitschte – hielt sie auch nie viel von Privatsphäre. „Ich bin ein Geist – ich hab schon alles gesehen – stell dich nicht so an. Für dein Alter ist dein Körper echt noch gut in Form.“

Das Orakel – sie war es, die mich meiner Urgrosstante empfohlen hat. Ich wäre die richtige, das Haus zu erben. Nun – wir werden sehen.

Dann der adrette Richard. Ein toller und gar nicht so schlecht aussehender Helfer. Der Hauswart. Unser Held und Helfer in jeglicher Notsituation. Ich mag ihn. Wenigstens ein fast normaler Mensch, der mir unter die Arme griff.

Es gab noch leere Zimmer, die aber im Moment nicht bewohnbar waren. Da musste noch etwas saniert werden. Vielleicht würden noch paar Fabelwesen hier einziehen. Wollte ich das? Sie waren schlimmer als ein Sack Flöhe.

Ruckzuck war die Woche rum und Silvester stand vor der Tür. Der Weihnachtsbaum in der Halle glänzte noch in seiner vollen Pracht. Bis zum Abend hatte er immer wieder die Hälfte der Nadeln verloren und am nächsten Tag hingen sie wieder an seinen Ästen. Ich hatte Amelia im Verdacht. Sie würde Minerva bestimmt so lange nerven, dass sie einen Zauber dafür einsetzte

Richard betrat die große Halle, ich saß auf der Stufe und bewunderte den Baum und die glänzenden Lichter, die ohne Stromquelle leuchteten.  „Hei, alles klar bei dir?“ Ich blickte ihn irritiert an.“ Hä, ja, ja – ist der Baum nicht schön. Ich könnte ihn ewig betrachten. Aber er läutet irgendwie ja auch das Ende des Jahres ein, oder nicht?“ „Hm, hab ich noch nie so gesehen, aber ja, irgendwie schon. Aber ein Ende bedeutet ja auch ein Neuanfang. Das neue Jahr wird bestimmt aufregend. Meinst du nicht.“

Ich zog die Stirn in kraus und blickte ihn zweifelnd an. „Neues auf jeden Fall. Und hundert Prozent aufregend. Da zweifle ich nicht dran. Was hast du da?“ „Silvester steht auf dem Plan. Und ich bin einkaufen gefahren. Jetzt wo wir ein moderner Haushalt werden, sollten wir auch das Jahr gebührend begrüßen.“ Immer noch hefteten meine Augenbrauen unter meinem Haaransatz. Ob meine Stirn sich jemals wieder entspannen würde?

„Was hast du gekauft? Bloß kein Feuerwerk?“ „Um Gottes Willen. Ich gebe für so einen Mist kein Geld aus – ne. Das maximale sind Wunderkerzen und Tischfeuerwerk. Nein – ich hab Girlanden, Konfetti, Ballons und alberne Spitzhüte und Tröten. Dann natürlich Sekt und alles für eine lecker Bowle.“ „Bist du sicher, dass wir Alkohol ausgeben sollten? Meinst du unsere Freunde werden das vertragen?“ „Ne, bestimmt nicht – darauf freue ich mich ja. Besoffene Fabelwesen, wie lustig das wird.“ Er lachte sehr dreckig. Und ich musste einfach einstimmen. „Äh, ja und dann Essen.“ Ich hatte noch nicht gefrühstückt und merkte, dass mein Magen laut grummelte und mir schon das Wasser im Mund zusammen lief. „Das klingt sehr lecker – ich hab jetzt Hunger – komm lass uns  in die Küche gehen.“ Richard trottete mir absolut dämlich grinsend, hinter her. Ich konnte mir schon vorstellen, wie es in seinem Kopf rumorte. Er stellte sich gerade unsere Besoffenen Mitbewohner vor. Ich schüttelte mit dem Kopf und überlegte, ob ich nicht schnell eine Haftpflichtversicherung abschließen sollte.

In der Küche trafen wir natürlich auf die gesamte Meute. Sogar Dracula war da – wir hatten die Fenster mit einer Sonnenschutzfolie versehen – so konnte er sich hier zu jeder Tageszeit, ohne Bedenken aufhalten.

