Wochenrückblick

Wochenrückblick 12.02.18-18.02.18

Diese Woche war ich recht aktiv. Auf der Arbeit hatte ich immer mal paar Minuten in denen ich bisschen was schreiben konnte. Aber ich habe natürlich auch was veröffentlicht.

Schreibeinladung für die Textwoche 07.18 – Ein alter Bekannter – Anton war mal wieder da

#Writing Friday Week 7 – Interview mit dem Cello

Tagebuch – Herausgepickt. Ein Erlebnis in eine Geschichte verpacken – das war sehr interessant

[Blogprojekt] 100 Creative Challenges 2018 – Liebe in zehn Worten Das war interessant – eine Geschichte über die Liebe in zehn Worten.


Dann werfen wir noch schnell ein Blich in die nächste Schreibwoche.

 

Beim Writing Friday ist für mich noch:

  • Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.
  • George und Amal Clooney reichen die Scheidung ein. Du schreibst für die „Gala“ einen Artikel.
  • Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.
  • Ein vernachlässigtes Cello erzählt.
  • Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist.

Bei Christiane kommen auch wieder neue Herausforderungen: Drei Worte in zehn Sätze

Pimpinelle (hier nachlesen)
stürmisch
glucksen.


Das war es wieder von mir – ich wünsche euch noch allen einen schönen sonnigen Sonntag und einen tollen Start in die nächste Woche.

 

 

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Geschichtenzauber

Schreibeinladung für die Textwoche 07.18 – Ein alter Bekannter

Wieder habe ich  mich von Christianes Etüden inspirieren lassen. Die Wörter für die neue Textwoche 07.18 stammen von Bernd Red Skies Over Paradise.

Ein alter Bekannter hat sich mal wieder bei mir gemeldet. Nach dem er bei Mein Name sei Mama ins Auto stieg:…

Alle Begegnungen  mit Anton könnt ihr HIER nachlesen.


Angekohlt hatte er sie – aber vom Feinsten.

Da dachte sie, sie hätte ihn überfahren und war angehalten um nach ihm zu schauen.

Leise hatte er sich in ihr Auto geschlichen – das war nicht so einfach mit seinen Krallen die Tür weit genug auf zu piddeln.

Als sie weiter fuhr und im Rückspiegel seinen leuchtend roten Augen sah stand sie kurz vor einem Ohnmachtsanfall.

Er wartete etwas ab und dann ging es los.

Sie wollte schnell halten um ihn aus dem Auto zu locken – sie war wirklich sehr verängstigt – aber auch entschlossen – so leicht würde sie sich von einem Kater doch nicht Angst machen lassen.

Aber kaum hatte sie das Auto angehalten sprang er auch schon in ihren Nacken und biss kräftig zu.

Seine Herrin hatte ihm Aufgetragen noch einige Anhänger für sie zu rekrutieren.

Die Frau am Steuer schrie furchtbar – das tat ihm ziemlich in den Ohren weh – ein Ratsch mit seinen Krallen über ihren Mund und sie fiel in ein Jammern und dann um.

Er wartete einige Minuten bis sie wieder zu sich kam und dann konnte er seine neu erlangten Fähigkeiten der Menschenmanipulation einsetzen und sich zu seiner Herrin fahren lassen

Allgemein

#Writing Friday Week 7 – Interview mit dem Cello

#Writing Friday bei Elizzy. Immer noch gibt es viele interessante Schreibaufgaben für diesen Monat.

Hier sind alle Themen

Ich habe mich diesesmal mit einem vernachlässigten Cello unterhalten. Lest das Interview.


Ein vernachlässigtes Cello erzählt.

 

R: Willkommen Freunde der Musik. Viele kennen es noch. Es war mal sehr berühmt und hat in vielen Opernhäusern gespielt. Heute ist es zu Gast bei uns und gibt uns ein Exklusiv –Interview.

Das vernachlässigte Cello – einen großen Applaus bitte.

Hallo Cello, schön dass du da bist. Ich bin schon sehr aufgeregt. Schließlich hast du schon so viel berühmte Bühnen besucht und bist dort aufgetreten. Erzähl uns bisschen was aus deinem Leben.

