writing friday

#Writing Friday – Der Alptraum

Hallo ihr Lieben – heute habe ich einen etwas entspannteren Tag und wollte doch noch einen Beitrag zu den Februarthemen beim Writing Friday bringen. Die letzte Zeit war ich immer zu müde und eingespannt etwas zu schreiben. Es könnte sein, dass ab April wieder bisschen Ruhe einkehrt und ich wieder öfter schreiben kann. Ich hoffe es, denn es fehlt mir.

 

Heute will ich das Thema Alptraum auffassen.

Ich bin zum Glück keine, die oft Alpträume hat. Es kommt allerdings schon mal vor, dass meine Einschlafphasen begleitet werden von gruseligen Dingen und Gänsehaut…wirklich Gänsehaut, wenn ich vermehrt Horrorromane lese. Woher ich das weiss? Seit ich weniger lese, hab ich das nicht mehr….Bzw. Seit ich öfter mal wechsle und nicht ein Horror-Ketten-Lese-Marathon veranstalte.

Ich hatte allerdings einige Jahre immer wieder einen Alptraum, der mich echt beschäftigte, selbst wenn er nicht grausam, oder gruselig war. Aber verstört hat er mich sehr, da es meine Liebsten Vierbeiner betraf.

Seit etwa zehn Jahren wohnen wir jetzt in diesem Haus. Es war Anfangs etwas besonderes. Unser Haus. Gut, das Haus der Bank in dem wir wohnen und dafür zahlen durften. Aber endlich hatten wir was, wo wir in Ruhe mit unseren Schätzchen leben durften. Keiner, der meckern durfte, weil die Hunde am Zaum Patrouille laufen und die Schäferhündin auch noch bellt. Oder der Rüde manchmal über den Zaum sprang. Das Haus sollte Hundesicher sein. Für unsere Hunde. Also legten wir natürlich unser Hauptaugenmerk darauf. So geschehen. Das Grundstück ist von guten Mauern umgeben.

Aber es dauerte nicht lange, und wir bemerkten, dass wir das falsche Nest gekauft hatten. Wir fuhren Nachts auf die Arbeit – etwa eine Woche später war ein Zettel im Briefkasten. Die Hunde würden bellen, sobald wir fuhren. Das ist natürlich morgens um vier nicht zumutbar. Schöner wäre es gewesen, wenn die Nachbarin uns direkt angesprochen hätte – aber na ja….Die Hunde sagten es uns und wir bemerkten es nicht. Sie haben nie vorher gebellt – nie…erst seit wir hier wohnen. Dann merkten wir es auch….wir fühlten uns nicht wohl. Die Hunde fühlten sich nicht wohl. Aber jetzt ist es gekauft.

Immer öfter träumte ich, dass ich die Tür öffnete und das Tor zum Grundstück wäre offen. Die Tiere – Hunde und Katzen würden gehen und ich könnte es nicht verhindern. Manchmal stand auch ein Auto im offenen Tor, das nicht uns gehörte. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob es wahr war, oder ich es nur geträumt hatte. Immer wieder verliessen sie uns und ich konnte nichts machen. Dann hatte ich bei einer Challenge mitgemacht und man sollte einen Traum zeichnen…

Seit dem ist der Traum nicht mehr aufgetaucht. Ich bin so froh…es ist ein banaler Alptraum, aber mich hat er immer wieder verstörte und auch ärgerte.

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Allgemein, Ich erzähl dir eine Geschichte...

Ich erzähl dir eine Geschichte – Der Gegenteil-Tag!

Weiter geht es bei Annie – Paar Minuten konnte ich mir heute nehmen um endlich mal wieder zu schreiben.

Zu Beginn haben wir ja mal die Vorsätze unter die Lupe genommen – schauen wir mal wie gut wir das bis jetzt umsetzen konnten.

Das neue Jahr ist nun schon drei fünf Wochen alt. Aber alles was du dir vorgenommen hast, ist bis jetzt total schief gelaufen und hat sich zum kompletten Gegenteil entwickelt. Wie sieht dein heutiger Tag aus?

