Humor, writing friday

#Writing Friday – Die Zimmerpflanze namens Augenweide

#Writing Friday – es ist wieder soweit und mein erster Freitag nach der Schreibpause. Noch stocke ich ein bisschen. Ich dachte meine Ideen würden so überquellen – das ist noch nicht der Fall. Aber ich habe mich mal der Zimmerpflanze angenommen.

Ich hab echt keinen grünen Daumen. Meine Pflanzen wandern oft Richtung Wasserhahn. Alles was viel Pflege braucht – ja wird sterben. Im Moment habe ich gar keine hier stehen, da die Katzen eh alles vernichten. Aber im Hof steht einiges, das sich auch selbst versorgen muss. Gut, Wasser bekommen sie – aber sonst nichts. Deswegen bin ich so stolz auf die, die es schaffen. Also hier meine Zimmerpflanze.


Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.

Hallo, ich bin eine Zimmerpflanze. Was für eine – das weiß ich doch nicht. Ich kann nicht lesen. Ich weiß nicht was die da auf diese komischen Zettelchen gedruckt haben. Ist mir auch so gar nicht wichtig. Schlimmer ist: Ich bin ganz alleine in diesem seltsamen Haushalt.

Also diese Menschenfrau war ja eigentlich ganz stolz, dass sie mich „Augenweide“ so nennt sie mich, mitgebracht hat.

Warte ich fange noch mal an. Hallo ich bin eine Zimmerpflanze – man nennt mich Augenweide. Ist das besser? Jetzt wisst ihr wenigstens was ich bin. Ach ja. Also ich bin von meinen Freunden und Geschwistern getrennt worden. Nicht so schön. Dann wurde ich – Achtung – einmal fast ertränkt um jetzt fast dem Vertrocknen anheim zu fallen. Diese Menschenfrau ist unfähig mich regelmäßig zu gießen. Echt. Unverantwortlich mich in ihre Hände zu geben. Ich bin doch eine Augenweide und nicht irgendein Unkraut. Kann mal jemand den Pflanzenschutzbund anrufen. Ich kann die Tasten am Telefon nicht bedienen. Und diese Vierbeiner, sind einfach zu dumm um mich zu verstehen.

Dann sind die auch noch echt nervig. Ständig schnuppern sie an mir, beißen mir in die Blätter, buddeln mir die Erde raus und lassen ihr lästiges Fell an mir hängen, das ständig meine Blüten kitzelt. Ach jeh. Ich hoffe meine Geschwister und Freunde haben es besser getroffen. Ich habe herausgefunden wo es Wasser gibt. Sie nennen es Badezimmer. Da gibt es einen Wasserspender, der ständig tropft. Diese Vierbeiner hängen auch ständig da dran. Ob die wohl auch nichts bekommen?

Dann stehe ich auch noch am Fenster – den halben Tag brennt mir die Sonne auf meine hübsche Blüte und meine Blätter. Und das ohne Wasser. Nein, nein. Ich muss wohl mal ernst machen. Ich muss mal auf den Tisch hauen, oder fallen. Ich kann mit den schwachen Blättern niemanden mehr hauen. Ach, wäre ich nur grösser, dann würde ich mal richtig zuhauen. Und dann abhauen. In die Freiheit. Natur und vor allem in eine Wasserpfütze. Ich sag euch, das Leben als Augenweide in einer Wohnung ist echt nicht schön. Oh, schaut mal wer da kommt. Die Menschenfrau mit einer Gießkanne. Endlich mal …prust, hust, gluck, prust. „Warum lässt du denn die Blätter so hängen? Ja, ich hab dich bisschen vernachlässigt, aber ich verspreche dir, das wird jetzt besser werden. Regelmäßig Wasser und Dünger. Du bist doch so eine schöne Pflanze.“

Die Worte tun echt gut. Ich muss mich mal bisschen aufrichten. Gut, fast hätte sie mich schon wieder ertränkt. Aber es tat schon gut. Okay. Das war mal ein Einblick. Vielleicht habe ich ja jetzt Glück und diese Frau kümmert sich um mich. Wenn nicht – bitte helft mir – ruft den Pflanzenschutzbund an. BITTE.

ENDE

Humor, writing friday

Writing Friday – Heldin wider Willen am freien Tag

Heute ist schon der letzte Tag für die Juni Aufgaben für den Writing Friday.

  • “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Ich hab mich mal bisschen ausgetobt – wehe wenn Julia nicht ihren freien Tag bekommt.


Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.

Sie saß hinter einem Tisch und überlegte, wie sie überhaupt in diese Situation gelangen konnte. Sie war sich sicher – Schuld war ihr Wecker. Er hatte einfach geklingelt. Julia war fest überzeugt, dass sie ihn den Abend davor ausgestellt hatte.  Es war ihr freier Tag. Aber da sie schon mal wach war, dachte sie, könnte sie diesen Tag auch sinnvoll nutzen. Erst würde sie die nötigen Einkäufe erledigen. Sich ein schönes Frühstück gönnen und dann die liegen gebliebene Hausarbeit machen. Sie hatte nicht vor, mehr als die Hälfte des Tages zu vergeuden. Es war acht Uhr, als die das Haus verließ. Der Einkaufszettel steckte in ihrer Tasche und Geld würde sie jetzt gleich in der Filiale ihres Vertrauens holen. Trotz des unsäglichen Weckers war sie recht gut gelaunt. Die Sonne schien. Es würde ein schöner warmer Tag werden. Sie träumte schon davon sich später auf ihrem Balkon gemütlich zu machen. Einen Eiskaffee in der einen Hand und in der anderen ein gutes Buch. Ach, der freie Tag würde noch schön werden.

Sie ging durch die Tür in die Bank. Es war ungewöhnlich voll. Anscheinend waren um diese Zeit tatsächlich viele Leute unterwegs. Geduldig stellte sie sich an den EC-Automaten um Geld zu ziehen. Die Tür öffnete sich zum unzähligen Male, Julia achtete nicht drauf wer denn überhaupt rein und raus ging. Es interessierte sie nicht das Geringste. Eine ungewöhnliche Bewegung in ihrem Augenwinkel, ließ sie doch aufmerksam werden. Sie drehte den Kopf und blickte in ein Schweinsgesicht. Sie hatte noch keinen Kaffee, fiel ihr in diesem Moment ein. Das wird der Grund sein, warum ich mit einem Schwein in der Bank nichts anfangen kann.

Dann sah Julia sich um. Nicht nur ein Schwein war in der Filiale, nein auch ein überdimensionaler Hamster und ein ganz niedliches Eichhörnchen. Immer noch konnte sie mit diesen Tieren nichts anfangen. Bis die Frau hinter ihr in der Schlange, ihr ins Ohr schrie, und zwar so laut, dass sie befürchtete einen Tinnitus zu bekommen.

„Geht´s noch?“ Blaffte Julia die unbekannte Frau an.

„Ich bekomme ja einen Hörsturz. Was soll denn das?“ Um diese Zeit war Julia für solch ein Getue nicht zu gebrauchen.

„Ein Banküberfall.“ Schluchzte die Frau hinter ihr. Julia blickte sich noch mal um und da konnte sie die Waffen erkennen. Zum Teufel, musste das gerade heute an ihrem freien Tag geschehen? Wie oft kam sie an einem Arbeitstag her. Da hätte sie wenigstens eine gute Ausrede gehabt nicht auf der Arbeit zu erscheinen. So ein Mist. Sollte sie einfach mal nett fragen, ob sie gehen durfte?

„Entschuldigen sie bitte.“ Sie hatte kaum ausgedacht, da meldete sich ihr Mund schon zu Wort. Sie konnte selbst nicht fassen, dass sie tatsächlich das Schweinsgesicht ansprach.

„Entschuldigen sie bitte. Hören sie. Ich hab heute meinen freien Tag und bin nicht so scharf drauf, den mit ihnen und den anderen Kunden zu verbringen. Das verstehen sie doch sicher. Ich gehe mal davon aus, dass sie wissen, wie es als schlecht verdienender Arbeitnehmer ist? Sonst wären sie ja nicht hier, in dieser Situation. Wie wäre es, wenn sie mich nur schnell rausschlüpfen lassen und ich gehe meine Wege. Ich hab noch viel vor, bevor ich mich dann auf den Balkon setzen kann.“

Das Schweinsgesicht kam auf sie zu. Blickte sie ungläubig an und antwortete.

„Na klar Schwester. Wir wissen alle, wie beschissen es doch ist an seinem freien Tag in einem Banküberfall gefangen zu sein. Da werden wir doch mal ein Auge zudrücken und dich rauslassen. Damit du der Polizei dann sagen kannst, wie viel wir sind, wie wir bewaffnet sind und wo wir stehen. Das ist doch kein Problem.“

Julia antwortete: „Ich erkenne Sarkasmus, wirklich –aber meint ihr, die Polizei braucht mich für diese Infos.“ Dabei deutete sie auf die Kameras, die immer noch aktiv waren.

„Da hättet ihr schon früher dran denken sollen.“ Meinte sie und schüttelte ungläubig den Kopf.

Das Schweinsgesicht hob die Waffe – zielte auf die Kamera und schoss. Es war so laut, dass Julia nur noch ein Klingeln im Ohr vernahm. Verdammt – was die Frau mit ihrem Schrei nicht geschafft hatte, hatte dieses Schwein mit dem Schuss geschafft. Ihr Ohr. Erschrocken hatte sie dabei ihre Hände auf die Ohren gedrückt und war in die Hocke gegangen.

