Mach was mit..., Thriller

Mach was mit Frühstück

Wieder gab es ein neues Thema – Ein Gemeinschaftsprojekt von  Herba und die Pö

Macht was mit Frühstück. 

Da ich mich gerade irgendwie so blockiert gefühlt habe, was das Schreiben angeht, habe ich die Tage mal über Frühstück gegooglet und einen Spruch gefunden, der mit tatsächlich eine Eingebung bescherte. Hier ist meine Geschichte zum Frühstück. :-) Steigt ein und schnallt euch an.


Sie kam spät heute. Das gefiel ihm nicht. Sie war immer pünktlich. Aber sie hatte einen neuen Job. Das hatte er spät erfahren. Sie hatte das ganz heimlich gemacht. Na gut – ganz so heimlich war es auch nicht. Sie hatte es bei Facebook und auch Twitter gepostet. Sie wäre so unglücklich, weil sie sich unnütz fühlen würde. Seit ihr Ex-Mann sich verdrückt hatte. Lars war ein guter Nachbar. Jedenfalls dachte sie das. Er half ihr beim Einzug und auch beim Aufhängen von Schränken und Bildern. Sie war so dankbar und lud ihm zu Kaffee und Kuchen ein, nachdem sie offiziell eingezogen war. Auch hatte er ihr paar Kabel und Leitungen verlegt. Das WLAN hatte er ihr installiert und auch überall in der Wohnung die Empfänger für Bluetooth gelegt. Natürlich hatte er auch gleich seine Sachen mit ihren Geräten synchronisiert. So konnte er immer hilfreich eingreifen, wenn sie denn seine Hilfe brauchen würde – oder einfach mal einschalten um zu sehen, dass alles in Ordnung bei ihr ist. Es gibt ja schon gefährliche Situationen. Da war ihm immer wohl wenn er vor dem Schlafen noch mal einen Blick in ihr Schlafzimmer werfen konnte um zu sehen, dass sie friedlich und sicher schlief.

Sicherheitshalber, hatte er auch einen Ersatzschlüssel besorgt. Man konnte ja nie wissen. Wenn sie  mal die Kaffeemaschine oder das Bügeleisen vergessen würde, könnte er wenigstens hinein und es ausschalten. Manchmal war es auch nötig einfach  nach dem Rechten zu schauen. Er kannte ja ihren Zeitplan. Er wusste wann Karina sich mit ihren Freundinnen traf, wann sie zum Yoga ging, oder Joggen. Schließlich war sein Terminplaner mit ihrem synchronisiert. Da musste er manchmal in ihre Wohnung um sich umzuschauen. Sie war manchmal etwas nachlässig in der Ordnung. Aber er wollte sie  ja nicht bevormunden und sah drüber hinweg. Es fiel ihm schwer, die Kleidungsstücke, die sie auf den Boden warf, liegen zu lassen. So manches Höschen hatte er schon eingepackt. Aber sie wurde schon stutzig. Jetzt beließ er es beim Schnüffeln. Ihr Geruch war einzigartig. Vanille mit leichtem Moschus. Das machte ihn manchmal wahnsinnig. Dann musste er schnell die Wohnung verlassen. Es ging nicht, dass er sich Befriedigung verschaffte. Das war schmutzig. Schon für den Gedanken verpasste er sich  mit einem Gummiband, dass er um das Handgelenk trug, eine Strafe.

Seine Mutter hatte ihm immer Seife in die Augen gerieben, wenn er sich schmutzige Bilder oder leicht bekleidete Mädchen anschaute. Da schleifte sie ihn an den Ohren nach Hause und bestrafte ihn. Er schüttelte den Gedanken ab und blickte durch  sein  Fernglas mit Nachtsicht. Sein Auto hatte er so präpariert, dass man von außen nicht sehen konnte, dass jemand drinnen saß. Sie kam jetzt den dritten Abend in Folge so spät Heim. Da war irgendwas nicht in Ordnung. Er hatte die Einträge in den Social Media kontrolliert – aber außer, dass sie manchmal ein Foto von einem Abend mit Freunden und Cocktails postete, nichts Außergewöhnliches. Er machte sich Sorgen. Sein Plan reifte – er musste seine Wohlfühlzone verlassen. Er musste sein Stalken – was für ein unschönes Wort für seine Sorge um sie – ausweiten. Er würde sie auf der Arbeit beobachten.

