Fantasy, Humor, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 25.26.22

Die Schreibeinladung zu den Etüden kommen von Christiane

Kurz vor der Sommerpause haben wir noch eine Etüde

Die Wortspende für die Textwochen 25/26 des Jahres 2022 stammt von Donka mit ihrem Blog OnlyBatsCanHang. Sie lautet:

Wiedergeburt
blümerant
antanzen.

Kurz zur Idee: Ich habe mich auf einigen Buchlädenseiten getummelt und bin über ein – absolut dem Klischee entsprechenden – Buch über Hexen gestolpert. Ich weiss nicht wie oft ich schon gelesen habe…blablabla „an ihrem sechzehnten Geburtstag erwachten ihre Hexenkräfte…“ blablabla

Das hat mich so gelangweilt, dass ich mich fragte – warum immer 16 – warum nicht mal später. Also so entstand mein Text


Späte Reife

„Ich werde noch verrückt.“ Murmelte ich.

„Ach wenn man erstmal fünfzig ist, dann geht man echt auseinander wie ein Hefeteig. Wenn meine echten Hefeteige mal so gehen würden.“ Wütend warf ich das Kleid auf den Spendenhaufen.

So langsam könnte auch mein Taxi mal antanzen. Ich war zu einer schamanischen Hochzeit geladen. Mein Patenkind, beziehungsweise, seine Zukünftige war in irgendeinem Indianischen Reservat gewesen und hat ihren inneren Was-auch-immer gefunden. Ich seufzte tief und griff zum nächsten Kleid. Sah gar nicht so schlecht aus. Also Taubenblau steht mir dann in meinem jetzigen Alter. Es ist echt nicht immer schön alt zu werden.

Es klingelte – mein Taxi. Am Austragungsort. Konnte man das so nennen? Am gewünschten Ort angekommen, suchte ich nach meinem Patensohn. Er sah so lächerlich aus in seiner Kostümierung. In seiner Kindheit an Fasching ist er als Indianer verkleidet durch die Halle gerannt. Ach ja – und jetzt. Er würde heiraten und eine Familie gründen.

Ah – da war die Braut. Es war ein – wie sagt man – Hochzeitszelt? Die engsten Vertrauten des Paares wurden hereingebeten. Mir war ein wenig blümerant.

Wir sassen alle im Kreis um das Brautpaar. Dieses Zelt war mit seltsamen rauch gefüllt und mir wurde extrem schwindelig. Alles drehte sich um mich und ich wurde unelegant ohnmächtig.

Ein unsanfter Schlag auf die Wangen weckte mich unsaft.

„Das ist ihre Wiedergeburt.“ Hörte ich jemanden flüstern.

„Willkommen im Kreis. Ist es geschehen? Deine Kräfte sind erwacht? Willkommen im Hexenzirkel.“

Was Hexenzirkel – ich alte Krähe? Warte – Krähe – haben Hexen nicht Krähen, bin ich eine Krähe? Ich schaute an mir herab. Nein. Ich hatte noch meine Füsse.

„Ja – die Hexenkraft erwacht wenn man so weit ist. Und du bist wohl eine Spät-Erwachende.“

Na klar. Als hätte ich in meinem Alter nicht andere Probleme – eine Hexe. Klar – warum auch nicht? Könnte hilfreich sein im Leben.

Mystery, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 23.24.22

Die Schreibeinladung zu den Etüden kommen von Christiane

Ist schon wieder bisschen her. Aber da ich gerade in den Urlaub schlittere, hoffe ich auf mehr Schreiblust

Die Wortspende für die Textwochen 23/24 des Jahres 2022 stammt von Anja mit ihrem Blog Annuschkas Northern Star. Sie lautet:

Yachtclub
besenrein
abspecken.


Das alte Schiff

Andrea hatte ihre Wohnung verloren und sollte diese auch noch besenrein verlassen. Eigentlich hätte sie rebellischer sein sollen. Hätte sie doch die Wohnung einfach so gelassen. Was soll´s. Sie war halt doch einfach zu gut erzogen.