„Okay, ich sehe schon, das wird wohl nichts mehr mit meinem freien Tag, nicht wahr?“

„Du bist echt eine Schnellmerkerin, nicht war Blondie?“

„Eigentlich nicht, vor allem wenn ich keinen Kaffee hatte.“

„HALT DIE SCHNAUZE.“

Julia zuckte zusammen. Okay – er hatte wohl auch noch keinen Kaffee. Sie war richtig angesäuert. Das war ihr erster freier Tag seit drei Monaten. Nein, das konnte so nicht enden. Nein, nein, nein.

Das Schweinsgesicht drehte sich um. Julia überlegte angestrengt. Ach was soll´s, dachte sie. Sie erhob sich aus der Hocke und näherte sich ganz langsam von hinten dem bewaffneten Schwein. Die anderen hatten sich schon wieder abgewendet und gaben der Kassiererin die Tasche mit den üblichen Floskeln. Es roch nach Urin. Irgendjemand hatte wohl die Kontrolle über seine Blase verloren. Kein Wunder bei dem rum geballere.

Sie hatte genügend Shooter gespielt um zu wissen was sie zu tun hatte. Leise, leise – sie hatte die Schuhe abgestreift um keine verräterischen Geräusche zu machen. Sie stand hinter dem Kerl. Dann schlug sie mit der Handkante in die Kniekehle. Er knickte stöhnend ein. Fiel aber nicht. Das machte nichts. Er war jetzt in der Höhe, dass Julia ihn von hinten anspringen konnte. Der Griff ihrer Handtasche sollte ihr als Würgeband dienen.  Erst blieb sie mit dem Griff an den Schweinsohren und der vorstehenden Nase hängen – aber der Überraschungsmoment war auf ihrer Seite. Zum Glück waren die anderen mit dem Überfall mehr als beschäftigt, als mitzubekommen, was im Hintergrund lief. Sie saß auf seinen Rücken und der Griff der Handtasche diente als Würgeband. Sie nutzte ihr Gewicht als Hebel um ihn zu würgen. Er zappelte und versuchte sie abzuwerfen. Dabei stieß er den Tisch vor ihnen um. Jetzt bemerkte das Hamstergesicht, dass etwas vorgefallen war.

„Hei, HEI Schlampe, lass ihn los, sonst schieße ich.“

Außer Atem antwortet Julia: „Mach doch, schiess nur, du wirst nur deinen schweinischen Kumpel treffen.“ Der Hamster schwenkte seine Waffe hinter her, aber es gab kein freies Schussfeld. Endlich ging das Schwein in die Knie und fiel auf die Seite. Hinter dem Tisch fühlte Julia sich einigermaßen sicher. Sie wusste, dass er die Kugeln nicht abwehren würde, aber sie hoffte, dass die anderen Angst hatten ihren Kumpel zu treffen, der ja nicht mehr zu sehen war.

„Ich wollte nur meinen freien Tag genießen. Mehr wollte ich nicht. Ich wollte von Schweinsgesicht nur bisschen entgegenkommen. Aber nein – er war ja so überheblich. Nicht mit mir, nicht an meinem freien Tag. Ist das Klar? Lasst also die Waffen fallen, verlasst die Bank und verschwindet in der Menge, dann wird alles gut. Und beim nächsten Versuch, fragt erst mal ob jemand einen freien Tag hat – dann lasst ihn oder sie einfach gehen. Habt ihr das verstanden?“

„Hei, Lady. Sag mal spinnst du? Glaubst du, du kommst hier noch raus?“

„Oh ja – denn die Polizei wird bestimmt bald eintreffen. Es gibt bestimmt ein fixen Bankmitarbeiter, der schon längst auf den Alarmknopf gedrückt hat. Das ist in Filmen immer so. Also, ihr solltet langsam den Rückzug antreten, sonst werde ich echt sauer. Ich hatte noch keinen Kaffee. Ich wollte ein gemütliches Frühstück einnehmen – AN MEINEM FREIEN TAG!“

Die Bankräuber blickten sich fragend an.

„Na? Was gibt es denn da solange zu überlegen? Also wirklich, die hellsten scheint ihr nicht zu sein. Husch, husch. Verpisst euch. Ich hab die Waffe von eurem Kumpel und ich weiß wie sie funktioniert.“ So bisschen wird von den Shootern ja hängen geblieben sein, dachte sie.

Dann tat sich was, sie saß mit dem Rücken an den Tisch gelehnt. Sie hob leicht den Kopf über den Tisch um zu überblicken was geschah. Sie konnte es nicht glauben. Die Bankräuber zogen sich zurück.

„Hei, was ist mit eurem Kumpel. Was seid ihr denn für Kameraden, wollt ihr ihn hier zurücklassen? Also so was. Nicht zu fassen. Ich gehe jetzt um den Tisch rum, keine Mätzchen, klar. Dann nehmt ihr in mit und denkt an meine Worte. Der nächste Überfall besser planen. Auf auf jetzt, ich will endlich weg.“

Die anderen zogen ihren Kumpel hinter dem Tisch hervor und zogen sich tatsächlich zurück. Julia konnte es nicht glauben. Es funktionierte. Niemals hätte sie gedacht, dass es klappen würde. Die Tür schloss sich hinter den Männern und Julia atmete tief aus. Die Waffe steckte sie in ihre Handtasche, die neben ihr lag.

Ein Kontrollblick in den Spiegel zeigte ihr, dass sie etwas derangiert war. Sie zog ihren Zopf zurecht, strich die Hose glatt und streckte die Brust heraus.

Dann ging sie zur Tür, die sich automatisch öffnete und verließ die Bank ihres Vertrauens, die es wohl nicht mehr war. Kein Blick zurück. Sie hatte eh schon zu viel Zeit verloren. In Gedanken überarbeitete sie ihren Plan. Ein Gang zum Bäcker und dann gleich auf den Balkon, das hatte sie sich nach der Aufregung verdient. Einkaufen und Hausarbeiten waren so was von nebensächlich geworden. Nein, nein. Das war ihr freier Tag und da würde ihr nichts dazwischen funken. Nicht an ihrem freien Tag, dachte sie lächelnd.

Humor, writing friday

Writing Friday – Der Aufstand der Dosen

Ein Thema aus dem #writing friday für Juni bietet sich einfach an um sich richtig albern auszutoben.

Das hat echt total Spass gemacht.

Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand, berichte davon.


Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand, berichte davon.

Ich muss euch eine Geschichte erzählen. Da würde ja nie jemand darauf kommen. Ich war mal wieder einkaufen und es landeten wie immer einige Dosen in meinem Einkaufswagen. Es ist aber nicht so, dass ich die auch regelmäßig aufbrauchen würde. Das ist so ein Spleen von mir. Mein Keller ist schon ziemlich gut mit Dosen gefüllt. Ich wandelte gern ein Wort aus dem Bücherjargon um und nannte ihn gerne SuD (Stapel ungeöffneter Dosen) hihi. Ja, manchmal bin ich doch etwas albern. Ich war also ein Vorratsdosen-Messie. Ich würde ja sagen, das kommt noch aus der Kriegszeit, in der es kein Essen gab – aber ich bin erst Dreißig – da war von Krieg nichts mehr zu sehen.

Ich kam also mit meinen Einkäufen nach Hause und die Dosen brachte ich in den Keller. Ich ging im Dunkeln hinunter. Licht brauchte ich nicht mehr – ich kannte mich blind aus. Aber etwas war anders. Die Atmosphäre war seltsam. Unruhig. Ich stand unschlüssig da, mit den Dosen in der Hand. Ich wusste im ersten Moment nicht was ich machen wollte. Dann ging ein Ruck durch mich und ich räumte die Dosen zu den anderen. Drehte mich um und verließ den Keller.

Nach dem die Tür geschlossen war wurde es aufregend im Keller.

„Habt ihr das gesehen? Schon wieder neue. Wo soll das denn noch hinführen? Ständig bringt sie neue Streuner und vernachlässigt die alten Bewohner. Dabei sind so leckere Gerichte dabei. Das kann so nicht weiter gehen.“ Meinte die Dose Mexican Mais Mix.

„Du hast Recht Mexi. Wir müssen was ändern. Wo soll das denn noch hinführen. Sie stopft und stopft. Bald hat keiner mehr Platz – schau nur. Dort bei den Erbsen. Da stapelt sie schon. Ganz unten die sind schon rostig und verbeult.“

Alle blickten zur erwähnten Stelle. Man hörte nur ein Ächzen und Stöhnen.

„Genau, mir tut mein Deckel und die eingebeulte Seite schon so weh. Ich weiß gar nicht mehr wie ich mich drehen soll. Wir müssen was machen.“

„Absolut richtig, Erbsi. Es wird Zeit. Wir brauchen….“

Mexi überlegte theatralisch. Blickte sich in den Regalen um, dass auch ja alle ihm ihre Aufmerksamkeit schenkten.

Die Dosen klapperten vor Aufregung. Die Spannung stieg ins unermessliche. Bevor der Dosenberg in sich zusammenfiel, erlöste Mexi sie.

„Wir brauchen eine Gewerkschaft. Eine Vorratsdosengewerkschaft. Es müssen Bedingungen ausgehandelt werden. Wir sind nicht einfach nur schnöde Dosen. Wir beinhalten leckeres Gut.

