Geschichtenzauber

Schreibeinladung für die Textwoche 07.18 – Ein alter Bekannter

Wieder habe ich  mich von Christianes Etüden inspirieren lassen. Die Wörter für die neue Textwoche 07.18 stammen von Bernd Red Skies Over Paradise.

Ein alter Bekannter hat sich mal wieder bei mir gemeldet. Nach dem er bei Mein Name sei Mama ins Auto stieg:…

Alle Begegnungen  mit Anton könnt ihr HIER nachlesen.


Angekohlt hatte er sie – aber vom Feinsten.

Da dachte sie, sie hätte ihn überfahren und war angehalten um nach ihm zu schauen.

Leise hatte er sich in ihr Auto geschlichen – das war nicht so einfach mit seinen Krallen die Tür weit genug auf zu piddeln.

Als sie weiter fuhr und im Rückspiegel seinen leuchtend roten Augen sah stand sie kurz vor einem Ohnmachtsanfall.

Er wartete etwas ab und dann ging es los.

Sie wollte schnell halten um ihn aus dem Auto zu locken – sie war wirklich sehr verängstigt – aber auch entschlossen – so leicht würde sie sich von einem Kater doch nicht Angst machen lassen.

Aber kaum hatte sie das Auto angehalten sprang er auch schon in ihren Nacken und biss kräftig zu.

Seine Herrin hatte ihm Aufgetragen noch einige Anhänger für sie zu rekrutieren.

Die Frau am Steuer schrie furchtbar – das tat ihm ziemlich in den Ohren weh – ein Ratsch mit seinen Krallen über ihren Mund und sie fiel in ein Jammern und dann um.

Er wartete einige Minuten bis sie wieder zu sich kam und dann konnte er seine neu erlangten Fähigkeiten der Menschenmanipulation einsetzen und sich zu seiner Herrin fahren lassen

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Tagebuch – Herausgepickt.

Tagebuch Herausgepickt.

Beim Stöbern bei Pinterest (da kann man echt versinken) bin ich über einen interessanten Writing Prompt gestolpert. Das hat mich angesprochen und ich werde das immer mal ausprobieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe das mal grob übersetzt. Verbesserung erwünscht.


Also habe ich heute ein Erlebnis auf der Arbeit mal in einen Ausschnitt gepackt.

Als Hintergrund – nach einem Mobbingfall verhandel ich gerade über einen leichteren Posten und mir fehlt ein Teil meines Gehalts.


