Wochenrückblick

Wochenrückblick 06.08.18-12.08.18

Hallo Liebe Schreiberlinge.

Wieder neigt sich eine Woche dem Ende zu und ich bin nicht weit gekommen. Aber ich konnte dem

Etüdensommerpausenintermezzo eine Geschichte über Freiheit, Trotz und Hoffnung entlocken.

Die Worte von Christiane  gelten noch diese Woche, dann kommen neue zur Auswahl.


Writing Friday

Die Themen für den August.

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Luna war so verliebt aber niemand hätte damit gerechnet, dass…“ beginnt.
  • Beschreibe einen Tag im Leben einer Plastikflasche.
  • Schreibe eine Geschichte zu folgender Situation; Du betrittst einen schummrigen, alten Laden und kaufst …(Platz für eigene Idee)… dafür wirst du dann aber verfolgt.
  • Schreibe eine Danksagung an dein Bücherregal.
  • Du bist Paartherapeutin, erzähle von einer Sitzung.

Mehr Aktionen sind mir diese Wochen nicht durch den Blog gehuscht. Ich wünsche euch viel Kreative Ideen.

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[abc.etüden]

10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo

Die Etüden gehen in die Sommerpause – aber sie werden gut vertreten durch das Etüdensommerpausenintermezzo.

Hier die Wortliste

Die Wörter, die es auf die Liste geschafft haben, lauten in alphabetischer Reihenfolge:

Ablenkungsmanöver
Baggersee
Biedermeierschränkchen
Federkleid
Firlefanz
Fischkonservenfabrik
Fußfessel
Kirchturmspitze
Liebe
Luxusproblem
Ohrring
Räumungsklage
Sachertorte
Tanztee
Unterwasserkönig

 

10 von 15 Worten in einen Text einbauen, egal wie lang und auch sonst frei Schnauze. Nur zwei Bedingungen gibt es:

1. Ihr sucht euch aus der folgenden Liste (mindestens) 10 Wörteraus (mehr geht immer), und baut die ein.
2. Ihr integriert eine Gedichtzeile (und/)oder eine Textzeile aus einem Lied in euren Text. Bitte bedenkt, dass das Urheberrecht verbietet, aktuelle Texte/Gedichte in voller Länge zu zitieren, daher beschränke ich den Aufruf auf maximal eine Zeile….Oder aber nehmt ein Gedicht, dessen Urheber länger als 70 Jahre tot ist…


Schon immer wollte sie ein Federkleid besitzen. Aber ihr Vater hielt das für Firlefanz. Ein Mädchen aus einer Arbeiterfamilie, würde so einen Mumpitz nicht brauchen – nur einen guten Ehemann und Arbeit. Er war schon froh, dass er für diesen Monat die Räumungsklage abwenden konnte, da kam sie mit solchen Wünschen. Ein Fummel für reiche Dirnen. So etwas würde seine Tochter niemals tragen. Eher würde er ihr eine Fußfessel mit langer Kette verpassen, bevor sie so aufgedonnert das Haus verlassen würde. Arnika war verzweifelt. Sie sah ihr Leben an sich vorbei rauschen. Ihre Zukunft lag in der Fischkonservenfabrik. Ihre gesamte Familie arbeitete dort und sie sollte die nächsten Tage auch dort anfangen. Vielleicht könnte sie ja dort Karriere machen? Oder vielleicht würde ja auch der  Fabriksohn auf sie aufmerksam werden und sie da herausholen? Das konnte doch nicht ihre Zukunft sein, oder doch? Warum nicht? Das war das Leben so vieler Menschen, die jeden Monat Rechnungen zahlen mussten. Alles wurde immer teurer.

Sie sah traurig in ihrem Biedermeierschränkchen, ein Erbe ihrer Großmutter. An dessen innere Tür hatte sie das gewünschte Kleid gehängt. Sie wusste, dass sie es nie besitzen würde. Eigentlich wollte sie es auch nicht – sie wollte nur ihren Vater etwas provozieren.  Arnika drehte sich zum Fenster und blickte auf die Kirchturmspitze. Während sie herausschaute, dachte sie an den Tag am Baggersee. Sie liebte das Wasser. Wenn sie tief tauchte kamen ihr alle Dinge, die sie belasteten wie Luxusprobleme vor. Wie einfach konnte es ohne den Alltag und dessen Schatten sein. Nur die Liebe fehlte ihr noch zu ihrem Glück. Sie erinnerte sich an ihr Tauchen – sie hatte die Augen geöffnet und es war einfach nur grau, schlammig und hässlich. Wie schön müsste das Meer sein. Die Farben, die Fische. Sie musste ans Meer. Ins Meer. Egal wie. Sie saß in ihrem Kämmerchen, dachte darüber nach, einen Plan für die Flucht zu schmieden. Hier bleiben war keine Option. Sie brauchte ein gutes Ablenkungsmanöver um zu entkommen. Sie würde sich nicht dem allgemeinen Druck unterwerfen. Sie wollte keine Arbeitsdrohne werden. Sie würde gehen und ihr Leben genießen. Dafür würde sie ans Meer gehen um den Unterwasserkönig zu finden, von dem sie schon so oft geträumt hatte. Er war gefährlich und böse, aber in ihren Träumen hatte sie auch seine Güte gespürt – sie musste ihn finden. Sie wollte gemeinsam mit ihm die Unterwasserwelt regieren. Auf den Wellen reiten, mit Delfinen schwimmen und Haien kämpfen. Ja, das würde sie. Sie würde Leben und schwimmen. Lebend durch ihre Zukunft schwimmen. Während sie ihre Pläne schmiedete kam ihr ein Gedicht in den Sinn, das sie von ihrem Großvater gehört hatte.

Das Meer

Grüß‘ mir das Meer,
Silberne Wellen
Rauschen und schwellen,
Schön ist das Meer!

Grüß‘ mir das Meer,
Golden es schäumt‘,
Ob es auch träumet?
Tief ist das Meer.

Grüß‘ mir das Meer,
Glücklich es scheinet
Ströme es weinet,
Groß ist das Meer.

Friederike Kempner (1836-1901)(Quelle)

Wochenrückblick

Wochenrückblick 30.07.18-05.08.18

Schreibtechnisch geht es immer noch nicht besser – mir fällt es ziemlich schwer was zu Papier zu bringen. Aber einen Text habe ich doch geschafft.

Schreibkick #56 – Kalter Kaffee – Willkommen zur Monstersafari


Kommen wir zu den neuen Themen

Schaut bei Christiane vorbei – das 10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo – die angegebenen Worte laufen noch für die kommende Woche und ich habe schon paar schöne Texte gesehen.


Writing Friday

Auch hier gibt es neue Themen für den August.

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Luna war so verliebt aber niemand hätte damit gerechnet, dass…“ beginnt.
  • Beschreibe einen Tag im Leben einer Plastikflasche.
  • Schreibe eine Geschichte zu folgender Situation; Du betrittst einen schummrigen, alten Laden und kaufst …(Platz für eigene Idee)… dafür wirst du dann aber verfolgt.
  • Schreibe eine Danksagung an dein Bücherregal.
  • Du bist Paartherapeutin, erzähle von einer Sitzung.

Schreibkicks Das Thema für den 01.09.2018 ist: warme Limonade

 

Das Achte Wort von Projekt TXT ist auch draussen Hundstage – passend zu den Temperaturen.