Ein gutes hatte es. Da sie pleite, arbeitslos und wohnungslos war, würde sie jetzt gehörig abspecken. Somit würde es nur Tütensuppen und trocken Brot geben.

Sie sollte zum Yachtclub  gehen. Vielleicht könnte sie bei jemandem anheuern. Hier hielt sie nichts mehr. Was blieb ihr übrig? Andrea grübelte während sie mit ihren sieben Sachen langsam Richtung Hafen lief.

Als Andrea durch ihr Adressbuch im Smartphone ging,  scrollte sie auf die Nummer ihrer Eltern und ihr Daumen schwebte darüber. Ein „Pft“ entfleuchte ihr.

„Ich gehe erstmal zum Hafen. Ich schau mal was es da gibt.“

Andrea schlurfte perspektivlos Richtung Hafen. Dort angekommen war es neblig und schon diesig. Eine Gänsehaut kroch ihr über den Rücken. „Wie gruselig“. Ein altes Schiff erschien aus dem Nebel vor ihr. Es war ziemlich heruntergekommen und die Segel waren zerfetzt. Aber am grausigsten war der Anblick der Galionsfigur. Eine Meerjungfrau. Ihr Schwanz war abgebrochen, ihre Arme nur noch Stummel. Und ihr Gesicht – es war bestimmt mal hübsch – war jetzt entstellt.

Traurig streckte Andrea ihre Hand in Richtung der Meerjungfrau.

„Du Arme – was ist dir den wiederfahren?“

„Der Fluch.“ Raunte es. Andrea zog erschrocken ihre Hand zurück. Drehte sich um und wollte rennen. Aber sie wurde von irgendetwas zurück gehalten. In ihren Ohren rauschte es. „Der Fluch – bis zu dem Zeitpunkt, bis ich jemanden treffe, der Mitleid hat – dann bin ich frei. Es tut mir leid.“ Das war das letzte was Andrea hörte. Seit dem wurde sie nicht mehr gesehen. Dieses alte Schiff erscheint manchmal verirrten Seefahrern und alle bewunderten diese hübsche, aber traurig aussehende Galionsfigur.

Horror, Mystery, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 06.07.22

Die Schreibeinladung zu den Etüden kommen von Christiane

Die Wortspende für die Textwochen 06/07 des Jahres 2022 stammt von Kain Schreiber mit seinem Blog Gedankenflut. Sie lautet:

Zwerg
quer
fühlen.

Für alle die Zwerge auch ein bisschen gruselig finden

Der volle Mond schien auf die Ebene und legte der Umgebung ein mystisches Gewand um. Es war ruhig und wenn man sich auf den Boden legen würde, könnte man die eisige Kälte des Winters fühlen. Wenn man sein Ohr auch auf den Boden legen würde, könnte man das knacken des Bodens hören, der sich von der Eiskruste befreien wollte. Aber noch war nicht die Zeit. Geduld war angesagt. Denn mit dem aufbrechen der Eiskruste würde auch anderes aufbrechen. Erinnerungen, die versucht wurden in den heimischen Öfen zu verbrennen. Mythen, die einem des Nachts Alpträume bescherten. Sobald sich die Natur befreit hätte, konnte man quer über die Wiesen und Wälder Bewegungen wahrnehmen, die einem Gänsehaut bereiten könnten. Besser sei es, man vergesse nicht, was man sich so munkelt. Es gäbe seltsames in den Nächten die noch gefroren seien, aber schon den Frühling erahnen ließen. In den entlegenen Dörfern, in denen der ein oder andere ältere Bewohner noch glaubt, und überzeugen kann, ist man sicher. Aber wehe in den Dörfern in denen die Jugend übermacht hat und alle alten Legenden als Humbug abwinkten – in diesen Dörfern konnte man mehr und mehr dieser seltsamen Bewegungen an den Dorfrändern erkennen. Die wenigen Alten, die ungehört blieben, wussten es – sie kannten die Geschichten aus der Vergangenheit, als die Menschen lernen mussten, was da draussen erwachte. Diese Alten konnten nur den Kopf schütteln und über die ganz kleinen Wachen. Denn wenn die Erde sich die Eiskruste vom Leibe schüttelte und man ein leises Kratzen im Boden vernahm, ist es besser des Nachts nicht draussen herum zu laufen. Denn diejenigen, die Bodenschätze schützten und horteten, diese kleinen Wesen, die wollt ihr nicht auf eurer Türschwelle sitzen haben. „Ein kleiner Zwerg“, werdet ihr erfreut aufrufen. Seit gewarnt – sie wollen nichts Gutes euch.

[abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 05.22 | Extraetüden

Meine Etüde zu Christianes ABC-Etüden

Wenn ein Monat 5 Sonntage hat, gibt es die Extraetüden. 1 Woche Zeit um die Worte des Monats zu 500 Worten zusammen zu bringen.

Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen,
Wackelpudding, unverdrossen, knistern.

Eine kleine Verschwörungstheorie. 500 hat es nicht gebracht


Man meinte es direkt zu hören: es ging ein Aufschrei durch die Weltbevölkerung. Unverdrossen klickten und wischten sie auf ihren Handys. Sie schalteten den PC an um das unmögliche zu checken. Einige standen mit Beinen aus Wackelpudding vor dem Automaten um auch hier noch mal zu schauen, ob die digitale Welt nicht vielleicht einem Virus anheimgefallen war. Der letzte Hoffnungsschimmer war dahin. Es liess sich nicht mehr ignorieren. Ein knistern ging durch die Bevölkerung. Was sollte jetzt geschehen? Das Internet drohte zusammen zu brechen. Es schien, als würden alle im selben Moment ihre Daten checken. Gut für die, die eine Matratze besaßen, in die sie ihre Reichtümer hatten nähen können. Es gab auch Gewinner – die, die nie was hatten, oder weniger hatten. Diese freuten sich. Erst mal.

Es war unverzeihlich. Jemand hatte den grossen Button gedrückt. Alles war weg? Was jetzt? Das konnte nicht sein. Man musste einfach paar Tage warten und alles würde sich einrenken. Konnte man doch nicht glauben, dass die das machen würden. Was hätten sie denn davon? Ja, was hätten sie davon?

Der erste Versuch die Menschheit zu versklaven war mehr oder weniger gescheitert. Also wo tat es noch weh? Gesundheit – abgehakt. Geld? Geld. Das musste es sein. In ihren Büros saßen sie. Homeoffice? Vielleicht. In geheimen Kellern oder Räumen – ja nennen wir es Homeoffice. Jetzt musste man nur warten. Hunger, Wut, Angst. Alles würde ihnen in die Karten spielen. Sie würden angekrochen kommen. Betteln, jammern, willig sein.

Die anderen könnte man einfach weiter anprangern. Wäre kein Unterschied zu vorher.

Was würde passieren, wenn einer den grossen Button drücken würde und das Geld aller wäre weg?

Unruhig drehte er sich hin und her. Schweiss gebadet wachte er auf. Sein erster Griff ging zum Handy um seinen Kontostand zu checken. Mit angehaltenem Atem wartete er bis endlich die Verifizierung durch war. Sein Blick war starr auf den Bildschirm geheftet. Was würde er sehen?

 

 

 

Geschichtenzauber, Horror, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 03.04.22 | ABC-Etüden

Nach zwei Jahren Schreibblockade versuche ich mich einfach mal wieder an einer Etüde. Irgendwie muss doch diese Blockade zu brechen sein. Ist mir auch ein bisschen schwer gefallen, da ich total eingerostet bin. Drückt mir die Daumen, dass ich vielleicht endlich diese Blockade überwinden kann.

Also hier meine Etüde zu Christianes ABC-Etüden

Wortspende kommt diesmal von Tanja mit ihrem Blog Stachelbeermond. Sie lautet:

Wackelpudding
unverdrossen
knistern.

