Drama, Erlebnis

Mach was…mit Drachen, die man steigen lassen kann

Denkt dran – bis zum 29.10 gibt es ein Anthologiebüchlein bei Amazon, bei dem einige Blogger aus WordPress mitgeschrieben haben – ich auch ;-) – Hier könnt ihr es runterladen.

 

So – jetzt aber zur Mitmachaktion – eine kleine süsse Herbstgeschichte.

Die Blätter fallen, der Herbst ist da. Und wenn es windig ist, sieht man immer mal wieder Leute, die einen Drachen steigen lassen. Ich selbst kann mich nicht mehr erinnern, wie das so war – ich glaub ich war nicht wirklich geschickt darin.

Es ist wieder Zeit für das kreative Blogprojekt von Herba und die Pö

Diesen Monat ist das Thema

Mach was…mit Drachen, die man steigen lassen kann

Ich hab eine kleine Geschichte geschrieben.


Es war einmal ein kleiner Drache. Er war schon etwas älter. Da er nicht so schön bunt wie seine Kameraden war, wurde er auch gerne übersehen. Keiner wollte mehr als einen Blick auf ihn verschwenden. Er wurde lächelnd erschaffen. Und obwohl ihm sein kleines Drachenherz so schwer war, lächelte er immer. War er denn wirklich so hässlich, dass ihn nicht ein einziges Kind wollte?

Im Laufe der Jahre staubte er furchtbar ein. Der Staub legte sich auf seine Schnüre, die im Wind eigentlich lustig flattern sollten. Sie hingen schlaff herab. Sein Schwanz war schon verschlissen. So würde er eh nicht abheben können.

Dann, eines Tages, kam ein Mann in den Laden. Er sah sehr traurig aus. Wühlte in seiner Tasche und zählte sein Geld. Langsam ging er durch den Laden und blickte die hübschen Drachen an. Er griff nach jedem einzelnen und schüttelte immer wieder den Kopf.

„Kann ich ihnen helfen?“ Fragte ihn der Ladenbesitzer.

Der Mann blickte ihn schüchtern an.

„Ja, gerne. Ich suche ein Geschenk für meinen Sohn. Wir hatten eine schwere Zeit und ich würde ihn gerne mal wieder lachen sehen. Aber ich habe nicht viel Geld und ihre Drachen sind zwar wunderhübsch – aber leider zu teuer für mich.“

Der Ladenbesitzer nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Warten sie mal. Vielleicht habe ich da was für sie.“ Er verschwand hinter dem Vorhang, den der Laden von dem vorderen Bereich abtrennte.

Der Mann hörte wie Kisten hin und her geschoben wurden. Ein leises ächzen drang an sein Ohr. Er wurde etwas unruhig. Es war ihm unangenehm, dem Ladenbesitzer so viel Mühe zu machen.

Etwas verstaubt trat dieser wieder in den Laden. In der Hand hielt er den traurigen kleinen Drachen, der so verstaubt und mitgenommen aussah. Der Mann sah den kleinen Drachen an. Erst war er skeptisch. Dieser Drachen war wirklich schon sehr mitgenommen. Aber dieses lächelnde Gesicht wirkte so sympathisch. „Ja, den nehme ich. Ich werde ihn bisschen herrichten, dann sieht er aus wie neu. Was bekommen sie dafür?“

„Nichts – wenn ich einen traurigen Jungen damit glücklich machen kann, ist mir das Lohn genug.“ „Ich kann ihnen gar nicht genug danken.“ „Warten sie.“ Sagte der Ladenbesitzer. „Sie können mir doch etwas geben. Kommen sie mit ihrem Sohn am ersten Tag, an dem sie den Drachen steigen lassen wollen vorbei, und nehmen sie mich mit. Es gibt nichts Schöneres für die Ohren eines alten Mannes, als ein Kind Lachen zu hören.“