Die nächsten Tage folgte er ihr und beobachtete sie. Manchmal verkleidete er sich als Bote, oder Wasserträger. Sie achtete nie auf ihn. Aber er sah etwas, das ihm gar nicht gefiel. Sie flirtete. Ganz ungehemmt mit einem Kollegen. War das ihr Chef? Das musste er heraus bekommen. Das stieß ihn bitter auf und er musste sein Magenmedikament erhöhen. Er schlief schlecht und er wurde immer nervöser. Eines Tages war es  dann soweit. Sie verließ das Büro und kurz nach ihr ging auch der fremde Mann. Er bog in die gleiche Richtung wie sie ab. Lars war einmal mehr froh, dass er so unauffällig war. Er wurde oft einfach übersehen. Das nutzte er jetzt für sich. Er folgte dem Mann aus ihrem Büro und beobachtete, wie er vor einem kleinen Motel stehen blieb. Der Mann blickte sich um und klopfte. SIE öffnete die Tür. Lars konnte sehen, wie sie sich lasziv an ihn schmiegt und ihn zu sich in das Zimmer hinein zog. Schnell huschte er zu dem Motel und erhaschte einen Blick ins Innere. Dort sah er, wie sich der Mann schnell entkleidete und sich dann ihren Kleidungsstücken widmete. Lars fühlte physisch wie sein Herz sich verkrampfte. Wie konnte sie ihm das antun? Er schlich sich zu seinem Auto, stieg ein und fuhr ziellos durch die Gegend. Ein Plan reifte in ihm heran. Er musste sie vor diesem Mann beschützen. Sie wurde schon einmal verletzt. Das durfte er nicht zulassen.

Die nächsten Tage war Lars nicht zu sehen. Er werkelte in seinem Haus – das nicht in der Nachbarschaft von Karina lag, wie er ihr eigentlich erzählt hatte. Etwa zwei Wochen benötigte er um alles so einzurichten wie er sich das vorgestellt hatte. Jetzt müsste er nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten um Karina zu sich einzuladen. Sie würde begeistert sein.

Wenige Tage später klingelte er bei ihr. Sie öffnete, abgelenkt durch ein Telefongespräch winkte sie ihn hinein. Sie lächelte ihm zu und hielt kurz die Sprechmuschel zu. „Nimm dir was zu trinken, ich komme gleich.“ Dann ging sie ins Schlafzimmer. Die Tür war nur angelehnt und er konnte lauschen. Sie klang etwas sauer. „Hör zu. Ich mach das nicht mehr. Entweder du sagst deiner Frau, dass du sie verlässt, oder das war es zwischen uns. Ich bin nicht deine Hure. Ich habe Besuch, wir sehen uns am Montag im Büro. Und ich erwarte deine Antwort.“ Sie legte grußlos auf und kam erhitzt in die Küche zurück. „Hallo Lars. Schön, dass du mal wieder vorbei schaust. Ist schon ewig her. Wie geht es dir? Was hast du die ganze Zeit gemacht?“ Er schob ihr ein Glas Wasser hin und sie lächelte ihn dankbar an. „Ich hab bisschen bei mir renoviert. War mal nötig. Hast du ärger auf der Arbeit?“ „Hä – wie kommst du denn darauf.“ „Es hat sich angehört, wie ein Streit.“ Sie winkte ab. „Ach das, ne das war nichts.“ Sie trank einen großen Schluck und verzog leicht das Gesicht. Es musste etwas bitter schmecken. Aber bis sie sich wundern konnte, würde sie schon weg sein. Und kaum hatte er den Gedanken beendet, sank sie auch schon zu Boden. Schnell packte er paar ihrer Sachen ein und ging in die Garage, die durch den Hintereingang zu betreten war. Zum Glück waren alle auf der Arbeit und er konnte unbemerkt mit Karina über der Schulter verschwinden.

Bei sich zu Hause legte er sie in ein Bett und deckte sie zärtlich zu. Alles war bereit. Sie würde jetzt für immer bei ihm in Sicherheit sein. Morgen beim Frühstück würde sie es schon erkennen. Er war sich sicher, dass sie erst etwas irritiert sein würde, aber sie würde schnell bemerken, dass es so am besten wäre. Zufrieden mit sich und seiner neuen Welt verließ er das Zimmer. Nicht ohne sich zu vergewissern, dass das Schloss sicher verschlossen war.

Am nächsten Morgen wachte Karina mit Kopfschmerzen auf. Sie schaltete das Licht auf dem Nachttisch ein und blickte sich etwas orientierungslos um. Es war ihr Schlafzimmer – aber irgendwie kam es ihr unbekannt vor. Sie setzte sich auf und legte den Kopf in die, auf den Oberschenkel abgestützten Arme. Ihr Kopf dröhnte. Wahrscheinlich hatte sie zu viel getrunken? Sie konnte sich nicht erinnern. Da ging die Tür auf. Sie erschrak. Jemand stand im Gegenlicht. Sie konnte nur einen dunklen Umriss erkennen. „Wie bist du in mein Haus gekommen?“ Hörte sie sich fragen. Er antwortete:

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Er wusste – sie würde etwas Zeit brauchen um sich an die neue Situation zu gewöhnen – aber er hatte Geduld und sie hatten alle Zeit der Welt

ENDE

Abenteuer, Mach was mit...

Mach was mit…Feuerwerk. – Das erste Silvester

Dieses Mal bei Herba

Mach was mit Feuerwerk. Noch bis zum 06.01.18

Wir knallen nicht – wir haben Tier und die haben furchtbare Angst – also machen wir die Musik ganz laut und singen schief mit,dass die Hunde nicht soviel mitbekommen.

