Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 11.03.19-17.03.19

Trotz anstrengender Woche habe ich noch was veröffentlichen können. Aber ich muss zugeben, dass ich den Writing Friday schon vor diese Woche vorbereitet hatte.

Hier also meine Beiträge dieser Woche

Schreibeinladung für die Textwochen 12.13.19 | – Vielleicht – Meine eigene Wortspende

Writing Friday –Hab gar keinen Titel vergeben – ein verfallenes Haus im Moor.


Dann kommen wir zu den Themen für die nächsten Wochen


Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 7. April 2019. . können wir mit folgenden Worten spielen: Dieses mal ist es meine Wortspende.

Café (Duden)
verdorben
beißen.

Zum 31.3 wird es noch mal Extraetüden geben, wegen der ungeraden Wochenzahl.


Die Themen für Writing Friday im März

  • Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.
  • Du bist ein Papagei in deinem Käfig, berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Es war eine Nacht, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, zum ersten Mal sah man…” beginnt.
  • Du hast gerade einen Mord begannen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?
  • Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

Mach was…mit einem Award/Preis!‘ ist das Thema von  Die Pö und Herba. bis zum 24.03.


Und wieder gibt es eine neue Aktion, die ich Dank Wortmans Rebloggen entdeckt habe. Eine Aktion in der man sich kreativ austoben kann. Bild, Text, Musik – was einem einfällt. AnthoAlice – eine Blogparade

Bei Alice findet ihr mehr dazu


So, das war es erstmal von mir..Wir lesen wieder von einander.

Eine schöne Woche

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[abc.etüden]

Schreibeinladung für die Textwochen 12.13.19 | – Vielleicht

Nach dem Dauerregen von gestern und heute, scheint gerade die Sonne durch unser Fenster. Da wurde es doch mal Zeit einen kleinen Text für die Etüden zu schreiben. Vor allem weil es dieses mal meine eigenen Worte sind, die ich gespendet habe. Ich bin sehr gespannt auf die Texte sie eingehen und freue mich, sie dann durchzuklicken, sobald Christiane ihre tolle Zusammenfassung bereit hat.

Allerdings passt mein Text gar nicht so zu dem schönen Sonnenschein.

Hier also meine Worte für die kommenden zwei Wochen bis zum 7. April 2019. Zum 31.3 wird es noch mal Extraetüden geben.

Café (Duden)
verdorben
beißen.


Ich lag in einem versifften Bett in einem versifften Motel. Die Welt hatte sich verändert. Meine Welt hatte sich verändert. Gegenüber blinkte ein schiefhängendes Neonreklameschild eines Café. Ich setzte mich auf. Das Licht verursachte mir Kopfschmerzen. Vielleicht sollte ich rüber gehen und sehen, was es für Spezialitäten auf der Karte gab.

Ich blickte aus dem Fenster. Die Straßen waren wie leergefegt. Keine Menschenseele unterwegs. Nur hin und wieder war eine Ratte zu sehen. Sie waren riesig. Die Auswahl ihres Speiseplans hatte sich stark verändert. Sie hatten keine Angst mehr vor uns. Warum auch? Die meisten von uns waren jetzt ihre Nahrung. Ich ging zur Tür. Sollte ich dieses versiffte, aber sichere Zimmer verlassen? Noch war es nicht zu dunkel. Das bedeutete, es war noch nicht gefährlich. Gefährlich wurde es nur im Dunkeln. Dann kamen sie aus ihren Verstecken.

Ihre Seelen waren verdorben, wie das Essen in dem Café gegenüber. Ich konnte den Gestank durch die Ritzen des undichten Fensters riechen. Es war ekelerregend. Etwas huschte an dem Schaufenster, des kleinen Modelädchens vorbei. Es war schon zu spät. Ich musste bleiben. Wie lange würde ich bleiben müssen? Solange wie ich es ertrug? Oder länger? Wenn ich jetzt hinausgehen würde, würde ich sterben?

Würden sie mich beißen und ich würde wie sie werden? Ja, so war es immer. Die Welt hatte sich verändert – meine Welt. Aber sie drehte sich weiter. Egal was geschah, sie drehte sich weiter. Ich ging zurück zum Bett. Morgen wäre auch noch ein Tag. Morgen könnte ich zum Café gehen. Morgen könnte ich auch schauen, ob noch jemand außer mir lebte. Ich würde die Stadt verlassen. Vielleicht war nur diese hier durch den Fallout betroffen. Vielleicht töteten sich nur hier die Menschen gegenseitig und infizierten sich mit einem unbekannten Virus. Vielleicht. Vielleicht könnte sie leben.

297 Worte

 

Allgemein, writing friday

Writing Friday –

Freitag ist Schreibtag bei Writing Friday.

Eigentlich hatte ich ein anderes Bild im Kopf als ich die Vorgabe zur folgenden Aufgabe las. Aber wie es immer so ist, die Finger verselbständigen sich und es kommt dann was anderes heraus.

  • Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

Tief im Wald, kaum zu sehen, stand ein altes verfallenes Haus. Einst musste es gemütlich gewesen sein. Wenn man die Augen zukniff konnte man den Schatten des Vergangenen sehen. Ein kleines Holzhäuschen mit rubinroten Fensterläden und aus dem Schornstein stieg Rauch auf. Hielt man seine Nase in die Luft, konnte man den Geruch frisch gemahlener Kaffeebohnen riechen.