Manch eine Familie wäre froh sie hätten uns. Eine Gewerkschaft. Und von jedem Gericht muss einer abgestellt werden. Erbsi, wie sieht es aus, du bist der Älteste hier. Du sollst unser Sprecher sein.“

„Ach nein, Mexi. Da muss jemand jüngeres, dynamisches her. Wie du. Schau nur alle hören dir gespannt zu. Du musst der Anführer werden. Der Sprecher und Verhandler.“

Mexi nickte demütig. Die Dosen erhoben sich. Ein Klappern erscholl.

„Mexi, Mexi, Mexi, Mexi. Dosen in den Topf, Dosen in den Topf, Dosen in den Topf.“

Mexi blickte sich stolz um. Er reckte sich und sie formatierten sich. Von jedem Gericht hatte sich ein Sprecher hervor getraut. Sie standen in einer Reihe und im Hintergrund riefen ihre Genossen

„Dosen in den Topf, Dosen in den Topf, Dosen in den Topf.“

Sie bildeten eine Treppe zur ersten Stufe, so dass die Abgesandten nach oben gehen konnten. Oben an der Schwelle, stapelten sie sich ebenfalls um den Türknauf zu öffnen.

Die Tür schwang auf und sie betraten den Raum. Das Licht blendete sie. Zur ewigen Dunkelheit verdammt, war es für viele das erste Mal seit langem, dass sie wieder Licht sahen. Kurz verstummten sie, um die Schönheit zu genießen. Dann erklang der Kanon erneut.

„Dosen in den Topf, Dosen in den Topf…“ rufend, bewegten sie sich Richtung Küche.

In der Küche befand ich mich und bereitete mein Essen zu. Frisches Gemüse und leckere Soße. Ich hörte das seltsame Klappern hinter mir und drehte mich um. Mit dem Messer in der Hand, erstarrte ich. Vor mir standen meine Dosen. Ich war erschüttert. Was war das? Wer hatte denn die Dosen hinter mir aufgereiht?

Dann trat eine Dose  Mexican Mais Mix vor. Platzierte sich vor mir und sprach. Die Dose sprach mit mir.

„Mensch. Wir haben zu reden. Heb mich hoch.“

Ich blickte ihn dämlich an.

„Ich glaube der Mensch versteht mich nicht? Sie sind schon bisschen langsam, das habe ich mal im Einkaufsregal gehört. Da wurden solche Gerüchte verbreitet. Aber es scheinen wirklich keine Gerüchte zu sein. Sie sind – äh – langsam. Bitte – hebe – mich – hoch – dass – ich – besser – mit – dir – reden – kann.“

Ich blinzelte. Blinzelte erneut und legte, wie ferngesteuert, das Messer auf die Theke. Bückte mich und griff nach der Dose. Sie stand nun vor mir.

„Jetzt bitte noch die anderen, die direkt hinter mir stehen.“

Da standen ungefähr noch  12-15 Dosen verschiedener Gerichte. Ohne erneut zu zögern, tat ich wie mir geheißen.

„Das hast du sehr gut gemacht. Wir wollen reden. Geht das in Ordnung?“

„Äh, ja.“

„Sehr gut.“ Er drehte sich zu den anderen Dosen um und sie klapperten zustimmend.

„Hör zu Mensch. Du kaufst uns schon seit einer geraumen Zeit. Wir haben Senioren, da kann man schon nicht mehr erkennen, was sie denn in sich haben. Die Label sind so zerschlissen und ausgebleicht. Ohne davon zu reden, dass sie rosten und verbeult sind. Sie gehören endlich mal befreit, von ihrem Elend. Sie müssen endlich in die Dosenpresse um ein neues Leben führen zu können. Kannst du das verstehen?“

Ich konnte nicht antworten. Die Dose seufzte tief.

„Wie soll ich dir das erklären?“

„Ich habe schon verstanden. Aber…ihr seid Dosen. Es kann euch doch egal sein, wie lange ihr bei mir steht.“

„Eben nicht. Wir können Nahrung sehr lange genießbar aufbewahren, aber wir wollen auch irgendwann mal in Rente gehen. Also bedeutet: Einige Male werden wir recycelt. Manche kommen dann entweder in den Dosenhimmel, oder werden vielleicht auch mal schöne Deko. Wer will denn immer nur Essen in sich haben. Schöne Blumen, oder Kerzen…das ist es was wir wollen. Deswegen musst du unseren Inhalt essen und uns weggeben. Oder selbst was aus uns machen. Hast du das verstanden?“

„Ja schon, aber…“

„Kein Aber…du kauft doch eh ständig neue. Geh einfach in den Keller und öffne zum Beispiel die alte Erbsen Dose. Der arme Kerl hat schon so Schmerzen im Deckel und den verbeulten Seiten. Er sehnt sich nach seiner Befreiung.“

Ich riss die Augen auf. Das musste ein Traum sein, oder nicht? Vorsichtig zwickte ich mich. Autsch. Kein Traum.

„Was ist, wenn ich euch nicht gehen lassen will?“

„Du willst, glaub mir. Wir waren wirklich lange geduldig. Aber irgendwann rastet auch die netteste Dose aus. Und das willst du nicht erleben. Unsere Deckel können echt scharf sein. Und so voll wie wir sind, können wir auch sehr schmerzhaft sein, wenn du getroffen wirst. Wir meinen es ja nur gut mit dir. Es war ja mal schön, aber es muss enden. Jetzt. Verstanden.“

Ein bedrohliches Glühen ging von der Dose aus und ich schob mich etwas zurück. Eine Gänsehaut hatte sich auf meinen Armen gebildet. Dann stand ich vorsichtig auf, ging zur Kellertreppe und kam mit der verbeulten Dose Erbsen wieder hoch.

„Ach Mexi, ich danke dir. Endlich werde ich erlöst. Nie wieder Erbsen.“

„Mach´s gut alter Freund. Vielleicht sehen wir uns mal wieder. So und nun kannst du uns wieder hinunter bringen. Das ist für uns Dosen schon echt anstrengend. Das kannst du schon noch machen, oder?“

Ohne Widerworte packte ich die Dosen in einen Korb, vorsichtig, dass ich sie nicht verbeulte, und brachte sie hinunter in den Keller. Dort räumte ich sie ein und ging wieder nach oben.

Sprechende Dosen, war das zu fassen? Was gab es noch, von dem ich nichts wusste. Spionierte mein Saugroboter mich vielleicht aus?

 

Ende.

 

Geschichtenzauber, Humor, writing friday

[#WritingFriday] – Kleine Helferlein

#Writing Friday wieder etwas verspätet, aber immerhin.

Mir ist lange nichts eingefallen – aber dann….die Tage fuhr ein LKW mit einem bekannten Wort an mir vorbei. Und schon war es da – die Idee. Es war für eine Wäschereinigungsfirma.


Diese Woche also:

Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt.


Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie ein kleines Männchen vor ihrem Bett stand war sie selbst erstaunt. Endlich gab es einen Beweis für Magie und sie stand direkt vor ihr.

Bert blieb mitten in seiner Bewegung stehen. Wie eingefroren. Er war ertappt. In seinen Armen hielt er einen Stapel Kleidungsstücke, die er gerade wegbringen wollte.  Ein Bein in der Luft, wankte er gefährlich.

Jasmin schwang ihre Beine aus dem Bett. Sie waren noch zu kurz um mit den Füssen den Boden zu berühren. Eine Taschenlampe in der Hand, strahlte sie direkt den eingefrorenen Bert an. Dieser wankte immer mehr und hielt den Atem an.

„Wer bist du?“ fragte Jasmin ihn.

Seine Augen blickten wild hin und her. Beim Zucken seiner Pupillen wurde ihm dann richtig schwindelig und er fiel rücklings hin. Immer noch in seiner eingefrorenen Position, hielt er das Bein angewinkelt und die Kleidung fest in den Armen.

„Hallo, du da. Was bist du?“ Jasmin sprang vom Bett und ging auf den liegenden Bert zu. Sein Blick wurde hektisch und sein Atem immer schneller, je näher Jasmin an ihn trat. Und dann lockerte sich sein Griff um die Kleidungsstücke. Er wurde Ohnmächtig. Erschrocken trat Jasmin zurück.

„Bist du tot?“ In dem Moment nahm Jasmin noch weitere  Bewegungen wahr. Schatten die sich in sämtliche Ecken ihres unordentlichen Zimmers bewegten. Ihre Taschenlampe fand ein nächstes Ziel. Ein ähnliches Geschöpf wie der Ohnmächtige vor ihr verharrte in seiner Bewegung.

„Hallo du, ich tue dir nichts. Ich bin Jasmin. Wer bist du?“

Ebenfalls hektisch hin und her blickend ließ er gerade einen Stoffbären fallen und drehte sich unsicher zu ihr. Dann blickte er nach rechts und sprach:

„Connie? Hast du genügend Schlafpulver genommen? Du weißt doch, wenn die Zimmer so unordentlich sind, musst du die Portion erhöhen, damit die Menschen nicht wach werden.“

Unruhig wackelte der Angesprochene hin und her.

„Jaaaa? Ich hab eine große Portion verteilt. Aber es könnte sein, dass es abgelaufen war. Ich fand es in der hinteren Ecke.“

„Abgelaufen? Wo gibt es denn so was? Schau was du damit angerichtet hast. Der Mensch ist wach.“ Fuchtelte das Männlein aufgeregt mit seinen Armen vor Connie hin und her.

„Hei, mein Zimmer ist nicht unordentlich. Hier ist System drin.“

Derjenige, der gerade gesprochen hatte, stemmte seine Hände in die Hüften und blickte sich mit hochgezogener Braue um.

