Schreibkicks

Schreibkicks – Mai – Lachen heilt alle Wunden

Es ist der 1. Mai und ein sonniger Feiertag. Ach, so könnte ich leben. Ausschlafen, gemütlich Kaffee trinken und meine neuen Geschichten rund um unsere Schreibkicks-WG präsentieren.

Mit dabei waren dieses mal:

Das heutige Thema ist Der Clown 

Das Thema für den 1.6. lautet: Aufs Dach gestiegen

Ein Clown ist das, was unserer Gemeinschaft noch fehlt. Mal sehen wie er sich integriert. Aber erstmal muss er ja auftauchen, das erleben wir heute.

Kommt mit und begrüsst alte Bekannte.

Diesen Ohrwurm am Anfang, hatte ich letzt wirklich gehabt…er passte einfach perfekt in den Anfang.


Schreibkicks – Clown

“Smelly Cat, Smelly Cat,

What are they feeding you?

Smelly Cat, Smelly Cat,

It’s not your fault. Hmmmhhmhmmmmhmmmhmmmm AHHHHH. Amelia – verdammt noch mal, ich hab dir doch gesagt, du sollst das lassen. DU SOLLST NICHT IN MEIN BADEZIMMER GLITSCHEN, vor allem wenn ich gerade dusche.“ „Und komische Lieder singst?“ „Ich hab einen üblen Ohrwurm aus einer der letzten Friends-Serie – das  Lied verfolgt mich jetzt schon paar Tage. So ein Mist. Aber jetzt verschwinde.“ „Ich weiß gar nicht was du hast – wir sind doch Mädchen – ich kenn doch alles, was du so hast – und ich kann dir sagen – das sieht alles sehr gut aus bei dir.“ Ihr anerkennender Blick ließ mich erröten. Ich griff nach meinem Handtuch. „Ähm – ja danke – aber ich mag doch irgendwie meine Privatsphäre.“ Amelia seufzte: „Na gut.“

Ich rollte die Augen. Wusste ich doch, dass sie das immer wieder machen wird. Ich brauch einen Geisterabwehrzauber, oder so was. Da sollte ich mal Minerva fragen. Ich trocknete mich also ab. Der Spiegel war angelaufen. Ich wischte darüber und…“AHHH – ja verdammt – wollt ihr mich hier wirklich alle umbringen?“ „Mir ist langweilig. Komm und besuch mich. Am besten um Mitternacht, mit einer Kerze. Was meinst du? Dann können wir uns wie Freundinnen unterhalten.“ „Mary. Wie schön dich zu sehen. Und so überhaupt nicht gruselig.“ Seit neuestem wusste ich, dass Bloody Mary hier in einem Spiegel hauste. Auf dem Dachboden. Sie kann sich nun in den Spiegeln bewegen. Was wirklich sehr gruselig ist, da sie auch noch gruselig aussieht. Mit diesen langen dunklen Haaren, die immer irgendwie über ihr Gesicht hängen und den dunklen stechenden Augen. Brrrr. „Komm schon, mir ist echt langweilig.“ „Du warst so lange eingesperrt, wie kann dir jetzt langweilig sein?“ „Mir war da auch schon langweilig. Aber ich hatte niemanden dem ich es erzählen konnte. Früher, das waren noch Zeiten, da wurde ich immer mal gerufen. Mutprobe und so. Aber irgendwie – ich scheine wohl nicht mehr in Mode zu sein?“ „Ach naja – Klassiker sterben nie wirklich aus.“

Ich drehte mich um und verlies einfach mal das Badezimmer – vielleicht hatte ich in meinem Zimmer mehr Ruhe und konnte mich auch mal anziehen. So langsam fühlte ich mich bisschen schamhaft. Ich betrat mein Zimmer und war nicht so wirklich überrascht: „Minerva – na warum überrascht mich das nicht?“ „Hm? Ach du meinst diesen Überfall?“ „Du bist nicht die erste heute.“ „Soso. Nun gut. Eigentlich wollte ich dir sagen, dass ich diese Nacht nicht da sein werde. Als musst du bisschen vorsichtig sein.“ „Okay – Aber eigentlich musst du dich nicht bei mir abmelden.“ „Das weiß ich doch. Aber es ist Walpurgisnacht – und – nun, da werde ich bisschen – abgelenkt sein.“