Kaum einer fand seinen Weg durch die nebelige Moorlandschaft noch zu dem verwunschenen Häuschen. Eine kleine Brücke führte zum ehemaligen Garten. Aber sie war schon tief im immer näherrückenden Moor versunken. Wenige Mutige wagten den Weg auf das Grundstück.

Schaffte einer den Übergang, kam er nicht mehr zurück. Immer wieder wären Menschen, vor allem junge Männer verschwunden. Aber keiner konnte es bezeugen, da nie jemand zurückkehrte.

Man sprach von Hexen. Von hübschen Frauen, die damals mit ihrer Mutter dort lebten. Sie lehnten sämtliche Heiratsanträge ab und verärgerten die nächstgelegene Dorfgemeinschaft. Der Ruf nach Hexen wurde immer lauter.

Es kam wie es kommen musste, der Mob rückte los um zu richten. Zu richten, was sich nicht anpasste und was ihnen Angst machte. Die Frauen mussten sterben. Sie gehörten nicht zu ihnen. Mit Fackeln und Heugabeln begaben sie sich auf Hexenjagd.

Unbeschwert tanzten die Mädchen in ihrem Garten und lachten ausgelassen. Kleine Lichtfunken umgaben sie. Wenn man genauer hinschaute, konnte man kleine fliegende Feen erkennen. Plötzlich verschwanden sie alle und die Mädchen standen erschrocken, gebannt und blickten ängstlich über die Brücke. Sie drängten sich aneinander. Die Mutter war ausgegangen um Kräuter zu sammeln. Die drei hübschen Mädchen waren alleine. Kein Schutz umgab das Grundstück. Es war nie notwendig gewesen. Nie waren sie angefeindet worden. Im Gegenteil. Die eine oder andere Tinktur wechselte hier den Besitzer.

Die Männer betraten die Brücke. Blind vor Wut und Hass, dass sie alle abgelehnt wurden, stürzten sie sich auf die jungen Mädchen und nach ihren furchtbaren Taten zündeten sie das Haus an. Der ein oder andere zweifelte an seiner Tat, als die Mädchen geschändet und ängstlich zusammengekauert nach ihrer Mutter riefen. Aber sie kam zu spät.

Von weitem konnte die Mutter den Rauch aus der Richtung ihres Hauses sehen. Schnell packte sie ihre Sachen zusammen und rannte. Ein ungutes Gefühl überkam sie. Um sie herum schwirrten die Bewohner des Waldes und hielten sie an schneller zu werden. Noch schneller, schneller. Dann stand sie vor den Trümmern ihres Lebens. Sie sah das angekohlte Haus. Die Tiere hatten das Feuer gelöscht um den Wald zu schützen. Aber keiner konnte die Mädchen schützen. Sie erkannte die verbrannten Körper ihrer Töchter. Ein Schrei löste sich. Ein Schrei tiefen Schmerzes.

Im Dorf, aus dem der Mob kam, erbebten die Häuser und die Kerzen erloschen. Die Feuer im Kamin gingen aus und eine eisige Kälte erhob sich. Die Bewohner hörten den qualvollen Schrei bis in die Niederungen. In ihren Träumen wurden sie von grauenvollen Fratzen verfolgt und ein ständiger Geruch verbrannten Fleisches verfolgte sie. Ein immerwährender Jammernder Ton lag über diesem Dorf. Ähnlich denen der verbrennenden Mädchen.

Ein dunkles Familiengeheimnis wurde offengelegt. Die Mutter war eine starke Hexe. Immer für das Gute da. Sie war immer auf der Flucht vor dem bösen Magier, dessen Frau sie war. In ihrer großen Not und dem tiefen Kummer wand sie sich an ihn um ihre Rache zu bekommen. Er übermittelte ihr sein gesamtes dunkles Wissen. Und sie wendete es an. Heute noch. Kommt ein Mann in die Nähe des Hauses sollte er nicht todesmutig die versunkene Brücke überqueren. Heute noch werden sie büßen für die Taten ihrer Ahnen.

ENDE

 

Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 04.03.19-10.03.19

So – und der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Noch heute und dann war es das. Ich hoffe heute noch bisschen schreiben zu können, denn wenn ich wieder arbeiten muss, kommt das wohl wieder zum erliegen. Oder wenigstens nahezu.

Hier meine Texte

#Writing Friday – Wohin mit der Leiche?

Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis Part 2

Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis


Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.


Die Themen für Writing Friday im März

  • Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.
  • Du bist ein Papagei in deinem Käfig, berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Es war eine Nacht, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, zum ersten Mal sah man…” beginnt.
  • Du hast gerade einen Mord begannen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?
  • Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

Simon (Caymon) hatte eine neue Schreibaktion geplant. Diese startet jetzt ab dem 06.03.19. Telling Pictures. Es gibt vier Bilder zu Auswahl und zu einem können wir eine Geschichte schreiben. Am 03.04.19 präsentieren wir dann unsere Geschichte auf dem Blog. Die Bilder sind schon inspirierend. Da bin ich sehr gespannt.


Mach was…mit einem Award/Preis!‘ ist das neue Thema von  Die Pö und Herba. bis zum 24.03.


Das Thema für die Schreibkicks zum 01.04.19 Im Spiegel


Noch eine kleine Inspiration, wenn ihr noch Luft habt…

Hab ich im Netz gefunden – ist zwar englisch aber ein Translator hilft


 

So und das war es auch schon wieder von mir.

Ich wünsche euch eine tolle Woche –

writing friday

#Writing Friday – Wohin mit der Leiche?

