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Schreibeinladung für die Textwochen 39.40.18 – Eine Kreuzfahrt…

Eine ganz tolle Aktion, die von Christiane moderiert wird – die ABC-Etüden. Dieses Mal mein erstes Mal mit 3 Worte in 300 Worten unterbringen. Es war knapp, aber ich habe es punktgenau hinbekommen.

Die Wörter für die Textwochen 39 und 40 des Jahres 2018 stammen aus der Feder von Anna-Lena von Meine literarische Visitenkarte und lauten:

Kreuzfahrt
gemeingefährlich 
stelzen.

„Eine Kreuzfahrt die ist lustig, eine Kreuzfahrt die ist schön….“ Martin tanzte singend durch seine Wohnung. Endlich würde er, mit der hochgepriesenen Aida, auf Kreuzfahrt gehen. Er hat lange gezögert sich den Wunsch zu erfüllen. Heute noch würde er einchecken und dann über das Deck schlendern. Stelzen, hat seine Mutter immer über seine Gangart gehetzt. Aber sie lag bei den Fischen. Na ja noch nicht, aber bald. Bald würde er ihre Asche in das Meer schütten. So weit wie möglich von ihm weg. Sie war wirklich gemeingefährlich. Aber er hatte sich gekümmert. Langsam, langsam hatte er ihr immer mehr von ihrem Herzmedikament untergemischt. Nie würde jemand drauf kommen, da sie noch in der Lage war sich selbst zu medikamentieren.

Als er die Gangway nach oben an Deck ging bemerkte er eine flüchtige Brise. Die Meeresluft liess ihn frösteln. Aber das war ok. Er war für alle Wetterlagen ausgerüstet. Womit er nicht rechnete – aber lasst mich nicht vorgreifen.

Er genoss das Buffet, die Animation und als es dann spät war, ging er in seine Kabine und holte seine Mutter. Er hatte sie aus der Urne in ein Beutelchen geschüttet. Sie würde es ja nicht mehr mitbekommen. Er ging noch für ein paar Drinks an die Bar, und als es dann kurz vor Mitternacht war und die meisten Gäste schon in ihren Kabinen verschwunden waren, ging er an Deck. Er stand an der Reling und genoss die Freiheit. Martin blickte sich noch einmal heimlich um. Keiner war hier. Er öffnete die Tüte und wollte sie gerade ausleeren, als er stolperte. Beim Fallen wunderte er sich, wie konnte er stolpern? Es war nichts an Deck gewesen. Ein Blick nach oben an Deck zeigte ihm über was er gestolpert war. Eine schemenhafte Gestalt stand dort und winkte ihm zum Abschied. „Bis gleich mein Sohn.“

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10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo

Die Etüden gehen in die Sommerpause – aber sie werden gut vertreten durch das Etüdensommerpausenintermezzo.

Hier die Wortliste

Die Wörter, die es auf die Liste geschafft haben, lauten in alphabetischer Reihenfolge:

Ablenkungsmanöver
Baggersee
Biedermeierschränkchen
Federkleid
Firlefanz
Fischkonservenfabrik
Fußfessel
Kirchturmspitze
Liebe
Luxusproblem
Ohrring
Räumungsklage
Sachertorte
Tanztee
Unterwasserkönig

 

10 von 15 Worten in einen Text einbauen, egal wie lang und auch sonst frei Schnauze. Nur zwei Bedingungen gibt es:

1. Ihr sucht euch aus der folgenden Liste (mindestens) 10 Wörteraus (mehr geht immer), und baut die ein.
2. Ihr integriert eine Gedichtzeile (und/)oder eine Textzeile aus einem Lied in euren Text. Bitte bedenkt, dass das Urheberrecht verbietet, aktuelle Texte/Gedichte in voller Länge zu zitieren, daher beschränke ich den Aufruf auf maximal eine Zeile….Oder aber nehmt ein Gedicht, dessen Urheber länger als 70 Jahre tot ist…


Schon immer wollte sie ein Federkleid besitzen. Aber ihr Vater hielt das für Firlefanz. Ein Mädchen aus einer Arbeiterfamilie, würde so einen Mumpitz nicht brauchen – nur einen guten Ehemann und Arbeit. Er war schon froh, dass er für diesen Monat die Räumungsklage abwenden konnte, da kam sie mit solchen Wünschen. Ein Fummel für reiche Dirnen. So etwas würde seine Tochter niemals tragen. Eher würde er ihr eine Fußfessel mit langer Kette verpassen, bevor sie so aufgedonnert das Haus verlassen würde. Arnika war verzweifelt. Sie sah ihr Leben an sich vorbei rauschen. Ihre Zukunft lag in der Fischkonservenfabrik. Ihre gesamte Familie arbeitete dort und sie sollte die nächsten Tage auch dort anfangen. Vielleicht könnte sie ja dort Karriere machen? Oder vielleicht würde ja auch der  Fabriksohn auf sie aufmerksam werden und sie da herausholen? Das konnte doch nicht ihre Zukunft sein, oder doch? Warum nicht? Das war das Leben so vieler Menschen, die jeden Monat Rechnungen zahlen mussten. Alles wurde immer teurer.