C:Hallo Rina. Ich freu mich endlich mal wieder an die Luft und auf eine Bühne zu kommen. Selbst im Fernsehen ist es noch besser als in meinem öden Kämmerchen. Nichts für ungut.

R: Schon in Ordnung. Du bist eine Berühmtheit – da ist Fernsehen schon ein kleiner Abstieg. Umso mehr freue ich mich, dass du dich zu uns bemüht hast.

C: Am besten legen wir los. Frag mich was du wissen willst.

R: Gut – erzähl uns doch bisschen was – fangen wir an wie du erbaut wurdest.

C: Wirklich? Das ist eigentlich schon bisschen langweilig. Ich halte es kurz. Ich wurde aus Fichtenholz erbaut. Mein Erbauer war ein Künstler seiner Zunft. Er baute uns nicht nur zusammen – in jede Leimung und in jede Schnitzung legte er etwas von seinem Herz. Man kann es etwas mit einem Quillt nähen vergleichen. Jedes Stück hat eine kleine Geschichte beigesteuert bekommen.

R: Das klingt ja richtig traumhaft. Du bestehst also aus Fichte und viel Liebe.

C: Ja – so kann man das sagen.

R: Erzähl. Wann wurdest du überhaupt erbaut. Darf man das Fragen? Oder seid ihr wie wir Menschen zu eitel was euer Alter angeht?

C: Nein – wie sind nicht eitel. Im Gegenteil. Je älter umso Stolzer sind wir. Ich bin nicht so alt wie das Amati-Cello – aber auch schon Alt. 1865 wurde ich geschaffen. In Italien

R: Nein! So alt schon. Oder wie sagt man es – So reif?

C: Man kann es gezeichnet nennen. Gezeichnet von jeder Hand, die uns geführt hat, von jedem Knie in das wir eingeklemmt waren, von jeder Temperatur, die wir ausgesetzt waren. Wir sind Kunstwerke des Lebens.

R: Wow. Ich bin fast sprachlos. Aber nicht ganz – ich will ja noch mehr wissen.

C: Frag mich

R: 1865 da hast du ganz schön was erlebt. Wer hat dich als erstes gekauft?

C: Das war ein italienischer Adliger. Er hatte eine zu junge Frau geehelicht und wollte ihr die Langeweile etwas vertreiben. Also hat er mich meinem Erbauer abgekauft und ich wurde sehr nobel untergebracht. Diese Frau war sehr hübsch und sehr traurig. Sie war unglücklich verliebt. So viele Stunden hat sie mir ihr Leid geklagt. Sie war in einen Mann verliebt, der ein Weingut hatte – aber das war ihrem Vater nicht höfisch genug. Er wollte Adel in der Familie. So viele Stunden haben ihre Tränen mein Holz berührt und kleine feine Linien hinterlassen. Sie starb sehr jung im Kindbett.

R: Oh wie tragisch.

C: Ja – wir Cellos haben oft so tragische Erlebnisse. Wir sind Musikinstrumente, die die Traurigkeit durch unsere tiefe Stimme so gut zum Ausdruck bringen. Nun – nach einigen Jahren, in denen  mich niemand spielte wurde ich in der Familie weiter gegeben. Die Nichte der Verstorbenen fand Gefallen an mir und ich wurde ihr geschenkt. Ich war übrigens nur in weiblichen Händen.

R: Hört, hört. Nun und wie erging es dir bei der Nichte?

C:Was soll ich sagen. Es war eine andere Zeit. Es gehörte zum guten Ton als junge Dame mindestens ein Instrument zu spielen. Es gab so viel Liederabende – ach das waren noch herrliche Zeiten. Ich hatte also viel Spaß – nach dem sie es denn endlich konnte – davor war es manchmal schon zum Saiten-Reißen.

R: Haha. Ja das kann ich mir vorstellen. Ich hatte mal eine Flöte und war mehr als unbegabt. Erzähl weiter.