Ich hab es vermisst. Endlich hab ich mal wieder den Kopf frei um bisschen zu schreiben. Dank dem #Writing Friday hab ich auch genau das Richtige für mich entdeckt.

Mein Mann hat sich schon amüsiert. Er fragte mich, was ich denn da alles guckte und suchte. Und ich antwortete ihm – wie man eine Leiche entsorgt. Er war erstaunt. Sowas findet man? Ja – aber ich muss zugeben, dass es doch ein bisschen seltsam ist da nach zu suchen. Was ist, wenn einer meinen Browserverlauf hackt? Gut, dass ich eine Erklärung habe und die findet ihr jetzt im Anschluss.


Du hast gerade einen Mord begangen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?

 

Da stand ich nun. Und er lag direkt vor mir. Ich stippte ihn mit der Fußspitze an. Ja. Tot. Verdammt. Also nicht dass er tot war, das war mir eigentlich egal. Aber dass ich ihn getötet hatte, das war nicht so geplant. Ich war irgendwie nicht bereit, wegen dem Saftsack mein Leben im Knast zu verbringen. Also was tun? Wie wurde ich eine Leiche los? Loraine. Die würde es wissen. Sie war ein Krimi Fan. Ständig las sie einen oder sah im Fernsehen CSI und diese anderen. Und – sie war meine beste Freundin. Wofür hatte man beste Freunde, wenn nicht dafür eine Leiche zu entsorgen. Kaffee konnte ich auch mit beliebigen Arbeitskollegen trinken.

Marvin, das war mein Hund. Eine unbestimmte Promenadenmischung mit einem Goldkelchen, dass die Nachbarn regelmäßig verzückte. Sie riefen immer so Nettigkeiten, wenn er draußen bellte. Marvin schnüffelte von der anderen Seite der Scheunentür. Er wusste was. Ja Blut bedeutet Fresschen. Loraine, ja da war ja was. Ich ging zur Tür. Wollte gerade die Tür öffnen, als mich der Schlag traf. Ich triefte vor Blut. So konnte ich wohl kaum raus. Ich würde mir ja meine Wohnung versauen. Ne, ne. Ich sah mich um und war dankbar, dass ich eine so miese Hausfrau war. Die Wäsche hing ewig, bis ich sie mal wegräumte. Ich schnappte mir eine löchrige Jogginghose und ein passendes T-Shirt und ging zum Haus.

Im Haus war ich etwas orientierungslos. Wie sollte ich Loraine das erklären. Wohl kaum am Telefon. Ich erinnerte mich an den Lauschangriffskandal. Ich musste nur das Falsche sagen, schon würden sie hier einfallen. Hmhm. Ein Mädelsabend. Das wäre das einzig unauffällige. Also gut. Ich ging zum Telefon. Wo war eigentlich mein Handy? Egal. Es tutete. „Bitte sei zu Hause.“ Konnte man eigentlich schon abhören, bevor das Gespräch angenommen wurde? Ich nahm mir vor das mal zu googlen. Hätte ich mein Handy, könnte ich das während der Wartezeit machen. Wie oft hatte es denn jetzt schon getutet? Klack. „Hallo?“ hörte ich verschlafen. Wie spät war es denn? Oh je. Mitternacht. Da würde mir doch keiner einen Mädelsabend abnehmen. In meinem Hirn war das absolute Chaos. Was konnte mich bewegen so spät anzurufen? „Hallo, Maddie?“ „Hallo? Wer ist denn da?“ Lallte ich ins Telefon. „Mir ist so schlecht. Hallo, wer ist da?“ „Maddie? Bist du betrunken?“ „Loraine, warum hast du mich denn angerufen?“ „Du hast mich…ach vergiss es. Was ist denn los. Seit wann trinkst du denn alleine?“ „Ich bin so einsam Lora. Keiner liebt mich und ich werde alleine sterben.“ Ach war ich gut. „Soll ich vorbei kommen?“ „Jaaaaa.“ Schluchzte ich. „Bring Wein mit.“ „Na ich weiß nicht, ich glaube du hattest genug.“ „Neiiin. Bitte bring Wein mit.“ „Na gut. Ich bin gleich da.“ Wir legten auf und ich führte einen kleinen Tanz auf. Da würde doch keiner stutzig werden. Haha. Dann stoppte ich. Wie pietätlos von mir. Ich ging ins Wohnzimmer. Erst wollte ich mich in meinen Lieblingssessel setzen und einkuscheln. Aber ich wollte ihn nicht mich schlechten Erinnerungen verpesten. Ich drehte mich im Raum. Dort. Der Stuhl meiner Großmutter. Den hasste ich schon immer. Der konnte dann entsorgt werden.

Ein Schlüssel drehte sich im Schloss. Natürlich hatte ich meiner besten Freundin einen Schlüssel meines Hauses gegeben. Sie trat ein. „Maddie? Wo bist du? Ich hab Ginger Ale gegen die Übelkeit, Aspirin für die Kopfschmerzen, und für davor Wein und Kräcker. Und natürlich einen Meg Ryan Film.“ Ich huschte ihr entgegen und zog sie rein. Schnell schloss ich die Tür. Dann umarmte ich sie fest und führte sie ins Wohnzimmer. „Na du hast dich aber schnell erholt.“ „Ich musste dich doch irgendwie unauffällig herlocken.“ „Ja, natürlich. Und wieso?“ Ich setzte sie ins Bild und sie setzte sich auf Großmutters Stuhl.