Ich kann mich an mein erstes Silvester leider nicht erinnern – aber vielleicht war es so wie in meiner kleinen Geschichte.

Ich wünsche euch viel Spass beim Feiern und kommt gut rüber.


Anna war so aufgeregt – sie war jetzt schon sechs Jahre und endlich durfte sie aufbleiben. Ihr erstes Feuerwerk. Ihre Mutter sagte, sie hätte schon welche erlebt, weil  das so laut sei, dass sie jedes Mal aufgewacht war. Aber sie konnte sich nicht erinnern. Naja sie war da ja auch noch ein Baby gewesen. Jetzt war sie ja schon bald ein Schulkind. Ihr Vater hatte gesagt, da sie ja jetzt ein großes Mädchen sei, dürfte sie bis Mitternacht wach bleiben. Ach, das war eine Uhrzeit, die hatte sie noch nie erlebt. Und wie lange der Tag doch war.  Sie schaute auf die Uhr, die sie jetzt schon lesen konnte – es war erst sechs Uhr Nachmittag. Sie zählte an ihren Fingern ab – noch sechs Stunden. Das war ganz schön lange. Ihr Vater hatte auch bisschen Feuerwerk gekauft. Er meinte, nur für sie, weil sie ja das erste Mal dabei wäre. Aber er wollte nicht so viel kaufen, weil er immer an die armen Tiere denken musste, die hatten immer so viel Angst bei dem Lärm, den das Feuerwerk machte. „Anna, Süße. Komm wir legen uns noch mal ein bisschen hin, dass wir nachher fit sind, wenn es losgeht. Sonst schlafen wir noch vor dem Feuerwerk ein. Das wäre doch schade.“ „Ach Mami – ich bin gar nicht müde. Große Mädchen sind doch nicht mehr müde. Ich schaff das schon.“ „Dann mach es uns zu liebe. Wir sind doch schon so alt – wir brauchen bisschen schlaf. Du weißt doch – alte Leute schlafen immer auf der Couch ein. Sonst verpassen wir das noch.“  „Ach Mano. Na gut. Aber ich will bei euch schlafen. Ich trau euch nicht – ihr lasst mich sonst schlafen.“  „Na, wir würden dir doch dein erstes Silvester nicht verderben. Auf, auf kleine Maus – hüpf ins Bett. Wir kommen gleich.“

Anna freute sich schon bisschen. Sie lag gerne bei ihren Eltern im Bett. Aber da sie ja jetzt groß war, machte sie das nicht mehr so oft. Es war einfach ein so schönes und gemütliches Gefühl. Schnell schlüpfte sie in ihren Schlafanzug und huschte unter die Bettdecke. Ihre Eltern kamen nach und schnell war sie eingeschlafen. Sie hatte nicht damit gerechnet, bei ihrer Aufregung schlafen zu können, aber sie hatte sich kaum umgedreht, da waren ihr schon die Augen zugefallen.

„Süße – Anna, aufwachen.“ Ihr Vater hob sie aus dem Bett und wickelte sie in eine Decke. Anna war so müde, sie wusste gar nicht warum sie denn jetzt aufstehen sollte. Da hörte sie es. Die ersten Kracher gingen los. Es war Silvester und sie würde ihr erstes Feuerwerk sehen. Schnell war sie wach. „Lass mich runter, ich will das sehen.“ Sie schnappte sich ihre Jacke und schlüpfte in ihre Boots. Dann rannte sie, so schnell sie konnte die Treppe hinunter auf die Straße.

Im ersten Moment erschrak sie. Das war vielleicht laut. Sie hielt sich die Ohren zu und schloss die Augen. Sie hatte etwas Angst. Es stank furchtbar und es war so laut. Aber da kam schon ihr Vater und stellte sich hinter sie. Sie lehnte sich an, öffnete die Augen und hob ihren Kopf. Da sah sie es. Ihr erstes Feuerwerk. Die Farben explodierten am Himmel. Blumen, Regen, Leuchten in allen möglichen Farben. Es war wie in einem Märchen. So stellte sie sich es vor, wenn alle  Menschen glücklich wären. Wie ein Feuerwerk im Herzen.

ENDE

 

Mach was mit..., Weihnachten

Mach was….mit Adventskalender

Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba und . Ein Wort weckt die Kreativität in uns. Ein Wort, das uns zum Schreiben, Basteln, Kochen, Backen, Fotografieren animiert. Diesemal: Adventskalender

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Der erste Adventskalender

Emilia war aufgeregt. Es war der 30.11 und am nächsten Tag konnte sie endlich das erste Schächtelchen öffnen. Ein Adventskalender. Es war das erste mal, dass sie einen hatte. Sie erinnerte sich noch an die vergangenen düsteren Weihnachtszeiten. Sie war alleine auf der Strasse unterwegs. Ihr Kittel war zerschlissen, die Handschuhe bestanden mehr aus Löchern als aus Stoff. Sie hatte immer Hunger und fror. Es gab kein zu Hause in das sie gehen konnte. Das Waisenhaus war furchtbar. Niemals wieder würde sie dorthin gehen. Die Leiterin war ein Teufel. Sie zwang die Kinder zu betteln und zu stehlen. Aber behalten durften sie nie etwas. Zu essen gab es Brei und eine Kohle pro Kind für den Ofen. Nein, dort würde sie nie mehr hingehen. Lieber würde sie unter Brücken schlafen. Vielleicht schaffte sie es ja in den Süden zu kommen. Dort war es immer warm. Sie würde nie wieder frieren oder Hunger leiden müssen. Die Früchte wuchsen auf den Bäumen und sie konnte immer welche pflücken. Ja das sollte ihr Ziel werden. Spanien oder Italien. Der Gedanke an die Sonnenstrahlen dort, wärmte das arme Mädchen.