Ich weiss nicht ob ich hier eine Triggerwarnung setzten muss. Wer als Angst vor Dunklen Räumen hat. Bleibt lieber draussen


Zu den heutigen erschwerten Bedingungen, war es kaum noch möglich einen passenden Partner zu finden. Deswegen hatte sie sich bei einer dieser seltsamen Datingapps registriert.

So verlieben wir sie heute. Unverdrossen wischte und klickte sie. Es kam ihr vor wie ein Spiel. Und es war langweilig. Wo war das knistern, das man erlebte, wenn Blicke sich trafen? Die Dates waren ebenfalls langweilig. Natürlich stimmten achtzig Prozent der Profile nicht mit dem im Internet überein. So verlor sie schnell die Lust daran. Bis auf einmal ein Pop-up aufploppte.

„Gelangweilt von herkömmlichen Datingapps? Probieren Sie Extrem-Dating aus. Garantierte Trefferquote“

Ja, warum nicht, das Leben war einfach zu öde geworden. Sie brauchte eine Herausforderung. Schnell waren die erforderlichen Daten ausgefüllt und nun wartete sie. Es war anders, als bei den üblichen Portalen. Hier wurde der passende Partner von der App ausgewählt. Und man wurde zu einem Blind Date geschickt.

Es dauerte nicht lange und eine Message erreichte sie. Datum, Ort und Uhrzeit wurden übermittelt.

Verhaltensregeln: Keine.

Sie fragte sich ob sie noch sexy Unterwäsche hatte und wühlte sich durch ihre Schublade. Extrem-Dating. Da spielten ihre schmutzigen Gedanken Karussell. Der Tag war da. Nervös bestellte sie einen Fahrdienst und kam kurze Zeit später an.

Ein schmuddeliger Hinterhof mit Unrat komplettierte den gruseligen Eindruck. Eine Tür öffnete sich. Eine junge, uninteressierte Frau hielt ihr ein Klemmbrett unter die Nase. Geheimhaltungsklausel. Sie unterschrieb und trat ein. Dunkel umgab sie. Stunden später, sie hatte kein Zeitgefühl mehr, trat sie wieder heraus. Ihre Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. Sie blickte mit glasigen Augen auf ihre Hände. Blutverschmiert wischte sie sie an ihrem zerrissenen Rock ab.

„Kommen sie bald wieder.“ Hörte sie noch hinter sich. Sie drehte sich um, und nahm den neuen Anmeldebogen entgegen.

Dating-Extrem – Jedes Date ein todsicherer Erfolg.“😈

Weihnachten, [abc.etüden]

12 – Eine selige Weihnacht | Adventüden

Heute hinter dem 12. Türchen bei Christianes Adventskalender – meine Kleine Geschichte

Irgendwas ist immer

Zum Thema Inhaltshinweise/CN/Triggerwarnungen in den Adventüden bitte hier lesen.

Eine selige Weihnacht (Rina, Geschichtszauberei)

Armut durchflutete die Gassen. Man konnte sie riechen, schmecken, gar sehen. Schaute man durch die verschmutzen Scheiben, sah man Hunger. Kinder saßen am Kamin in Handschuhe, Schal und Pudelmütze eingepackt, der Kälte trotzend. Von Weihnachten war hier nichts zu sehen. Vereinzelt fand man einen mickrigen Tannenzweig. Die Eisblumen an den Fenstern dienten als Fensterschmuck.

In einem dieser Häuser lebte Eileen. Mit ihren acht Jahren fühlte sie sich sehr erwachsen. Sie half der Mutter im Haushalt und dem Vater beim Holz holen. Überall, wo sie entlanglief, schienen die Menschen aufzublühen. Statt grimmig zu gucken lächelten sie. Sie war die gute Seele dieses Dorfes. Schneite es, ging sie mit einer heißen Suppe zur alten Erna, die so schwach war. Mit neuen Geschichten fiel sie in die Wirtsstube ein und erzählte von Weihnachten, Engeln, dem Christkind…

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[abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 36.37.19 |

Die Sommerpause bei den Etüden ist vorbei und ich hoffe, auch dass meine Schreibflauten so nach und nach abgeschüttelt werden können. Deswegen stürze ich mich gleich mal hinein in die neuen Worte, die diesesmal vom Erfinder der Etüden, Ludwig Zeidler,  gespendet wurden.