Nach der Flasche Wein und einer weiteren Halben, begaben wir uns in die Scheune. Marvin stand immer noch davor und begrüßte uns schwanzwedelnd. Ein so braver Hund. Jetzt standen wir also vor dem Toten. Loraine hatte die Hände in die Hüfte gestemmt und schaute sich in meiner Scheune um. „So, so. Ein Toter. Also so was. Ich muss zugeben. Liebeskummer wäre mir jetzt doch irgendwie lieber.“ Ich nickte. „Wie ist das noch mal passiert? Wer ist das?“ „Mein Barista.“ „Dein Barista. Ja klar. Warum nicht? Hat dir der Kaffee nicht geschmeckt? Oder, Gott bewahre, wollte er dir echten Kaffee ohne chemische Zusätze anbieten?“ Ich schubste sie und musste lachen. „Nein, er hat mich nach einem Date gefragt und eigentlich ist er ja ganz süß.“ „Aber? Wieso ist er denn dann jetzt tot?“ „Ein Unfall?“ „Fragst du mich das? Wenn es ein Unfall wäre, hättest du ja wohl die Polizei holen können. Und das Brecheisen in seinem Kopf, ich weiß nicht – wie soll er denn da drauf gefallen sein.“ „Ungeschickt nicht wahr?“ Loraine stampfte mit dem Fuß auf und musste gleichzeitig ihre Balance aufrecht halten. „Alscho.“ „Ähm, Also, was ist passiert?“ „Er ist dämlich.“ „Das sind so einige, deswegen laufe ich aber nicht rum und töte sie alle. Würde ich gerne – aber das ist ja doch bisschen anstrengend.“ „Wir haben uns einfach hoch geschaukelt. Jetzt habe ich meinen Barista verloren. Sein Kaffee war wirklich gut.“ „Ja, das sollte dein kleinstes Problem sein. Okay. Ich weiß, dass du Rechthaberisch bist. Das ist natürlich beim ersten Date kontra. Aber töten – das ist doch bisschen überreagiert.“ „Ich hatte einen schlechten Tag im Büro.“ Loraine rollte mit den Augen. Da fiel ihr nichts mehr ein. „Egal wir müssen ihn loswerden Schon einen Plan?“ „Ich – dafür hab ich doch dich geholt. Du bist doch die Krimiexpertin.“

Loraine öffnete die Scheunentür. Marvin kam herein und blickte sich um. Seine Nase erfasste die Situation und Loraine ging ein Stück beiseite um ihm den Blick frei zu machen. „Lora, was machst du, denn?“ „Schätzchen, du hast Recht, ich bin die Expertin und ich kann dir sagen. Die meisten Fehler passieren beim Entsorgen der Leiche. Eine Tonne hast du nicht – also können wir ihn nicht auflösen. Wo sollen wir auch so viel Bleiche her bekommen? Ne, ne. Auffressen – das ist das einzige. Und ein Hund, der frisst alles was geht. Es werden nur noch wenig Knochen übrig bleiben. Und wenn du die in einen Müllsack packst und zur Verwertung fährst – mit Fahrrad bitte. Wird da nie was raus kommen. Es weiß ja keiner von euch, oder“ „Ne, ich wollte erst mal nur schauen, was er so für ein Typ ist.“ Loraine nickte zustimmend.

„Aber Marvin wird ja ewig für ihn brauchen.“ „Wolltest du nicht immer einen zweiten Hund?“ „Ne eigentlich nicht. Aber – im Hundepark hat mich ein netter Mann angesprochen – sehr süßer Kerl. Er will paar Tage mit seinen Freunden wegfahren und hat noch keine Unterkunft für den Hund.“ „Perfekt. Wir können ihn jetzt nicht zerkleinern, das macht zu viel Krach. Morgen werden wir ihn bisschen zersägen, und ihn in die Truhe verfrachten. Marvin hat dann leckeres Essen und du bist deine Leiche los.“ „Du bist genial.“ „Ich weiß.“  Lachend gingen wir ins Haus. Marvin ließen wir schon bisschen knabbern. Der restliche Wein und die Kräcker landeten auf dem Tisch. Der Meg Ryan Film wurde eingelegt und der Abend entspannt ausklingen gelassen. So wurde es doch noch ein netter Mädelsabend.

ENDE

[abc.etüden]

Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis Part 2

Ich habe es ja schon angekündigt….es wird eine Fortsetzung geben. Ich dachte es dauert länger, aber es hat mich einfach gekribbelt….hier ist schon das Ergebnis…

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.

Die Wortspende kommt dieses mal von Natalie und ihrem Blog, dem Fundevogelnest.

HIER ist der Einstieg.


Anton hinkte leicht. Das Leben als Zombiekatze hatte ihre Spuren hinterlassen. Aber er war rehabilitiert. Leider hatte seine Herrin ihn gefunden und er blieb. Wo hätte er auch hingehen können. Einmal auf der dunklen Seite, war es schier unmöglich einen Weg heraus zu finden. Und warum auch? Es ging ihm jetzt gut. Der Nieselregen hatte kleine Tropfen auf seinem Fell hinterlassen, die wie Diamanten glitzerten. Eddie, der neueste Gast war eingetroffen. Eddie war ein hohes Tier. Es waren immer hohe Tier, die ihre Seele verkauften und dann jammerten, dass sie den Preis zahlen sollten. Aber Eddie war noch nützlich, deswegen würde er nur eine Einweisung bekommen. Anton schlüpfte durch die Tür und wartete, dass Eddie folgte. Er sprang auf das weiche Bett und kringelte sich zusammen. Die Neuen waren immer froh, wenn Anton bei ihnen blieb und er kassierte einige Streicheleinheiten. Schließlich hatte er einige Zeit darauf verzichten müssen. Warum diese Männer und Frauen in hohen Positionen? Es war Zeit, die Menschheit war reif. Sein Eintreffen würde nicht mehr allzu lange dauern. Er hatte viel Geduld gezeigt. Jahrtausende musste er warten bis die Menschen sich von Gott abwandten. Die moderne Kommunikation erleichterte die ganze Sache. Der Sittenverfall wurde immer weiter getrieben. Sodom und Gomorra auf höchstem Stand. Und das vor aller Nasen. Jetzt wurden immer mehr rekrutiert und in die Regierung gesetzt. Die Politiker als Satans Schergen. Es war die richtige Zeit die Weltherrschaft zu übernehmen. Aber Satan würde sich irren – denn das Jüngste Gericht stand bevor und Anton hoffte, dass wenigstens er es überleben würde. Er war doch nur ein kleiner unschuldiger Kater.