Emilia hatte sich einen Platz hinter einer Bäckerei sichern können. Der Bäckergeselle gab ihr oft eine Semmel vom Vortag. Aber er war jetzt einige Zeit nicht da gewesen. Ob ihm etwas zugestoßen war? Emilia hoffte es ging ihm gut. Guten Menschen durfte nichts Schlimmes zustoßen. Das durfte nicht geschehen.

Emilia stand vor dem Adventskalender und erinnerte sich an den letzten 30.11. Die Bäckerei war wieder in Betrieb. Sie konnte durch das Fenster in die Backstube schauen. Eine Frau stand dort. Eine ihr unbekannte Frau. Sie hatte vor sich kleine Schachteln, die sie mit allerlei Süßen und Nüssen füllte. Sogar kleine Spielfiguren aus Holz konnte Emilia erkennen. Was das wohl  werden würde?

Am nächsten Tag sah Emilia einige Leute vor dem Schaufenster der Bäckerei stehen. Dort war ein Häuschen aufgebaut in denen kleine Schachteln eingelassen waren. Es standen ungeordnet die Zahlen 1-24 darauf und war wunderschön mit weihnachtlichen Motiven bemalt. Drei der Schachteln waren heraus gezogen und standen offen. Sie konnte die Sachen erkennen, die die unbekannte Frau Tags zuvor eingepackt hatte. Ein Schildchen stand davor und darauf stand:

Adventskalender – versüßen sie sich und ihren Kindern die Zeit bis zum Weihnachtsfest. Jeden Tag eine kleine Überraschung steigert die Vorfreude.

Emilia war entzückt von der Idee und traurig, weil sie wohl nie einen eigenen Adventskalender haben würde. Traurig ging sie weiter.

Die nächsten Tage mied sie die Bäckerei, da sie so traurig war keine Familie zu haben mit der sie diese schöne Zeit verbringen konnte. Aber sie hatte Hunger. So ging sie zur Bäckerei, in der Hoffnung auf eine Semmel.

Der Geselle  sah sie ankommen und rief sie zu sich; „Da bist du ja endlich. Komm schon her, Kind. Wir haben ein Angebot für dich. Wir brauchen noch ein Mädchen für alles. Hättest du Interesse für uns zu arbeiten? Du bekommst essen und eine Unterkunft und auch etwas Geld.“ Emilia konnte ihr Glück kaum fassen. Arbeit? Oh und ob sie wollte.

Die fremde Frau, war die Ehefrau des Gesellen und hatte schnell einen Narren an Emilia gefressen. Eines Abends lagen sie im Bett: „Carl? Was hälst du von Emilia?“ „Sie ist ein Sonnenschein und so fleißig und wissbegierig. Sie kann schon so gut helfen und lernt so schnell. Wieso fragst du?“ „Wollen wir ihr nicht ein zu Hause geben? Eine Familie?“ „Puh – ich weiß nicht. Was ist wenn wir eigene Kinder bekommen?“ „Was soll da schon sein? Sie wird eine tolle große Schwester werden.“ Sagte sie und strich sich leicht über den Bauch. „Nun gut- Es soll so sein. Ich überlasse sie deiner Obhut. Bei mir wird sie das Bäckerhandwerk lernen und von die die Hausfrauentätigkeiten. Kein leichtes Unterfangen, aber wenn es einer schafft, dann du mein Herz.“

Die Bäckerin war so glücklich – sie konnte kaum schlafen, weil sie die Neuigkeit unbedingt Emilia sagen wollte. Am nächsten Tag erzählten sie Emilia was sie planten und warteten auf ihre Reaktion. Emilia traute ihren Ohren nicht. Familie? Sie sollte eine Familie bekommen? Mit Tränen in den Augen, stürmte sie auf das Ehepaar zu und drückte die beiden so fest sie konnte.

Emilie blickte auf die Uhr. Es war Mitternacht. Jetzt konnte sie ihr erstes Schächtelchen öffnen. Sie stand vor dem Adventskalender. Hinter ihr erschien die Bäckerin mit dem Säugling auf dem Arm. „Ich dachte mir, dass du nicht schläfst. Komm, mach die erste Schachtel auf.“ Emilia hielt die Luft an, zog sie hinaus und öffnete sie.

