Allgemein

Wir haben alle mitgeschrieben – Gratis-Buch

Auch hier – schnappt euch das Gratisbuch, bei dem einige unserer Blogkollegen mitgewirkt haben.

Ich lese

Hallo ihr Lieben.

Vor etwa einem Monat gab es einen Aufruf, von Media-Agentur Gaby Hoffmann dass Autoren für eine Halloween Anthologie gesucht werden.

Jeder sollte eine kleine Gruselgeschichte einreichen. Dies würde dann veröffentlicht werden. Ich weiss, dass einige unserer Blogkollegen und Blogkolleginnen hier bei mitgeschrieben haben. Unter anderem auch ich.

Es wäre so schön, wenn ihr an unserem kleinen Erfolg teilhaben würdet. Und das könnt ihr. Vom 27.10.19-29.10.19 könnt ihr das Buch HIER kostenlos herunterladen.

Greift zu und habt Spass.

Teilt den Link mit alle eure Freunde und  in euren Social Medias.

Wir freuen uns, wenn ihr in unsere Geschichten eintaucht. HIER erfahrt ihr noch mehr über die Veröffentlichung

Vielen Dank an Gabi Hoffmann für ihre Mühe und dieses tolle kleine Büchlein.

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Allgemein, Horror, writing friday

[#WritingFriday] – Lasst die Party beginnen. 1 von 2

Horrorgeschichten sind echt einfach mein Ding. Deswegen kommt auch zum heutigen Writing Friday im Horroctober eine schöne passende Geschichte.

Schreibthemen Oktober

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Er wischte sich das Blut von den Händen und…” beginnt.
  • Schreibe aus der Sicht eines Hexenbesens.
  • Wovor fürchtest du dich am meisten? Erzähle uns davon.
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: erdrosselt, vergraben, blutig, Schrei, Blutmond
  • Das Böse herrscht – Egal ob Buch, Film oder Videospiel wer ist dein liebster Bösewicht und wieso? Könnte er auch gute Seiten an sich haben?

Ich habe mich heute entschieden:

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Er wischte sich das Blut von den Händen und…” beginnt.

Da ich wieder mal kein Ende gefunden habe, werde ich es wieder auf 2 Parts aufteilen, dann könnt ihr es besser lesen, ohne mit den Augen zu rollen, da es nicht enden will. :-)


Er wischte sich das Blut von den Händen und dachte zurück. Einige Stunden früher war alles noch in wie geplant verlaufen. Jetzt blickte er auf seine blutverschmierten Hände und überlegte, wie er weiter machen sollte. Er drehte sich um und Jenny stand hinter ihm. Tränen hatten ihr aufwendiges Makeup zerstört. Sie schluchzte und versuchte wieder ihren Atem zu beruhigen. Neben ihr lag das blutige Messer. „Gib mir mal das Messer. Jenny! Das Messer.“ Ihr Kopf zuckte. Sie blickte sich um und sah das Messer neben sich. Sie sprang beiseite und öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei. Hilflos blickte sie Alex an. „Bück dich einfach, nimm das Messer und gib es mir.“ Ein Nicken bestätigte ihm, dass sie ihn verstanden hatte.

***

Es war stockdunkel. Nur der fast volle Mond warf ein unwirkliches Licht auf das Szenario. Es war Freitagabend. Am Freitagabend gab es in der Bowling Bar immer ein Treffen der Dorfjugend. Die Dorfjugend bewegte sich hier bis in die Anfang dreißig. Da sich die Leute sowieso alle kannten, war das hier nicht so streng getrennt. Es wurde Musik gespielt die aus den Fünfzigern bis in die Achtziger ging. Alles tolle Partymusik. Die Leute waren ausgelassen und konnten die stressige Woche, die hinter ihnen lag ausblenden.

Ganz selten verirrte sich ein Auswertiger hier her. Sie waren nicht gerne gesehen und wurden meist auch schnell vertrieben. Das war eine geschlossene Gesellschaft. Hier war man unter sich. Man konnte alles Mal fallen lassen. Jeder musste sich in seinem Alltag zusammenreißen. Die einen hatten einen Job in der nächsten Stadt, oder die nächst höheren Schulen lagen auswärts. Da war man so oder so mit den ganzen Auswärtigen in Kontakt. Es war da schon immer anstrengend genug.

Es gab nur einen Tag im Jahr, an dem Besuch erwünscht war.

Halloween. Das war ein ganz besonderer Abend in der Gemeinde. Erst wurde ausgelassen der Abend begrüßt und dann wurden die Türen geöffnet. Aber natürlich war man vorsichtig. Die Halloweenparty wurde immer in verschiedenen Orten angekündigt. Nie wurden mehrere Orte aufgesucht. Viel zu viel Aufwand und Aufmerksamkeit. Nein, nein. Alles musste ganz geheim bleiben.

***

„Das soll die Party des Jahres sein. Hast du von dem Ort schon mal gehört, Patrick?“ Fragte die hübsche blonde vom Rücksitz. Patrick kannte sie gar nicht. Er hatte sie in einer Kneipe aufgegabelt. Sie und ihre Freundin, Jenny, waren ihm und seinem Freund Peter aufgefallen. Hübsch und hoffentlich leicht herum zu kriegen. Als sie auf dem Weg zur Tankstelle waren, um Nachschub zu holen, stießen sie auf ein Plakat einer Halloween Party der besonderen Art. Warum nicht, dachten er und Peter. Je lockerer die Mädchen waren, umso besser. Also machten sie sich auf dem Weg. Die Beschreibung stand auf dem Plakat.

Sie fuhren durch einen stockdunklen Wald. Die Lichtkegel des Autos brachten nicht viel Helligkeit. Es war als würde die Dunkelheit, das Licht einfach verschlucken. Patrick fuhr langsamer. Das letzte, das er wollte war jetzt noch mit einem Baum zusammen zu stoßen. „Perfekt.“ Meinte Jenny. „Jetzt kommt auch noch Nebel auf. Wollen wir nicht lieber zurück fahren?“ Sie drehte sich um und entdeckte erschrocken, dass auch hinter ihnen eine Nebelbank erschienen war. Die Rücklichter und der Mond, verwandelten den Wald in der Heckscheibe zu einem Gruselkabinett. Sie meinte irgendwelche Schatten hin und her rennen zu sehen. Ein leichtes Zittern übermannte sie und sie drehte sich schnell wieder um. Ihr Atem ging schneller und sie griff nach Bibis Hand. Ihre beste Freundin hatte sie so bekniet heute mit ihr raus zu gehen. So langsam bereute sie ihre Entscheidung.

„Da – schaut, da ist eine Brücke und ein Wegweiser zur Party. Wir sind richtig.“ Meinte Patrick erleichtert. Der Nebel teilte sich vor ihnen und gab den Weg frei – es schien, als würde er ihnen die Richtung diktieren. Patrick betrachtete das ganze misstrauisch. Sagte aber nichts, um nicht noch mehr Panik zu verbreiten.

Endlich kamen sie bei einem Wendehammer an. Vor ihnen lag eine  Bowlingbahn. Sie war hell erleuchten und fetzige Musik drang zu ihnen. Das Auto wurde abgestellt und alle vier sprangen aus dem Auto wie ein Kastenteufel aus der Box. Bloß endlich Kontakt zu anderen.

Die Bowlingbahn schien aus den Fünfzigern zu stammen und war stark amerikanisch angehaucht. Die Menschen, die ein und ausgingen, waren in sehr kunstvoll und realistischen Kostümen gekleidet. Jenny bewunderte die Vielfalt. Es wirkte so echt. „Wahnsinn. Wer hat denn hier die Maske gemacht. Das ist ein Künstler, der eigentlich ins Filmbizz gehört.“

Alex sah die Gruppe als erstes. Mit dem Ellbogen schubste er seinen Freund an und die beiden gingen zu ihnen. „Hei, schön, dass ihr hier seid. Willkommen. Fühlt euch wie zu Hause. Die Getränke gehen aufs Haus. Da hinten ist das Buffet.“ „Geil.“ Patrick wartete nicht lange und stürzte gleich zur Bar.

Bibi hängte sich bei Peter an und folgte ihm. Jenny blieb verloren zurück. Sie schaute zu Alex und er kam zu ihr. „Hei, mein Name ist Alex. Wie kommst du zu dieser Truppe?“ „Wieso? Bibi, meine Freundin hat mich überredet.“ „Nur so, du scheinst nicht so dazu zu gehören. Irgendwie bist du anders.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Ach ist doch egal. Was willst du trinken?“ „Eine Bloody Mary.“ Grinste Jenny. „Gute Wahl. Warte hier.“

Jenny blickte sich um. Irgendwas war komisch an der Kulisse. Auf den Tischen standen kleine Snacks in Fingerform oder Augen. Also typisches Halloween-Fingerfood. Sie ging an einen der Tische und wollte sich gerade so einen Finger nehmen, als Alex wieder zurückkam. Er hielt ihren Arm fest, als sie gerade zugreifen wollte. „Ach besser nicht. Das ist schon alt und total knatschig.“ Sie blickte ihn fragend an und zuckte mit den Schultern. Er führte sie zu einer Bahn und sie bowlten. Ihre Begleitung hatte sie total vergessen.