264/300

[abc.etüden]

Etüden 10/11.19 – Alles hat seinen Preis

Ach ich hab Urlaub und schon habe ich auch wieder Lust was zu schreiben. Allerdings bin ich etwas ins Strudeln gekommen. Das wird eine Fortsetzung geben. Mal sehen, ob ich es noch mit den gleichen Worten mache – aber das passt irgendwie nicht…Mal sehen. Aber wir treffen auf einen alten Freund. Er ist Rehabilitiert – aber wenn ein Gehilfe frei ist, braucht man einen anderen, oder?

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.

Die Wortspende kommt dieses mal von Natalie und ihrem Blog, dem Fundevogelnest.

 

Leichter Nieselregen versperrte ihm die Sicht. Wie hatte er sich so irren können? Verzweifelt versuchte er auf seinem Handy das Navi zu aktivieren. Seine Finger waren durch die Kälte gefühllos. Die Nässe verhinderte, dass er das Handy entsperren konnte. Verzweifelt versuchte er die Oberfläche trocken zu reiben. „Ich brauche einen Unterstand, so wird das nichts, du Idiot. Wie konntest du aber auch dieser Verführung nicht widerstehen. Es ist immer dasselbe mit dir. Da läuft eine hübsche Frau mit weich wiegenden Hüften an dir vorbei und dein Gehirn schaltet sich einfach ab. Und jetzt stecke ich im Schlamassel. Irgendwo im Nirgendwo. Und ein Netz habe ich natürlich auch nicht. Wie soll es anders sein. Ich muss mal zu einer Therapie. Oder einer Selbsthilfegruppe. Das mit dem Leben auf der Überholspur muss aufhören, vor allem weil mich das Leben überholt und ich kann es nicht mehr einfangen.“ Hektisch versuchte er erneut das Handy zu entsperren. Es gelang. Aber er konnte kein Funksignal finden. Hinter ihm zogen sich die Schatten zusammen. Ein eisiger Wind streifte seine Wange. Eine Gänsehaut überzog seinen Arm mit dem er das Handy nach oben hielt. Kein Lichtstrahl durchbrach das Dunkel um ihn herum. Ein flüstern ließ ihn den Atem anhalten. Hatte jemand seinen Namen gerufen? „H-hallo?“ Stotterte er ängstlich. „Eddie.“ Hauchte es in sein Ohr. Er drehte sich erschrocken um. Eine Frau stand vor ihm. Ganz in schwarz gekleidet mit einem schwarzen Kater auf dem Arm. „Hallo Eddie, willkommen in meiner Welt. Du hast viel Erfolg in deinem Leben gehabt. Aber du weißt, man bekommt nichts geschenkt. Es wird Zeit deine Schuld zu begleichen. Anton, mein Liebster. Führe unseren Gast doch in sein Zimmer. Wir werden uns später mit ihm beschäftigen.“ Schnurrend wickelte der Kater sich um seine Beine und er folgte ihm verängstigt.

296/300

to be continued …

Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 25.02.19-03.03.19

 

Ich habe diese Woche Urlaub und habe mir fest vorgenommen meine Muse aus ihrem Winterschlaf zu wecken. Schliesslich hatten wir schon die ersten Frühlingsboten mit Schneeglöckchen und Krokussen. Und die Sonne hat uns auch schon verwöhnt. Es wird Zeit, dass sie endlich mal aufwacht. Sie fehlt mir.

Eigentlich hätte man mal eine Geschichte zum Fasching schreiben können. Das wäre schon interessant, bestimmt.

Eine Geschichte meiner Lieblings-WG kann ich euch präsentieren.

Schreibkicks – Die Welt bei Nacht mit einem Hausschuh.


Und wieder schauen wir auf die Inspirationen.


Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Nieselregen
weich
irren.


Die Themen für Writing Friday im März

  • Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.
  • Du bist ein Papagei in deinem Käfig, berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Es war eine Nacht, wie es sie noch nie zuvor gegeben hatte, zum ersten Mal sah man…” beginnt.
  • Du hast gerade einen Mord begannen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?
  • Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

Simon (Caymon) hatte eine neue Schreibaktion geplant. Diese startet jetzt ab dem 06.03.19. Telling Pictures. Es gibt vier Bilder zu Auswahl und zu einem können wir eine Geschichte schreiben. Am 03.04.19 präsentieren wir dann unsere Geschichte auf dem Blog. Die Bilder sind schon inspirierend. Da bin ich sehr gespannt.


Mach was…mit einem Award/Preis!‘ ist das neue Thema von  Die Pö und Herba. bis zum 24.03.


