Drama, Fantasy, writing friday

#Writing Friday Week 7 – Interview mit dem Cello

#Writing Friday bei Elizzy. Immer noch gibt es viele interessante Schreibaufgaben für diesen Monat.

Hier sind alle Themen

Ich habe mich diesesmal mit einem vernachlässigten Cello unterhalten. Lest das Interview.


Ein vernachlässigtes Cello erzählt.

 

R: Willkommen Freunde der Musik. Viele kennen es noch. Es war mal sehr berühmt und hat in vielen Opernhäusern gespielt. Heute ist es zu Gast bei uns und gibt uns ein Exklusiv –Interview.

Das vernachlässigte Cello – einen großen Applaus bitte.

Hallo Cello, schön dass du da bist. Ich bin schon sehr aufgeregt. Schließlich hast du schon so viel berühmte Bühnen besucht und bist dort aufgetreten. Erzähl uns bisschen was aus deinem Leben.

C:Hallo Rina. Ich freu mich endlich mal wieder an die Luft und auf eine Bühne zu kommen. Selbst im Fernsehen ist es noch besser als in meinem öden Kämmerchen. Nichts für ungut.

R: Schon in Ordnung. Du bist eine Berühmtheit – da ist Fernsehen schon ein kleiner Abstieg. Umso mehr freue ich mich, dass du dich zu uns bemüht hast.

C: Am besten legen wir los. Frag mich was du wissen willst.

R: Gut – erzähl uns doch bisschen was – fangen wir an wie du erbaut wurdest.

C: Wirklich? Das ist eigentlich schon bisschen langweilig. Ich halte es kurz. Ich wurde aus Fichtenholz erbaut. Mein Erbauer war ein Künstler seiner Zunft. Er baute uns nicht nur zusammen – in jede Leimung und in jede Schnitzung legte er etwas von seinem Herz. Man kann es etwas mit einem Quillt nähen vergleichen. Jedes Stück hat eine kleine Geschichte beigesteuert bekommen.

R: Das klingt ja richtig traumhaft. Du bestehst also aus Fichte und viel Liebe.

C: Ja – so kann man das sagen.

R: Erzähl. Wann wurdest du überhaupt erbaut. Darf man das Fragen? Oder seid ihr wie wir Menschen zu eitel was euer Alter angeht?

C: Nein – wie sind nicht eitel. Im Gegenteil. Je älter umso Stolzer sind wir. Ich bin nicht so alt wie das Amati-Cello – aber auch schon Alt. 1865 wurde ich geschaffen. In Italien

R: Nein! So alt schon. Oder wie sagt man es – So reif?

C: Man kann es gezeichnet nennen. Gezeichnet von jeder Hand, die uns geführt hat, von jedem Knie in das wir eingeklemmt waren, von jeder Temperatur, die wir ausgesetzt waren. Wir sind Kunstwerke des Lebens.

R: Wow. Ich bin fast sprachlos. Aber nicht ganz – ich will ja noch mehr wissen.

C: Frag mich

R: 1865 da hast du ganz schön was erlebt. Wer hat dich als erstes gekauft?

C: Das war ein italienischer Adliger. Er hatte eine zu junge Frau geehelicht und wollte ihr die Langeweile etwas vertreiben. Also hat er mich meinem Erbauer abgekauft und ich wurde sehr nobel untergebracht. Diese Frau war sehr hübsch und sehr traurig. Sie war unglücklich verliebt. So viele Stunden hat sie mir ihr Leid geklagt. Sie war in einen Mann verliebt, der ein Weingut hatte – aber das war ihrem Vater nicht höfisch genug. Er wollte Adel in der Familie. So viele Stunden haben ihre Tränen mein Holz berührt und kleine feine Linien hinterlassen. Sie starb sehr jung im Kindbett.

R: Oh wie tragisch.

C: Ja – wir Cellos haben oft so tragische Erlebnisse. Wir sind Musikinstrumente, die die Traurigkeit durch unsere tiefe Stimme so gut zum Ausdruck bringen. Nun – nach einigen Jahren, in denen  mich niemand spielte wurde ich in der Familie weiter gegeben. Die Nichte der Verstorbenen fand Gefallen an mir und ich wurde ihr geschenkt. Ich war übrigens nur in weiblichen Händen.

R: Hört, hört. Nun und wie erging es dir bei der Nichte?