Dann erscholl ein Gong. Sie erschrak und schaute auf Alex. Er seufzte. „Jetzt ist es leider soweit.“ „Was denn?“ Fragte Jenny. „Die Jagd.“ „Jagd, nach was?“ „Euch.“ Jenny kam sich etwas schwerfällig vor. „Uns?“ „Ja. Euch. Es wird Zeit nach draußen zu gehen.“ „Gehen.„ lallte sie und es wurde ihr schwindelig. „Was ist los mit mir? Mir ist so schwindelig.“ „Eine leichte Betäubung. Damit es nicht so weh tut.“ „Ich versteh kein Wort von dem was du erzählst.“ „Bleib hier. Ich hole dich gleich.“

Fortsetzung folgt. 

Allgemein, Quartalsrückblick

Quartalsrückblick – Geschichtszauberei

Da ich in letzter Zeit etwas inaktiv war, will ich doch mal zusammenfassen, was ich dieses Quartal überhaupt veröffentlicht habe.

Eine Verletzung kostet mich im Moment ein bisschen den Schlaf und dadurch die Konzentration.


September

Schreibeinladung für die Textwochen 36.37.19 | – Ein ungeliebter Job, durch den die Rechnungen aber bezahlt werden können – ein Freund, der das nicht nachvollziehen kann.


#Writing Friday – der Traum der Fee – hier habe ich meine Fabelwesen-WG aus den Schreibkicks mal verknüpft – Lissi wurde zu einer Fee

Die Aufgabe: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das obwohl….” Beginnt


#Writing Friday – der gefallene Alpha

Die Aufgabe: Erzähle von einem Wolfsrudel, welcher Wolf wärst du? Was wäre deine Aufgabe im Rudel?


Schreibkicks – Hurrikane – leider kommt nichts neues hier, da habe ich selbst ein Wort herausgesucht – Ein Sturm ist durch den Wald gebraust – Minerva ist nicht unschuldig dran – Eine Geschichte meiner Fabelwesen-WG

AUGUST

Writing Friday – Die Ruhe in dir

Aufgabe: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück


Mal wieder ein Mehrteiler, der eine Art Zombies hervorbringt

Die Aufgabe: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…” beginnt


Schreibkicks – Hitzefrei. – Es war heiss bei meiner Fabelwesen-WG


#Writing Friday – Die Zimmerpflanze namens Augenweide

Die Aufgabe: Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.


Bei Christiane war Sommerpause und da toben die Etüdensommerpausenintermezzo

Für die Lieblingsetüde gibt es eine Verlängerung bis zum 11.8. HIER ist eine meiner Lieblingsetüden.

Und auch ein interessanter Aufruf: Welches ist die Etüde, die am meisten angeklickt, geliked und kommentiert worden. Sehr spannend. Mein Ergebnis findet ihr HIER. Da könnt ihr bis zum 17.08 mitmachen.

 

JULI

Ein Zweiteiler meiner Fabelwesen-WG

Schreibkicks 2 in 1 – Auf dem Dach vom Glück gegrüsst. Part 1 v 2

Schreibkicks 2 in 1 – Auf dem Dach vom Glück gegrüsst. Part 2 v 2

Im Juli habe ich mal eine Sommerpause eingelegt.

Allgemein, Horror, writing friday, Zombies

#Writing Friday – Der brennende Regen 3 von 3

So der finale Teil des letzten #Writing Fridays.

Teil 1 findet ihr HIER

Teil 2 findet ihr HIER

Was bisher geschah:

Nach der ersten Nacht gingen Bea und Emily zurück zu dem Platz an dem sie angegriffen wurden. Weitere Überlebende treten heraus. Sie schliessen sich einer Gruppe an. Als sie sich erneut verstecken wollten, gerät Emily in Gefahr.

Emily schrie auf. Sie robbte nach hinten, weg von der Kreatur. Aber es war vergeblich. Die Hand des Scheusals schloss sich um Emilys Knöchel. Sie zog dran und holte Emily damit näher zu sich. Bea blieb stehen. Unfähig weiter zu laufen sah sie diesem Schauspiel zu. Sie konnte es nicht fassen. Die Kreatur hob Emily etwas in die Höhe und versuchte in den Fuß des Mädchens zu beißen. Zum Glück waren die Schuhe noch im Weg. Emily schrie und trat nach dem Monster. Aber es war stärker. Ein weiterer Versuch in Emilys Bein zu beißen schien erfolgreich zu werden.

Aus dem Augenwinkel sah Bea einen Schatten heran stürmen. Ein tiefes Knurren erklang. Ohne lange zu warten schoss ein Wesen aus dem Schatten und stürzte sich auf das Monster, das gerade seine Zähne in Emilys Wade rammen wollte. Emily fiel. Der Körper wurde von dem angreifenden Wesen von Emily weggedrängt. Es sprang hoch und verbiss sich in dessen Kehle. Ein gurgeln erklang und die Kreatur fiel zu Boden.

Emily rappelte sich auf und rannte in die Richtung in der Bea und Ben angewurzelt standen. Dann blieb sie stehen und drehte sich um. Ganz ruhig betrachtete sie die grausame Szene. Sie wartete. Das Wesen löste sich von dem Monster und drehte sich zu ihnen um. Es war blutverschmiert und Schmutz verkrustet. Emily ging in die Knie. Bea hielt den Atem an.

Das Tier trabte auf sie zu. Legte seinen Kopf auf ihre Schulter und Emily drückte seinen Hals. „Emil.“ Emil. Ja natürlich. Welches Tier hätte sich sonst so aufgeopfert, wenn nicht der geliebte Hund. Bea und Ben rannten zu Emily. Sie schnappten das Mädchen und der Hund folgte ihnen. Sie mussten von der Straße runter.

Schnell rannten sie in die Richtung in der die Wohnung lag, in der sie den Tag davor Schutz gefunden hatten. Hinter ihnen konnten sie Dora und noch einige andere sehen, die sich ihnen anschlossen. Allerdings konnte sie auch sehen, dass noch mehr der Monster auferstanden waren. Und wie Ben schon befürchtet hatte, auch diejenigen, die den Tag davor ihr Leben verloren hatten. Die Menschen, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten wurden gnadenlos von den Kreaturen angegriffen und getötet. Es war furchtbar.

Als sie an dem Haus ankamen hatten sich auch an ihre Fersen schon einige der Monster gehängt. „Schneller, schneller.“ Rief Ben. Ein älterer Mann, der nicht schnell genug rennen konnte, blieb zurück und wurde eingeholt. Ein Schrei und Bea wäre fast in Dora hinein gerannt, die plötzlich stehen blieb um dem Mann zu helfen. Bea schnappte sich ihren Arm und zog sie weiter. „Das geht nicht. Er ist verloren. Lauf, lauf.“ Da war die rettende Tür. Bea stieß sie auf und hoffte, dass es dahinter immer noch leer war. Sie winkte den anderen sich zu beeilen. Als der letzte eintrat schmiss sie die Tür zu und verriegelte sie.

Sie schaute zur Gruppe. „Das wird erst mal halten. Wir gehen in den zweiten Stock. Am Ende des Gangs ist eine Wohnung, die dürfte sicher sein.“ Sie bewegten sich nach oben. In der Wohnung suchte sich jeder einen Platz und verhielt sich ruhig.

„Emily, was meinst du, gehen wir ins Bad und waschen Emil, so dass er wieder hübsch ist?“ Sie nickte heftig.

Es war beruhigend den Hund zu waschen. Während sie ihn einseiften machte sich Bea Gedanken, wie sie weiter verfahren sollten. Sie mussten auf jeden Fall raus aus der Stadt. Sobald der Morgen dämmerte würden sie sich sammeln und die Autos besteigen.

Ben saß in der Küche. Bea setzte sich zu ihm. Er hatte Kaffee gekocht. Sie genoss den bitteren Geschmack. „Morgen sobald es hell wird brechen wir auf. Wir brauchen einen sicheren Ort. Er muss zu verteidigen sein.“ Bea überlegte. Was wäre einfach zu verteidigen aber auch zu bewirtschaften? „Wie sieht es mit Vorräten aus?“ „Bevor wir angegriffen wurden, haben die Leute gut gesammelt. Wenn wir rationieren, dann kommen wir paar Überlebende zurecht. Das Problem dann werden wir später lösen. Uns muss klar werden, dass sich mit dem gestrigen Vorfall unser gesamtes Leben geändert hat.“ Bea nickte. Ja, das Leben, das sie kannten und schätzten war vorbei. „Ich weiß was. Eine Burg. Oder ein Schloss. Die haben hohe Mauern und ein Tor. Oder ein Kloster. Die haben sogar schon Gärten angelegt.“ „Ein Kloster. Das klingt gut. Lass uns mal sehen wo eines in der Nähe ist.“ Sie zückten ihre Handys und suchten in der Umgebung nach erhaltenen Klöstern. „Da. Ein Kloster. Perfekt. Das ist eine sehr gute Idee, Bea.“ Sie lächelte. Ein Silberstreif am Horizont. „Lass uns bisschen schlafen. Ich denke hier sind wir sicher genug, dass wir keine Wachen brauchen.“

Emily hatte sich an den noch feuchten Emil gekuschelt und drückte ihn fest. Sie würde ihn bestimmt so schnell nicht mehr los lassen. Ein Klosterleben. Man musste nehmen was kommt.