Ein kleiner hölzerner Engel lag darin. Sie nahm ihm heraus und betrachtete ihn lange. Ihr Schutzengel. Mit Tränen in den Augen ließ sie sich von der Bäckerin in die Arme nehmen. Sie war endlich zu Hause und ein Teil einer Familie.

ENDE

Fantasy, Mach was mit...

Mach was mit – Regen – Der Schlüsselmeister

Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba

Irgendwie hatte ich den 7. im Kopf – aber gesten schaute ich  und sah – der 3. Ups – nun ich brauch  manchmal doch bisschen Zeitdruck – das war in der Schule schon so – alles auf den letzten Drücker…aber dafür eine kleine Geschichte.


Regen

Leise tropft er auf den Boden. Pfützen sammeln sich in Mulden und unebenen Flächen. Im Dunkeln streift ein Mädchen – nein – eine Frau durch den Regen. Sie ist tropfnass. Ein Beobachter würde sich fragen: „Was macht sie hier, bei diesem Wetter, ohne Schutz vor dieser Nässe und Kälte. Was macht sie hier?“

Sie wirkt verloren, ängstlich, einsam. Sie scheint auf der Suche zu sein. Ihr Schatten folgt ihr und hinterlässt nasse Abdrücke auf trockenen Stellen des Asphalts. Der Schatten? Ja tatsächlich – Ihr Schatten – ist es ein Schatten oder ein eigenständiges Wesen? Ich werde neugierig und will ihr helfen. Meine Jacke im Arm stehe ich auf und gehe zu ihr. „Hallo? Kann ich dir helfen?“ Sie schaut mich irritier an – Als würde sie gerade wach werden. Die Regentropfen laufen über ihr Gesicht. Das Farbspiel der Tropfen fasziniert mich. Es schimmert wie Perlmutt. Was ist sie? Aber ich habe keine Angst – nein ich fühle mich geborgen und hingezogen. „Ich suche dich.“ „Mich?“ „Ja.“ „Warum mich? Und was ist das mit deinem sonderbaren Schatten, der nicht da ist wo er sein sollte, sondern…“ ich drehte mich suchend um „…da – dahinten steht er. Was macht er? Schaufensterbummel? Was soll das?“ „Reg dich nicht auf – der Schatten ist mein – nennen wir es Bodyguard. Ich will dir nichts Böses. Ich brauche deine Hilfe. Ich habe mich leicht verlaufen und will jetzt nur wieder nach Hause. Du bist der Schlüsselmeister. Du kannst mir das Tor in meine Welt öffnen.“

„Was? Was redest du? Ich verstehe nichts. Bist du high? Bin ich High? Ja, das muss es sein, das Gras war schlecht.“ Sie berührte mich mit ihren, von Regen nassen, kalten Händen und ein Blitz durchzog mich. Eine Erinnerung? Ich sah Bilder einer anderen Welt, meine Eltern, irgendwelche Menschen in Roben und unser Familiensiegel. Ich verstand und erinnerte mich. Ich brach zusammen. Kniend blickte ich zu ihr auf. „Was?“ „Ich habe dich gefunden – ich bin die Überbringerin. Ich zeige den Verlorenen ihre Bestimmung und deine ist unser Reich zu beschützen. Eine Art Türsteher zum magischen Reich. Und jetzt öffne das Tor und schick mich nach Hause.“ „Was? Was? “ Ich wunderte mich gar nicht so wirklich über das Gesagte – es schien einfach wahr zu sein. Tief im Inneren spürte ich es – es war die Wahrheit. „Wie? Und du lässt mich jetzt einfach alleine? Ich brauche mehr Infos.“ „Frag deine Eltern – es wird Zeit, dass sie endlich erzählen. Das ist jetzt ihre Aufgabe – sie hätten das schon lange machen sollen – aber dafür gibt es ja mich.“ Sie lächelte. „Erschaffe in deinen Gedanken ein Portal. Das reicht aus. Aber sei vorsichtig. Nicht jeder ist Willkommen in unserer Welt. Achte darauf wen du einlässt. Aber das merkst du dann auch schon.“

Tief in meinem Inneren, in meinem Kopf tat sich was.Fast hörte ich es knacken. Mein Gehirn schien Weichen zu stellen. Ein sonderbares Gefühl. Aber es fühlte sich richtig an. Eine Öffnung tat sich auf. „Danke – vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. Schlüsselmeister. Leb wohl.“ Und weg war sie.

So stand ich nun und war durch den Regen nass bis auf die Haut. Es wurde dringend nötig mit meinen Eltern zu sprechen. Sie hatten einiges zu erklären. Eine unerwartete Wendung in meinem Leben, das mich zu einer unbekannten Zukunft mit wichtigen Aufgaben führen könnte.

ENDE

Humor, Mach was mit...

