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Schreibeinladung für die Textwoche 05.22 | Extraetüden

Meine Etüde zu Christianes ABC-Etüden

Wenn ein Monat 5 Sonntage hat, gibt es die Extraetüden. 1 Woche Zeit um die Worte des Monats zu 500 Worten zusammen zu bringen.

Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen,
Wackelpudding, unverdrossen, knistern.

Eine kleine Verschwörungstheorie. 500 hat es nicht gebracht


Man meinte es direkt zu hören: es ging ein Aufschrei durch die Weltbevölkerung. Unverdrossen klickten und wischten sie auf ihren Handys. Sie schalteten den PC an um das unmögliche zu checken. Einige standen mit Beinen aus Wackelpudding vor dem Automaten um auch hier noch mal zu schauen, ob die digitale Welt nicht vielleicht einem Virus anheimgefallen war. Der letzte Hoffnungsschimmer war dahin. Es liess sich nicht mehr ignorieren. Ein knistern ging durch die Bevölkerung. Was sollte jetzt geschehen? Das Internet drohte zusammen zu brechen. Es schien, als würden alle im selben Moment ihre Daten checken. Gut für die, die eine Matratze besaßen, in die sie ihre Reichtümer hatten nähen können. Es gab auch Gewinner – die, die nie was hatten, oder weniger hatten. Diese freuten sich. Erst mal.

Es war unverzeihlich. Jemand hatte den grossen Button gedrückt. Alles war weg? Was jetzt? Das konnte nicht sein. Man musste einfach paar Tage warten und alles würde sich einrenken. Konnte man doch nicht glauben, dass die das machen würden. Was hätten sie denn davon? Ja, was hätten sie davon?

Der erste Versuch die Menschheit zu versklaven war mehr oder weniger gescheitert. Also wo tat es noch weh? Gesundheit – abgehakt. Geld? Geld. Das musste es sein. In ihren Büros saßen sie. Homeoffice? Vielleicht. In geheimen Kellern oder Räumen – ja nennen wir es Homeoffice. Jetzt musste man nur warten. Hunger, Wut, Angst. Alles würde ihnen in die Karten spielen. Sie würden angekrochen kommen. Betteln, jammern, willig sein.

Die anderen könnte man einfach weiter anprangern. Wäre kein Unterschied zu vorher.

Was würde passieren, wenn einer den grossen Button drücken würde und das Geld aller wäre weg?

Unruhig drehte er sich hin und her. Schweiss gebadet wachte er auf. Sein erster Griff ging zum Handy um seinen Kontostand zu checken. Mit angehaltenem Atem wartete er bis endlich die Verifizierung durch war. Sein Blick war starr auf den Bildschirm geheftet. Was würde er sehen?

 

 

 

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8 Gedanken zu „Schreibeinladung für die Textwoche 05.22 | Extraetüden“

  1. Die Frage ist doch: Ist wirklich ALLES weg? Oder wo ist das, was NICHT weg ist? Ja, schicker Albtraum, danke, guter Kommentar zu den derzeitigen Zuständen …
    Danke, dass du wieder mitschreibst!
    Abendgrüße! 😁🌧️🍵🥘👍

    Gefällt mir

    1. Auf den Konten würde alles weg sein – nur die, die keinen Banken trauen und die gute alte Socke haben, können sich noch glücklich schätzen. Allerdings steht ja das Abschaffen von Bargeld vor der Tür….dann haben alle gelitten. Ausser die Knopfdrücker. 😮

      Ja – hoffen wir es bleibt ein Alptraum….brrrr.

      Liebe Grüsse

      Gefällt 1 Person

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