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Etüden – Mit Stilblüten rodeln, nein jodeln – rodeln

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Die Wortspende zu Christianes Etüden hat mich bisschen aus dem Konzept gebracht – mir ist nicht so richtig was eingefallen. Gespendet wurden die Worte von  Petra Schuseil (wesentlichwerdenblog.wordpress.com).

Wow –  das war aber eine Herausforderung – dementsprechend ist auch mein Text geworden. Aber egal – ich hatte wenigstens Spass mir paar Stilblüten durchzulesen. Wenn ihr bisschen schmunzeln wollt. HIER findet ihr paar witzige wortgewandte Missgriffe. 😉


Jodeln?“ lautete die banale Antwort auf meine Ankündigung.

„Du willst Jodeln lernen auf einer Alm? Was ist denn mit dir los?“

„Jodeln? Vielleicht solltest du dir doch mal ein Hörgerät anschaffen?

Ich  will doch nicht jodeln lernen auf der Alm – ich will rodeln gehen im Qualm.

Solche Stilblüten passieren dir doch immer öfter.“

Was´n das für´n Hipsterding – Rodeln im Qualm – Was soll man sich denn da vorstellen?“

„Na das weiss ich auch noch nicht so genau – allerdings war die Buchung echt verdammt teuer, aber es soll der absolute Trend sein und was Trend ist muss ich unbedingt ausprobieren.

Schliesslich habe ich eine Verantwortung als Blogger – da muss ich doch einfach alles mitmachen, was man mal gehört hat, oder???“

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Wochenrückblick 30.10.17 – 05.11.17

Ich war richtig fleissig – endlich habe ich mal wieder einiges geschrieben.

Mach was mit – Regen – Der Schlüsselmeister

Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #14

Schreibkicks – Nebelschwaden – Die Wächterin


Schauen wir noch schnell auf die neuen Aktionen

Bei Christiane gibt es wieder neue Wortspenden: Sehr schöne Worte

Ahornblatt
Chinareise
krabbeln.

Schreibkicks bietet auch ein neues Wort – Stille Strasse – ein kleiner Beitrag bis zum 1.12 – das wird interessant – ausserdem gibt es ein Weihnachtsspezial mit dem Thema – unter dem Weihnachtsbaum – das geht dann bis zum 24.12.

Das elfte Wort von Projekt TXT ist auch da – ich schreib noch am 10. …Sehr interessant – Sagenumwogen.

So mehr habe ich nicht für euch

viel Spass beim kreativ sein.

Bis dann

 

 

Allgemein, Geschichtenzauber

Schreibeinladung für die Textwoche 39.17 | Wortspende von wortsonate

Bei abc.etüden von Christiane, geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden. Ausserdem kann auch mehrmals die Woche mitgemacht werden.

Quadratscheißer
postfaktisch
ergebnisoffen

Eine Wortspende von Frau Wortsonate (wortsonate.wordpress.com)

Wie so oft hat sich der Text nach grübeln dann doch verselbständigt. Und da ich es so amüsant finde mit dem Kater Anton – hat er auch in meine Geschichte einen Weg gefunden. Für alle anderen Beiträge hat wortgeflumselkritzelkram eine Sammelseite für Antons Besuche eingerichtet. Schaut einfach mal rein, was der „süsse“ Kerl so alles erlebt – bzw. wir. Harharhar.


„Ein Quadratscheisser – ich – du spinnst ja wohl.  Ich bin doch ganz in Ordnung und bestimmt nicht verklemmt und ignorant – ich verstehe deine Aufregung nicht. Postfaktisch ist es doch eine Annahme, dass es spuken soll in dem gegenüberliegendem Haus  – nur weil du eine Gänsehaut bekommst ist da noch nichts Wahres dran.“

„Das glaubst aber auch nur du – ich habe Letzt eine Geschichte über einen toten Kater gelesen, der dann irgendwie doch nicht tot war, aber sich verändert hatte  – ach das war irgendwie ein ergebnisoffenes Ritual. Lass mich überlegen – ich glaube der Kater war irgendwie total dämlich in grün-rosa Wolle verwurschtelt. Durch unAchstsamkeit ist das Vieh verendet. Aber eine Wortzauberin – ich glaube Frau Flumsel hiess sie – hat ihn wiederbelebt.

Jetzt stromert er durch die verschiedenen Geschichten und beschimpft die Menschen als Dosenöffner um sich dann unter irgendwelchen Sesseln zu verstecken – ach und ein Aquarium hat er auch noch geplündert – eine Phantomzeichnung wurde auch schon rausgegeben.“

„Solche Ammenmärchen glaub ich doch in Tausend Jahren nicht und ich beweisse es dir – du sagst, der Kater soll hier drüben in dem Haus sein – das werde ich prüfen – lass dein Handy an, damit ich dich auf dem Laufenden halten kann.