Richard stellte den Karton mit den Einkäufen auf den Tisch. Und sofort wuselten alle darum herum. Schlimmer als ein paar Katzen. „Was ist das alles?“ Fragte Minerva. „Alles für Silvester.“ Sie zog angewidert ein Päckchen Blei heraus. „Was ist das?“ „Na Bleigießen.“ Erläuterte ich und zog es ihr aus Zeigefinger und Daumen. „Bleigießen? Für was soll das sein. Silbergiessen würde ich noch verstehen, wenn ein Werwolf hier leben würde, aber Blei?“ Richard und ich blickten uns an. Ja – hier wurde es Zeit, dass mal die moderne Welt einkehrte. Meine Urgrosstante hatte sie alle zu sehr abgeschottet. Auch Fabelwesen durften mit der Zeit gehen. „Mit Bleigießen sagt man sich die Zukunft voraus.“ „Urg – das wäre mir neu. Mit Glaskugeln, oder aus kochenden Kesseln, von mir aus auch aus dem Kaffeesatz, aber Blei. Das hab ich ja noch nie gehört.“ Flapste sie und lachte uns aus.

„Das ist ein Spiel. Natürlich kann man da nicht die Zukunft herauslesen. Meist sind es eh nur Tropfen, da es keiner so richtig kann.“ Dann zog ich die bunten Knallbonbons heraus. Ich freute mich – es war schon lange her, dass ich Silvester feierte. Aufgeregt holte ich noch die Girlanden, Luftschlangen und alles andere heraus. „Amelia, komm, das ist dein Part – du darfst dekorieren und nimm Minerva mit – sie wird alles dort hin heften, wo du es willst.“ „Ne – das mach ich nicht – ich kümmere mich schon ständig um den Baum – ich werde hier mal richtig ausgenutzt. Das ist echt weit unter meiner Würde.“  Richard trat hervor und umgarnte Minerva. Er konnte wirklich sehr charmant sein. Auch Minerva konnte ihm nicht so ganz widerstehen. „Ach Minerva, komm, sei nicht so griesgrämig, das steht dir überhaupt nicht. Ich weiß, dass du das ganz toll hinbekommst. Wenn ich nur jeden Tag den tollen Baum sehe – ich  möchte nicht wissen, wie du mit dem anderen Kram zauberst.“ „Ich weiß nicht, das ist doch albern. Na gut.“ Und schmollend folgte sie Amelia.

„Frank – deine Aufgabe wird natürlich das Essen sein. Lass dir was einfallen. Unser erstes gemeinsames Silvester. Das muss knallen. „ Manchmal sollte man auf seine Wortwahl achten. Das würde ich noch zu spüren bekommen.

Während ich das Esszimmer vorbereitete und Richard mir half, die ganze Silvester Deko zu verteilen, hörte ich auf einmal ein scheppern aus der Vorhalle. Schnell rannten wir hin.

Ich stand da. Die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Minerva stand mitten im Wust von Weihnachtskugeln, die um ihren Kopf schwebten und Lametta, das sie fesselte.

„Was ist denn hier los?“ fragte Richard. „ich war´s nicht.“ Antwortete Amelia sofort. Und machte unschuldige Augen und zeigte mit dem Zeigefinger auf Minerva. Ich blickte fragend zur Gezeigten. „Und?“  „Befrei mich erst mal, ohne meine Hände kann ich nicht zaubern.“  „Das ist Blödsinn, natürlich kannst du auch so zaubern, das hab ich schon gesehen.“ Sagte ich. „Nun gut. Ich wollte eigentlich nur den Baum etwas verrücken, damit wir für die Silvesterdeko Platz haben. Da greift SIE mich an.“ „Wer ist SIE?“ „Sie da.“ Minerva zeigte mit dem Kinn auf einen Fleck am Baumstamm. „Was die Tanne?“ Minerva rollte die Augen und blickte hilfesuchend Richard an. „Siehst du sie?“ Richard blickte intensiv in den Baum. Da – da sah er eine Bewegung. „Hei, hallo, wer bist du denn? Komm zeig dich, wir tun dir nichts.“ Da konnte auch ich die Bewegung wahrnehmen. Vom Stamm löste sich eine junge, wunderhübsche Frau. Eine Riesin. Sie war bestimmt etwa zwei Meter groß. Ich verschluckte mich. „Hallo. Was, äh, wer bist du denn?“ Anmutig stieg sie zu uns hinunter. Ich hätte mich sofort verlieben können, so ein wunderhübsches Wesen. Ich konnte in Richards Augen das Selbe Gefühl erkennen. „Ich bin Keya und eine Baumnymphe. Sie da“ dabei zeigte sie auf die immer noch gefesselte und strampelnde Minerva. „Sie wollte meinen Freund entsorgen. Nicht genug, dass er hier gefangen gehalten wird, schiebt sie ihn hin und her wie sie will. Kein Respekt.“ „Er wird doch nicht gefangen gehalten.“ Entgegnete ich. „Ach, nein. Ist das hier seine natürliche Umgebung? Wohl kaum.“ Keya machte ausholende Bewegungen. Ich zog meinen Kopf ein. „Entschuldige, aber wir haben doch Weihnachten nicht ohne Baum feiern können.“ „So ist das immer. Aber gut, dafür bin ich ja da, ich werde ihn schützen.“  „Ich wollte ja auch nichts Böses mit ihm machen. Bin ja keine so fürchterliche Hexe. Die Natur ist mein Steckenpferd, ohne geht bei mir ja nichts. Aber DIE da, “ dabei zeigte sie auf mich. „Will hier Silvester feiern. Solch ein Humbug. Und ich soll mich mit der da, “ sie zeigte mit dem Daumen hinter sich auf Amelia. „die Halle dekorieren.“ Die Nymphe schnippte mit den Fingern und die Girlanden lösten sich von Minerva. „Hör zu. Wir versprechen dir, der Baum wird einen tollen Platz auf unserem Grundstück bekommen. Dort kann er uns dann die nächsten Jahre erfreuen, und hat auch eine tolle Aussicht.“ Die Nymphe schaute uns aus kalten Augen an. „Gut, wenn nicht würdet ihr das eh bereuen.“ Ich blickte zu Richard, er zuckte mit den Schultern. „Wie wäre es. Wir laden dich ein zu unserer Silvesterparty?“ „Silvester. Das ist diese stinkende Angelegenheit, wo dieses furchtbare Geknalle von statten geht. Die armen Tiere im Wald flüchten da immer.“ „Ja, aber wir machen kein Feuerwerk. Nur ein bisschen hier drinnen, harmloses.“

In dem Moment, als ich das letzte Wort ausgesprochen hatte, hörte ich den Knall. Wir zuckten alle zusammen und dann mussten wir in die andere Richtung – Richtung Küche, rennen. Ich ahnte böses. Um zur Küche zu gelangen, mussten wir durch das Esszimmer. Aus der Tür der Küche quellte schon dunkler Qualm. Ich schloss kurz die Augen und dachte noch mal kurz an meine Haftpflichtversicherung. Ich sollte da mal mit dem Notar drüber sprechen. Aus der Tür kamen Morphi mit angesengten Binden und Frank heraus. Frank stoppte abrupt, als er die Nymphe sah. Aus dem rußgeschwärztem Gesicht funkelten dunkle Augen verwirrt und geblendet. Während er sich langsam weiter bewegte, übersah er eine abgewickelte Binde von Morphi und stolperte. Ich sah ihn fallen. In Zeitlupe, sah ich ihn fallen. Er landete genau auf der Ecke des Tisches. Und wie bei einem Katapult, landeten die Teller an der Wand.

Da war mein Knall. Frank lag am Boden, um ihn herum lauter Scherben und aus der Küche drang immer noch dunkler Qualm. Dann flog die Tür auf und Dracula trat heraus. „Ähm – du wolltest doch renovieren, oder? Du solltest in der Küche anfangen.“ Ich lehnte mich an die Wand und rutschte erst mal daran herunter. Da überlegte ich wirklich ob ich lachen oder weinen sollte. Ich entschied mich für Lachen. Ein leicht hysterischer Ton entschlüpfte meinen Lippen. Ich kringelte mich auf den Boden und konnte nicht mehr aufhören zu lachen. Amelia schwebte zu mir. Bückte sich und ich konnte sehen, wie sie eine kreisende Bewegung um ihre Stirn macht. „Ich glaube sie ist gerade durchgedreht.“ Ich setzte mich aufrecht und giggelte noch. Dann stand ich auf und ging zum Telefon.

