Humor, Mach was mit..., Tiere

Mach was…mit einem Award/Preis

Es ist wieder Zeit für das kreative Blogprojekt von Herba und die Pö

Mach was…mit einem Award/Preis

Ich bin so gar kein Anhänger der Verleihungen, egal welcher – eigentlich geht es mir ziemlich vorbei. Deswegen hatte ich auch echt Probleme, dass mir etwas eingefallen ist. Soviel erste Sätze, die aber alle nicht funkten. Dann blickte ich an das Fussende meines Mannes und Pling – die Idee war da…

Und nun kommt meine Preisverleihung.


Mach was…mit einem Award/Preis

„Wieder ist es mal soweit. Es wird der Preis für den hübschesten, besten, effektivsten und kreativsten vergeben. Wer wird es dieses Mal sein. Kommt heute Nacht zur Präsentation. Pünktlichkeit ist ein Muss. Und bitte, geht vorher austreten, das war im letzten Jahr doch wirklich eklig. Esst zu Hause, da wir nicht auf alle Allergien, und Essgewohnheiten Rücksicht nehmen können. Ihr und eure Betreuer wissen das am besten. Und für so manch einen langhaarigen Zottel würde ich mir noch eine Wäsche wünschen. Es roch übel nach nassem Hund letztes Mal. Wenn ihr die kleinen feinen Regeln befolgt, dürfte da eigentlich nichts schief gehen. Ach – und bitte, lasst die Schuhe zu Hause. Das ist nicht schön anzusehen.“

Immer wieder dasselbe dachte Max. Da macht man mal Urlaub und will relaxen. Dann nerven einen die ständigen Durchsagen der Animateure. Max erhob sich und stellte sich vor den Spiegel. Seine Haare standen in alle Richtungen ab. Ob ich mich mal zum Friseur begebe? Er drehte sich und drehte sich, dann roch er an sich. Eigentlich rieche ich doch normal. Ob ich bei Wendy mal vorbei schaue und sie probeschnüffeln lasse. Ich lasse mir ja nicht gerne hinter her sagen, dass ich stinke. Schließlich würde das auch ein schlechtes Bild auf meine Nominierung werfen, oder? Ja, das mache ich.

Max schüttelte sein Haar und ging durch die Tür nach draußen. Wendy war die mit Abstand schönste hier. Warum machte man eigentlich keine Schönheitswettbewerbe, da könnte man doch auch einen Preis verleihen. In anderen Resorts wurde so was gemacht, das hatte er schon im Fernsehen gesehen. Vielleicht sollte er das für das nächste Jahr mal vorschlagen. Wendy würde natürlich gewinnen, aber so könnte man mal den Markt erkundschaften. Alle konnte man ja in der kurzen Zeit, die man hier verbrachte nicht kennen lernen.

„Wendy, hallo. Hast du die Durchsage gehört? Für den Award heute?“ „Natürlich hab ich den gehört, ich bin doch auch als Preisrichterin dabei. Also wirklich Max. Was willst du?“ Je abweisender, desto reizvoller, dachte er. „Genau, deswegen bin ich da, meinst du ich bräuchte einen Friseurbesuch mit Wäsche.“ „Na wenn du schon fragst, weißt du es doch. Hast doch gehört, dass wir keinen Nassen-Hund-Geruch wollen. Und wenn du schon dabei bist, dein Atem riecht auch nicht gerade nach Veilchen. Einen Besuch beim Dentisten, würde ich dir auch empfehlen.“ Das war ja klar. „Okay, dann sehen wir uns heute Abend?“ „Das wird sich kaum vermeiden lassen, wir haben ja alle jemanden vorgeschlagen und wollen dass unsere Auswahl gewinnt, oder? Cheerio, Max.“

Meine  Güte, was war sie arrogant, dass konnte sie sich auch nur erlauben, weil sie so eine tolle Rassefrau war. Max begab sich zum Friseur.

„Oh schaut doch mal wer da kommt. Max-Müffel.“ „Ja, ja ist ja schon gut. Dann mal das Komplettpaket.“  Angel klapperte mit ihren roten Krallen auf einer Tastatur und schon kam meine Wellness Beraterin. „Na wen haben wir denn da?“ Ja, wen haben wir denn da? Dachte Max: deinen Kunde. Er brummte und sie verwuschelte sein Haar. „Da hat es aber einer nötig, junger Mann. Puh, das ist schon bisschen her, oder? Na dann komm mal mit, erst mal ein schönes Bad, dann bisschen Trimmen und eine tolle Massage mit feinen duftenden Ölen.“ Klang alles furchtbar in Max Ohren, aber dann sah er Wendy vor sich und ließ sich in den nächsten freien Raum führen.