Es war soweit. Heute sollte das grosse Gespräch stattfinden. Sie war aufgeregt. Sollte nach Jahren des Widerstands endlich Frieden kommen? Sie traf sich mit ihrer Kontaktperson. Sie haben schon Jahrelang miteinander gearbeitet. Sie mochten und respektierten sich. Nach ihrer Schicht begab sich Mandy in den oberen Stock. Raya wartete schon. „Hallo Raya.“ „Hey Mandy. Geht es dir wieder gut?“ Mandy war die Tage wegen einer schweren Erkältung ausgefallen. „Ja danke – die üblichen Nachwehen. Wie sieht es aus? Klappt das mit der Bezahlung?“ „Ich muss erst mal warten. Der Computer sagt mir, alles wurde hier korrekt eingegeben. Das Headquarter muss irgendwo einen Fehler gemacht haben. Aber dafür brauch ich erst die Unterlagen.“ Gut – ich war erleichtert, dass nicht hier vor Ort die Sabotage weiter geführt wurde. „Okay – dann warten wir auf die Unterlagen. Charlie hat mir gesagt, du wolltest unabhängig von der Bezahlung, mit mir reden. Wegen meiner Situation.“ „Ja – ich habe mit den Oberen geredet. Sie haben eingesehen, dass sich was ändern muss. Dieses Misstrauen und der Widerstand kann vielleicht beigelegt werden. Allerdings ist es nicht so einfach. Um dir entgegen zu kommen müssen sie die Reihen neu aufstellen. Dafür müssten sie aber fähigere Leute umsetzen.“ „Fähiger? Was ist mit den Parasiten, die sich aus anderen Bereichen eingenistet haben. Die kann man doch leicht eliminieren.“ „Ja das ist eine Option, die ich angebracht habe. Aber sie müssten auch einen starken Bot dafür entnehmen. Der könnte natürlich mehr Einsatz bringen wie du.“ „Die Oberen wissen aber, wenn sie uns nicht entgegenkommen und die Situation entschärfen, dass es zu weiteren Manipulationen und Ausfällen kommen wird.“ „Ich bin mir nicht so sicher, dass sie das so sehen. Ward fragte warum du nicht persönlich  mit ihm geredet hättest.“ Mandy schluckte ihren Ärger hinunter und antwortete: „Warum soll ich kommen – wir sind die geschädigten und verachteten hier. Durch schlechten Rat haben sie die Bombe entschärft und gezündet. Sie fragen noch  nicht mal wie es uns nach den Ausfällen geht.“ Raya sass da, hörte und nickte zustimmend. „Ja – du hast recht – eigentlich hätten sie von ihrem hohen Ross absteigen und die Hand reichen können. Aber es sieht schon mal gut aus. Sie wollen sich umschauen und noch bisschen verhandeln. Ich werde dran bleiben. Wir schaffen es schon, hier wieder Frieden rein zu bringen.“ „Ich hoffe es. Ich dachte erst sie würden alles abschmettern. Das klingt schon mal recht positiv.“ Es klopfte. Mandys Lebensgefährte Charlie betrat den Raum. „Und wie weit seid ihr?“ Mandy unterrichtete ihn über die Fortschritte. „Das war mir schon klar, dass sie diese Argumente bringen. Schliesslich haben sie Mandy jetzt auch noch aus der Wartung gezogen um die schweren Kassetten für die Manschaftsbereiche zu holen. Angeblich aus Spargründen. Aber warum ist dann jemand anders eingesetzt worden? Nun egal. Wir sind schon lange hier und die letzten Jahre haben uns gezeigt, was wir hier erreichen können. Wir wollen Frieden. Das ist unser einziges Ziel. Wir sind in diesem Geschäft schon genügend Leidgeprüft.“ Raya blieb ruhig. Mandy lachte unsicher auf. Raya schloss sie in die Arme und meinte beruhigend: „Wir werden das schon schaffen. Frieden und ein Ende der Ausbeutung ist sichtbar.“

 

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Schreibeinladung für die Textwoche 06.18 – Freiheit

Es ist wieder Zeit – Christianes Etüden mit der Wortspende von Anna-Lena von visitenkartemyblog.wordpress.com  

So – erst wollte ich was über Fasching schreiben – aber als ich die zigste Rechnung heute bezahlt habe – ist mir doch was anderes eingefallen.


Bis zum Unterhemd hatten sie  mich ausgezogen. Nichts ließen sie einem übrig.

Nicht bezahlte Rechnungen und nur auf alles verzichten, das war mein Leben die letzten Jahre.

Und jetzt sass ich knallvergnügt auf der Strasse. Das war die Möglichkeit endlich aus dem System zu verschwinden. Einfach untertauchen und die Pflichten, Pflichten sein lassen.

Das können jetzt die nächsten Generationen einfach mal erledigen. Ich hatte genug für die Gesellschaft geleistet.

Jetzt hatte ich die Schnauze voll davon ständig nur, trotz Arbeit immer am Minimum zu leben.

Nein – jetzt endlich konnte ich Frei sein – mich entfalten und Leben – Schritt für Schritt sich selbst finden


 

Das wäre schon so ein kleiner Traum von mir…

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#Writing Friday Week 6 – Strickende Engel

Und wieder ist ein #Writing Friday bei Elizzy. Es gibt noch genug Themen, die die nächsten Freitage füllen. Und irgendwie – unabhängig von dem Schneefall die Tage – schnappte ich mir die Tropen/Schneestory. Die kleine hab ich direkt vor der Nase hüpfen sehen und sie wollte geschrieben werden. Also hier mein Versuch meiner imaginären Enkelin Schnee zu erklären.

Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist

Ich sass auf der Veranda und blickte über das Wasser. Mein Haus stand so nah am Meer, dass ich es riechen konnte. Das Salzwasser kitzelte in meiner Nase und der Geruch – ganz leicht – nach Fisch und Algen beruhigte mich. Ich schloss die Augen und liess die sanfte Meeresbriese über mich hinweg gleiten.