„Walpurgisnacht. Echt. Du machst da mit? Küsst du dem Teufel dann auch den Hintern und heiratest ihn?“ „Ach, das war früher so, heute sind auch wir in der Zukunft angekommen. Natürlich nicht. Der Teufel ist ein Ar….sehr unangenehmer Zeitgenosse – und stinken tut er auch – also seinen Hintern küsse ich bestimmt nicht. Allerdings sind seit paar Jahren auch Hexer zugelassen – und – ja. Ähm ich wollte dir nur sagen. Auf dem Brocken ist so was wie ein Funkloch – ich kann also nichts wahrnehmen – was hier so geschieht.“ „Komm, erzähl schon. Ist da ein bestimmter Hexer, auf den du es abgesehen hast? Ich hab ja gehört die Walpurgisnacht ist eine große Orgie.“ „Lissi! Schäm dich. Ich wusste gar nicht, dass du so ungehörig bist.“ „Waas? Man darf doch bisschen neugierig sein?“

„Das finde ich aber auch.“ Wir blickten beide ertappt hoch. Der Spiegel. „Mary. Schon wieder?“ „Genau das meinte ich. Ich werde nicht da sein um SIE“ dabei zeigte sie ihre Hand im Kreis drehend, auf Mary – „im Zaum zu halten.“ „Du musst mich nicht im Zaum halten – ich weiß mich zu benehmen. Ich will auch bisschen Spaß. Nimm mich mit auf dem Brocken.“ „Nur Hexen, keine Dämonen. Verschwinde.“ Mary tat wie ihr befohlen.

„Also sei Lieb und spiel nicht mit Mary. Sie ist hinterlistig.“  „Okay – vielleicht finde ich ja eine Lösung für ihr Problem.“ „Das glaube ich kaum. Da suchen schon lange andere nach. Also ich mach mich mal auf den Weg. Ich will nicht zu spät kommen.“ „Pass auf und verflieg dich nicht.“ Sie winkte mir koket zu und ich war ein bisschen neidisch. Ich könnte auch mal wieder einen ausgelassenen Abend gebrauchen.

Ich ging hinunter. Eigentlich hatte ich, nach diesem Start nicht so wirklich Lust. Obwohl ich Minerva ja mal einen ausgelassenen Abend gönnte, machte es mich bisschen traurig, dass ich keinen haben würde. In der Küche hörte ich Tumult. „Hei, was ist denn hier los?“ „Ein Zirkus, ein Zirkus ist in der Stadt.“ „Was, heute?“ „Jaaaa. Ein Zirkus.“ Amelia tanzte durch die Küche, was wirklich seltsam aussah, da sie teilweise immer wieder in den Küchenschränken verschwand. „Und was ist so besonderes an diesem Zirkus?“ Fragte ich erstaunt. Richard drehte sich auf dem Stuhl in meine Richtung. „Ein Zirkus.“ „Jaaaa? Das hab ich verstanden. Aber ein Zirkus ist doch nichts Außergewöhnliches.“ „Ach, jetzt sag es ihr schon, Richard.“ Er seufzte und funkelte Dracula an, der mit einem Glas Blut lässig an der Spüle lehnte und in die Dunkelheit hinaus sah. „Nun gut – es ist ein Underground Zirkus.“ „Underground?“ „herrjeh, sie versteht wieder mal gar nichts. Wen hat Ernestine nur hierher geschickt? Komm Kind, setz dich.“ Dracula klopfte auf den Stuhl neben sich, auf dem er mittlerweile Platz genommen hatte. Augenrollend und ein klein bisschen Schmollend, setzte ich mich und schaute ihn wie ein genervter Teenager an. „Also was ist das jetzt?“ Maulte ich. „Ein Underground Zirkus ist das was man als Freak Show kennt.“ Ich riss die Augen auf. „Freak Show. So aus Anfang 1900? Mit Missgeburten und geknechteten Menschen? So was?“ Betreten schaute mich Richard an und Dracula seufzte genervt. „Natürlich ist das, das was vermittelt wurde. Aber ein Underground Zirkus, der ist für uns da. Für die Geschöpfe der Nacht.“ Wie machte er das nur mit diesem dramatischen Echo, das sich manchmal unter seine Stimme mischte. Das verschaffte mir eine Gänsehaut.