 

Im neuen Jahr traf ich Max. Wir unterhielten uns über die guten Vorsätze. Ich bin ja immer noch ein Gegner davon – aber trotzdem hatte ich mir ein bisschen was vorgenommen. Ich wollte viel gelassener sein und den Druck von allem nehmen. Auf jeden Fall wollte ich mich viel weniger aufregen und mehr von mir abprallen lassen. Arbeit sollte noch weiter zurück gedrängt werden. Die Zeit, die so schnell an einem vorbeisaust, die wollte ich bewusster wahrnehmen.

Jetzt, etwas mehr als einen Monat später, schaue ich schon mal zurück.

Die Arbeit, na ja – ich bin wirklich nicht schneller geworden – warum auch? Ich habe meinen Obolus in dieser Firma gelassen und wurde getreten. Jetzt gibt es Dienst nach Vorschrift und so schnell ich kann. Das passt. Gelassenheit – die habe ich schon schnell mal plumpsen lassen. Ich habe mich dieses Jahr schon viel zu viel aufgeregt. Meist über verlogene Kollegen. Die Zeit – die kann ich auch immer noch nicht festhalten. Sie rinnt mir immer noch durch die Finger.

Also so richtig hat es noch nicht funktioniert: Aber ich gebe nicht auf. Denn in diesem Jahr haben wir unseren Hund einschläfern lassen und unser Auto hat nach Reparaturkosten von 1300€ zwei Wochen später einen Motorschaden ereilt. Da muss man sich sammeln und sagen – es gibt wirklich wichtigeres, als sich über irgendeinen Kollegen oder Chef aufzuregen. Man muss sich bewusst machen – hört man auf zu arbeiten, sind diese Menschen kein Teil des Lebens mehr – also warum sich über vergängliches aufregen.

Ich bin auf dem guten Weg – er erarbeitet sich schwer – aber ich versuche es bewusster aufzunehmen….Nur die Zeit – die kann ich einfach nicht verlangsamen.

 

 

Ich erzähl dir eine Geschichte...

Ich erzähl dir eine Geschichte…..Der gute Vorsatz

Annie von Ich erzähl dir eine Geschichte startet eine neue Schreibaktion mit wöchentlichen Schreibthemen.

Diese Woche geht es um Vorsätze. Die Hass-Liebe zu ihnen ist ungebrochen. Jedes Jahr wieder schleichen sie sich in unser Leben und erschweren es.

Diese Woche: Du führst eine Diskussion mit einem guten Freund über deine Neujahrsvorsätze. Wie sieht diese Unterhaltung aus?


„Hei Max, wie geht es dir? Ist schon wieder ein Jahr her, dass wir uns gesehen haben. Hahaha.“

„Echt jetzt, Rina? Diese olle Kamelle?“ „Ach komm, sei kein Frosch. Hast du es gut angefangen?“ „Jaaa, kann man so sagen. Du weißt doch, gute Vorsätze und so.“ „Vorsätze, pah. Kaum ausgesprochen, wird der erste schon gebrochen. Warte, ich glaube Abnehmen und Sport, halten sich da die Waage. Fünfzig-Fünfzig würde ich sagen.“