C:Was soll ich sagen. Es war eine andere Zeit. Es gehörte zum guten Ton als junge Dame mindestens ein Instrument zu spielen. Es gab so viel Liederabende – ach das waren noch herrliche Zeiten. Ich hatte also viel Spaß – nach dem sie es denn endlich konnte – davor war es manchmal schon zum Saiten-Reißen.

R: Haha. Ja das kann ich mir vorstellen. Ich hatte mal eine Flöte und war mehr als unbegabt. Erzähl weiter.

C: Ach ich werde das bisschen abkürzen. Das Publikum will bestimmt nicht jede Station in meinen über 200 Jahren hören. Die kleine Nichte wurde grösser, heiratete und das ist dann bei den meisten jungen Damen das Aus für die Musik. Sie lernen es ja hauptsächlich um einen Mann zu finden. Zum Glück gab es damals noch Musizierzimmer. Da konnte ich am Fenster stehen und herausschauen. Manchmal hat eine vorwitzige Bedienstete beim Abstauben sanft meine Saiten zum Klingen gebracht. Ja auch dort gibt es viele Talente. Nur schade, dass sie immer unentdeckt bleiben. Ich verblieb lange in der Familie. Aber die modernen Zeiten machten mich unattraktiv.

R: Was passierte?

C: So etwa 100 Jahre später war die Familie verarmt und keine Nachkommen waren mehr da, die mich spielen wollten. Flower Power und so – wisst ihr ja bestimmt. Da wurde ich verkauft. Oder eingetauscht – das war damals nicht so eindeutig.

R: Okay. Und wo bist du gelandet?

C: In einem schnuckeligen kleinen Theater. Das war okay für mich. Ich war ja jetzt schon sehr betagt und auch nicht mehr so hübsch anzusehen. Da konnte ich das verkraften. Gut meinem Ego hat es erstmal nicht so gefallen. Schließlich war ich mal ein Star in den guten Häusern und auch auf so manch großer Bühne. Aber dieses kleine Theater war so liebenswert. Ich habe mich eigentlich das erste Mal wirklich geschätzt gefühlt. Die Dame, die mich spielte war so sanft – es war wie streicheln. Fast erotisch, wenn ich das mal so keck erwähnen darf ohne rot zu werden.

R: Haha. Das klingt ja schon romantisch.

C: Ja – es war schon ein bisschen romantisch. Ich glaube so gut wie mit ihr habe ich noch nie geklungen. Wir hatten viele schöne Auftritte zusammen und auch privat hat sie mich jeden Tag herausgenommen, gepflegt und gespielt. Ohne dramatisch zu klingen – das war die schönste Zeit in meinem Leben.

R: Das klingt nach einem traurigen ABER:

C: Ja leider. Die gute Dame war schon alt und irgendwann kam sie nicht  mehr. Ich hörte die anderen davon sprechen, dass sie in ein Altersheim gekommen sei. Sie wäre zu schwach um sich selbst zu versorgen. Mir brach fast mein Herz. Ich war im Inventarraum eingesperrt. Keiner erinnerte sich an mich. Ich gerat in Vergessenheit. Das Theater wurde irgendwann geschlossen und verfiel immer mehr.

R: Oh – das ist sehr traurig.

C: Allerdings. Das lastet immer noch auf meinen Saiten und der Bogen erst. Der Arme – ich weiß nicht ob der sich von der Vernachlässigung jemals erholen wird.

R: Was passierte dann. Schließlich bist du heute mein Gast.

C: Es gab einen Verkauf. Das Theater wurde an eine Theatergemeinde verkauft. Sie restaurierten und renovierten alles. Bauten alles zu altem Glanz wieder auf. Ach ich kann dir nicht sagen wie  mein Herz schlug, als ich endlich wieder menschliche Geräusche hörte. Und dann ging die Tür auf. Licht und frische Luft drang ein. Ich war so aufgeregt, dass meine Saiten erklangen. Sie waren stark verstimmt. Es hat sich ja keiner gekümmert und ich – tja ich war sehr deprimiert und konnte nichts dagegen unternehmen. Und dann ging das Licht an. Ach ich konnte es nicht fassen. Freiheit.

R: Du träumst.

C: Was?

R: Cello, du träumst. Leider muss ich dir sagen, dass niemand dieses Theater gekauft  hat und niemand hat dich herausgeholt. Du stehst immer noch vergessen in dieser Kammer mit dem andern Inventar.

C: Was soll das? Ist das ein Scherz. Was ist das für eine Show hier? Was für ein Interview?