„Hm – okay – das bedeutet?“ „Ach jeh. Frank, bitte schenk mir doch noch ein Glas dieses hervorragenden Tropfens ein. Diese Frau bringt mich zum Verzweifeln.“ Frank, ganz galant mit einem weißen Tuch über dem Unterarm geschlungen und einer Flasche roten Inhalts, trat an den Tisch, stolperte und schüttete den Halben Inhalt auf Dracula. Zum Glück nicht auf mich, Igitt….“Grrrr. Frank!“ „Tschuldigung.“ Murmelte dieser betroffen. „Wir gehen in den Zirkus, wir gehen in den Zirkus.“ Trällerte unterdessen Amelia weiter. „Hör zu, Lissi.“ Sprach Richard mich an. „Unsere Freunde haben nicht wirklich viel Auswahl am Ausgehen. Da gibt es Fasching und Halloween. Das war es. Aber so ab und zu kommt solch ein Kuriositäten Laden zu uns. Und da müssen sie einfach hingehen. Glaube mir. Du wirst es mir danken, wenn sie einen guten Abend haben, von dem sie noch ein paar Wochen zehren können. Wirklich, du musst mir glauben.“ Dabei sah er mir flehend, schon fast verzweifelt tief in die Augen. Als wolle er mich hypnotisieren. „Ja, ist okay. Ich hab ja nichts dagegen. Ihr seid ja vor mir auch dahin. Habt ihr geglaubt ich verbiete es?“ Die Gruppe blickte sich fragend an. „Ja.“ „Warum?“ „Weiß nicht, du wirkst so steif.“ „Waaaasss? Ich bin total locker.“ Ein Lachen erhob sich. Und verstummte sofort. „Ja, natürlich, total locker.“ Ich verzog das Gesicht und streckte ihnen die Zunge hinaus. Also bitte. Ich war wirklich locker. Meistens.

„Gut, wann gehen wir?“ Fragte ich. Amelia war aufgeregter als noch die ganze Zeit davor. Sie kam neben mich und drückte mir einen kalten Kuss auf die Wange. Oder sagen wir – sie versank in meiner Wange und dieses Gefühl war wirklich eklig. Sehr kalt und ich konnte ihre Gedanken fühlen. Sehr, sehr schräg. Natürlich war ich jetzt sehr neugierig, was wir denn in dieser Freak Show antreffen würden. „Hei, ich will mit. Ich bin auch ein Freak. Holt mich doch mal einer aus diesem verdammten Spiegel. Dracula? Ach ne – du siehst ja nix im Spiegel. Frank?“ Dieser blickte entsetzt zu mir. Ich beruhigte ihn mit einem sanften streicheln über den Arm. „Nicht, dann Amelia? Süße Amelia? Wir könnten viel Spaß haben. Tanzen, Haare flechten.“ „Oh, das klingt toll. Darf ich?“ „NEIN!“ Riefen Richard und ich. „Ach kommt, ihr seid Spielverderber. Richard – komm lass mich raus. Wir können auch miteinander spielen.“ Wie süß, Richard errötete und zog schnell die Stirn in kraus. „Auf keinen Fall. Bis wir dich entschärft haben, bleibst du im Spiegel. Und das sage ich hier jedem. Lasst sie bloß nicht raus. Verstanden?“ Alle nickten. Richard war selten so bestimmt. Sehr sexy.

„In einer halben Stunde geht es los. Treffen in der Halle.“ Richard ging hinaus und wir  anderen blickten uns an. Dann fuhren wir alle aus den Stühlen hoch und rannten in unsere Zimmer. Ich war mittlerweile so angesteckt von der Euphorie, ich würde doch noch was erleben heute.

Etwa dreißig Minuten später trafen wir uns in der Halle. Es waren alle da. Ich, Richard, Dracula, Morphi – ich glaube er hatte seine Binden entstaubt? Frank und seine angebetete Keya – unsere liebe Baumnymphe. Und unsere imaginären Freunde Leon der Chamäleonkrake und Waldemar der Hund.  „Wo ist Minerva? Ach, ja ich erinnere mich, Walpurgisnacht.“ Wir quetschten uns in den Transporter und Richard fuhr los. Viel rum gekommen war ich in diesem Städtchen noch nicht. Die Arbeiten am Haus hatten mich immer davon abgehalten. Sehr schade, denn es sah wirklich sehr gemütlich aus. Ich muss unbedingt mehr ausgehen, dachte ich.