Verlegen schaute Max auf seine Schuhspitzen. „Nein, nein, dieses Jahr schaffe ich das. Was sind deine guten Vorsätze?“ Ich überlegte intensiv. Gute Vorsätze. Ich hatte mir keine vorgenommen, jeden Falls im klassischen Sinn. Ich hatte schon im letzten Jahr keine vorgenommen. Ich war letztes Jahr so deprimiert gewesen, dass sich doch eigentlich nur die Jahreszahl und nicht das Leben ändert. Ich  wollte nichts, was mich noch zusätzlich belastet, wie eine Diät, die wieder nicht funktioniert, oder mehr Sport, das ich eh nicht schaffe, da mich die körperliche Arbeit auslaugt. Nein. Keine Vorsätze für mich. „Ich hab keine Vorsätze. Ich lebe einfach so, ohne mich zu drücken. Aber warte, eigentlich stimmt das nicht. Ich habe mir schon was vorgenommen. Ich will viel, viel gelassener sein. Mir weniger Druck machen und mich noch mehr entschleunigen. Die Zeit rast mir zu schnell vorbei. Ich will sie bewusster wahrnehmen. Vielleicht sollte ich wieder Tagebuch schreiben? Hm.“ „Das ist doch kein Vorsatz. Vorsätze braucht der Mensch um überhaupt voran zu kommen. Sonst steht man ewig auf der Stelle. Und eine Diät würde dir schon gut tun.“ „Sei froh, dass du ein Freund bist. Denn keiner kann über meinen Körper entscheiden. Wenn ich Dick bin und bleibe ist das meine Entscheidung. Ich mache seit Dreißig Jahren Diäten. Immer irgendwas Neues und kasteie mich. Wenn ich es tatsächlich das Jahr schaffe zehn Kilo zu verlieren, bringt mir Weihnachten fünfzehn Kilo drauf. Hätte ich niemals eine Diät gemacht, hätte mein Körper die Chance gehabt sich selbst einzustellen. Nein, nein mein Freund. Ich quäle mich nicht mehr mit irgendwelchen Dingen, die mich deprimieren. Ich will eine Elefantenhaut – und nicht nur wegen meiner Figur – eine Elefantenhaut an der alles Unliebsame abperlt oder ich entspannt abwischen kann. Ich habe mir vorgenommen, die Arbeit auszublenden, noch langsamer zu arbeiten und meine Freizeit bewusst wahrzunehmen. Selbst wenn ich nur die Wohnung sauber mache – das will ich erleben.“ Max schüttelte den Kopf. „Du bist komisch.“ „Ja, und das ist es was du doch magst, oder?“ Er lachte, drückte mich und winkte zum Abschied. „Bis nächstes Jahr, mein lieber.“ „Bis nächstes Jahr, Rina. Dann versuche ich mein Glück erneut. Du weißt, wir inneren Schweinehunde sind sehr hartnäckig.“ Ich lachte und ging meines Weges.

ENDE


Meine Empfehlung – lasst die guten Vorsätze wo sie sind….weit weg. Sie beschweren eure Seele und belasten euch nur.

 

Projekt TXT*

Das sechste Wort | 2018 – Selten

Ein Vorfall auf der Arbeit erschütterte mich. Nein, eigentlich nicht – es machte mich eher traurig, wie dunkel mancher Menschen Seele doch ist. Hier mein Aufarbeiten zu dem sechsten Wort von Projekt.TXT

 

Es war einmal….fangen nicht gerne Märchen damit an? Und enden sie nicht für gewöhnlich …und wenn sie nicht gestorben sind…?

Es war einmal.

Eine junge Maid, mit viel Energie startete sie regelmäßig ihren Tag. Behütet war sie aufgewachsen. Selten machte sie ärger. Ihre Eltern waren stolz auf sie und erhofften sich viel. War sie doch schlau und ehrgeizig. Ein braves und hübsches Mädchen. Sie war immer sehr schüchtern und zurückhaltend. Aber als sie in die Blüte kam, wurden auch die jungen Männer auf sie aufmerksam.

Trotzdem war sie immer besonnen. Natürlich hatte sie auch viele tränenreiche Nächte, weil wieder mal ihr kleines Herzchen einen Riss bekam. Aber gebrochen war es nie – dafür war sie zu realistisch. Sie ging ihren Weg und wusste früh, was sie wollte und was nicht. Selten hat sie sich ablenken lassen. Gefühle waren gestattet, durften sie aber nicht hindern. Je älter sie wurde umso gefestigter wurde sie in ihrem Dasein.

