writing friday

Luisa Part 2

Weiter geht es bei Elizzy und der Fortsetzungsgeschichte. #WritingFriday

Erste Wendung (wähle zwischen einer der beiden Optionen aus und schreibe deine Geschichte weiter)

  • Luisas Arbeit wird beschädigt

oder

  • In ihrem Apartment wird etwas gestohlen

 

Was bisher geschah: (HIER könnt ihr es noch mal lesen)

Luisa verlässt Berlin um sich in Spanien ihrer Kunst zu widmen. Sie hat ein gemütliches Zimmer in einer netten kleinen Pension bekommen und will von jetzt an sich voll und ganz auf ihre Gemälde konzentrieren.


Ich war jetzt schon einige Wochen in Barcelona. Die kleine Pension war mein Hafen. Hier fühlte ich mich so wohl. Aber ich wusste – das ist nur vorübergehend. Ich brauchte was Eigenes. Aber dafür war noch genügend Zeit. Der Rest meines Lebens, vielleicht. Wer weiß.

Ich stand auf meinem Balkon und ließ meinen Blick auf die untergehende Sonne über dem Meer schweifen. Die kleinen Wellen glitzernden wie Diamanten. Ich merkte sofort, wie die Anspannung von mir abfiel.

Bis jetzt war ich mit meiner Kunst noch nicht wirklich weiter gekommen. Zum Geld verdienen hatte ich mich an die Strandpromenade begeben und bot Touristen Porträts oder Bilder vor ausgewählten Hintergründen an. Es lief gar nicht schlecht. Aber es war nur zum Geld verdienen. Es war nicht meine Leidenschaft. Meinen Bildern fehlte irgendwas. Sie waren schön, ich liebte sie – aber sie waren nicht lebendig. War ich doch noch nicht ganz hier angekommen? Hing ich noch an der Heimat?

Es war nicht leicht alles wirklich so abzustreifen. Die Videochats mit den Eltern machten es auch nicht leicht. Sie vermissten mich, ich vermisste sie. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, wieder zurück in das kalte, abweisende Deutschland zu gehen. Nein, ich war hier und blieb hier. Wenn ich das alles verinnerlicht hätte, dann würden die Bilder lebendiger werden.

Ich sah unter mir, wie sich Katzen um die Futterreste stritten, die Anna ihnen hingeworfen hatte. Ich schnappte mir schnell meinen Skizzenblock und hielt dies kurz fest. Ich würde versuchen dieses Bild so getreu und lebendig wie möglich einzufangen. Vielleicht sollte ich mein Handy zur Hilfe nehmen? Schnell ging ich hinein und schnappte mir mein Smartphone. Ich war keine Fotografin, aber ich nutzte dieses Medium gerne, um Szenen festzuhalten, die ich zeichnen wollte.

Auf einmal hörte ich ein lautes rumpeln. Mein Balkon lag nicht sehr hoch. Zwei der streitenden Katzen hatten sich versucht auf meinem Balkon aus dem Weg zu gehen, was nicht gelang. Sie schrien und rannten durch mein Zimmer. Ich war zu einer bewegungslosen Säule erstarrt. Ich konnte sehen, wie die beiden auf meinem Stapel abgedeckter Bilder stürmten. Davor stand ein Metallgestell, das ich gerne zum Ablegen meiner Palette und Pinsel nutzte. Wie Zeitlupe sah ihn umkippen. Genau in die Richtung der Bilder. Ein „Ratsch“ bedeutete mir, dass etwas Schlimmes geschehen war.

Die Katzen hatten sich zwischenzeitlich verzogen, ich konnte sie nebeneinander herlaufen sehen. Als würden sie sagen: „Arbeit erledigt. Den Rest muss sie jetzt schaffen.“

Mit Tränen stand ich vor den zerstörten Gemälden. Ich blickte auf die Straße. Die beiden Katzen saßen nebeneinander und blickten herausfordernd zu mir herauf. Ich wischte die Tränen ab. Das war ein Hinweis. Ein Zeichen. Meine Bilder sind nichts. Ich muss tiefer gehen. So sehr es schmerzte, sah ich in dieser Zerstörung doch auch was Positives. Ich musste meine Seele finden. Und diese auf die Leinwand bringen.

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12 Gedanken zu „Luisa Part 2“

    1. Das wird sich zeigen. Ich weiss es ja schon, hab schon weiter geschrieben. Manchmal braucht es einen Ratscher von Aussen um einen auf die richtige Bahn zu bringen.

      Liebe Grüsse

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  1. Hallo Rina,
    ich mag das du mit „Was bisher geschah“ anfängst. So kann man nochmal kurz nachlesen, was Luisa vor einer Woche erlebt hat. :)
    Außerdem finde ich es toll, dass Luisa aus dem doch herben Schlag (immerhin ist ihre Leinwand zerstört) doch etwas positives rauszieht und ich bin jetzt sehr gespannt, wie es nächsten Freitag für sie weitergeht und ob sie endlich die Bilder erschaffen konnte, die sie sich wünscht.
    Liebe Grüße
    Diana

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    1. Danke schön. Ich finde es schön noch mal einen kleinen Rückblick zu haben.

      Ich bin auch sehr gespannt wie die neue Wendung wird.

      Liebe Grüsse

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    1. Das macht die spanische Sonne. Im derzeit trüben Deutschland, wäre es vielleicht nicht so.
      Aber sie ist auch ein positiver Mensch.

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