Sie sah traurig in ihrem Biedermeierschränkchen, ein Erbe ihrer Großmutter. An dessen innere Tür hatte sie das gewünschte Kleid gehängt. Sie wusste, dass sie es nie besitzen würde. Eigentlich wollte sie es auch nicht – sie wollte nur ihren Vater etwas provozieren.  Arnika drehte sich zum Fenster und blickte auf die Kirchturmspitze. Während sie herausschaute, dachte sie an den Tag am Baggersee. Sie liebte das Wasser. Wenn sie tief tauchte kamen ihr alle Dinge, die sie belasteten wie Luxusprobleme vor. Wie einfach konnte es ohne den Alltag und dessen Schatten sein. Nur die Liebe fehlte ihr noch zu ihrem Glück. Sie erinnerte sich an ihr Tauchen – sie hatte die Augen geöffnet und es war einfach nur grau, schlammig und hässlich. Wie schön müsste das Meer sein. Die Farben, die Fische. Sie musste ans Meer. Ins Meer. Egal wie. Sie saß in ihrem Kämmerchen, dachte darüber nach, einen Plan für die Flucht zu schmieden. Hier bleiben war keine Option. Sie brauchte ein gutes Ablenkungsmanöver um zu entkommen. Sie würde sich nicht dem allgemeinen Druck unterwerfen. Sie wollte keine Arbeitsdrohne werden. Sie würde gehen und ihr Leben genießen. Dafür würde sie ans Meer gehen um den Unterwasserkönig zu finden, von dem sie schon so oft geträumt hatte. Er war gefährlich und böse, aber in ihren Träumen hatte sie auch seine Güte gespürt – sie musste ihn finden. Sie wollte gemeinsam mit ihm die Unterwasserwelt regieren. Auf den Wellen reiten, mit Delfinen schwimmen und Haien kämpfen. Ja, das würde sie. Sie würde Leben und schwimmen. Lebend durch ihre Zukunft schwimmen. Während sie ihre Pläne schmiedete kam ihr ein Gedicht in den Sinn, das sie von ihrem Großvater gehört hatte.

Das Meer

Grüß‘ mir das Meer,
Silberne Wellen
Rauschen und schwellen,
Schön ist das Meer!

Grüß‘ mir das Meer,
Golden es schäumt‘,
Ob es auch träumet?
Tief ist das Meer.

Grüß‘ mir das Meer,
Glücklich es scheinet
Ströme es weinet,
Groß ist das Meer.

Friederike Kempner (1836-1901)(Quelle)

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Etüden 28.18 – die Fledermaus

Eine ganz tolle Aktion, die von Christiane moderiert wird – die ABC-Etüden. 3 Worte in maximal 10 Sätze packen.

Die heutige Wortspende kommt von fundevogelnest.wordpress.com

Fledermaus
schwül
verraten.

Eine kleine Lücke im Gehirn verhindert, dass sich meine Ideen, sofern denn überhaupt vorhanden, zu PC bringen lassen. Aber ein bisschen gespielt habe ich heute trotzdem mal wieder.

Es war schwül und ein Gewitter lag in der Luft – dies trübte Freds Laune noch mehr.Entfernt leuchteten die Fenster einladend in der Dunkelheit. Er fühlte sich verraten – so lange hatte er dieses Schloss bewohnt.Jetzt gab es einen neuen Chef – eine Chefin und sie machte gerade einen grossen Schlossputz.

Sie wedelte, saugte, fegte, wischte und der, dem er so oft bei gestanden hatte? Stand da und lief ihr hinterher wie ein kleiner Welpe. Fred würde sich dafür schon erkenntlich zeigen. Seine Nase hatte er schon gründlich gereinigt um genüg Ultraschall zu produzieren.

Die neue Herrin würde sich schon umgucken.