Ich musste wohl eingeschlafen sein. Mein Traum wurde unruhig. Mein Boot, das so sanft auf dem Meer lag wurde von kleinen Wellen durchgeschüttelt. Ich erwachte und bemerkte woher der Sturm kam. Von meiner kleinen Enkelin.

„Amanda – ich hab geschlafen. Du weisst, das man alte Menschen nicht einfach aus dem Schlaf wecken soll.“ „Das ist falsch OmaTrudy. Eigentlich soll  man alte Menschen ständig wecken, damit sie nicht im Schlaf sterben.“ Da stand die kleine vier Jährige vor  mir und blickte mich so keck an, dass ich nicht anders konnte als sie zu schnappen und zu kitzeln. Sie lachte und strampelte bis sie nur noch japste, da liess ich sie los. „Warum hast du mich geweckt? Was hast du da in der Hand?“ Ich sah ein mittlerweile zerknittertes Bild in ihrer Hand. „Oma Trudy, das habe ich unter deinem Bett gefunden.“ „Was machst du unter meinem Bett? Ich hoffe sauber?“ „Hihihi, da würde ich ja nie fertig werden.“ War die frech. Ich freute mich schon auf ihr heranwachsen. „Also was hast du da?“ Sie hielt mir das verknitterte Bild hin. „Was ist das weisse da auf dem Bild? Das ist doch kein Sand. Hier bei uns ist alles sandig und der ist gelb.“

Ich blickte das Bild an und ein bisschen wurde ich traurig. Das Bild gehörte einer lang entfernten Vergangenheit an. Es war ein Bild, das mich im Schnee zeigte. Schnee. Das gab es hier in den Tropen nicht. Es gab Strände, da war der Sand so weiss wie Schnee, aber halt Sand. Der blieb und man fand ihn Tage später noch in sämtlichen Körperöffnungen.