Sie gaben sich die Hand und der Mann ging glücklich hinaus. Es dauerte noch einige Tage, bis er Zeit hatte, den Drachen zu richten. An einem Abend, als sein Sohn schon schlief, schlich er in die Garage und nahm den Drachen zur Hand. Erst mal wusch er ihn ganz sanft. Der Drachen genoss die Berührung. Er erwachte aus seiner Lethargie und nahm war, dass er nicht mehr in dem staubigen Lager lag. Jemand hatte ihn mitgenommen. Jemand wollte ihn steigen lassen. Er richtete sich auf und schüttelte sich. Der Mann blickte etwas erstaunt und ließ ihn los. Der Drache blieb stehen. Er blinzelte, und wackelte mit seinen Seitenbuscheln. „Was bist du?“ Fragte der Mann. „Ich bin einfach nur glücklich. Weißt du, glücklich sein ist ein bisschen wie Magie. Ich freue mich, dass ich bald die Luft auf meinem Körper spüren werde. Also mach schnell. Mach mich hübsch, dass wir hinaus können.“ Der Mann lachte erstaunt und tat wie gewünscht.

Am nächsten Morgen frühstückte er gemütlich mit seinem Sohn. Zog ihm seine dicke Jacke an, da der Herbstwind stark blies. Dann ging er mit ihm in die Garage und zeigte ihm den Drachen. Er hatte die Schnüre erneuert und ihm ein bisschen Farbe gegönnt. Die Bänder wurden ersetzt. Ein strahlen ging von dem Drachen aus, dem sich der Junge nicht entziehen konnte. Er hüpfte aufgeregt um seinen Vater rum und drückte ihn. Dann setzten sie sich ins Auto und fuhren zu dem Laden. In dieser Zeit hatte der Junge den Drachen auf seinen Schoss. Er streichelte ihn und drückte ihn ganz vorsichtig. Der Drache schmiegte sich an den Jungen und wusste – hier war er richtig. Dafür hatte es sich gelohnt solange missachtet zu werden.

Als er endlich, das erste Mal in seinem Leben, den Wind spürte, war der Drachen glücklich. Das war ein Leben, das eines Drachen würdig war. Er zog an der Schnur und wäre gerne weiter geflogen – aber er wusste, dass er damit einen Jungen traurig machen würde – und das war nicht sein Ziel. Er wollte glücklich sein und Glück verbreiten.

Jedes Mal wenn es windig war ging der Junge mit dem Drachen auf das Feld, um ihn steigen zu lassen. Und dies behielt er auch mit seinen eigenen Kindern aufrecht. Der Drache, von der Magie des Glückes beschenkt, brachte den Kindern so viel Freude. Niemals wieder würde er einstauben.

ENDE

Erlebnis, writing friday

#Writing Friday – Der Alptraum

Hallo ihr Lieben – heute habe ich einen etwas entspannteren Tag und wollte doch noch einen Beitrag zu den Februarthemen beim Writing Friday bringen. Die letzte Zeit war ich immer zu müde und eingespannt etwas zu schreiben. Es könnte sein, dass ab April wieder bisschen Ruhe einkehrt und ich wieder öfter schreiben kann. Ich hoffe es, denn es fehlt mir.

 

Heute will ich das Thema Alptraum auffassen.

Ich bin zum Glück keine, die oft Alpträume hat. Es kommt allerdings schon mal vor, dass meine Einschlafphasen begleitet werden von gruseligen Dingen und Gänsehaut…wirklich Gänsehaut, wenn ich vermehrt Horrorromane lese. Woher ich das weiss? Seit ich weniger lese, hab ich das nicht mehr….Bzw. Seit ich öfter mal wechsle und nicht ein Horror-Ketten-Lese-Marathon veranstalte.

Ich hatte allerdings einige Jahre immer wieder einen Alptraum, der mich echt beschäftigte, selbst wenn er nicht grausam, oder gruselig war. Aber verstört hat er mich sehr, da es meine Liebsten Vierbeiner betraf.

Seit etwa zehn Jahren wohnen wir jetzt in diesem Haus. Es war Anfangs etwas besonderes. Unser Haus. Gut, das Haus der Bank in dem wir wohnen und dafür zahlen durften. Aber endlich hatten wir was, wo wir in Ruhe mit unseren Schätzchen leben durften. Keiner, der meckern durfte, weil die Hunde am Zaum Patrouille laufen und die Schäferhündin auch noch bellt. Oder der Rüde manchmal über den Zaum sprang. Das Haus sollte Hundesicher sein. Für unsere Hunde. Also legten wir natürlich unser Hauptaugenmerk darauf. So geschehen. Das Grundstück ist von guten Mauern umgeben.