Verzweiflungstat
ambivalent
hingeben.

Also ich muss schon sagen, dass mir ambivalent richtig schwer gefallen ist. Aber es ist eine Herausforderung und ich hoffe, dass ich das Wort auch richtig eingesetzt habe….auf jeden Fall so, wie ich es verstanden habe. Der Text betrifft mich nur teilweise, da ich keinen Schmarotzer als Partner habe….Also wie heißt das? Teilautobiografisch??


„Du bist echt ambivalent.“ Meint Max zu ihr. „Na danke.“ Schnauzte Eva und stürmte hinaus. Als sie sich unbeobachtet fühlt, holte sie erst mal ihr Handy hervor um das Wort und dessen Nutzung nachzuschlagen. „Was? Wie meint er denn das? Was habe ich denn gesagt, oder getan, das dieses Wort rechtfertigt? Wenn, dann ist er doch ambivalent.Tut als würde er mich verstehen um mich dann zurecht zu weisen.  Nur weil ich meinen Job hasse, aber es nicht schaffe endlich einen Schlussstrich zu ziehen um etwas anderes zu suchen, das mich ausfüllt. Ha, ambivalent. Ich sage realistisch. Ich will mich nicht irgendwelchen Fantasien hingeben. Ich bin keine zwanzig mehr und auf dem Arbeitsmarkt sieht es nicht gerade rosig aus. Das wäre eine Verzweiflungstat einfach ins kalte Wasser zu springen, oder? Nein. Ich habe zu viel Verpflichtungen um einfach blauäugig alles hinzuwerfen.“

Eva wischte unkontrolliert auf ihrem Handy hin und her und murmelte unverständliche Dinge. „Ambivalent. So ein Schnösel. Nicht jeder kann sein Hobby zum Beruf machen. Geld regiert die Welt. Oder sagen wir es so – ohne das verdiente Geld meines ungeliebten Jobs, könnte er sein Hobby nämlich auch nicht ausüben. Jaja….Heuchler.“

Eva stürmte zurück ins Zimmer.  „Weisst du was? Ich zeig dir mal wie ambivalent ich sein kann. Ich finde es toll, dass du deine Leidenschaft ausüben kannst. Aber ich hasse es, dass es auf meine Kosten geschieht. Also würde ich sagen – das müssen wir wohl ändern. Das kannst du doch verstehen?“

Der Blick – unbezahlbar. Die Rechnung, auf dem Küchentisch – bezahlbar.

ENDE

[abc.etüden]

Etüdensommerpausenintermezzo 2019 – Krone

Eine spannende Frage heute bei Christiane.

Eine Anleitung wie ihr was herausfindet könnt ihr bei Christiane sehen.

Welche der Etüden hat die meisten Aufrufe bekommen? 

Das ist interessant – ich denke nicht, dass das eine meiner besten Ideen war – aber die Erfindung eines Schichtsalates wurde 42 mal aufgerufen.

HIER der Beitrag

Welche die meisten Likes?

Wo man die Kommentare abrufen kann, stehen auch die Likes und hier bin ich genauso überrascht. Es ist schon wieder mit 21 Likes – der Schichtsalat.

Welche die meisten Kommentare. 

Uff – wenn das wieder der Schichtsalat geworden wäre….Aber nein – mit 19 Kommentaren führt hier eine meiner Lieblinge und auch noch recht frisch Das Rädchen im Getriebe. HIER ist der Beitrag.

 

Sehr interessant. Das sollte man echt öfter mal beachten.

 

 

Allgemein, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 38.17 | Wortspende von Herbert

Diesen Monat gibt es bei Christiane eine kleines Special und zwar rebloggen wir unsere Lieblingsetüde(n). Bis zum 3.8.19. 2019_lieblingsetuede

Frisch aus meiner Schreibpause heraus, habe ich mal in meinen Etüden gewühlt. Es gibt tatsächlich einige, die ich ganz nett fand. Dann bin ich über eine gestolpert, die ein bisschen von meinem Leben preis gibt.