So ich bin drin – sag ich doch – kein Kater nur rote Leuchten in der Ecke zum Treppenhaus, die werden wohl den Weg markieren, das schaue ich mir mal …ahhhhhh – chchchchch – meow….

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Schreibeinladung für die Textwoche 36.17 | Wortspende von 365tageasatzaday

Die Sommerpause der Etüden bei Christiane, ist vorbei. Endlich können wir wieder 3 Wörter in einer Geschichte mit 10 Sätzen einschreiben.


„Hei – hei – Warte, warte mal – dein Heiligenschein ist verrutscht.“ „Was – ach du gute Güte – wie sieht das denn aus. Ich sehe ja aus wie eine Krähe.“

Erleichtert richtete der kleine Engel seine Erscheinung und war wirklich froh, dass der kleine Hilfsengel ihn vor der Blamage bewahrte. Schliesslich war heute sein erster Soloauftritt auf der Erde. Da musste die Erscheinung und vor allem die Frequenz stimmen.

Schliesslich schaute der grosse Paulus zu, wie er seinen ersten Ausseineinsatz bewältigte.

Wenn er das alles ohne Probleme schaffte, würde er öfter auf der Erde eingesetzt werden und würde die guten Seelen den richtigen Weg weissen. Deswegen war das Erscheinungsbild ja auch wichtig.

Wie würden denn die Menschen reagieren, wenn ein derangierter Engel sie bei der Hand nehmen wollte um sie nach Hause zu bringen – unvorstellbar.

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Schreib mit mir Teil 4 – Das Königreich im Spiegel #6

Den Start der Geschichte findet ihr HIER

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen


Part 3

Kapitel 1

Was bisher geschah:

Die Abreise wurde vorbereitet – Ratschläge erteilt. Arlo hatte einen wichtigen Traum über Mary – dies ist der Startschuss für die Mission – er hat sich verliebt.


„Weisst du mein Freund“, sagte Janis zu Arlo. „Deine Bitte dir in irgendwas Seltsames zu folgen, hätte nicht passender kommen können. Mir wurde es gerade zu langweilig zu Hause, und bevor ich irgendwelche Dummheiten begehen kann – reite ich doch lieber mit  dir um eine holde Jungfrau zu retten.“

„Machst du dich gerade lustig über mich?“

„Wie könnte ich. Wer hat nicht schon von einer verführerischen Frau geträumt, die ihn in sein Verderben gelockt hat. Also ich ständig. Nun – ich träume nicht nur davon – auch ein Grund, warum es bestens passt mal eine Zeitlang das Dorf zu verlassen. Es könnten einige Ehemänner und Väter sehr ungehalten mir gegenüber sein.“

Es fiel Janis unendlich schwer Arlo nicht aufzuklären. Aber es war Bedingung dieser Rettungsmission, das Arlo da ganz unbelastet dran ging. Er durfte nicht erfahren, dass dies eine Vorhersehung war. Denn Arlo hasste nichts mehr, als manipuliert zu werden. Wie es dann am Ende ausging – da würde Janis sich später Gedanken machen – sollte er da überhaupt noch leben. Er hoffte, dass Mary als liebevoller Puffer für Arlos Zorn gelten wird.

„So, so, hast du wieder die jungen Ehefrauen und Mädchen verführt?“ Das wird noch dein Verderben sein. Du solltest dich langsam mal nach einer Braut umschauen. Deine Eltern wollen doch bestimmt süsse kleine Enkel haben.“

Es versetzte ihm einen Stich ins Herz, dass er das vielleicht nie erleben dürfte. Selbst Mary´s und Arlos Kinder würde er vielleicht nie sehen.

„Pah – ich und sesshaft. Mein Lieber Freund – das wird so schnell bestimmt nicht passieren. Ich kann doch dies hier – „ Dabei zeigte er auf sich. „- nicht nur einer holden Dame geben. Nein, nein. Ich habe Verpflichtungen.“ Lachte er und trieb sein Pferd zu einem schnelleren Trab an.

Arlo folgte ihm lachend und kopfschüttelnd. Sein bester Freund würde irgendwann schon die richtige Frau finden, die ihn bändigen würde. Da war er sich sicher.