C: Ach ich werde das bisschen abkürzen. Das Publikum will bestimmt nicht jede Station in meinen über 200 Jahren hören. Die kleine Nichte wurde grösser, heiratete und das ist dann bei den meisten jungen Damen das Aus für die Musik. Sie lernen es ja hauptsächlich um einen Mann zu finden. Zum Glück gab es damals noch Musizierzimmer. Da konnte ich am Fenster stehen und herausschauen. Manchmal hat eine vorwitzige Bedienstete beim Abstauben sanft meine Saiten zum Klingen gebracht. Ja auch dort gibt es viele Talente. Nur schade, dass sie immer unentdeckt bleiben. Ich verblieb lange in der Familie. Aber die modernen Zeiten machten mich unattraktiv.

R: Was passierte?

C: So etwa 100 Jahre später war die Familie verarmt und keine Nachkommen waren mehr da, die mich spielen wollten. Flower Power und so – wisst ihr ja bestimmt. Da wurde ich verkauft. Oder eingetauscht – das war damals nicht so eindeutig.

R: Okay. Und wo bist du gelandet?

C: In einem schnuckeligen kleinen Theater. Das war okay für mich. Ich war ja jetzt schon sehr betagt und auch nicht mehr so hübsch anzusehen. Da konnte ich das verkraften. Gut meinem Ego hat es erstmal nicht so gefallen. Schließlich war ich mal ein Star in den guten Häusern und auch auf so manch großer Bühne. Aber dieses kleine Theater war so liebenswert. Ich habe mich eigentlich das erste Mal wirklich geschätzt gefühlt. Die Dame, die mich spielte war so sanft – es war wie streicheln. Fast erotisch, wenn ich das mal so keck erwähnen darf ohne rot zu werden.

R: Haha. Das klingt ja schon romantisch.

C: Ja – es war schon ein bisschen romantisch. Ich glaube so gut wie mit ihr habe ich noch nie geklungen. Wir hatten viele schöne Auftritte zusammen und auch privat hat sie mich jeden Tag herausgenommen, gepflegt und gespielt. Ohne dramatisch zu klingen – das war die schönste Zeit in meinem Leben.

R: Das klingt nach einem traurigen ABER:

C: Ja leider. Die gute Dame war schon alt und irgendwann kam sie nicht  mehr. Ich hörte die anderen davon sprechen, dass sie in ein Altersheim gekommen sei. Sie wäre zu schwach um sich selbst zu versorgen. Mir brach fast mein Herz. Ich war im Inventarraum eingesperrt. Keiner erinnerte sich an mich. Ich gerat in Vergessenheit. Das Theater wurde irgendwann geschlossen und verfiel immer mehr.

R: Oh – das ist sehr traurig.

C: Allerdings. Das lastet immer noch auf meinen Saiten und der Bogen erst. Der Arme – ich weiß nicht ob der sich von der Vernachlässigung jemals erholen wird.

R: Was passierte dann. Schließlich bist du heute mein Gast.

C: Es gab einen Verkauf. Das Theater wurde an eine Theatergemeinde verkauft. Sie restaurierten und renovierten alles. Bauten alles zu altem Glanz wieder auf. Ach ich kann dir nicht sagen wie  mein Herz schlug, als ich endlich wieder menschliche Geräusche hörte. Und dann ging die Tür auf. Licht und frische Luft drang ein. Ich war so aufgeregt, dass meine Saiten erklangen. Sie waren stark verstimmt. Es hat sich ja keiner gekümmert und ich – tja ich war sehr deprimiert und konnte nichts dagegen unternehmen. Und dann ging das Licht an. Ach ich konnte es nicht fassen. Freiheit.

R: Du träumst.

C: Was?

R: Cello, du träumst. Leider muss ich dir sagen, dass niemand dieses Theater gekauft  hat und niemand hat dich herausgeholt. Du stehst immer noch vergessen in dieser Kammer mit dem andern Inventar.

C: Was soll das? Ist das ein Scherz. Was ist das für eine Show hier? Was für ein Interview?

R: Das sind deine Träume. Du halluzinierst. Es ist keiner gekommen um dich zu befreien. Das ist alles in deiner Fantasie.

