Allgemein, Humor, Mystery

Drabbel-Dienstag – So ein Agentenleben

Was ist ein Drabble? Ein Text der exakt aus 100 Worten besteht. Nicht mehr nicht weniger. Eine ziemliche Herausforderung. In den Text werden drei vorgegebene Worte eingebaut.

Mehr dazu findet ihr bei Klapperhorn.  #drabbledienstag

Schultern – Tabelle – Zuerst

„Also zuerst musst du mal diese Taste drücken. Nein, nicht da“ ich konnte das Augenrollen tatsächlich hören. Die Augen schienen direkt an den Augenhöhlen zu schaben.

„Hier – diese Tabelle ist jetzt deine Priorität. Hier musst du schauen, ob die Namen in der Spalte mit den Taten passen. Es gibt einiges zu Schultern. Es darf kein Fehler passieren. Fatal, wir würden echt Probleme mit dem da oben bekommen.“ Er deutete mit seinem Zeigefinger nach oben. Mein Blick folgte ihm. Dabei dachte ich an meine Mission. Ein Agentenleben im Höllenfeuer ist schon wirklich hart. Das passierte, wenn man zu schnell HIER ruft.

 

Allgemein, Drama

Drabble – Dienstag – Seine Zeit ist vorüber

Was ist ein Drabble? Ein Text der exakt aus 100 Worten besteht. Nicht mehr nicht weniger. Eine ziemliche Herausforderung. In den Text werden drei vorgegebene Worte eingebaut.

Mehr dazu findet ihr bei Klapperhorn.  #drabbledienstag

Marionette – Drache – Schildkröte

 

Er war eigentlich nie einsam gewesen. Hatte er doch immer seine Freunde um sich. Schon lange leuchtete kein Licht mehr in seinem kleinen Schaufenster. Die Kinder waren nach der Schule an seinem kleinen Laden vorbei gegangen und hatten sich die Nasen an der Scheibe platt gedrückt. Er sass immer in Sichtweite und die Kinder konnten beobachten, wie aus einem Stück groben Holzklotz eine Marionette entstand. Manchmal, an Sonntagen wurde sein Schaufenster zu einer Schaubühne und er liess Drachen kämpfen und Schildkröten schwimmen. Es war eine so schöne Zeit. Aber die Zeit schritt voran. Sie blieb nicht stehen. Seine war vorüber.

Allgemein, Mystery

Drabble Dienstag – Die andere Seite

Was ist ein Drabble? Ein Text der exakt aus 100 Worten besteht. Nicht mehr nicht weniger. Eine ziemliche Herausforderung. In den Text werden drei vorgegebene Worte eingebaut.

Mehr dazu findet ihr bei Klapperhorn.  #drabbledienstag

Die Woche dieser Woche: Mond – Würfel – Taschenlampe


Ich fror. Schwer öffnete ich die Augen. Alles kam mir fremd vor. Ich setzte mich auf. Ein mir unbekanntes Zimmer umschloss mich dunkel. Ich blickte mich um – keine Taschenlampe. Durch den schweren Vorhang versuchte der Mond, mit seinen silbernem Licht, seinen Weg in dieses erdrückende Zimmer. Mir blieb nichts übrig als aufzustehen. Auf dem Tisch vor mir stand ein seltsamer Würfel. Er leuchtete schwach. Durch das Leuchten angezogen begab ich mich zu ihm. Ich blickte in das seltsame Licht. Verschwommen konnte ich mein Zimmer erkennen. Meine Eltern und mich – wie tot auf meinem Bett liegend. Ich schrie ihnen zu – ungehört.

Allgemein, Humor

Drabble Dienstag – Die geklaute Sprechblase

Was ist ein Drabble? Ein Text der exakt aus 100 Worten besteht. Nicht mehr nicht weniger. Eine ziemliche Herausforderung. In den Text werden drei vorgegebene Worte eingebaut.

Mehr dazu findet ihr bei Klapperhorn.  #drabbledienstag

Tintenfass – Seiltanz – Sprechblase


„Die Waffe weg“ raunte der Gangster und fuchtelte mit seiner eigenen vor meinem Gesicht. Die Nacht war so dunkel als wäre ein Tintenfass umgekippt und die Farbe hätte den Mond verschluckt.