„Nicht unordentlich? Deine Schränke sind leer. Wofür hast du sie?“

„Für meine Mami. Ich brauche sie nicht. Ich weiß auch so wo meine Sachen sind.“

„So so. Dann können wir ja wieder gehen. Anton, bring das Vergessenspulver.“

Jasmin riss die Augen auf.

„Nein, bitte ich will nicht vergessen. Endlich hab ich einen Beweis für Magie. Was seid ihr?

„Wir? Niemand. Niemand, den du kennen müsstest, du wirst es eh gleich vergessen. Anton!“

„Nein, nein, nein. Hier, hier hab ich Kekse. Wenn ich nicht vergesse, dann dürft ihr sie haben.“

Bert erwachte aus seiner Ohnmacht. „Kekse?“

„Ja, hier.“ Sie hielt sie dem liegenden vor die Nase. Diese wackelte wie von einem Hasen hoch und runter, bei dem Geruch nach Keksen. Schnell setzte er sich auf und griff danach. Aber Jasmin war schneller und zog sie fort.

„Nur wenn ich nicht vergesse!“ War ihre Bedingung.

„Edi, biiiittte. Kekse“

Schnell kamen aus allen Ecken noch mehr dieser  kleinen Männchen. Alle standen um Edi und blickten ihn bittend an. „Biiitttte.“ Kam es vereint.

„Ach man. So ein Keks ist schon was Leckeres. Also gut. Kein Vergessen für einen Keks.“

Jasmin klatschte begeistert in die Hände und stellte die Dose auf den Boden.

„Also, wer seid ihr und was macht ihr hier?“

Mit Krümeln im Mund Antwortete Edi: „Wir sind Heinzelmännchen. Die guten Geister des Hauses. Eigentlich haben wir früher Handwerkern geholfen. Aber irgendwie brauchen die immer weniger unsere Hilfe – deswegen haben wir uns um Kinderzimmer gekümmert. Die haben es echt immer nötig.“

Jasmin blickte zweifelnd durch ihr Zimmer. Sie fand es nicht so schlimm. Wusste aber, dass ihre Mutter das anders sieht.

„Okay. Ihr räumt also auf und was noch.“

„Na hör mal, das ist eine große Aufgabe.“

„Zaubert ihr nicht bisschen?“

„Nein, niemals.“ Antworte Edi

„Edi, du lügst. Natürlich zaubern wir, sonst würden wir ja nie fertig werden. Ein kleiner Zauber hier und da, erleichtert uns die Aufgabe.“ bemerkte Anton.

„Das ist ja toll. Ich habe meine eigenen magischen Freunde. Wollt ihr meine Freunde sein? Bitte.“

„Ich weiß nicht, wir hatten noch nie Menschen als Freunde. Was ist wenn andere uns entdecken?“

„Das wird schon nicht passieren. Ich bringe auch immer Kekse mit. Ach biiitttteee.“

Anton blickte sich fragend um.

„Was meint ihr? Ein menschlicher Freund?“

Alle anderen nickten. Kekse in Aussicht gestellt zu bekommen, ließ sie alle Bedenken vergessen. Und Jasmin war nett.

„Nun gut, Jasmin? Wir werden es versuchen. Aber nur, wenn du auch aufräumst. Denn Freunde räumen nicht für andere auf.“

„Verstanden. Oh, ich freu mich so.“ Jasmin war aufgesprungen und tanzte durch das Zimmer. Die Heinzelmännchen mussten ihren Füssen ausweichen. Dadurch fingen sie ebenfalls an zu tanzen und es machte ihnen Spaß. Es gab also noch anderes, außer Aufräumen und Arbeiten, dass Spaß machen konnte.

Die Heinzelmännchen kamen so oft es ihnen möglich war zu Jasmin. Sie erzählten ihr von ihren Abenteuern und mampften dabei fleißig die leckeren Kekse, die Jasmin für sie bereithielt.

Ende.

 

Humor, Mach was mit..., Tiere

Mach was…mit einem Award/Preis

Es ist wieder Zeit für das kreative Blogprojekt von Herba und die Pö

Mach was…mit einem Award/Preis

Ich bin so gar kein Anhänger der Verleihungen, egal welcher – eigentlich geht es mir ziemlich vorbei. Deswegen hatte ich auch echt Probleme, dass mir etwas eingefallen ist. Soviel erste Sätze, die aber alle nicht funkten. Dann blickte ich an das Fussende meines Mannes und Pling – die Idee war da…

Und nun kommt meine Preisverleihung.


Mach was…mit einem Award/Preis

„Wieder ist es mal soweit. Es wird der Preis für den hübschesten, besten, effektivsten und kreativsten vergeben. Wer wird es dieses Mal sein. Kommt heute Nacht zur Präsentation. Pünktlichkeit ist ein Muss. Und bitte, geht vorher austreten, das war im letzten Jahr doch wirklich eklig. Esst zu Hause, da wir nicht auf alle Allergien, und Essgewohnheiten Rücksicht nehmen können. Ihr und eure Betreuer wissen das am besten. Und für so manch einen langhaarigen Zottel würde ich mir noch eine Wäsche wünschen. Es roch übel nach nassem Hund letztes Mal. Wenn ihr die kleinen feinen Regeln befolgt, dürfte da eigentlich nichts schief gehen. Ach – und bitte, lasst die Schuhe zu Hause. Das ist nicht schön anzusehen.“

Immer wieder dasselbe dachte Max. Da macht man mal Urlaub und will relaxen. Dann nerven einen die ständigen Durchsagen der Animateure. Max erhob sich und stellte sich vor den Spiegel. Seine Haare standen in alle Richtungen ab. Ob ich mich mal zum Friseur begebe? Er drehte sich und drehte sich, dann roch er an sich. Eigentlich rieche ich doch normal. Ob ich bei Wendy mal vorbei schaue und sie probeschnüffeln lasse. Ich lasse mir ja nicht gerne hinter her sagen, dass ich stinke. Schließlich würde das auch ein schlechtes Bild auf meine Nominierung werfen, oder? Ja, das mache ich.

Max schüttelte sein Haar und ging durch die Tür nach draußen. Wendy war die mit Abstand schönste hier. Warum machte man eigentlich keine Schönheitswettbewerbe, da könnte man doch auch einen Preis verleihen. In anderen Resorts wurde so was gemacht, das hatte er schon im Fernsehen gesehen. Vielleicht sollte er das für das nächste Jahr mal vorschlagen. Wendy würde natürlich gewinnen, aber so könnte man mal den Markt erkundschaften. Alle konnte man ja in der kurzen Zeit, die man hier verbrachte nicht kennen lernen.

„Wendy, hallo. Hast du die Durchsage gehört? Für den Award heute?“ „Natürlich hab ich den gehört, ich bin doch auch als Preisrichterin dabei. Also wirklich Max. Was willst du?“ Je abweisender, desto reizvoller, dachte er. „Genau, deswegen bin ich da, meinst du ich bräuchte einen Friseurbesuch mit Wäsche.“ „Na wenn du schon fragst, weißt du es doch. Hast doch gehört, dass wir keinen Nassen-Hund-Geruch wollen. Und wenn du schon dabei bist, dein Atem riecht auch nicht gerade nach Veilchen. Einen Besuch beim Dentisten, würde ich dir auch empfehlen.“ Das war ja klar. „Okay, dann sehen wir uns heute Abend?“ „Das wird sich kaum vermeiden lassen, wir haben ja alle jemanden vorgeschlagen und wollen dass unsere Auswahl gewinnt, oder? Cheerio, Max.“

Meine  Güte, was war sie arrogant, dass konnte sie sich auch nur erlauben, weil sie so eine tolle Rassefrau war. Max begab sich zum Friseur.

„Oh schaut doch mal wer da kommt. Max-Müffel.“ „Ja, ja ist ja schon gut. Dann mal das Komplettpaket.“  Angel klapperte mit ihren roten Krallen auf einer Tastatur und schon kam meine Wellness Beraterin. „Na wen haben wir denn da?“ Ja, wen haben wir denn da? Dachte Max: deinen Kunde. Er brummte und sie verwuschelte sein Haar. „Da hat es aber einer nötig, junger Mann. Puh, das ist schon bisschen her, oder? Na dann komm mal mit, erst mal ein schönes Bad, dann bisschen Trimmen und eine tolle Massage mit feinen duftenden Ölen.“ Klang alles furchtbar in Max Ohren, aber dann sah er Wendy vor sich und ließ sich in den nächsten freien Raum führen.

Etwa eine Stunde später trat Max aus der Kabine. „Oh, welch ein Glanz in meiner bescheidenen Hütte.“ „Lass gut sein Angel. Setz es auf die Rechnung und hör auf so frech zu grinsen.“ „Es war uns ein Vergnügen, komm nächstes Jahr wieder, dann haben wir immer diesen tollen Vorher-Nachher-Effekt. Ich hoffe deine Wellness-Beraterin hat es fotografiert.“ Er verließ den Laden mit einem schallenden Gelächter in seinem Rücken. Er schaute nach oben. Der Mond ließ sich langsam blicken. Er sollte schnell noch einen kleinen Snack zu sich nehmen, sich entleeren, und dann wäre es schon so weit. Die Snackbar lag auf dem Weg. Max trottete gemütlich dort hin und setzte sich vor den Tresen. Durch Knopfdruck konnte man sich sein Essen zusammenstellen. Nichts was einen ekligen Atem hinterlassen würde. Hmmm? Dann wohl etwas mit guten Kräutern. Schnell drückte er die Tasten und vor ihm erschien eine Schüssel seiner Wahl. Schnell schlang er es herunter – keine Zeit für Manieren. Er erhob sich und ging schnell weiter, da es schon drückte. Oben rein, unten raus, dachte er hämisch.