Als das erste Licht durch die Scheiben leuchtete, waren sie schon fleißig am Auto packen. Es waren noch vierzehn Überlebende jeden Alters dabei. Sie fuhren in drei Autos. Oft mussten sie Leichen ausweichen. Langsam fuhren sie weiter. Bloß keinen Unfall bauen. Sie wussten nicht, ob das mit den Angriffen wirklich abhängig von der Tageszeit war. Nichts riskieren. Bea schaute hinaus. Die Welt zog wie in Zeitlupe an ihr vorbei. Was würde sie erwarten? Eine ungewisse Zukunft erwartete sie. Aber sie sah es positiv. Sie hatten überlebt.

Sie erreichten das Kloster. Die Tore standen offen. Das war kein gutes Zeichen. Langsam fuhren sie in den Klosterhof. Das schlimmste war eingetroffen. Es lagen viele Mönche vor ihnen auf dem Boden. Überall Blut. „Was machen wir jetzt?“ Fragte Bea. Ben war im ersten Moment sprachlos. „Wir müssen die Leichen hinausbringen. Schnell. Wir teilen uns auf. Die einen schaffen die Leichen hinaus und die anderen schauen sich um, ob es noch mehr gibt. Wir müssen uns beeilen.“

Sie erläuterten den Plan mit den anderen und gingen schnell zu Werke. Die Männer schafften die Leichen hinaus. Sicherheitshalber schlug Dora vor, dass sie verbrannt würden. Sie wussten ja aus der Stadt, dass sie wieder auferstehen würden. Währenddessen suchten die Frauen das übrige Gelände ab. Aber es schien keiner mehr am Leben zu sein. Im hinteren Teil fanden sie noch einige Leichen. Mit ihnen wurden ebenso wie mit den anderen verfahren.

„Schnell schließt die Tore. Es dämmert. Wir sollten uns einen Raum suchen, den wir abschließen können, für den Fall dass wir jemanden übersehen haben.“

Sie trafen sich in der Klosterküche. Dort gab es sogar noch viele Lebensmittel. Die Frauen bereiteten kleine Häppchen vor. Dann war Warten angesagt. Es war still. Keinerlei Laute drangen zu ihnen. Das Kloster lag abseits genug von der nächsten Stadt. Und das Klostergelände hatten sie wohl sorgfältig gereinigt. Die Spannung fiel von der Gruppe ab.

Die nächsten Tage und Wochen waren sie damit beschäftig die Mauern und Tore zu verstärken und sicherer zu machen. Die Frauen kümmerten sich um die inneren Räume und Gärten. Die Männer um die Verteidigung. Die Kinder halfen überall fleißig und Stolz mit.

Sie hatten weniger Angst vor den Monstern zu denen die getöteten geworden waren, als vor den Monstern die überlebt hatten. Das soziale Gefüge, das die Gesellschaft gebändigt hatte, gab es nicht mehr. Es war nur eine Frage der Zeit in der plündernde Gruppen zu ihnen stoßen würden. Sie wussten nicht was mit den Untoten geschehen würde. Würden sie irgendwann verhungern und sterben, oder würden sie in eine Art Koma fallen? Das würde sich zeigen. Aber die Lebenden, die waren immer unberechenbar.

Bea und Ben standen auf der Mauer und beobachteten die Gegend. „Das wird unser neues Leben werden. Bist du bereit?“ fragte Ben. Sie nahm seine Hand und drückte sie. „Ja, das bin ich.“ Ein neues gefährliches Leben würde sie erwarten. Aber sie würden es willkommen heißen.

ENDE

Allgemein, Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 29.07.19-04.08.19

Hallo ihr Lieben,

ich habe mein Schreibpause genossen. Die letzten Wochen hatte ich sowenig Zeit und habe mich einfach zu sehr unter Druck gesetzt. Jetzt ab 1.8 bin ich freier und hoffe auf viele neue Ideen.

Angefangen habe ich mit :

Schreibkicks – Hitzefrei. Meine kleine WG hat bisschen geschwitzt.


Bei Christiane ist gerade Sommerpause und da toben die Etüdensommerpausenintermezzo

Für die Lieblingsetüde gibt es eine Verlängerung bis zum 11.8. HIER ist eine meiner Lieblingsetüden.

Und auch ein interessanter Aufruf: Welches ist die Etüde, die am meisten angeklickt, geliked und kommentiert worden. Sehr spannend. Mein Ergebnis findet ihr HIER. Da könnt ihr bis zum 17.08 mitmachen.

Noch ein kleiner Aufruf für alle Etüden-Schreiber – Es wird bei Christiane einen Etüden Adventskalender geben. Dazu sind alle Etüdenmitgestalter aufgerufen, wenn sie möchten mitzumachen.


Mal sehen wo wir noch mitmachen können. Bei einigen ist Sommerpause aber beim

#Writing Friday  können wir uns noch austoben.

Die Augustthemen:

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…” beginnt.
  • Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.
  • Erkläre deinem SuB wieso du keine Zeit für ihn hast.
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück
  • Du entwirfst Postkarten mit Lebensweisheiten darauf, was würde auf einer davon stehen? Lebst du danach?

Das war es erstmal. Schauen wir was uns diese Woche noch so über den kreativen Weg läuft.

Allgemein, [abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwoche 38.17 | Wortspende von Herbert

Diesen Monat gibt es bei Christiane eine kleines Special und zwar rebloggen wir unsere Lieblingsetüde(n). Bis zum 3.8.19. 2019_lieblingsetuede

Frisch aus meiner Schreibpause heraus, habe ich mal in meinen Etüden gewühlt. Es gibt tatsächlich einige, die ich ganz nett fand. Dann bin ich über eine gestolpert, die ein bisschen von meinem Leben preis gibt.

Sie ist von 2017 – und ich habe eher halbherzig zugegriffen. Aber jetzt wird bestimmt alles besser.

Geschichtszauberei

Bei abc.etüden von Christiane, geht es darum, 3 Wörter in einer Geschichte unterzubringen, die maximal 10 Sätze umfasst. Die Reihenfolge ist egal, die Wörter sollen in dieser Form aber schon so verwendet werden

Ich war die ganze Woche eher unkreativ – mir ist einfach nichts eingefallen – aber manchmal sollte man einfach  mal paar Worte tippen und der Fluss kommt – kein so schöner Tag heute. Deswegen wohl auch eher etwas düster.


Rosa-grün – igitt – was ist das denn für eine Farbe für Tapete und Vorhang.

Ich weiss nicht genau wo ich hier gelandet bin – es sieht irgendwie aus wie eine Tüte voller Gummiwürmer – die liebe ich ja – jetzt weiss ich es ich bin im Traum und da ich gestern so eine Tüte gegessen habe – die bekanntlicherweise dann wie ein dicker Gummiball im Magen verschmelzen  – habe ich Alpträume.

Die Farbe als Wanddeko war tatsächlich…

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Allgemein, Schreibkicks, WG

Schreibkicks 2 in 1 – Auf dem Dach vom Glück gegrüsst. Part 1 v 2

Hallo ihr Lieben. Da ich zum 01.06 Aufs Dach gestiegen nicht geschafft habe, habe ich das Thema für den 01.07 Grüsse vom Glück, kombiniert.

Mehr zu den Schreibkicks findet ihr HIER.

Teilgenommen am 01.06 haben:

Teilgenommen am 01.07 haben:

Das Thema für den 01.08. lautet:

 

Bisher erschienen:

  1. Schreibkicks – die vererbte Zeitkapsel
  2. Schreibkicks – Weihnachstspezial – Die Sache mit dem Rentier
  3. Mach was…mit einer Festtags-Leckerei
  4. Schreibkicks – Märchen der guten Vorsätze
  5. Schreibkicks – Rückkehr der Freunde
  6. Schreibkicks – Die Welt bei Nacht mit einem Hausschuh.
  7. Schreibkicks – Im Spiegel lauert die Gefahr
  8. Schreibkicks – Mai – Lachen heilt alle Wunden

Ich es auf zwei Tage verteilt, da es sonst zuviel zu lesen wäre.


Aufs Dach gestiegen und Grüsse vom Glück.


Nach unserem Besuch bei der Freak Show standen wir alle vor dem Platz im Kreis.

Ich wusste nicht wo mir der Kopf stand. In unserer Mitte stand der dumme August und grinste uns glückselig an.

„Hallo, ich bin der August und Makayla meinte, ihr würdet mich mitnehmen. Für einige Zeit ein Dach über den Kopf anbieten. Dafür muss ich nur bisschen ein Clown sein.“

Richard blickte mich fragend an.

„Makayla?“

„Öhm – ja, wenn ich schon mal in einer Freak-Show bin, muss ich doch auch zu einer Wahrsagerin gehen, oder etwa nicht?“ Fragte ich, mich rechtfertigend.

„Natürlich musste sie dahin gehen. Es ist einfach Schicksal.“ Trällerte Amelia tanzend.