Das war es wieder von mir – ich wünsche euch paar erträgliche Tage – nächste Woche soll es bisschen kühler werden, dann rauchen die Köpfe auch nicht mehr so.

Schreibkicks

Schreibkick #56 – Kalter Kaffee – Willkommen zur Monstersafari

Dieses Mal habe ich es nicht so pünktlich geschafft zum 1. Das Thema der Schreibkicks war:

„Kalter Kaffee“. 

 

Mit dabei waren diesmal

Nicole
Veronika

Das Thema für den 01.09.2018 ist: warme Limonade

Quelle

Ich war noch nie der gejagte, immer der Jäger. Mein Job – Monsterjäger. Sie glauben nicht an Monster? Wie ist das unter ihrem Bett, oder in ihrem Wandschrank, oder gar im Keller? Glauben sie wirklich, das sind Hirngespinste aus ihrer Kindheit? Neihhn. Als Kind ist man nur empfänglicher für ihre Schwingungen. Als Erwachsener winkt man das einfach ab. Haben sie sich noch nie über die vielen sonderbaren Todes- oder Vermistenfälle gewundert? Monsterfutter!

Aber jeder Monsterjäger braucht einen Insider. Ich habe also mein eigenes Monster. Es ist mir als, ich nenne es mal Monsterwelpe, über den Weg gerollt. Es sieht so fluffig aus, könnte sie aber mit einem Biss töten. Meistens sieht es aus wie ein flauschiger Kugelfisch mit Stummelbeinen. Ich nenne ihn Barney. Wenn ich ihn nicht füttere, oder ihm zum Jagen rauslasse, muss ich Angst um meine Körperteile haben. Als er ein kleines Monster war, bin ich irgendwann mal wach geworden, da ich Schmerzen an der Wade hatte. Ja, da hing Barney an ihr und fing an sich durch die Haut zu nagen.

Er liebt kalten Kaffee. Den trinkt er literweise. Kalter Kaffee – na ja. Jedem das seine. Man sollte meinen, dass ein eigenes Monster zu haben unheimlich nützlich sei. Ja normal ist das auch so, aber nicht bei Barney. Barney ist…ein Eigenbrötler. Er hält sich für einen Musiker. Äh. Was er spielt, geht nicht mal als Jazz durch. Aber es beruhigt ihn, und mich entspannt ein ruhiger Barney. Er kann auch anders.

Wo war ich? Ach ja. Ich bin also ein Monsterjäger. Trotzdem viele ihre Existenz noch immer nicht wahr haben wollen, wurden sie von der Regierung anerkannt. Wir sind also jetzt staatlich anerkannte Monsterjäger, und werden noch schlechter bezahlt, als wenn man Privat unterwegs ist. Deswegen gibt es jetzt Monstersafaris. Finde ich persönlich abartig, aber es ist legal. Ich mache nur mit, um zu verhindern, dass unschuldige Monster von diesen Möchtegern Monsterjägern erschossen werden. Wir Profis haben dafür schon einige Zerstörer gefangen und halten sie in einem ausbruchsicherem, nicht erkennbaren Gehege. Heute war wieder so ein Safaritag. Ich quälte mich aus dem Bett, ging in die Küche, schenkte mir Kaffee ein – Bäh! Kalt – „Barney. Warum ist mein Kaffee kalt? „Ist heiß draußen, hab Eiswürfel rein – sehr lecker.“ Ich stöhnte und trank einfach die kalte Plörre.

Es war zehn Uhr. Keine Uhrzeit für mich. Ich bin eher der Nachtmensch. Aber diese Safaris wollten immer früh starten. Also machte ich mich frisch und verließ mit Barney das Haus. Mein alter Honda Accord hatte schon so einige schleimige Attacken miterlebt. Aber er schnurrte immer noch. Manchmal ruckelte er zwar verdächtig, aber wir beide waren noch nicht bereit für den Ruhestand. Oder, sagen wir es mal so – der Ruhestand konnte noch nicht finanziert werden. Am Ziel angekommen scharrten sich die Schönen und Reichen schon wie eine Horde Lämmer zusammen. Sie bekamen von Rob, dem Chef, schon ihre Sicherheitsunterweisung. Sehr gut, ich hasse es, wenn diese Aufgabe mir zufällt.

Ich betrachte die Gruppe, und vorverurteile die Leute schon. Es gibt immer einen Maulhelden, einen Nerd und mindestens ein zickiges Weibchen. Ich blickte in Robs genervte Augen und grinste. Barney setzt sich mit seiner Thermoskanne in den Schatten und trinkt genüsslich seinen Kaffee, während er das Schmierentheater mit den Safaritouristen beobachtet. Ich konnte erkennen, dass er was ausheckte. Barney liebte es, die Menschen zu erschrecken. Besonders die Frauen hatten es ihm angetan. Sie schmeckten so gut. Ihre Cremes, Seifen Parfums kreierten ein besonderes Aroma – außerdem quiekten sie so herrlich. Es konnte also immer mal vorkommen, dass er eine umrannte und ableckte. Das anknabbern hatte ich ihm strengstens verboten. Das kam nicht immer so gut, bei den Gästen an. Hahaha.

Die Leute meiner Gruppe stiegen in den Safaribus. Wir würden etwa fünfundvierzig Minuten zum Jagdgebiet fahren. Heute waren alles Anfänger, die würden wir in ein leichtes Gehege fahren. Ein munteres Gequatsche, das meine Nerven noch mehr zum Zerreißen anspannten, erhob sich während der Fahrt. Ich hatte mir abgewöhnt zuzuhören, da es meist eh nur die Prahler waren, die irgendwelche haarsträubenden Geschichten erzählten.

„Verehrte Jäger, „ ich hörte ein leises Glucksen aus Barneys Ecke. „Wir sind an unserem heutigen Ziel angekommen. Erinnern sie sich bitte an die Sicherheitsvorschriften. Und gehen sie keine unnötigen Risiken ein. Bleiben sie bitte immer in meiner Sichtweite und stellen sie das Reden ein. Vielen Dank und eine erfolgreiche Jagd.“

Quälend langweilige Stunden verrannen wie Sirup, der von einem Löffel tropfte. Ab und zu zeigte sich immer wieder eines der kleinen Monster, die hier keinerlei Gefahr liefen erschossen zu werden. Diese Truppe war unterirdisch schlecht im Schießen.

Ich sah gerade zu Barney, der sich an eine der top gekleideten Zicken heranschlich. Er sah fluffig aus, wenn er wollte. So bisschen lebensmüde war er ja schon. Ein richtig platzierter Schuss und es wäre aus. So manchen Streifschuss hatte er schon kassiert. Aber heute wäre das wohl ungefährlich. Er verwandelte sich gerade in ein Gremlin, dass nach Mitternacht gefüttert wurde, als er plötzlich innehielt. Auch ich vernahm ein sonderbares Geräusch. Mein Walkie-Talkie knackte: „Mark? Code Red. Wir haben einen Ausbruch aus Sektor eins.“ Sektor eins. Da waren die wirklich bösen Monster verwahrt. Nicht für Safarianfänger geeignet. Da kamen nur Vollprofis und wir hin. Wir trainierten dort den Ernstfall.

