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Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis Part 2

Ich habe es ja schon angekündigt….es wird eine Fortsetzung geben. Ich dachte es dauert länger, aber es hat mich einfach gekribbelt….hier ist schon das Ergebnis…

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.

Die Wortspende kommt dieses mal von Natalie und ihrem Blog, dem Fundevogelnest.

HIER ist der Einstieg.


Anton hinkte leicht. Das Leben als Zombiekatze hatte ihre Spuren hinterlassen. Aber er war rehabilitiert. Leider hatte seine Herrin ihn gefunden und er blieb. Wo hätte er auch hingehen können. Einmal auf der dunklen Seite, war es schier unmöglich einen Weg heraus zu finden. Und warum auch? Es ging ihm jetzt gut. Der Nieselregen hatte kleine Tropfen auf seinem Fell hinterlassen, die wie Diamanten glitzerten. Eddie, der neueste Gast war eingetroffen. Eddie war ein hohes Tier. Es waren immer hohe Tier, die ihre Seele verkauften und dann jammerten, dass sie den Preis zahlen sollten. Aber Eddie war noch nützlich, deswegen würde er nur eine Einweisung bekommen. Anton schlüpfte durch die Tür und wartete, dass Eddie folgte. Er sprang auf das weiche Bett und kringelte sich zusammen. Die Neuen waren immer froh, wenn Anton bei ihnen blieb und er kassierte einige Streicheleinheiten. Schließlich hatte er einige Zeit darauf verzichten müssen. Warum diese Männer und Frauen in hohen Positionen? Es war Zeit, die Menschheit war reif. Sein Eintreffen würde nicht mehr allzu lange dauern. Er hatte viel Geduld gezeigt. Jahrtausende musste er warten bis die Menschen sich von Gott abwandten. Die moderne Kommunikation erleichterte die ganze Sache. Der Sittenverfall wurde immer weiter getrieben. Sodom und Gomorra auf höchstem Stand. Und das vor aller Nasen. Jetzt wurden immer mehr rekrutiert und in die Regierung gesetzt. Die Politiker als Satans Schergen. Es war die richtige Zeit die Weltherrschaft zu übernehmen. Aber Satan würde sich irren – denn das Jüngste Gericht stand bevor und Anton hoffte, dass wenigstens er es überleben würde. Er war doch nur ein kleiner unschuldiger Kater.

264/300

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Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis Part 1

Ach ich hab Urlaub und schon habe ich auch wieder Lust was zu schreiben. Allerdings bin ich etwas ins Strudeln gekommen. Das wird eine Fortsetzung geben. Mal sehen, ob ich es noch mit den gleichen Worten mache – aber das passt irgendwie nicht…Mal sehen. Aber wir treffen auf einen alten Freund. Er ist Rehabilitiert – aber wenn ein Gehilfe frei ist, braucht man einen anderen, oder?

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.

Die Wortspende kommt dieses mal von Natalie und ihrem Blog, dem Fundevogelnest.

 

Leichter Nieselregen versperrte ihm die Sicht. Wie hatte er sich so irren können? Verzweifelt versuchte er auf seinem Handy das Navi zu aktivieren. Seine Finger waren durch die Kälte gefühllos. Die Nässe verhinderte, dass er das Handy entsperren konnte. Verzweifelt versuchte er die Oberfläche trocken zu reiben. „Ich brauche einen Unterstand, so wird das nichts, du Idiot. Wie konntest du aber auch dieser Verführung nicht widerstehen. Es ist immer dasselbe mit dir. Da läuft eine hübsche Frau mit weich wiegenden Hüften an dir vorbei und dein Gehirn schaltet sich einfach ab. Und jetzt stecke ich im Schlamassel. Irgendwo im Nirgendwo. Und ein Netz habe ich natürlich auch nicht. Wie soll es anders sein. Ich muss mal zu einer Therapie. Oder einer Selbsthilfegruppe. Das mit dem Leben auf der Überholspur muss aufhören, vor allem weil mich das Leben überholt und ich kann es nicht mehr einfangen.“ Hektisch versuchte er erneut das Handy zu entsperren. Es gelang. Aber er konnte kein Funksignal finden. Hinter ihm zogen sich die Schatten zusammen. Ein eisiger Wind streifte seine Wange. Eine Gänsehaut überzog seinen Arm mit dem er das Handy nach oben hielt. Kein Lichtstrahl durchbrach das Dunkel um ihn herum. Ein flüstern ließ ihn den Atem anhalten. Hatte jemand seinen Namen gerufen? „H-hallo?“ Stotterte er ängstlich. „Eddie.“ Hauchte es in sein Ohr. Er drehte sich erschrocken um. Eine Frau stand vor ihm. Ganz in schwarz gekleidet mit einem schwarzen Kater auf dem Arm. „Hallo Eddie, willkommen in meiner Welt. Du hast viel Erfolg in deinem Leben gehabt. Aber du weißt, man bekommt nichts geschenkt. Es wird Zeit deine Schuld zu begleichen. Anton, mein Liebster. Führe unseren Gast doch in sein Zimmer. Wir werden uns später mit ihm beschäftigen.“ Schnurrend wickelte der Kater sich um seine Beine und er folgte ihm verängstigt.