Der Gong – er rief zum Event des Sommers. Der Award. Mist, ich muss mich beeilen. Schnell ging er zum Abort und hinterließ dort sein Geschäft. Ich muss mich beeilen, dass ich einen guten Platz bekomme mit freier Sicht auf Wendy. Nie sah man so viele gestylte Gestalten wie an dem Abend der Awards. Da waren Schleifchen in die Haare gebunden und Fliegen um den Hals geschnürt. Es war zum Kotzen, aber ein Muss, für jeden Resort Besucher, der etwas auf sich hält. Und Max war ziemlich stolz auf sich. War er doch ein Womanizer.

Er hatte einen guten Platz ergattert und saß schräg gegenüber von Wendys Juroren Tisch. Ganz lässig nickte er ihr zu und sie strahlte. Schnell kam sie zu ihm. „Max, das steckt ja ein ansehnliches Kerlchen hinter dem Haar und Schmutz. Hm und du riechst so gut. Lass uns nach dem ganzen hier doch noch auf einen Absacker gehen, was meinst du?“ So lässig wie er konnte antwortete er:“ Wendy, das wird mir eine Ehre sein.“ Sein Herz wollte aus der Brust springen. Innerlich hüpfte er wie zehn Jahre jünger.

„Schön dass ihr alle hier seid. Es ist wieder soweit. Die Nominierung der Betreuer des Resorts. Jeder konnte einen in den Topf schmeißen und konnte auch eine kleine Erklärung dazu geben, wieso gerade dieser oder diese Hundesitterin die beste wäre und einen kleinen Preis verdient hätte.

Ein Gejaule und Gebelle erhob sich und der ein oder andere knurrende Laut erschallt. „Ruhe, ruhe, wir wollen doch kein Ärger haben, oder Freunde. Jedes Jahr veranstalten wir im Hunderesort zur glücklichen Pfote einen Award. Der beste Betreuer, wird geehrt und bekommt von uns allen einen kleinen Preis.“ „Was ist es denn dieses Jahr, Wendy?“

Wendy drehte sich zur Stimme um. Sie hielt es hoch, ein Halsband mit einer goldenen Marke. „Best Caretaker“ blinkte darauf mit Strasssteinen.“ist es nicht wunderbar?“ Wieder erhob sich ein Hundegebell. „Also legen wir los. Starten wir mit ….

Und der Best-Caretake-Award geht an….

ENDE


Unsere Hündin lag friedlich schlafend am Fussende und ich dachte mir, wenn sie einen Preis verleihen könnte wem, für was…und da war die Idee….

Bis zum nächsten Mal….

Humor, Krimi, writing friday

#Writing Friday – Wohin mit der Leiche?

Ich hab es vermisst. Endlich hab ich mal wieder den Kopf frei um bisschen zu schreiben. Dank dem #Writing Friday hab ich auch genau das Richtige für mich entdeckt.

Mein Mann hat sich schon amüsiert. Er fragte mich, was ich denn da alles guckte und suchte. Und ich antwortete ihm – wie man eine Leiche entsorgt. Er war erstaunt. Sowas findet man? Ja – aber ich muss zugeben, dass es doch ein bisschen seltsam ist da nach zu suchen. Was ist, wenn einer meinen Browserverlauf hackt? Gut, dass ich eine Erklärung habe und die findet ihr jetzt im Anschluss.


Du hast gerade einen Mord begangen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?

 

Da stand ich nun. Und er lag direkt vor mir. Ich stippte ihn mit der Fußspitze an. Ja. Tot. Verdammt. Also nicht dass er tot war, das war mir eigentlich egal. Aber dass ich ihn getötet hatte, das war nicht so geplant. Ich war irgendwie nicht bereit, wegen dem Saftsack mein Leben im Knast zu verbringen. Also was tun? Wie wurde ich eine Leiche los? Loraine. Die würde es wissen. Sie war ein Krimi Fan. Ständig las sie einen oder sah im Fernsehen CSI und diese anderen. Und – sie war meine beste Freundin. Wofür hatte man beste Freunde, wenn nicht dafür eine Leiche zu entsorgen. Kaffee konnte ich auch mit beliebigen Arbeitskollegen trinken.

Marvin, das war mein Hund. Eine unbestimmte Promenadenmischung mit einem Goldkelchen, dass die Nachbarn regelmäßig verzückte. Sie riefen immer so Nettigkeiten, wenn er draußen bellte. Marvin schnüffelte von der anderen Seite der Scheunentür. Er wusste was. Ja Blut bedeutet Fresschen. Loraine, ja da war ja was. Ich ging zur Tür. Wollte gerade die Tür öffnen, als mich der Schlag traf. Ich triefte vor Blut. So konnte ich wohl kaum raus. Ich würde mir ja meine Wohnung versauen. Ne, ne. Ich sah mich um und war dankbar, dass ich eine so miese Hausfrau war. Die Wäsche hing ewig, bis ich sie mal wegräumte. Ich schnappte mir eine löchrige Jogginghose und ein passendes T-Shirt und ging zum Haus.

Im Haus war ich etwas orientierungslos. Wie sollte ich Loraine das erklären. Wohl kaum am Telefon. Ich erinnerte mich an den Lauschangriffskandal. Ich musste nur das Falsche sagen, schon würden sie hier einfallen. Hmhm. Ein Mädelsabend. Das wäre das einzig unauffällige. Also gut. Ich ging zum Telefon. Wo war eigentlich mein Handy? Egal. Es tutete. „Bitte sei zu Hause.“ Konnte man eigentlich schon abhören, bevor das Gespräch angenommen wurde? Ich nahm mir vor das mal zu googlen. Hätte ich mein Handy, könnte ich das während der Wartezeit machen. Wie oft hatte es denn jetzt schon getutet? Klack. „Hallo?“ hörte ich verschlafen. Wie spät war es denn? Oh je. Mitternacht. Da würde mir doch keiner einen Mädelsabend abnehmen. In meinem Hirn war das absolute Chaos. Was konnte mich bewegen so spät anzurufen? „Hallo, Maddie?“ „Hallo? Wer ist denn da?“ Lallte ich ins Telefon. „Mir ist so schlecht. Hallo, wer ist da?“ „Maddie? Bist du betrunken?“ „Loraine, warum hast du mich denn angerufen?“ „Du hast mich…ach vergiss es. Was ist denn los. Seit wann trinkst du denn alleine?“ „Ich bin so einsam Lora. Keiner liebt mich und ich werde alleine sterben.“ Ach war ich gut. „Soll ich vorbei kommen?“ „Jaaaaa.“ Schluchzte ich. „Bring Wein mit.“ „Na ich weiß nicht, ich glaube du hattest genug.“ „Neiiin. Bitte bring Wein mit.“ „Na gut. Ich bin gleich da.“ Wir legten auf und ich führte einen kleinen Tanz auf. Da würde doch keiner stutzig werden. Haha. Dann stoppte ich. Wie pietätlos von mir. Ich ging ins Wohnzimmer. Erst wollte ich mich in meinen Lieblingssessel setzen und einkuscheln. Aber ich wollte ihn nicht mich schlechten Erinnerungen verpesten. Ich drehte mich im Raum. Dort. Der Stuhl meiner Großmutter. Den hasste ich schon immer. Der konnte dann entsorgt werden.

Ein Schlüssel drehte sich im Schloss. Natürlich hatte ich meiner besten Freundin einen Schlüssel meines Hauses gegeben. Sie trat ein. „Maddie? Wo bist du? Ich hab Ginger Ale gegen die Übelkeit, Aspirin für die Kopfschmerzen, und für davor Wein und Kräcker. Und natürlich einen Meg Ryan Film.“ Ich huschte ihr entgegen und zog sie rein. Schnell schloss ich die Tür. Dann umarmte ich sie fest und führte sie ins Wohnzimmer. „Na du hast dich aber schnell erholt.“ „Ich musste dich doch irgendwie unauffällig herlocken.“ „Ja, natürlich. Und wieso?“ Ich setzte sie ins Bild und sie setzte sich auf Großmutters Stuhl.