R: Das sind deine Träume. Du halluzinierst. Es ist keiner gekommen um dich zu befreien. Das ist alles in deiner Fantasie.

C: WAAAAASSSS? Oh nein. Bitte warum kommt denn niemand und befreit uns?

R: Es tut mir wirklich leid.

C: *trauriges Spiel der Saiten*

Nun gut – ich bin schon alt. Ich habe viel erlebt und hatte schöne Zeiten. Vielleicht findet uns ja doch jemand und vielleicht spielt mich irgendwann auch mal wieder jemand. So lange werde ich einfach hier warten. Mit den anderen Instrumenten. Vielleicht können wir und gegenseitig bisschen aufmuntern? Was meint ihr, Kumpels? Lasst uns bisschen diese traurige Stimmung vertreiben.

Und ganz leise konnte man es hören. Aufmerksame Menschen, die an dem unscheinbaren, verbarrikadierten Theater vorbei liefen meinten leise, traurige Musik zu hören. So manch einer blieb stehen und lauschte – versuchte zu erkunden woher diese herzzerreißende Melodie wohl käme. Aber keiner kam jemals auf die Idee genauer zu hören. Und die Quelle zu suchen.

Ende

 

Romantik, writing friday

#Writing Friday Week 6 – Strickende Engel

Und wieder ist ein #Writing Friday bei Elizzy. Es gibt noch genug Themen, die die nächsten Freitage füllen. Und irgendwie – unabhängig von dem Schneefall die Tage – schnappte ich mir die Tropen/Schneestory. Die kleine hab ich direkt vor der Nase hüpfen sehen und sie wollte geschrieben werden. Also hier mein Versuch meiner imaginären Enkelin Schnee zu erklären.

Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist

Ich sass auf der Veranda und blickte über das Wasser. Mein Haus stand so nah am Meer, dass ich es riechen konnte. Das Salzwasser kitzelte in meiner Nase und der Geruch – ganz leicht – nach Fisch und Algen beruhigte mich. Ich schloss die Augen und liess die sanfte Meeresbriese über mich hinweg gleiten.

Ich musste wohl eingeschlafen sein. Mein Traum wurde unruhig. Mein Boot, das so sanft auf dem Meer lag wurde von kleinen Wellen durchgeschüttelt. Ich erwachte und bemerkte woher der Sturm kam. Von meiner kleinen Enkelin.

„Amanda – ich hab geschlafen. Du weisst, das man alte Menschen nicht einfach aus dem Schlaf wecken soll.“ „Das ist falsch OmaTrudy. Eigentlich soll  man alte Menschen ständig wecken, damit sie nicht im Schlaf sterben.“ Da stand die kleine vier Jährige vor  mir und blickte mich so keck an, dass ich nicht anders konnte als sie zu schnappen und zu kitzeln. Sie lachte und strampelte bis sie nur noch japste, da liess ich sie los. „Warum hast du mich geweckt? Was hast du da in der Hand?“ Ich sah ein mittlerweile zerknittertes Bild in ihrer Hand. „Oma Trudy, das habe ich unter deinem Bett gefunden.“ „Was machst du unter meinem Bett? Ich hoffe sauber?“ „Hihihi, da würde ich ja nie fertig werden.“ War die frech. Ich freute mich schon auf ihr heranwachsen. „Also was hast du da?“ Sie hielt mir das verknitterte Bild hin. „Was ist das weisse da auf dem Bild? Das ist doch kein Sand. Hier bei uns ist alles sandig und der ist gelb.“

Ich blickte das Bild an und ein bisschen wurde ich traurig. Das Bild gehörte einer lang entfernten Vergangenheit an. Es war ein Bild, das mich im Schnee zeigte. Schnee. Das gab es hier in den Tropen nicht. Es gab Strände, da war der Sand so weiss wie Schnee, aber halt Sand. Der blieb und man fand ihn Tage später noch in sämtlichen Körperöffnungen.