„Das ist Schnee, mein Schatz.“ „Schnee?“ sie legte den Kopf schief, wie ein kleiner Welpe, dem man sein Spielzeug zeigte und darauf wartete, dass man es warf. „Was ist Schnee?“ „Das ist gefrorener Regen.“ „Gefrorener Regen? Wie kann den Regen frieren?“ „Er friert nicht, er gefriert.“ „Sag ich doch.“ Schüttelte die Kleine ihren Kopf, als wäre ich etwas schwer von kapee. Ich schmunzelte. „Er Gefriert, wenn es sehr kalt ist. Dann werden sie schimmernde Kristalle. Sie verändern aber ihre Form – sie werden wie die kleinen Spitzendeckchen, die ich von Uroma Paula liegen habe. Diese feine Form – Engel habe diese Flocken für uns gestrickt.“ „Engel stricken?“  „Ja, das machen sie, wenn sie uns beobachten, dann stricken sie Schneeflocken.“ „Hä?“ „Du liebst doch Eis.“ „Oh ja – darf ich eins haben? Biiiitte.“ „Aber nur wenn du  mir eins mitbringst.“ Schnell sprang Amanda auf und rannte mit ihren kleinen nackten Füsschen in die Küche. So schnell sie konnte war sie wieder zurück und setzte sich zu meinen Füssen auf den Boden. „Hier – erzähl weiter.“ „Dieses Eis. Das ist kalt.“ Sie nickte, während ihre kleine rosa Zunge am Eis leckte. „Eis ist gefroren.“ „Eis friert? – das ist kein Wunder. Im Kühlschrank ist es kalt.“ Ich musste lachen. „Genau – da ist es kalt. Und es gibt Orte auf der Welt, da wird es auch so kalt, das Wasser friert. Die Flüsse frieren zu und Seen und der Regen wird zu Schneeflocken?“ „Schneeflocken.“ Flüsterte Amanda. „Aber wie fühlt sich das denn an?“ „Kalt, sehr kalt und nass. Denn Schnee ist ganz leicht und kaum ist er auf deiner Hand gelandet schmilzt er und wird zu Wasser. So fein ist er.“ „Aber warum haben die Engel denn dann nicht dickere Tropfen genommen um den Schnee zu stricken?“ „Sie mögen das feine und leichte Gefühl der Flocken. Sie sind so leicht, dass sie im Wind tanzen können, bevor sie auf den Boden fallen.“ „Aber auf dem Boden schmelzen sie nicht?“ „Wenn der Boden so kalt ist, wie der Kühlschrank, dann nicht. Die vielen Flocken sammeln sich auf dem Boden und bedecken ihn dann ganz schnell, wie eine Decke. Deswegen ist alles so weiss auf dem Bild.“ „Und wie fühlt sich das an?“ „Hm – also erstmal ist alles immer ganz friedlich, wenn es geschneit hat. Es ist so ruhig als wäre die Welt eingeschlafen. Wie bei Dornröschen.“ „Oh – Dornröschen mag ich.“ „Ja, alle mögen sie.“ „Aber wie fühlt es sich an?“ „Es knirscht wenn man drauf läuft. Es fühlt sich manchmal an wie wenn du in einen nassen Sandhaufen greifst oder manchmal wie wenn du deinen Finger in geschlagene Sahne steckst.“ „Hm. Das klingt irgendwie schön.“ „Das ist es – aber es kann auch sehr unangenehm sein. Da der Schnee so kalt ist frieren einem die Füsse und die Finger und die Nase ein. Das ist nicht so schön.“ „Ach – so schlimm klingt es nicht – man kann ja was warmes anziehen und auch einen schönen warmen Kakao trinken. Ich will in den Schnee.“ „Vielleicht fahren wir mal in den Schnee. Vielleicht. Aber solange – komm ich zeig dir Schnee.“ Grosse Augen blicken mich an. Sie steht auf und folgt mir in die Küche. Ich öffne das Gefrierfach und kratze die Eisschicht ab – gut, dass ich nicht so oft abtaue. Ich kratze soviel ab, dass man einen kleinen Schneeball formen könnte. Dann nehme ich ihn im Eisportionierer auf und lasse ihn in ihre Hand rieseln. „So ähnlich fühlt sich Schnee an.“ „Ah hihihi. Das kitzelt und ist nass. Kann ich Schnee essen?“ „Ja – du kannst deine Zunge herausstrecken und die Flocken darauf fangen. Das macht viel Spass.“ „Gut – ich gehe schnell und packe meine Tasche – dann fahren wir in den Schnee.“

Schnell wie der Wind rauschte sie aus der Küche in ihr Zimmer und ich hörte nur noch: „Nein, das ist zu kalt, was  meinst du  Mister Schnuffel? Ja – das ist nicht dick genug. Ja natürlich nehme ich dich mit. Du musst doch Schnee auch kennen lernen.“ Seufzend ging ich an den Computer und öffnete eine der vielen Reiseportale und gab die Suche nach Schneegebieten ein.

ENDE

 

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Mach was mit Frühstück

Wieder gab es ein neues Thema – Ein Gemeinschaftsprojekt von  Herba und die Pö

Macht was mit Frühstück. 

Da ich mich gerade irgendwie so blockiert gefühlt habe, was das Schreiben angeht, habe ich die Tage mal über Frühstück gegooglet und einen Spruch gefunden, der mit tatsächlich eine Eingebung bescherte. Hier ist meine Geschichte zum Frühstück. 🙂 Steigt ein und schnallt euch an.


Sie kam spät heute. Das gefiel ihm nicht. Sie war immer pünktlich. Aber sie hatte einen neuen Job. Das hatte er spät erfahren. Sie hatte das ganz heimlich gemacht. Na gut – ganz so heimlich war es auch nicht. Sie hatte es bei Facebook und auch Twitter gepostet. Sie wäre so unglücklich, weil sie sich unnütz fühlen würde. Seit ihr Ex-Mann sich verdrückt hatte. Lars war ein guter Nachbar. Jedenfalls dachte sie das. Er half ihr beim Einzug und auch beim Aufhängen von Schränken und Bildern. Sie war so dankbar und lud ihm zu Kaffee und Kuchen ein, nachdem sie offiziell eingezogen war. Auch hatte er ihr paar Kabel und Leitungen verlegt. Das WLAN hatte er ihr installiert und auch überall in der Wohnung die Empfänger für Bluetooth gelegt. Natürlich hatte er auch gleich seine Sachen mit ihren Geräten synchronisiert. So konnte er immer hilfreich eingreifen, wenn sie denn seine Hilfe brauchen würde – oder einfach mal einschalten um zu sehen, dass alles in Ordnung bei ihr ist. Es gibt ja schon gefährliche Situationen. Da war ihm immer wohl wenn er vor dem Schlafen noch mal einen Blick in ihr Schlafzimmer werfen konnte um zu sehen, dass sie friedlich und sicher schlief.