So – das war es wieder mal von mir, für diese Woche – ich wünsche euch viel kreative Inputs.

Schreibkicks

Schreibkicks – Die Welt bei Nacht mit einem Hausschuh.

Hallo ihr Lieben. Es ist der erste und das bedeutet Schreibkicks-Zeit und Zeit meine Freunde zu besuchen.

Mit dabei sind diesen Monat.

Zum Auffrischen, der Erinnerung. Lissie hat von ihrer Urgrosstante ein Haus geerbt und ihre seltsamen Bewohner. Ich nutze die Schreibkicks für Geschichten rund um die Truppe. Solange sie mir noch Ideen bringen, werdet ihr sie einmal im Monat besuchen können.

 

Hier also Die Welt bei Nacht mit unseren neuen Freunden


Es war dunkel…ich hatte Hunger. Das kam eigentlich nicht so oft vor, ich war eigentlich keine Nachtnascherin. Aber seit ich in diesem seltsamen Haus wohnte, das mir meine Urgroßtante Ernestine vererbt hatte, spielte mein Stoffwechsel verrückt. Was natürlich daran liegen könnte, dass die seltsamen Bewohner zu den seltsamsten Zeiten meiner bedürften. Ich liebte die Dunkelheit – eigentlich. Aber dieses Haus im Dunkeln, das war wirklich verdammt unheimlich.

„Flapp, Flapp, Flapp.“ Ich blieb erstarrt stehen? Was war das denn für ein seltsames Geräusch. Ich drückte mich in die Ecke und versuchte den Atem anzuhalten. Was natürlich nicht gelang, ich war ja lebendig, im Gegensatz zu so manchen Bewohner hier. „Flapp, Flapp, Flapp.“ „Pscht, musst du so einen Krach machen? Du weckst Lissie noch auf. Sie brauch doch auch mal schlaf. Und du, als ihr bester Freund solltest das besonders im Auge haben.“ „Ja was soll ich denn machen, sie hat mich doch in diese Form gepresst. Glaubst du es ist angenehm, als Krake hier durch die Nacht zu schlappen? Mit Beinen wäre das ganze viel einfacher.“ „Ja, ja schon gut. Beschwer dich bei Lissie. Sie mochte dich halt so. Ich verstehe zwar auch nicht wieso. Mit einer Krake kann man doch gar nicht knuddeln.“ „Was weißt du denn? Du bist ein Geist.“ „Hei, ich war nicht immer ein Geist.“ Schniefte Amelia. „Ach entschuldige. Aber du nervst. Ständig hängst du an mir wie eine Klette. Ich bin Lissies Nicht-Mehr-Imaginärer-Freund.“ „Ich will auch einen. Ihr seid so cool. Wo ist eigentlich Waldemar?“ „Na bei Richard, wo er hin gehört. Ich sollte auch bei Lissie sein, statt hier mit dir heimlich durch die Dunkelheit zu flappen.“

Ich atmete aus, um im gleichen Moment meine Hand vor den Mund zu schlagen. Hoffentlich hatten sie mich nicht gehört.

„Was war das?“ „Hm? Was denn?“ Meinte Amelia. Sie schwebte tanzend durch die Gegend. Man musste sie einfach mögen. Sie war eine wahre Frohnatur. Aber was hatten sie nur vor? Es konnte nichts Gutes sein. Ich befürchtete einen Zauber, oder, und davon ging ich sogar noch eher aus – etwas um mich zu erschrecken. Das wäre so Amelias Ding. Sie liebte es einfach zu erschrecken. Was sie am liebsten machte, wenn ich aus der Dusche kam.

„Ach nichts.“ Antwortete Leon. Mein Leon, mein bester Freund. Er würde mich doch nicht erschrecken? Sie bewegten sich in Richtung des Dachbodens. Die Aufräumarbeiten im Haus gingen recht gut voran. Nach dem ich mal auf den Tisch gehauen hatte und jedem eine Aufgabe zugeteilt hatte. Sogar Dracula, der ewige Miesepeter, musste sich nützlich machen. Er hatte die Aufgabe, die Fledermäuse unter dem Dachfirst zu bitten, ihre Exkremente doch bitte außerhalb des Hauses zu verteilen. Guano war zwar ein guter Dünger, aber ich brauchte das stinkende Zeug nicht unter dem Dach. Nicht nur, dass es stank – es hatten sich auch so einige Käfer darin heimelig eingerichtet.

Und ich meine wirklich eingerichtet. Denkt dran, dieses Haus ist magisch angehaucht – eingetaucht, wohl eher. Wenn man also die obere Schicht des Guanos abtrug, konnte man kleine Höhlen sehen. Ihr könnt mir glauben, als ich eine Käferdame mit ihrem Käferherren im, sagen wir mal, Ehebett erwischte, vermied ich das. Was die mich beschimpft haben. Was nicht so schlimm war – schlimm war, dass ich sie verstanden habe. Ganz ehrlich – manchmal glaubte ich wirklich ich müsste doch mal auf die Couch.

Gab es eigentlich Psychiater für Hausbesitzer mit besonderen Bewohnern? Das müsste ich mal googlen. Wäre wohl mal eine Marktlücke. An mir könnten sie schon gut verdienen. Und an meinen Bewohnern bestimmt auch. So manch einer hatte echt eine Macke.

Minerva – unsere liebliche Haushexe. Sie hatte manchmal echte Diven-Angewohnheiten. Da war einfach nichts gut genug. Dann sollte man ihrem Zauberstab besser aus dem Weg gehen.