„Verdammt!“ Ich schoss in die Luft, um meine Gruppe aufmerksam zu machen. „Leute, schnell ins Auto. Es gab einen Zwischenfall. Gefährliche Monster haben sich auf den Weg hier her gemacht. Denken sie an die Sicherheitsunterweisung und begeben sie sich zum Fahrzeug.“ Ich hätte auch zu blökenden Schafen reden können, die hätten mir eher zugehört. Es kam wie es kommen musste, die Gruppe erwachte, fing an zu grölen und begab sich auf Monsterjagd. Sie ließen mich einfach stehen. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass das nicht gut ausgehen konnte. Schon brach aus dem Gebüsch, das erste bösartige Monster aus. Es sah schon recht furchterregend aus. Die Frauen schrien, die Männer grölten. Und das Monster richtete sich nach dem Lärm aus. Ich glaube ich hatte schon erwähnt, dass Barney fluffig, aber tödlich ist? Heute bewies er mir dies, seit langer Zeit, mal wieder. Er stürzte sich auf das heranbrechende Monster, schlug seine Zähne in dessen Kehle, riss und zerrte bis das Monster umfiel. Es war tot. Jetzt sollte man seine Augen abwenden und ich unterlasse auch die genaue Schilderung der weiteren Ereignisse. Nur so viel – Barney war sehr hungrig.

Währenddessen verlor ich meine Gruppe. „Mark an Rob. Ich brauche Unterstützung. Meine Gruppe ist Out of Control.“ „Ich habe schon ein Team geschickt. Schau nur, dass diese Idioten nicht gefressen werden.“ „Das ist leicht gesagt. Die sind schlimmer als ein Sack Flöhe.“

Schon brach das nächste Monster aus dem Dickicht. Oh einer Meiner. Den hatte ich vor etwa zwei Jahren gefangen. Eine tiefe Narbe hatte ich davon behalten und miese Alpträume. „Hallo, alter Kumpel – so sehen wir uns früher als erwartet. Ich dachte ich könnte noch bisschen mit dir üben, bevor ich dich erlöse.“ „Marrrrk.“ Raunte das Monster und seine Augen glühten orange, wie glühende Kohle. „Endlich komme ich zu meiner Rache.“ „Dann lass uns tanzen.“ Kaum hatte ich das ausgesprochen, stürzte das haarige Ungetüm auf mich zu. Ich stürmte ihm mit meiner Machete entgegen und er mir, mit seinen messerscharfen Krallen. Es war ein recht ausgeglichener Kampf. Ich war recht gut in Form und wich aus, parierte, schlitzte. Aber auch mein Gegner war Fit. Bösartige Monster waren immer Fit. Das musste das Böse in ihnen sein.

Im Augenwinkel sah ich Barney, uns zusehend und genüsslich etwas blutiges knabbern. Er hatte ja schon seinen Einsatz, das reichte ihm. Das Monster und ich kugelten durch die Gegend, dann erwischte mich ein Krallenhieb und riss mir meine Schulter auf. Ich glaube ich konnte den abgenutzten Knorpel erkennen. Mir wurde schwarz vor Augen und kurz bevor ich Ohnmächtig wurde, erhob sich Barney, stürzte sich auf meinen Gegner und tötete ihn mit einem Hieb. Warum hatte er mich kämpfen lassen? „Na du musst doch deinen Ruf wahren, aber nicht sterben. Ich habe keine Lust mir ein neues Zuhause zu suchen. Also reiß dich zusammen. Steh auf, schüttle den Staub ab und weiter geht es. Komm ich spucke dir mal auf die Wunde.“ Gesagt, getan und schon hatte er mich angespuckt. Es war echt eklig, aber ihr Speichel hatte einen schmerzstillenden und desinfizierenden Effekt. Es schmerzte höllisch, aber nur kurz, dann war ich wieder einsatzfähig.

Ich rappelte mich noch etwas wackelig auf um nach meiner Gruppe zu schauen. Mensch, hatte ich jetzt noch eine Lust die zu retten. Ich war nicht so gut im Retten. Jagen, ja, Retten, nein. Ich blickte mich also um und sah auch schon das Chaos. Viele Monster, die auf dieser Lichtung Katzenspiele mit meinen Leuten trieben. Die Gruppe sah schon sehr mitgenommen aus. Blutig, zerschrammt und ich glaube auch schon einige tiefe Wunden erkennen zu können. Es wurde Zeit, dass meine Verstärkung eintraf, sonst könnten sie nur noch Leichen bergen. Kaum ausgedacht, viel auch schon der Erste, einem ganz üblen Genossen zu Opfer. Ich zog meine abgesägte Schrotflinte und schoss. Das merkte dieses Monster gar nicht, während er seinen massigen Kiefer über den Kopf des Touristen stülpte und zubiss. „Nein! Verdammt!! Barney, hilf mir.“ „Nö, die interessieren mich nicht. Von denen gibt es doch genug. Das wird noch mehr von ihnen herlocken.“ „Aber…“ „Kein Aber, ich rette nur wenn ich will, und ich will nicht. Also verärgere mich nicht, sonst rette ich dich auch nicht mehr.“ Drehte er sich um und ging auf einen umgestürzten Baum zu. Dort setzte er sich hin und zog, woher auch immer, seine Thermoskanne hervor. Er goss sich gemütlich einen Kaffee ein und schmollte. Man muss sich das überlegen, ER schmollte. So waren Monster halt. Sie empfanden nicht wie wir Menschen. Sie konnten jemanden mögen, vielleicht auch lieben, aber der Rest war ihnen echt egal. Ohne schlechten Gewissen.

Gut – mir blieb also nichts anderes über, als zu retten was, oder wer noch ging. Aber es sah übel aus. Im hinteren rechten Quadranten sah ich einige Frauen zusammen getrieben. Nicht nur Barney mochte sie besonders gerne, auch die anderen Monster mochten das zarte Fleisch mit dem leckeren Aroma. Ich stürzte zu ihnen hin und lud die Flinte nach. Ich schoss und traf. Einige kleinere Monster fielen, die anderen merkten noch nicht mal, dass sie getroffen waren. Es gab Monster, die Feuer entfachen konnten. In dieser Gruppe, waren gleich drei davon und sie feuerten, auf die Frauen. Die Männer hatten sich in trügerische Sicherheit gebracht. Ich sah wie sie sich in der entgegengesetzten Richtung unter einem Felsvorsprung zusammenkauerten. Leider sahen sie nicht, was dieser Felsvorsprung wirklich war. Während ich noch versuchte die Frauen zu retten, bewegte sich dieser Felsen. Erhob sein Bein und setzte es gerade auf die Männergruppe ab. Ich überlasse eurer Fantasie, was mit den Körpern passierte. Die Frauen grillten, die Männer flachten ab. Tja und mein Team kam gerade um die Ecke.