Wir fuhren etwa eine Stunde und ich würde nie wieder heim finden. „Wann sind wir denn endlich da?“, fing ich an zu nörgeln. „Wenn wir da sind.“ Blaffte Richard zurück. Keine zehn Minuten später stellte er das Auto ab und stieg aus. Wir waren in einem Moor. „Ein Moor? Sehr zuverlässig. Beinhaltet die Freak Show auch paar Moorleichen, oder brauchen sie vielleicht noch welche, weswegen wir hier eingeladen wurden?“ „Haha. Sie kann ja witzig sein.“ Sagte Dracula und schupste mich beim Vorbeigehen an. Ich folgte ihm und die anderen mir. Nicht weit und wir standen vor einem Tor. „Parole?“ Echt eine Parole – waren wir in den Zwanzigern und wir gingen jetzt in einen verbotenen Club. Ich war so aufgeregt, das war so spannend. Dracula flüsterte dem Wächter etwas ins Ohr, dieser blickte uns an und öffnete die Tür. Wir gingen hinein und ich war sprachlos. Hinter dieser Tür befand sich ein Jahrmarkt. Ich befand mich in der Vergangenheit und fühlte mich wie ein Kind. Da war der starke Mann, die dicke Frau mit Bart, die Schlangenfrau, der Feuerschlucker, das Wolfsmädchen, alles was man jemals mit dieser Attraktion in Verbindung gebracht hatte. Und ihr werdet es nicht glauben: Es liefen Vampire, Mumien, Wertiere und viel andere Fabelwesen hier herum.

Dracula eröffnete das Wort: „ich würde sagen, jeder geht einfach mal los. Wir haben ja unterschiedliche Interessen. Treffen wir uns einfach irgendwann am Ausgang. Okay?“ und schon war er weg. Er hatte sich aufgelöst – eine kleine Säule aus Qualm war noch übrig. Ich blickte Richard an: „Das kann er auch….ach was ein Klischee dieser Vampir doch ist.“ „Willst du bei mir bleiben, ähm, oder machst du dich alleine auf den Weg?“ Fragte Richard mich. Ich hatte das Gefühl, er wollte lieber alleine sein. Ein Tête-à-Tête? „Nein, nein, gehe nur. Ich werde schon zurechtkommen.“ Ich winkte ihm und drehte mich schon um. Alles war schön in einem Kreis angeordnet – das war sooo gut. Ich fing einfach mal beim starken Mann an. Er hatte, wie man es aus alten Filmen kennt, sogar ein geringeltes Trikot und einen langen Schnauzbart. So ging ich weiter zur dicken, bärtigen Frau, zur Schlangenfrau und der Feuerschlucker, der sogar ganz niedlich aussah. Es gab sogar diese Frau-Mann Person, die eine Hälfte war eine Frau, wunderhübsch und die andere ein ansehnlicher Mann. Herrlich. Meine Runde endete an dem Zelt der Wahrsagerin.  Ich dachte mir: Ach komm Lissi, eine Wahrsagerin, hast du nicht schon genug an der Backe – eine Wahrsagerin? „Komm rein, hübsches Kind. Hab keine Angst. Es geschieht dir nichts.“ Ich blickte mich erstaunt um und trat ein.

Ein tolles Ambiente erwartete mich. In dunklen Rottönen hingen viele Tücher herunter. Es funkelten überall Sterne und an einem runden Tisch saß eine hübsche Frau mit einer Glaskugel. Sie war etwa in meinem Alter und wirklich rassig. Eine Sinti. Ihre dunklen Augen nahmen mich sofort gefangen. Bis sie den ersten Satz sagte: „Ich sehe, du hast Probleme?“ Okay – schon war der Zauber dahin. „Ja, wer nicht?“ „Stimmt – jeder hat Probleme. Entschuldige bitte Lissi, für diesen blöden Einstand.“ Ich riss die Augen auf und den Mund. „Woher ich deinen Namen weiß? Ich spreche mit Geistern.“ In diesem Moment tauchte Amelia im Hintergrund auf. „Hehe.“ „Na toll. Ihr wollt mich also veralbern. Toll.“ Aber lachen musste ich trotzdem. Die Frau war einfach zu sympathisch. „Aber jetzt mal ernsthaft. Du hast ein Problem. Und zwar mit Bloody Mary.“ „Amelia?“ „Nein, das weiß ich nicht von Amelia.“ Ich hob meine Augenbrauen und legte meinen Kopf gespannt in meine gefalteten Hände. „Weiter.“ Bat ich sie. „Bloody Mary ist gefährlich. Das weißt du. Sie ist eine geschundene Seele und will jeden für ihren Tod büßen lassen. Sie brauch…“ Eine theatralische Pause .“…August.“ „August?“ „Ja August.“ „Was ist ein August?“ „Na sie meint den Sommer, du Dummerchen.“ Zwitscherte Amelia  „Was den Monat? Was hat den der August mit Bloody Mary zu tun? Das versteh ich nicht.“ „Ach Amelia, nicht den Monat – den Dummen August.“ „Einen Clown?“ „Ja – einen Clown.“ „Das versteh ich immer noch nicht. Was soll denn ein Clown mit Bloody Mary zu tun haben?“ „Er wird sie zum Lachen bringen und es gibt nichts besseres, eine geschundene Seele zu heilen, als Lachen.“