Wir drehten uns umeinander – wie bei einem Seiltanz bewegten wir unsere Füsse langsam vor und zurück. Ein bisschen schwankten wir, da keiner den anderen aus den Augen liess.

„Niemals!“ spukte ich ihm entgegen.

„Du hast meine Sprechblase geklaut. Gib sie mir wieder und du kannst einfach gehen. Niemanden muss etwas geschehen“

Was? Was für einen Mist schrieb ich denn da? Ach, immer diese blöde Schreibblockade. Sowas kam dabei heraus.


 

Allgemein, Humor

Drabble Dienstag

 

Was ist ein Drabble? Ein Text der exakt aus 100 Worten besteht. Nicht mehr nicht weniger. Eine ziemliche Herausforderung. In den Text werden drei vorgegebene Worte eingebaut.

Mehr dazu findet ihr bei Klapperhorn.  #drabbledienstag

Die heutigen Worte sind:

Spinne – Medusa – Helm

„Hi Anna, bist du mit dem Motorrad unterwegs?“ Grüsste sie Peter.

„Öhm, nein.“

„Warum trägst du dann den Helm?“

Anna wurde rot. Zum Glück vor Blicken durch das Visier geschützt.

Es war das einzige, das sie heute Morgen zu greifen bekam. Ihre Tücher waren alle in der Wäsche und somit blieb ihr nur diese Lösung.

Die Spinne mit den Blinzelaugen, auf dem Helm, guckte Peter keck an.

„Tja – es klingt schon bisschen blöd, aber meine Haare sahen heute Morgen aus wie die von Medusa. Also total unbändig wie ihre Schlangen. Fast wäre ich zu Stein erstarrt.“ Antwortete sie ihm lachend.

 

 

Allgemein

Wir suchen Autoren & Autorinnen

Vielleicht ist einer von euch ja interessiert an dem interessanten Adventskalender teilzunehmen.

Moiras Welt

Hallo Ihr Lieben,

Ich hoffe euch geht es gut. Da Weihnachten wie immer schnell vorbei gegangen ist, wie jedes Jahr und ich eigentlich schon länger die Idee hatte einen Advenstkalender zu gestalten, ist dies die Möglichkeit auf meinem Blog eine Suche bekannt zu geben. Wir Suchen nämlich 24 Selfpublisher, Autoren und Autorinnen, die gerne in dem Adventskalender sein möchten und gerne Ihr Buch verlosen möchten.

Ich finde man kann nie genug und nie früh genug mit dem Weihnachtsgeschenken und Adventskalender anfangen. Vor allem das organisatorische.

Ich hoffe ihr wisst was ich meine.

Also wenn ihr wen kennt, dann einfach gerne diesen beitrag teilen, kommentieren und andere Leute animierne mtzumachen. Schließlich habt ihr alldas was davon und ich würde gerne für euch einen Buch verlosen.

Danke fürs lesen und bis zum nächsten mal,

liebe Grüße

Eure moira

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Allgemein, Weihnachten, writing friday

Die Wahl der Schneekugel Part 2 von 2

Heute kommt der 2. Part meiner Schneekugelgeschichte vomWriting Friday

HIER findet ihr den ersten Teil.

Fortsetzung

Was bisher geschah:

Miriam arbeitet in einem Reisebüro. Da sie ungebunden und ohne Familie ist, schickt ihr Chef sie los um ein Hotel zu testen. Dabei macht sie Zwischenstation in einem kleinen verschneiten Dörfchen.

Das Dorf war um einen wunderschönen Dorfplatz errichtet worden. Pflastersteine zierten den Weg zur Mitte. Ein wundervoller Weihnachtsbaum war aufgestellt worden. Seine Spitze rang mit dem Kirchturm um die Höhe. Viele bunte Lichter waren dran gehängt worden. Strohsterne, Kugeln, Holzfiguren, Schleifen. Alles zierte diesen wundervollen Baum.

Ging man weiter, gelangte man an eine Krippe. Sie war, wie man sie sich vorstellte. Die Krippenfiguren waren lebensecht und auch die Tiere wirkten fast wie echt. Es war atemberaubend. Meine Kamera kam nicht mehr zum Stillstand. Eigentlich wäre es eine Schande, dieses Dorf dem Tourismus anzubieten. Kommerz würde es zerstören. Die Fenster, der kleinen Geschäfte waren allesamt weihnachtlich geschmückt. Diese Szenen konnten doch nicht echt sein. Ich verliebte sich. Mein Herz klopfte ruhig und ich bemerkte ein wohlig warmes Gefühl in meiner Bauchgegend. Hier gehörte ich hin.