Sie ist von 2017 – und ich habe eher halbherzig zugegriffen. Aber jetzt wird bestimmt alles besser.

Geschichtszauberei

Bei abc.etüden von Christiane, geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden

Ich war die ganze Woche eher unkreativ – mir ist einfach nichts eingefallen – aber manchmal sollte man einfach  mal paar Worte tippen und der Fluss kommt – kein so schöner Tag heute. Deswegen wohl auch eher etwas düster.


Rosa-grün – igitt – was ist das denn für eine Farbe für Tapete und Vorhang.

Ich weiss nicht genau wo ich hier gelandet bin – es sieht irgendwie aus wie eine Tüte voller Gummiwürmer – die liebe ich ja – jetzt weiss ich es ich bin im Traum und da ich gestern so eine Tüte gegessen habe – die bekanntlicherweise dann wie ein dicker Gummiball im Magen verschmelzen  – habe ich Alpträume.

Die Farbe als Wanddeko war tatsächlich…

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Drama, [abc.etüden]

Etüden 19/20.2019 – Das Rädchen im Getriebe

Ach – endlich mal wieder Etüden. Ich freue mich über jeden Satz, den ich zustande bekomme. Ist zwar bisschen deprimierend geworden – darüber kann ich mich vielleicht beim trüben Himmel heute beschweren.

Die Wörter für die Textwochen 19/20 des Schreibjahres 2019 kommen von Katharina und ihrem Blog Katha kritzelt.

Die Worte bis zum 19.05.19

Katzenauge
kurios
balancieren.


Das Rädchen im Getriebe

Ben fuhr mit seinem Fahrrad die Strasse entlang. Er versuchte auf der weissen Fahrbahnmarkierung zu balancieren. Das war sein neuestes Steckenpferd. Er nahm die Hände vom Lenker, streckte die Arme senkrecht aus, dann bog er seinen Kopf nach hinten. Der volle Fahrtwind traf ihn und er genoss diese unendliche Freiheit. Die Katzenaugen seines Rads blinkten bei jedem auftreffenden Lichtstrahl munter vor sich hin. Sicherheit geht vor, sagte sein Vater immer.

Sicherheit. Das interessierte Ben wenig. Er war jung und das Leben lag vor ihm. Ihn interessierte nur seinen Spass. Fahrrad, Skateboard, Fussball, Fangen. Es war einfach toll. So könnte er ewig weiter machen. Aber sein Vater und seine Mutter drängten ihn immer wieder zurück in seine unbequemen Grenzen. „Du musst einen guten Schulabschluss bekommen um vielleicht studieren zu können und ein besseres Leben zu haben.“ Gab es denn ein besseres Leben als diese Freiheit? Niemals. Ben fand die Einstellung der Erwachsenen einfach nur kurios. Er konnte sich niemals vorstellen wie seine Eltern zu leben. Aber auch er wurde älter und der Druck von außen erhöhte sich. Die Erwartungen der Gesellschaft sich ein Sicherheitsnetz aufzubauen, lähmten ihn. Er verlor immer mehr von sich und seiner Freude.

Er tat was erwartet wurde. Schule, Ausbildung, Heirat und Kinder. Der Kreislauf des Lebens. Nur selten noch blickte der kleine Ben mal hervor. Er piesackte den grossen Ben und zeigte ihm in seinen Erinnerungen was er verloren hatte. Aufgegeben, um so zu sein wie er sein musste. Um ein Rädchen im Getriebe zu sein.

Eine kleine Träne verliess seine Augen, als er seinen Sohn beim Spielen beobachtete. Ganz stolz fuhr er mit seinem kleinen Rad die Auffahrt hoch und runter, ohne zu wissen dass es irgendwann vorbei sein würde. Ohne zu bemerken, dass er auch nur  irgendwann in das Getriebe eingeführt werden würde.

299/300