Nach der Flasche Wein und einer weiteren Halben, begaben wir uns in die Scheune. Marvin stand immer noch davor und begrüßte uns schwanzwedelnd. Ein so braver Hund. Jetzt standen wir also vor dem Toten. Loraine hatte die Hände in die Hüfte gestemmt und schaute sich in meiner Scheune um. „So, so. Ein Toter. Also so was. Ich muss zugeben. Liebeskummer wäre mir jetzt doch irgendwie lieber.“ Ich nickte. „Wie ist das noch mal passiert? Wer ist das?“ „Mein Barista.“ „Dein Barista. Ja klar. Warum nicht? Hat dir der Kaffee nicht geschmeckt? Oder, Gott bewahre, wollte er dir echten Kaffee ohne chemische Zusätze anbieten?“ Ich schubste sie und musste lachen. „Nein, er hat mich nach einem Date gefragt und eigentlich ist er ja ganz süß.“ „Aber? Wieso ist er denn dann jetzt tot?“ „Ein Unfall?“ „Fragst du mich das? Wenn es ein Unfall wäre, hättest du ja wohl die Polizei holen können. Und das Brecheisen in seinem Kopf, ich weiß nicht – wie soll er denn da drauf gefallen sein.“ „Ungeschickt nicht wahr?“ Loraine stampfte mit dem Fuß auf und musste gleichzeitig ihre Balance aufrecht halten. „Alscho.“ „Ähm, Also, was ist passiert?“ „Er ist dämlich.“ „Das sind so einige, deswegen laufe ich aber nicht rum und töte sie alle. Würde ich gerne – aber das ist ja doch bisschen anstrengend.“ „Wir haben uns einfach hoch geschaukelt. Jetzt habe ich meinen Barista verloren. Sein Kaffee war wirklich gut.“ „Ja, das sollte dein kleinstes Problem sein. Okay. Ich weiß, dass du Rechthaberisch bist. Das ist natürlich beim ersten Date kontra. Aber töten – das ist doch bisschen überreagiert.“ „Ich hatte einen schlechten Tag im Büro.“ Loraine rollte mit den Augen. Da fiel ihr nichts mehr ein. „Egal wir müssen ihn loswerden Schon einen Plan?“ „Ich – dafür hab ich doch dich geholt. Du bist doch die Krimiexpertin.“

Loraine öffnete die Scheunentür. Marvin kam herein und blickte sich um. Seine Nase erfasste die Situation und Loraine ging ein Stück beiseite um ihm den Blick frei zu machen. „Lora, was machst du, denn?“ „Schätzchen, du hast Recht, ich bin die Expertin und ich kann dir sagen. Die meisten Fehler passieren beim Entsorgen der Leiche. Eine Tonne hast du nicht – also können wir ihn nicht auflösen. Wo sollen wir auch so viel Bleiche her bekommen? Ne, ne. Auffressen – das ist das einzige. Und ein Hund, der frisst alles was geht. Es werden nur noch wenig Knochen übrig bleiben. Und wenn du die in einen Müllsack packst und zur Verwertung fährst – mit Fahrrad bitte. Wird da nie was raus kommen. Es weiß ja keiner von euch, oder“ „Ne, ich wollte erst mal nur schauen, was er so für ein Typ ist.“ Loraine nickte zustimmend.

„Aber Marvin wird ja ewig für ihn brauchen.“ „Wolltest du nicht immer einen zweiten Hund?“ „Ne eigentlich nicht. Aber – im Hundepark hat mich ein netter Mann angesprochen – sehr süßer Kerl. Er will paar Tage mit seinen Freunden wegfahren und hat noch keine Unterkunft für den Hund.“ „Perfekt. Wir können ihn jetzt nicht zerkleinern, das macht zu viel Krach. Morgen werden wir ihn bisschen zersägen, und ihn in die Truhe verfrachten. Marvin hat dann leckeres Essen und du bist deine Leiche los.“ „Du bist genial.“ „Ich weiß.“  Lachend gingen wir ins Haus. Marvin ließen wir schon bisschen knabbern. Der restliche Wein und die Kräcker landeten auf dem Tisch. Der Meg Ryan Film wurde eingelegt und der Abend entspannt ausklingen gelassen. So wurde es doch noch ein netter Mädelsabend.

ENDE

Humor, [abc.etüden]

Etüden 04/05 19 – Eine Entstehungsgeschichte.

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 03. Februar 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Salatschüssel
seidig
übernehmen

So – heute gleich am Anfang dabei. Ich mag diese Aktion so gerne – und wenn die zwei Wochen rum sind, ärgere ich mich, dass ich es wieder nicht einrichten konnte – deswegen – gleich heute – bloss nicht auf die Bank schieben….Die Gedanken müssen raus.

Hier eine kleine Entstehungsgeschichte….vielleicht war es so??


Wie kam ich nur darauf, die Zubereitung eines Salates zu übernehmen. ? Wie war das noch? „Wir bräuchten dann für den Wohltätigkeitsbasar noch jemanden, der Salate macht.“ Angelika – sie war die Vorsitzende des Elternbeirats. Und natürlich immer top of the pop. Seidig gekleidet, perfekt manikürt, gezupft und getupft. „Ach, Marion, wie wäre es denn mit dir? So ein Salat ist doch schnell zusammengestellt. Das dürfte sogar dir gelingen. Bei deiner begrenzten Zeit, oder? Es ist doch für die Kinder – sie wollen so gerne eine neue Rutschbahn. Das wirst du doch für deine Tochter machen, nicht wahr?“ „Aber natürlich Angelika. Ein Salat ist doch kein Problem…“ für eine alleinerziehende Mutter mit zwei Jobs. Dachte ich zu ende.

So stand ich jetzt mit meinem Handy vor mir auf dem Tisch – das schon mehr mit Salatdressing und Fingerabdrücken überseht war und wischte ständig die Chefkoch-App hoch und runter.

„Mami?“ „WAS!“ drehte ich mich hektisch um. „Was denn Schätzchen.“ Milderte ich ab, nach dem ich das verschreckte Gesicht meiner Tochter sah. „Ich will dir helfen.“ „Das ist aber lieb von dir, aber Mami muss das alleine machen. Zuviel Messer. Mein Schatz. Geh doch ins Wohnzimmer und schau dir deine Lieblingsserie an.“ Und schon tapste sie wieder weg. Ich atmete tief durch und betrachtete das Chaos in der Salatschüssel. Ach ich mach einfach einen Salat, der mehrere Schichten hat, da achtet keiner auf die genauen Zutaten. Genug Mayonnaise und Salatblätter habe ich noch, das wir jetzt einfach oben auf das gepanschte gelegt und gut dick mit Mayo bestrichen – da sieht das gut aus. Wir erlebten gerade die Erfindung des genialen Schichtsalates.

266 Worte

 

Horror, Humor, Mystery, writing friday

[#WritingFriday] Week 42 – Halloween und das mit dem Kürbis

[#WritingFriday]

ist eine wöchentliche Schreibaktion von Elizzy.

Die Oktoberthemen:

 

Halloween und der Kürbis

Man sagt sich, und das soll ein Gerücht sein, zu Halloween sei der Übergang zwischen dem Reich der Toten und der Lebenden so dünn, dass die Toten ungehindert hindurchkommen können.

Eine alte Legende unter Bauern besagt, dass man an Halloween unter gar keinen Umständen in ein Kürbisfeld gehen sollte. Dieser Feiertag gehört den Kürbissen und seinen Bewohnern. Um hinter dieses Märchen zu kommen müssen wir weit, weit und noch weiter in der Zeitgeschichte zurückgehen. Vor der Zeitrechnung. Nun gut, vielleicht nicht ganz so weit. Aber weit.

Die Menschen waren Arm. Sie wurden vom Adel ausgepresst und unterdrückt. Die jungen Frauen mussten den Lords zur Verfügung stehen, vor allem diejenigen, die geheiratet hatten. Die Hochzeitsnächte gehörten immer ihnen. Damit dann aber kein Bastard von ihnen herum rannte und Forderungen stellen würde, war der frisch angetraute Ehemann immer gezwungen nach der Entehrung das Bett mit seiner frisch angetrauten Frau zu teilen.

Es war nur die Frage der Zeit, dass die hungernde und unzufriedene Bevölkerung sich auflehnen würde. Aber wie sollte man sich gegen ein Heer Söldner zur Wehr setzen?

Eine junge Frau, kurz vor ihrer Hochzeit, meldete sich zu Wort. Die Dorfbewohner ehrten sie und fürchteten sie. Eine Hexe solle sie sein. Aber seit sie in ihrem Dorf wohnte, gab es keine Totgeburten mehr und die Ernten fielen besser aus. Trotzdem waren sich die Dorfbewohner bewusst, man sollte besser nicht ihren Unmut auf sich ziehen. Denn dazu gäbe es auch noch einige Geschichten. Ob sie zutrafen? Wer weiß das schon.

Diese junge Frau – ihr Name wurde in den Schriften nicht übermittelt – hatte einen Vorschlag. Sie erwähnte das ertragreichste Gemüse der Saison, der Kürbis. Sie hatte vor die Geister der Allerheiligen Nacht um Hilfe zu bitten. Dazu waren die Kürbisse gedacht. Sie wies die Frauen an, die Kürbisse, nach der noch heute gültigen Tradition, zu schnitzen. Freundliche Kürbisgesichter sollten zu sehen sein.

In der Halloween Nacht zum ersten November, rief sie die Geister. Sie sperrte sie mit einem Zauber in die Kürbisse und diese wurden in die Burg gebracht. Als Geschenke. Die Kürbisse zur Dekoration und das Fleisch zu Leckereien verarbeitet. Die Lords waren beeindruckt. Natürlich ließen sie sich gerne beschenken, war es doch ein Zeichen der Gunst. Sie wähnten sich geliebt und verehrt.

Die Dorfbewohner verließen die Burg. Angeführt von der jungen Frau, bezogen sie Stellung vor den Toren. Sie selbst durften nicht in der Nähe des Festes sein. Um Mitternacht veränderten sich die Geräusche in der Festhalle. Aus Gelächter wurden Schreie, aus Gesang stöhnen. Um die Burgzinnen herum, waren gar grausige Gestalten – Schemen zu erkennen. Etwa eine oder zwei Stunden später, waren sämtliche Geräusche aus der Burg verstummt.

Die Dorfbewohner betraten den Festsaal. Er war leer. Keine Menschenseele war mehr anzutreffen. Lediglich Kampf- und Fluchtspuren und viel Blut waren zu erkennen. Noch etwas hatte sich verändert. Die freundlichen Kürbisgesichter waren zu hässlichen Fratzen geworden. Und wenn man genau hinschaute, konnte man bei dem ein oder anderen im Mundwinkel eine rötliche Verfärbung erkennen.