Sie sprangen aus dem Auto, angeführt von Rob. „Mark, wo ist deine Gruppe?“ „Hm – ich glaube du solltest schon mal anfangen eine Erklärung für die Presse zu verfassen und hoffen, dass auch alle ihre Schuldbefreiungserklärung unterschrieben haben. Denn von ihnen ist nichts mehr außer paar Gedärme und Extremitäten übrig.“ „Ach verdammt. Verdammt, verdammt. Das gibt wieder Papierkram. Scheiße. Lasst uns aufräumen. Erstmal müssen wir die verbleibenden Monster erledigen, dann die Leichenteile zusammensammeln und – naja verpacken. Ach dieser Papierkram.“ „Was ist denn passiert, warum konnten sie denn überhaupt ausbrechen?“ „Azubis. Unnützes Pack. Wir sollten keine Azubis mehr annehmen. Sie sollten eigentlich nur Futter verteilen und wieder raus und so ein selten dämlicher Trottel, hat das Tor nicht richtig gesichert. Ja – da muss ich auch noch viel schreiben. Azubis haben wir dieses Jahr nicht mehr. Das wird nicht leicht zu erklären sein. Aber es wird das Publikum anlocken.“ Ich zuckte mit den Schultern. Autsch – wo war Barney – er könnte mich noch mal anspucken. Er saß in der Sonne und genoss seinen eiskalten Kaffee. Blickte zu mir und winkte.

So war das als Monsterjäger und Guide. Unfälle passierten, da aber die Regierung Monster anerkannt hatten, wurden auch Unfälle geduldet. Die Überbevölkerung machte alles möglich. By the Way. Durch den Unfall wurden noch paar Touren geöffnet. Hätten sie nicht Interesse daran an einer Monstersafari teil zu nehmen? Melden sie sich doch kurz auf unserer Homepage Monsterjaeger:at:Lebensmuede.com an. Es gibt noch freie Plätze.

 

Wochenrückblick

Wochenrückblick 23.07.18-29.07.18

Hallo liebe Schreiberlinge – ich bin einfach zu müde und ausgelaugt zum Schreiben – vielleicht schaffe ich diese Woche paar Sachen – aber ich bin mir nicht sicher. Viel neues gibt es auch nicht, bei dem man sich austoben kann.

Schaut bei Christiane vorbei – das 10 aus 15 | Etüdensommerpausenintermezzo

startet. Zwei Wochen haben wir Zeit. Schaut einfach vorbei – es verspricht witzig zu werden

Für die Schreibkicks zum 01.08. hat Sabi noch kein Thema veröffentlicht. Aber es kam ein Vorschlag von Nicole Vergin – Kalter Kaffee – da bin ich dabei.

Das war´s, bis bald

Wochenrückblick

Wochenrückblick 09.07.18-15.07.18

So – da ich letzt Woche diesen Beitrag geschrieben habe und vergessen habe auf veröffentlichen zu klicken kommt er diese Woche ergänzt.

Paar Texte habe ich veröffentlicht.

Was wäre wenn…..du fliegen könntest? Eine Flaschenpost mit einer kleinen Bitte

Etüden 28.18 – die Fledermaus Eine Fledermaus auf Rache

Das vierte Wort – Pilz der Apokalypse Wenn man im Labor nicht aufpasst.

 

Was gibt es neues in der Schreibwelt?

Christianes Etüden mit folgenden Worten 3 Worte in 10 Sätzen.

Biodiesel
pompös
sonnenbaden.

 


Writing Friday

Neue Schreibthemen für den Juli

  • Dein Schreibtisch erzählt aus seinem Alltag.
  • Schreibe eine Story, bei der folgende Wörter irgendwo darin auftauchen:
    Sonnenschein / ungeduldig / Kunststück / Raupe / Sommergewitter
  • Erstelle eine Pro und Contra Liste zum Thema;
    im Buchladen einkaufen vs. Bücher in Bibliothek ausleihen
    welche Seite gewinnt?
  • Du hast die Möglichkeit für einen Tag ins Weltall zu fliegen oder 300 Jahre in die Zukunft zu reisen. Welche Wahl triffst du? + Erzähle wieso du dich so entschieden hast.
  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Er konnte tatsächlich fliegen!“ endet.

 


Es ist recht ruhig in der Schreibszene geworden. Ich werde mal schauen ob ich noch paar Seiten finde – ansonsten kann ich für Schreibwütige noch Der kreative Stift empfehlen. Da werden immer mal paar interessante Settings bekannt gegeben.

Was wäre wenn...

Was wäre wenn…..du fliegen könntest?

Jeden Freitag möchte uns Sarah eine kreative Schreibaufgabe stellen. Heute bin ich auch endlich mal dazu gekommen was zu schreiben.

Quelle

Was wäre, wenn du Fliegen könntest?

Hier mein Versuch.

Elvira saß am Strand – es war ein bisschen frisch, da es den ganzen Tag geregnet hatte. Aber der Sonnenuntergang entschädigte sie dafür, dass sie leichte Gänsehaut hatte. Die roten Strahlen verwandelten das Wasser vor ihn einen feurigen Lavasee.

Ihr Herz wurde schwer. Wie schön wäre es, wenn sie das mit jemand teilen könnte. Ihre letzte Beziehung war eine Katastrophe gewesen. Er war so besitzergreifend. Sie hatte richtig Angst vor ihm gehabt. Als er dann einmal so wütend war, dass er die Kaffeekanne durch die Küche warf, packte sie ihre Sachen und verließ ihn. Sie brauchte keinen weiteren Warnschuss.

Ihr Blick wanderte über das rot schimmernde Wasser. Was war das? Eine Flasche. Die Menschen waren furchtbar. Immer wieder fand sie mal Abfall am Wasserrand. Sie fluchte und stand mühsam auf. Der nasse Sand hatte ihre Glieder etwas steif werden lassen. Sie fischte die Flasche heraus – eine schöne verschnörkelte Flasche. Das Etikett war von dem Wasser gelöst worden. In der Flasche sah sie eine Papierrolle. Eine Flaschenpost. Sie freute sich. Das war etwas, das man als Kind machte. Sie selbst hatte es auch gemacht, aber ihre Flasche wollte nie so wirklich weg. Enttäuscht hatte sie es damals aufgegeben.

Elvira drehte sich um und blickte zu der Hütte, in der sie zur Zeit wohnte. Auf der Terrasse leuchtete eine einladende Lampe und in ihrem Schaukelstuhl lag eine wärmende Decke. Die Thermoskanne mit heißem Kakao hatte sie auch schon zu Recht gestellt. Schnell huschte sie mit ihrem Schatz in die Wärme des einladenden Lichtes. Mit einem Plumps versank sie in ihrem gemütlichen Schaukelstuhl, schenkte sich einen Kakao ein und stellte die Flasche auf den Tisch vor sich. Mit beiden Händen umfasste sie die warme Tasse. Der Geruch von starker Schokolade umschmeichelte ihre Nase und sie schloss genüsslich die Augen. Ein Schluck und sie spürte wie sich der intensive Geschmack auf ihrer Zunge bis zu ihrem Herzen ausbreitete. Es gab wenig, das eine heiße Tasse Schokolade nicht gerade biegen konnte.

Neugierig betrachtete sie die Flasche auf dem Tisch. Was würde sie finden? Was würde auf dem Zettel stehen? Etwas von einem Kind? Oder eine so alte Nachricht von einem Seemann? Die Flasche sah schon alt aus. Sie konnte nicht  mehr warten. Mit einem Plopp löste sich der Korken aus der Flasche und sie schüttelte das Papierröllchen heraus. Das Papier war schon alt, irgendwo heraus gerissen.

Mit Spannung entrollte sie das Papier und strich es glatt. Die Schrift war etwas ungelenk.

„Hallo.