C: WAAAAASSSS? Oh nein. Bitte warum kommt denn niemand und befreit uns?

R: Es tut mir wirklich leid.

C: *trauriges Spiel der Saiten*

Nun gut – ich bin schon alt. Ich habe viel erlebt und hatte schöne Zeiten. Vielleicht findet uns ja doch jemand und vielleicht spielt mich irgendwann auch mal wieder jemand. So lange werde ich einfach hier warten. Mit den anderen Instrumenten. Vielleicht können wir und gegenseitig bisschen aufmuntern? Was meint ihr, Kumpels? Lasst uns bisschen diese traurige Stimmung vertreiben.

Und ganz leise konnte man es hören. Aufmerksame Menschen, die an dem unscheinbaren, verbarrikadierten Theater vorbei liefen meinten leise, traurige Musik zu hören. So manch einer blieb stehen und lauschte – versuchte zu erkunden woher diese herzzerreißende Melodie wohl käme. Aber keiner kam jemals auf die Idee genauer zu hören. Und die Quelle zu suchen.

Ende

 

Geschichtenzauber

Tagebuch – Herausgepickt.

Tagebuch Herausgepickt.

Beim Stöbern bei Pinterest (da kann man echt versinken) bin ich über einen interessanten Writing Prompt gestolpert. Das hat mich angesprochen und ich werde das immer mal ausprobieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe das mal grob übersetzt. Verbesserung erwünscht.


Also habe ich heute ein Erlebnis auf der Arbeit mal in einen Ausschnitt gepackt.

Als Hintergrund – nach einem Mobbingfall verhandel ich gerade über einen leichteren Posten und mir fehlt ein Teil meines Gehalts.


Es war soweit. Heute sollte das grosse Gespräch stattfinden. Sie war aufgeregt. Sollte nach Jahren des Widerstands endlich Frieden kommen? Sie traf sich mit ihrer Kontaktperson. Sie haben schon Jahrelang miteinander gearbeitet. Sie mochten und respektierten sich. Nach ihrer Schicht begab sich Mandy in den oberen Stock. Raya wartete schon. „Hallo Raya.“ „Hey Mandy. Geht es dir wieder gut?“ Mandy war die Tage wegen einer schweren Erkältung ausgefallen. „Ja danke – die üblichen Nachwehen. Wie sieht es aus? Klappt das mit der Bezahlung?“ „Ich muss erst mal warten. Der Computer sagt mir, alles wurde hier korrekt eingegeben. Das Headquarter muss irgendwo einen Fehler gemacht haben. Aber dafür brauch ich erst die Unterlagen.“ Gut – ich war erleichtert, dass nicht hier vor Ort die Sabotage weiter geführt wurde. „Okay – dann warten wir auf die Unterlagen. Charlie hat mir gesagt, du wolltest unabhängig von der Bezahlung, mit mir reden. Wegen meiner Situation.“ „Ja – ich habe mit den Oberen geredet. Sie haben eingesehen, dass sich was ändern muss. Dieses Misstrauen und der Widerstand kann vielleicht beigelegt werden. Allerdings ist es nicht so einfach. Um dir entgegen zu kommen müssen sie die Reihen neu aufstellen. Dafür müssten sie aber fähigere Leute umsetzen.“ „Fähiger? Was ist mit den Parasiten, die sich aus anderen Bereichen eingenistet haben. Die kann man doch leicht eliminieren.“ „Ja das ist eine Option, die ich angebracht habe. Aber sie müssten auch einen starken Bot dafür entnehmen. Der könnte natürlich mehr Einsatz bringen wie du.“ „Die Oberen wissen aber, wenn sie uns nicht entgegenkommen und die Situation entschärfen, dass es zu weiteren Manipulationen und Ausfällen kommen wird.“ „Ich bin mir nicht so sicher, dass sie das so sehen. Ward fragte warum du nicht persönlich  mit ihm geredet hättest.“ Mandy schluckte ihren Ärger hinunter und antwortete: „Warum soll ich kommen – wir sind die geschädigten und verachteten hier. Durch schlechten Rat haben sie die Bombe entschärft und gezündet. Sie fragen noch  nicht mal wie es uns nach den Ausfällen geht.“ Raya sass da, hörte und nickte zustimmend. „Ja – du hast recht – eigentlich hätten sie von ihrem hohen Ross absteigen und die Hand reichen können. Aber es sieht schon mal gut aus. Sie wollen sich umschauen und noch bisschen verhandeln. Ich werde dran bleiben. Wir schaffen es schon, hier wieder Frieden rein zu bringen.“ „Ich hoffe es. Ich dachte erst sie würden alles abschmettern. Das klingt schon mal recht positiv.“ Es klopfte. Mandys Lebensgefährte Charlie betrat den Raum. „Und wie weit seid ihr?“ Mandy unterrichtete ihn über die Fortschritte. „Das war mir schon klar, dass sie diese Argumente bringen. Schliesslich haben sie Mandy jetzt auch noch aus der Wartung gezogen um die schweren Kassetten für die Manschaftsbereiche zu holen. Angeblich aus Spargründen. Aber warum ist dann jemand anders eingesetzt worden? Nun egal. Wir sind schon lange hier und die letzten Jahre haben uns gezeigt, was wir hier erreichen können. Wir wollen Frieden. Das ist unser einziges Ziel. Wir sind in diesem Geschäft schon genügend Leidgeprüft.“ Raya blieb ruhig. Mandy lachte unsicher auf. Raya schloss sie in die Arme und meinte beruhigend: „Wir werden das schon schaffen. Frieden und ein Ende der Ausbeutung ist sichtbar.“