Dracula schnaufte nur und meinte:

„Ich bin gegen einen Clown. Ich mag Clowns nicht. Sie ärgern einen immer. Ich bin strikt gegen lachen.“

„Ja, Dracula, das wissen wir. Du demonstrierst es regelmäßig.“ Flachste ich.

Er drehte sich erbost zu mir und ein Funkeln lag in seinen Augen. Ich straffte meine Schultern und er zuckte mit seinen, als wäre es nicht der Mühe wert sich mit mir anzulegen. Ich atmete leise durch, denn er machte mir manchmal schon bisschen Angst.

„Gut, ähm. Ja August. Du bist uns ein Willkommener Gast. Lass uns nach Hause fahren und nach einem Zimmer für dich schauen. Kommt Leute, es wird Zeit.“

Jetzt mussten wir uns nur noch in den Transporter zwängen, aber das dürfte ja für einen Clown kein Problem sein. Weiß man doch, dass sie zu Haufen aus diesen kleinen Minis krabbeln. Ich gluckste und erntete dafür einen strengen Blick von Richard.

Ich hängte mich bei August ein und wir folgten den anderen. Clowns waren wirklich nicht mehr so gefragt. Diese Slapsticks sind einfach nicht mehr in Mode. Da kann keiner mehr lachen.

„Was ist denn vorgefallen, dass du nicht mehr auftreten darfst?“

„Haben sie das so gesagt? Dass ich nicht mehr auftreten darf? Ich will nicht mehr. Der Weiße Clown ist ein Idiot. Er denkt er könnte eine Solokarriere starten und hat mich hinausgemoppt. Er hat blöde Gerüchte über mich verbreitet und meine Showeinlagen sabotiert. Er hat sogar meine Uhren verstellt, dass ich zu spät kam und irgendwann hat die Geschäftsleitung dann gemeint, es wäre wohl besser unsere Wege würden sich trennen.

In meiner tiefen Verzweiflung bin ich zu Makayla gegangen um mir die Zukunft vorher sagen zu lassen. Und sie hat mir gesagt, dass ihr kommen würdet und meine Hilfe bräuchtet. Ich hätte eine gute Zeit bei euch, nicht ungefährlich, aber ich würde meine Bestimmung finden und auch eine Lösung für mein Problem. Und dann kamt ihr tatsächlich. Und hier bin ich.“

„Ja, hier bist du.“ Ich mochte ihn. Als Kind ging ich gerne in den Zirkus und fand die Clowns immer witzig. Aber dieser Humor verlässt einen wenn man älter wird. Einfache Gags werden dann uninteressant.  In diesem Moment vermisste ich meine Kindheit. Sie war so unbeschwert.

„Minerva wird uns aufs Dach steigen.“ Meinte Dracula.

„Sie hasst Clowns.“ Ergänzte er.

„Warum?“ blickte ich fragend zu ihm.

Frank bewegte sich unwohl hin und her.

„Nicht sagen.“ Schubste er den Vampir an. Ich wunderte mich. Eigentlich war Frank immer zurückhaltend. Ein Gott in der Küche, aber auch ungeschickt wie ein Elefant im Porzellanladen.

„Wieso, Frank? Dracula? Was ist denn vorgefallen?“

„Nein, nein, ich sag nichts. Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn ich was von ihr erzähle, zaubert sie mich in einen Sarg und verbuddelt mich, so dass keiner mich die nächsten hundert Jahre findet. Nein, da musst du sie schon selbst fragen!“

Ich runzelte die Stirn. Was konnte nur vorgefallen sein? Ich wurde sehr neugierig. Minerva war noch auf dem Brocken und würde erst später wieder auftauchen. Vielleicht würde das eine andere Geschichte werden. Jetzt wollten wir uns erst mal mit August beschäftigen und seiner Aufgabe.

Er sollte nämlich, laut Makayla in der Lage sein unseren Problemgast, Bloody Mary, zu helfen.

Es war schon sehr spät, als wir ankamen und ich gähnte herzhaft.

„Ich glaube, ich werde jetzt nicht mehr alt. Lasst uns alles Weitere auf morgen verschieben. Komm August, ich zeige dir dein Zimmer. Wo ist dein Koffer?“

„Ich habe keine Koffer, nur dieses Bündelchen.“ Er zeigte auf ein zusammengebundenes Tuch an einem Stock. Ich stöhnte innerlich auf. Herrjeh, ich lebte in einem Klischee.

„Was meinst du damit, du wirst heute nicht alt? Du willst doch nicht etwa sterben? Oder doch, dann hätte ich eine Geisterfreundin. Es kann schon manchmal sehr langweilig werden, wenn ihr schlaft. Wirklich. Und manche von euch haben einen echt festen Schlaf, da kann ich durch euch durch und keiner wird aus versehen wach. Sehr öde. Es wäre toll noch einen Geist um mich herum zu haben.“

„Bloß nicht, ein Geist reicht wirklich. Du bist schon aufdringlich genug. Glaubst du ich merke nicht, wie du dich immer in meinem Sarg schleichst. Ich bin vielleicht schon tot, aber nicht so tot. Ich kann dich spüren.“ Kam die Antwort von Dracula.

Man könnte meinen ein leichter Rotschimmer verfärbte Amelias Wangen. Aber das konnte täuschen. Ich dachte mir sowieso schon, dass sie so ganz heimlich für Dracula schwärmte. Was ich wirklich nicht nachvollziehen konnte. Er war wirklich ungehobelt. Und das für einen Vampir, der angeblich Gentleman sein soll. Pft. Also nicht meiner hier. Der war immer genervt und patzig. Und beängstigend. Eine leichte Gänsehaut überzog meinen Arm und ich spürte den stechenden Blick des Vampirs. Ich sollte mal lernen meine Gedanken abzuschotten. Minerva würde mir bestimmt helfen können. Es war nicht erbaulich, wenn jemand deine Gedanken lesen konnte.

Müde schleppte ich mich nach oben und verabschiedete mich winkend. August schlappte mit seinen großen Schuhen hinter mir her und trällerte ein kleines Lied. Ich schaute ihn von der Seite an – welch eine Frohnatur. Na das würde ja interessant werden.

„Hier ist dein Zimmer. Bleib solange du willst. Schlaf gut. Es gibt keine festen Frühstückszeiten. Irgendwie schaffen wir es immer gemeinsam aufzutauchen.“ Kaum hatte ich das ausgesprochen regte sich ein Verdacht in mir. Sollte Amelia dafür sorgen, dass wir immer so schön regelmäßig auftauchten? Hm, nicht abwegig.

Einige Zeit wälzte ich mich allerdings doch noch in meinen Laken. Es war zu warm in meinem Zimmer. Ich stand auf und öffnete das Fenster. Die kühle Nachtluft verursachte mir erst mal eine Gänsehaut. Das Dracula in diesem Moment vor meinem offenen Fenster, kopfüber erschien, erschreckte mich kaum.

„Ähm, Gute Nacht Lissi?“

„Fragst du  mich gerade? Bis jetzt ist sie noch nicht so gut. Ich kann nicht schlafen. Du ja wohl auch nicht.“

„Du weißt doch, die Nacht ist meine Zeit, da gehe ich – ähh. Essen.“

„Ähhhhh – so genau will ich es nicht wissen. Jetzt bekomme ich das Bild nicht mehr aus meinem Kopf.“

„Soll ich dir helfen, dabei?“

Ich riss empört die Augen auf.

„Bleib aus meinem Kopf.“ Er zuckte die Schultern und machte sich weiter zum Abstieg.

„Du weißt, dass du auch die Treppe nehmen kannst, nicht?“

Er drehte sich um und lächelte mich verschwörerisch an.

„So ist es viel traditioneller.“

Ja, wenn jemand Wert auf Traditionen legte, dann wohl Dracula.

Ich ging zurück ins Bett und kuschelte mich in meine Decke. Es dauerte keine Minute und ich war eingeschlafen.

Wie gerädert erwachte ich am nächsten Morgen. Ich hatte wirre Träume von fliegenden Hausschuhen, bluttriefenden Jungfrauen und mittendrin einem Clown, der sich ständig auf die Nase drückte die dabei hupende Geräusche von sich gab.

Ich schlurfte hinunter in die Küche. Neben mir erschienen Richard, Morphi, Minerva. Wir trafen uns vor dem Treppenabgang. Das bestätigte irgendwie meinen Verdacht, dass Amalia uns alle zusammentrieb um gemeinsam zu frühstücken. Denn sie erwartete uns fröhlich lächelnd am Fuß der Treppe.

„Hallo, ihr Lieben. Das ist schön, dass ihr schon alle auf seid. Frank hat schon leckeres Frühstück bereitet und der Kaffee dampft schon in euren Tassen. „

Kaffee war das Zauberwort. Wir schlurften in einem gemeinsamen Zombiewalk Richtung Küche.

„Oh, die Dame des Hauses ist ja auch endlich wach.“

„Guten Morgen Dracula – ich kann nicht verstehen, dass du so fit bist – du bist doch Nachtaktiv. Ist mir echt ein Rätsel. Und dann noch gute Laune?“

„Das macht die Ernährung, meine Liebe. Proteinhaltig.“ Sagte er schmunzelnd und nippte an seinem Becher mit verdächtig dickflüssig rotem Inhalt.

