Geschichtenzauber, writing friday

[#WritingFriday] – Kleine Helferlein

#Writing Friday wieder etwas verspätet, aber immerhin.

Mir ist lange nichts eingefallen – aber dann….die Tage fuhr ein LKW mit einem bekannten Wort an mir vorbei. Und schon war es da – die Idee. Es war für eine Wäschereinigungsfirma.


Diese Woche also:

Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt.


Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie ein kleines Männchen vor ihrem Bett stand war sie selbst erstaunt. Endlich gab es einen Beweis für Magie und sie stand direkt vor ihr.

Bert blieb mitten in seiner Bewegung stehen. Wie eingefroren. Er war ertappt. In seinen Armen hielt er einen Stapel Kleidungsstücke, die er gerade wegbringen wollte.  Ein Bein in der Luft, wankte er gefährlich.

Jasmin schwang ihre Beine aus dem Bett. Sie waren noch zu kurz um mit den Füssen den Boden zu berühren. Eine Taschenlampe in der Hand, strahlte sie direkt den eingefrorenen Bert an. Dieser wankte immer mehr und hielt den Atem an.

„Wer bist du?“ fragte Jasmin ihn.

Seine Augen blickten wild hin und her. Beim Zucken seiner Pupillen wurde ihm dann richtig schwindelig und er fiel rücklings hin. Immer noch in seiner eingefrorenen Position, hielt er das Bein angewinkelt und die Kleidung fest in den Armen.

„Hallo, du da. Was bist du?“ Jasmin sprang vom Bett und ging auf den liegenden Bert zu. Sein Blick wurde hektisch und sein Atem immer schneller, je näher Jasmin an ihn trat. Und dann lockerte sich sein Griff um die Kleidungsstücke. Er wurde Ohnmächtig. Erschrocken trat Jasmin zurück.

„Bist du tot?“ In dem Moment nahm Jasmin noch weitere  Bewegungen wahr. Schatten die sich in sämtliche Ecken ihres unordentlichen Zimmers bewegten. Ihre Taschenlampe fand ein nächstes Ziel. Ein ähnliches Geschöpf wie der Ohnmächtige vor ihr verharrte in seiner Bewegung.

„Hallo du, ich tue dir nichts. Ich bin Jasmin. Wer bist du?“

Ebenfalls hektisch hin und her blickend ließ er gerade einen Stoffbären fallen und drehte sich unsicher zu ihr. Dann blickte er nach rechts und sprach:

„Connie? Hast du genügend Schlafpulver genommen? Du weißt doch, wenn die Zimmer so unordentlich sind, musst du die Portion erhöhen, damit die Menschen nicht wach werden.“

Unruhig wackelte der Angesprochene hin und her.

„Jaaaa? Ich hab eine große Portion verteilt. Aber es könnte sein, dass es abgelaufen war. Ich fand es in der hinteren Ecke.“

„Abgelaufen? Wo gibt es denn so was? Schau was du damit angerichtet hast. Der Mensch ist wach.“ Fuchtelte das Männlein aufgeregt mit seinen Armen vor Connie hin und her.

„Hei, mein Zimmer ist nicht unordentlich. Hier ist System drin.“

Derjenige, der gerade gesprochen hatte, stemmte seine Hände in die Hüften und blickte sich mit hochgezogener Braue um.

„Nicht unordentlich? Deine Schränke sind leer. Wofür hast du sie?“

„Für meine Mami. Ich brauche sie nicht. Ich weiß auch so wo meine Sachen sind.“

„So so. Dann können wir ja wieder gehen. Anton, bring das Vergessenspulver.“

Jasmin riss die Augen auf.

„Nein, bitte ich will nicht vergessen. Endlich hab ich einen Beweis für Magie. Was seid ihr?

„Wir? Niemand. Niemand, den du kennen müsstest, du wirst es eh gleich vergessen. Anton!“

„Nein, nein, nein. Hier, hier hab ich Kekse. Wenn ich nicht vergesse, dann dürft ihr sie haben.“

Bert erwachte aus seiner Ohnmacht. „Kekse?“

„Ja, hier.“ Sie hielt sie dem liegenden vor die Nase. Diese wackelte wie von einem Hasen hoch und runter, bei dem Geruch nach Keksen. Schnell setzte er sich auf und griff danach. Aber Jasmin war schneller und zog sie fort.

„Nur wenn ich nicht vergesse!“ War ihre Bedingung.

„Edi, biiiittte. Kekse“

Schnell kamen aus allen Ecken noch mehr dieser  kleinen Männchen. Alle standen um Edi und blickten ihn bittend an. „Biiitttte.“ Kam es vereint.

„Ach man. So ein Keks ist schon was Leckeres. Also gut. Kein Vergessen für einen Keks.“

Jasmin klatschte begeistert in die Hände und stellte die Dose auf den Boden.

„Also, wer seid ihr und was macht ihr hier?“

Mit Krümeln im Mund Antwortete Edi: „Wir sind Heinzelmännchen. Die guten Geister des Hauses. Eigentlich haben wir früher Handwerkern geholfen. Aber irgendwie brauchen die immer weniger unsere Hilfe – deswegen haben wir uns um Kinderzimmer gekümmert. Die haben es echt immer nötig.“

Jasmin blickte zweifelnd durch ihr Zimmer. Sie fand es nicht so schlimm. Wusste aber, dass ihre Mutter das anders sieht.

„Okay. Ihr räumt also auf und was noch.“

„Na hör mal, das ist eine große Aufgabe.“

„Zaubert ihr nicht bisschen?“

„Nein, niemals.“ Antworte Edi

„Edi, du lügst. Natürlich zaubern wir, sonst würden wir ja nie fertig werden. Ein kleiner Zauber hier und da, erleichtert uns die Aufgabe.“ bemerkte Anton.

„Das ist ja toll. Ich habe meine eigenen magischen Freunde. Wollt ihr meine Freunde sein? Bitte.“

„Ich weiß nicht, wir hatten noch nie Menschen als Freunde. Was ist wenn andere uns entdecken?“

„Das wird schon nicht passieren. Ich bringe auch immer Kekse mit. Ach biiitttteee.“

Anton blickte sich fragend um.

„Was meint ihr? Ein menschlicher Freund?“

Alle anderen nickten. Kekse in Aussicht gestellt zu bekommen, ließ sie alle Bedenken vergessen. Und Jasmin war nett.

„Nun gut, Jasmin? Wir werden es versuchen. Aber nur, wenn du auch aufräumst. Denn Freunde räumen nicht für andere auf.“

„Verstanden. Oh, ich freu mich so.“ Jasmin war aufgesprungen und tanzte durch das Zimmer. Die Heinzelmännchen mussten ihren Füssen ausweichen. Dadurch fingen sie ebenfalls an zu tanzen und es machte ihnen Spaß. Es gab also noch anderes, außer Aufräumen und Arbeiten, dass Spaß machen konnte.

Die Heinzelmännchen kamen so oft es ihnen möglich war zu Jasmin. Sie erzählten ihr von ihren Abenteuern und mampften dabei fleißig die leckeren Kekse, die Jasmin für sie bereithielt.

Ende.

 

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13 Gedanken zu „[#WritingFriday] – Kleine Helferlein“

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