296/300

to be continued …

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Etüden – Das Ende des Winterschlafs

Ja – ich gehe irgendwie auch direkt vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit über. *Gähn*

Aber die neuen Worte bei Christianes Etüden laden natürlich ein einen alten Bekannten mitmachen zu lassen – ich denke den werden wir heute öfter lesen. Da kann ich einfach nicht widerstehen.

Die Wortspende kommt heute von Frau Vro (vrojongliert.wordpress.com). Alles Gute für die Sehnenscheidenentzündung.

Hier kommen die Worte

Frühjahrsmüdigkeit
ekstatisch
schnurren.

 

Wie kann man denn nach einem ausgiebigen Winterschlaf noch immer so müde sein?

Der grosse Bär wachte auf – als er sich strecken wollte bemerkte er auf seinem Rücken ein schnurren.

In dem  Moment als er sich bewegte begann dieses kleine Bärchen ekstatisch auf ihm rumzutreten.

Dieses Schnurren und Massieren versetzte ihn fast schon wieder in die Frühjahrsmüdigkeit.

Es war ja schon sehr mutig von dem kleinen Bären mit diesem langen Schwanz sich in seine Höhle zu wagen – schliesslich hatte er ja jetzt mehrere Monate geschlafen und wurde hungrig wach.

Etwas veränderte sich langsam an dem Treten und Schnurren – es wurde intensiver und sogar schmerzhaft.

Was hatte dieses kleine Bärchen den für Krallen, dass sie durch seinen dicken Pelz durchdringen konnten?

Etwas nervös drehte er seinen Kopf in die Richtung des kreischenden Geräusches.

Dieses kleine schwarze Bärchen sah irgendwie nicht so süss aus, wie er das erwartet hatte.

Aber es war zu spät – in dem Moment in dem der Bär die roten Augen sah, spürte er auch schon wie ihm ein Stück aus seinem Nacken herausgebissen wurde.


 

Ja auch Anton hat nach dem Winterschlaf hunger :-)

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Schreibeinladung für die Textwoche 07.18 – Ein alter Bekannter

Wieder habe ich  mich von Christianes Etüden inspirieren lassen. Die Wörter für die neue Textwoche 07.18 stammen von Bernd Red Skies Over Paradise.

Ein alter Bekannter hat sich mal wieder bei mir gemeldet. Nach dem er bei Mein Name sei Mama ins Auto stieg:…

Alle Begegnungen  mit Anton könnt ihr HIER nachlesen.


Angekohlt hatte er sie – aber vom Feinsten.

Da dachte sie, sie hätte ihn überfahren und war angehalten um nach ihm zu schauen.

Leise hatte er sich in ihr Auto geschlichen – das war nicht so einfach mit seinen Krallen die Tür weit genug auf zu piddeln.

Als sie weiter fuhr und im Rückspiegel seinen leuchtend roten Augen sah stand sie kurz vor einem Ohnmachtsanfall.

Er wartete etwas ab und dann ging es los.

Sie wollte schnell halten um ihn aus dem Auto zu locken – sie war wirklich sehr verängstigt – aber auch entschlossen – so leicht würde sie sich von einem Kater doch nicht Angst machen lassen.

Aber kaum hatte sie das Auto angehalten sprang er auch schon in ihren Nacken und biss kräftig zu.

Seine Herrin hatte ihm Aufgetragen noch einige Anhänger für sie zu rekrutieren.

Die Frau am Steuer schrie furchtbar – das tat ihm ziemlich in den Ohren weh – ein Ratsch mit seinen Krallen über ihren Mund und sie fiel in ein Jammern und dann um.

Er wartete einige Minuten bis sie wieder zu sich kam und dann konnte er seine neu erlangten Fähigkeiten der Menschenmanipulation einsetzen und sich zu seiner Herrin fahren lassen