Die Kirchenglocken holten mich aus meinem Traum hervor. Es wurde dunkel. Schnell ging ich zurück zum Haus, um die anderen zu treffen.

Sie warteten schon auf mich. Eleonore winkte mir und sie kamen auf mich zu. „Ah da sind sie ja. Kommen Sie, bald beginnt das Weihnachtssingen. Schnell, schnell. Hier nehmen sie die Lebkuchen, aber nicht mehr naschen. Es gibt noch so viel anderes, was sie probieren müssen. Schnell, schnell.“ Noah blickte mich belustigt an und zuckte mit den Schultern. Wir kamen auf dem Weihnachtsmarkt an. So was hatte ich bisher nur auf Postkarten gesehen? Kleine Buden, Schnee auf den Dächern. Die Menschen lachten, begrüßten sich und aßen. Es duftete in jeder Ecke nach etwas anderem. So musste es sein. Wir genossen diese Stunden. Weihnachtsmusik. Eine kleine Weihnachtsaufführung der Kinder und viel Glühwein.

Müde und zufrieden trafen wir wieder bei dem Bed and Breakfast ein. Diesmal zeigte mir Edgar mein Zimmer. Eleonore brachte mir noch eine Schokolade. „Mit dem besonderen Gewürz. Meine Liebe. Das müssen sie noch trinken. Sonst funktioniert das alles nicht.“ Ich konnte nicht mehr so klar denken und trank einfach das köstliche Getränk. Die Welt versank um mich und ich träumte von einem kleinen Dorf, einem hübschen Haus mit weißem Zaun und wunderschönen Weihnachtsbaum im Vorgarten.