Ihr könnt es also erraten. Minerva war für die Dekoration zuständig.

Morphi unsere Mumie, hatte noch keine so richtige Aufgabe gefunden. Ich war schon glücklich, wenn man nicht ständig Mullbinden und Staub von ihm fand. Er hatte so ein kleines Problem mit Auflösung. Minerva konnte es immer wieder Rückgängig machen, aber es machte Heidenarbeit. Und in die Nähe des Staubsaugers traute er sich nicht. Er hatte Angst irgendwann mal unachtsam zu sein und sich selbst aufzusaugen.

Amelia hatte ja schon ihren Auftritt. Sie war unser Geist. Sie half mir beim Putzen. Sie kam so toll an die Ecken in die ich nicht gelangen konnte. Eigentlich wollte sie die Deko übernehmen und war etwas angesäuert auf mich. Sie hatte auch ein Gespür für Gestaltung. Ich würde einen Kompromiss schließen müssen. Sonst würde es irgendwann mal zu einem kleinen Zickenkrieg kommen.

Frank war unser grandioser Koch. Seit ich hier wohnte, wagte ich mich nicht mehr auf die Waage. Er war ein grober Virtuose in der Küche.

Und Richard – ja er war unser Hausverwalter und wie ich ein Mensch. Wie hatte ihn die Tante genannt. Adrett. Er war die Seele und wirklich adrett. Ich mochte ihn und war so dankbar, dass er mich unterstütze und ich lernte so viel von ihm, er war schon lange hier. Wie lange eigentlich? Ich musste ihn mal fragen.

Unsere neuesten Mitglieder waren Keya – unsere Baumnymphe, Waldemar – Richards imaginärer Freund und Leon – mein imaginärer Freund. Und was hatte besagter nun vor?

„Flapp, Flapp, Flapp.“ Das Geräusch wurde leiser. Die beiden waren jetzt schon auf dem Dachboden. Ich folgte ihnen leise. Zum Glück hatte ich meine Plüschhausschuhe in Einhorn Design – lacht nicht – die sind echt total putzig und fluffig – an. Es war schon ziemlich kalt in diesem Haus. Sie dämpften meine Schritte. So konnte ich ihnen weiterhin folgen.

„Pass doch auf.“ Fluchte Amelia „Fast wärst du auf die Tröte getreten. Lissie muss echt hier mal langsam Ordnung machen. Das ist ja echt so unordentlich hier und schmutzig.“ Ich stemmte meine Hände in die Hüften. Der würde ich was erzählen. Schon wollte ich losstürmen, aber ich war doch zu neugierig, was hier los war. Ich kniete auf der Treppenstufe. Die war verdammt hart. Wo waren die Zeiten in denen mir sowas nichts ausgemacht hatte? Pst….da waren die anderen. Was?

„Da seid ihr ja. Man kann von Glück sagen, dass Lissie so einen festen Schlaf hat. Man kann euch ja durch das ganze Haus hören. Also wirklich. Wie soll man denn hier was Geheimes aufziehen? Hä?“ Fauchte Minerva. Morphi nickte, nicht ohne eine Staubwolke zu hinterlassen. „Wie geht es denn jetzt weiter, mal?“ Blaffte Dracula. „Ich bekomme langsam Hunger und bald wird es hell.“ „Hell, wir haben Mitternacht. Also stell dich nicht so an. Gott bist du ein Brummbär.“ „Das verbiete ich mir. Ich bin viel zu elegant um mit einem Bären verglichen zu werden.“ Amelia schüttelte ihre Locken und fuhr einfach durch ihn hindurch. Er sprang erschrocken zur Seite. Das war ein ekelhaftes Gefühl. Mit mir machte sie das auch immer. Als würde jemand einen Eisbeutel durch einen ziehen und gleichzeitig die Luft aus einem heraus lassen.

„Kommt jetzt. Ich brauche meinen Schlaf. Lasst uns einen Kreis bilden. Die Tür ist verschlossen. Aber nur mit Magie kann man sie öffnen. Dafür brauche ich eure mentalen Kräfte, die muss ich anzapfen.“  „Das gefällt mir echt so gar nicht. Ich will nicht, dass du von mir zapfst. Wenn dann mache ich das. Von zarten Jungfrauen. So einen kleinen Tropfen ihres lieblichen Blutes.“ Ein heftiger Schubser von Frank holte Dracula wieder zurück. „Hei. Ja ist gut, mach endlich.“ Die Luft fing an zu wabern. Es war wie wenn man eine Szene durch einen Wasserfall beobachtete. Man konnte nur noch Schemen erkennen. Minerva war vertieft in ein unverständliches Gemurmel. Die Wände lösten sich auf. Formierten sich neu, lösten sich auf und bauten sich wieder zusammen. Der Dachboden hatte sich verändert. Er war noch unordentlicher. Denn das Umgebaue, hatte die Sachen noch mehr durcheinander geworfen. Na danke. Dann sah ich es. Eine Tür.

„Da – da ist sie. Ich wusste es. Ich hatte sie gespürt. Das ist die Tür.“ Sie lachten alle und Frank sprang hoch. Ein dumpfer Plumpser ließ den Boden erzittern. „Frank! Du bist zu laut.“ Mich hielt jetzt nichts mehr. Ich stieg weiter hoch und stand in der Tür. „Was ist denn hier los?“. Innerlich musste ich lachen. Ich hatte sie so kalt erwischt. Ein einheitliches Zucken ging durch die Gruppe. „Äh. Lissie? Haben wir dich geweckt?“ „Nein.“ Hinter mir kam ein Geräusch. „Aber mich.“ Richard stand ganz nah hinter mir und strahlte die Wärme eines gerade aufgewachten aus. Er roch gut. Ich drehte mich zu ihm. Seine Haare waren total verwurschtelt. Das stand ihm gut.