„Das ist Schnee, mein Schatz.“ „Schnee?“ sie legte den Kopf schief, wie ein kleiner Welpe, dem man sein Spielzeug zeigte und darauf wartete, dass man es warf. „Was ist Schnee?“ „Das ist gefrorener Regen.“ „Gefrorener Regen? Wie kann den Regen frieren?“ „Er friert nicht, er gefriert.“ „Sag ich doch.“ Schüttelte die Kleine ihren Kopf, als wäre ich etwas schwer von kapee. Ich schmunzelte. „Er Gefriert, wenn es sehr kalt ist. Dann werden sie schimmernde Kristalle. Sie verändern aber ihre Form – sie werden wie die kleinen Spitzendeckchen, die ich von Uroma Paula liegen habe. Diese feine Form – Engel habe diese Flocken für uns gestrickt.“ „Engel stricken?“  „Ja, das machen sie, wenn sie uns beobachten, dann stricken sie Schneeflocken.“ „Hä?“ „Du liebst doch Eis.“ „Oh ja – darf ich eins haben? Biiiitte.“ „Aber nur wenn du  mir eins mitbringst.“ Schnell sprang Amanda auf und rannte mit ihren kleinen nackten Füsschen in die Küche. So schnell sie konnte war sie wieder zurück und setzte sich zu meinen Füssen auf den Boden. „Hier – erzähl weiter.“ „Dieses Eis. Das ist kalt.“ Sie nickte, während ihre kleine rosa Zunge am Eis leckte. „Eis ist gefroren.“ „Eis friert? – das ist kein Wunder. Im Kühlschrank ist es kalt.“ Ich musste lachen. „Genau – da ist es kalt. Und es gibt Orte auf der Welt, da wird es auch so kalt, das Wasser friert. Die Flüsse frieren zu und Seen und der Regen wird zu Schneeflocken?“ „Schneeflocken.“ Flüsterte Amanda. „Aber wie fühlt sich das denn an?“ „Kalt, sehr kalt und nass. Denn Schnee ist ganz leicht und kaum ist er auf deiner Hand gelandet schmilzt er und wird zu Wasser. So fein ist er.“ „Aber warum haben die Engel denn dann nicht dickere Tropfen genommen um den Schnee zu stricken?“ „Sie mögen das feine und leichte Gefühl der Flocken. Sie sind so leicht, dass sie im Wind tanzen können, bevor sie auf den Boden fallen.“ „Aber auf dem Boden schmelzen sie nicht?“ „Wenn der Boden so kalt ist, wie der Kühlschrank, dann nicht. Die vielen Flocken sammeln sich auf dem Boden und bedecken ihn dann ganz schnell, wie eine Decke. Deswegen ist alles so weiss auf dem Bild.“ „Und wie fühlt sich das an?“ „Hm – also erstmal ist alles immer ganz friedlich, wenn es geschneit hat. Es ist so ruhig als wäre die Welt eingeschlafen. Wie bei Dornröschen.“ „Oh – Dornröschen mag ich.“ „Ja, alle mögen sie.“ „Aber wie fühlt es sich an?“ „Es knirscht wenn man drauf läuft. Es fühlt sich manchmal an wie wenn du in einen nassen Sandhaufen greifst oder manchmal wie wenn du deinen Finger in geschlagene Sahne steckst.“ „Hm. Das klingt irgendwie schön.“ „Das ist es – aber es kann auch sehr unangenehm sein. Da der Schnee so kalt ist frieren einem die Füsse und die Finger und die Nase ein. Das ist nicht so schön.“ „Ach – so schlimm klingt es nicht – man kann ja was warmes anziehen und auch einen schönen warmen Kakao trinken. Ich will in den Schnee.“ „Vielleicht fahren wir mal in den Schnee. Vielleicht. Aber solange – komm ich zeig dir Schnee.“ Grosse Augen blicken mich an. Sie steht auf und folgt mir in die Küche. Ich öffne das Gefrierfach und kratze die Eisschicht ab – gut, dass ich nicht so oft abtaue. Ich kratze soviel ab, dass man einen kleinen Schneeball formen könnte. Dann nehme ich ihn im Eisportionierer auf und lasse ihn in ihre Hand rieseln. „So ähnlich fühlt sich Schnee an.“ „Ah hihihi. Das kitzelt und ist nass. Kann ich Schnee essen?“ „Ja – du kannst deine Zunge herausstrecken und die Flocken darauf fangen. Das macht viel Spass.“ „Gut – ich gehe schnell und packe meine Tasche – dann fahren wir in den Schnee.“

Schnell wie der Wind rauschte sie aus der Küche in ihr Zimmer und ich hörte nur noch: „Nein, das ist zu kalt, was  meinst du  Mister Schnuffel? Ja – das ist nicht dick genug. Ja natürlich nehme ich dich mit. Du musst doch Schnee auch kennen lernen.“ Seufzend ging ich an den Computer und öffnete eine der vielen Reiseportale und gab die Suche nach Schneegebieten ein.