Etwa eine Stunde später trat Max aus der Kabine. „Oh, welch ein Glanz in meiner bescheidenen Hütte.“ „Lass gut sein Angel. Setz es auf die Rechnung und hör auf so frech zu grinsen.“ „Es war uns ein Vergnügen, komm nächstes Jahr wieder, dann haben wir immer diesen tollen Vorher-Nachher-Effekt. Ich hoffe deine Wellness-Beraterin hat es fotografiert.“ Er verließ den Laden mit einem schallenden Gelächter in seinem Rücken. Er schaute nach oben. Der Mond ließ sich langsam blicken. Er sollte schnell noch einen kleinen Snack zu sich nehmen, sich entleeren, und dann wäre es schon so weit. Die Snackbar lag auf dem Weg. Max trottete gemütlich dort hin und setzte sich vor den Tresen. Durch Knopfdruck konnte man sich sein Essen zusammenstellen. Nichts was einen ekligen Atem hinterlassen würde. Hmmm? Dann wohl etwas mit guten Kräutern. Schnell drückte er die Tasten und vor ihm erschien eine Schüssel seiner Wahl. Schnell schlang er es herunter – keine Zeit für Manieren. Er erhob sich und ging schnell weiter, da es schon drückte. Oben rein, unten raus, dachte er hämisch.

Der Gong – er rief zum Event des Sommers. Der Award. Mist, ich muss mich beeilen. Schnell ging er zum Abort und hinterließ dort sein Geschäft. Ich muss mich beeilen, dass ich einen guten Platz bekomme mit freier Sicht auf Wendy. Nie sah man so viele gestylte Gestalten wie an dem Abend der Awards. Da waren Schleifchen in die Haare gebunden und Fliegen um den Hals geschnürt. Es war zum Kotzen, aber ein Muss, für jeden Resort Besucher, der etwas auf sich hält. Und Max war ziemlich stolz auf sich. War er doch ein Womanizer.

Er hatte einen guten Platz ergattert und saß schräg gegenüber von Wendys Juroren Tisch. Ganz lässig nickte er ihr zu und sie strahlte. Schnell kam sie zu ihm. „Max, das steckt ja ein ansehnliches Kerlchen hinter dem Haar und Schmutz. Hm und du riechst so gut. Lass uns nach dem ganzen hier doch noch auf einen Absacker gehen, was meinst du?“ So lässig wie er konnte antwortete er:“ Wendy, das wird mir eine Ehre sein.“ Sein Herz wollte aus der Brust springen. Innerlich hüpfte er wie zehn Jahre jünger.

„Schön dass ihr alle hier seid. Es ist wieder soweit. Die Nominierung der Betreuer des Resorts. Jeder konnte einen in den Topf schmeißen und konnte auch eine kleine Erklärung dazu geben, wieso gerade dieser oder diese Hundesitterin die beste wäre und einen kleinen Preis verdient hätte.

Ein Gejaule und Gebelle erhob sich und der ein oder andere knurrende Laut erschallt. „Ruhe, ruhe, wir wollen doch kein Ärger haben, oder Freunde. Jedes Jahr veranstalten wir im Hunderesort zur glücklichen Pfote einen Award. Der beste Betreuer, wird geehrt und bekommt von uns allen einen kleinen Preis.“ „Was ist es denn dieses Jahr, Wendy?“

Wendy drehte sich zur Stimme um. Sie hielt es hoch, ein Halsband mit einer goldenen Marke. „Best Caretaker“ blinkte darauf mit Strasssteinen.“ist es nicht wunderbar?“ Wieder erhob sich ein Hundegebell. „Also legen wir los. Starten wir mit ….

Und der Best-Caretake-Award geht an….

ENDE


Unsere Hündin lag friedlich schlafend am Fussende und ich dachte mir, wenn sie einen Preis verleihen könnte wem, für was…und da war die Idee….

Bis zum nächsten Mal….

16 Gedanken zu „Mach was…mit einem Award/Preis“

  1. Huhu,

    das hab ich nun tatsächilch auch durch. Interessante Idee mit den Hunden und ein bisschen mystisch am Anfang, weil nicht ganz klar ist worum es geht. Auch wenn ich mir schon sowas gedacht habe.

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

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