Kapitel 2

Sie ritten eine Zeitlang schweigend nebeneinander. Jeder in seine Gedanken versunken. Sie kamen an ein kleines Dorf. Dort wollten sie rast machen. Arlo wusste nichts über den Splitter – anscheinend konnte er ihn auch nicht sehen. Aber Janis sah ihn ständig vor sich. Als hätte er sich in seine Augen geätzt. Wie eine Kompassnadel zeigte er ihm den Weg.

Sie ritten durch das Tor in das Dorf. „Hei, Bursche – wo ist das Gasthaus dieses Dorfes?“ Ein schmutziger kleiner Knabe spielte in einer Pfütze und blickte nach oben. Er öffnete bewundernd seinen Mund und starrte die beeindruckend wirkenden Männer an. Dann hob er seine Hand und zeigte mit dem Zeigefinger in Richtung eines Hauses, das wie eine Taverne aussah. Eine verwanzte Taverne – die beiden einigten sich, dass sie schnell was essen und trinken würden und dann besser bei den Pferden im angrenzenden Stall schlafen würden.

Als sie eintraten kamen ihnen die üblichen Geräusche und Düfte entgegen. Janis kannte sie in- und auswendig. Er konnte schon auf dem ersten Blick erkennen, was hier Sache war. Ein Saufgelage in der hinteren Ecke mit vielen barbusigen Frauen, die hofften, dass die Freier so betrunken sein würden, dass sie ohne sich verkaufen zu müssen, an das Geld kamen.

Janis bugsierte sich und Arlo an einen freien Tisch. Man durfte in solchen Tavernen nicht zimperlich sein. Denn für Sauberkeit waren sie nicht bekannt. Arlo fühlte sich sehr unwohl in seiner Haut. Am liebsten wäre er weiter geritten. Es machte ihn nervös so viel Zeit zu verlieren.

„Lass und das schnell hinter uns bringen.“

„Was meinst du? Essen, Trinken und schlafen? Wir brauchen die Pause. Das weisst du. Wie willst du sonst gegen die Bösen kämpfen – hä, mein Freund? Komm geniess das verwässerte Bier und die verwässerte Suppe. Das Brot wird das Beste an dem ganzen Essen sein. Und die Ladys die uns bedienen.“ Janis lächelte in Richtung Bar. Da stand eine hübsche Frau mit ausladenden Hüften und prallen Brüsten. Genau wie er es mochte. Sie lächelte koket rüber zu ihm. „Was machst du? Die Frau bedeutet bestimmt ärger. Eine wie die ist doch nicht unverheiratet. Die dahinten in der Ecke mit den nackten Brüsten – die kannst du dir nehmen – aber sie – lass die Finger von ihr.“ „Ja, ja.“ Sagte Janis abgelenkt.

„Meine Herren, was darf es denn für euch sein?“ „Holde Maid, wie ist euer Name?“ Fragte Janis die hübsche Bedienung. „Anika“ „Anika – ein Name wie er besser nicht zu so einer hübschen Frau passen könnte. Mein Freund und ich wollen gerne ein Bier und eine Suppe mit einem Laib Brot und ein Küsschen als Nachtisch.“

„Ach du.“ Lachte sie und verschwand schnell in der Küche.

Arlo schüttelte nur den Kopf und machte sich in Gedanken schon eine Liste, was sie alles bräuchten um am nächsten Morgen schnell verschwinden zu können. Denn er ahnte nichts Gutes. Er kannte seinen Freund schon zu lange.

Es kam wie es kommen musste. Arlo zog sich nach seinem Bier und seiner Suppe in den Stall zu den Pferden zurück. Nicht bevor er nicht alles für eine schnelle Flucht vorbereitet hatte, legte er sich zum Schlafen.  Aber er konnte nicht gleich schlafen. Er schaute in den Himmel und folgte den Sternen. In Gedanken war er bei Mary. Wie es ihr wohl geht?

Arlo wurde wach, als die ersten Sonnenstrahlen ihn kitzelten. Schnell sattelte er die Pferde, überprüfte die Taschen und den Proviant, tränkte noch schnell die Pferde und wartete. Er brauchte nicht lange warten, da kam er schon angerannt. Mit offener Hose und Hemd, die Schuhe in der Hand und hinter ihm der dicke Schankwirt. Schnell sprang er auf das Pferd und sie ritten wie vom Teufel verfolgt.

Janis lachte und als sie endlich anhalten konnten, zog er sich an und biss schnell mal in eine Scheibe Brot. „Meine Güte, wer hätte gedacht, dass der Dickwanst so schnell rennen kann. Uff – das war mal wieder echt knapp. Aber es hat sich gelohnt, mein Lieber. Diese Frau war so weich und willig.“

„Ach halt doch die Klappe. Wer war sie? Seine Tochter? Seine Frau? Du bist einfach unverbesserlich.“ Sagte Arlo nicht ganz so böse wie er es gerne täte.