Sie hatte großes vor. Aber irgendwo auf dem Weg zu dem großen Abenteuer verlor sie sich. Sie übernahm sich. Der Druck wurde zu groß und sie kam zu der Gewissheit, dass sie zwar schlau, aber nicht schlau genug war, für den eingeschlagenen Weg.

Aber, war sie auf ihrem Weg doch immer erfolgreich. Ihre Arbeit, in der war sie gut und nicht lange, da wurde sie gefördert. Sie war beliebt. Ein netter Mann trat in ihr Leben, der sie nahm wie sie sich anbot. Sie hatten Vorstellungen und er keine Hindernisse. Die Allianz wurde beschlossen. Sie hatten kein leichtes, aber ein gutes Leben.

Dann kam ein dunkler Fürst. Er brachte ihre Welt und Ziele zum Einsturz. Falsches Zeugnis legte er ab und brachte das glückliche Paar zu Fall. Sie erhoben sich, kämpften und siegten. Aber die Gilde, der der dunkel Fürst angehörte war mächtig. Das Paar durfte dort weiter arbeiten, aber nur noch niedere und schwere Tätigkeiten ausführen. Selten gab es noch gute Tage. Schulden drückten, schmerzen plagten und die Menschen mit denen sie sich umgeben mussten, waren Falsch.

Sie wussten es, mussten sich aber mit ihnen umgeben. Sie brauchten Essen und ein Dach über dem Kopf – ihnen blieb nicht viel anderes übrig.

Sie überlebten, sie lebten. Die Tage wurden qualvoll aber ihre Liebe war ein Strahl, dem sie immer folgten. Sie würden das überstehen.

Die Frau arbeitete mit anderen Frauen. Man weiß, dass Frauen nicht miteinander können. Es gibt immer Falschheit und Neid. Die Frau war genügsam. Sie tat, was ihr aufgetragen wurde. Selten wehrte sie sich.

Manchmal vergaß sie die Falschheit derer, die sie umgaben. Sie wurde dorthin und dahin geschickt um die schweren Tätigkeiten zu leisten. Während die jungen Frauen und Männer die erst neu in der Gilde erschienen, mit leichten Tätigkeiten belohnt wurden, für Leistungen, die sie niemals tätigen würden. Ihr Kreuz wurde ihr lahm. Ihre Füße wollten sie nicht mehr tragen. Und die Falschheit umschlang sie, zog sie in die Tiefe. Ein Schätzchen hier und ein Schätzchen dort – sobald sie sich umgedreht hatte, zeigten sie die Fratzen. Die Monster, die in ihnen steckten, blickten hinter der Fassade hervor. Selten, aber intensiv bemerkte die Frau dies.

Der Mann und die Frau dachten viel nach und erkannten das Muster. Die Frau hatte erkannt, dass ihre Gildenführerin sie verraten und verkauft hatte. Ihr aber immer wieder versicherte, dass das Oberhaupt der Gilde dafür verantwortlich sei. Wie oft? Fragten sich die Frau und der Mann. Wie oft hat diese Führerin falsches Zeugnis abgelegt und die Schuld ihrer Taten den anderen zugeschoben.

Nicht selten – das Böse Blut, das sie vergossen hat, zog sich zäh und dunkel durch das Denken und Fühlen der Frau. Es kam in Wallung, mit der Erkenntnis, dass sie niemanden außer ihren Mann, hatte, dem sie trauen konnte. Und was eine Last war, wurde zu einer Leichtigkeit. Endlich erkannte sie, das falsche Antlitz der Führerin. Und sie schwor sich, dass sie nur noch selten den Kontakt zu der Gildenführerin suchen durfte. Noch musste sie den Schein wahren. Noch war die Rebellion nicht ausgereift. Aber im Kessel schmorte es schon. Es würde überquellen und die Gildenführer würden endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Solange würden die Frau und der Mann in einander Kraft finden. Und wenn sie nicht gestorben sind – würden sie irgendwann endlich in Freiheit und Liebe leben können.

Ende