Sicherheitshalber, hatte er auch einen Ersatzschlüssel besorgt. Man konnte ja nie wissen. Wenn sie  mal die Kaffeemaschine oder das Bügeleisen vergessen würde, könnte er wenigstens hinein und es ausschalten. Manchmal war es auch nötig einfach  nach dem Rechten zu schauen. Er kannte ja ihren Zeitplan. Er wusste wann Karina sich mit ihren Freundinnen traf, wann sie zum Yoga ging, oder Joggen. Schließlich war sein Terminplaner mit ihrem synchronisiert. Da musste er manchmal in ihre Wohnung um sich umzuschauen. Sie war manchmal etwas nachlässig in der Ordnung. Aber er wollte sie  ja nicht bevormunden und sah drüber hinweg. Es fiel ihm schwer, die Kleidungsstücke, die sie auf den Boden warf, liegen zu lassen. So manches Höschen hatte er schon eingepackt. Aber sie wurde schon stutzig. Jetzt beließ er es beim Schnüffeln. Ihr Geruch war einzigartig. Vanille mit leichtem Moschus. Das machte ihn manchmal wahnsinnig. Dann musste er schnell die Wohnung verlassen. Es ging nicht, dass er sich Befriedigung verschaffte. Das war schmutzig. Schon für den Gedanken verpasste er sich  mit einem Gummiband, dass er um das Handgelenk trug, eine Strafe.

Seine Mutter hatte ihm immer Seife in die Augen gerieben, wenn er sich schmutzige Bilder oder leicht bekleidete Mädchen anschaute. Da schleifte sie ihn an den Ohren nach Hause und bestrafte ihn. Er schüttelte den Gedanken ab und blickte durch  sein  Fernglas mit Nachtsicht. Sein Auto hatte er so präpariert, dass man von außen nicht sehen konnte, dass jemand drinnen saß. Sie kam jetzt den dritten Abend in Folge so spät Heim. Da war irgendwas nicht in Ordnung. Er hatte die Einträge in den Social Media kontrolliert – aber außer, dass sie manchmal ein Foto von einem Abend mit Freunden und Cocktails postete, nichts Außergewöhnliches. Er machte sich Sorgen. Sein Plan reifte – er musste seine Wohlfühlzone verlassen. Er musste sein Stalken – was für ein unschönes Wort für seine Sorge um sie – ausweiten. Er würde sie auf der Arbeit beobachten.

Die nächsten Tage folgte er ihr und beobachtete sie. Manchmal verkleidete er sich als Bote, oder Wasserträger. Sie achtete nie auf ihn. Aber er sah etwas, das ihm gar nicht gefiel. Sie flirtete. Ganz ungehemmt mit einem Kollegen. War das ihr Chef? Das musste er heraus bekommen. Das stieß ihn bitter auf und er musste sein Magenmedikament erhöhen. Er schlief schlecht und er wurde immer nervöser. Eines Tages war es  dann soweit. Sie verließ das Büro und kurz nach ihr ging auch der fremde Mann. Er bog in die gleiche Richtung wie sie ab. Lars war einmal mehr froh, dass er so unauffällig war. Er wurde oft einfach übersehen. Das nutzte er jetzt für sich. Er folgte dem Mann aus ihrem Büro und beobachtete, wie er vor einem kleinen Motel stehen blieb. Der Mann blickte sich um und klopfte. SIE öffnete die Tür. Lars konnte sehen, wie sie sich lasziv an ihn schmiegt und ihn zu sich in das Zimmer hinein zog. Schnell huschte er zu dem Motel und erhaschte einen Blick ins Innere. Dort sah er, wie sich der Mann schnell entkleidete und sich dann ihren Kleidungsstücken widmete. Lars fühlte physisch wie sein Herz sich verkrampfte. Wie konnte sie ihm das antun? Er schlich sich zu seinem Auto, stieg ein und fuhr ziellos durch die Gegend. Ein Plan reifte in ihm heran. Er musste sie vor diesem Mann beschützen. Sie wurde schon einmal verletzt. Das durfte er nicht zulassen.