ENDE

 

Hier sind alle Themen

Humor, writing friday

[#WritingFriday] Week 5 – Das Liebes-Aus bei George und Amal?

Ein neuer Monat bei Elizzys Schreibaktion #Writing Friday. Wieder gibt es verschiedene Themen aus denen man einen Beitrag zaubern kann. Da mein erkältetes Gehirn etwas blockiert ist, dachte ich heute schaff ich nichts mehr – aber die moderne Chemie hat mir paar freie Minuten beschert.

Hier die Themen

  • Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben.
  • George und Amal Clooney reichen die Scheidung ein. Du schreibst für die „Gala“ einen Artikel.
  • Erkläre einem Ausserirdischen, was Liebe ist.
  • Ein vernachlässigtes Cello erzählt.
  • Du erklärst einem Kind aus den Tropen, was Schnee ist.

Ich bin in der Klatschpresse überhaupt nicht zu Hause. Ich musste also erstmal bisschen googlen. Ich wusste weder wie Georges Frau heisst, noch dass schon Kinder da sind. Tja – aber jetzt scheint es wohl zu kriseln im Haus Clooney.


Scheidung im Hause Clooney

Nach dem unspektakulären Kennenlernen von Amal und George scheint jetzt das Liebesaus zwischen dem Traumpaar? Erst vor wenigen Tagen erfuhren wir mehr über das geheimnisvolle Kennenlernen der beiden. Amal war, im Prinzip, Ehefrau per Lieferung nach Hause. Nach dem sie von einem Freund mit zu Clooney gebracht wurde, schien es vertraulicher zu werden. Zögerlich durch Emailkontakt, heirateten die beiden 2014 in Venedig. Allerdings scheint es nach der Geburt der Zwillinge Ella und Alexander im Juni 2017 in der Traumbeziehung schon zu kriseln. Ist es das Ende der Beziehung? Wir haben erfahren, dass die Scheidung der beiden wohl schon eingereicht wurde. Genauere Hintergründe sind uns noch nicht bekannt. Allerdings wurde Amal des öfteren, vertraut mit ihrem Personal Trainer gesehen worden zu sein. Sie wolle nur die Babypfunde wieder los werden, hiess es bei einem Statement. Aber warum hat man sie dann schon in einem exklusiven Restaurant gesehen? Aber auch von George wurden Bilder mit einer noch unbekannten Frau getwittert. Wer tröstet sich über wen denn nun hinweg?

PS: Diese Geschichte ist nur Fiktion. Nicht dass ich hier ein Gerücht in die Welt setze, die morgen eine Mega Schlagzeile ergibt….;-)

Apokalypse, writing friday

Writing Friday Januar 2018 – Erlebnis – Vorbereitung ist alles

Der letzte Freitag im Januar. Die neuen Themen für den Februar sind schon veröffentlicht – es sind aber noch Themen für den Januar #writing friday bei  elizzy91 offen. Ich habe dieses mal eine fiktive Story gewählt.

Erzähle von einem Moment, der den weiteren Verlauf deines Lebens fundamental hätte verändern können.

Aus dem realen Leben habe ich da nichts Einschneidendes.

Beide Szenarien aus dieser Geschichte können das Leben fundamental verändern. Entweder man bricht aus oder man beugt sich. Beides schwere und wichtige Entscheidungen


Paula stand auf dem Hügel. Er war weit genug entfernt um sicher zu sein, aber noch nah genug um das Chaos zu beobachten. Sie war schon lange vorbereitet und informiert gewesen. Schon seit einigen Jahren verfolgten sie die alternativen Nachrichten und Warnungen der sogenannten Verschwörungstheoretiker. Alle hatten sie belächelt. Manche hatten so getan, als würde es sie interessieren. Aber insgeheim hatten sie sie belächelt. Nun – jetzt stand sie mit Mann und Hunden und sogar die Katzen auf dem Hügel und sahen wie die Menschen in „Auffanglager“ getrieben wurden. Angeblich zum Schutz. Der Terrorismus wäre übergeschwappt. Es hätte alles überhandgenommen und diese Internierung – Oh – nein Schutzgewahrsam war nur zur Sicherheit. Und um den Terrorismus eindämmen zu können hatten alle einen Chip bekommen. Da wurden ihre Personalien und ihr Vermögen ihre Krankenakten und was es sonst noch gab, gespeichert. Natürlich nur um den Überblick zu wahren. Wer war gut und wer böse.  Sie blickte hinunter und versuchte bekannte Gesichter durch den Feldstecher zu erkennen. Da die Nachbarn. Sie waren wohl schon aufgenommen und gechippt. Sie sassen im Hof der Anlage und schauten ziemlich mitgenommen aus. Sie wusste, dass die Nachbarn auch eher gegen diese Bevormundung waren. Aber leider waren sie nicht vorbereitet.