Hallo, ich freue mich, dass sie meine Flasche heraus gezogen haben. Wir schreiben das Jahr 1901. Mein Name ist Emilia. Ich bin gefangen. Warum? Weil ich eine Frau bin. Mein Vater hat mich in den Turm gesperrt. Ich soll heiraten. Einen alten Mann. Ich bin gerade mal vierzehn. Das ist so, sagt er. Ich bringe ihm nichts und koste nur. Schon die Aussteuer. Und der alte Mann nimmt mich auch ohne Aussteuer. Meine Brüder haben es gut – Männer haben es gut. Ich sitze hier schon – lass mich schauen –zwei Monate. Die Hochzeit soll in einem Monat sein. Ich kann nichts dagegen machen. Ich sitze hier in dem Turm und beobachte die Vögel. Was wäre, wenn ICH fliegen könnte? Ich wäre frei. Frei überall hinzufliegen. Mich meinen Fesseln zu entledigen. Ein neues Leben könnte ich beginnen. Ich könnte fremde Länder bereisen. Ich bräuchte nichts, außer dem Wind unter meinen Flügeln. Frei, frei, frei. Kein Käfig könnte mich halten. Kein Mann könnte mich binden. Keine Pflichten hemmen. Was wäre wenn ich fliegen könnte? Lieber Leser, oder Leserin. Was wäre wenn du fliegen könntest?

Ich danke dir, dass du dir die Zeit zum Lesen meiner Worte genommen hast. Mein Schicksal ist besiegelt. Aber vielleicht kannst du für mich fliegen?“

Emilia.

Elvira zog ihre Brille ab. Sie wischte sich über die Augen. Der Brief war so innig und gefühlvoll. Sie Überlegte – was wäre wenn sie fliegen könnte. Kann sie für Emilia fliegen – kann sie Für sich fliegen?

Sie sollte.

Ende

[abc.etüden]

Etüden 28.18 – die Fledermaus

Eine ganz tolle Aktion, die von Christiane moderiert wird – die ABC-Etüden. 3 Worte in maximal 10 Sätze packen.

Die heutige Wortspende kommt von fundevogelnest.wordpress.com

Fledermaus
schwül
verraten.

Eine kleine Lücke im Gehirn verhindert, dass sich meine Ideen, sofern denn überhaupt vorhanden, zu PC bringen lassen. Aber ein bisschen gespielt habe ich heute trotzdem mal wieder.

Es war schwül und ein Gewitter lag in der Luft – dies trübte Freds Laune noch mehr.Entfernt leuchteten die Fenster einladend in der Dunkelheit. Er fühlte sich verraten – so lange hatte er dieses Schloss bewohnt.Jetzt gab es einen neuen Chef – eine Chefin und sie machte gerade einen grossen Schlossputz.

Sie wedelte, saugte, fegte, wischte und der, dem er so oft bei gestanden hatte? Stand da und lief ihr hinterher wie ein kleiner Welpe. Fred würde sich dafür schon erkenntlich zeigen. Seine Nase hatte er schon gründlich gereinigt um genüg Ultraschall zu produzieren.

Die neue Herrin würde sich schon umgucken.

Niemand wirft eine Fledermaus aus ihrem Schloss, niemand – und er flog los – seine Nase vibrierte – die Schallwellen wurden ausgestreut – die Fensterscheiben barsten und sie war die erste die je eine Fledermaus hat lachen hören.

Projekt TXT*

Das vierte Wort – Pilz der Apokalypse

Was ist das Projekt *.txt?

Schnell erklärt soll das Projekt *.txt der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen!

Das vierte Wort lautet:

Ich habe lange an dieser kleinen Apokalypse geschrieben. Es gab viel Pausen dazwischen und am Ende war es ein totales Durcheinander. Aber eine gute Übung einen Text zu überarbeiten. Das könnte aber auch der Grund sein, dass es vielleicht manchmal etwas holprig wirkt. Der Text ist etwas länger geworden.

Warnung: Es kommen blutige Szenen vor. 

Marvin hatte Biologie studiert – Mikrobiologie. Er hatte gerade mit seiner Doktorarbeit begonnen. Er fühlte sich jetzt schon wahnsinnig genervt. Die Diplomarbeit hatte ihm schon nicht zugesagt, aber da er nicht unbedingt der fleißigste Student war, hat er halt angenommen, was ihm sein Professor. angeboten hatte.

Er sollte einen bestimmten Wirkstoff aus einem psychoaktiven Pilz extrahieren und aufschlüsseln. Eine langweilige Aufgabe. Er sollte diesen Wirkstoff dann an verschiedenen Versuchstieren testen und dessen Auswirkungen dann erfassen. Dieser Pilz war eine neue Gattung, die ein Biologe bei seinen Exkursionen im Himalaya Gebirge entdeckt hatte. Noch absolut unerforscht. Aber die Wirkung solle sehr heftig sein. Selbst die Einheimischen hatten vor diesem Pilz gewarnt. Sie meinten da stecke der Teufel drin.

Marvin kitzelte es in den Fingern, selbst mal einen kleinen Versuch zu starten. Schließlich würden auch irgendwann Menschenversuche stattfinden müssen. Noch hatte er sich nicht getraut. Aber ihm schwante schon ein Opfer vor. Einer der IT-Boys die sich so aufspielen und ihn immer wieder ärgerten, sollte sein Versuchsopfer werden. Aber solange saß er am Photonenmikroskop und untersuchte die einzelnen Pilzkomponenten. Was bei einem Pilz ja nicht wirklich viel ist. Da diese Aufgabe natürlich auch wirklich sehr, sehr langweilig war, passierte es, dass Marvin einschlief. Während er gerade versuchte die DNS zu entschlüsseln. Dumm nur, dass der Laser an war. Man brauchte kein Wissenschaftler zu sein um sich zu denken, dass das nicht gut ausging.

Im ersten Moment geschah natürlich nichts. Nach dem Marvin seinen Kopf von dem voll gesabberten Tisch hob, erschrak er. Schnell schaltete er den Laser aus und schaute sich die Werte am PC an. Auf den ersten Blick war nichts zu erkennen. Beruhigt verließ er das Labor und ging zur Pause.

Vollgegessen und träge schleppte sich Marvin wieder an seinen Platz. Den Vorfall  mit dem Laser hatte er schon längst vergessen. Der extrahierte und unbeabsichtigt bestrahlte Wirkstoff, wollte er dann in eine Ratte spritzen. Damit fing seine eigentliche Doktorarbeit an. Überwachen und notieren. Einige Stunden später hatte er Kopfschmerzen und tränende Augen. Nichts passierte. Was sollte auch passieren? Er machte Schluss für diesen Tag. Der nächste würde vielleicht mehr bringen.

Gähnend schloss er am nächsten Tag sein Labor auf – er war, wie immer, der erste. Kaffee kochen, Tasse hinstellen und setzen. Das waren die ersten Dinge, die er tag täglich machte. Ein Blick auf seine Ratte ließ ihn aufspringen. Was war geschehen? Ein Monster saß im Käfig und blickte ihn mit rot unterlaufenen Augen an. „Wow – ich glaube nicht, dass das passieren sollte?“ Er wusste nicht ober er seinen Doktorvater kontaktieren sollte? Ihm fiel schließlich doch noch ein, dass der Wirkstoff vielleicht denaturiert war.