Niemand wirft eine Fledermaus aus ihrem Schloss, niemand – und er flog los – seine Nase vibrierte – die Schallwellen wurden ausgestreut – die Fensterscheiben barsten und sie war die erste die je eine Fledermaus hat lachen hören.

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Etüde 24.18 – die grosse Liebe

Eine ganz tolle Aktion, die von Christiane moderiert wird – die ABC-Etüden. 3 Worte in maximal 10 Sätze packen.

Die Illustrationen dazu kommen immer von Herrn lz.

Die Wortspende dieser Woche, der Textwoche 24.18, kommt von Bernd (redskiesoverparadise.wordpress.com) und seine Wörter lauten:

Pfiffikus
traumverloren
tätscheln.


Hier kamen mir doch tatsächlich die Tränen beim Schreiben.

Unser Rüde ist mittlerweile 14 und hatte diese Woche seinen ersten aktiven Arthroseschub. Er ist sonst schon noch ziemlich fit und mit Traumeel ging es innerhalb eines Tages schon besser. Jetzt bekommt er regelmässig Grünlippmuschelpulver und Teufelskrallenpulver. Ihm geht es gut und er kommt auch schon wieder die Treppe, freiwillig, hoch. Er ist ein super Patient. *schneuz* Aber die Uhr tickt. *schneuz*


Max war ein wahrer Pfiffikus.

Das sagte sein Herrchen wenigstens immer über ihn, wenn sie zusammen auf der Terrasse sassen und er sich tätscheln lies.

Nicht selten kam es vor, dass Max sich von der Leine riss, die sein Herrchen immer so legere über seinen Arm drapierte, und querfeldein durch die Wiesen sprang.

Dabei scheuchte er Grashüpfer und Mäuse auf und verfolgte sie bis zu ihren Löchern um wie wild hinter ihnen her zu graben.

Pfützen waren sein Steckenpferd, vor allem am Feld, wenn sich im Ablauf das Wasser sammelte, da war er nicht mehr zu halten.

Er sprintete durch das Wasser und hinterließ eine Fontäne die sein Herrchen immer in milder Strenge schimpfen ließ.

Aber die Jahre vergingen und Max wurde ein ruhiger Pfiffikus – die Schnauze wurde grau und die Gelenke steif.

Sein Herrchen betrachtete ihn ganz oft sorgenvoll – Max spürte, die Trauer die in ihm schwelgte – konnte sie aber nicht verstehen.

Er konnte nicht mehr so springen und toben, aber lieben, dass konnte er auch mit seinen steifen Knochen noch – und er liebte – sein Leben und sein Herrchen.

Traumverloren betrachteten die beiden den Sonnenuntergang auf der Terrasse und genossen die Zeit die ihnen blieb.

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Etüden – Der Zauber der Musik

Eine ganz tolle Aktion, die von Christiane moderiert wird – die ABC-Etüden. 3 Worte in maximal 10 Sätze packen.

Die Illustrationen dazu kommen immer von Herrn lz.

Die Wortspenden kommen immer von anderen Mitschreiber und -leser.

Diese Woche von dergl – Fädenrissen (faedenrisse.wordpress.com)

Affenkasten (Erklärung Duden)
elektrischblau 
(Erklärung dergl)
janken 
(Erklärung Duden).


Ich hab noch eine andere Bedeutung des Affenkastens genutzt. Ich hab noch nicht bei euch gestöbert, vielleicht hat ihn noch jemand genommen – das sehe ich mir gleich mal an.


„Ach Otto – kannst du dich noch erinnern? Wie wir jung waren, sind wir immer tanzen gegangen und jazzen. Wie hieß der Schuppen noch in dem wir immer waren?“

Affenkasten – ach da gab es die feschsten Mädels. Und Johann, kannst du dich noch erinnern, als dieses elektrischblau in Mode kam – diese Farbe strahle einfach nur Freude aus.

Die Tanzmäuschen auf der Fläche und wir jankend am Rand und hofften, dass uns eine zum Tanzen aufforderte – ach waren das Zeiten.“

„Ach Otto – könnten wir die Zeit noch mal zurückdrehen – nur des Tanzens und der Musik wegen – mir kribbelt es in den Zehen, wenn ich an die Jazzmusik denke.“

Johann stand auf, schnappte sich Otto, der erst in Tritt kommen musste und die beiden jazzten.

Knarzen und Knacken konnte man aus dem ein oder anderen Gelenk hören, wenn man genau hinhörte.

Diese alternden Geräusche wurden von wildem Lachen und jauchzen übertönt.