Paula blickte auf die Hunde hinunter. Sie waren brav und ruhig. Das hatte sie lange trainiert. Sie sollten nur Anschlagen, wenn jemand fremdes kam, aber nicht einfach so um sie zu verraten. Ein letzter Blick auf die ehemalige Gegend. Ein zittern und leichtes Schluchzen. Die Möglichkeit ihre Familien noch einmal zu sehen, waren gerade auf null gerutscht. Die Eltern wohnten zu weit weg um sie zu Fuss zu erreichen und Autos waren unmöglich zu nehmen. Das wäre viel zu auffällig. Mark nahm sie in den Arm und streichelte ihr über den Rücken. „Komm, wir müssen los. Wir sollten so weit wie möglich hier weg sein, bevor es dunkel wird. Noch sind alle unten beschäftigt. Bevor sie anfangen die Ausbrecher zu suchen, sollten wir weg sein. Wir machen uns auf den Weg in Richtung deiner Eltern – und danach zu meinen.“ Er drückte sie noch mal und sie schüttelte die Lethargie ab.

Wochen später.

Paula und Mark hatten sowohl ihre als auch seine Eltern gesucht. Aber wie erwartet, waren die Gegenden schon geräumt worden. Es war nicht klar, ob die Leute nach chippen und Gehirnwäsche wieder in ihre Wohnungen durften. Die Hoffnung bestand. Heimlich hatten sie sich in die Wohnungen geschlichen und an vereinbarten Stellen Nachrichten hinterlassen. Natürlich hatten sie den Eltern eingetrichtert wo sie sich treffen würden wenn es ernst werden würde. Sie wussten, dass die Eltern das nicht so ernst nahmen. Aber das war nicht wichtig. Wichtig war nur, dass sie zugehört hatten und jetzt reagierten. Jetzt sassen sie in ihrem Versteck und warteten. Sie hatten Zeit. Das Versteck war gut geschützt. Keiner konnte es von aussen erkennen und Drohnen konnten nicht einblicken – es war gut zugewachsen.

Paula sass in der Sonne. Das Leben war schwer. Sie mussten alles rationalisieren. Leise sein und kein Licht machen im Dunkeln. Sie dachte nach – was wäre gewesen, wenn sie sich gefügt hätten?. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie dem Druck der Obrigkeit nachgegeben hätte? Man hätte das eine fundamentale Veränderung – oder Einschnitt nennen können. Vielleicht wäre sie jetzt reich? Abgesichert? Vielleicht hätte sie ein gutes und sicheres Leben? Sie wären mit den Eltern zusammen. Das versetzte ihr einen Stich. Eine Träne rann die Wange hinunter. Noch hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben.  Nein – das konnte sie sich nicht vorstellen. Sich unterdrücken zu lassen. Immer Angst zu haben, was sie sagte oder tat. Ein Chip, der jeder Zeit das Leben beenden konnte, wenn man nicht spurte. Sie hatten gesehen, die nächstliegende Stadt war voll mit Kameras. Es gab keine Möglichkeit sich unbeobachtet  zu bewegen.  Nein. Das käme nicht in Frage. Dieser Schritt war die richtige Entscheidung. Vorbereitung war alles. Dieses Erlebnis war mehr als eine harmlose Veränderung.  Das war eine Veränderung, die das gesamte Leben und  Überleben bestimmte. Aber sie würde es jeder Zeit wieder machen. Für die Freiheit.

ENDE

Erlebnis, writing friday

Writing Friday – Traum

Bei elizzy91 läuft noch die Januar Schreibaktion mit den Themen für den #writingfriday

  • Erzähle von einem Moment, der den weiteren Verlauf deines Lebens fundamental hätte verändern können.
  • Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.
  • Schreibe einen Brief an dich als 15-jährige/r
  • Überrede einen Veganer, eine Currywurst mit dir zu essen.
  • Dein Begriff von Freiheit.