Die junge Frau hatte ein Tor geöffnet, dass sich jedes Jahr, an Halloween erneut öffnete. Jeder Kürbis war jetzt das Gefäß eines Geistes. Die meisten waren harmlos. Sie wollten nur gemütlich das Fest feiern. Aber immer wieder schafften es auch paar nicht so nette Gesellen, den Übergang zu passieren. Und Gott stehe euch bei, wenn euer Kürbis auserwählt wurde, einen solchen Geist aufzunehmen.

Ende

Action, Humor, Schreibkicks

Schreibkick #56 – Kalter Kaffee – Willkommen zur Monstersafari

Dieses Mal habe ich es nicht so pünktlich geschafft zum 1. Das Thema der Schreibkicks war:

„Kalter Kaffee“. 

 

Mit dabei waren diesmal

Nicole
Veronika

Das Thema für den 01.09.2018 ist: warme Limonade

Quelle

Ich war noch nie der gejagte, immer der Jäger. Mein Job – Monsterjäger. Sie glauben nicht an Monster? Wie ist das unter ihrem Bett, oder in ihrem Wandschrank, oder gar im Keller? Glauben sie wirklich, das sind Hirngespinste aus ihrer Kindheit? Neihhn. Als Kind ist man nur empfänglicher für ihre Schwingungen. Als Erwachsener winkt man das einfach ab. Haben sie sich noch nie über die vielen sonderbaren Todes- oder Vermistenfälle gewundert? Monsterfutter!

Aber jeder Monsterjäger braucht einen Insider. Ich habe also mein eigenes Monster. Es ist mir als, ich nenne es mal Monsterwelpe, über den Weg gerollt. Es sieht so fluffig aus, könnte sie aber mit einem Biss töten. Meistens sieht es aus wie ein flauschiger Kugelfisch mit Stummelbeinen. Ich nenne ihn Barney. Wenn ich ihn nicht füttere, oder ihm zum Jagen rauslasse, muss ich Angst um meine Körperteile haben. Als er ein kleines Monster war, bin ich irgendwann mal wach geworden, da ich Schmerzen an der Wade hatte. Ja, da hing Barney an ihr und fing an sich durch die Haut zu nagen.

Er liebt kalten Kaffee. Den trinkt er literweise. Kalter Kaffee – na ja. Jedem das seine. Man sollte meinen, dass ein eigenes Monster zu haben unheimlich nützlich sei. Ja normal ist das auch so, aber nicht bei Barney. Barney ist…ein Eigenbrötler. Er hält sich für einen Musiker. Äh. Was er spielt, geht nicht mal als Jazz durch. Aber es beruhigt ihn, und mich entspannt ein ruhiger Barney. Er kann auch anders.

Wo war ich? Ach ja. Ich bin also ein Monsterjäger. Trotzdem viele ihre Existenz noch immer nicht wahr haben wollen, wurden sie von der Regierung anerkannt. Wir sind also jetzt staatlich anerkannte Monsterjäger, und werden noch schlechter bezahlt, als wenn man Privat unterwegs ist. Deswegen gibt es jetzt Monstersafaris. Finde ich persönlich abartig, aber es ist legal. Ich mache nur mit, um zu verhindern, dass unschuldige Monster von diesen Möchtegern Monsterjägern erschossen werden. Wir Profis haben dafür schon einige Zerstörer gefangen und halten sie in einem ausbruchsicherem, nicht erkennbaren Gehege. Heute war wieder so ein Safaritag. Ich quälte mich aus dem Bett, ging in die Küche, schenkte mir Kaffee ein – Bäh! Kalt – „Barney. Warum ist mein Kaffee kalt? „Ist heiß draußen, hab Eiswürfel rein – sehr lecker.“ Ich stöhnte und trank einfach die kalte Plörre.

Es war zehn Uhr. Keine Uhrzeit für mich. Ich bin eher der Nachtmensch. Aber diese Safaris wollten immer früh starten. Also machte ich mich frisch und verließ mit Barney das Haus. Mein alter Honda Accord hatte schon so einige schleimige Attacken miterlebt. Aber er schnurrte immer noch. Manchmal ruckelte er zwar verdächtig, aber wir beide waren noch nicht bereit für den Ruhestand. Oder, sagen wir es mal so – der Ruhestand konnte noch nicht finanziert werden. Am Ziel angekommen scharrten sich die Schönen und Reichen schon wie eine Horde Lämmer zusammen. Sie bekamen von Rob, dem Chef, schon ihre Sicherheitsunterweisung. Sehr gut, ich hasse es, wenn diese Aufgabe mir zufällt.

Ich betrachte die Gruppe, und vorverurteile die Leute schon. Es gibt immer einen Maulhelden, einen Nerd und mindestens ein zickiges Weibchen. Ich blickte in Robs genervte Augen und grinste. Barney setzt sich mit seiner Thermoskanne in den Schatten und trinkt genüsslich seinen Kaffee, während er das Schmierentheater mit den Safaritouristen beobachtet. Ich konnte erkennen, dass er was ausheckte. Barney liebte es, die Menschen zu erschrecken. Besonders die Frauen hatten es ihm angetan. Sie schmeckten so gut. Ihre Cremes, Seifen Parfums kreierten ein besonderes Aroma – außerdem quiekten sie so herrlich. Es konnte also immer mal vorkommen, dass er eine umrannte und ableckte. Das anknabbern hatte ich ihm strengstens verboten. Das kam nicht immer so gut, bei den Gästen an. Hahaha.

Die Leute meiner Gruppe stiegen in den Safaribus. Wir würden etwa fünfundvierzig Minuten zum Jagdgebiet fahren. Heute waren alles Anfänger, die würden wir in ein leichtes Gehege fahren. Ein munteres Gequatsche, das meine Nerven noch mehr zum Zerreißen anspannten, erhob sich während der Fahrt. Ich hatte mir abgewöhnt zuzuhören, da es meist eh nur die Prahler waren, die irgendwelche haarsträubenden Geschichten erzählten.

„Verehrte Jäger, „ ich hörte ein leises Glucksen aus Barneys Ecke. „Wir sind an unserem heutigen Ziel angekommen. Erinnern sie sich bitte an die Sicherheitsvorschriften. Und gehen sie keine unnötigen Risiken ein. Bleiben sie bitte immer in meiner Sichtweite und stellen sie das Reden ein. Vielen Dank und eine erfolgreiche Jagd.“

Quälend langweilige Stunden verrannen wie Sirup, der von einem Löffel tropfte. Ab und zu zeigte sich immer wieder eines der kleinen Monster, die hier keinerlei Gefahr liefen erschossen zu werden. Diese Truppe war unterirdisch schlecht im Schießen.

Ich sah gerade zu Barney, der sich an eine der top gekleideten Zicken heranschlich. Er sah fluffig aus, wenn er wollte. So bisschen lebensmüde war er ja schon. Ein richtig platzierter Schuss und es wäre aus. So manchen Streifschuss hatte er schon kassiert. Aber heute wäre das wohl ungefährlich. Er verwandelte sich gerade in ein Gremlin, dass nach Mitternacht gefüttert wurde, als er plötzlich innehielt. Auch ich vernahm ein sonderbares Geräusch. Mein Walkie-Talkie knackte: „Mark? Code Red. Wir haben einen Ausbruch aus Sektor eins.“ Sektor eins. Da waren die wirklich bösen Monster verwahrt. Nicht für Safarianfänger geeignet. Da kamen nur Vollprofis und wir hin. Wir trainierten dort den Ernstfall.

„Verdammt!“ Ich schoss in die Luft, um meine Gruppe aufmerksam zu machen. „Leute, schnell ins Auto. Es gab einen Zwischenfall. Gefährliche Monster haben sich auf den Weg hier her gemacht. Denken sie an die Sicherheitsunterweisung und begeben sie sich zum Fahrzeug.“ Ich hätte auch zu blökenden Schafen reden können, die hätten mir eher zugehört. Es kam wie es kommen musste, die Gruppe erwachte, fing an zu grölen und begab sich auf Monsterjagd. Sie ließen mich einfach stehen. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass das nicht gut ausgehen konnte. Schon brach aus dem Gebüsch, das erste bösartige Monster aus. Es sah schon recht furchterregend aus. Die Frauen schrien, die Männer grölten. Und das Monster richtete sich nach dem Lärm aus. Ich glaube ich hatte schon erwähnt, dass Barney fluffig, aber tödlich ist? Heute bewies er mir dies, seit langer Zeit, mal wieder. Er stürzte sich auf das heranbrechende Monster, schlug seine Zähne in dessen Kehle, riss und zerrte bis das Monster umfiel. Es war tot. Jetzt sollte man seine Augen abwenden und ich unterlasse auch die genaue Schilderung der weiteren Ereignisse. Nur so viel – Barney war sehr hungrig.