„Seine Frau – und bitte – es war wirklich nötig für sie. Sie vertrocknet bei dem alten Sack. Das hält sie jetzt paar Monate über Wasser – und vielleicht komme ich ja wieder.“ Zwinkerte er. Arlo lachte und schüttelte den Kopf. Einfach unverbesserlich, der Kerl.

„Gut, lass uns endlich weiter reiten.“

Fortsetzung folgt. 

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Etüdensommerpausenintermezzo 2 – es drabbelt!

Für die Sommerpause hat sich Christiane ein paar kleine Schreibübungen ausgedacht – dieses mal Drabble, Double-Drabble und Tribel-Drabble.

Es ist immer interessant sich kurz zu halten – das fällt mir nämlich gerne schwer. Also feilt man an den Sätzen – formuliert sie um und fügt zusammen, oder teilt geschickt um nicht über oder drunter zu kommen. Ein kleines Puzzle.

Hier erst mal das Drabble: Bringt diese 3 Wörter in 100 Wörtern (gezählt ohne Überschrift) unter. 100 Wörter, keins mehr, keins weniger.

  • Flaschenpost
  • Trübsal
  • Sonnenblume

An einem kleinen Fleck am See, saß er Trübsal blasend. Da konnte er sich immer verstecken. Er hatte keine Lust nach Hause zu gehen. Von seinem Platz konnte er die Sonnenblume sehen. Das war seine Lieblingsblume. Sie war groß gewachsen und konnte über alle Flächen schauen. Am liebsten würde er sie erklimmen und sich auf sie setzen. Er würde in die Ferne blicken. Da sah er die Flaschenpost. Er reckte um sie heraus zu fischen. Ein kleiner Brief und paar Samen waren da drin. Er las: Schluck die Samen und denke an deinen sehnlichsten Wunsch – ein neues Leben erwartet dich.

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Schreibkicks – Strandparty unter Vollmond – Sehnsuchtsvolle Erinnerungen.

Schreibkicks-blau1Schreibkicks. Hier wird von Sabine immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird.

Für den 01.08.17 ist das Thema: Strandparty unter Vollmond.

Mit dabei sind:

Das Thema für den 1. September lautet: Sommerausklang

Kommt, redet und feiert mit meinen Gästen.


„Ach wisst ihr – heute ist irgendwie alles anders. Ich erinnere mich noch an wilde Partys am Strand unter dem Wolfsmond. Wir waren so ausgelassen und wir konnten aber so was von feiern. Das ist alles irgendwie abhandengekommen. Ich weiss auch nicht. Keiner hat mehr so richtig Lust zu feiern. Wo sind nur die guten alten Zeiten hin?“ D. stand am Strand – direkt neben dem Feuer und hielt sein Glas mit roter Flüssigkeit in der Hand.

„Ach D. wem sagst du das. Früher konnten wir ausgelassen feiern. Es gab ja auch nicht viele Städte in der Nähe – ist ja alles jetzt so zugepflastert. Man hat ja kaum Luft zum Atmen.“ Sagte W.

„Ja – da hast du sowas von Recht. Früher konnte ich von meinem Schloss aus über die Wälder schauen und sah was? Wälder. Jetzt – Häuser. Hochhäuser und so hässlich. Und die Nahrung. Ich weiss nicht. Früher gab es gescheites und nahrhaftes Essen. Nicht regelmässig Fleisch, aber wenn dann alles echt und nicht künstlich erzeugt. Heute – alles Vegan, ohne Gluten, ohne Milch  – Was soll denn da aus dem Blut werden?“ sagte D.

„Nicht nur das Blut – auch das Fleisch ist  nicht mehr, dass was es war. Es stecken mehr Ersatzpolster unter der Haut als Fleisch. Wenn man da mal kräftig in den Po beisst, platzt so ein Kissen und ich kann euch sagen – es schmeckt einfach widerlich. Und nicht, dass die Frauen da richtig ängstlich sind. Nein! Sie sind wahrlich angepisst, weil man eines der teuren Implantate zerfetzt hat. Nein, nein, nein. Das sind schlimme Zeiten für uns.“ L. schüttelte empört den Kopf.