Ich musste fast würgen, bei dem Gedanken was der Inhalt war. Wie eklig, am frühen Morgen. Pfui.

Nach einigen Schlucken Kaffee und einem leckeren Hörnchen war ich ansprechbar. Mein Ofen war hochgefahren und ich konnte klar denken.

„Okay Leute, erst mal – sind alle spiegelnden Flächen bedeckt und versteckt?“

Mary hatte mittlerweile herausgefunden, wie sie uns noch mehr nerven konnte – sie erschien nicht mehr nur in Spiegeln, sondern auch in spiegelnden Gegenständen, wie Töpfen oder Besteck. Das war schon extrem gruselig, wenn man sich den Löffel zum Mund führt und darin ein grinsendes Gesicht erschien. Das verdarb einen gehörig den Appetit.

Nachdem wir für Frank alles in unzerstörbares Metall umgewechselt hatten, mussten wir wegen Mary auf Plastikbesteck und Geschirr übergehen. Nicht sehr ökologisch – aber das war mein geringstes Problem.

„Ja, alles sicher verstaut und abgedeckt.“ Antwortete Richard.

„Gut, heißen wir erst mal unseren neuesten Gast willkommen. Hallo August – wir freuen uns dich kennen zu lernen. Du weißt, dass du mit einer wichtigen Aufgabe betraut werden sollst?“

„Hallo Leute, ich bin August und ja, du redest nicht lange um den heißen Brei herum. Ich weiß, dass ich für den Aufenthalt hier arbeiten muss. Und dass es nicht ganz ungefährlich werden wird.“

„Jaaaa – das klingt nicht ganz so nett, aus deinem Mund, aber es entspricht der Tatsache. Dafür kannst du aber auch so lange bleiben wie es dir beliebt. Auch was, oder? Nicht jeder kann von sich behaupten mit dem berühmten Grafen Dracula unter einem Dach zu leben und es überlebt zu haben…Oder von einem der Frankenstein Geschöpfe bekocht zu werden. Also, das macht sich schon ziemlich gut im Lebenslauf für Freakshows, oder?“

„Ach ich glaube Freakshows, da bin ich weg von. Aber klar ich werde euch bei eurem Dämonproblem helfen.“

„Ah, super, das finde ich echt klasse von dir. Ein Hörnchen?“ Ich reichte, widerwillig, eines der leckeren Hörnchen an August weiter. Davor musste Frank auf jeden Fall noch paar für mich machen. Die waren verboten lecker.

„Gut, dann sind wir wohl fertig mit dem Frühstück. Wie wäre es, wenn wir mal zu Mary gehen? Noch hat sie keinen genervt heute – das ist ein bisschen zu ruhig für sie. Hoffentlich hat sie keiner gerufen.“

Im Gänsemarsch begaben wir uns alle zur Dachbodentreppe. Ich machte die Vorhut und Richard die Nachhut, für den Fall eines Rückzugs.

Aber es schien alles friedlich. Durch das einströmende Sonnenlicht konnte man den Staub glitzernd fliegen sehen. Es sah richtig magisch aus. Wir bewegten und in geschlossener Formation Richtung des verhangenen Spiegels. Frank zog das Laken weg und vor uns saß sie – Mary. Sie wirkte bedrückt. Konnte ein Dämon bedrückt sein. War sie ein Dämon? Was war sie eigentlich.

„Ich bin eine geschundene Seele, um deinen Wirrwarr im Kopf mal abzukürzen. Und ich langweile mich. Ihr lasst mich die ganze Zeit alleine und habt ohne mich Spaß. Denkt ihr ich weiß nicht, dass ihr alles worin ich mich zeigen kann, abdeckt. Das ist echt ungastlich. Das gibt in der Bewertung Punktabzug.“

„Hallo Mary. Die Frage, wie es dir heute geht, erübrigt sich dann wohl?“ meinte ich sarkastisch. Sie tat mir schon irgendwie leid, aber ich hatte gehörigen Respekt vor ihr. Schließlich war sie höchst tödlich, wenn sie frei war.

„Ja, so ist das, wenn man gefangen gehalten wird – ich hoffe, das bleibt euch erspart. Nicht einer lädt mich zu sich ein. Ich wäre wirklich ganz brav, zu Freunden.“

„Ja, ja klar.“ Murmelte Minerva. „Und die Erde ist eine Scheibe, oder auch eine Kugel. Je nach dem wem man glaubt.“

Ich blickte fragend zu Minerva, aber sie zuckte nur genervt mit den Schultern.

„Wir haben einen neuen Gast. Den würden wir dir gerne vorstellen. Hast du Lust?“

„Interessiert das überhaupt jemanden, ob ich auf etwas Lust habe? Lässt er mich raus?“

„Vielleicht, später. Wer weiß, was kommen wird. Aber erst mal solltet ihr euch kennen lernen. Ein bisschen quatschen und Spaß haben.“

„Spaß – was ist er, ein Serienkiller? Mit dem könnte ich tatsächlich Spaß haben.“

Entsetzt riss ich die Augen auf und zerrte August vor den Spiegel.

„August, Mary. Mary, August. “

„Hallo gnädigste Maid. Mein Name ist August.“

„August, wer heißt den August. Und warum siehst du so komisch aus?“

August drehte schüchtern seinen kleinen roten Hut in den Händen. Er war im ersten Moment etwas brüskiert über die unhöfliche Entgegnung seines Grußes. Aber er war Profi. Er wusste mit schwierigen Publikum umzugehen.

„Gnädigste“, er deutete eine Verbeugung an.

„Ich bin ein dummer August. Ein Meister meiner Zunft. Ich bin ein Clown. Und mein Bestreben ist es Freude und Lachen zu bringen. Ganz zu ihren Diensten. Gnädigste.“

„Lissi – was ist das denn für einer? Wo hast du den denn aufgegabelt? Und was soll ich mit ihm? Töten?“

Ich hob beschwichtigend die Hände.

„Nein, um Gottes Willen. Nicht töten. Dich mit ihm unterhalten. Er ist gerade Arbeitslos und hat viel Zeit. Also kann er sich deine Geschichten anhören und vielleicht hast du Lust auch seine zu hören?“ Mary schaute misstrauisch.

„Ist das irgendein Trick?“

„Ein Trick mit einem Clown? Vielleicht wenn er ein Endlostaschentuch aus seiner Manteltasche zieht. Dass dann ja.“ Gab ich vorsichtig zu.

Der Blick den Mary mir zuwarf, die Gänsehaut die er verursachte spürte ich noch Stunden danach. Dieses Mädchen war wirklich gruselig. Eigentlich hatte ich gehofft, wir könnten eine Freundschaft aufbauen. Das wäre schon interessant gewesen. Aber Mary war einfach zu hinterlistig und verbittert.

Ich hoffte August würde ihr helfen können.

„Ja, ähm. Wir lassen euch dann einfach mal alleine. Wenn etwas ist, kann Mary ja mal kurz durch einen Spiegel Bescheid sagen. Nicht wahr. Das machst du ja so gerne.“ Sarkasmus, das konnte ich. Eine Art Selbstverteidigung gegen dieses unangenehme Gefühl in ihrer Nähe.

Fortsetzung morgen

Allgemein, Geschichtenzauber, Horror, writing friday

Writing Friday – Wir werden immer da sein.

Es ist endlich Freitag und Zeit zum Schreiben. Der Writing Friday – dieses mal habe ich mir folgendes Thema ausgewählt:

Du findest auf dem Dachboden eine alte Schreibmaschine, darin stecken noch beschriebene Blätter des Besitzers. Welche Geschichte verbirgt sich darauf? Berichte davon.

Ich hoffe, das Ende ist verständlich. Ich hatte soviel verschiedene Szenarien überlegt – und dann ist es doch bisschen anders geworden – deswegen hoffe ich, es ist verständlich.

Viel Spass mit der Geschichte in der Geschichte.


Du findest auf dem Dachboden eine alte Schreibmaschine, darin stecken noch beschriebene Blätter des Besitzers. Welche Geschichte verbirgt sich darauf? Berichte davon.

Ich stand vor meinem neuen, oder eher uralten Haus. Aber es war meins. Ich bin irgendwann mal beim Spazieren gehen vom meiner gewohnten Route abgewichen und auf einer verlassenen Seitenstraße auf dieses uralte Haus gestoßen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die blinden Scheiben und schiefen Rollläden – sie wirkten so traurig. Ich musste es einfach wieder herrichten. Es war wirklich klein. Aber ich war alleine und wie viel Platz braucht ein Mensch denn? In wieviel Räumen halte ich mich denn auf? Genau.

Ich rief also den Makler an, und keine zwei Wochen später gehörte dieses kleine, verkannte Schmuckstück mir. Als ich den alten Schlüssel in das Schloss steckte und die Tür mit der Schulter aufstieß kam mir ein Stöhnen entgegen. Ein gequältes, oder ein aufatmendes? Das konnte ich nicht unterscheiden. Ich hatte eigentlich schon immer eine Lebhafte Fantasie. Deswegen konnte ich in diesem alten Gemäuer, das frühere Leben direkt vor mir sehen. Eine kleine, arme Familie, die sich um den Tisch versammelte um gemeinsam über ihren Tag zu sprechen und zu essen.

