Humor, [abc.etüden]

Etüden 04/05 19 – Eine Entstehungsgeschichte.

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 03. Februar 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Salatschüssel
seidig
übernehmen

So – heute gleich am Anfang dabei. Ich mag diese Aktion so gerne – und wenn die zwei Wochen rum sind, ärgere ich mich, dass ich es wieder nicht einrichten konnte – deswegen – gleich heute – bloss nicht auf die Bank schieben….Die Gedanken müssen raus.

Hier eine kleine Entstehungsgeschichte….vielleicht war es so??


Wie kam ich nur darauf, die Zubereitung eines Salates zu übernehmen. ? Wie war das noch? „Wir bräuchten dann für den Wohltätigkeitsbasar noch jemanden, der Salate macht.“ Angelika – sie war die Vorsitzende des Elternbeirats. Und natürlich immer top of the pop. Seidig gekleidet, perfekt manikürt, gezupft und getupft. „Ach, Marion, wie wäre es denn mit dir? So ein Salat ist doch schnell zusammengestellt. Das dürfte sogar dir gelingen. Bei deiner begrenzten Zeit, oder? Es ist doch für die Kinder – sie wollen so gerne eine neue Rutschbahn. Das wirst du doch für deine Tochter machen, nicht wahr?“ „Aber natürlich Angelika. Ein Salat ist doch kein Problem…“ für eine alleinerziehende Mutter mit zwei Jobs. Dachte ich zu ende.

So stand ich jetzt mit meinem Handy vor mir auf dem Tisch – das schon mehr mit Salatdressing und Fingerabdrücken überseht war und wischte ständig die Chefkoch-App hoch und runter.

„Mami?“ „WAS!“ drehte ich mich hektisch um. „Was denn Schätzchen.“ Milderte ich ab, nach dem ich das verschreckte Gesicht meiner Tochter sah. „Ich will dir helfen.“ „Das ist aber lieb von dir, aber Mami muss das alleine machen. Zuviel Messer. Mein Schatz. Geh doch ins Wohnzimmer und schau dir deine Lieblingsserie an.“ Und schon tapste sie wieder weg. Ich atmete tief durch und betrachtete das Chaos in der Salatschüssel. Ach ich mach einfach einen Salat, der mehrere Schichten hat, da achtet keiner auf die genauen Zutaten. Genug Mayonnaise und Salatblätter habe ich noch, das wir jetzt einfach oben auf das gepanschte gelegt und gut dick mit Mayo bestrichen – da sieht das gut aus. Wir erlebten gerade die Erfindung des genialen Schichtsalates.

266 Worte

 

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20 Gedanken zu „Etüden 04/05 19 – Eine Entstehungsgeschichte.“

  1. Pürieren, dann merkt es keiner mehr. Nein, das ist nicht eklig. Beziehungsweise, ja, ist es, aber wenn ich das so essen muss, dann alle anderen auch und hier hat es echt den Vorteil, dass niemand mehr sieht was drin ist.

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      1. Ich würde IT jetzt in den Technikbereich einordnen, aber du meinst wohl eher so ein Lifestyle-Dingens, oder? Notfalls sagen hat irgendwer auf Youtube/instagram so beworben, sei der neue heiße Scheiß. Erfahrungsgemäß sind Mütter nicht automatisch immun gegen Influencer.

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      2. Genau – Lifestyle. Mütter sind auf keinen Fall immun gegen Influencer – ich denke sie sind sogar eine grosse Zielgruppe.
        Am besten mit Titelüberschrift – Schnellster Salat für die gestresste Mutter. Schwupps hast du 1000 Klicks :-):-)

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    1. Hahaha – Danke – Ja – die besten Dinge wurden doch aus der Not, oder aus Faulheit erfunden.
      Ich liebe Mayo…aber Schichtsalat wäre mir da wohl auch zu heftig mit. :-)

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