Am nächsten Morgen erwachte ich und dachte, mir hätte jemand einen Wattebausch in den Mund gesteckt. Zuviel Glühwein, war meine Diagnose. Etwas schwindelig stand ich auf. Eine Dusche später fühlte ich mich etwas besser. Ich packte meine Tasche, nicht ohne Wehmut. Und verließ das gemütliche Zimmer. Unten angekommen stand ich an der Rezeption und wollte bezahlen. Noah kam gerade aus der Küche. „Sie verlassen uns schon? Schade, ich dachte wir könnten uns bisschen kennenlernen.“ Ich lächelte unsicher. Ja, das wäre schön gewesen. Ich mochte ihn. Aber die Arbeit rief. Ich hatte es versprochen. „Haben sie Edgar oder Eleonore gesehen?“ „Nein. Das Essen war schon vorbereitet. Ich weiß nicht, wo sie sind. Soll ich was ausrichten?“ „Ja, sagen sie ihnen herzlichen Dank. Ich lasse meine Daten für die Rechnung hier.“ Er nickte und winkte mir zum Abschied. Ich nahm meine Tasche und verließ das Haus. Es hatte geschneit. Nein, es schneite immer noch. Sanft berührten mich die Schneeflocken. Wo war mein Auto? Ach da. Mein Weg zum Auto war schwer. Ich hatte das Gefühl von Backsteinen in der Tasche. Ich warf die Tasche auf den Rücksitz und stieg ein. Der Motor startete ohne Probleme. Leider. Ich fuhr los. Am Ortsausgang blieb ich stehen. Es war kein Weg mehr zu erkennen. Hier endete die Straße. Ich stieg aus und ging voran um mich zu orientieren. Dabei stieß ich mir den Kopf. Was war das? Ich langte nach vorne und meine Hände spürten einen kühlen Widerstand. Meine warmen Hände hinterließen einen Abdruck auf der Scheibe. Eine Scheibe? Ich verstand nichts. „Miriam?“ Ich drehte mich um. Dort standen Edgar und Eleonore. „Hallo, was ist denn hier los? Ich komme nicht weg von hier.“ Sie blickten mich unsicher und traurig an. „Ja, wie sollen wir es ihnen erklären? Sie sind in einer Schneekugel“ „In einer was? Schneekugel? Ja klar. Der Glühwein. Ich vertrage ihn nicht. Das weiß ich.“ Ich drehte mich wieder Richtung des Glases. Ich ging näher, um durch das Glas zu blicken. Ich konnte nichts erkennen. „Ich verstehe nicht –„ „Ich weiß nicht wie ich ihnen das schonend erklären soll, mein Kind. Alle paar Jahre werden die Gläser durchlässig. Es können Menschen in unser Dorf kommen. Aber nur diejenigen, die ausgewählt wurden.“ „Was soll so besonders an mir sein?“ „Es ist eher, das was sie ersehnen.“ „Ersehnen. Nichts. Ich hab nichts, dass ich ersehne.“ Meinte ich abwertend. „Oh doch. In ihrem Herzen ist so viel Platz. Sie haben keine Familie. An Weihnachten arbeiten sie. Sie ersehen sich sehr viel. Nämlich das hier.“ Eleonore machte eine ausholende Geste und fasste damit das Dorf ein. Verständnislos blickte ich sie an. „Erinnern sie sich an das Gefühl, dass sie hatten, als sie das erste Mal hier erwachten.“ Ich nickte. „Das Gewürz, was haben sie mir in die Schokolade gemischt?“ „Äh – ja sie müssen etwas schrumpfen, um hier hineinzupassen. Entschuldigung.“ „Was wenn ich das hier nicht will?“ „Unmöglich. Sie hätten den Weg niemals hier hergefunden, wenn das hier nicht ihr sehnlichster Wunsch gewesen wäre. Familie, Freunde, Zusammenhalt, Frieden.“ Ich wusste nicht mehr weiter. Wieder drehte ich mich zu der Glasbarriere. Ich legte meinen Kopf an das kühle Glas. Eleonore hatte recht. Ich wollte hier nicht mehr weg. Ich wollte immer hier bleiben. Aber jetzt musste ich, wollte ich das? Ich drehte mich zu ihnen um. Dann ließ ich mich am Glas hinunterrutschen, sodass ich im Schnee zum Sitzen kam. Ich blickte mich um. Es schneite. Im Hintergrund hörte ich die Kirchenglocke. Eleonore kam zu mir. Sie hielt mir ihre Hand hin. Ich griff zu. Sie zog mich auf und umarmte mich. „Willkommen mein Kind.“ Ich ließ mich von ihr an der Hand führen. Wir gingen zurück zum Haus. Auf der Treppe stand Noah mit einem dampfenden Becher in der Hand und winkte mir. „Was ist mit ihm?“ „Ja, er auch.“

Ein Lächeln auf den Lippen ging ich ihm entgegen und nahm den Becher heißer Schokolade entgegen. Er lächelte mich sanft an. Seine grünen Augen leuchteten. Meine blauen Augen antworteten ihm.

ENDE

Allgemein

Wir haben alle mitgeschrieben – Gratis-Buch

Auch hier – schnappt euch das Gratisbuch, bei dem einige unserer Blogkollegen mitgewirkt haben.

Ich lese

Hallo ihr Lieben.

Vor etwa einem Monat gab es einen Aufruf, von Media-Agentur Gaby Hoffmann dass Autoren für eine Halloween Anthologie gesucht werden.

Jeder sollte eine kleine Gruselgeschichte einreichen. Dies würde dann veröffentlicht werden. Ich weiss, dass einige unserer Blogkollegen und Blogkolleginnen hier bei mitgeschrieben haben. Unter anderem auch ich.

Es wäre so schön, wenn ihr an unserem kleinen Erfolg teilhaben würdet. Und das könnt ihr. Vom 27.10.19-29.10.19 könnt ihr das Buch HIER kostenlos herunterladen.

Greift zu und habt Spass.

Teilt den Link mit alle eure Freunde und  in euren Social Medias.

Wir freuen uns, wenn ihr in unsere Geschichten eintaucht. HIER erfahrt ihr noch mehr über die Veröffentlichung

Vielen Dank an Gabi Hoffmann für ihre Mühe und dieses tolle kleine Büchlein.

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Allgemein, Horror, writing friday

[#WritingFriday] – Lasst die Party beginnen. 1 von 2

Horrorgeschichten sind echt einfach mein Ding. Deswegen kommt auch zum heutigen Writing Friday im Horroctober eine schöne passende Geschichte.