Er sah mich an. „Lissie?“ „Ich weiß von nichts. Ich wollte nur was essen, da hab ich die Geheimniskrämer erwischt, wie sie den Dachboden umgestalteten und eine Tür herbei zauberten.“ „Die haben wir nicht hergezaubert. Die war magisch versteckt. Ich habe sie nur gespürt und denke ich weiß was sie bedeutet. Es sollte eine Überraschung für dich sein. Ich weiß doch, wie sehr du reisen möchtest. Das ist unser Geschenk für dich. „ „Eine Tür?“ „Ach je, sie ist auch noch schwer von Kapee. Natürlich nicht die Tür, sondern das was du dahinter sehen kannst.“

Ich ging zu ihnen und wollte die Tür öffnen. „Halt.“Minerva´s Hand schloss sich um meine. „Es wird etwas seltsam werden. Diese Tür öffnet sich nur einmal im Monat. Immer zum ersten des Monats. Du kannst immer reisen, wohin du willst. Es gibt nur einen Nachteil. Es wird immer dunkel sein. Die Welt bei Nacht.“ Ich blickte sie verdutzt an. „Die Welt bei Nacht. Okay. Da gibt es Mittel, oder Zauber, die mir die Möglichkeit geben zu sehen, oder?“ „Da gibt man den kleinen Finger und sie reist den ganzen Arm aus.“ Seufzte Minerva. „Ja ich kann da was zaubern. Und noch was. Diese Hausschuhe, die wirst du brauchen.“ Ich blickte auf meine Füße und wackelte mit den Zehen. „Ihr braucht euch nicht lustig zu machen. Sie sind wirklich schön warm und bequem.“ Minerva rollte die Augen. „Ach Kindchen. Nein, das wird dein Transportmittel sein.“ „Meine Hausschuhe?“ „Die Einhörner.“ „Ach, ja klar. Die Einhörner. Warum bin ich denn da nicht selbst drauf gekommen. Netter Versuch,  Leute. Ich hol mir jetzt einen Snack und verkriech mich wieder ins Bett. Lachen werde ich dann morgen.“ Da riss Dracula die Tür auf und schupste mich durch. Und ich fiel. „Aahhhhhhh – Hiiiilfeee“ „Ich konnte ihre Schwerfälligkeit nicht mehr ertragen. Entschuldigen kann ich mich ja, sollte sie zurückkommen.“ Ein Nicken ging durch die Runde. Keiner sorgte sich um mich.

Ich befand mich im freien Fall und würde entweder gleich sehr unsanft aufkommen oder ewig schweben. Ich trudelte und merkte auf einmal ein Zucken an meinen Füssen. Ich wurde unsanft durchgeschüttelt und aufgefangen. Mein Blick wurde schärfer – ich konnte sehen und sah – Ein Einhorn. Ich saß auf einem Einhorn, das tatsächlich aussah wir mein Hausschuh. Dieses Verrückte Haus.

„Hallo Lissie. Schön dich auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Ich bin dein Reisebegleiter. Du hast mir keinen Namen gegeben. Wie willst du mich nennen?“ „Öh – Ich weiß nicht – Littlerock.“ „Eigenartiger Name – aber ok. Damit kann ich leben. Also wohin willst du als erstes fliegen?“ Fliegen – ich konnte es nicht glauben. Ich flog durch die dunkle Nacht um die Welt zu erkunden. Ach ich war glücklich. „Kann ich eigentlich auch durch die Zeit reisen?“ „Das geht auch.“ „Ich werde verrückt. Äh – dann will ich heute erst mal einen Zeitsprung in die Vergangenheit machen und hier landen – sagen wir vor fünfzig Jahren. Ich würde gerne die Anfänge dieses verrückten Haufens erleben.“ „Alles klar – halt dich fest. Tische hochklappen und anschnallen – wir reisen in das Jahr 1969. Ankunft: Jetzt.“ Ein Ploppen erklang und es fühlte sich an, als würde ich aus einer Erbsenpistole geschossen. Was würde ich sehen? Ich war so neugierig.

ENDE

 

Bisher erschienen:

  1. Schreibkicks – die vererbte Zeitkapsel
  2. Schreibkicks – Weihnachstspezial – Die Sache mit dem Rentier
  3. Mach was…mit einer Festtags-Leckerei
  4. Schreibkicks – Märchen der guten Vorsätze
  5. Schreibkicks – Rückkehr der Freunde
Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 18.02.19-24.02.19

Eine sonnige, aber etwas unkreative Woche ging vorüber…einen Beitrag habe ich veröffentlicht….

#Writing Friday – Der Alptraum

Gucken wir noch schnell war wir nächste Woche so zum Schreiben haben

Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 03. März 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Lesezeichen
altersschwach
hüpfen.


Die Themen für Writing Friday kommt in der laufenden Woche.


Bei Annie habe ich noch ein offenes.

Was hast du heute vor zehn Jahren gemacht?Was ist bisher aufregendes passiert? Hat sich alles so entwickelt, wie du es dir vorgestellt hast?


Das Thema für die Schreibkicks zum 01.03.19 Die Welt bei Nacht


 

Ich wünsche euch eine tolle Woche