Das war aber schon lange Zeit her. Drinnen sah es schon ziemlich herunter gekommen aus. Aber die Bausubstanz war in Ordnung. Es waren wirklich nur Schönheitsreparaturen. Und ich würde gleich mal anfangen. Ich schnappte mir aus dem Auto den Besen und fegte erst einmal. Es gab hier nur einen Dachboden und das Erdgeschoss. Im Erdgeschoss befand sich die Küche. Eine sehr schön große Küche, die ein tolles Fenster zum Garten hatte. Die restlichen Räume waren ein gemütliches Wohnzimmer mit Kamin, ein kleines ausreichendes Bad und ein Schlafzimmer. Perfekt. Ich war fleißig dabei zu kehren, als sich seltsame Kratzgeräusche aus der Wand bemerkbar machten.

Urg – das würden wohl Mäuse oder Ratten sein. Die Natur holte sich natürlich so ein lang leerstehendes Haus zurück. Darum würde ich mich später kümmern. Heute war ich voll und ganz mit dem Kehren und schon entrümpeln des Erdgeschosses beschäftigt. Für morgen hatte ich mir die Sichtung des Dachbodens vorgenommen. Da wäre bestimmt auch noch so einiges an Gerümpel, der entsorgt werden könnte. Und bestimmt wimmelte es dort von Spinnweben. Eine leichte Gänsehaut überzog meine Arme. Ja – die Natur halt. Ich würde es überstehen.

Als ich fertig war, sah es schon wesentlich besser aus. Bisschen Farbe an die Wand und meine Möbel, dann wäre es ein kleines Paradies. Ich schloss die Eingangstür hinter mir und verließ das Haus.

Am nächsten Morgen war ich schon früh dort um weiter zu machen. Ich wollte ja so schnell wie möglich einziehen. Ich stand vor der Treppe zum Dachboden. Dachböden hatten irgendwie immer was Unheimliches – genau wie Keller. Das kommt von den vielen Horrorfilmen, dachte ich mir. Ich straffte die Schultern und ging nach oben. Die Tür knarrte beim Öffnen und ich hielt den Atem an um zu horchen. Was wollte ich denn hören? Ob sich ein Serienmörder dort versteckt hielt. Ich schüttelte lachend den Kopf. Konnte aber nicht anders, als laut redend einzutreten. „Dann werden wir mal sehen, ob vielleicht die Männer vom Trödeltrupp hier auftauchen können und ich hier paar Schätze besitze.“ Ein unsicheres Lachen entschlüpfte mir. Ich knipste die Lampe an – Strom und Licht. Das war doch schon mal was.

Wie erwartet, sah es hier schon sehr gruselig aus. Eine alte Schneiderpuppe stand in der einen Ecke. Ein altes Schaukelpferd und ein alter Vogelkäfig befanden sich ebenfalls dort. Haufen alte Koffer und sonstiges Gerümpel. Ich seufzte. Das wäre noch ein bisschen Arbeit. Ich ging weiter und hinter einem Kofferschrank stand ein kleines Tischchen mit einem Stuhl und einer ganz alten manuellen Schreibmaschine. Neben der Maschine lag ein Stapel beschriebener Blätter und einige waren noch eingespannt. „Uh – ein unentdecktes Werk – vielleicht eines bekannten Autors? Das wäre doch mal was. Oder es ist einfach nur eine Aufstellung der Ein – und Ausgaben. Das schau ich mir an.“

Ich ging zur Maschine und fröstelte. Irgendwo war es wohl undicht. Es zog gehörig. Deswegen schnappte ich mir die Blätter und ging schnell wieder hinunter. Dieser Dachboden war unheimlich. Zuviel Schatten und definitiv zu viel Spinnweben.

Ich hatte mir von zu Hause einen bequemen Campingstuhl, einen kleinen Tisch und eine große Kanne Kaffee mitgebracht. Nach dem Grusel, war wirklich Zeit für eine kleine Pause. Ich ignorierte die kleine Stimme im Kopf, die mich darauf hinwies, dass ich noch gar nichts gearbeitet hatte.

Gemütlich in dem breiten Campingstuhl, nahm ich mir die Blätter vor. Es gab keinen Titel. Nun gut. Ich fing an zu lesen.

07.Mai

Ich muss unbedingt aufschreiben was hier passiert. Seit ich hier wohne geschehen seltsame Dinge um mich herum. Gegenstände wurden bewegt. Türen knallen und die Bodendielen knarzen. Irgendjemand ist im Haus. Ich hab der Polizei schon bescheid gesagt. Sie haben so einen Jüngling hergeschickt. Der hat alle Räume durchsucht. Nichts. Keiner hier. Aber was sind das für Geräusche und wieso stehen die Dinge immer an anderen Stellen. Ich glaube ich werde langsam verrückt. Das ist das Haus. Ich hätte nie hier einziehen sollen.

Ich bekam eine Gänsehaut. Diese Person wirkte so verängstigt, dass ich selbst Angst bekam. Ich schaute mich um. Im Hintergrund konnte ich das Kratzen in den Wänden hören. Das war unheimlich. Gleich morgen würde ich den Kammerjäger anrufen. Ich liebe ja Tiere – aber sie müssen nicht in meinen Wänden leben. Für heute hatte ich genug. Ich brauchte eine Pause. Schnell packte ich meine Sachen und verließ mein zukünftiges Zu Hause, das gerade ein bisschen finsterer geworden war.

Ich traute mich kaum weiter zu lesen. Aber innerlich zog mich etwas an die Seiten. Ich musste wissen, was da noch stand.

  1. Mai

Mir geht es gut. Wahrscheinlich waren es nur die Nerven. Zuviel strömt auf mich ein. Das Haus, mein Ex und die Renovierungen. Das ist bisschen viel. Arbeiten muss ich ja auch noch. Aber ich liebe das Haus. Obwohl es mir schon ziemlich Angst macht hier alleine. Aber der Arzt hat mir Angstlöser verschrieben und gemeint, das wären die Nerven. Also – soll mal einer sagen, es gibt kein Kraut, oder eine Pille für jede Krankheit, oder Narretei. Was war das? Die Tür, ich hab sie doch abgeschlossen, oder? Wenn ich sie abgeschlossen habe, wie konnte jemand……

Oh Gott. Ich traute mich kaum noch in mein Haus. Verdammt. Hätte ich doch diese Seiten niemals gefunden. Aber mir blieb nichts übrig. Die Renovierungen schritten voran und mein Umzugstermin stand fest. Die letzten Dinge wollte ich machen, wenn ich eingezogen war. War das eine gute Idee. Ja, natürlich. Ich hatte schließlich das Haus wegen seines leicht gruseligen Charmes gekauft. Also dann musste ich auch damit leben, oder?

Ein paar Tage mied ich das Haus, und schob das Einpacken als Ausrede voran. Ich musste schließlich alles verpackt haben, wenn der LKW kam.

Dann war es soweit. Der fünfte Mai. Ich war aufgeregt. Die Männer packten alles in den Wagen und ich legte den Schlüssel unter die Fußmatte. Ein letzter Blick in meine alte Behausung, ein kleiner Abschied und ich zog die Tür ins Schloss. Einer neuen Zukunft entgegen.

Am Haus angekommen, hatten die Männer der Umzugsfirma, das meiste schon in die Zimmer verteilt. Viel hatte ich ja nicht – aber das reichte aus. Als alle weg waren, schloss ich die Tür, ging ins Bad und ließ Wasser in die Wanne laufen. Ein warmes Bad, danach lechzte ich. Und einen leckeren Entspannungstee. Heute würde ich nicht alt werden. Ich freute mich schon darauf, die erste Nacht in meinem Heim zu verbringen.

In der Wanne schlief ich schon fast ein, als mich ein knarzen schlagartig hellwach werden ließ. Ich setzte mich auf. „Hallo?“ Schnell stand ich auf und griff nach meinem Bademantel. Ich schaute mich im Bad um, ob ich etwas als Waffe verwenden konnte. Eine Schere. Besser als nichts. Im Bademantel, nasse Fußspuren hinterlassend ging ich vorsichtig aus dem Raum. Ich hielt den Atem an um zu lauschen. Da war nichts mehr zu hören. „Ein altes Haus, das arbeitet. Mensch Mädchen, stell dich nicht so an.“ Ich atmete aus, ging zurück um mich schnell anzuziehen. Danach ging ich schneller als normal in mein Schlafzimmer. Ich schloss die Tür und drehte den Schlüssel. Nur für den Fall.

  1. Mai

Alles ist gut. Alles wird gut. Ich bin sicher, das Haus ist sicher. Keiner ist hier. Nur ich. Nur ich. Vielleicht. Vielleicht noch, ach nein. Ich schwebe. Die Tabletten sind toll. Ich kann wieder schlafen. Nur meine Träume sind verstörend. Aber es sind ja nur Träume. Träume sind Schäume. Diese seltsamen Gestalten sind nur Produkte meiner Fantasie, sagt mein Arzt. Vielleicht, meint er, sollte ich mal eine Kur machen. Aber ich hab doch so ein hübsches Haus. Das ist doch wie eine Kur. Und die vielen Besucher nachts. Mit ihnen kann ich reden. Sie hören mir zu. Keiner hört mir zu – aber sie tun das. Ja. Sie sind wie meine Familie.

