Apokalypse, Mach was mit...

Mach was mit….Sternen…..das Lied der Sterne

Wieder gibt es ein neues Thema bei Die Pö und Herba. Die Sommerpause ist vorbei und es heisst wieder kreativ sein. Egal wie, Schreiben, Malen, Backen, Basteln. Was einen animiert.

Ich habe geschrieben.

Hast du jemals den Sternen zugehört? Schau hoch zu ihnen – sie singen. (Quelle)


Es war ein ganz normaler Dienstag. Der Wecker klingelte unaufhörlich, um mich aus einem meiner schönen Träume zu reißen. Warum sollte ich überhaupt aufstehen? Das Bett hatte eine unheimliche Saugkraft und wollte mich nicht entlassen. Ich war wirklich am überlegen, ob ich mich nicht einfach krank melden sollte. Es war einfach zu deprimierend. Aufstehen, arbeiten, heimkommen, der nächste Job, heimkommen, schlafen gehen. Und für was? Nur um dann gerade so über die Runden zu kommen. Das musste doch irgendwie zu beenden sein.

Der Wecker klingelte schon wieder. Ich stöhnte herzhaft und erhob mich. Der übliche Trott zog mich, wie die Karotte vor der Nase den Esel. Bucket strich mir mit seinem weichen Fell um die Beine. „Ich weiß mein Schatz – du hast Hunger. Ich auch. Komm hoch – ich gebe dir dein Futter, bevor ich wieder mal lange verschwinde.“ Er sprang auf die Arbeitsfläche in der Küche und ich schnitt ihm schnell paar Hühnerherzen klein.

Vor der Tür tat sich was. Ein unheimliches Rumpeln erschütterte die Gläser in meiner, ich sag mal Vitrine. Eigentlich war es eher ein ausrangierter Küchenschrank, den ich bisschen aufgehübscht hatte. Noch im Schlafanzug ging ich zur Tür. Bucket hatte ich auf dem Arm. Er liebte es ein Blick aus der Tür zu erhaschen. Ich öffnete die Tür und sah schon den Nachbarn. Ich winkte ihm zu und wollte zu ihm gehen. Er wusste immer alles, was hier für irgendeinen Lärm verantwortlich war. Aber ich brauchte gar nicht so weit zu gehen. Ich sah es schon selbst. Panzer. Panzer! Es fuhren Panzer an meiner Haustür vorbei. Bucket erschrak, sprang von meinem Arm, nicht ohne mich für den Lärm zu bestrafen und mir einen dicken Kratzer am Arm zu hinterlassen. „Autsch, Bucket!“ schnauzte ich und blickte ihm böse hinter her, wie er in seine Höhle im Flur verschwand.

Das hätte ich auch machen sollen. In einer Höhle verschwinden. Das Leben würde nicht mehr das Selbe sein, das war mir in diesem Moment klar. Ich wusste es. Wusste es schon lange. Die Vorzeichen waren schon lange genug da. Ich war vorbereitet. War ich vorbereitet?

Ich drehte mich schnell um und verschwand im Haus. Schnell verbarrikadierte ich alles. Rollläden ließ ich nach unten, Tür fest verschlossen. Die Waffen standen bereit. Ich ging schnell in den Keller um dort die Fenster fest und sicher zu verschließen. Schnell rannte ich nach oben um dort alles abzusichern. Aber vor allem mich passend zu kleiden. Jetzt hieß es warten und weiter vorbereiten. Ich checkte meinen Fluchtrucksack. Check, check, check. Ich war vorbereitet.

Ich suchte mein Radio und schaltete es an. „….die Bevölkerung wird gebeten Ruhe zu bewahren und in ihren Häusern zu bleiben. Bitte bleiben sie auf diesem Kanal um die Rettungsmassnahmen mitzubekommen. Solange bleiben sie bitte ruhig.“

Ruhe bewahren. Ja, das war wichtig. Bucket kam aus seiner Höhle. „Ach Süßer, jetzt ist es soweit. Wir haben das geprobt. Du weißt was zu tun ist.“ Ich hatte einen speziellen Transportkorb für ihn besorgt. Er wäre schon hinderlich, aber ich konnte mein Herz nicht hier lassen. Ich weiß, er würde schon zurechtkommen. Aber ich nicht ohne ihn.