 

Wochenrückblick

Wochenrückblick 05.02.18-11.02.18

Hallo ihr Lieben Schreiber. Ich hoffe ihr habt viel Spass wenn ihr Karnevaller seid. Ich bin keiner – deswegen tippe ich schnell mal hier den Wochenrückblick, bevor ich mich in eine Serie abdriften lasse.

Veröffentlicht habe ich nicht viel – aber geschrieben schon. Ich glaube die Erkältungsmittel pusten irgenwie das Gehirn frei – ich war richtig aufgepuscht.

Schreibeinladung für die Textwoche 06.18 – Freiheit  Die Worte Unterhemd, knallvergnügt und verzichten wurden von mir eingeflochten.

#Writing Friday Week 6 – Strickende Engel Hier habe ich einem Kind aus den Tropen Schnee erklärt.

 

Die neuen Aufgaben:

Beim Writing Friday ist für mich noch:

  • Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.
  • George und Amal Clooney reichen die Scheidung ein. Du schreibst für die „Gala“ einen Artikel.
  • Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.
  • Ein vernachlässigtes Cello erzählt.
  • Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist.

Bei Christiane kommen auch wieder neue Herausforderungen: Drei Worte in zehn Sätze

Ohnmachtsanfall
angekohlt (hier und hier nachlesen)
piddeln (hier und hier nachlesen).

 

Wieder gab es ein neues Thema – Ein Gemeinschaftsprojekt von  Herba – Mach was…mit Musical!

Das neue Wort für Februar bei Projekt TXT ist auch draussen. UNENDLICH.

 

Das war es wieder von mir – ich hoffe ihr kommt alle ohne grossen Schaden durch die närrische Zeit. Bis nächste Woche.

Geschichtenzauber

Schreibeinladung für die Textwoche 06.18 – Freiheit

Es ist wieder Zeit – Christianes Etüden mit der Wortspende von Anna-Lena von visitenkartemyblog.wordpress.com  

So – erst wollte ich was über Fasching schreiben – aber als ich die zigste Rechnung heute bezahlt habe – ist mir doch was anderes eingefallen.


Bis zum Unterhemd hatten sie  mich ausgezogen. Nichts ließen sie einem übrig.

Nicht bezahlte Rechnungen und nur auf alles verzichten, das war mein Leben die letzten Jahre.

Und jetzt sass ich knallvergnügt auf der Strasse. Das war die Möglichkeit endlich aus dem System zu verschwinden. Einfach untertauchen und die Pflichten, Pflichten sein lassen.