Mach was mit…7 – Betriebsurlaub

mach was mit...Mach etwas mit 7

Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba und die Pö


So etwas kommt bei mir heraus, wenn ich nicht schlafen kann und zuviel mit sinnloser Werbung vollgepumpt werde ;-)


„Blablabla – Um bei dem Gewinnspiel teilzunehmen rufen sie einfach unter der angegebenen Nummer an oder schicken sie eine SMS mit der Nummer 7 an die unten angegebene Nummer. Der Rechtsweg blablabla“

Wir sassen am Tisch und assen unsere Brötchen. Im Fernsehen lief wieder alle 20 Minuten Werbung ohne Rücksicht auf sinnvolle Schnitte – wieder einmal wurde eine Sendung mitten im Satz abgeschnitten. Gelangweilt betrachteten wir die gefühlte millionste Wiederholung der Joghurt Werbung, mit der Frau, die wohl schon zu alt war, um noch Jugendpflegeprodukte zu bewerben. Und wieder kam diese Werbung mit den tollen Gewinnen. Mode oder Technik? Entscheide dich, beim Anruf.

„Die Sieben – weisst du Schatz – ist meine Lieblingszahl.“ „So“ brummte er zwischen zwei Bissen. „Ja. Ich weiss gar nicht warum. Ich glaube sie ist magisch. Ich mag ihren Klang und ausserdem ist der siebte Monat meistens schön. Die Neun mag ich auch. Sie verbinde ich immer mit dem Herbst – September und so. Vielleicht sollten wir bei dem Gewinnspiel mit machen?“

„Das ist doch Abzocke. Keine Sau kommt da durch. Rechne mal Hoch. Für 0,55€ rufst du an. Du und wieviel noch? Unzählige, weil sie unbedingt diese Schuhe oder diese PS4 haben wollen. Dich kostet es zwar nur die Gebühr, aber die nehmen eine Menge ein. Da haben sie so ein Gewinnpaket zig Mal rausgeholt. Sollte tatsächlich  mal ein realer Mensch gewinnen. Was ich echt bezweifle.

„Da kannst du auch einen toten Esel verlosen.“ „Hä?“

„Ja – du verlost einen toten Esel. Jeder bezahlt 2 € und einer gewinnt. Der, der gewinnt beschwert sich und bekommt sein Geld zurück – die anderen nicht und du hast Gewinn gemacht – bis auf das Geld zurück ist das hier doch ähnlich.“

„Ach komm, lass uns doch  mal mitmachen.“ „Oh – ne.“ „Komm schon.“ „Na gut.“

„Leider war ihre Antwort nicht richtig. Viel Erfolg beim nächsten Versuch.“ „Was zum…Teufel ist an der Sieben nicht richtig. Die wollen mich doch verarschen. Noch mal, noch  mal, noch  mal, noch mal….“

„Okay – ich glaube wir können jetzt aufhören?“

Etwa eine Stunde später. „Vielen Dank für ihre Teilnahme – sie haben die maximale Anzahl an Anrufen erreicht. Leider waren sie dieses mal nicht unter den Gewinnern. Wir wünschen ihnen beim nächsten mal mehr erfolg. Wir freuen uns über ihre grosszügige Spende. Dies ermöglicht uns, unseren Betriebsausflug auf Mallorca zu finanzieren. Rufen sie bald wieder an. Der Trostpreis – eine Tasse – und eine Postkarte wird ihnen auf dem Postweg zugesandt. Einen wunderschönen Tag wünschen wir ihnen.

Humor, Mach was mit...

Mach was…mit dem Osterhasen!

Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba. Wieder ist unsere Kreativität gefragt. Ob basteln, schreiben, zeichnen, backen, kochen. Hier sind keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedinung – Spass haben.

Joschi sass in seinem Bau und schaute auf den Kalender. Ach verdammt! Weihnachten war schon ewig vorbei. Jetzt kam seine Zeit.

Ich muss mich ja mal sputen. Im Gegensatz zu dem  verehrten Herrn Weihnachtsmann habe ich keine kleinen Helferlein. Ausserdem bin ich eh ein missachtetes Fabelwesen. Keinen interessiert wie ich das alles schaffen soll. Ich muss auch alles an einem Tag schaffen. Ausserdem teile ich mir ja die Zeit mit einem grausamen Vorfall. Im Gegensatz zu dem verehrten Herrn Weihnachtsmann, bei dem Christi Geburt gefeiert wird, wird bei mir Christis Tod betrauert. Gut – die Auferstehung ist da ja auch ein Highlight. Aber trotzdem – wie soll denn da feierliche Stimmung aufkommen. Das einzige, was wirklich toll ist. Die Leute, die sich nach Fasching eine Fastenzeit auferlegt haben können endlich wieder ihren Lastern frönen. Dazu gehörten natürlich die ganzen Schokoladeneier und Schokoladen Hasen. Da wird nach einer langen Fastenzeit natürlich gehörig zugelangt. Dafür ist aber die Schlemmerzeit zu Weihnachten wesentlich intensiver. Zu Ostern beschwert sich keiner, er oder sie hätte zugenommen. Während ich dämlich hüpfend mit meinem Korb auf dem Rücken unterwegs bin um Eier zu verstecken, gehen die Menschen in die Kirche um zu trauern, oder wenigstens das vorzuheucheln.