Währenddessen verlor ich meine Gruppe. „Mark an Rob. Ich brauche Unterstützung. Meine Gruppe ist Out of Control.“ „Ich habe schon ein Team geschickt. Schau nur, dass diese Idioten nicht gefressen werden.“ „Das ist leicht gesagt. Die sind schlimmer als ein Sack Flöhe.“

Schon brach das nächste Monster aus dem Dickicht. Oh einer Meiner. Den hatte ich vor etwa zwei Jahren gefangen. Eine tiefe Narbe hatte ich davon behalten und miese Alpträume. „Hallo, alter Kumpel – so sehen wir uns früher als erwartet. Ich dachte ich könnte noch bisschen mit dir üben, bevor ich dich erlöse.“ „Marrrrk.“ Raunte das Monster und seine Augen glühten orange, wie glühende Kohle. „Endlich komme ich zu meiner Rache.“ „Dann lass uns tanzen.“ Kaum hatte ich das ausgesprochen, stürzte das haarige Ungetüm auf mich zu. Ich stürmte ihm mit meiner Machete entgegen und er mir, mit seinen messerscharfen Krallen. Es war ein recht ausgeglichener Kampf. Ich war recht gut in Form und wich aus, parierte, schlitzte. Aber auch mein Gegner war Fit. Bösartige Monster waren immer Fit. Das musste das Böse in ihnen sein.

Im Augenwinkel sah ich Barney, uns zusehend und genüsslich etwas blutiges knabbern. Er hatte ja schon seinen Einsatz, das reichte ihm. Das Monster und ich kugelten durch die Gegend, dann erwischte mich ein Krallenhieb und riss mir meine Schulter auf. Ich glaube ich konnte den abgenutzten Knorpel erkennen. Mir wurde schwarz vor Augen und kurz bevor ich Ohnmächtig wurde, erhob sich Barney, stürzte sich auf meinen Gegner und tötete ihn mit einem Hieb. Warum hatte er mich kämpfen lassen? „Na du musst doch deinen Ruf wahren, aber nicht sterben. Ich habe keine Lust mir ein neues Zuhause zu suchen. Also reiß dich zusammen. Steh auf, schüttle den Staub ab und weiter geht es. Komm ich spucke dir mal auf die Wunde.“ Gesagt, getan und schon hatte er mich angespuckt. Es war echt eklig, aber ihr Speichel hatte einen schmerzstillenden und desinfizierenden Effekt. Es schmerzte höllisch, aber nur kurz, dann war ich wieder einsatzfähig.

Ich rappelte mich noch etwas wackelig auf um nach meiner Gruppe zu schauen. Mensch, hatte ich jetzt noch eine Lust die zu retten. Ich war nicht so gut im Retten. Jagen, ja, Retten, nein. Ich blickte mich also um und sah auch schon das Chaos. Viele Monster, die auf dieser Lichtung Katzenspiele mit meinen Leuten trieben. Die Gruppe sah schon sehr mitgenommen aus. Blutig, zerschrammt und ich glaube auch schon einige tiefe Wunden erkennen zu können. Es wurde Zeit, dass meine Verstärkung eintraf, sonst könnten sie nur noch Leichen bergen. Kaum ausgedacht, viel auch schon der Erste, einem ganz üblen Genossen zu Opfer. Ich zog meine abgesägte Schrotflinte und schoss. Das merkte dieses Monster gar nicht, während er seinen massigen Kiefer über den Kopf des Touristen stülpte und zubiss. „Nein! Verdammt!! Barney, hilf mir.“ „Nö, die interessieren mich nicht. Von denen gibt es doch genug. Das wird noch mehr von ihnen herlocken.“ „Aber…“ „Kein Aber, ich rette nur wenn ich will, und ich will nicht. Also verärgere mich nicht, sonst rette ich dich auch nicht mehr.“ Drehte er sich um und ging auf einen umgestürzten Baum zu. Dort setzte er sich hin und zog, woher auch immer, seine Thermoskanne hervor. Er goss sich gemütlich einen Kaffee ein und schmollte. Man muss sich das überlegen, ER schmollte. So waren Monster halt. Sie empfanden nicht wie wir Menschen. Sie konnten jemanden mögen, vielleicht auch lieben, aber der Rest war ihnen echt egal. Ohne schlechten Gewissen.

Gut – mir blieb also nichts anderes über, als zu retten was, oder wer noch ging. Aber es sah übel aus. Im hinteren rechten Quadranten sah ich einige Frauen zusammen getrieben. Nicht nur Barney mochte sie besonders gerne, auch die anderen Monster mochten das zarte Fleisch mit dem leckeren Aroma. Ich stürzte zu ihnen hin und lud die Flinte nach. Ich schoss und traf. Einige kleinere Monster fielen, die anderen merkten noch nicht mal, dass sie getroffen waren. Es gab Monster, die Feuer entfachen konnten. In dieser Gruppe, waren gleich drei davon und sie feuerten, auf die Frauen. Die Männer hatten sich in trügerische Sicherheit gebracht. Ich sah wie sie sich in der entgegengesetzten Richtung unter einem Felsvorsprung zusammenkauerten. Leider sahen sie nicht, was dieser Felsvorsprung wirklich war. Während ich noch versuchte die Frauen zu retten, bewegte sich dieser Felsen. Erhob sein Bein und setzte es gerade auf die Männergruppe ab. Ich überlasse eurer Fantasie, was mit den Körpern passierte. Die Frauen grillten, die Männer flachten ab. Tja und mein Team kam gerade um die Ecke.

Sie sprangen aus dem Auto, angeführt von Rob. „Mark, wo ist deine Gruppe?“ „Hm – ich glaube du solltest schon mal anfangen eine Erklärung für die Presse zu verfassen und hoffen, dass auch alle ihre Schuldbefreiungserklärung unterschrieben haben. Denn von ihnen ist nichts mehr außer paar Gedärme und Extremitäten übrig.“ „Ach verdammt. Verdammt, verdammt. Das gibt wieder Papierkram. Scheiße. Lasst uns aufräumen. Erstmal müssen wir die verbleibenden Monster erledigen, dann die Leichenteile zusammensammeln und – naja verpacken. Ach dieser Papierkram.“ „Was ist denn passiert, warum konnten sie denn überhaupt ausbrechen?“ „Azubis. Unnützes Pack. Wir sollten keine Azubis mehr annehmen. Sie sollten eigentlich nur Futter verteilen und wieder raus und so ein selten dämlicher Trottel, hat das Tor nicht richtig gesichert. Ja – da muss ich auch noch viel schreiben. Azubis haben wir dieses Jahr nicht mehr. Das wird nicht leicht zu erklären sein. Aber es wird das Publikum anlocken.“ Ich zuckte mit den Schultern. Autsch – wo war Barney – er könnte mich noch mal anspucken. Er saß in der Sonne und genoss seinen eiskalten Kaffee. Blickte zu mir und winkte.

So war das als Monsterjäger und Guide. Unfälle passierten, da aber die Regierung Monster anerkannt hatten, wurden auch Unfälle geduldet. Die Überbevölkerung machte alles möglich. By the Way. Durch den Unfall wurden noch paar Touren geöffnet. Hätten sie nicht Interesse daran an einer Monstersafari teil zu nehmen? Melden sie sich doch kurz auf unserer Homepage Monsterjaeger:at:Lebensmuede.com an. Es gibt noch freie Plätze.

 

Humor, writing friday

[#WritingFriday] Week 16 – eine Bombe zum 50. Jubiläum

Es ist wieder #Writing Friday – und ich habe mir ziemlich Gedanken gemacht wie ich folgendes Thema umsetze – nicht einfach – aber auf der Fahrt zur Arbeit ist mir eine Idee gekommen. Kommt folgt mir:


Hallo ihr Lieben!!

Wie war euer Wochenende? Letzte Woche hatte ich wenig Zeit zum bloggen. Dafür lohnt es sich heute umso mehr mal wieder was zu schreiben. Ihr werdet es nicht glauben. Was ich erlebt habe – Tse. Okay paar langweilige Details: Am Wochenende war ein großes Familienfest. 50 Jähriges Jubiläum meiner Großeltern. 50 Jahre – könnt ihr euch das vorstellen? Ich schaffe keine zwei. Aber egal. Vielleicht kommt mein Seelenverwandter noch. Bestimmt. Er sitzt schon irgendwo und wartet nur, dass ich an ihm vorbei schlendere. Geträumt habe ich schon von ihm. Aber Stopp. Ich weiche schon wieder einmal ab.

Meine Großeltern. Wenn  man zurückrechnet macht das ganze sogar Sinn. 1968 haben sie geheiratet.  Flower Power und freie Liebe. Könnt ihr euch schon denken was passiert ist? Neihen? Niemals hätte ich das gedacht. Und meine Muttererst – Schnappatmung ist nichts im Vergleich. Hahahaha. Sie hat dieses Flower Power Leben ihrer Eltern nie leiden können. Geschämt hat sie sich – dementsprechend spießig ist sie heute. Furchtbar. Hei – und dann meine Großeltern – ich wird nicht mehr – da lassen die ein Ding explodieren – ein Kastenteufel springt aus ihren Mündern –meine Mutter hätte nicht entsetzter sein können wenn eine Stripperin aus der Torte gesprungen wäre. Meine Großeltern praktizieren freie Liebe in einer offenen Beziehung. WAAAAASSSS. Und das schon seit JAHREN!!!

Und auch noch in einem Swinger Club. Ahahahaha. Ich lach mich schlapp. Genial. Da müsst ihr mir zustimmen –das ist mal ein Blogbeitrag. Besser als öde Buchrezis. Die Party war also gelaufen, dachte ich. Meine Mutter stürmte raus, mein Vater, dem das wohl irgendwie gefiel, hinter her. Wer weiß – vielleicht höre ich beim 50. Jubiläum meiner Eltern jetzt auch so ein Geständnis.

Für mich wäre es ja nichts – aber 50 Jahre Ehe, zeigt mir – es geht. Also in diesem Sinne

Sex, Drugs and Rock and Roll Baby