Das können jetzt die nächsten Generationen einfach mal erledigen. Ich hatte genug für die Gesellschaft geleistet.

Jetzt hatte ich die Schnauze voll davon ständig nur, trotz Arbeit immer am Minimum zu leben.

Nein – jetzt endlich konnte ich Frei sein – mich entfalten und Leben – Schritt für Schritt sich selbst finden


 

Das wäre schon so ein kleiner Traum von mir…

Geschichtenzauber

#Writing Friday Week 6 – Strickende Engel

Und wieder ist ein #Writing Friday bei Elizzy. Es gibt noch genug Themen, die die nächsten Freitage füllen. Und irgendwie – unabhängig von dem Schneefall die Tage – schnappte ich mir die Tropen/Schneestory. Die kleine hab ich direkt vor der Nase hüpfen sehen und sie wollte geschrieben werden. Also hier mein Versuch meiner imaginären Enkelin Schnee zu erklären.

Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist

Ich sass auf der Veranda und blickte über das Wasser. Mein Haus stand so nah am Meer, dass ich es riechen konnte. Das Salzwasser kitzelte in meiner Nase und der Geruch – ganz leicht – nach Fisch und Algen beruhigte mich. Ich schloss die Augen und liess die sanfte Meeresbriese über mich hinweg gleiten.

Ich musste wohl eingeschlafen sein. Mein Traum wurde unruhig. Mein Boot, das so sanft auf dem Meer lag wurde von kleinen Wellen durchgeschüttelt. Ich erwachte und bemerkte woher der Sturm kam. Von meiner kleinen Enkelin.

„Amanda – ich hab geschlafen. Du weisst, das man alte Menschen nicht einfach aus dem Schlaf wecken soll.“ „Das ist falsch OmaTrudy. Eigentlich soll  man alte Menschen ständig wecken, damit sie nicht im Schlaf sterben.“ Da stand die kleine vier Jährige vor  mir und blickte mich so keck an, dass ich nicht anders konnte als sie zu schnappen und zu kitzeln. Sie lachte und strampelte bis sie nur noch japste, da liess ich sie los. „Warum hast du mich geweckt? Was hast du da in der Hand?“ Ich sah ein mittlerweile zerknittertes Bild in ihrer Hand. „Oma Trudy, das habe ich unter deinem Bett gefunden.“ „Was machst du unter meinem Bett? Ich hoffe sauber?“ „Hihihi, da würde ich ja nie fertig werden.“ War die frech. Ich freute mich schon auf ihr heranwachsen. „Also was hast du da?“ Sie hielt mir das verknitterte Bild hin. „Was ist das weisse da auf dem Bild? Das ist doch kein Sand. Hier bei uns ist alles sandig und der ist gelb.“

Ich blickte das Bild an und ein bisschen wurde ich traurig. Das Bild gehörte einer lang entfernten Vergangenheit an. Es war ein Bild, das mich im Schnee zeigte. Schnee. Das gab es hier in den Tropen nicht. Es gab Strände, da war der Sand so weiss wie Schnee, aber halt Sand. Der blieb und man fand ihn Tage später noch in sämtlichen Körperöffnungen.