Die nächsten Tage war Lars nicht zu sehen. Er werkelte in seinem Haus – das nicht in der Nachbarschaft von Karina lag, wie er ihr eigentlich erzählt hatte. Etwa zwei Wochen benötigte er um alles so einzurichten wie er sich das vorgestellt hatte. Jetzt müsste er nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten um Karina zu sich einzuladen. Sie würde begeistert sein.

Wenige Tage später klingelte er bei ihr. Sie öffnete, abgelenkt durch ein Telefongespräch winkte sie ihn hinein. Sie lächelte ihm zu und hielt kurz die Sprechmuschel zu. „Nimm dir was zu trinken, ich komme gleich.“ Dann ging sie ins Schlafzimmer. Die Tür war nur angelehnt und er konnte lauschen. Sie klang etwas sauer. „Hör zu. Ich mach das nicht mehr. Entweder du sagst deiner Frau, dass du sie verlässt, oder das war es zwischen uns. Ich bin nicht deine Hure. Ich habe Besuch, wir sehen uns am Montag im Büro. Und ich erwarte deine Antwort.“ Sie legte grußlos auf und kam erhitzt in die Küche zurück. „Hallo Lars. Schön, dass du mal wieder vorbei schaust. Ist schon ewig her. Wie geht es dir? Was hast du die ganze Zeit gemacht?“ Er schob ihr ein Glas Wasser hin und sie lächelte ihn dankbar an. „Ich hab bisschen bei mir renoviert. War mal nötig. Hast du ärger auf der Arbeit?“ „Hä – wie kommst du denn darauf.“ „Es hat sich angehört, wie ein Streit.“ Sie winkte ab. „Ach das, ne das war nichts.“ Sie trank einen großen Schluck und verzog leicht das Gesicht. Es musste etwas bitter schmecken. Aber bis sie sich wundern konnte, würde sie schon weg sein. Und kaum hatte er den Gedanken beendet, sank sie auch schon zu Boden. Schnell packte er paar ihrer Sachen ein und ging in die Garage, die durch den Hintereingang zu betreten war. Zum Glück waren alle auf der Arbeit und er konnte unbemerkt mit Karina über der Schulter verschwinden.

Bei sich zu Hause legte er sie in ein Bett und deckte sie zärtlich zu. Alles war bereit. Sie würde jetzt für immer bei ihm in Sicherheit sein. Morgen beim Frühstück würde sie es schon erkennen. Er war sich sicher, dass sie erst etwas irritiert sein würde, aber sie würde schnell bemerken, dass es so am besten wäre. Zufrieden mit sich und seiner neuen Welt verließ er das Zimmer. Nicht ohne sich zu vergewissern, dass das Schloss sicher verschlossen war.

Am nächsten Morgen wachte Karina mit Kopfschmerzen auf. Sie schaltete das Licht auf dem Nachttisch ein und blickte sich etwas orientierungslos um. Es war ihr Schlafzimmer – aber irgendwie kam es ihr unbekannt vor. Sie setzte sich auf und legte den Kopf in die, auf den Oberschenkel abgestützten Arme. Ihr Kopf dröhnte. Wahrscheinlich hatte sie zu viel getrunken? Sie konnte sich nicht erinnern. Da ging die Tür auf. Sie erschrak. Jemand stand im Gegenlicht. Sie konnte nur einen dunklen Umriss erkennen. „Wie bist du in mein Haus gekommen?“ Hörte sie sich fragen. Er antwortete:

Quelle

Er wusste – sie würde etwas Zeit brauchen um sich an die neue Situation zu gewöhnen – aber er hatte Geduld und sie hatten alle Zeit der Welt

ENDE

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Etüden 05.18 – Das Krüglein zum Verstummen

Ach wie schön – da spinn ich doch gerade mit meiner Erkältung und den Worten der Etüden von Christiane herum. Diese Erkältungsmedikamente sind verwunderlich – ich habe gerade einen Lauf und könnte als weiter schreiben. Aber ich werde müde. Schnell will ich das hier noch veröffentlichen, da ich Morgen unterwegs bin. Nachmittags oder am Abend freue ich  mich dann bei den Etüden-Kollegen vorbei zu schlendern.