Ich wartete einige Tage – solange mein bescheidener Vorrat hielt, dann musste es weiter gehen. Im Radio hatte man die Angriffe verfolgen können. Ich wusste ja, welche Strecken sie nehmen würden. Es gab genug Ankündigungen. Man hätte nur die Augen öffnen müssen. . Die Finsternis kam. Sie würde alles verschlingen. Alles Unwürdige und unvorbereitete töten. Ich würde abwarten. Drei Tage nur dann könnte ein neues Leben beginnen. Jetzt wurde es wirklich ernst. Ich, wir würden unser Haus verlassen und versuchen zu überleben.

Ich hatte schon lange die Route geplant, die wir nehmen würden. So war es. Abends, es dämmerte packte ich meinen Rucksack und Bucket. Ich öffnete die Hintertür. Ich verschloss das Haus nicht, vielleicht würde ich zurückkommen, da sollte die Tür nicht kaputt sein. Ich ging los. Ich blickte nicht zurück. Ein neues, hoffentlich besseres Leben würde uns erwarten. Wir lebten.

„Bucket? Hast du jemals den Sternen zugehört? Schau hoch zu ihnen – sie singen. Sie singen das Lied einer besseren Zukunft.“

Ende

Apokalypse, Projekt TXT*

Das vierte Wort – Pilz der Apokalypse

Was ist das Projekt *.txt?

Schnell erklärt soll das Projekt *.txt der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen!

Das vierte Wort lautet:

Ich habe lange an dieser kleinen Apokalypse geschrieben. Es gab viel Pausen dazwischen und am Ende war es ein totales Durcheinander. Aber eine gute Übung einen Text zu überarbeiten. Das könnte aber auch der Grund sein, dass es vielleicht manchmal etwas holprig wirkt. Der Text ist etwas länger geworden.

Warnung: Es kommen blutige Szenen vor. 

Marvin hatte Biologie studiert – Mikrobiologie. Er hatte gerade mit seiner Doktorarbeit begonnen. Er fühlte sich jetzt schon wahnsinnig genervt. Die Diplomarbeit hatte ihm schon nicht zugesagt, aber da er nicht unbedingt der fleißigste Student war, hat er halt angenommen, was ihm sein Professor. angeboten hatte.

Er sollte einen bestimmten Wirkstoff aus einem psychoaktiven Pilz extrahieren und aufschlüsseln. Eine langweilige Aufgabe. Er sollte diesen Wirkstoff dann an verschiedenen Versuchstieren testen und dessen Auswirkungen dann erfassen. Dieser Pilz war eine neue Gattung, die ein Biologe bei seinen Exkursionen im Himalaya Gebirge entdeckt hatte. Noch absolut unerforscht. Aber die Wirkung solle sehr heftig sein. Selbst die Einheimischen hatten vor diesem Pilz gewarnt. Sie meinten da stecke der Teufel drin.

Marvin kitzelte es in den Fingern, selbst mal einen kleinen Versuch zu starten. Schließlich würden auch irgendwann Menschenversuche stattfinden müssen. Noch hatte er sich nicht getraut. Aber ihm schwante schon ein Opfer vor. Einer der IT-Boys die sich so aufspielen und ihn immer wieder ärgerten, sollte sein Versuchsopfer werden. Aber solange saß er am Photonenmikroskop und untersuchte die einzelnen Pilzkomponenten. Was bei einem Pilz ja nicht wirklich viel ist. Da diese Aufgabe natürlich auch wirklich sehr, sehr langweilig war, passierte es, dass Marvin einschlief. Während er gerade versuchte die DNS zu entschlüsseln. Dumm nur, dass der Laser an war. Man brauchte kein Wissenschaftler zu sein um sich zu denken, dass das nicht gut ausging.

Im ersten Moment geschah natürlich nichts. Nach dem Marvin seinen Kopf von dem voll gesabberten Tisch hob, erschrak er. Schnell schaltete er den Laser aus und schaute sich die Werte am PC an. Auf den ersten Blick war nichts zu erkennen. Beruhigt verließ er das Labor und ging zur Pause.

Vollgegessen und träge schleppte sich Marvin wieder an seinen Platz. Den Vorfall  mit dem Laser hatte er schon längst vergessen. Der extrahierte und unbeabsichtigt bestrahlte Wirkstoff, wollte er dann in eine Ratte spritzen. Damit fing seine eigentliche Doktorarbeit an. Überwachen und notieren. Einige Stunden später hatte er Kopfschmerzen und tränende Augen. Nichts passierte. Was sollte auch passieren? Er machte Schluss für diesen Tag. Der nächste würde vielleicht mehr bringen.

Gähnend schloss er am nächsten Tag sein Labor auf – er war, wie immer, der erste. Kaffee kochen, Tasse hinstellen und setzen. Das waren die ersten Dinge, die er tag täglich machte. Ein Blick auf seine Ratte ließ ihn aufspringen. Was war geschehen? Ein Monster saß im Käfig und blickte ihn mit rot unterlaufenen Augen an. „Wow – ich glaube nicht, dass das passieren sollte?“ Er wusste nicht ober er seinen Doktorvater kontaktieren sollte? Ihm fiel schließlich doch noch ein, dass der Wirkstoff vielleicht denaturiert war.

Das Beste wäre die Ratte zu eliminieren, den Wirkstoff zu eliminieren und das Ganze zu vertuschen. Das wäre das einfachste gewesen. Aber was ist schon einfach. Wenn etwas schief geht, dann gewaltig. So auch hier. Marvin beobachtete, dass eine Stechmücke versuchte aus dem Käfig zu entkommen. Prinzipiell ja nichts schlimmes, wenn diese Ratte nicht so entartet wäre. Marvin wollte sie verjagen – aber sobald er  in die Nähe des Käfigs kam, rastete die Ratte aus. „Oh – wow.“ Marvin sprang zurück. So also, die musste weg. Er nahm den Käfig – sehr vorsichtig und ging zum Tierkreamtorium, dort landeten alle misslungenen Versuche. Er schob den Käfig in die Gaskammer und öffnete das Ventil. Gas strömte in den Käfig. Das dauerte – die Ratte war hartnäckig. Aber dann fiel sie doch noch um. Er öffnete den Verbrennungsofen und lies die Rattenleiche hineingleiten. Schnell drückte er auf den Startknopf und seine Verfehlung war Asche. Die Probe des Wirkstoffs landete im toxischen Abfall zur Sonderentsorgung. „Uff.“ Zurück in seinem Labor, trat Lea ein. Er stand auf Lea – hatte sich aber noch nie getraut sie um ein Date zu bitten. Jetzt fühlte er sich aber mutig. Er hatte eine Monsterratte vernichtet. Er war ein Held. „Hi Lea, wir geht es?“ „Hi Marvin – gut danke. Hier. Professor Brent  sucht die Unterlagen zu diesem extrahierten Wirkstoff aus dem Pilz. Die müssten bei dir sein.“ „Äh – ja hier. Du sag mal hast du vielleicht mal Lust mit mir auszugehen?“ Lea stutze. „Ja klar, warum nicht.  Weißt du was? Heute passt perfekt. Lass uns von hier aus zum Essen gehen. So in einer Stunde?“ „Echt – ja super. Ich warte auf dich.“ „Okay – bis in einer Stunde. Autsch. Verdammtes Vieh. Mich hat so eine miese Stechmücke erwischt. Ich hasse dieses Vogelfutter. Also bis später.“

Lea lief zu Professor Brent um ihm die Unterlagen zu bringen. Sie fühlte sich beschwingt und freute sich, dass Marvin endlich gefragt hatte. Sie schmachtete ihn schon eine ganze Weile an. An der Tür zum Labor wurde ihr etwas schwummrig. „Das ist bestimmt die Vorfreude.“ Sie trat ein und wurde schon erwartet. „Hier die Unterlagen von Marvin.“ „Ah – danke Lea. Geht es ihnen gut? Sie haben rote Placken im Gesicht.“ Erschrocken führte sie die Hände in ihr Gesicht und ging zum Spiegel. „Oh nein. Wie sehe ich denn aus? Oh Mann. So kann ich mich ja nicht zeigen.“ Sie griff in ihre Handtasche um sich etwas Make-up zu greifen und fing an diese Flecken zu überschminken. Gerade heute musste sie so einen hässlichen Ausschlag bekommen. Verdammt.

Zur Verabredeten Zeit ging es Lea richtig schlecht. Aber sie hatte solange gewartet, dass Marvin aus seinem Schneckenhäuschen kam, dass sie auf keinen Fall absagen wollte. Sie begab sich zu Marvins Labor und klopfte. Er musste schon hinter der Tür gestanden haben, so schnell öffnete er. „Hallo. Schön, ich hatte schon Angst, dass ich es geträumt habe.“ Er schloss die Tür und nahm sie am Arm. „Wie wäre es mit Buckys gegenüber?“ Lea hustete und räusperte sich. „Ja – da gehe ich gerne hin. Eine gute Wahl.“

Im Buckys entschuldigte sich Lea und ging auf Toilette. Ihr ging es richtig schlecht. Schnell ging sie in eine Kabine um sich zu übergeben. Hatte sie sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen? Dieses Schicksal. Es machte ihr schon wieder einen Strich durch die Rechnung. Sie wusch sich schnell und ging zurück. Wie sie den Abend überstehen würde, wusste sie noch nicht. Aber sie würde.

Sie biss die Zähne zusammen und bestellte sich einen Burger englisch Style. Im Moment hatte sie einen Heißhunger auf Rohes. Bekam sie ihre Periode? Aber da hatte sie eher Heißhunger auf Schokolade. Nach dem Burger ging es ihr tatsächlich besser. Unerwartet, aber erfreulich. Sie taute auf und hatte einen wirklich witzigen Abend mit Marvin. Er begleitete sie nach Hause und vor ihrer Tür stammelte er leicht beschämt: „Äh – d-das war ein w-wirklich netter  Abend. Das können wir mal wiederholen, oder?“ Lea ging es schon wieder etwas schlechter und sie unterdrückte einen Rülpser. „Ja, auf jeden Fall. Ich hatte viel Spaß.“ Sie reckte sich etwas nach vorne und Marvin beugte seinen Kopf in ihre Richtung. Er küsste sie. Allerdings schmeckte sie sehr seltsam. Wie verdorbenes Essen. Er unterdrückte seinen Ekel. Das lag vielleicht an dem fast rohen Burger. Schnell verabschiedete er sich. Er war leicht verstört. „Das war echt eklig. Das nächste Mal gehen wir vegetarisch Essen.“

Lea stürzte zur Toilette und übergab sich. „Uff – mich hat es ganz schön erwischt, das war bestimmt das Tunfischsandwich zum Frühstück – sowas vertrag ich dann wohl doch nicht mehr.“ Schmunzelte sie, da sie sich anhörte wie ihre Mutter. Wacklig stand sie auf und machte sich frisch.  „Am besten gehe ich gleich schlafen, damit ich morgen wieder fit bin. Vielleicht kann ich mit Marvin zu Mittag essen, das wäre schön.“

Marvin schwebte nach Hause. Der Abschied war zwar etwas eklig, aber  seine Schmetterlinge im Bauch hinderte das nicht ihn im Magen zu kitzeln. Er war definitiv verliebt. Schon freute er sich auf morgen. „Ich werde ihr nachher noch eine Nachricht schicken, ob sie mit mir zum Mittag essen will.“ Er unterdrückte ein hüpfendes Laufen.

Am nächsten Morgen erwachte Lea nicht mehr. Oder? Doch sie stand auf. Aber es war nicht mehr Lea.

Marvin holte sich einen Coffee-to-go auf dem Weg zur Arbeit. Beschwingt öffnete er die Tür zum Labor und schaute auf sein Handy. Lea hatte noch nicht geantwortet. Starke Enttäuschung machte sich bereit. Vielleicht fand sie es nicht so gut wie er? Er wollte nicht warten und rief sie an. Es klingelte. Lange. Dann nahm jemand ab. „Lea? Wo bist du, ich wollte mit dir zu Mittag essen. Hast du meine Nachricht nicht bekommen?“  „Wrrrgggg“ „Lea? Alles in Ordnung – ich habe kein Wort verstanden.“ „Arrrggg, wrrrrgggg.“ „Geht es dir nicht gut? Soll ich vorbei kommen?“ „Jaarrrrrggg“. Hm – ihr ging es gestern schon nicht so gut, das hat man ihr angesehen. „Ich komme vorbei. Warte auf mich.“ Schnell packte Marvin seine Sachen zusammen und meldete sich früher ab. Etwas Persönliches. Dann rief er ein Taxi. Vor ihrer Tür angekommen, klingelte er. Aber keiner öffnete. Er wolle gerade bei einem Nachbarn klingeln, als die Tür sich öffnete und ein junger Mann mit Kopfhörern, seinen Blick auf  sein Handy gerichtet, heraus kam. Schnell schlüpfte er hinein und stieg zu Leas Wohnung hinauf. Er klopfte – keiner öffnete. Aber sie war da. Er konnte sie stöhnen hören und es polterte, als würde sie die Einrichtung auseinander nehmen. Zögerlich klopfte er. „Lea?“