Ach Hase! Jetzt muss ich das schon mal organisieren. Ich werde in der Schokoladenfabrik anrufen, wie es mit der Bestellung aussieht. Auch bei den Bauerhöfen um die Eierlieferungen zu organisieren. Dann muss ich meinem Korb checken, ob die Magie darin noch wirkt. Der Korb, den habe ich mir vom Weihnachtsmann empfehlen lassen. Er hat einen Täschner, der die gleiche Magie dort reingeflochten hat, die auch beim Weihnachtsmann-Sack verwendet wurde. Früher musste ich immer erst noch zurück zum Bau hoppeln um meinen Korb wieder zu befüllen. Aber durch diesen magischen Korb – enorme Arbeitserleichterung. Wer sagt denn, das Fortschritt nichts taugt. Für mich schon. Da ich ja KEINE kleinen Helferlein habe. Ich habe auch kein so schönes Kostüm. Ich werde immer nackig dargestellt. Manchma mit einem Hemdchen. Pft. Aber gut. Ich glaube ein Kostüm über und über mit irgendwelchen Ostereiern würde auch m ehr als dämlich aussehen.

Wieso bekommt eigentlich immer nur der verehrte Herr Weihnachtsmann die gesamte Aufmerksamkeit? Alle anderen fristen ein Schattendasein. Auch die Zahnfee – mit ihr habe ich mich auch schon unterhalten. Sie ist etwas populärer geworden. Aber trotzdem, keiner kann den Weihnachtsmann von seinem Thron schuppsen. Ach – das will ich ja auch nicht, nur so ein klein bisschen mehr Glamour – das wäre was.

Naja. Ich werde mal anfangen etwas zu trainieren. Der Korb hat schon ordentlich Gewicht. Und so lange ist es ja auch nicht mehr bis Ostern. Also sollte ich etwas die Ausdauer ausbauen. Ist ja nur ein Tag. Manchmal dehne ich es auch auf zwei Tage aus. Wenn es mir etwas zu viel wird.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Osterfest. Viele bunte Eier und wenig Magenschmerzen.

Euer Osterhase.

Fantasy, Mach was mit...

Mach Was …mit der Bibliothek – Der Buchspringer

 

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Ein Gemeinschaftsprojekt bei Herba. Dieses mal wurde das Thema von Poe gestellt.

Mach Was …mit der  Bibliothek –

Bernd liebte Bücher. Und sein liebster Ort war die Bücherei. Da konnte er der Realität entfliehen. Er war nicht der Hellste. Seine Mutter sagt immer „Du bist auch nicht die hellste Birne im Kronleuchter, aber dafür bist du ein netter.“ In der Schule wurde er immer gehänselt. Er hasste die Schule. Das meiste verstand er eh nicht. Die Lehrer hatten ihn anfangs noch motiviert und sich viel Mühe gegeben, aber doch irgendwann gemerkt, da steckt nicht viel dahinter. Der Junge würde nie den Nobelpreis gewinnen. Also gaben sie ihn irgendwann auf.

Seine Eltern beschäftigten sich auch nicht mehr viel mit ihm. Die komplizierteren Spiele verstand er nicht und auch bei den anderen verlor er immer. Er war ein guter Verlierer. Niemals weinte er, oder war wütend weil er verlor. Seine Mutter war schon verzweifelt, weil er oft so wenige Emotionen zeigte.  Sie hatte ihn schon zu einem Psychologen gebracht. Aber er bestätigte nur, was sowieso jeder von  ihm dachte. Er war ein sehr einfacher Charakter. Wie seine Mitschüler sagten – einfach blöd. Aber das fand er wirklich nicht. Er war nicht blöd. Er verstand nur vieles nicht, weil es ihm auch nicht wichtig war. Ihm waren nur seine Bücher wichtig. Seine Eltern hatten nicht viel Geld, deswegen hatte er nicht viel eigene Bücher, aber die brauchte er auch nicht. Seine Eltern waren auch oft nicht da. Sie arbeiten, oder waren mit Freunden unterwegs. Für sie war Bernd schon alt genug auch mal alleine zu sein. Das war ihm egal. Er war ja nie alleine. Er hatte seine Freunde immer bei sich.

Frau Brandt, die Leiterin der Bibliothek, freute sich immer auf Bernd. Die Kinder hatten immer weniger Lust zu lesen. Aber Bernd war immer da. Tag für Tag. Sie hatte schon mit seiner Mutter gesprochen, ob das für sie in Ordnung wäre. Natürlich war das für seine Mutter in Ordnung. Ein billigeres Kindermädchen hätte sie nie bekommen können. Bernd war gut aufgehoben in der Bibliothek. Manchmal dachte sie auch dran ihn abzuholen, aber meistens vergaß sie ihn einfach und er ging alleine nach Hause. Aber das war kein Problem für ihn, er hatte keine Angst, er war ja nie alleine. Seine Freunde waren immer dabei.