„Natürlich – einen dummen August – und wo kann ich einen bestellen? Ich mein, man läuft ja nicht mehr so vielen Clowns über den Weg, seit Pennywise und Twisty haben die Kinder ja eher Angst vor Clowns.“ „Ja – ein seltsames Phänomen“ meinte die Wahrsagerin nachdenklich. „– aber wie der Zufall es will. Wir haben einen dummen August, der ein neues zu Hause sucht. Er hat sich mit dem weißen Clown verstritten und hat keine Lust mehr. Oder sagen wir so – er muss wohl hier weg, ist wohl wirklich hässlich geworden, zwischen den beiden. Also er bräuchte eine neue Unterkunft.“ „Na wie praktisch.“ Meinte ich. „Ja – das ist doch echt Schicksal, oder?“ Lachte die Sinti, deren Name Makayla war. „Ach bitte, Lissi. Ein Clown, das fehlt uns doch noch in unsere Mitte.“ „Meinst du? Als wenn ich nicht schon genug Spaß mit euch hätte.“ Antwortete ich sarkastisch.  „Das kann ich nicht alleine entscheiden, das muss die Gemeinschaft entscheiden. Ich frage sie und sag dir dann bescheid.“

Vor dem Zelt von Makayla nahm ich mir erst mal Amelia zur Brust. „Was soll das? Musst du jedem von uns erzählen?“ sie blickte mich etwas betrübt an. „Ich habe nichts erzählt – wir sind doch bekannt. Jeder weiß von uns und auch von dir. So was spricht sich in unserer Gemeinde einfach schnell rum. Jeder würde gerne bei uns wohnen. Wir sind so nett.“ Ich legte meinen Kopf schief. „So, nett also. Nun, schauen wir mal was das mit dem dummen August werden soll.“ Ich ging zum Treffpunkt. Einige waren schon versammelt. Nur Dracula und Richard fehlten noch. Beide ließen aber nicht lange auf sich warten. Und sie sahen etwas derangiert aus. Ich hob eine Augenbraue, worauf Richard wieder errötete und Dracula geheimnisvoll lächelte. Kurz erläuterte ich die Situation. „Ach ich weiß nicht. Ein Clown. Dann liegt überall Konfetti herum und wir bekommen ständig Wasser ins Gesicht gesprüht.“ Dracula schüttelte sich. Richard antwortete: „Aber anscheinend brauch er unsere Hilfe. Und erinnert euch, warum ihr bei uns seid.“ Betroffene Blicke. Ich schaute jedem ins Gesicht. Mein Kopf drehte sich hin und her – irgendwas passte nicht. Ein Gesicht war mir unbekannt. Ich schrak zurück. Ein rotgeschminktes Gesicht mit dicker Nase grinste mich an. „Hallo, ich bin August.“

ENDE

 

Bisher erschienen:

  1. Schreibkicks – die vererbte Zeitkapsel
  2. Schreibkicks – Weihnachstspezial – Die Sache mit dem Rentier
  3. Mach was…mit einer Festtags-Leckerei
  4. Schreibkicks – Märchen der guten Vorsätze
  5. Schreibkicks – Rückkehr der Freunde
  6. Schreibkicks – Die Welt bei Nacht mit einem Hausschuh.
  7. Schreibkicks – Im Spiegel lauert die Gefahr
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7 Gedanken zu „Schreibkicks – Mai – Lachen heilt alle Wunden“

  1. Ein Clown für Bloody Mary? Muss man auch erstmal drauf kommen. :) Na dann bin ich mal gespannt, was der neue WG-Mitbewohner so reist. Witze werden ihm bei dem spannenden Ensemble sicher niemals ausgehen. Freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.
    Btw finde ich Spiegel unheimlich. Wenn ich Geister hätte, würde ich se als erstes aus Spiegeln bannen oder sehr schnell an einem Herzinfarkt sterben.
    Grüße, Katharina

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    1. Haha – ja da muss ich echt jetzt tief in meine Clownsseele tauchen um da irgendwie was herbei zu holen. zum Glück gibt es ja YouTube:-) zum Auffrischen….
      Ich würde auf jeden Fall nie, nie Bloody Mary anrufen, oder ein Ouija-Brett benutzen…viel zu viel Angst

      Gefällt 1 Person

    1. Danke schön. Dracula, ist einfach cool. Mal sehen, wie ihm der Clown gefallen wird…hihi…
      Und ich muss sehen, ob ich einen Clown schreiben kann. Das wird auch für mich spannend.

      Liebe Grüsse

      Gefällt 1 Person

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