  1. Mai. 2019

Ich habe Angst. Meine neue Familie, hier im Haus – sie wollen, dass ich bleibe. Das ich mit ihnen komme. Sie zerren an mir. Sie reißen an mir. Sie ziehen mich an die Wand – in die Wand. Ich kann ihnen nicht entkommen.

Und für dich…..ist es auch zu spät. Du bleibst bei uns und wirst Teil unserer Familie. Wir lieben dich. Für immer. Ahahahahahahahahahar.

Draußen vor der Tür war ein seltsames Hämmern zu hören. Ich kratze an der Wand um einen Blick nach draußen zu haben. Der Makler. Er hämmerte ein Schild in den Rasen: „Zu Verkaufen.“

ENDE

 

Allgemein, Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 22.04.19-28.04.19

Trotz Urlaub befand und befinde ich mich noch immer in einer Schreibflaute – das ist ja eher ungewöhlich. Aber einen Text konnte ich doch noch veröffentlichen. Ein Endzeitszenario:

Writing Friday – Die Gefahr aus der Luft


Und hier die Themen für die kommende Woche


Die Themen für Writing Friday  für den Mai:

  • Du findest auf dem Dachboden eine alte Schreibmaschine, darin stecken noch beschriebene Blätter des Besitzers. Welche Geschichte verbirgt sich darauf? Berichte davon.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt. 
  • Dein Handy berichtet über deine Macken.
  • Anna betritt eine alte Villa am Ende der Stadt, sie wird sie jedoch nie wieder verlassen. Erzähle was passiert ist.
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Marmelade, Fingerhut, Rosenranken, Himmelblau und Oma.

Das Thema für die Schreibkicks zum 01.05.19 lautet Clown


Beim Gemeinschaftsprojekt von  Die Pö und Herba gibt es auch ein neues Thema Mach was…mit Glück – bis zum 19.05.19


Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt bis zum 5. Mai 2019

Kartoffel
anzüglich
bevormunden.


Ich wünsche euch einen tollen Start in den Mai. Tanzt nicht zuviel

Action, Allgemein, writing friday

Writing Friday – Wir schaffen das….1 von 2

Und schon wieder ist eine Woche um. Ich habe doch tatsächlich fleissig für den Writing Friday geschrieben. Wirklich fleissig und es ist viel geworden. Deswegen werde ich den Text teilen. Damit ihr ihn besser lesen könnt und es euch nicht zu langatmig wird.

Eine Geschichte, die ich aus einem Bruchstück eines Traumes geschrieben habe.

Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Es war eine Nacht, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, zum ersten Mal sah man…” beginnt


Es war eine Nacht wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, zum ersten Mal sah man die Ausmaße des Geschehenen. Martin hatte Samantha an der Hand und blickte zum anderen Ufer, auf ihre Stadt herüber.

Sam schaute zu ihrem Vater: „Paps?“ „Hm?“ Meinst du wir finden sie?“ „Natürlich, mein Schatz, wenn sie noch lebt finden wir sie.“ Mit großen Augen in denen die Tränen schimmerten fragte sie: „Könnte sie tot sein?“ Martin überlegte kurz. Nach diesem Tag war sie kein Kind mehr. Sie konnte die Wahrheit ertragen. „Ja mein Schatz, das könnte sie.“

Martin seufzte und dachte einige Stunden zurück.

Er war mit Sam und Miriam im Auto unterwegs. Sie wollten in die Innenstadt. Ihr Haus lag ziemlich abseits. Sie liebten die Ruhe. Vor Jahren waren sie aus der Stadt aufs Land gezogen. Martin hatte eine gutgehende Web-Design Firma von der er meist zu Hause arbeiten konnte und Miriam war Grundschullehrern. Samantha war sieben. Sie liebte das Landleben. Überall Tiere, Pflanzen, Pfützen. Sie konnte ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

In der Stadt hatten sie Miriam beim Friseur raus gelassen. „Ich muss unbedingt zum Friseur. Meine Haare sehen aus wie ein Rabennest. Sie müssen mal wieder verwöhnt werden. Da gönn ich mir gleich  mal das Komplettverwöhnpaket. Maniküre, Pediküre, Kopfmassage. Oh, das werde ich genießen. Ihr zwei könnt also mindestens eine Stunde machen worauf ihr Lust habt.“ Sam und Martin schauten sich an. „Kino?“ „Kino!“ Sie eilten zum Auto. Ein kurzer Blick zurück zu Miriam. Ein Handkuss und schon drängelte Sam ihn zur Eile.

Der Himmel war grau in grau. Es sah nach Regen aus. Martin hatte es gerade zu Ende gedacht, da platschten die ersten großen Regentropfen auf die Autoscheibe. Sam blickte fasziniert dem Verlauf des Tropfens hinterher, als sich der nächste Tropfen einfand und der Spur des Vorgängers folgte. Sam ließ ihren Finger die Scheibe entlang, dem Weg des Tropfens folgen. Danach öffneten sich die Himmelsschleußen. Ein Platzregen ergoss sich über das Auto. Sam schrie erschrocken auf. Die Scheibenwischer schafften es nicht mehr, die Massen von Wasser zu verdrängen. Es lief wie ein Sturzbach an dem Auto herab.

Sam blickte zu Martin: „Papa, ich hab Angst. Das ist so viel Wasser und es ist so dunkel.“ „Ich weiß mein Schatz. Das ist nur einen Moment. Solche Regengüsse halten sich nicht lange. Ich versuche an den Straßenrand zu kommen und dann warten wir einfach. Okay.“ Sie nickte. Martin gab es schnell auf, das Auto weiter zu bewegen. Er ließ es einfach stehen und die Lichter blieben an, damit sie von anderen Autofahrern gesehen werden konnten. Er hoffte allerdings, dass die anderen auch stehen bleiben würden. Sam zitterte. „Komm Schatz. Klettre auf meinen Schoss.“ Sie ließ sich nicht lang bitten. Er holte die Decke vom Rücksitz und sie kuschelten sich aneinander.

Wenige Minuten später ruckelte das Auto. Martins Herz setzte einen Schlag aus. Das Auto bewegte sich. Es wurde von den Wassermassen mitgezogen. Er musste sehen was da draußen los war. Vorsichtig setzte er Sam auf den Beifahrersitz und drückte ihr, ihren Kuschelhasen in die Hand.

Er öffnete die Tür. Der Wind riss sie aus seiner Hand und er konnte das ganze Ausmaß der Katastrophe sehen. Ein Regenvorhang war vor ihm. Kein einziger Lichtstrahl vermag ihn zu durchdringen. Absolute Dunkelheit umgab ihn. Unter sich konnte er schwach das Wasser erkennen. Aus einem kleinen Rinnsal war ein kleiner Bach geworden. Schnell versuchte er sich gegen den Wind zu stemmen und die Tür wieder zu verschließen. Es fühlte sich an, als wolle der Wind ihm die Arme aus den Gelenken reißen. Aber er schaffte es und zog die Tür heftig zu. Er überlegte den Motor zu starten um die Heizung anzumachen. Er war nass, das Autoinnere war nass. Aber er hatte Angst, dass die Batterie zu stark belastet werden würde. Das durfte nicht passieren. Sobald es möglich war, mussten sie weiter fahren.

Er überlegte fieberhaft was zu machen wäre. Er zog sein Handy vor. Natürlich gab es keinen Empfang. Hoffentlich war Miriam in Sicherheit. Viel mehr musste er sich um sie beide Gedanken machen. Das Städtchen war umgeben von Hügeln. Es lag in einer Art Tal. Martin befürchtete, dass dieser starke Regen den Untergrund der Hügel instabil werden lassen könnte. Und dann würde hier eine Lawine von Geröll und Erde herunter kommen.

Ihm blieb jetzt erst mal nichts anderes übrig, als im Auto zu bleiben. Der Wind und die Massen von Wasser würde sie wie ein Pingpongball über den Asphalt zerren. Das Auto ruckelte und Sam quickte. „Wir sind hier sicher. Hab keine Angst, das geht vorüber.“ Sie blickte ihn voll vertrauen an. Dieser Blick versetzt ihn einen kleinen Dolchstoß ins Herz. Er hoffte ihr Vertrauen in ihn wär gerechtfertigt. Er hoffte sie würden hier heil rauskommen. Wie lange noch? Das Radio, es würde bestimmt einen Notfallsender geben. Schnell drehte er an dem Knopf. Ein statisches Rauschen drang in sein Ohr. Kein Empfang. Aber es würde bestimmt einen Notfallkanal geben. Er zwang sich den Knopf zur Sendersuche langsam zu betätigen. Ein nervzerreisendes Rauschen, war das einzige Geräusch. „….in ihren Häusern zu bleiben.“ Da. „Starke Regengüsse behindern den Verkehr. Die Bevölkerung wird gebeten, die Autos stehen zu lassen und in ihren Häusern zu bleiben. Sobald der Regen nach gelassen hat, können sie sich in den Notunterkünften einfinden, die entweder in den Schulen oder Gemeindesälen eingerichtet wurden. Bitte bleiben sie zu ihrer eigenen Sicherheit in den Gebäuden. Sollten sie in einem Auto eingeschlossen sein, verlassen sie dieses auf keinen Fall. Rettung wird geschickt, sobald die Lage es zu lässt.“

Na toll. Die Rettungsleute kamen also auch nicht durch. Kein Problem. Bis auf die Nässe, war es zum Glück nicht kalt. Zu trinken und zu Essen hatten sie auch eine Kleinigkeit. Das würde für einige Stunden reichen. Martin ließ sich im Sitz zurück sinken. Legte die Hände an die Schläfen und versuchte den beginnenden Kopfschmerz weg zu massieren.