Es war wieder einmal ein Tag, in dem er alleine in der Bibliothek zwischen den Abenteuer Bänden sass. Heute war ein ungemütlicher Tag. Da kamen noch weniger als sonst um sich Bücher anzuschauen oder auszuleihen. Er liebte einfach diese düsteren Gänge in denen die Bücher standen, die dunkle Täfelung der Wand und die hohen Regale. Ganz toll fand er es auf der Leiter zu stehen und mit ihr die Wand entlang zu fahren. Frau Brandt mochte das nicht, sie hatte Angst ihm würde etwas passieren, aber er kletterte dabei nie ganz nach oben. So mutig war er nicht. Er sass und blätterte in einem Abenteuerbuch über Piraten und ihre erbeuteten Schätze, als auf einmal die Wände verschwanden. Sie lösten sich einfach auf. Und er befand sich auf dem Deck eines Schiffs. Der Kapitän stand am Steuer und der Wind fing sich in seinen langen schwarzen Haaren. Er brüllte seine Leute an, dass vor ihnen  die gesuchte Fock segelte. Der Angriff würde bald stattfinden. Er rief Bernd auf die Brücke und übergab ihm das Steuer.

„Hör zu mein Freund, du musst nur versuchen die Forck nicht zu verlieren. Also halt uns auf Kurs, während wie die Forck entern. Alles klar?“

„Aye Aye Kapitän“ sagte Bernd ganz stolz. Und die Piraten enterten das gegnerische Schiff.  Bernd war begeistert. Soviel Aufregung und Spannung.  Er konnte nicht fassen, dass er dabei war. Und endlich wurde er auch von jemandem wahrgenommen. Er durfte das Steuer führen. Und er machte das hervorragend.

Nach dem das Schiff geentert war, flüchteten die Piraten mit ihrem Schatz  und zündeten das andere Schiff an. Als sie am Hafen waren bildeten sich wieder die Wände der Bibliothek. Bernd war total aufgeregt. Aber er hatte niemandem dem er das erzählen konnte. Auf dem Heimweg beschloss er sich ein Tagebuch zu kaufen, das sollte seine Geheimnisse für ihn aufnehmen. Und er schrieb über sein Erlebnis. Als er fertig war schlief er selig ein und träumte von seinem  Abenteuer auf dem Schiff.

Am nächsten Tag, nach der Schule, konnte Bernd nicht schnell genug in die Bibliothek kommen. Der Unterricht war eine Qual. Er wollte wieder ein Buch lesen und ein Abenteuer erleben.

Er griff nach einem Fantasy Buch mit Drachen auf dem Cover. Als er etwa in der Mitte des Buches ankam, passierte es schon wieder. Die Wände lösten sich auf und er stand mitten im Wald, umgeben von Kriegern, die auf dem Weg waren den bösen Drachen zu töten. Er sah an sich hinunter und sah, dass auch er in Rüstung war und ein Schwert trug. Er lief mit den anderen Kriegern und würde den Drachen besiegen. Als sie auf dem Drachenberg ankamen kämpften sie tapfer. Sie befreiten die Jungfrau aus den Klauen des Drachen und töteten ihn. Danach löste sich die Szene und Bernd war wieder in der Bibliothek.

Zu Hause schrieb er wieder alles in sein Tagebuch. Das ging mehre Tage so. Bernd erlebte die wildesten Abenteuer und traf auf die verschiedensten Wesen. Er wurde richtig lebhaft. Aus dem ruhigen und immer etwas traurig wirkenden Jungen wurde ein aufgeschlossener glücklicher Junge. Er lachte und sprang durch die Gegend. Aber es fiel keinem auf. Keiner beachtete Bernd. Aber das war ihm egal. Seine Freunde achteten immer auf ihn.

Als er heute in die Bibliothek kam, war etwas anders als sonst. Eine alte, aber sehr hübsche Frau sass am Tisch und beobachtete ihn. Er schnappte sich wieder ein Fantasy Buch und verschwand zwischen den Regalen. Als er in dem Buch verschwand kam die Frau zu ihm. Zu seiner Hülle. Sie nahm das Buch, legte die Hand auf den Kopf von Bernd und flüsterte in sein Ohr.

„Mein lieber Bernd. Wir haben dich endlich gefunden. Du gehörst nicht in die Menschenwelt. Deine Welt ist zwischen den Zeilen. Du bist ein Buchspringer. Ein Geschichtenspringer. Du hast die Fähigkeiten den Lesern die Geschichten so lebendig zu vermitteln, dass sie das Gefühl haben mittendrin zu sein. Dein Leben hier ist vorüber. Ein tolles und abenteuerreiches Leben in der Welt der Bücher erwartet dich. „

Bernd verschwand. Es war wie ein Schatten, der sich im Sonnenlicht auflöste. Bernd verschwand aus der Welt der Menschen um ewig in der Welt der Bücher zu existieren. Er ist derjenige der euch an die Bücher fesselt.  Wenn ihr das Gefühl habt dieses Buch kann ich nicht mehr los lassen es zieht mich fest in seinen Band, habt ihr gerade Glück, das Bernd diesem Buch einen Besuch abstattet und es euch so gut „erzählt“ dass ihr es nie wieder vergessen werdet.

ENDE