Einen allgemeinen Traum hatte ich ja schon mal erzählt – in letzter Zeit hatte ich keine Träume an die ich mich erinnern kann.

Aber diese Woche hatte ich einen, den ich mir auch sofort notiert habe – damit ich ihn nicht vergesse.

Aber viele Dinge – weiß ich nicht ob ich sie empfunden oder auch gesehen habe.

Ich bin  mit meinem Mann in einem Bungalow oder in einer grosszügigen Parterre Wohnung. Es ist sehr warm – Ich bin locker angezogen – irgendwie erinnert mich die Szene an eine Wohnung in New Orleans – ich war noch nie da – nur was ich aus Filmen kenne. Wir sitzen auf der Terrasse und trinken einen Wein. Unsere Katze sammelt junge Kätzchen ein – aber nicht ihre. Sie stopft die kleinen in eine Ecke – es könnte ein Schrank sein und das Geländer der Terrasse – aber die kleinen büxen ständig aus und sie sammelt sie wieder ein mit einer stoischen Geduld. Wir beobachten das amüsiert. Ihr Bruder tigert nur einfach nur hin und her. Die Hunde sind nicht da – ich habe das Gefühl, dass sie nicht mehr da sind. Das macht mich traurig. Wir sitzen und schauen auf die gegenüberliegende Seite – sie ist weit entfernt. Ich bin verärgert. Meine Ex-Beste-Freundin wohnt dort. Warum ist sie dorthin gezogen? Ich fühle mich verfolgt und beobachtet von ihr.

Dann bin ich wach geworden

 

Warum ich von meiner Ex-Besten-Freundin träumte – kein Plan – wir haben seit mindesten 12 Jahren kein Kontakt mehr – sie ist zwar tatsächlich in den Nebenort gezogen – aber ich habe sie noch nie getroffen. Und eigentlich ist das ganze abgeschlossen für mich.

Das mit der Katze – das ist mir ein absolutes Rätsel.

Die Lokation – die kann ich  mir noch erklären – wir fühlen uns hier nicht wohl und mögen es warm. Wir hätten gerne einen Bungalow und warm…also das ist wohl im Moment der Temperatur geschuldet.

Erlebnis, writing friday

[#WritingFriday] Week 2 – Der Traum

Die zweite Woche bei elizzy91 und ein zweiter #WritingFriday im Januar.

  • Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.

Gut – ich habe die letzte Zeit immer noch nicht so geträumt, dass ich mich erinnere. Aber wer hat keinen Traum – also beschreibe ich euch meinen Traum.


Mein Traum – damals war mein Traum erfolgreich werden, meine Fussabdrücke in die Welt zu drücken – oder meine Hände in den Boden. Wall of Fame – aber für was. Keine Ahnung.  Ich bin und bleibe ein Mensch, der gerne erstmal wartet. Alles löst sich doch irgendwie. So war das auch mit meiner Lehrstelle. Puh – Glück gehabt. Nach der Ausbildung wurde ich dann von einem Patienten gefragt, ob ich nicht selbst Zahnarzt werden wollte – Bloss nicht – aber mein Fokus wurde neu gestellt – mein Traum zu Studieren wurde geweckt – also Abendgymnasium und dann Studium…Gedacht getan – da war er der Traum. Greifbar. Aber je länger ich in der Uni fest hing und beobachtete wie HiWis behandelt wurden – begann ich zu zweifeln. HiWis kochten Kaffee – trugen Sachen von oben nach unten und kehrten den Stuhl des Professors. Da kann ich auch Zahnarzthelferin bleiben. Nach einem Unfall und über drei Tage Abwesenheit, wegen Krankenhausaufenthalt – flog ich aus dem Kurs und das war mein Zeichen. Abbruch. Exmatrikulation und – nun – Scheitern auf ganzer Linie. Durch das Studium habe ich einen guten Job saussen lassen und hänge jetzt in einem bescheidenen Fest. Aber ein Traum ist ein Traum – und es entwickelte sich ein neuer.

Freiheit. Autarkes Leben. Selbstversorgung. Das wäre mein Traum. Mit meinem Mann auf und los. Alles hinter uns lassen und irgendwo neu anfangen, oder einfach weiter fahren. Das wäre mein Traum. Frei von den Konventionen, dem Konsum, dem Druck…das wäre was

Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):

Drama, Sci.Fi, writing friday

[#WritingFriday] Januar 2018

Wie schon angekündigt – bei elizzi91 startet eine neue Schreiaktion.  #WritingFriday. Ich zitiere hier einfach  mal die Regeln.