Die Wortspende kommt diesesmal von Elke H. Speidel – transsilabia.wordpress.com.

Schlüsselblumengelb, sagte ich – nicht gelb, nicht Sonnenblumengelb, nicht Zitronengelb – Schlüsselblumengelb will ich die Wände haben.“

So stand sie mit ihren Händen in die Hüften gestemmt.

„Schau, wenn es zum Beispiel draussen graupeln sollte, sitzen wir in unserem schlüsselblumengelben Wohnzimmer und erfreuen uns an der fröhlichen Farbe.

Da ist der Winter doch nicht mehr ganz so grau – und im Sommer wird die Sonne dieser Farbe Leben einhauchen.“

Leben einhauchen – er war kurz davor etwas Leben zu beenden.

Er biss die Zähne zusammen und versuchte über das Gekeife seiner Frau hinweg zu hören.

Er versank ganz in seinen Gedanken.

Das Krüglein auf dem Kaminsims war sein Fokus – in diesen seltsamen Formen der Bemalung versank er ganz und gar.

Ihre Stimme verschwand immer mehr im Hintergrund und als er die Augen wieder öffnete, hatte er dieses seltsame Krüglein in der Hand.

Verwirrt schaute er es an und blickte dann auf den Boden auf dem sich eine grosse rote Lake bildete, neben der seine Frau lag und endlich den Mund hielt.

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[#WritingFriday] Week 5 – Das Liebes-Aus bei George und Amal?

Ein neuer Monat bei Elizzys Schreibaktion #Writing Friday. Wieder gibt es verschiedene Themen aus denen man einen Beitrag zaubern kann. Da mein erkältetes Gehirn etwas blockiert ist, dachte ich heute schaff ich nichts mehr – aber die moderne Chemie hat mir paar freie Minuten beschert.

Hier die Themen

  • Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.
  • George und Amal Clooney reichen die Scheidung ein. Du schreibst für die „Gala“ einen Artikel.
  • Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.
  • Ein vernachlässigtes Cello erzählt.
  • Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist.

Ich bin in der Klatschpresse überhaupt nicht zu Hause. Ich musste also erstmal bisschen googlen. Ich wusste weder wie Georges Frau heisst, noch dass schon Kinder da sind. Tja – aber jetzt scheint es wohl zu kriseln im Haus Clooney.


Scheidung im Hause Clooney

Nach dem unspektakulären Kennenlernen von Amal und George scheint jetzt das Liebesaus zwischen dem Traumpaar? Erst vor wenigen Tagen erfuhren wir mehr über das geheimnisvolle Kennenlernen der beiden. Amal war, im Prinzip, Ehefrau per Lieferung nach Hause. Nach dem sie von einem Freund mit zu Clooney gebracht wurde, schien es vertraulicher zu werden. Zögerlich durch Emailkontakt, heirateten die beiden 2014 in Venedig. Allerdings scheint es nach der Geburt der Zwillinge Ella und Alexander im Juni 2017 in der Traumbeziehung schon zu kriseln. Ist es das Ende der Beziehung? Wir haben erfahren, dass die Scheidung der beiden wohl schon eingereicht wurde. Genauere Hintergründe sind uns noch nicht bekannt. Allerdings wurde Amal des öfteren, vertraut mit ihrem Personal Trainer gesehen worden zu sein. Sie wolle nur die Babypfunde wieder los werden, hiess es bei einem Statement. Aber warum hat man sie dann schon in einem exklusiven Restaurant gesehen? Aber auch von George wurden Bilder mit einer noch unbekannten Frau getwittert. Wer tröstet sich über wen denn nun hinweg?

PS: Diese Geschichte ist nur Fiktion. Nicht dass ich hier ein Gerücht in die Welt setze, die morgen eine Mega Schlagzeile ergibt….;-)