„Papa?“ „Ja Kleines?“ „Werden wir sterben?“ „Was, ach nein. Das ist nur Regen. Irgendwann hört der schon auf. Dann fahren wir zu Mami und danach nach Hause. Da mach ich eine große Portion Pommes und wir kuscheln uns gemeinsam auf die Couch und gucken einen lustigen Film. Irgendwann wird das hier nur eine Erinnerung sein, von der wir erzählen können. Ein Abenteuer.“ „Okay. Ich bin bisschen müde. Vielleicht schlaf ich ein bisschen? Dann geht die Zeit schneller rum.“ „Mach das.“

Sanft streichelte er ihren Kopf und strich ihr das Haar aus der Stirn. Sie war sehr tapfer. Er musste auch tapfer sein. Das würde er schaffen. Sie mussten dieses Unwetter doch nur aussitzen, oder?

++

Ein heftiger Ruck ließ Martin aufschrecken. Er war wohl selbst eingeschlafen. Das Auto bewegte sich. Verdammt. Ein Blick auf Sam bestätigte, sie schlief noch.  Es war immer noch dunkel und man konnte nichts sehen. Das Licht der Scheinwerfer verpuffte einfach. Er griff nach dem Lenkrad. Ein weiterer Ruck und das Auto löste sich. Der Schweiß brach ihm aus. Seine Hände rutschten am Lenkrad entlang. Er versuchte es gerade zu halten und hoffte auf keinen anderen Wagen zuzusteuern. Soweit er sich erinnerte, war der Strassenverlauf hier recht gerade. Vielleicht hatte er die Chance irgendwie an den Bordstein zu kommen um sich dort festzukeilen.

Vorsichtig lenkte er nach rechts. Er wollte sanft andocken, sonst würde er sich die Achse ruinieren und könnte dann nicht mehr fahren, wenn die Sicht wieder frei wäre. Er schlitterte langsam. Das Auto tanzte, wie nach einem nur für es selbst hörbaren Song, nach rechts, nach links, nach rechts. Dann spürte Martin einen Widerstand. Ein Bordstein. Sie standen. Er atmete tief aus und löste die verkrampften Finger vom Lenkrad.

Vorsichtig ließ er das Fenster herunter. Der Regen schien schwächer geworden zu sein. Es würde nicht mehr lange dauern und sie könnten los fahren.

++

Wieder musste er eingenickt sein. Sein Nacken schmerzte. Der Regen schien aufgehört zu haben. Er drehte sich um und sah wie sich Sam in die Decke gekuschelt hatte. Nur ihr Haarschopf und die Ohren ihres Stoffhasen waren zu sehen.

Es war stockdunkel draußen. Die Laternen waren ausgefallen. Die ganze Stadt war dunkel. Es gab also keinen Strom mehr. Er startete den Motor. Die Straße stand unter Wasser – aber mit seinen Geländewagen war das kein Problem. Seine Reifen verdrängten das Wasser und er glitt durch die Nacht. Er würde zurückfahren um Miriam aus dem Salon abzuholen. Sie war bestimmt bei diesem Wetter dort geblieben. Im Schritttempo bewegte sich das Auto. Bloß nirgends dagegen fahren, das Auto war ihre Sicherheit. Auf der Rückbank bewegte sich Sam. „Papa? Ist es vorbei?“ „Ja Süße. Es ist vorbei. Wir fahren jetzt Mama holen und dann schnell nach Hause. Dann machen wir eine heiße Schokolade und erzählen von unserem Abenteuer. Klingt das gut?“ Sie krabbelte auf den Vordersitz und schnallte sich an. „Oh ja, ich kann ihr erzählen wie gruselig es war. Wie laut der Regen war und dass Hasi ganz viel Angst hatte.“ „Genau.“ Martin verwuschelte Ihr das Haar und kniff ihr in die Wange.

Er war etwas orientierungslos, da durch die fehlende Beleuchtung alles anders aussah. Die Fixpunkte an denen er seinen Weg immer orientierte existierten nicht im Dunkeln. Waren sie überhaupt noch da? Dieses Unwetter hätte bestimmt einiges zerstört. „Da, Papa, da ist der Friseur. Da, die Ecke.“ Martin starrte aus dem Fenster. Die Ecke existierte nicht mehr. Ein LKW hatte die Gewalt über sein Fahrzeug verloren und war in den Laden gefahren. Er hatte ihn einfach eingedrückt. Er trat erschrocken auf die Bremse. Durch das Wasser verlor er etwas die Spur und schlitterte. Gegenlenken, gegenlenken. Ganz ruhig. Dann standen sie. Er öffnete die Tür und stieg aus. Sam kam von ihrer Seite aus zu ihm. „Wo ist der Laden?“ „Hinter dem LKW“. „Und Mama?“ „In Sicherheit.“ Sam schaute zu ihm nach oben. Hoffentlich strahlte er mehr Zuversicht aus, als er fühlte. Langsam bewegte er sich Richtung Laden. „Bleib da stehen, Schatz. Es kann sein, dass noch Teile herunterfallen. Ich gucke mal nach Mami.“ Sam nickte langsam und drückte ihren Hasen noch enger an sich. So verloren sah sie auch. Am liebsten hätte er sie ebenso an sich gedrückt wie sie ihren Hasen.

Aus dem Handschuhfach hatte er eine Taschenlampe entnommen und leuchtete den Eingang ab. Es gab keinen Eingang mehr. Er lief um den LKW herum. Es gab kein hineinkommen. Er bückte sich, vielleicht konnte er von unten dran. Ja, da war eine Lücke. Er konnte unter dem LKW durch hinein. Er legte sich hin und zog sich unter die Achse. Dann drehte er sich auf den Bauch. Die Taschenlampe schob er immer ein Stück vor sich her und robbte dann nach. Überall lag Glas. Er musste aufpassen, dass er sich nicht die Hände zerschnitt. Dann war er durch. Er stand auf und betrachtete die Überreste des Friseursalons. Überall lagen Lockenwickler und Haarklemmen. „Miriam?“ rief er zaghaft. Keine Antwort. „MIRIAM?“ rief er nun lauter. Er kletterte über Geröll und umgestürzte Friseurstühle. Dort hinten, war das eine Hand? Sein Mund wurde trocken. Langsam ging er darauf zu. Die Hand war blutig und ragte unter den Steinen hervor wie ein makabres Kunstwerk.

Er wollte nicht wissen, wer darunter lag. Was wenn sie es war? Zaghaft bückte er sich und räumte die Steine weg. Legte die Hand frei, bis er das Bündchen eines Pullovers erkennen konnte. Er stoppte und atmete tief aus. Miriam hatte sein Jeanshemd gegriffen. Sie war es nicht. Erleichtert ließ er sich auf den Boden nieder. Er brauchte paar Sekunden um seinen Kreislauf wieder in den Griff zu bekommen. Sie war es nicht. Sie war es nicht.

Er musste weiter gehen. Die selbe Situation traf er noch zwei weitere mal an. Jedes Mal war es kein Jeanshemd. Er ging weiter nach hinten. Dort mussten die Lagerräume und Privaträume sein. Dort sah es noch recht gut aus. Die Zerstörung hatte sich auf den Laden beschränkt. Eine Tür war angelehnt. Ein Quietschen entwich ihr als Martin sie aufdrückte. Dort war keiner mehr. Er blickte sich genau um. Auf dem Tisch lag ein Zettel. Von Miriam: Das heutige Datum war vermerkt. Die Uhrzeit 19:25 Uhr. Ein Blick auf seine Uhr zeigte ihm, dass es schon 23:45 war. Sie hatte ihren Plan notiert. Hinterausgang, Hinterhof, Kino. Wenn nicht dort: Gemeindehaus, Kirche, Zu Hause. Gruß Miriam. Man konnte ihr nicht vorwerfen zu ausführlich zu sein. Aber das reichte ihm. Sie lebte und sie war auf der Suche nach ihnen. Schnell stopfte er den Zettel in die Tasche, als er ein Rumpeln vernahm. Er ging in den Laden und sah, dass ein großer Betonblock von einem oberen Stockwerk auf den LKW gefallen war und ihn sofort tiefergelegt hatte. Auf diesen Weg kam er nicht mehr zurück. Aber er wusste ja von dem Hinterausgang. Schnell lief er in die Richtung Flur. Dort hinten vernahm er den Schemen einer Tür. Die Taschenlampe warf beim rennen gruselige Effekte an die Wand. Die Tür öffnete sich leicht und stolpernd bewegte sich Martin hinaus. Welche Richtung? Egal. Nein – dort – links, da standen die Mülltonnen. Dort würde es bestimmt zur Straße gehen.

Fortsetzung