Das Beste wäre die Ratte zu eliminieren, den Wirkstoff zu eliminieren und das Ganze zu vertuschen. Das wäre das einfachste gewesen. Aber was ist schon einfach. Wenn etwas schief geht, dann gewaltig. So auch hier. Marvin beobachtete, dass eine Stechmücke versuchte aus dem Käfig zu entkommen. Prinzipiell ja nichts schlimmes, wenn diese Ratte nicht so entartet wäre. Marvin wollte sie verjagen – aber sobald er  in die Nähe des Käfigs kam, rastete die Ratte aus. „Oh – wow.“ Marvin sprang zurück. So also, die musste weg. Er nahm den Käfig – sehr vorsichtig und ging zum Tierkreamtorium, dort landeten alle misslungenen Versuche. Er schob den Käfig in die Gaskammer und öffnete das Ventil. Gas strömte in den Käfig. Das dauerte – die Ratte war hartnäckig. Aber dann fiel sie doch noch um. Er öffnete den Verbrennungsofen und lies die Rattenleiche hineingleiten. Schnell drückte er auf den Startknopf und seine Verfehlung war Asche. Die Probe des Wirkstoffs landete im toxischen Abfall zur Sonderentsorgung. „Uff.“ Zurück in seinem Labor, trat Lea ein. Er stand auf Lea – hatte sich aber noch nie getraut sie um ein Date zu bitten. Jetzt fühlte er sich aber mutig. Er hatte eine Monsterratte vernichtet. Er war ein Held. „Hi Lea, wir geht es?“ „Hi Marvin – gut danke. Hier. Professor Brent  sucht die Unterlagen zu diesem extrahierten Wirkstoff aus dem Pilz. Die müssten bei dir sein.“ „Äh – ja hier. Du sag mal hast du vielleicht mal Lust mit mir auszugehen?“ Lea stutze. „Ja klar, warum nicht.  Weißt du was? Heute passt perfekt. Lass uns von hier aus zum Essen gehen. So in einer Stunde?“ „Echt – ja super. Ich warte auf dich.“ „Okay – bis in einer Stunde. Autsch. Verdammtes Vieh. Mich hat so eine miese Stechmücke erwischt. Ich hasse dieses Vogelfutter. Also bis später.“

Lea lief zu Professor Brent um ihm die Unterlagen zu bringen. Sie fühlte sich beschwingt und freute sich, dass Marvin endlich gefragt hatte. Sie schmachtete ihn schon eine ganze Weile an. An der Tür zum Labor wurde ihr etwas schwummrig. „Das ist bestimmt die Vorfreude.“ Sie trat ein und wurde schon erwartet. „Hier die Unterlagen von Marvin.“ „Ah – danke Lea. Geht es ihnen gut? Sie haben rote Placken im Gesicht.“ Erschrocken führte sie die Hände in ihr Gesicht und ging zum Spiegel. „Oh nein. Wie sehe ich denn aus? Oh Mann. So kann ich mich ja nicht zeigen.“ Sie griff in ihre Handtasche um sich etwas Make-up zu greifen und fing an diese Flecken zu überschminken. Gerade heute musste sie so einen hässlichen Ausschlag bekommen. Verdammt.

Zur Verabredeten Zeit ging es Lea richtig schlecht. Aber sie hatte solange gewartet, dass Marvin aus seinem Schneckenhäuschen kam, dass sie auf keinen Fall absagen wollte. Sie begab sich zu Marvins Labor und klopfte. Er musste schon hinter der Tür gestanden haben, so schnell öffnete er. „Hallo. Schön, ich hatte schon Angst, dass ich es geträumt habe.“ Er schloss die Tür und nahm sie am Arm. „Wie wäre es mit Buckys gegenüber?“ Lea hustete und räusperte sich. „Ja – da gehe ich gerne hin. Eine gute Wahl.“

Im Buckys entschuldigte sich Lea und ging auf Toilette. Ihr ging es richtig schlecht. Schnell ging sie in eine Kabine um sich zu übergeben. Hatte sie sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen? Dieses Schicksal. Es machte ihr schon wieder einen Strich durch die Rechnung. Sie wusch sich schnell und ging zurück. Wie sie den Abend überstehen würde, wusste sie noch nicht. Aber sie würde.

Sie biss die Zähne zusammen und bestellte sich einen Burger englisch Style. Im Moment hatte sie einen Heißhunger auf Rohes. Bekam sie ihre Periode? Aber da hatte sie eher Heißhunger auf Schokolade. Nach dem Burger ging es ihr tatsächlich besser. Unerwartet, aber erfreulich. Sie taute auf und hatte einen wirklich witzigen Abend mit Marvin. Er begleitete sie nach Hause und vor ihrer Tür stammelte er leicht beschämt: „Äh – d-das war ein w-wirklich netter  Abend. Das können wir mal wiederholen, oder?“ Lea ging es schon wieder etwas schlechter und sie unterdrückte einen Rülpser. „Ja, auf jeden Fall. Ich hatte viel Spaß.“ Sie reckte sich etwas nach vorne und Marvin beugte seinen Kopf in ihre Richtung. Er küsste sie. Allerdings schmeckte sie sehr seltsam. Wie verdorbenes Essen. Er unterdrückte seinen Ekel. Das lag vielleicht an dem fast rohen Burger. Schnell verabschiedete er sich. Er war leicht verstört. „Das war echt eklig. Das nächste Mal gehen wir vegetarisch Essen.“

Lea stürzte zur Toilette und übergab sich. „Uff – mich hat es ganz schön erwischt, das war bestimmt das Tunfischsandwich zum Frühstück – sowas vertrag ich dann wohl doch nicht mehr.“ Schmunzelte sie, da sie sich anhörte wie ihre Mutter. Wacklig stand sie auf und machte sich frisch.  „Am besten gehe ich gleich schlafen, damit ich morgen wieder fit bin. Vielleicht kann ich mit Marvin zu Mittag essen, das wäre schön.“

Marvin schwebte nach Hause. Der Abschied war zwar etwas eklig, aber  seine Schmetterlinge im Bauch hinderte das nicht ihn im Magen zu kitzeln. Er war definitiv verliebt. Schon freute er sich auf morgen. „Ich werde ihr nachher noch eine Nachricht schicken, ob sie mit mir zum Mittag essen will.“ Er unterdrückte ein hüpfendes Laufen.

Am nächsten Morgen erwachte Lea nicht mehr. Oder? Doch sie stand auf. Aber es war nicht mehr Lea.