Und wenn man ganz genau hinschaute, konnte man die jungen Männer in ihnen erkennen, die damals die Tanzfläche im Affenkasten unsicher gemacht hatten.

Geschichtenzauber, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 20.18 – royale Irrung

 

Hallo ihr Lieben – nach einer kleinen Schreibflaute freue ich  mich endlich wieder mitzumischen.

Schreibeinladung zu den wöchentlichen Etüden bei Christiane. Die Wortspende kommt dieses Mal von

Christa Hartwig (christahartwig.wordpress.com) und lautet:

Kusshand
formvollendet
anpeilen.

Die Royale Hochzeit – die wollte sie anpeilen.

Sie hatte tatsächlich noch ein Ticket bekommen um so nah wie möglich nach vorne zu kommen.

Dabei ging fast ihr gesamtes Gespartes drauf. Aber wofür sonst lohnt es sich sein ganzes Geld auszugeben, wenn nicht für eine Royale Hochzeit und vor allem eine englische.

Formvollendet wollte sie durch die Reihen spazieren und ausschau halten nach einem Blaublüter, der vielleicht noch zu haben war – dafür hatte sie seit Jahren die Royale Geschichte studiert.

Vor dem Spiegel übte sie fleissig die Kusshand und das royale Winken.

Jetzt war es endlich soweit – während sie in der Schlange wartete um das Paar zu sehen, drängelten die anderen schon hinter ihr.

Sie schubste und pöbelte: „Hei ihr Banausen, da ist vielleicht mein zukünftiger Ehemann, der mich hier aus dem Joch herausholt dabei, also hab bisschen Respekt vor der nächsten Gräfin.“

Die anderen merkten überhaupt nichts – jetzt war sie an der Reihe – ihr ganzes Denken und Handeln wurde von den Briten bestimmt – das war ja auch der Grund warum sie überhaupt hier war.

„Meghan – hier deine Pillen – schlucken – Mund auf – Zunge hoch, rechts, links – gut und jetzt nerv die anderen nicht weiter mit deiner blöden royalen Hochzeit.

 

ENDE

Und viel Spass bei dem Spektakel morgen;-)

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Schreibeinladung für die Textwoche 17.18 – der traurige Briefkasten

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Schreibeinladung zu den wöchentlichen Etüden bei Christiane. Die Wortspende kommt dieses Mal von Anna-Lena mit ihrem Blog visitenkartemyblog.wordpress.com

Milchmädchenrechnung (Wikipediaerklärung, kannte das eigentlich jemand nicht?)
dingfest
untertreiben


Anna schlich vorsichtig zum Briefkasten, sie wollte ihn gar nicht erst öffnen. Mark meinte immer sie würde übertreiben – eher untertreiben. Sie wusste genau, es war schon längst überfällig, wenn sie jetzt den Briefkasten öffnen würde, fiel ihr ein Brief entgegen. Was für ein Nutzen hätte dieser Kasten denn sonst haben sollen? Leider ist sein Ruf die letzten Jahre recht schlecht geworden – immer weniger schöne Briefe trug er – dafür immer mehr negative Nachrichten teilte er aus. Sehr schade, aber man konnte ihn nicht dingfest machen, denjenigen, der das schöne aus den Kästen vertrieben hat, nur traurig konnte man sein.

Anna schloss auf und schon ergoss sich ein Stapel neutraler Briefe auf den Boden. Sie seufzte, bückte sich, blätterte in dem Stapel und nahm den am bedrohlich wirkensten heraus. Konnte ein Brief, der neutral verpackt war, bedrohlich wirken, fragte sie sich – ja denn ihre Hände zitterten leicht, als sie ihn aufschnitt.

Da stand es sogar als Überschrift – Milchmädchenrechnung – Ihre Zahlung für Blablablabla war fällig – die Aufstellung dieser Rechnung ergibt sich im Anhang – bitte überweisen sie den Betrag, der rein auf Trugschlüsse und Illusionen aufgebaut ist innerhalb von vierzehn Tagen, ansonsten werden wir zu drastischen Massnahmen greifen müssen.

ENDE

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Etüden 16.18 – Survival of the fittest.

Eine düstere Geschichte für einen solch schönen sonnigen Tag – aber nicht ganz so von der Hand zu weisen – wer weiss was uns noch erwartet – deswegen – geniesst jeden Tag.

Die heutige Wortspende kommt von Christiane selbst.

Notenblatt
schwanger
trainieren.