Z. schlurfte zu der Gruppe und stellte sich gemütlich hinzu. „Oh Mann – Z. Du stinkst vielleicht, was hast du denn gegessen?“ „Na das übliche. Gehirnfutter. Aber ich kann euch sagen. Heute schmeckt das irgendwie auch nicht mehr. Früher hat man da reingebissen und es spritzte einem leckerer Saft in den Mund – heute ist das trocken wie eine Reiswaffel. Ich glaube es liegt daran, dass sie nicht mehr denken müssen. Die Medien, die Handys – alles wird vordiktiert. Hier muss doch keiner mehr ans überleben denken. Das lässt das Gehirn vertrocknen. So schmeckt es auch. Bäh. Und nahrhaft ist das auch nicht – wie Luft – ich bin nur hungrig.“

Dä. Begab sich ebenfalls zu der Diskussion. „Hei Leute, was ist das den für eine lahme Strandparty. Ich komme von soweit unten um einmal im Jahr Spass zu haben, da steht ihr alle um das Feuer herum und blast Trübsal. Herrjeh – da hätte ich unten aber mehr Spass gehabt. Was gibt es denn so bedrückendes?“

D antwortete Dä. „Wir schwelgen in Erinnerungen. Das Feiern war doch damals viel besser, oder? Das Essen hat besser geschmeckt und war unverfälscht. Da hatte Angst auch noch die richtige Würze verliehen. Das Blut schmeckte mit einem Schuss Adrenalin noch besonders gut. Und von einer Jungfrau – hmmm. Heute hat doch keiner mehr Angst vor uns. Und Jungfrauen – ha – die sind mittlerweile Legenden. Schaut euch doch die Filme und Romane an. Wir sind doch keine echten Monster mehr. Wir sind – vermenschlicht. Da glitzern wir und sind gefühlvoll. Verliebt und sanft. Ja manche freuen sich sogar, wenn sie uns sehen.“

„Na bei mir haben sie schon noch Angst – wenn ich so durch die Strassen schlurfe – und nach Gehirn rufe – da rennen sie schon noch. Aber ich bin mir nicht immer sicher ob das real ist. Durch diesenZombie Walk in den Innenstädten – Vielleicht überschätze ich mich da?“ grübelte Z.

Dä lachte laut. „Also ich kann mich gar nicht beschweren. Es gibt so viel die ich besuchen kann und da kann ich mich einnisten. Das ist so toll. Die Menschen sind so schwach – ihr Geist so schwach. Keiner glaubt mehr an was. Ich niste mich in ihre Körper und kann wüten. Keiner merkt was. Sie sind alle so verdorben, da falle ich gar nicht auf. Mein Vater T. ist so begeistert. Er hat schon lange nicht mehr so viel Menschen in seinem Heim begrüßen können. „

W. stand auf. „Hei ihr – kommt, lasst uns nicht so dämlich rumhängen. D hat eine grossartige Party auf die Beine gestellt. Die Band ist klasse. Schau, da treten alle unsere Nachkommen auf. Was vermitteln wir denn für einen lahmen Haufen. Die Zeiten waren früher besser. Dracul hatte Jungfrauen mit gut gesättigtem Blut. Lycan konnte in die echten Hintern beissen und sich den Bauch vollschlagen. Ich habe es auch nicht mehr so leicht. Jeder erwartet von uns Hexen, dass wir sexy sind. Da ist ein Buckel, eine Warze auf der Nase und graues Haar echt eine üble Diskriminierung. Jeder der mich sieht, hat automatisch  Mitleid  mit mir und will mir einen Apfel zustecken. Einen Apfel – früher habe ich die vergiftet und hübschen Mädchen zum Essen gegeben. Die Essen heute ja nichts mehr. Pah. Also und jammere ich. Nein. Ich will feiern. Paaarty.“

„Walpurga hat Recht,“ rief Zombie. Scheiss drauf. Lasst uns Spass haben Schliesslich hat Dracul wirklich sein Bestes gegeben. Du wirfst wirklich die besten Partys ever. Auf dem Buffet ist für Jeden was zu finden. Gehirn, Blut, Fleisch, Sogar Seelen für unseren Dämon. Kommt der Teufel auch noch?“

„Er wusste es nicht – er hat eine grosse Fuhre Neuzugänge bekommen und die Logistik ist maßlos überfordert – er wollte es versuchen. Er liebt diese Partys einfach.“

„Na ich würde mich freuen ihn mal wieder zu sehen. Er ist ein begnadeter Tänzer“ schwärmte Walpurga.

Dracul ging auf die Bühne. „Freunde der Nacht. Schaut zum Himmel. Der Vollmond zeigt sich extra für uns heute. Lasst die Party beginnen. Keiner soll diesen Strand ohne genügend Sand in der Unterwäsche verlassen. Auf geht’s. Let´s Rock and Roll. Wuhu.“

ENDE

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Quelle