Fantasy, writing friday

[#WritingFriday] Week 1 – der magische gefrorene See

Neues Jahr neues Glück. Ich freue mich, dass elizzys Writing Friday weiter geht. Ich hoffe, dass ich mir bisschen mehr Zeit nehmen kann, um wieder regelmässiger zu schreiben. Denn es fehlt schon, da es doch so viel Spass macht.

Ich habe mich heute für eine kleine magische Geschichte entschieden.

  • Erzähle eine Geschichte über den gefrorenen See in deiner Kleinstadt.

 

Es gab eine kleine Stadt – ihr Name ist nicht wichtig. Es war eine Stadt, wie es viele gab. Sie hatte einen wunderschönen See. Einen See, wie es in vielen Städten gab.

Im Sommer spendete er Kühle. Man konnte in ihm schwimmen und tauchen. Picknicks wurden an seinen Ufern abgehalten. Und abends, wenn die Sonne untergegangen und die Glühwürmchen sanftes Licht spendeten, kamen die jungen verliebten Menschen um sich ihre Liebe zu gestehen.

Dieser See war so wunderschön. Im Winter fror er immer zu. Und spendete den Menschen weiterhin viel Spaß. Ein magisches Glitzern lag auf der Eisschicht. Wenn man am Rand stand und die Sonne, oder auch der Mond drauf schienen, schimmerte er magisch.

Um Mitternacht  konnte man Schemen erkennen. Als würde eine Tür zu einer anderen Welt geöffnet. Es waren Menschen, nein keine Menschen. Schatten, Geister. Es waren die Verstorbenen dieses kleinen unbekannten Städtchens.

Eines Nachts, ich stand an dem See und wartete. Ich wollte es mit eigenen Augen sehen. Vielleicht konnte ich meine kleine Schwester sehen. Sie war erst kürzlich verstorben und, sie fehlte mir so ungemein. Die Gerüchte besagten, dass alle die hier gestorben waren auftauchten, wenn der See gefroren war. Nur zu dieser Zeit.

Während ich so dastand und auf Mitternacht wartete, versammelten sich immer mehr der Bewohner. Ich blickte mich um. Alle schienen etwas schüchtern zu sein. Nur wenige wirkten selbstbewusst und grüßten die Neuen. Ich war also nicht die Einzige, die ihre geliebten sehen wollte.

Ich hatte eine Thermoskanne mit heißem Kakao dabei. Während ich also wartete, dass die Zeiger sich mühevoll der zwölf näherten, genoss ich meinen heißen Kakao und das magische Schimmern des Sees. Dann war es soweit. Es war Mitternacht. Und wie ein Schleier, der bei Seite geschoben wurde, eröffnete sich eine andere Welt. Auf dem Eis tummelten sich unzählige Gestalten. Sie fuhren auf ihren Schlittschuhen und lachten und tanzten. Sie wirbelten an uns vorbei und winkten uns. Sie luden uns ein mit ihnen zu tanzen.

Schnell zog ich mir meine Schlittschuhe ein. Ich glaubte Musik zu hören. Ein befreiendes Lachen, erklang aus allen Ecken. Schnell schritt ich aufs Eis. Ich fuhr durch die Gruppen. Sie machten mir Platz. Dann sah ich sie. Meine kleine geliebte Schwester. „Lara.“ Rief ich. Sie blickte sich um. Dann kam sie auf mich zu. Sie nahm meine Hände in ihre. Sie waren gar nicht kalt. Dann zog sie mich mit sich und wirbelte mich auf dem Eis umher. In meinem Herzen ging ein Licht auf. Sie war glücklich. Ich war glücklich. Eine Stunde später ließ sie mich los. Sie zog sich winkend zurück. Ich wollte ihr folgen, als mich jemand aufhielt. „Nicht, du kannst nicht mit ins Totenreich gehen. Sie kommen wieder, wenn der See morgen noch gefroren ist. Sie kommen immer wieder, wenn er gefroren ist. Du wirst sie immer sehen können. Im Winter. Deswegen freuen wir uns alle immer, wenn der erste Frost angekündigt wird. Denn dann sehen wir unsere Liebsten und sie freuen sich uns zu sehen. Also komm morgen wieder, Kind. Genieß die Zeit, bis zum Tauwetter.“ Ich blickte die freundliche Dame an und blinzelte die Tränen weg. Ja. Ich würde wieder kommen, jedes Mal wenn der See gefroren war, würde ich meine kleine Schwester sehen können und mein Herz begann zu tanzen

30 Gedanken zu „[#WritingFriday] Week 1 – der magische gefrorene See“

  1. Hey Rina,
    eine schöne und zugleich traurige Vorstellung, auf jeden Fall aber ein schöner Text. Du hast diese magische Stimmung echt toll eingefangen. Am Anfang fand ich die kurzen Sätze etwas seltsam, aber irgendwie passt dann diese unetrschwellige Unruhe, vor allem als die Protagonistin ihre Schwester sieht.
    Grüße, Katharina
    von http://www.kathakritzelt.com

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  2. Hallo Rina,
    eine traurige Geschichte, die doch irgendwie schön ist. Du hast das ganz gefühlvoll erzählt. Ganz wundervoll!
    Liebe Grüße
    Diana von lese-welle.de

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  3. Hey :)

    Deine Geschichte ist echt niedlich! Und es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich wir das Thema umgesetzt haben, ich hab das heute nämlich auch genommen :D

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  4. Liebste Rina… Eine Träne!! Ich fühle und sehe da eine Träne in meinem linken Auge! Sagt alles…. Superschön und berührend! Weiter so! <3 Annie

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  5. Liebe Rina,
    dein Text war ja nahezu magisch! Das Geschehen spielte sich vor meinem inneren Auge ab und ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie der Protagonist über den See mit schlittschuhen gelaufen ist! Und dann dabei noch so traurig, hast du super geschrieben!
    Liebe Grüße
    Lisa❤️

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  6. Liebe Rina, da hast du wirklich einen magischen See geschaffen! Ich finde es so schön, dass die Menschen diesen Ort besuchen, um ihre liebsten wieder zu sehen <3 Inspirierende Idee!

    Hab ein tolles Wochenende! <3

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  7. Hallo und Guten Abend,
    deine Geschichte gefällt mir wirklich sehr und ich mag deinen Schreibstil. Sie ist schön und traurig zugleich. ♥
    Mein erster Beitrag kommt erst nächste Woche online, diese woche habe ich es leider nicht geschafft.
    Liebe Grüße
    Melanie

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  8. Huhu,

    ich bin auch endlich mal hierzu gekommen. Wow, die Idee ist richtig schön. Die gefällt mir wirklich gut. Es ist auch gut geschrieben und der See wirkt schon sehr magisch. Das ist ja wirklich auch was für mich und das gefällt mir.

    LG Corly

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      1. Bitte. Ja, stimmt. Und deine Ideen regen bei mir auch schon wieder Anregungen für Ideen. Das ist doch mal was. Aber noch habe ich mir nichts notiert.

        LG Corly

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