Marvin holte sich einen Coffee-to-go auf dem Weg zur Arbeit. Beschwingt öffnete er die Tür zum Labor und schaute auf sein Handy. Lea hatte noch nicht geantwortet. Starke Enttäuschung machte sich bereit. Vielleicht fand sie es nicht so gut wie er? Er wollte nicht warten und rief sie an. Es klingelte. Lange. Dann nahm jemand ab. „Lea? Wo bist du, ich wollte mit dir zu Mittag essen. Hast du meine Nachricht nicht bekommen?“  „Wrrrgggg“ „Lea? Alles in Ordnung – ich habe kein Wort verstanden.“ „Arrrggg, wrrrrgggg.“ „Geht es dir nicht gut? Soll ich vorbei kommen?“ „Jaarrrrrggg“. Hm – ihr ging es gestern schon nicht so gut, das hat man ihr angesehen. „Ich komme vorbei. Warte auf mich.“ Schnell packte Marvin seine Sachen zusammen und meldete sich früher ab. Etwas Persönliches. Dann rief er ein Taxi. Vor ihrer Tür angekommen, klingelte er. Aber keiner öffnete. Er wolle gerade bei einem Nachbarn klingeln, als die Tür sich öffnete und ein junger Mann mit Kopfhörern, seinen Blick auf  sein Handy gerichtet, heraus kam. Schnell schlüpfte er hinein und stieg zu Leas Wohnung hinauf. Er klopfte – keiner öffnete. Aber sie war da. Er konnte sie stöhnen hören und es polterte, als würde sie die Einrichtung auseinander nehmen. Zögerlich klopfte er. „Lea?“

Es wurde ruhig. Er hörte ein Schlurfen. Etwas stimmte hier ganz und gar nicht. Er wurde unruhig. Sein Instinkt riet ihm zu fliehen. Ein Schatten lugte unter dem Türspalt am Boden heraus. Etwas – er war sich ziemlich sicher, dass es ein Etwas war – drehte den Türknopf.  Aber es geschah sehr unbeholfen und die Tür öffnete sich nicht. Dann klappte es. Das Schloss klackte. Die Tür öffnete sich. Marvin war bereit zu fliehen, als die Tür aufgezogen wurde. Rot leuchtende Augen blickten ihn aus dem offenen Spalt entgegen. Lea. Sie war kaum wieder zu erkennen. Marvin sprang zurück. Lea wollte die Tür aufreißen, aber sie hatte die Kette vorgelegt. Was sollte Marvin jetzt machen? Die Polizei rufen? Seinen Professor rufen. Er ahnte, dass diese Verwandlung etwas mit ihren Versuchen zu tun hatte. Das spürte er. Er zog die Tür zu und kramte nach seinem Handy. „Professor Brent.“ „Professor? Hier ist Marvin. Hören sie mir zu. Ich bin gerade bei Lea – irgendwas stimmt mit ihr nicht. Sie – sie ist mutiert, oder sowas.“  Lea rüttelte an der Tür. Sie war ziemlich stark. „Marvin, wovon reden sie?“ „Ganz ehrlich? Ich stehe gerade vor Leas Wohnung und sie sieht aus wie ein Statist aus The Walking Dead. Sie sollten ihre Tasche packen und sofort herkommen. Mischen sie etwas zusammen, das das hier rückgängig macht, oder wenigstens verhindert. Beeilen sie sich, ich weiss nicht wie lange ich diese Tür zu halten kann.“ Ohne auf eine Antwort zu warten legte Marvin auf.

Professor Brent hielt sein Handy vor sich und schnaufte. Es wirkte. Es wirkte. Es konnte nur der Wirkstoff sein, den Marvin extrahiert hatte. In den Unterlagen konnte er nachlesen, wie weit Marvin schon war. Es konnte nur der Wirkstoff sein. Alles andere müsste er noch klären. Er könnte es ans Militär verkaufen. Könnte er? Wollte er? Ja. Nein. Während er hin und her überlegte mischte er schnell etwas zusammen, das ein Gegenmittel sein könnte. Er hoffte es wenigstens. Allerdings würde es den Wirkstoff nur unterdrücken. Lea würde immer eine Zeitbombe bleiben. Eine Gänsehaut lief ihm über die Arme. ER hatte es tatsächlich geschafft. Eine perfekte biologische Waffe. Aber erst musste er Lea betrachten und untersuchen. Dann erst konnte er das Verteidigungsministerium kontakten. Erst musste alles hieb und stichfest sein.

Er erreichte Leas Adresse in Rekordzeit. Schnell klingelte er bei mehreren Nachbarn. Einer öffnete immer. So war es auch und er rannte die Treppen hoch. Marvin kämpfte verbissen dagegen an, dass Lea die Tür öffnete. „Ah – Professor. Was machen wir jetzt?“ „Das ist mein erster Fall. Ich weiß selbst noch nicht wie ich vorgehen muss. Irgendwie müssen wir Lea ins Labor schaffen. Wir müssen sie irgendwie ruhig stellen mit diesem Mittelchen hier.“ Er wühlte in seiner Tasche und zog eine Spritze und einen zusammen geschobenen Stab mit einer Schlinge am Ende hervor. Sowas verwendeten Tierfänger, dachte Marvin. „Sie öffnen die Tür und ich versuche das hier über ihren Kopf zu stülpen. Dann bugsieren wir sie erstmal rein, warten bis es dunkel wird und schaffen sie zum Auto.“ „Haben sie einen Impfstoff zusammen mischen können?“ „Öh –ja – hier. Das müssen wir spritzen. Es wird sie beruhigen. Marvin, wir müssen sie untersuchen und studieren. Das ist so wichtig für die Zukunft. Glauben sie mir, ich werde ihr helfen, aber erst muss ich sie untersuchen.“ „Spinnen sie? Sie ist ein Mensch, keine Laborratte.“ „Ich kann ihr nur im Labor helfen.“ Marvin war skeptisch. Er kannte seinen Professor und wusste, wie gerne er einen Auftrag des Militärs hätte. Aber es gab keine andere Möglichkeit.

Als es dunkel war, schafften sie Lea ins Auto. Sie hatten sie gefesselt und einen Sack über den Kopf gestülpt.  Sich ständig umschauend, schafften sie sie ins Auto. Im Labor angekommen war es nicht schwierig Lea hinein zu bringen. Aus Kosten Ersparnis gab es keinen Wachmann mehr, so konnten sie im Dunkeln ungesehen ins Labor schlüpfen. Sie gingen einen Gang lang, den Marvin nicht kannte. „Wo sind wir hier?“ „Äh – das ist der geheime Trakt für geheime Forschungen.“ „Geheime Forschungen, ohne Wachmann?“ „Äh – ja meine geheimen Forschungen. Der Trakt ist eigentlich stillgelegt. Ich habe mir die Freiheit genommen, einen Raum für meine Zwecke einzurichten. Das ist doch ideal. Mit Lea könnten wir nicht oben bei den anderen forschen. Um Gottes Willen, was meinen sie, was hier los wäre?“  Marvin blieb skeptisch, aber es war natürlich logisch. So konnten sie in Ruhe an einer Heilung für Lea arbeiten.

In dem Raum stand ein mannshoher Käfig. Marvin stutzte? In der hinteren Ecke entdeckte er noch einen. „Professor? Diese Käfige? Hatten sie etwas geahnt?“ „Öhm. Befürchtet und auch bisschen erhofft.“ „Erhofft?“ „Ja, verurteilen sie mich nicht. Die Wissenschaft ist so. Skrupellos. Geld regiert auch hier die Welt. Das werden sie  vielleicht auch noch irgendwann mal erfahren.“ Marvin schwor sich, dass er das nie erfahren wollte. Er würde sich nie kaufen lassen.

Lea war eingesperrt – sicher weg gesperrt. Marvin hasste sich dafür, aber er sah die Notwendigkeit diese Erkrankung zu erforschen. Vor allem den Ursprung. Dass es irgendwas  mit seiner Doktorarbeit zu tun hatte, dessen war er sich sicher. In seinem Gedächtnis erwachte die Erinnerung an den Laserstrahl, der den Wirkstoff eventuell denaturiert hatte. Niemals würde er das dem Professor sagen – nicht auszudenken, wenn er tatsächlich eine Waffe daraus entwickeln würde. Aber wie wurde sie infiziert. Sie hatte keinen Kontakt mit dem Erreger gehabt. Die Ratte war schon entsorgt und Lea war ihr nicht zu nah gekommen.