Aber es dauerte nicht lange, und wir bemerkten, dass wir das falsche Nest gekauft hatten. Wir fuhren Nachts auf die Arbeit – etwa eine Woche später war ein Zettel im Briefkasten. Die Hunde würden bellen, sobald wir fuhren. Das ist natürlich morgens um vier nicht zumutbar. Schöner wäre es gewesen, wenn die Nachbarin uns direkt angesprochen hätte – aber na ja….Die Hunde sagten es uns und wir bemerkten es nicht. Sie haben nie vorher gebellt – nie…erst seit wir hier wohnen. Dann merkten wir es auch….wir fühlten uns nicht wohl. Die Hunde fühlten sich nicht wohl. Aber jetzt ist es gekauft.

Immer öfter träumte ich, dass ich die Tür öffnete und das Tor zum Grundstück wäre offen. Die Tiere – Hunde und Katzen würden gehen und ich könnte es nicht verhindern. Manchmal stand auch ein Auto im offenen Tor, das nicht uns gehörte. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob es wahr war, oder ich es nur geträumt hatte. Immer wieder verliessen sie uns und ich konnte nichts machen. Dann hatte ich bei einer Challenge mitgemacht und man sollte einen Traum zeichnen…

Seit dem ist der Traum nicht mehr aufgetaucht. Ich bin so froh…es ist ein banaler Alptraum, aber mich hat er immer wieder verstörte und auch ärgerte.

Erlebnis, Wochenrückblick

Wochenrückblick Geschichtszauberei 28.01.19-03.02.19

Wieder ist eine Woche an uns vorbei gerauscht und ich bin nicht wirklich zum Schreiben gekommen.

Verdammt. Aber ich arbeite an dem Problem.

Einen Beitrag habe ich veröffentlicht

Schreibkicks – Rückkehr der Freunde Imaginäre Freunde


Kommen wir zu den neuen Ideen.


Bei Christiane  werden 3 Begriffe in einen Text mit maximal 300 Worten verpackt – bis zum 17. Februar 2019 können wir mit folgenden Worten spielen:

Winterreifen
eifersüchtig
stolpern.


Bei Annie habe ich noch zwei offene Themen.

Das neue Jahr ist nun schon drei Wochen alt. Aber alles was du dir vorgenommen hast, ist bis jetzt total schief gelaufen und hat sich zum kompletten Gegenteil entwickelt. Wie sieht dein heutiger Tag aus?

**

Was hast du heute vor zehn Jahren gemacht?Was ist bisher aufregendes passiert? Hat sich alles so entwickelt, wie du es dir vorgestellt hast?


Die Themen für Writing Friday

Schreibthemen / Schreibaufgaben Februar 2019 

  • Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreisst von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)
  • Erzähle von einem Albtraum.
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn…” beginnt.
  • Maren verabredet sich an Valentinstag mit einem Unbekannten, erzähle von diesem Date.
  • Schreibe darüber wie man dir eine Freude machen kann.

Ein neues Projekt stellt sich vor. Simon (Caymon) plant eine Writing Challenge und sucht noch Teilnehmer. Geplant ist es für den März. Schaut einfach mal rein.


Ich wünsche euch eine kreative Woche.

Eure Rina.

Erlebnis, Ich erzähl dir eine Geschichte...

Ich erzähl dir eine Geschichte…..Der gute Vorsatz

Annie von Ich erzähl dir eine Geschichte startet eine neue Schreibaktion mit wöchentlichen Schreibthemen.

Diese Woche geht es um Vorsätze. Die Hass-Liebe zu ihnen ist ungebrochen. Jedes Jahr wieder schleichen sie sich in unser Leben und erschweren es.

Diese Woche: Du führst eine Diskussion mit einem guten Freund über deine Neujahrsvorsätze. Wie sieht diese Unterhaltung aus?


„Hei Max, wie geht es dir? Ist schon wieder ein Jahr her, dass wir uns gesehen haben. Hahaha.“

„Echt jetzt, Rina? Diese olle Kamelle?“ „Ach komm, sei kein Frosch. Hast du es gut angefangen?“ „Jaaa, kann man so sagen. Du weißt doch, gute Vorsätze und so.“ „Vorsätze, pah. Kaum ausgesprochen, wird der erste schon gebrochen. Warte, ich glaube Abnehmen und Sport, halten sich da die Waage. Fünfzig-Fünfzig würde ich sagen.“

Verlegen schaute Max auf seine Schuhspitzen. „Nein, nein, dieses Jahr schaffe ich das. Was sind deine guten Vorsätze?“ Ich überlegte intensiv. Gute Vorsätze. Ich hatte mir keine vorgenommen, jeden Falls im klassischen Sinn. Ich hatte schon im letzten Jahr keine vorgenommen. Ich war letztes Jahr so deprimiert gewesen, dass sich doch eigentlich nur die Jahreszahl und nicht das Leben ändert. Ich  wollte nichts, was mich noch zusätzlich belastet, wie eine Diät, die wieder nicht funktioniert, oder mehr Sport, das ich eh nicht schaffe, da mich die körperliche Arbeit auslaugt. Nein. Keine Vorsätze für mich. „Ich hab keine Vorsätze. Ich lebe einfach so, ohne mich zu drücken. Aber warte, eigentlich stimmt das nicht. Ich habe mir schon was vorgenommen. Ich will viel, viel gelassener sein. Mir weniger Druck machen und mich noch mehr entschleunigen. Die Zeit rast mir zu schnell vorbei. Ich will sie bewusster wahrnehmen. Vielleicht sollte ich wieder Tagebuch schreiben? Hm.“ „Das ist doch kein Vorsatz. Vorsätze braucht der Mensch um überhaupt voran zu kommen. Sonst steht man ewig auf der Stelle. Und eine Diät würde dir schon gut tun.“ „Sei froh, dass du ein Freund bist. Denn keiner kann über meinen Körper entscheiden. Wenn ich Dick bin und bleibe ist das meine Entscheidung. Ich mache seit Dreißig Jahren Diäten. Immer irgendwas Neues und kasteie mich. Wenn ich es tatsächlich das Jahr schaffe zehn Kilo zu verlieren, bringt mir Weihnachten fünfzehn Kilo drauf. Hätte ich niemals eine Diät gemacht, hätte mein Körper die Chance gehabt sich selbst einzustellen. Nein, nein mein Freund. Ich quäle mich nicht mehr mit irgendwelchen Dingen, die mich deprimieren. Ich will eine Elefantenhaut – und nicht nur wegen meiner Figur – eine Elefantenhaut an der alles Unliebsame abperlt oder ich entspannt abwischen kann. Ich habe mir vorgenommen, die Arbeit auszublenden, noch langsamer zu arbeiten und meine Freizeit bewusst wahrzunehmen. Selbst wenn ich nur die Wohnung sauber mache – das will ich erleben.“ Max schüttelte den Kopf. „Du bist komisch.“ „Ja, und das ist es was du doch magst, oder?“ Er lachte, drückte mich und winkte zum Abschied. „Bis nächstes Jahr, mein lieber.“ „Bis nächstes Jahr, Rina. Dann versuche ich mein Glück erneut. Du weißt, wir inneren Schweinehunde sind sehr hartnäckig.“ Ich lachte und ging meines Weges.

ENDE


Meine Empfehlung – lasst die guten Vorsätze wo sie sind….weit weg. Sie beschweren eure Seele und belasten euch nur.

 

Erlebnis, Projekt TXT*

Das sechste Wort | 2018 – Selten

Ein Vorfall auf der Arbeit erschütterte mich. Nein, eigentlich nicht – es machte mich eher traurig, wie dunkel mancher Menschen Seele doch ist. Hier mein Aufarbeiten zu dem sechsten Wort von Projekt.TXT

 

Es war einmal….fangen nicht gerne Märchen damit an? Und enden sie nicht für gewöhnlich …und wenn sie nicht gestorben sind…?

Es war einmal.

Eine junge Maid, mit viel Energie startete sie regelmäßig ihren Tag. Behütet war sie aufgewachsen. Selten machte sie ärger. Ihre Eltern waren stolz auf sie und erhofften sich viel. War sie doch schlau und ehrgeizig. Ein braves und hübsches Mädchen. Sie war immer sehr schüchtern und zurückhaltend. Aber als sie in die Blüte kam, wurden auch die jungen Männer auf sie aufmerksam.

Trotzdem war sie immer besonnen. Natürlich hatte sie auch viele tränenreiche Nächte, weil wieder mal ihr kleines Herzchen einen Riss bekam. Aber gebrochen war es nie – dafür war sie zu realistisch. Sie ging ihren Weg und wusste früh, was sie wollte und was nicht. Selten hat sie sich ablenken lassen. Gefühle waren gestattet, durften sie aber nicht hindern. Je älter sie wurde umso gefestigter wurde sie in ihrem Dasein.

Sie hatte großes vor. Aber irgendwo auf dem Weg zu dem großen Abenteuer verlor sie sich. Sie übernahm sich. Der Druck wurde zu groß und sie kam zu der Gewissheit, dass sie zwar schlau, aber nicht schlau genug war, für den eingeschlagenen Weg.

Aber, war sie auf ihrem Weg doch immer erfolgreich. Ihre Arbeit, in der war sie gut und nicht lange, da wurde sie gefördert. Sie war beliebt. Ein netter Mann trat in ihr Leben, der sie nahm wie sie sich anbot. Sie hatten Vorstellungen und er keine Hindernisse. Die Allianz wurde beschlossen. Sie hatten kein leichtes, aber ein gutes Leben.

Dann kam ein dunkler Fürst. Er brachte ihre Welt und Ziele zum Einsturz. Falsches Zeugnis legte er ab und brachte das glückliche Paar zu Fall. Sie erhoben sich, kämpften und siegten. Aber die Gilde, der der dunkel Fürst angehörte war mächtig. Das Paar durfte dort weiter arbeiten, aber nur noch niedere und schwere Tätigkeiten ausführen. Selten gab es noch gute Tage. Schulden drückten, schmerzen plagten und die Menschen mit denen sie sich umgeben mussten, waren Falsch.

Sie wussten es, mussten sich aber mit ihnen umgeben. Sie brauchten Essen und ein Dach über dem Kopf – ihnen blieb nicht viel anderes übrig.

Sie überlebten, sie lebten. Die Tage wurden qualvoll aber ihre Liebe war ein Strahl, dem sie immer folgten. Sie würden das überstehen.

Die Frau arbeitete mit anderen Frauen. Man weiß, dass Frauen nicht miteinander können. Es gibt immer Falschheit und Neid. Die Frau war genügsam. Sie tat, was ihr aufgetragen wurde. Selten wehrte sie sich.

Manchmal vergaß sie die Falschheit derer, die sie umgaben. Sie wurde dorthin und dahin geschickt um die schweren Tätigkeiten zu leisten. Während die jungen Frauen und Männer die erst neu in der Gilde erschienen, mit leichten Tätigkeiten belohnt wurden, für Leistungen, die sie niemals tätigen würden. Ihr Kreuz wurde ihr lahm. Ihre Füße wollten sie nicht mehr tragen. Und die Falschheit umschlang sie, zog sie in die Tiefe. Ein Schätzchen hier und ein Schätzchen dort – sobald sie sich umgedreht hatte, zeigten sie die Fratzen. Die Monster, die in ihnen steckten, blickten hinter der Fassade hervor. Selten, aber intensiv bemerkte die Frau dies.

Der Mann und die Frau dachten viel nach und erkannten das Muster. Die Frau hatte erkannt, dass ihre Gildenführerin sie verraten und verkauft hatte. Ihr aber immer wieder versicherte, dass das Oberhaupt der Gilde dafür verantwortlich sei. Wie oft? Fragten sich die Frau und der Mann. Wie oft hat diese Führerin falsches Zeugnis abgelegt und die Schuld ihrer Taten den anderen zugeschoben.

Nicht selten – das Böse Blut, das sie vergossen hat, zog sich zäh und dunkel durch das Denken und Fühlen der Frau. Es kam in Wallung, mit der Erkenntnis, dass sie niemanden außer ihren Mann, hatte, dem sie trauen konnte. Und was eine Last war, wurde zu einer Leichtigkeit. Endlich erkannte sie, das falsche Antlitz der Führerin. Und sie schwor sich, dass sie nur noch selten den Kontakt zu der Gildenführerin suchen durfte. Noch musste sie den Schein wahren. Noch war die Rebellion nicht ausgereift. Aber im Kessel schmorte es schon. Es würde überquellen und die Gildenführer würden endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Solange würden die Frau und der Mann in einander Kraft finden. Und wenn sie nicht gestorben sind – würden sie irgendwann endlich in Freiheit und Liebe leben können.

Ende

 

Aus Bildern geboren, Erlebnis

Aus Bildern geboren – 2 – Schatten

Aus Bildern geboren, ist eine Schreibaktion, die unsere visuelle Kreativität anregt. Was erzählt einem ein Bild. Dieses mal ist es ein richtig schwieriges Bild und ich habe lange gebraucht. Jetzt ist beruflich eine unangenehme Situation eingetreten, da passt es wirklich gut um mich bisschen abzuregen.

Quelle

Schatten – sie verfolgen mich. Die Vergangenheit lässt mich nicht los. Wie ein dunkler Schatten, dem ich nicht entkommen kann. Ein ständiger Dorn in deren Augen, in deren Fleisch. Der Hass schwabbt  über – das Unvermögen diese Situation zu begradigen. Der Triumph – unser Triumph. War es wirklich ein Triumph? Oder haben wir uns in ein Gefängnis drängen lassen? Ja ein Gefängnis – ein seelisches Gefängnis. Ein Fass, in dem die Tropfen sich zu einem See sammeln. Jetzt – der letzte Tropfen ist gefallen. Das Fass läuft über – wie es seine Bestimmung ist. Und jetzt. Welche Konsequenzen werden die Schatten austüfteln?

Schatten auf ihren Seelen. Angekettet an die Dinge, die sie getan haben. Karma, das sie sich aufgebürdet haben und immer noch bürden. Sie werden dafür zahlen. Aber werden sie auch wissen wofür? Die Schatten, die meinen Schlaf stören, meine Gedanken vergiften. Sie schleichen sich in jede Faser meines Denkens. Mein Gehirn ist vergiftet – mein Denken vergiftet. Meine Gefühle wabern unruhig durch meinen Magen, durch mein Herz. Die Schatten lassen  mich nicht zur Ruhe kommen. Der Situation kann man  nicht ausweichen. Das Leben – unser Leben hält uns an die Schatten gefesselt. Aber nur Dienst nach Pflicht – mehr bekommen sie nicht. Im Ton vergriffen – Schatten den Stinkefinger gezeigt. Mal sehen, ob er ihn mir zurückstreckt.

Wir werden sehen, ob ich nicht doch die Schatten abstreifen kann und wieder triumphiere.

Erlebnis, writing friday

[#WritingFriday] Week 25 – Wünsch dir was.

[#WritingFriday]

ist eine wöchentliche Schreibaktion von Elizzy.

Erzähle uns von einem Wunsch, denn du aus Angst noch nie angegangen bist.

Irgendwas in den 1980ern (Die Goldbergs)

Marina liebte es  zu lesen. Ihre Mutter arbeitete eine Zeitlang arbeitete sie in einem Schreibwarenhandel, die auch Bücher verkauften. Da gab es immer mal Fehldrucke oder Mängelexemplare, die sie ihrer Tochter mitbringen durfte. Eines Tages befand sich ein Buch von Berte Bratt dabei. Meine Träume ziehen  nach Süden. Sie vertiefte sich sofort in die Welt von Senta und Sonja. Sie reiste mit ihnen nach Afrika und erlebte eine atemberaubende Tierwelt. Sie hörte die Löwen brüllen und die Elefanten tröten. Sie war verliebt. Verliebt in ein fernes Land, das sie irgendwann bereisen wollte. In dem sie leben wollte.

Sie wuchs heran und der Wunsch Afrika zu besuchen und dort mit Tieren zu arbeiten wuchs ebenfalls. Als sie mit ihrer Ausbildung fertig war, reiste sie viel. Aber nach Afrika hatte sie es nie geschafft. Einige Versuche dort zu arbeiten, scheiterten. Das digitale Zeitalter war noch fern und es gab nicht viele Möglichkeiten dort zu arbeiten. Zu dieser Zeit – etwa in ihren Zwanzigern, begann eine leichte Ängstlichkeit in ein so fernes und fremdes Land auszuwandern. Ein Studium der Biologie war noch mal ein Versuch etwas zu bewegen. Aber sie war nicht wirklich gut darin. Mit steigendem Alter steigerte sich auch etwas die Angst, das gewohnte Umfeld zu verlassen. Die Zeit war verstrichen.

Ein Partner trat ins Leben, ein Haus wurde gekauft und die Angst – Verlustangst übernahm die Führung. Je älter sie wurde umso weniger traute sie sich einen solchen Einschnitt ins Leben zu. Die Eltern wurden älter – sie wollte sie nicht alleine lassen. Ihre Partnerschaft wurde ernst und fest, das wollte sie auch nicht  mehr aufgeben. Aber ganz tief in ihrem Inneren wusste sie, das waren willkommene ausreden um die kleine Angst des neuen dahinter zu verstecken.

Erlebnis, writing friday

[#WritingFriday] Week 11 – Meine Suzi

Der Freitag auf Geschichtszauberei gehört elizziy´s #writing friday. Diese Woche habe ich  mich für eine Liebeserklärung entschieden.

Ich habe sowohl mein Fahrrad als auch mein erstes Auto geliebt  – aber am meisten – deswegen ändere ich hier bisschen was – habe ich meine erste Suzi geliebt.


Du kannst dich doch noch erinnern, oder? Bevor ich dich hatte bin ich überall in der näheren Umgebung mit meinem klapprigen Fahrrad gefahren – die weiteren Strecken bin ich mit meinem süssen kleinen grünen Corsa gefahren. Aber das war fast vorbei – als ich dich gekauft habe. Wie bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, dich zu kaufen? Ich war ja motorisiert. Mein damaliger Freund hat mich irgendwie dazu bekommen – es ist zu lange her um mich genau zu erinnern. Aber ich bin mit meinem Corsachen in die nächste Stadt gefahren – mein Paps und mein damaliger Freund waren dabei  – ich hatte nicht so viel Geld – du warst meine aller erste Finanzierung. Da standest du – im Laden es war bisschen dunkel – aber du warst ideal für mich. Anthrazit-Farbend – elegant und genau richtig für mich. Vertrag wurde unterschrieben – aber ich bin nur einmal auf einem gefahren und das ging schief – ich habe mich also nicht getraut dich sicher nach Hause zu bringen – das hat mein Paps erledigt. Er hat dich bei  mir zu Hause abgestellt und ich bin dann an einem Sonntag endlich auf dir gefahren. Eine Sonntagsfahrerin – aber nicht lange – als ich das erste mal auf dir gesessen habe, war ich sehr ängstlich – aber auch das ging schnell vorüber – bald genoss ich es den Wind durch das Visier im Gesicht zu spüren. Mich in die Kurven zu legen und überall vorbei zu kommen. Suzi nannten sie in der Werkstatt dich – ich habe dich regelmässig zu den Inspektionen gebracht. Meine kleine Suzi. Wie oft sind wir zusammen bei Glatteis gestürzt – zig mal habe ich einen Spiegel austauschen müssen. Auch hatte deine Plastikverkleidung schon einige Schrammen und abgebrochene Ecken – aber das hat deiner Schönheit für mich keinen Abbruch getan. Je mehr Kratzer und Abreibungen um so mehr liebte ich dich – da ich mich trotzdem sicher gefühlt habe auf dir. Du hattest einen kleinen Koffer auf dem Gepäckträger und eine Scheibe die mich vor zu starkem Regen und Wind schützte. Unsere Zeit zusammen wird mir immer unvergessen sein.  Meine kleine Suzi – 50ccm Suzuki Motorroller. Immer ein Platz in meinem Herzen – unsere tollen Fahrten, die mir einen kleinen Genuss von Freiheit verschafften.


Das sind die Themen für den März.

Erlebnis, writing friday

Writing Friday – Traum

Bei elizzy91 läuft noch die Januar Schreibaktion mit den Themen für den #writingfriday

  • Erzähle von einem Moment, der den weiteren Verlauf deines Lebens fundamental hätte verändern können.
  • Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.
  • Schreibe einen Brief an dich als 15-jährige/r
  • Überrede einen Veganer, eine Currywurst mit dir zu essen.
  • Dein Begriff von Freiheit.

Einen allgemeinen Traum hatte ich ja schon mal erzählt – in letzter Zeit hatte ich keine Träume an die ich mich erinnern kann.

Aber diese Woche hatte ich einen, den ich mir auch sofort notiert habe – damit ich ihn nicht vergesse.

Aber viele Dinge – weiß ich nicht ob ich sie empfunden oder auch gesehen habe.

Ich bin  mit meinem Mann in einem Bungalow oder in einer grosszügigen Parterre Wohnung. Es ist sehr warm – Ich bin locker angezogen – irgendwie erinnert mich die Szene an eine Wohnung in New Orleans – ich war noch nie da – nur was ich aus Filmen kenne. Wir sitzen auf der Terrasse und trinken einen Wein. Unsere Katze sammelt junge Kätzchen ein – aber nicht ihre. Sie stopft die kleinen in eine Ecke – es könnte ein Schrank sein und das Geländer der Terrasse – aber die kleinen büxen ständig aus und sie sammelt sie wieder ein mit einer stoischen Geduld. Wir beobachten das amüsiert. Ihr Bruder tigert nur einfach nur hin und her. Die Hunde sind nicht da – ich habe das Gefühl, dass sie nicht mehr da sind. Das macht mich traurig. Wir sitzen und schauen auf die gegenüberliegende Seite – sie ist weit entfernt. Ich bin verärgert. Meine Ex-Beste-Freundin wohnt dort. Warum ist sie dorthin gezogen? Ich fühle mich verfolgt und beobachtet von ihr.

Dann bin ich wach geworden

 

Warum ich von meiner Ex-Besten-Freundin träumte – kein Plan – wir haben seit mindesten 12 Jahren kein Kontakt mehr – sie ist zwar tatsächlich in den Nebenort gezogen – aber ich habe sie noch nie getroffen. Und eigentlich ist das ganze abgeschlossen für mich.

Das mit der Katze – das ist mir ein absolutes Rätsel.

Die Lokation – die kann ich  mir noch erklären – wir fühlen uns hier nicht wohl und mögen es warm. Wir hätten gerne einen Bungalow und warm…also das ist wohl im Moment der Temperatur geschuldet.

Erlebnis, writing friday

[#WritingFriday] Week 2 – Der Traum

Die zweite Woche bei elizzy91 und ein zweiter #WritingFriday im Januar.

  • Beschreibe den letzten Traum, an den du dich erinnerst, so detailliert wie möglich.

Gut – ich habe die letzte Zeit immer noch nicht so geträumt, dass ich mich erinnere. Aber wer hat keinen Traum – also beschreibe ich euch meinen Traum.


Mein Traum – damals war mein Traum erfolgreich werden, meine Fussabdrücke in die Welt zu drücken – oder meine Hände in den Boden. Wall of Fame – aber für was. Keine Ahnung.  Ich bin und bleibe ein Mensch, der gerne erstmal wartet. Alles löst sich doch irgendwie. So war das auch mit meiner Lehrstelle. Puh – Glück gehabt. Nach der Ausbildung wurde ich dann von einem Patienten gefragt, ob ich nicht selbst Zahnarzt werden wollte – Bloss nicht – aber mein Fokus wurde neu gestellt – mein Traum zu Studieren wurde geweckt – also Abendgymnasium und dann Studium…Gedacht getan – da war er der Traum. Greifbar. Aber je länger ich in der Uni fest hing und beobachtete wie HiWis behandelt wurden – begann ich zu zweifeln. HiWis kochten Kaffee – trugen Sachen von oben nach unten und kehrten den Stuhl des Professors. Da kann ich auch Zahnarzthelferin bleiben. Nach einem Unfall und über drei Tage Abwesenheit, wegen Krankenhausaufenthalt – flog ich aus dem Kurs und das war mein Zeichen. Abbruch. Exmatrikulation und – nun – Scheitern auf ganzer Linie. Durch das Studium habe ich einen guten Job saussen lassen und hänge jetzt in einem bescheidenen Fest. Aber ein Traum ist ein Traum – und es entwickelte sich ein neuer.

Freiheit. Autarkes Leben. Selbstversorgung. Das wäre mein Traum. Mit meinem Mann auf und los. Alles hinter uns lassen und irgendwo neu anfangen, oder einfach weiter fahren. Das wäre mein Traum. Frei von den Konventionen, dem Konsum, dem Druck…das wäre was

Aktuelle Teilnehmer (ihr könnt jederzeit mit einsteigen!):