Schreibthemen Oktober

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Er wischte sich das Blut von den Händen und…” beginnt.
  • Schreibe aus der Sicht eines Hexenbesens.
  • Wovor fürchtest du dich am meisten? Erzähle uns davon.
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: erdrosselt, vergraben, blutig, Schrei, Blutmond
  • Das Böse herrscht – Egal ob Buch, Film oder Videospiel wer ist dein liebster Bösewicht und wieso? Könnte er auch gute Seiten an sich haben?

Ich habe mich heute entschieden:

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Er wischte sich das Blut von den Händen und…” beginnt.

Da ich wieder mal kein Ende gefunden habe, werde ich es wieder auf 2 Parts aufteilen, dann könnt ihr es besser lesen, ohne mit den Augen zu rollen, da es nicht enden will. :-)


Er wischte sich das Blut von den Händen und dachte zurück. Einige Stunden früher war alles noch in wie geplant verlaufen. Jetzt blickte er auf seine blutverschmierten Hände und überlegte, wie er weiter machen sollte. Er drehte sich um und Jenny stand hinter ihm. Tränen hatten ihr aufwendiges Makeup zerstört. Sie schluchzte und versuchte wieder ihren Atem zu beruhigen. Neben ihr lag das blutige Messer. „Gib mir mal das Messer. Jenny! Das Messer.“ Ihr Kopf zuckte. Sie blickte sich um und sah das Messer neben sich. Sie sprang beiseite und öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei. Hilflos blickte sie Alex an. „Bück dich einfach, nimm das Messer und gib es mir.“ Ein Nicken bestätigte ihm, dass sie ihn verstanden hatte.

***

Es war stockdunkel. Nur der fast volle Mond warf ein unwirkliches Licht auf das Szenario. Es war Freitagabend. Am Freitagabend gab es in der Bowling Bar immer ein Treffen der Dorfjugend. Die Dorfjugend bewegte sich hier bis in die Anfang dreißig. Da sich die Leute sowieso alle kannten, war das hier nicht so streng getrennt. Es wurde Musik gespielt die aus den Fünfzigern bis in die Achtziger ging. Alles tolle Partymusik. Die Leute waren ausgelassen und konnten die stressige Woche, die hinter ihnen lag ausblenden.

Ganz selten verirrte sich ein Auswertiger hier her. Sie waren nicht gerne gesehen und wurden meist auch schnell vertrieben. Das war eine geschlossene Gesellschaft. Hier war man unter sich. Man konnte alles Mal fallen lassen. Jeder musste sich in seinem Alltag zusammenreißen. Die einen hatten einen Job in der nächsten Stadt, oder die nächst höheren Schulen lagen auswärts. Da war man so oder so mit den ganzen Auswärtigen in Kontakt. Es war da schon immer anstrengend genug.

Es gab nur einen Tag im Jahr, an dem Besuch erwünscht war.

Halloween. Das war ein ganz besonderer Abend in der Gemeinde. Erst wurde ausgelassen der Abend begrüßt und dann wurden die Türen geöffnet. Aber natürlich war man vorsichtig. Die Halloweenparty wurde immer in verschiedenen Orten angekündigt. Nie wurden mehrere Orte aufgesucht. Viel zu viel Aufwand und Aufmerksamkeit. Nein, nein. Alles musste ganz geheim bleiben.

***

„Das soll die Party des Jahres sein. Hast du von dem Ort schon mal gehört, Patrick?“ Fragte die hübsche blonde vom Rücksitz. Patrick kannte sie gar nicht. Er hatte sie in einer Kneipe aufgegabelt. Sie und ihre Freundin, Jenny, waren ihm und seinem Freund Peter aufgefallen. Hübsch und hoffentlich leicht herum zu kriegen. Als sie auf dem Weg zur Tankstelle waren, um Nachschub zu holen, stießen sie auf ein Plakat einer Halloween Party der besonderen Art. Warum nicht, dachten er und Peter. Je lockerer die Mädchen waren, umso besser. Also machten sie sich auf dem Weg. Die Beschreibung stand auf dem Plakat.