Wenige Stunden später gab er auf. „Professor, ich bin einfach ratlos. Ich werde mir die Aufnahmen aus meinem Labor beschaffen. Vielleicht war sie noch mal da und wurde verletzt. An ihr ist nichts zu erkennen, ihr Körper ist einfach zu entstellt.“

„Oh ja – das ist eine gute Idee.“ Marvin ging zur Security und besorgte sich die Aufnahmen. Er wählte den Tag ihres ersten Dates. Es dauerte nicht lange, da sah er ihre Bewegung. Sie versuchte eine Mücke zu erwischen, und schlug sich dabei auf den Arm. Er lehnte sich im Stuhl zurück und schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen. Er hatte vergessen, dass er eine Stechmücke im Käfig der Ratte gesehen hatte. Eine Mücke. Eine kleine Mücke hatte Lea infiziert. Es war schlimmer als er angenommen hatte. Wie aggressiv war dieser Wirkstoff? Traurig schaute er Lea an, die ihn ruhig aber hungrig beobachtete. Sein Professor betrat den Raum. Marvin berichtete ihm von seiner Entdeckung. „Haben sie ein Gegenmittel gefunden?“ „Äh – Marvin. Ich habe Leas Blut getestet. Ihr ist nicht mehr zu helfen. Sie lebt nicht mehr.“ „Was soll das denn bedeuten, sie steht doch lebend hier vor uns.“ „Ich weiß nicht genau was passiert ist, aber ihre Zellen sind tot. Da teilt sich nichts mehr. Warum sie dennoch hier steht, das kann ich nicht erklären.“ „Soll das heißen sie ist eine Art Zombie?“ „Ja – grob geschätzt, kann man das so nennen.“ Nickte der Professor hektisch mit dem Kopf.

In diesem Moment hätte er am liebsten den Professor gegen Leas Käfig gedrängt und seine Medizin kosten lassen. „Was soll denn das?“ Fragte Marvin. Seine Stimme überschlug sich vor Zorn. „Sie spielen mit dem Leben der Menschen? Wie kann man denn so was Furchtbares entwickeln wollen?“ „Junge, beruhigen sie sich. Waffen, in jeglicher Form, sind immer furchtbar. Aber Krieg ist Krieg und der nächste steht schon vor der Tür. Und Krieg bedeutet Geld. Das ist schon immer so gewesen. Oder warum meinen sie, dass die Amerikaner ständig krieg führen? Deren Kassen sind immer leer und aufgefüllt werden sie durch Krieg. Warum soll ich da nicht auch mitmischen?“ „Sie sind ein Schwein. Ein egoistisches Schwein. Schauen sie sich Lea an. Sie ist unschuldig – genau wie viele andere, die sie skrupellos ihrer Geldgier opfern würden. Aber damit lass ich sie nicht durchkommen. Es gibt nämlich etwas, das sie nicht wissen. Etwas was passiert ist, während der Extraktion des Wirkstoffes aus dem Pilz.“ Marvin lachte bösartig. „Sie werden niemals diesen Wirkstoff entwickeln. Niemals.“ „Marvin – machen sie sich doch nicht lächerlich. Sagen sie mir, was sie gemacht haben und ich werde mich großzügig zeigen. Es soll nicht ihr Schaden sein. „Niemals, niemals. Werde ich so etwas unterstützen. Ich bin nicht käuflich. Ich habe noch Ehre und bin nicht so abgestumpft.“ In diesem Moment sprang der Professor auf Marvin zu. Diese Geschwindigkeit hätte er ihm gar nicht mehr zugetraut. Marvin stolperte und taumelte gegen den Käfig. Lea ließ diese Chance nicht ungenutzt und griff nach Marvins Haaren. Und sie biss zu. In seinen Kopf. Marvin konnte sich losreisen, indem er einige seiner Haare in ihrer Hand beließ. Er hielt sich den Kopf und blickte auf seine blutige Hand. Entgeistert streckte er sie dem Professor entgegen. „Professor? Professor, ich – sie hat mich gebissen.“ „Marvin, sagen sie mir was sie gemacht haben, dann kann ich ein Gegenmittel entwickeln und sie retten.“ Marvin schüttelte ungläubig seinen schmerzenden Kopf. „Nein, nein, nein. Ich – mir wird übel.“ Und schon erbrach er sich. Er blickte auf den Professor. „Sie – sie sind schuld an dem Ganzen. SIE.“ Schrie er, als er sich auf den Professor stürzte. Ein Brieföffner war in seiner Hand gelandet. Darüber machte er sich keine Gedanken mehr. Er konnte fast nicht mehr klar und deutlich sehen. Er sah im wahrsten Sinne rot. Er stolperte dem Professor entgegen, der sich an die Tür gewandt hat. Aber Marvin war schneller. Er drückte mit seiner Hand gegen die Tür, so dass der Professor nicht mehr hinauskam. Dann stach er zu. Mitten in den Hals – die Schlagader. Das Blut spritze Marvin ins Gesicht. Er leckte sich über die Lippen. Hmmmm. Welch ein Genuss. Dann rutschte er an der Wand hinunter und blickte auf Lea. Lea rüttelte am Käfig. Sie war wild, sie war hungrig. Ihr Mund war Blutverschmiert, sie sah nie besser aus. Marvin erhob sich mit seinem letzten klaren Gedanken und öffnete ihren Käfig. Sie griff ihn nicht an – er war schon der ihre. Sie begaben sich zur Tür und öffneten sie. Gemeinsam leiteten sie die Apokalypse ein.

ENDE

 

 

 

Wochenrückblick

Wochenrückblick 02.07.18-08.07.18

Ich befinde mich zur Zeit mal wieder in einem absoluten kreativen Tief. Ich bin total demotiviert und lustlos. Aber einen Beitrag konnte ich doch veröffentlichen.


Quelle im Beitrag angegeben

Aus Bildern geboren – 2 – Schatten

Hier zu habe ich einen kleinen Text geschrieben

 

 

 


Schauen wir doch besser mal was für Motivationen die kommende Woche bereitstehen.

Christianes Etüden mit folgenden Worten 3 Worte in 10 Sätzen.

Fledermaus
schwül
verraten.


Writing Friday

Neue Schreibthemen für den Juli

  • Dein Schreibtisch erzählt aus seinem Alltag.
  • Schreibe eine Story, bei der folgende Wörter irgendwo darin auftauchen:
    Sonnenschein / ungeduldig / Kunststück / Raupe / Sommergewitter
  • Erstelle eine Pro und Contra Liste zum Thema;
    im Buchladen einkaufen vs. Bücher in Bibliothek ausleihen
    welche Seite gewinnt?
  • Du hast die Möglichkeit für einen Tag ins Weltall zu fliegen oder 300 Jahre in die Zukunft zu reisen. Welche Wahl triffst du? + Erzähle wieso du dich so entschieden hast.
  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Er konnte tatsächlich fliegen!“ endet.

Das siebte Wort | 2018 von Projekt TXT lautet Aufgelöst


 

Das war es wieder von mir – ich hoffe auf viel kreative Ideen. Das entspannt mich immer.