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Schreibthemen Januar

  • Erzähle von einem Moment, der den weiteren Verlauf deines Lebens fundamental hätte verändern können.
  • Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.
  • Schreibe einen Brief an dich als 15-jährige/r
  • Überrede einen Veganer, eine Currywurst mit dir zu essen.
  • Dein Begriff von Freiheit.

Der Erste #WritingFriday findet am 5. Januar 2018 statt, bis dahin habt ihr Zeit euch für eines der Themen zu entscheiden und eure Worte dafür zu finden. Egal ob frei erfunden oder die pure Wahrheit, schreibt einfach drauf los!

 

Ich konnte mich lange nicht entscheiden und wählte dann die Freiheit. Während dem Schreiben ist mir dann eingefallen, dass sich dieses Thema hervorragend mit dem Brief an mich als 15-jährige kombinieren lässt – also habe ich mir die schriftstellerische Freiheit genommen ;-)

Hier ist mein erster Beitrag.

 

Mein Begriff von Freiheit und den Brief an  mein 15 jähriges ICH.

Freiheit – ein schönes Wort. Was verbinde ich mit Freiheit? Wahrscheinlich, das was jeder erst mal verbindet, wenn er/sie das Wort hört. Machen was man will. Aber können wir das wirklich – können wir wirklich machen was wir wollen? Wir werden von klein auf in ein Schema gepresst, das uns den Weg leitet. Wenige schaffen es wirklich auszubrechen und sich den Konsum und dem Druck der Gesellschaft und der Erwartungen zu entziehen. Die Glücklichen . Glück ist Freiheit. Bedingungsloses Grundeinkommen ist Freiheit. Die Freiheit selbst entscheiden zu können – ich will arbeiten und nicht ich muss arbeiten.  Arbeiten in einem Beruf, den man sich wünscht und nicht einer, der viel Geld bringt – das ist Freiheit. Kreativität ist Freiheit – aus eigenen Erfahrungen weiss ich, dass Studium, Beruf, Druck einem die Kreativität klaut – sie wird eingesperrt. Es hat zwei Jahre gedauert, bis mein Geist sie wieder frei gelassen hat. Das Gefühl war fast körperlich spürbar – als wäre eine Kette gesprengt worden.

Freiheit – fliegen wie ein Vogel wäre Freiheit. Eine schönes Zu Hause in einer tollen Gemeinschaft wäre Freiheit.  Kinder sich entwickeln lassen wie sie wollen – klar Erziehung muss schon sein – aber nicht brechen. Das wäre Freiheit. Was würde ich meinem 15 jährigem Ich dazu schreiben?

Hallo Marina.

Nun – dreissig Jahre später und ein Blick zurück auf unser Leben kann ich dir berichten, oder raten? Du bist gerade 15. Für dich sind andere Dinge im Moment wichtig. Du bist aus dem  Schatten deiner Freundin hervorgetreten, da ihr verschieden Schulen besucht – du hast deinen ersten Freund und was sonst noch so dazugehört. Du bist immer noch schüchtern, das wirst du immer sein,  aber du wirst irgendwann damit umgehen können. Du bist schon geprägt von den Eltern, Schule, Medien – da kannst du nicht heraus – im Moment. Die Schule ist bald vorüber und du musst einen Job wählen – ich weiss nicht, ob ich dir raten soll was du am besten wählst?. Schwer zu sagen – dein gewählter Weg hat dich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Ich bin mit mir schon zufrieden – Eigentlich möchte ich mich nicht ändern. Meine Umstände – ja – aber nicht mich – wenn Du also einen anderen Weg wählst, wie werde ich dann? Aber vielleicht erfüllt dich dieser Weg?  Darf ich dir überhaupt so viel sagen ohne ein Paradoxon zu verursachen? Details verrate ich dir nicht – ich will dich nicht verunsichern und auf den falschen Weg schicken. Keinen meiner eingeschlagenen Wege bereue ich. Nur einen – Binde dich nicht an einen Ort – binde dich an den Mann. Der Mann macht dich glücklich und akzeptiert absolut.  Der Ort macht euch beide unglücklich.  Öffne deinen Geist, dann wirst Du den richtigen Weg wählen.

Deine zukünftige Marina

 

Mit dabei sind: