Humor, writing friday

[#WritingFriday] Week 5 – Das Liebes-Aus bei George und Amal?

Ein neuer Monat bei Elizzys Schreibaktion #Writing Friday. Wieder gibt es verschiedene Themen aus denen man einen Beitrag zaubern kann. Da mein erkältetes Gehirn etwas blockiert ist, dachte ich heute schaff ich nichts mehr – aber die moderne Chemie hat mir paar freie Minuten beschert.

Hier die Themen

  • Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.
  • George und Amal Clooney reichen die Scheidung ein. Du schreibst für die „Gala“ einen Artikel.
  • Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.
  • Ein vernachlässigtes Cello erzählt.
  • Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist.

Ich bin in der Klatschpresse überhaupt nicht zu Hause. Ich musste also erstmal bisschen googlen. Ich wusste weder wie Georges Frau heisst, noch dass schon Kinder da sind. Tja – aber jetzt scheint es wohl zu kriseln im Haus Clooney.


Scheidung im Hause Clooney

Nach dem unspektakulären Kennenlernen von Amal und George scheint jetzt das Liebesaus zwischen dem Traumpaar? Erst vor wenigen Tagen erfuhren wir mehr über das geheimnisvolle Kennenlernen der beiden. Amal war, im Prinzip, Ehefrau per Lieferung nach Hause. Nach dem sie von einem Freund mit zu Clooney gebracht wurde, schien es vertraulicher zu werden. Zögerlich durch Emailkontakt, heirateten die beiden 2014 in Venedig. Allerdings scheint es nach der Geburt der Zwillinge Ella und Alexander im Juni 2017 in der Traumbeziehung schon zu kriseln. Ist es das Ende der Beziehung? Wir haben erfahren, dass die Scheidung der beiden wohl schon eingereicht wurde. Genauere Hintergründe sind uns noch nicht bekannt. Allerdings wurde Amal des öfteren, vertraut mit ihrem Personal Trainer gesehen worden zu sein. Sie wolle nur die Babypfunde wieder los werden, hiess es bei einem Statement. Aber warum hat man sie dann schon in einem exklusiven Restaurant gesehen? Aber auch von George wurden Bilder mit einer noch unbekannten Frau getwittert. Wer tröstet sich über wen denn nun hinweg?

PS: Diese Geschichte ist nur Fiktion. Nicht dass ich hier ein Gerücht in die Welt setze, die morgen eine Mega Schlagzeile ergibt….;-)

Humor, [abc.etüden]

Schreibeinladung – Was wirklich aus ihnen wurde.

Hallo ihr lieben. Wieder gibt es eine tolle Schreibeinladung für die Textwoche 40.17   | mit der Wortspende von Fädenrisse

Und was für Worte – es ist also nicht nur so, dass man wahnsinnig Spass dabei hat sich was auszudenken – man lernt noch neue Worte kennen. Und hier sind die tollen Worte.

Interpol
Trabantenstadt
Honigpumpe.

Und hier kommt meine Idee dazu. :-) Ich liebe den Film und auch die Miniserie dazu kann ich empfehlen. Aber jetzt kommts.

Quelle

 


„Hier Schatz, deine Milchpumpe – ich habe ganz schön lange suchen müssen, ist ja schon paar Jährchen her, dass wir sie brauchten.“ Augenrollend sah meine Herzallerliebste mich an, dann auf die Milchpumpe „Süsser – ich hoffe ich trete dir hier jetzt nicht zu doll auf deine grossen Füsse – aber beantworte mir doch mal die Frage – was soll ich denn hier am Honigfass mit der Milchpumpe – statt der HONIGPUMPE?

„Verdammt – das macht mich fertig, seitdem wir in die Trabantenstadt flüchten mussten, damit wir vor Interpol untertauchen konnten und wir hier auf Selbstversorger machen, fühle ich  mich total unterfordert. Wie kann man denn so leben, ohne Komfort und Luxus?“

„Ach Schatz – und wenn du jetzt fertig bist mit dem geheule, dann hol mir doch bitte die richtige Pumpe, damit ich den Honig umfüllen kann – ja – das schaffst du, ich glaub an dich. Und wenn wir fertig sind, dann setzen wir uns in unsere kleine Hütte, verdunkeln alles und dann holen wir dein ganzes Equipment hinter den Verkleidungen und Boxen hervor, damit du dich wieder besser fühlst. Wir schauen uns einen alten Gangsterfilm mit uns an, dann kannst du in Erinnerungen schwelgen.

„Na gut  – ich geh schon“ schmollte er und schlappte wie ein kleiner beleidigter Junge davon.

Ach herrjeh – Jetzt sind wir schon so viel Jahre abgetaucht und er kann sich immer noch nicht damit anfreunden, nicht mehr ständig in den Medien aufzutauchen.Gut dass wir die alten Aufnahmen, unserer vielen Überfällen haben – Bonnie und Clyde – ach das waren doch noch goldene Zeiten, seufzte  sie und schnickte die vorwitzige Biene von ihrer Nase.

Humor, Mystery, Schreibkicks

Schreibkicks – Strandparty unter Vollmond – Sehnsuchtsvolle Erinnerungen.

Schreibkicks-blau1Schreibkicks. Hier wird von Sabine immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird.

Für den 01.08.17 ist das Thema: Strandparty unter Vollmond.

Mit dabei sind:

Das Thema für den 1. September lautet: Sommerausklang

Kommt, redet und feiert mit meinen Gästen.


„Ach wisst ihr – heute ist irgendwie alles anders. Ich erinnere mich noch an wilde Partys am Strand unter dem Wolfsmond. Wir waren so ausgelassen und wir konnten aber so was von feiern. Das ist alles irgendwie abhandengekommen. Ich weiss auch nicht. Keiner hat mehr so richtig Lust zu feiern. Wo sind nur die guten alten Zeiten hin?“ D. stand am Strand – direkt neben dem Feuer und hielt sein Glas mit roter Flüssigkeit in der Hand.

„Ach D. wem sagst du das. Früher konnten wir ausgelassen feiern. Es gab ja auch nicht viele Städte in der Nähe – ist ja alles jetzt so zugepflastert. Man hat ja kaum Luft zum Atmen.“ Sagte W.

„Ja – da hast du sowas von Recht. Früher konnte ich von meinem Schloss aus über die Wälder schauen und sah was? Wälder. Jetzt – Häuser. Hochhäuser und so hässlich. Und die Nahrung. Ich weiss nicht. Früher gab es gescheites und nahrhaftes Essen. Nicht regelmässig Fleisch, aber wenn dann alles echt und nicht künstlich erzeugt. Heute – alles Vegan, ohne Gluten, ohne Milch  – Was soll denn da aus dem Blut werden?“ sagte D.

„Nicht nur das Blut – auch das Fleisch ist  nicht mehr, dass was es war. Es stecken mehr Ersatzpolster unter der Haut als Fleisch. Wenn man da mal kräftig in den Po beisst, platzt so ein Kissen und ich kann euch sagen – es schmeckt einfach widerlich. Und nicht, dass die Frauen da richtig ängstlich sind. Nein! Sie sind wahrlich angepisst, weil man eines der teuren Implantate zerfetzt hat. Nein, nein, nein. Das sind schlimme Zeiten für uns.“ L. schüttelte empört den Kopf.

Z. schlurfte zu der Gruppe und stellte sich gemütlich hinzu. „Oh Mann – Z. Du stinkst vielleicht, was hast du denn gegessen?“ „Na das übliche. Gehirnfutter. Aber ich kann euch sagen. Heute schmeckt das irgendwie auch nicht mehr. Früher hat man da reingebissen und es spritzte einem leckerer Saft in den Mund – heute ist das trocken wie eine Reiswaffel. Ich glaube es liegt daran, dass sie nicht mehr denken müssen. Die Medien, die Handys – alles wird vordiktiert. Hier muss doch keiner mehr ans überleben denken. Das lässt das Gehirn vertrocknen. So schmeckt es auch. Bäh. Und nahrhaft ist das auch nicht – wie Luft – ich bin nur hungrig.“

Dä. Begab sich ebenfalls zu der Diskussion. „Hei Leute, was ist das den für eine lahme Strandparty. Ich komme von soweit unten um einmal im Jahr Spass zu haben, da steht ihr alle um das Feuer herum und blast Trübsal. Herrjeh – da hätte ich unten aber mehr Spass gehabt. Was gibt es denn so bedrückendes?“

D antwortete Dä. „Wir schwelgen in Erinnerungen. Das Feiern war doch damals viel besser, oder? Das Essen hat besser geschmeckt und war unverfälscht. Da hatte Angst auch noch die richtige Würze verliehen. Das Blut schmeckte mit einem Schuss Adrenalin noch besonders gut. Und von einer Jungfrau – hmmm. Heute hat doch keiner mehr Angst vor uns. Und Jungfrauen – ha – die sind mittlerweile Legenden. Schaut euch doch die Filme und Romane an. Wir sind doch keine echten Monster mehr. Wir sind – vermenschlicht. Da glitzern wir und sind gefühlvoll. Verliebt und sanft. Ja manche freuen sich sogar, wenn sie uns sehen.“

„Na bei mir haben sie schon noch Angst – wenn ich so durch die Strassen schlurfe – und nach Gehirn rufe – da rennen sie schon noch. Aber ich bin mir nicht immer sicher ob das real ist. Durch diesenZombie Walk in den Innenstädten – Vielleicht überschätze ich mich da?“ grübelte Z.

Dä lachte laut. „Also ich kann mich gar nicht beschweren. Es gibt so viel die ich besuchen kann und da kann ich mich einnisten. Das ist so toll. Die Menschen sind so schwach – ihr Geist so schwach. Keiner glaubt mehr an was. Ich niste mich in ihre Körper und kann wüten. Keiner merkt was. Sie sind alle so verdorben, da falle ich gar nicht auf. Mein Vater T. ist so begeistert. Er hat schon lange nicht mehr so viel Menschen in seinem Heim begrüßen können. „

W. stand auf. „Hei ihr – kommt, lasst uns nicht so dämlich rumhängen. D hat eine grossartige Party auf die Beine gestellt. Die Band ist klasse. Schau, da treten alle unsere Nachkommen auf. Was vermitteln wir denn für einen lahmen Haufen. Die Zeiten waren früher besser. Dracul hatte Jungfrauen mit gut gesättigtem Blut. Lycan konnte in die echten Hintern beissen und sich den Bauch vollschlagen. Ich habe es auch nicht mehr so leicht. Jeder erwartet von uns Hexen, dass wir sexy sind. Da ist ein Buckel, eine Warze auf der Nase und graues Haar echt eine üble Diskriminierung. Jeder der mich sieht, hat automatisch  Mitleid  mit mir und will mir einen Apfel zustecken. Einen Apfel – früher habe ich die vergiftet und hübschen Mädchen zum Essen gegeben. Die Essen heute ja nichts mehr. Pah. Also und jammere ich. Nein. Ich will feiern. Paaarty.“

„Walpurga hat Recht,“ rief Zombie. Scheiss drauf. Lasst uns Spass haben Schliesslich hat Dracul wirklich sein Bestes gegeben. Du wirfst wirklich die besten Partys ever. Auf dem Buffet ist für Jeden was zu finden. Gehirn, Blut, Fleisch, Sogar Seelen für unseren Dämon. Kommt der Teufel auch noch?“

„Er wusste es nicht – er hat eine grosse Fuhre Neuzugänge bekommen und die Logistik ist maßlos überfordert – er wollte es versuchen. Er liebt diese Partys einfach.“

„Na ich würde mich freuen ihn mal wieder zu sehen. Er ist ein begnadeter Tänzer“ schwärmte Walpurga.

Dracul ging auf die Bühne. „Freunde der Nacht. Schaut zum Himmel. Der Vollmond zeigt sich extra für uns heute. Lasst die Party beginnen. Keiner soll diesen Strand ohne genügend Sand in der Unterwäsche verlassen. Auf geht’s. Let´s Rock and Roll. Wuhu.“

ENDE

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Quelle

 

Humor, Mach was mit...

Mach was mit…7 – Betriebsurlaub

mach was mit...Mach etwas mit 7

Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba und die Pö


So etwas kommt bei mir heraus, wenn ich nicht schlafen kann und zuviel mit sinnloser Werbung vollgepumpt werde ;-)


„Blablabla – Um bei dem Gewinnspiel teilzunehmen rufen sie einfach unter der angegebenen Nummer an oder schicken sie eine SMS mit der Nummer 7 an die unten angegebene Nummer. Der Rechtsweg blablabla“

Wir sassen am Tisch und assen unsere Brötchen. Im Fernsehen lief wieder alle 20 Minuten Werbung ohne Rücksicht auf sinnvolle Schnitte – wieder einmal wurde eine Sendung mitten im Satz abgeschnitten. Gelangweilt betrachteten wir die gefühlte millionste Wiederholung der Joghurt Werbung, mit der Frau, die wohl schon zu alt war, um noch Jugendpflegeprodukte zu bewerben. Und wieder kam diese Werbung mit den tollen Gewinnen. Mode oder Technik? Entscheide dich, beim Anruf.

„Die Sieben – weisst du Schatz – ist meine Lieblingszahl.“ „So“ brummte er zwischen zwei Bissen. „Ja. Ich weiss gar nicht warum. Ich glaube sie ist magisch. Ich mag ihren Klang und ausserdem ist der siebte Monat meistens schön. Die Neun mag ich auch. Sie verbinde ich immer mit dem Herbst – September und so. Vielleicht sollten wir bei dem Gewinnspiel mit machen?“

„Das ist doch Abzocke. Keine Sau kommt da durch. Rechne mal Hoch. Für 0,55€ rufst du an. Du und wieviel noch? Unzählige, weil sie unbedingt diese Schuhe oder diese PS4 haben wollen. Dich kostet es zwar nur die Gebühr, aber die nehmen eine Menge ein. Da haben sie so ein Gewinnpaket zig Mal rausgeholt. Sollte tatsächlich  mal ein realer Mensch gewinnen. Was ich echt bezweifle.

„Da kannst du auch einen toten Esel verlosen.“ „Hä?“

„Ja – du verlost einen toten Esel. Jeder bezahlt 2 € und einer gewinnt. Der, der gewinnt beschwert sich und bekommt sein Geld zurück – die anderen nicht und du hast Gewinn gemacht – bis auf das Geld zurück ist das hier doch ähnlich.“

„Ach komm, lass uns doch  mal mitmachen.“ „Oh – ne.“ „Komm schon.“ „Na gut.“

„Leider war ihre Antwort nicht richtig. Viel Erfolg beim nächsten Versuch.“ „Was zum…Teufel ist an der Sieben nicht richtig. Die wollen mich doch verarschen. Noch mal, noch  mal, noch  mal, noch mal….“

„Okay – ich glaube wir können jetzt aufhören?“

Etwa eine Stunde später. „Vielen Dank für ihre Teilnahme – sie haben die maximale Anzahl an Anrufen erreicht. Leider waren sie dieses mal nicht unter den Gewinnern. Wir wünschen ihnen beim nächsten mal mehr erfolg. Wir freuen uns über ihre grosszügige Spende. Dies ermöglicht uns, unseren Betriebsausflug auf Mallorca zu finanzieren. Rufen sie bald wieder an. Der Trostpreis – eine Tasse – und eine Postkarte wird ihnen auf dem Postweg zugesandt. Einen wunderschönen Tag wünschen wir ihnen.

Action, Humor, Story Samstag

[Story-Samstag] Make love, not war! – Der Kater am nächsten Morgen

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Ich gebe alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren.


Es ist offiziell.  Ich habe das Gefühl, je weniger mir anscheinend zu einem Thema einfällt um so schräger wird dann meine Geschichte.

Hier meine Waffenflucht sponsored by Kater.


Ich öffnete müde die Augen – eher versuchte ich die Lider an den, wie Sandpapier trockenen Glaskörpern hoch zu ziehen. Wo hatte ich denn diesen miesen Kater her. Der stank und sass einfach auf meiner Brust um  mir den Atem zu stehlen. Das ich auch jeden Streuner mitnehmen musste. Aber ich war halt so. Apropos Streuner – wen hatte ich, neben dem Kater, denn noch mitgenommen? Da lag irgendein Kerl neben mir. Ach Scheisse. Da war doch wieder irgendwas in meinem Bier gewesen. Schliesslich haben sie erst Letzt festgestellt, dass tatsächlich das letzte Bier schlecht ist und um das zu umgehen, sollte man auf jeden Fall noch eines danach trinken. Ich glaube der Bericht war ein Fake. Denn mir geht es echt mies. Und dieser stinkende Kater auf mir macht es nicht einfacher. „Komm geh mal runter von mir – du stinkst und deine Krallen haben mir eine kleinen Picasso auf der Brust eingebracht.“ „Brrrrbrrrrbrrrr“ „Ach komm schon. Man was sollen denn diese gestiefelten Kater Augen?  Ja du bist der Beste. Und ja du darfst bleiben, nach einem kleinen Bad. So und jetzt lass mich mal aufstehen. Ich muss irgendwie den anderen Gast loswerden. Hahahaha. Ja, ach du Süsser.“ Schwupps und so hatte ich gegen den Kater verloren. Gewinnt ein Kater nicht immer. Physisch und psychisch. Nun – jetzt  musste ich den Fremden neben  mir hinaus bitten. Ach wie ich das hasste. Ich muss da echt mal an mir arbeiten.

Okay. Sicherheitshalber hole ich mir mal mein Schwert. Denn seit dem Schusswaffengesetz vor zwei Jahren muss eine Frau sich halt anders schützen. Und so ein kleiner Dolch – bitte wir sind nicht im Mittelalter. Damit kann man keinen mehr vertreiben. Ich bin keine kleine Lady im Korsett, das so ein süsses Spielzeug aus dem Dekolleté zieht. Nein – heute muss man da bisschen was grösseres ziehen. Ach, auf mein Schwert habe ich keine Lust – ich nehme mein Jagdmesser. Das müsste reichen.

„Hei Romeo – wach auf, das Gift müsste deinen Körper verlassen haben und ich bin nicht deine Julia – es wird Zeit meinen Balkon zu verlassen.“

„Murmelmurmel. Oh – man – schalte doch mal die Sonne aus. Arg.“ Der Fremde drehte sich um und ich konnte sehen, warum ich ihn mitgenommen hatte. Er war recht ansehnlich und hatte einiges was vielversprechend war. Aber hatte ich davon auch schon einen Nutzen gezogen? Keine Ahnung – ich sollte wirklich nicht auf alle Berichte reinfallen hihihi.

Er stand auf und was mir dann ins Auge viel lies mein Blut gefrieren. „Wow.Wow! Sag mal spinnst du – was liegt denn da neben dir? Wo kommst du denn her? Oh Mann.“ Ich griff neben ihn in die Ritze der Couch. Eine Schusswaffe. Es war als wäre sie kochend heiss. Ich liess sie in meinen Händen hin und her wandern als würde sie mir ihr Logo in die Hand brennen. Ich boxte ihn an die Schulter.

„Au – hei. Spinnst du. Was soll den das. Das ist nicht meine Waffe. Ich bin doch nicht bescheuert. Glaubst du ich riskiere Zwangsarbeit wegen so einem Ding. Nicht wirklich. Seit das weltweite Schusswaffenverbot ausgesprochen wurde – sind die Strafen viel zu streng. Ne ne Lady – Nicht wirklich. Die muss dir gehören.“

„Auf keinen Fall. Meine Nachbarn sind wahre Meister ihres Werkes. Sie bespitzeln alles und jeden. Die haben einen Schusswaffensensor. Das sag ich dir. Wahrscheinlich ist gleich das Swat-Team hier. Scheisse, Scheisse, Scheisse. Was machen wir jetzt?“

„Fliehen. Ganz klar. Konto plündern und ab nach – äh – Mexiko? Da gibt es bestimmt auch noch illegale Schusswaffen – die nehmen uns bestimmt auf.“

Ach Scheisse. Ich mochte mein Haus. Aber das war natürlich nicht mehr möglich. Bestimmt war neben dem Swat-Team schon diese Schusswaffen Roboter. Irgendein Nerd hat diese Staubsaugerroboter so umprogrammiert, dass sie immer dann auftauchten, wenn irgendwo eine Schusswaffe auftauchte. So ein Mist. „Hei Stinkekater – wie sieht es aus. Muss es unbedingt dieses Haus sein – oder bist du mit der Bewohnerin einverstanden. Dann würde ich dich mitnehmen. Was sagst du zu Mechico? Hä?“ „Brrrrbrrrrbrrrr.“ „Ach du Süsser. Komm wir packen unsere Sachen und fackeln dann das Haus ab um die Spuren zu verwischen. Mexiko soll ja echt ganz schön sein.“

„Auf, auf, auf, auf Lady – wie lange brauchst du denn.“

„Wenn wir jetzt miteinander fliehen sollten wir vielleicht auch unsere Namen wissen?“

„Okay – wir werden wohl paar Stunden miteinander verbringen – da wäre es schon besser unsere Namen zu kennen. Statt Lady und Vollidiot. Mein Name ist Amy“

„Haha. Du bist echt überhaupt nicht witzig. Aber ich mag dich. Mein Name ist Nat.“

„Gut – Nat – dann auf – lass uns in das Land der unmöglichen Möglichkeiten fliehen. Yehah.“

Sie schwangen sich in ihr Cabrio und der Kater streckte sich gemütlich auf der Rückbank aus. Diese dämlichen Menschen – natürlich habe ich die Waffe herein gebracht. Ich habe keine Maus gefunden um mich einzuschleimen. Hätte nie gedacht, das mich das zu einem super Trip mit meiner neuen Freundin bringen würde. Das werde ich  mir für die Zukunft merken. „Brrrrrbrrrrr.“

 

Humor, Story Samstag

[Story-Samstag] Heiliger Bund – Nur die Familia zählt

Der Wonne Monat Mai – Da fahren ständig die hupenden Autos durch die Strassen. Perfekt um eine Geschichte zu erspinnen.

 

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Ich gebe alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren

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Ach verflixt. Da hatte sie doch den wichtigsten Termin des Jahres fast vergessen. Sie musste noch so viel erledigen.

Schnell packte sie ihre Utensilien weg. Sie war die Trauzeugin – wie konnte das denn passieren? Eine Brautjungfer im hässlichen Kleid hätte es doch auch getan. Aber nein – Millie meinte wohl – sie – Andrea – wäre die perfekte Trauzeugin. Die Familien kennen sich schon lange und die beiden haben schon im Laufstall zusammen gespielt. Nur sind ihre Interessen seit einiger Zeit sehr weit entfernt. Während Millie immer die Prinzessin war musste Andrea schon früh ins Familienunternehmen einsteigen. Wobei der Chef auch noch Millies Vater war. So – sie hätte also sowieso nicht ablehnen können. Das hätte Schande und Unmut über ihre Familie gebracht.

Ihr Vater war eh schon enttäuscht, dass er keinen männlichen Erben für das Familienunternehmen hatte. Aber es war ihm und  ihrer Mutter nicht vergönnt gewesen noch einen Sohn zu bekommen. Also hatte Andrea den schwarzen Peter gezogen und es wurde von ihr erwartet sich die Hände schmutzig zu machen, während ihre Freundinnen sich nach den Hausaufgaben trafen und sich in der Mall vergnügten, lernte sie essentielles für den Familienjob. Seltenst durfte sie sich mal mit den Freundinnen verabreden. Nur wenn ihre Mutter beschwichtigend auf ihren Vater einredete und ihm bewusst machte, dass sie halt auch ein Mädchen war und nicht nur ….Ach verdammt – das Handy klingelte.

Das war jetzt wirklich unpassend – sie hatte einen wichtigen Auftrag vor den Füssen, den sie noch wegschaffen  musste. Ach – Millie, was will sie denn jetzt noch? Seufzte Andrea

„Andi – Süsse, warum dauert das denn solange bis du an dein Handy gehst. Ich drehe noch durch. Du musst sofort kommen und die Blumenarrangements mit dem Floristen besprechen. Ich werde noch einen Herzinfarkt bekommen bevor  ich den Heiligen Bund eingegangen bin. Wo bist du?“

Nicht weit genug weg. “Millie, du weißt doch, dass ich arbeiten muss, oder? Ich hoffe du hast nicht vergessen, für wen?“ rollte sie die Augen. Millie war eine richtige verwöhnte Göre. Ihre Mutter war früh gestorben und ihr Vater hatte ihr alles durch gehen lassen. Ein klassisches Klischee einer verwöhnten reichen Zicke. Man sagt nicht umsonst – Das Leben schreibt die Geschichten. Andrea seufzte.

„Ausserdem weisst du, dass ich es hasse wenn du mich Andi nennst. Also ich habe hier noch etwa eins bis zwei Stunden zu tun. Ich muss noch – ähm – den Müll beseitigen, der bei diesem Job angefallen ist. Das wird etwas schwierig. Also gedulde dich, dann bin ich hundert prozentig für dich und deinen Heiligen Bund da.“

Heiliger Bund – Andrea musste sich zurück halten um nicht laut los zu lachen. Die Braut in weiss. Ha! Sie sollte Rot tragen oder wenigstens das rote A – so unschuldig war Millie. Ihr Zukünftiger war ein Aussenseiter. Er wusste nichts – der arme Tor.

„Gut Andi, Andrea – ich verlasse mich auf dich. Ich hoffe doch du hältst dein Versprechen – ich will nicht mit Daddy reden müssen. TaTa bis später.“

Diese miese Kröte – wenn ich nur könnte wie ichwollte. Aber einmal in dieser Familie  immer in dieser Familie. Ich würde es ihr wirklich gerne heimzahlen. Miststück.

Andrea wurde jäh in die Gegenwart zurück gerufen. Ihr Auftrag zuckte. Ach Mist – das habe ich wohl verbockt. Vater wäre nicht sehr erfreut. Dabei war sie doch schon so lange alleine tätig. Diese blöde Hochzeitskiste. Sie öffnete den Koffer und nahm den kleinen Dolch. Nein! Sie steckte ihn zurück und zog die Spritze vor. Es sollte ja unauffällig sein. Es war ein wichtiger Auftrag ohne Spuren zu hinterlassen. Sie zog die Spritze auf und stach zu. Ein grausamer, aber schneller Vorgang. Zufrieden verstaute sie alles und ging zur Tür, ein Blick zurück: Es war alles ordentlich. So musste es sein. Schnell noch ein Foto und weg.

Andrea stand vor der  prächtigen Villa – sie musste überlegen, ob sie tatsächlich da hinein gehen wollte. Eigentlich will ich nicht da rein. Alles in mir sträubt sich dagegen. Ich hasse dieses Haus und ich hasse diese Familie und ich hasse mein Leben. Aber was ich  mag, ist der Respekt, der mir entgegen gebracht wird.  Andrea schüttelte sich und ging die lange Treppe zum Eingang hinauf. Sie klingelte und der Butler öffnete.

„Ah – Fräulein Andrea – zum Glück sind sie da. Das gnädige Fräulein Millie steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Ich habe es nicht so richtig verstanden. Es klang nach Schleife und Schleier. Es ist als bewege man sich durch ein Minenfeld.“

„Ach guter alter Freund. Was haben sie nicht schon alles mit gemacht. Aber bald ist sie verheiratet und ein neuer Butler, darf sich seine Flügel bei ihr verdienen.“ Lachte Andrea und klopfte ihm auf die Schultern

Schnell sprang sie die Treppenstufen hoch und blieb vor der Tür zur Hölle stehen. Sie atmete tief ein und öffnete sie. Fast wäre sie rückwärts wieder raus gefallen. Es war ein Tumult in diesem Zimmer – sie erfasste eine Welle von Wut und Trotz, die fast körperlich zu spüren war. Was für ein Wahnsinn nur wegen einer Hochzeit. Ich werde nie heiraten. Das kommt gar nicht in Frage. Diesen Mist mache ich bestimmt nicht mit, da kann Papa sich auf den Kopf stellen und mit dem … „ANDREA!! Wo bleibst du so lange? Ich warte schon ewig auf dich. Schau dir das Desaster an. Das Kleid ist furchtbar. Zu wenig Schleifen und Rüschen. Ich will aussehen wie eine Prinzessin. Das muss man auf jeden Fall sofort erkennen. Die Prinzessin – das bin ich doch auch. Mein Vater ist der König. Also, sorge dafür, dass mehr Schleifen und Rüschen dran sind. Hopphopp.

Andrea dachte an ihren Werkzeugkoffer und wie gerne sie ihn gerade jetzt bei sich hätte. „Mehr Schleifen und Rüschen? Meinst du nicht du wirst dann fett aussehen? Das bauscht doch ganz schön auf. Also ich würde mir das schon gut überlegen. Schau dir die Kleiderpuppe an. Ich finde das Kleid wirklich perfekt. Wo sollen denn noch Schleifen und Rüschen dran? Es geht nur noch an Po und an den Hüften. Schätzchen. Das sieht aus als müsstest du heiraten. Jeder wird denken du bist schwanger. Und was soll dein Vater dann sagen. Er wird sein Gesicht verlieren. Er denkt, er gibt dich als Jungfrau in die Ehe.“ Andrea setzte sich neben Millie und blickte ihr  über den Spiegel ins Gesicht. „Süsse – überleg doch mal. Dein Kleid ist perfekt. Du hast dich Monate lang zur perfekten Figur gehungert und jetzt willst du das verbergen unter Schleifen und Rüschen?“

Millie dachte einige Sekunden nach, drehte sich zu ihren Brautjungfern um und schnauzte sie an. „Ihr dämlichen Hühner – ihr hättet mich fett aussehen lassen!“ Dann drehte sie sich wieder zu Andrea. „Ich habe mir genau die richtige Trauzeugin gesucht. Du rettest mich und meine Hochzeit. Wenn alles glatt läuft, werde ich  mit Papa reden und wir werden sehen, ob wir deiner Familie nicht noch etwas mehr Anerkennung geben können. Mal sehen. Vielleicht einen nobleren Bezirk. Was sagst du?“

Andrea schaute überrascht und erfreut aber sie war es nicht. Sie wollte unabhängig sein. Nicht mehr dieser schrecklichen Familie unterstehen. Nun – eine Beförderung ist auch schon mal was.

Andrea ging zu den Blumenarrangements. Sie besprach  mit dem Floristen die Änderungen als schon wieder ihr Handy klingelte. Sie rollte mit den Augen, da sie dachte es wäre Millie, aber es war ihr Vater.

„Hei Spätzchen, alles gut gelaufen bei dem  Job?“ „Das wirst du morgen in den Zeitungen lesen.“

„Komm, spann deinen alten Herren nicht so auf die Folter. Apropos Folter – ich habe einen neuen Auftrag für die Chef-Vollstreckerin. Ein kleiner Ganove hat unseren Big Boss wohl um sein Geld geprellt und die Hochzeit wird doch sooo teuer. Da brauch er jeden Cent. Ich schicke dir die Adresse.“

„Aber Paps, kann nicht Enrique gehen? Ich stecke mitten in diesem Hochzeitsalptraum.“ „Nein mein Schatz – das soll dich doch bisschen ablenken und auflockern. Ich weiss doch wie sehr dich diese Hochzeit nervt. Du sollst doch nicht noch einen Burn out bekommen, wegen einer schnöden Hochzeit für dieses kleine verwöhnte Monster. Das wird dir gut tun. Komm schon.“

„Na gut, wahrscheinlich hast du recht. Dann soll Enrique wenigstens diese Hochzeitsplanung beobachten. Hahahahaha.“

„Ja guter Scherz. Bis dann Mäuschen.“

„Bis dann Paps. Hab dich lieb.“ Er hatte Recht – so ein bisschen Foltern entspannte mich eigentlich immer. Ich ging also lächelnd Richtung Auto als ich einen schrillen Schrei hörte und ein Klirren. Etwas war durch die Fensterscheibe gekracht. Mitten vor die Füsse des Caterers. Der liess fast die Torte fallen. Ich sah diese schon fallen. Und dann sah ich Millie aus dem Fenster stürzen, direkt in die Tortenüberreste. Ihr Blut würde den weissen Fondant durchziehen und Andrea würde daneben stehen und erleichtert aufatmen.

Aber er hatte die Torte fest im Griff und der Tagtraum zerplatzte. Sie überlegte kurz ob sie schnell flüchten sollte aber es war zu spät. Sie wurde schon entdeckt. „ANDREA!“ Sie konnte die mitleidigen Blicke förmlich fühlen. Wieder einmal dachte sie an ihren gut ausgestatteten Werkzeugkoffer und dass eine Folter sie entspannen würde – wen sie dabei folterte war ihr doch eigentlich egal.

„Hi Millie? Was gibt es denn?“ flötete Andrea das Fenster hoch. „Komm sofort hoch.“

„Ich habe einen Auftrag.“ „JA!! – Dein Auftrag ist meine Trauzeugin zu sein. Komm hoch.“

Verflixte Scheisse. Wie war sie nur an diesen Posten gekommen. Sie konnte sich einfach nicht erinnern. Das musste doch irgendein Racheakt einer verfeindeten Familie sein. Hatte sie in letzter Zeit einen von denen getötet? Mit hängenden Schultern bewegte sich Andrea Richtung Brautzimmer, oder sollte sie es besser Brutzimmer nennen. Andrea schmunzelte.

Wieder stand sie vor der Tür und kein Loch im Boden wollte sie verschlucken. Sie trat ein und wartete bis der erste Schwall Worte an ihr abprallte. Dann sortierte sie die Worte und heraus kam Blablabla Haare blablabla verhunzt – blablabla töte sie. Stopp. Töte sie. Andrea musste sich verhört haben. Aber Millie wiederholte noch einmal. „Andrea – ich befehle dir, diese Person sofort zu töten. Schau dir an, was sie mit meinen Haaren gemacht hat. Sie hat sie verbrannt. Da – siehst du. Da sie hat Löcher in meine Frisur gebrannt. Sie muss verschwinden – kümmere dich darum.“ „Äh – Millie, ich kann nicht einfach die Stylistin töten.“ „Und ob – du wirst von meiner Familie bezahlt. Wenn du es nicht tust, wird es jemand anderes aus der Familia tun – aber das wird auf deiner Punktekarte ganz schöne Abzüge geben. Verstehst du mich?“ „Ja – das kann man wohl kaum missverstehen. Aber ich werde sie nicht töten. Ich besorge dir jemanden, der das wieder hin bekommt und Amorelli Coiffeur wird mit sofortiger Wirkung seinen Laden schliessen und die Besitzerin verschwinden. Aber nicht im Kanal. Dass das klar ist. Verstehst du mich Millie? Das ist kein Spiel mit Barbie Puppen. Du spielst hier mit Menschenleben. Du bist kein kleines Kind mehr – du wirst heiraten und bald eine eigene Familie gründen. Also werde erwachsen. Ist das klar?“

Millie sah Andrea verschreckt an. Dann stand sie auf. Es fehlte nur noch der Rauch, der aus der Nase austritt. Dann nahm sie wieder einen Gegenstand und ein weiteres Fenster ging zu Bruch. Sie schrie auf und trat auf und setzte sich wieder. „Hol deinen Rettungsplan und dann geh mir aus den Augen. Ich will dich heute nicht mehr sehen. Verschwinde.“

Das liess sich Andrea nicht zwei Mal sagen. Sie war schneller aus der Tür draussen als jemand schwupp-di-wupp sagen konnte. Sie rannte fast – schnell zum Auto und das Grundstück verlassen. Auf dem Weg machte sie dem Stylisten ihres Hundes noch Beine und erzählte ihm alles was er wissen musste. Inklusive, dass er auf keinen Fall verraten soll, dass er Hundestylist sei. Sonst bräuchte Andrea schnell einen Unterschlupf – vielleicht das Zeugenschutzprogramm?

Jetzt freute sie sich aber mal auf die Ablenkung. Sie schwor sich, dass das nie wieder geschehen würde – nie wieder würde sie Trauzeugin werden um jemanden in den Heiligen Bund der Ehe zu führen. Lieber zehn Folter und zehn Beseitigungen, als noch einmal eine Hochzeit betreuen.

ENDE

 

Humor, Story Samstag

[Story-Samstag] Lauschangriff

Was ist der Story-Samstag? 

Der Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex gibt ein kleines Thema vor. Und wir haben die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. Man hat immer zwei Wochen Zeit um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen…

Diese Aufgabe war eine echte Herausforderung. Ich komme nicht oft genug in die Öffentlichkeit um Gesprächen zu lauschen und wenn – dann vergesse ich das wieder ganz schnell wenn es nicht so skurril ist, dass ich es meinem Mann erzähle. Wie einmal beim Fressnapf – das wäre auch eine Geschichte gewesen. Da stand ich hinter einer Hundebesitzerin. Und die Verkäuferin wollte ihm ein Leckerchen geben, hat aber gefragt. Da sagt diese Frau – „Ach eigentlich eher nicht – ich will nicht, dass er anfängt immer sein Pfötchen zu heben um etwas dafür zu bekommen.“??? Das machen unsere auch ohne, dass sie was zu fressen bekommen. Die wollen dann einfach nur gestreichelt werden. Nun ja…Aber ich habe dann doch mal gelauscht und nicht vergessen.


Ein Fetzen im Kaffeeraum auf der Arbeit

Sie hat ein Sockenproblem…

Mein zweiter Lauschangriff

Ein Gesprächsfetzen, den ich bei einem Telefongespräch auf der Arbeit mitbekam.

Ich kann mir keine Leute aus dem Arsch ziehen…

Da lief sie so am Strand entlang und betrachtete die Wellen, wie sie sanft ihren Ausklang am Ufer fanden. Der Himmel war düster. Es würde bestimmt bald anfangen zu regnen. Regen am Strand. Sie liebte das. Aber was sollte sie nur machen. Wenn sie hier blieb und nass wurde könnte das verheerende Folgen haben.  Sie würde nasse Füsse bekommen. Und in letzter Zeit hatte sie fast nur noch einzelne Socken in der Schublade. Aber sie liebte es doch so. Manchmal fand sie einen verlassenen Platz unter den Bezahl-Schirmen mit Liege. Diese Schirme waren wasserdicht. Und wenn es regnete war ja keine Aufsicht dort. Aber heute konnte sie keinen entdecken. Überall lagen diese Socken verteilt auf den Liegen. Was sollte das denn? Da fiel es ihr ein. Sie hatte Letzt einen Artikel in der Zeitung gelesen. Da stand etwas. Vielleicht bekam sie es ja zusammen. Da stand „Sie haben ein Sockenproblem? Ständig frisst ihre Waschmaschine ihre Socken. Sie können sich das nicht erklären? Forscher haben herausgefunden…lesen sie weiter auf Seite 3. Hätte sie mal auf Seite 3 weiter gelesen. Aber sie konnte sich noch etwas erinnern – irgendwas stand da, dass die Waschmaschinen mit den Socken schon ein Leben lang einen Zwist austrugen. Die Socken beschwerten sich immer, dass sie gezwickt wurden von den anderen Kleidungsstücken. Angeblich würden die Socken immer so stinken. Das wollten sich die Socken nicht mehr gefallen lassen und da sie ja immer in Paaren auftraten fingen sie an sich gegen diese Verleumdungen zu wehren. Da griff irgendwann die Waschmaschinenlobby in den Kampf ein und trennte die Rebellen. Jedes Mal wenn also ein Sockenpaar rebellisch wurde, schnappte sich die Maschine einen Teil um diese beim  Schleudern durch eine Art Waschmaschinen- Wurmloch hinaus zu schleudern. Jetzt wusste sie wo die einsamen Socken landeten. An diesem Strand. Sie sah es ein. Ihr Lieblingsstrand wurde okkupiert – Sie hatte ein Sockenproblem. Aber vielleicht – wenn sie durch die Reihen der traurig hängenden Socken lief, würde sie vielleicht welche finden, die ihr gehörten. Also packte sie sich und fing an gemütlich die Socken zu beobachten. Aber sie merkte, das wäre eine Aufgabe für mehrere. Was sollte sie tun. Da fiel ihr was ein. Wenn die Waschmaschine in der Lage war ein Wurmloch zu öffnen – vielleicht könnte sie das auch – Also kein Wurmloch – aber vielleicht – hm…schnell ging sie hinter einen Strandkorb. Sie bückte sich – rüttelte sich und drückte. Erhob sich wieder – sprang auf und ab – dann dachte sie, wenn sie vielleicht von der Liege springen würde. Also kletterte sie auf die Liege und sprang. Das machte sie mehrere Male. Danach bückte sie sich und drückte und drückte. Aber sie sah es ein. Ein Gedanke schlich sich in ihren Kopf: „Ich kann mir keine Leute aus dem Arsch ziehen!“ Also kam sie hinter dem Strandkorb wieder hervor – schüttelte sich noch mal – straffte die Schultern und ging auf die Suche nach ihren vermissten Socken.

Ende

 

Humor, Schreibkicks

Schreibkicks – Kuriose Geschichten aus dem Freibad

Bei Frau Vro habe ich auch eine schöne Schreibaktion entdeckt – Schreibkicks. Hier wird von Sabine immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird.

Dieses Mal ist das Thema für den 1.5.

Mit dabei sind diesen Monat

Kuriose Geschichten aus dem Freibad

Kuriose Geschichten aus dem Freibad

Na ja – Kurios ist es eigentlich nicht geworden. Eher Fantasie. Nun. Ich hoffe es gefällt trotzdem.

Taucht mit mir in den Pool

Nun – da die erste Geschichte nicht so kurios wurde, habe ich im Anschluss noch eine echt wirre Geschichte. Das muss am Schokoladenentzug liegen. Ich hoffe ihr amüsiert Euch etwas über Alice.


 

Die ersten schönen Tage sind angebrochen. Bald beginnt die Freibad-Saison. Alexa konnte es kaum abwarten. Dieses Wochenende sollte es so weit sein. Sie hatte sich extra schon einen neuen Badeanzug gekauft. Ihre Freundin  meinte, es würde Zeit sich einen Bikini anzuziehen. Schliesslich sei sie schon 15 und man könne schon sehen, wie sie sich zu einer Frau entwickle. Das müsse sie auch nach aussen zeigen. Aber Alexa war sich nicht sicher. Sie hatte noch etwas Babyspeck, wie ihre Mutter es nannte. Das würde sich verwachsen, sagte sie immer. Auf keinen Fall würde sie es zulassen, dass sie eine Diät mache.  Es gäbe nichts Schlimmeres im Leben einer Frau als ständig den Diäten nach zu hecheln. Nein, nein, nein. Das würde für ihre Tochter nicht in Frage kommen.  Aber das war nicht der Grund für ihre Unsicherheit in Bezug eines Bikinis. Sie wollte nicht so viel von sich zeigen. Sie war noch gar nicht so weit sich für Jungs zu interessieren. Sie wollte sich noch nicht wie ein dummes Hühnchen verhalten. Sie sah es ja immer bei ihren Klassenkameradinnen. Das war auch der Grund, warum Alexa kaum Freundinnen hatte. Aber auch das war ihr ziemlich egal. Sie hatte ihre Freundin, Lara. Sie kannten sich aus dem Kindergarten. Zwar war Lara auch schon so anstrengend, aber sie konnten sich immer noch alles erzählen. Selbst wenn sie so unterschiedliche Themen hatten, dass Alexa langsam Angst bekam ihre beste Freundin zu verlieren.

Endlich Wochenende. Das Freibad öffnete die Pforten. Alexa und Lara waren verabredet. Sie wollten sich vor dem Eingang treffen. Die Tasche war gepackt und ihre Mutter hatte auch paar leckere Sandwiches eingepackt.  Sie war so aufgeregt, etwas würde passieren. Sie hatte ein inneres Gefühl, es schien sie zu zersprengen. So mussten sich die Samen fühlen, wenn sie die ersten Sonnenstrahlen spürten und wussten, jetzt können sie aufspringen. Sie war kurz vor dem Aufspringen.

Schnell hüpfte sie die Stufen hinunter und rief ihrer Mutter schnell zu: „Ich gehe zum Freibad mit Lara. Bis später.“

„Hab viel Spass Liebes. Und pass auf dich auf. Der erste Tag voller Sonne und so. Bis später.“

Alexa war gut gelaunt und schwang sich auf ihr Fahrrad. Entspannt radelte zu ihrer Verabredung. Sie freute sich schon endlich ins Wasser einzutauchen. Sie liebte das Wasser schon immer. Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen. Vielleicht könnte sie dieses Jahr ihren Tauchschein machen. Sie würde mit ihrem Vater darüber reden. Ah – da stand ja Lara schon und wartete. Aber sie stand nicht alleine. Da standen noch einige aus der Klasse. Innerlich stöhnte Alexa auf. Es waren die selbst ernannten It-Leute. Na toll. Das war es dann wohl mit einem entspannten Tag. Jetzt würde Lara sich sofort verändern und albern werden. Da bleibe ich lieber die meiste Zeit am Wasser. Da habe ich absolut keinen Bock drauf.  Alexa seufzte. Sie schloss ihr Rad an und ging langsam auf die Gruppe zu.

„Hi, Lara.“ „Ah – da bist du ja endlich, dann können wir endlich rein gehen. Du hast ja ewig gebraucht. Jetzt sind die besten Plätze bestimmt schon weg.“ Motzte Lara. „Na, es hätte ja einer von euch reingehen können und was freihalten.“ Bockte Alexa zurück. Lara schaute sie verblüfft an und zuckte mit den Schultern. Sie warf ihr Haar nach hinten und hängte sich bei Lutz ein. Alexa zog sich zurück und bildete die Nachhut.

Als sie an dem Cliquen Platz ankam hatte sich noch keiner getraut ihn sich unter den Nagel zu reissen. Meine Güte – hatten die Leute echt Angst vor diesen Kindern? Alexa schüttelte den Kopf warf ihre Tasche in den Schatten und ging schnell zum Becken. Sie hatte keine Lust auf dieses affektierte Verhalten. Lieber wollte sie schwimmen. Als sie am Beckenrand stand sah sie Bob – den Bademeister. Er war schon da, als sie ein kleines Mädchen war. Er hatte ihr damals beim Schwimmen lernen geholfen. „Hallo Bob. Endlich ist es wieder soweit.“ Lachte ihm Alexa zu. „Oh ja – endlich ist es wieder soweit. Ich freue mich schon die plärrenden Bälger vor Blödsinn zu retten und den Strand jugendfrei zu halten. Aber ich freue mich dich zu sehen. Wie ist es dir so ergangen in den kalten Monaten.“ „Wie eingesperrt. Ich konnte es kaum abwarten. Und ich werde auch gleich abtauchen.“ Er hob den Daumen und lachte.

Schnell stieg Alexa den Zehner hoch. Hier oben fühlte sie sich frei. Sie blickte nach unten auf das Wasser. Es glitzerte so schön. Fast grünlich. Grünlich? Das ist ja seltsam. Haben sie neu gefliest? Hm. Sie setzte sich erst mal auf das Brett. Noch wollte keiner springen. Die Halbstarken Angeber mussten erst ihren Fans huldigen. Alexa lachte über den Gedanken. Dann stand sie auf. Sie positionierte sich  und sprang. Sie liebte die kurze Zeit in der Luft und das Eintauchen in das Wasser. Aber irgendwie schien sie eine Windboe zu treffen. Sie strauchelte und verlor ihren Weg. Sie landete hart auf dem Wasser, ging unter und wurde bewusstlos.

Als Alexa wieder erwachte war sie immer noch unter Wasser. Wie kann ich unter Wasser atmen? Ich müsste ertrinken. Alexa schaute sich um. Sie schaute nach oben zur Wasseroberfläche. Aber sie konnte nur den Himmel erkennen. Keiner schwamm dort oder hielt nach ihr Ausschau.  Was war hier los? Sie schaute nach unten. Das Grün, das sie vom Sprungbrett aus gesehen hatte, waren keine neuen Fliessen. Es war Rasen. Rasen – finde ich das jetzt eklig? Wie Moos – Hygieneprobleme – kann das durchgehen? Alexa war jetzt nur noch verwirrt.

Sie versuchte nach oben zu kommen, aber ein Sog hielt sie fest. Nein – das war kein Sog. Etwas, oder jemand zog an ihrem Knöchel. Ein Ruck ging durch sie. Sie wurde kräftig nach unten gezogen. Sie würde brutal am Boden aufschlagen. Alles wehren half nichts. Sie hatte nicht genügend Kraft sich gegen dieses Ziehen zu stemmen.  Und dann fühlte es sich an, als würde sie durch ein Rohr gezogen. Sie schien keine Knochen mehr zu haben. Sie war wie eine gallertartige Figur, die durch jede Ritze passen würde.

Es fehlte fast noch das Plopp-Geräusch und sie befand sich auf der anderen Seite des Pools. Also eigentlich wäre sie dann tief in der Erde unter Beton und Fliessen und Wasser. Aber so war es nicht. Sie schwamm immer noch. Also Wasser war hier vorhanden. Sie sah ihren Pool von der anderen Seite. Und jetzt konnte sie auch wieder Menschen sehen. Sie winkte und rief. Aber niemand wurde auf sie aufmerksam. Schnell drehte sie sich um und wollte wissen, wer sie hier her gezogen hatte. Da stand sie. Eine – was war sie? Sie schimmerte in glitzernden Blau- und Grüntönen. Ich Haar war golden und viel in perfekten Wellen ihren Rücken hinunter. Sie lächelte und Alexa fühlte sich geborgen.

„Was – wo ist das hier?“ fragte sie. „Und wer bist du?“

„Hallo Alexa. Schön, dass ich dich endlich zu mir holen konnte. Ich bin Varaya. Die – Meergöttin. Das passt hier gar nicht. Poolgöttin? Nein, das klingt albern. Ich bin eine der Töchter des Meergottes. Und deine Schwester.“

Alexa wurde schwindelig. Meine Schwester „Meine Schwester? Was meinst du damit. Deine Schwester. Ich habe keine Geschwister. Bin ich beim Sprung mit dem Kopf aufgekommen. Liege ich im Koma und träume das. Ich verstehe das alles nicht.“

„Langsam. Ich verstehe, dass du verwirrt und ängstlich bist. Aber hast du nie diese kuriose Spiegelung im Pool oder auch nur in der Wanne bemerkt? Wir waren immer bei dir. Aber Vater musste sich entscheiden, dich zu schützen. Deswegen hat er dich in der Menschenwelt versteckt. Du musst doch gemerkt haben, dass du anders bist. Das du kaum Freunde finden konntest.“

„Ja natürlich. Aber nur weil ich etwas langsamer in der Entwicklung war. Ich interessiere mich noch nicht richtig für diese Dinge, die Mädchen in meinem Alter mögen.“

„Genau. Es ist dir nicht in die Wiege gelegt nach Äußerlichkeiten zu schauen. Du schaust tiefer. Wir alle. Wir schauen in die Seele. Aber unsere Welt war in Gefahr. Vater hat uns alle versteckt. Nur dich, hat er in die Menschenwelt geschickt. Er wollte wissen, wie die Menschen sind. Du  warst genaugenommen ein Spion. Unser Land wird immer noch bedroht. Und zwar von den Menschen. Sie achten auf nichts. Ihnen ist nur der Profit wichtig. Sie schmelzen die Pole um an die Ressourcen zu kommen. Ihnen ist egal, dass sie uns und andere zerstören werden. Uns bleibt nichts übrig. Den Krieg werden wir nicht gewinnen. Wir müssen uns zurückziehen. Soweit, dass sie uns nichts mehr antun können. In der Hoffnung, dass es irgendwann mal Hilfe geben wird. Vielleicht erwachen die Menschen irgendwann mal. Aber solange werden wir uns zurückziehen. Die Magie ist tot. Die Menschen glauben nicht mehr an uns. Sollen wir weiterhin als böse Meerjungfrauen, die Männer von den Schiffen holen? Wofür? Nein – wir kapitulieren. Den Krieg gegen die Gier haben wir verloren. Deswegen hole ich dich ab. Deine Zeit bei den Menschen ist vorbei. Trauere nicht um sie. Sie werden dich vergessen. Du gehörst zu uns, zu deinem Volk. Irgendwann werden wir auferstehen. Aber solange versuchen wir zu überleben. Komm. Deine Familie wartet auf dich. Schau nicht zurück. Sie denken schon jetzt nicht mehr an dich. Wir haben dich nie vergessen. Komm jetzt“

Alexa horchte in sich und merkte – Varaya hat Recht. Nichts hielt sie auf der Erde. Sie bedauerte nichts, was dort auf sie warten würde. Ihre Eltern – sie liebte sie, aber sie würden sie vergessen und weiter leben. Das war okay. Es wurde Zeit nach Hause zu gehen.

Ende


2. Geschichte

Kurioses vor dem Freibad.

Ist das zu fassen. Da wollte ich doch endlich die Freibad Saison einleiten und was ist. Ich passe nicht mehr in meinen Badeanzug. Ja  – gerne würde ich sagen, er wäre zu gross geworden. Aber leider muss ich zugeben, dass vielleicht doch ein oder zwei Schokonikoläuse zu viel auf meiner Hüfte gelandet sind. Gut – anderseits dehnt sich das Ding ja. Sieht zwar sehr dünn aus – also der Stoff nicht ich, aber was solls.

Ach was solls – ich gehe einfach mit diesem ollen Teil. Wer wird schon auf mich achten? Ich packe meine Tasche. Schnapp mir einen Schokoosterhasen und noch ein paar Sandwiches. Wenn schon denn schon. Nach Ostern geht auch noch. Also abnehmen.

Immerhin nehme ich das Fahrrad. Das reicht um mein Gewissen zu beruhigen. Als ich am Freibad ankomme erwartet mich etwas Seltsames. Hier war ein Schild angebracht. Auf dem Schild stand: Da es in den letzten Jahren durch vermehrten Schokoladenkonsum immer mehr zu dicken Hüften und somit verstärkter Wasserverdrängung kam, sind wir gezwungen einen Preisaufschlag zu verlangen für Personen, die nicht durch diese Schranke passen. Ihr Freibadteam.

Urg. Die wollen mich doch verarschen. Als wenn ich da durch passen würde. Wer passt denn überhaupt dort durch. Eine Papier-Kleiderpuppe? Ei, da passen ja noch nicht mal die Supermodels von Klum durch. Also so was? Und ich bin nicht die einzige, die sich da irgendwie brüskiert. Eine Gruppe Fülliger steht vor dem Eingang und diskutiert lautstark. Ich bin neugierig. Ich will wissen, was passieren wird. So was Kurioses hab ich ja noch nie gehört.

„Hi Alice – wie geht es dir. Ich sehe. Du hattest auch noch paar Schokonikoläuse vom Walter. Die waren lecker oder. Aber sie sind ungefiltert auf der Hüfte gelandet. Und jetzt. Jetzt dürfen wir nicht ins Freibad. Eigentlich müsste Walter den Aufschlag bezahlen. Dem sein Zeug ist verdammt gut. Schau, ich habe schon paar Osterhasen in der Tasche.“ Ich grinste und zeigte ihr meine Tasche. Wir lachten.

„Okay – habt ihr einen Plan?“

Norbert nickte: “Auf jeden Fall. Ich lass mir doch nicht noch mehr abnehmen. Also von den Hüften gerne, aber nicht aus meinem Portemonnaie.  Wir sind genug Leute. Wir werden einfach die Leute aufhalten, die durch diesen Laserstrahl passen würden. Und dann bekommen sie einfach Walters Schokolade. Die wirkt sofort. Ruckzuck passt hier keiner mehr durch und dann müssen sie einfach aufmachen, ansonsten kommt ja gar keiner. Na was meinst du?“

„Absolut. Dafür opfere ich sogar meinen Vorrat. Auf. Lasst uns loslegen.“

Es dauerte nicht lange und sie kamen. Die dürren, blassen Gestalten. Wie Geister kamen sie an. Man konnte fast durch sie durch sehen. Sie schwankten gefährlich im Wind. Ich glaube bei manchen konnte ich Gewichte in den Schuhsohlen erkennen. Ha – das würde gleich ein Ende haben. Zwei – drei Osterhasen und sie würden Walters Hexenwerk kennen lernen. Seine Schokolade bewirkte schon beim dran schnuppern, das man zulegt. Da kann man sich ja vorstellen wie es erst bei ihrem Genuss ist.

Diejenigen, die sich wehrten, wurden die Schokolinsen verabreicht, wie einem Hund eine Wurmtablette. Bei manchen zwischen Salatblättern versteckt und bei den ganz misstrauischen, einfach zwischen die Lippen gestopft. Da würde die Schokolade schon ihre Wirkung entfalten.

Es dauerte nicht lange und keiner passte mehr durch diese Schranke. Die Freibad-Geschäftsleitung sah von ihrem Turm zu und verzweifelte. Nach dem sie erkannten, dass die Leute immer dicker wurden, wollten sie nicht die Presse auf die Situation aufmerksam machen. Heimlich wurde das Schild entfernt und die Türe wurden geöffnet. Sogar kostenlos. Zur Saisoneröffnung.

Wer sagt es denn. So manchmal öffnet eine gute Schokolade Tür und Herzen. Und Hosenknöpfe ;-)

Humor, Projekt TXT*

Das vierte Wort | 2017 – Alkohol – Wall of Shame

Ein neues Wort ist überlegt und will euch präsentiert werden: Mehr dazu findet ihr bei Projekt.TXT

Am Strand, am See, am Fluss, in der Bar, beim Fest, beim Booty-Call, beim Grillen, in der Kneipe, nach der Arbeit, oder auch manchmal auf Arbeit, im Urlaub – er ist überall dabei.

Wenn man glücklich ist, traurig ist, entsetzt, müde, verliebt, flirtend, resigniert, gelangweilt, jammernd, todernst oder regenbogenhappy: #Alkohol ist ein treuer Begleiter.

 

„Wie betrunken warst du letzte Nacht?“

„Nun – Ich habe immer noch meine Hose an, also nicht zu betrunken.“

„Das sind nicht deine Hosen.“

Ich schaute an mir herunter und tatsächlich. Das war nicht meine Hose. Ich schaute zu Stacy und sie guckte mich an, wie ein verschrecktes Huhn. Wessen Hose hatte ich denn da an?

„Ari – was hast du denn gestern gesoffen?“

„Tja – wenn ich das so wüsste. Ich weiss, ich bin in die Bar gekommen. Da war schon die ganze Clique. Du warst doch auch da. Was habe ich denn alles gemacht. Habe ich mich blamiert.“

Stacy fing an zu lachen. „Oh und ob meine Liebe. Du hast dich gehörig blamiert. Oder was meinst du wie du an die fremde Hose gekommen bist.“ An die Erinnerung denkend musste Tracy sich setzen. Sie schlug mit der Hand auf ihren Schenkel und lachte. Es fehlte nur noch, dass sie anfing sich zu kringeln. Kaum hatte ich das fertig gedacht, ging es los. Stacy kringelte sich.

„Okay – Meine beste Freundin – dann lass mal vom Stapel. Was habe ich denn so peinliches gemacht.“

„Ahahahahaha….ich kann es dir nicht erzählen. Noch  nicht. Ich brauch erst mal eine Pause. Weisst du was, lass und zu Barny´s gehen. Lass und deinen Walk of Shame gehen.“

Na toll. Der Walk of Shame. Dieses Mal war ich dann wohl dran.

Letzten Sommer hatte es Brian erwischt. Er hatte sich auch gehörig blamiert. Immer im Sommer schenkte man bei Barnys einen Selbstgebrannten aus. Ein Geheimrezept. Das würde Barny wohl mit ins Grab nehmen.

„Na gut, gehen wir los, ich will es hinter mich bringen. Oh Mann.“

Stacy gaggerte immer noch und ich verdrehte die Augen. Irgendwann, wäre sie dran und dann würde ich mich fürchterlich revanchieren.

Wir kamen bei Barnys an und traten durch die Tür. Die Bar war schon wieder voll. Hatten die Leute nichts anderes zu tun? Anscheinend nicht. Es war ein kleines Kaff und es gab nicht viel Ablenkung. Die Blicke folgten mir und ich sah, auch die Lacher folgten mir. Was hatte ich denn gestern alles gemacht. Ich sollte wohl mal die Wall of Shame aufsuchen. Es hatte bestimmt jemand Fotos gemacht.

Seit einigen Jahren gab es eine virtuelle Wall of Shame. Die alte Wand befand sich direkt darunter, da waren tolle Aufnahmen aus vergangenen Tagen. Aber Barny  meinte, er müsse mit der  Zeit gehen. Also wurden die Schandtaten an die Leinwand projiziert. Schön als Karussell damit auch jedes Bild möglichst oft zu sehen war.

Ich setzte mich auf den Barhocker und drehte mich zur Leinwand. Da erschien auch schon das erste Foto. Da war noch alles in Ordnung. Ich hatte noch meine Hose an und prostete dem Fotographen zu. Da war ich wohl noch nüchtern. Mein Filmriss, war ziemlich heftig. Daran konnte ich  mich schon nicht mehr erinnern.  Weiter ging es. Man konnte fast nach jeder Stunde erkennen, dass ich immer weiter abrutschte. Aber nicht nur ich. Auch meine Sitznachbarn wurden immer lustiger. Dann kamen – die Bilder der Schande. Stacy tanzte mit irgendeinem Typen, der mir unbekannt war. Aber die Hose kannte ich. Das war die, mit der ich heute wach geworden war. Oweh.

Es folgten noch so einige peinliche Bilder. Ich auf dem mechanischen Bullen. Allerdings mit sehr schrägem Blick und sitz. Wo hatte ich denn diesen Cowboy Hut her. Ich sass auf dem Bullen, mit dem Hut in der einen Hand und einem Glas Bier in der andern. Ich wusste gar nicht, dass ich solch starke Beinmuskulatur hatte. Kamen die nur in Folge von Alkohol zu Tage? War ich Hulk. Bei dem Gedanken musste ich selbst mal lachen.

Es folgten weitere, sehr amüsante Bilder. Ich war witzig, wenn ich betrunken war. Ich stand auf der Bar und machte einen auf Coyote Ugly. Gut – ich hätte wohl nie viel Trinkgeld bekommen, denn die Bilder sprachen eine eindeutige Sprache – tanzen konnte ich nicht. Aber die Leute hatten viel Spass gehabt.

Weiter ging es in der Bildergalerie. Da war Stacy – so so. Nicht nur ich hatte zu viel von Barny´s Selbstgebrannten.

Die Tür öffnete sich und der nächste Schwall Gäste kam rein. Und schon ging das grosse Hallo los.

„Ari – na geht es wieder? Warst gut drauf gestern. Willste da weiter machen wo du aufgehört hast? Hahahahah“

„Haha. Danke Marty. Du bist echt ein Scherzkeks. Aber es wird euch alle auch noch treffen. Dafür ist Barny´s Selbstgebrannter bekannt. Jedes Jahr ein anderer auf der Wall of Shame. Ich dieses und du nächstes Jahr. Wer weiss das schon.“

Stacy kam zu ihr und setzte sich neben sie. Sie hatte ein neues Glas Bier dabei und nahm  mich in den Arm. „Ach Süsse. Nimm es nicht so schwer. Der Typ, dessen Hose du an hattest – der war noch besser drauf. Er hatte schliesslich keine Hose mehr an. Er lief nackig über die Hauptstrasse. Der Sheriff hat ihn zum Ausnüchtern in die Zelle gesperrt. Vielleicht willst du ihm die Hose zurück geben? Hahaha.“

„Wirklich Stacy – bei solchen Freunden brauche ich keine Feinde. Aber ja – lass uns zum Sheriff gehen und ihm seine Hose zurück geben. Vielleicht brauch er sie ja noch für die nächste Feucht-Fröhliche Party. Aber eins sage ich dir. Das war das letzte Mal, dass ich Barny´s Selbstgebrannten getrunken habe. Es wird Zeit, dass die nächste Generation sich lächerlich macht. Ich bin jetzt zu alt dazu. Hahaha.“

Wir verliessen Barny´s Kneipe und liefen Richtung Sheriffsbüro. Mal sehen was das für ein Typ war, dessen Hose es wert war meine Beine zu kleiden.

Niemals wieder kam ich in diese Situation. Aber jedes Jahr traf es jemand anderen. Die Wall of Shame hatte immer genügend Bilder zur Auswahl. Es war immer lustig. Eine Tradition, die nie ein Ende finden würde.


Passend zum vierten Wort von Projekt TXT bin ich über diesen Writing Prompt gestolpert.

Humor, Story Samstag

[Story-Samstag] Das Oster-Tier – Deutschland sucht das Oster-Tier

storysamstagDieses mal bei Tante Tex Ein Stellvertreter für den Osterhasen muss her. Warum soll es immer der selbe sein, der die Eier austrägt.

Viele von euch scheinen schon in Osterstimmung zu sein. Apropos Hase… Wieso eigentlich Osterhase? Warum nicht die Ostereule oder der Ostergoldfisch? Welches Tier würdest du als Repräsentant wählen und warum? Und auf welche Weise würde dieses neue tierische Upgrade das Osterfest verändern?


Das Casting – Deutschland sucht das Oster-Tier

Endlich – heute war der grosse Tag. Elwin war ganz aufgeregt. Er konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Heute wäre der grosse Tag – er war zum Casting eingeladen worden. DSDO. Einmal im Jahr fand das statt und die Tiere waren ganz verrückt. Konnte man doch für seine Gattung  Ruhm und Ehre erlangen und sogar etwas Unterstützung. Entweder um eine Karriere bei den Fabelwesen anzustreben, oder halt ein gutes Auskommen zu haben. Elwin wollte gerne berühmt sein, aber wenn man mal die Statistik betrachtete, die letzten Jahre konnte sich kein Ostertier so richtig durchsetzen. Er würde dann wohl eher das sichere Auskommen wählen. Er träumte schon davon ein tolles Nest für seine Familie aufzubauen. Mit viel Schutz und viel Süsses. Arlen – seine Freundin war eine fleissige Arbeiterin. Er war ein tapferer Soldat. Aber war das wirklich alles im Leben. Er wollte unbedingt mal aus seinem Trott heraus. Deswegen hatte er sich bei dem Casting beworben.

„Arlen – ich bin echt so froh, dass du  mich begleitest. Ich habe so Muffensaussen. Was wenn ich versage?“

„Ach Elwin. Hast du nicht die letzten Folgen gesehen? Du kannst gar nicht versagen. Es gibt so viel Chaoten, die meinen sie könnten ein Ostertier werden. Wer kann es schon mit dir aufnehmen?“

„Ach ich weiss nicht, es gibt schon ganz schön Konkurrenz. Schau – die ganze Reihe Hasen, ein Eichhörnchen habe ich gesehen, dann eine Schildkröte, mehrere Hunde und Katzen. Sogar ein Chameleon – das hat nicht nur seine Farbe verändert, sondern das der Eier gleich mit. Das muss ich erst mal toppen. Schau  mal den Pelikan, da vorne – wieviel Eier der transportieren kann. Also da sehe ich auch nicht besser aus.“

„Papperlapapp – das wird schon. Und ausserdem. Dabeisein ist alles. Oder? Einfach mal hinter die Kulissen schauen. Das wird Spassig. Keine Angst. Wir schaffen das schon. Wie ist deine Nummer?“

„251“ „Gut, dann haben wir noch etwas Zeit. Ich schau mich mal um, wer hier noch so dabei ist. Komm doch mit. Du wirst ja aufgerufen.“

Die beiden schlenderten durch die wartenden Kandidaten. Es war wirklich alles vertreten. Geschickte Eierjongleure und tapsige Eierzerstörer. Das waren diejenigen, die die Quoten brachten. Die Tiere vor den Fernsehen wollten unterhalten werden. Da musste man dann auch so Trampel bringen, wie einen Elefanten – der zwar sympathisch war, aber wirklich nicht geeignet Eier zu verstecken. Oder ein Nashorn. Er versuchte sein bestes, aber die Eier blieben immer auf seinem Horn stecken. Dann hatten wir das Faultier. Sehr beliebt, aber bis das dann die Eier verteilt hatte, wären die schon vergammelt. Aber es machte ziemlich was her, mit seinen langsamen und beruhigenden Bewegungen. Ein wirklich großer Konkurrent, war ein Känguru. In seinem Beutel konnte es viele Eier packen und es bewegte sich verdammt schnell vorwärts. Die Schlange war auch eher ungeeignet. Sie konnte sich beim Naschen einfach nicht zurück halten. Die Eier verschwanden alle in ihrem Schlund. Die Schildkröte und das Krokodil, waren eigentlich eher bekannt dafür, viele Eier zu produzieren. Also eigentlich eher Background statt Austräger. Die Hasen, machten Elwin keine Probleme. Der Osterhase war out. Die würden bestimmt keine Chance bekommen. Ebenso die Meerschweinchen. Mit ihrem gequietschte waren sie einfach zu laut.

Dann war es soweit. Er wurde aufgerufen. Arlen drückte ihn noch mal und spuckte ihm dreimal über die Schulter. Dann ging er in den Raum. Dort sollte er zeigen warum genau er geeignet war das diesjährige Ostertier zu werden.

Er bewegte sich mit seinen Ostereiern in den Raum und zeigte ihnen was er konnte. Er selbst schaltete komplett ab. Er machte nun alles automatisch. Er hatte es sooft mit den Nahrungsmitteln für die Familie gemacht. Es war absolut kein Problem die Eier sicher zu transportieren und gut zu verstecken.

Als die Vorführung fertig war, wurde er nach draussen begleitet. Arlen wartete schon ganz hibbelig. „Und wie war es?“ „Ich glaube ganz gut.“ „Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“.

„Ich musste einige Kunststückchen vorführen um ihnen zu zeigen, dass ich auch bei schwierigen Gärten in der Lage bin die Eier sicher in dort zu verstecken. Dann wollten sie sehen wieviel ich denn so tragen kann. Also ich denke man kann schon von einem erfolgreichen Auftritt ausgehen. „

„Ah wie cool.“

Und schon kamen sie um die Ecke. „Hallo Elwin. Glückwunsch, du bist im Recall. Wir machen jetzt schnell paar Aufnahmen und Interviews mit dir. Das ist dann für die späteren Auftritte wichtig. Das wird ein langer Tag für dich. Bist du bereit. Dann lass und los gehen.“

Elwin war wie betäubt. Er war in der engeren Wahl. Die Crew war total nett. Sie filmten ihn. Interviewten ihn und sogar Arlen als seine Freundin. Dann wurden Außenaufnahmen gemacht und und und.

Stunden später, war es dann soweit. Er durfte auf die Bühne. Vor die grosse Juri. Dort sassen  mehrere Berühmtheiten. Zwei der letzten Gewinner und natürlich der Boss. Der Osterhase.

„Hallo Elwin. Wie geht es dir?“

„Gut – danke. Nervös, wie alle.“

„Ja – gut, zeig und doch einfach mal deine Show.“

Und Elwin legte los. Er stapelte die Körbe voller Eier und lief damit hoch und runter. Er jonglierte sogar mit den Körben. Nicht nur mit den Eiern. Nein, das war ihm zu wenig. Er wollte ja soviel Eier in kürzester Zeit verstecken. Das führte er ihnen auch vor. Seine Choreographie war perfekt. Er kam in die kleinsten Ritzen und Ecken um die Eier dort gut zu verstecken. Die Juri war begeistert.

„Elwin. Du ziehst sofort ins Finale ein. Bis jetzt warst du tatsächlich der beste Act. Ich sehe da viel Potential. Und warum nicht mal eines aus deiner Gattung als Ostertier. Willkommen im Team“

Elwin war baff. Er hatte die Juri beeindruckt und war sofort ins Finale eingezogen. Er würde tatsächlich die Chance bekommen zu gewinnen.

Einige Wochen später bekam er erneut eine Einladung für das Finale.

Wieder zeigte er die Kunststücke und hatte sogar noch einiges dazu vorbereitet. Er kletterte ohne Probleme die Wände hoch. Dabei verlor er kein einziges Ei. Ihm war es also möglich die Eier auch in den Zimmern zu verstecken. Für die Kinder, die keinen Garten hatten. Mit dieser Performance hatte er alles getoppt. Er gewann tatsächlich das Finale. Der erste seiner Art. Er war jetzt endlich eine Oster-Ameise.

Wer könnte besser so viel Eier tragen und überall verstecken als eine Ameise?