Sie fuhren durch einen stockdunklen Wald. Die Lichtkegel des Autos brachten nicht viel Helligkeit. Es war als würde die Dunkelheit, das Licht einfach verschlucken. Patrick fuhr langsamer. Das letzte, das er wollte war jetzt noch mit einem Baum zusammen zu stoßen. „Perfekt.“ Meinte Jenny. „Jetzt kommt auch noch Nebel auf. Wollen wir nicht lieber zurück fahren?“ Sie drehte sich um und entdeckte erschrocken, dass auch hinter ihnen eine Nebelbank erschienen war. Die Rücklichter und der Mond, verwandelten den Wald in der Heckscheibe zu einem Gruselkabinett. Sie meinte irgendwelche Schatten hin und her rennen zu sehen. Ein leichtes Zittern übermannte sie und sie drehte sich schnell wieder um. Ihr Atem ging schneller und sie griff nach Bibis Hand. Ihre beste Freundin hatte sie so bekniet heute mit ihr raus zu gehen. So langsam bereute sie ihre Entscheidung.

„Da – schaut, da ist eine Brücke und ein Wegweiser zur Party. Wir sind richtig.“ Meinte Patrick erleichtert. Der Nebel teilte sich vor ihnen und gab den Weg frei – es schien, als würde er ihnen die Richtung diktieren. Patrick betrachtete das ganze misstrauisch. Sagte aber nichts, um nicht noch mehr Panik zu verbreiten.

Endlich kamen sie bei einem Wendehammer an. Vor ihnen lag eine  Bowlingbahn. Sie war hell erleuchten und fetzige Musik drang zu ihnen. Das Auto wurde abgestellt und alle vier sprangen aus dem Auto wie ein Kastenteufel aus der Box. Bloß endlich Kontakt zu anderen.

Die Bowlingbahn schien aus den Fünfzigern zu stammen und war stark amerikanisch angehaucht. Die Menschen, die ein und ausgingen, waren in sehr kunstvoll und realistischen Kostümen gekleidet. Jenny bewunderte die Vielfalt. Es wirkte so echt. „Wahnsinn. Wer hat denn hier die Maske gemacht. Das ist ein Künstler, der eigentlich ins Filmbizz gehört.“

Alex sah die Gruppe als erstes. Mit dem Ellbogen schubste er seinen Freund an und die beiden gingen zu ihnen. „Hei, schön, dass ihr hier seid. Willkommen. Fühlt euch wie zu Hause. Die Getränke gehen aufs Haus. Da hinten ist das Buffet.“ „Geil.“ Patrick wartete nicht lange und stürzte gleich zur Bar.

Bibi hängte sich bei Peter an und folgte ihm. Jenny blieb verloren zurück. Sie schaute zu Alex und er kam zu ihr. „Hei, mein Name ist Alex. Wie kommst du zu dieser Truppe?“ „Wieso? Bibi, meine Freundin hat mich überredet.“ „Nur so, du scheinst nicht so dazu zu gehören. Irgendwie bist du anders.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Ach ist doch egal. Was willst du trinken?“ „Eine Bloody Mary.“ Grinste Jenny. „Gute Wahl. Warte hier.“

Jenny blickte sich um. Irgendwas war komisch an der Kulisse. Auf den Tischen standen kleine Snacks in Fingerform oder Augen. Also typisches Halloween-Fingerfood. Sie ging an einen der Tische und wollte sich gerade so einen Finger nehmen, als Alex wieder zurückkam. Er hielt ihren Arm fest, als sie gerade zugreifen wollte. „Ach besser nicht. Das ist schon alt und total knatschig.“ Sie blickte ihn fragend an und zuckte mit den Schultern. Er führte sie zu einer Bahn und sie bowlten. Ihre Begleitung hatte sie total vergessen.

Dann erscholl ein Gong. Sie erschrak und schaute auf Alex. Er seufzte. „Jetzt ist es leider soweit.“ „Was denn?“ Fragte Jenny. „Die Jagd.“ „Jagd, nach was?“ „Euch.“ Jenny kam sich etwas schwerfällig vor. „Uns?“ „Ja. Euch. Es wird Zeit nach draußen zu gehen.“ „Gehen.„ lallte sie und es wurde ihr schwindelig. „Was ist los mit mir? Mir ist so schwindelig.“ „Eine leichte Betäubung. Damit es nicht so weh tut.“ „Ich versteh kein Wort von dem was du erzählst.“ „Bleib hier. Ich hole dich gleich.“

Fortsetzung folgt.