„Das ist Schnee, mein Schatz.“ „Schnee?“ sie legte den Kopf schief, wie ein kleiner Welpe, dem man sein Spielzeug zeigte und darauf wartete, dass man es warf. „Was ist Schnee?“ „Das ist gefrorener Regen.“ „Gefrorener Regen? Wie kann den Regen frieren?“ „Er friert nicht, er gefriert.“ „Sag ich doch.“ Schüttelte die Kleine ihren Kopf, als wäre ich etwas schwer von kapee. Ich schmunzelte. „Er Gefriert, wenn es sehr kalt ist. Dann werden sie schimmernde Kristalle. Sie verändern aber ihre Form – sie werden wie die kleinen Spitzendeckchen, die ich von Uroma Paula liegen habe. Diese feine Form – Engel habe diese Flocken für uns gestrickt.“ „Engel stricken?“  „Ja, das machen sie, wenn sie uns beobachten, dann stricken sie Schneeflocken.“ „Hä?“ „Du liebst doch Eis.“ „Oh ja – darf ich eins haben? Biiiitte.“ „Aber nur wenn du  mir eins mitbringst.“ Schnell sprang Amanda auf und rannte mit ihren kleinen nackten Füsschen in die Küche. So schnell sie konnte war sie wieder zurück und setzte sich zu meinen Füssen auf den Boden. „Hier – erzähl weiter.“ „Dieses Eis. Das ist kalt.“ Sie nickte, während ihre kleine rosa Zunge am Eis leckte. „Eis ist gefroren.“ „Eis friert? – das ist kein Wunder. Im Kühlschrank ist es kalt.“ Ich musste lachen. „Genau – da ist es kalt. Und es gibt Orte auf der Welt, da wird es auch so kalt, das Wasser friert. Die Flüsse frieren zu und Seen und der Regen wird zu Schneeflocken?“ „Schneeflocken.“ Flüsterte Amanda. „Aber wie fühlt sich das denn an?“ „Kalt, sehr kalt und nass. Denn Schnee ist ganz leicht und kaum ist er auf deiner Hand gelandet schmilzt er und wird zu Wasser. So fein ist er.“ „Aber warum haben die Engel denn dann nicht dickere Tropfen genommen um den Schnee zu stricken?“ „Sie mögen das feine und leichte Gefühl der Flocken. Sie sind so leicht, dass sie im Wind tanzen können, bevor sie auf den Boden fallen.“ „Aber auf dem Boden schmelzen sie nicht?“ „Wenn der Boden so kalt ist, wie der Kühlschrank, dann nicht. Die vielen Flocken sammeln sich auf dem Boden und bedecken ihn dann ganz schnell, wie eine Decke. Deswegen ist alles so weiss auf dem Bild.“ „Und wie fühlt sich das an?“ „Hm – also erstmal ist alles immer ganz friedlich, wenn es geschneit hat. Es ist so ruhig als wäre die Welt eingeschlafen. Wie bei Dornröschen.“ „Oh – Dornröschen mag ich.“ „Ja, alle mögen sie.“ „Aber wie fühlt es sich an?“ „Es knirscht wenn man drauf läuft. Es fühlt sich manchmal an wie wenn du in einen nassen Sandhaufen greifst oder manchmal wie wenn du deinen Finger in geschlagene Sahne steckst.“ „Hm. Das klingt irgendwie schön.“ „Das ist es – aber es kann auch sehr unangenehm sein. Da der Schnee so kalt ist frieren einem die Füsse und die Finger und die Nase ein. Das ist nicht so schön.“ „Ach – so schlimm klingt es nicht – man kann ja was warmes anziehen und auch einen schönen warmen Kakao trinken. Ich will in den Schnee.“ „Vielleicht fahren wir mal in den Schnee. Vielleicht. Aber solange – komm ich zeig dir Schnee.“ Grosse Augen blicken mich an. Sie steht auf und folgt mir in die Küche. Ich öffne das Gefrierfach und kratze die Eisschicht ab – gut, dass ich nicht so oft abtaue. Ich kratze soviel ab, dass man einen kleinen Schneeball formen könnte. Dann nehme ich ihn im Eisportionierer auf und lasse ihn in ihre Hand rieseln. „So ähnlich fühlt sich Schnee an.“ „Ah hihihi. Das kitzelt und ist nass. Kann ich Schnee essen?“ „Ja – du kannst deine Zunge herausstrecken und die Flocken darauf fangen. Das macht viel Spass.“ „Gut – ich gehe schnell und packe meine Tasche – dann fahren wir in den Schnee.“

Schnell wie der Wind rauschte sie aus der Küche in ihr Zimmer und ich hörte nur noch: „Nein, das ist zu kalt, was  meinst du  Mister Schnuffel? Ja – das ist nicht dick genug. Ja natürlich nehme ich dich mit. Du musst doch Schnee auch kennen lernen.“ Seufzend ging ich an den Computer und öffnete eine der vielen Reiseportale und gab die Suche nach Schneegebieten ein.

ENDE

 

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