Ich wählte eine Nummer: „Hallo, Emilio? Wie geht es dir? Gut. Hör zu, kannst du uns ein Festessen für…“ Ich drehte mich um und zählte schnell durch. „für sechs sehr hungrige Personen machen und zu uns liefern lassen? Super, ich danke dir. Ich wünsche dir und deiner Familie einen guten Rutsch. Ach und vielleicht noch ein Gläschen deines super Gewürzes.“

Ich wurde von sieben erstaunten Augenpaaren angestarrt. „Was wird das denn jetzt?“ „Ich will Silvester feiern. Mir egal. Also packt mit an. Geschirr weg, Deko wieder auf den Tisch. Morphi, kannst du für Dracula eine extra Portion Blut aus dem Keller holen? Danke. Frank. Mach dich bisschen sauber und nimm unseren Gast mit in den Garten. Sie soll dir sagen, was sie gerne essen möchte, und du kannst bestimmt was Tolles in den Überresten der Küche zaubern. Amelia, ja wir wissen es. Das Leben als Geist ist ungerecht. Aber du kannst trotzdem deinen Spaß haben.“

Sofort ging das Gewusel los. Alle taten wie ihnen gesagt. Nur Frank zögerte. Die Keya schüchterte ihn ziemlich ein. Eine Frau in seiner Größe und so wunderhübsch. Das konnte ich verstehen. Aber Keya nahm ihn beim Arm und zog ihn hinaus. „Das will ich mir nicht entgehen lassen. Komm, lass und bisschen was für mich sammeln.“ Unter der Rußschicht glaubte ich eine leichte Errötung seiner Wangen zu erblicken. Sehr süß.

Etwa eine Stunde später war alles gerichtet. Die Klingel ging und Richard öffnete. Der Lieferservice brachte unsere Festtags-Leckerein. Italienische Küche. Perfekt. Ich ging mit der Gewürzmischung zu Morphi und schütte sie in Draculas Blut. Er hasste es wenn ich das tat, aber ich konnte ihm immer ansehen, dass er das gewürzte Blut sehr genoss.

Die Tafel sah mit Pappbehältern und Aluschüsseln so festlich aus, wie es in dem Moment möglich war, aber das störte uns nicht. Wir aßen, und quatschen und spielten später paar Gesellschaftsspiele.

Kurz vor Mitternacht versammelten wir uns alle vor der Tür. Es war verdammt kalt. Jeder hatte ein Glas in der Hand und wir zählten die Zeit runter.

Um Mitternacht ging es los. Erst zuckten meine Freunde zusammen, aber es dauerte nicht lange, als die Ahhhs und Ohhhs entwichen. Wir hatten von unserem Hügel einen prächtigen Ausblick auf die Stadt unter uns. Das neue Jahr war eingeläutet und ich überlegte mir schon, welche guten Vorsätze ich mir vornehmen würde.

Guten Rutsch.

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23 Gedanken zu „Mach was…mit einer Festtags-Leckerei“

  1. Herrlich zu lesen und freue mich, dass dieser Beitrag deiner Geschichtszauberei plötzlich auch wieder bei mir im Reader auftauchte. 😀
    Liebe Grüße von Hanne und komm morgen auch gut in das Neue Jahr 2019 🥂🎉🍀💖

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    1. Danke schön.
      das freut mich auch. Ich hab diese Truppe schon ziemlich ins Herz geschlossen, da wird noch mehr kommen. Solange die Ideen sprudeln.

      Ich wünsche dir einen tollen Start ins neue Jahr.
      Liebe Grüsseღღღღღ

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    1. Vielen Dank.
      Ich bin schon auf das nächste Thema gespannt und ob ich noch paar gute Ideen habe.
      Ich wünsche dir auch einen tollen Start und uns allen noch paar tolle Geschichten :-)

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  2. Huhu,

    auch das habe ich endlich fertig. Sylvester. Uh, bald ist es schon wieder.

    He, he. Das mit dem fesselnden Limetta und der Nymphe war ja cool. Und oweh, das mit der Küche, aber super Idee wegen dem Lieferdienst. Da ist auf jeden Fall immer was los.

    LG Corly

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    1. Hahaha – ja ist schon Wahr, ich hab bei Tedi schon Halloween Schmuck gesehen…Bald
      hängt da Weihnachtsdeko.

      Ich hab die WG Leute schon echt ins Herz geschlossen.
      LG

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      1. Ja, stimmt. Unfassbar das das Jahr gefült schon wieder fast um ist.

        ich auch. Die WG ist einfach cool. Aber ich lese jetzt der Reihe nach. Bin gerade dabei meine Liste abzuarbeiten, was so gespeichert wurde. Ein wenig hab ich schon geschafft.

        LG Corly

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      2. ja, stimmt. Aber einen hab ich schon vor langer Zeit gelesen. Mal sehen ob ich den noch mal wiederholen werde. Sonst hab ich jetzt noch 6-7 vo mir. Klar, in Ruhe sowieso. Gibt ja noch anderes aufzuholen. LG

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