 

Eine düstere Zeit war angebrochen. Ein dritter Weltkrieg hatte die Menschheit um hunderte von Jahren in ihrer Entwicklung zurückgeworfen. Heute ging man nicht mehr ins Fitnessstudio um zu trainieren – heute war das Real Life das Fitnessstudio.

Survival of the fittest.

Alexandra stand da – ein Notenblatt in der Hand – im Geiste ließ sie ihre Finger über das Klavier gleiten. Wofür – wofür hatte sie so lange irgendwelchen Unterricht in irgendwelchen unnützen Fähigkeiten gehabt. Konnte sie jetzt hier noch was anfangen mit höherer Mathematik oder Literatur? Nein – sie hätten in der Schule wirklich überlebenstraining haben sollen.

Dieser Gedanke ging ihr jetzt durch den Kopf, während ihre Finger immer noch leicht die Tasten des Klaviers anschlugen – sie blendete alles andere aus um das bevorstehende zu bewältigen. Ein junges Mädchen – schwanger – in den Wehen liegend – ein neues Lebenwesen würde heute die Welt betreten – eine Welt ohne Hoffnung, oder sollte das erste Baby, dass sie heute holen würde die Hoffnung der Menschen bedeuten?

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Etüden 15.18 – Ohne Kunstschnee im Urlaub

Und wieder finden wir tolle Worte bei Christiane, die dieses Mal von Etüdenschöpfer und Illustrator Ludwig Zeidler gespendet wurden.

 

Kunstschnee
Frühlingserwachen
dummdreist.

Dummdreist, hat doch das Frühlingserwachen den Kunstschnee vertrieben. Jetzt sassen wir da – waren munter und fit – wegen des Erwachens und so. Hatten unsere Ski in der einen, die Skischuhe in der anderen Hand und den Sonnenhut statt des Helms auf. Was sollte man da jetzt sagen?

Der Frühling kam – er wachte über das Wetter, dass es ja nicht wieder schneie. Die Leute, die keinen teuren Winterurlaub im April – fast Mai gebucht hatten, lachten und grillten. Nun man könnte schon sagen und fragen – „Wer ist denn so dämlich um diese Zeit noch Skiurlaub zu buchen – der billige Preis hätte einen schon stutzig werden lassen können.“

Tja – ne – keine Ahnung – waren wir doch noch nie Skifahren – und der Mann an dem Stand um die Ecke – vor dem 99 Cent Laden sah schon recht dubios vertrauenerweckend aus. Man sollte manchmal seinen Verstand anschalten – doch, doch – glaubt mir.

Nicht jeder an einem Verkaufsstand meinte es gut mit einem.

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Etüden 13.18 – der liebe Nachwuchs

Die Feiertage bringen mich etwas durcheinander, der Samstag war zu schnell rum. Ich komme also bisschen spät. Aber mit Herzen. Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest.

Diese Woche kommt die Wortspende für Christianes Etüden, von Gerda Kazakou, Malerin und Schreiberin (gerdakazakou.com)

Herzenslust
brav
versöhnen


Versöhnen – das kommt gar nicht in die Tüte“ sagte er aufgeregt während sein Näschen hektisch hoch und runter wackelte.

„Dem würde ich nach Herzenslust die Eier um die Ohren schlagen.“

„Komm, sei doch  nicht so. Es ist Ostern und wir haben die stressigste Zeit hinter uns.“

„Er war früher immer brav, aber dann hat er sich mit den Elfen vom Weihnachtsmann getroffen und jetzt will er – statt in meine Pfotenstapfen  zu hüpfen – ein Hasenelf werden?“

„Wo soll das noch hinführen – wer soll dann die vielen Ostereier für die Kinderlein verstecken – Rudolf vielleicht?“

„Ach Hase – das ist bestimmt nur so eine rebellische Phase, lass ihn erstmal in die Kälte zum Weihnachtsmann, der wird schon für uns auf ihn aufpassen.

Du wirst sehen, sobald er sich das erste mal Frostbeulen an den Pfoten geholt hat wird er schon zurückkommen.

Ausserdem wird er älter und in der Nachbarschaft sind doch auch paar hübsche Hasenmädchen, da werden die Hormone schon ihres tun.“

„Du hast recht – er soll erstmal austesten was er denn will – wenn er soweit ist wird er schon zur Vernunft kommen.

Ausserdem haben wir ja auch noch so viele Kinder – da wird bestimmt eines in meine Pfotenstapfen hüpfen wollen – wofür haben wir uns denn so oft dem Spass hingegeben, meine Liebe?