Es wurde ruhig. Er hörte ein Schlurfen. Etwas stimmte hier ganz und gar nicht. Er wurde unruhig. Sein Instinkt riet ihm zu fliehen. Ein Schatten lugte unter dem Türspalt am Boden heraus. Etwas – er war sich ziemlich sicher, dass es ein Etwas war – drehte den Türknopf.  Aber es geschah sehr unbeholfen und die Tür öffnete sich nicht. Dann klappte es. Das Schloss klackte. Die Tür öffnete sich. Marvin war bereit zu fliehen, als die Tür aufgezogen wurde. Rot leuchtende Augen blickten ihn aus dem offenen Spalt entgegen. Lea. Sie war kaum wieder zu erkennen. Marvin sprang zurück. Lea wollte die Tür aufreißen, aber sie hatte die Kette vorgelegt. Was sollte Marvin jetzt machen? Die Polizei rufen? Seinen Professor rufen. Er ahnte, dass diese Verwandlung etwas mit ihren Versuchen zu tun hatte. Das spürte er. Er zog die Tür zu und kramte nach seinem Handy. „Professor Brent.“ „Professor? Hier ist Marvin. Hören sie mir zu. Ich bin gerade bei Lea – irgendwas stimmt mit ihr nicht. Sie – sie ist mutiert, oder sowas.“  Lea rüttelte an der Tür. Sie war ziemlich stark. „Marvin, wovon reden sie?“ „Ganz ehrlich? Ich stehe gerade vor Leas Wohnung und sie sieht aus wie ein Statist aus The Walking Dead. Sie sollten ihre Tasche packen und sofort herkommen. Mischen sie etwas zusammen, das das hier rückgängig macht, oder wenigstens verhindert. Beeilen sie sich, ich weiss nicht wie lange ich diese Tür zu halten kann.“ Ohne auf eine Antwort zu warten legte Marvin auf.

Professor Brent hielt sein Handy vor sich und schnaufte. Es wirkte. Es wirkte. Es konnte nur der Wirkstoff sein, den Marvin extrahiert hatte. In den Unterlagen konnte er nachlesen, wie weit Marvin schon war. Es konnte nur der Wirkstoff sein. Alles andere müsste er noch klären. Er könnte es ans Militär verkaufen. Könnte er? Wollte er? Ja. Nein. Während er hin und her überlegte mischte er schnell etwas zusammen, das ein Gegenmittel sein könnte. Er hoffte es wenigstens. Allerdings würde es den Wirkstoff nur unterdrücken. Lea würde immer eine Zeitbombe bleiben. Eine Gänsehaut lief ihm über die Arme. ER hatte es tatsächlich geschafft. Eine perfekte biologische Waffe. Aber erst musste er Lea betrachten und untersuchen. Dann erst konnte er das Verteidigungsministerium kontakten. Erst musste alles hieb und stichfest sein.

Er erreichte Leas Adresse in Rekordzeit. Schnell klingelte er bei mehreren Nachbarn. Einer öffnete immer. So war es auch und er rannte die Treppen hoch. Marvin kämpfte verbissen dagegen an, dass Lea die Tür öffnete. „Ah – Professor. Was machen wir jetzt?“ „Das ist mein erster Fall. Ich weiß selbst noch nicht wie ich vorgehen muss. Irgendwie müssen wir Lea ins Labor schaffen. Wir müssen sie irgendwie ruhig stellen mit diesem Mittelchen hier.“ Er wühlte in seiner Tasche und zog eine Spritze und einen zusammen geschobenen Stab mit einer Schlinge am Ende hervor. Sowas verwendeten Tierfänger, dachte Marvin. „Sie öffnen die Tür und ich versuche das hier über ihren Kopf zu stülpen. Dann bugsieren wir sie erstmal rein, warten bis es dunkel wird und schaffen sie zum Auto.“ „Haben sie einen Impfstoff zusammen mischen können?“ „Öh –ja – hier. Das müssen wir spritzen. Es wird sie beruhigen. Marvin, wir müssen sie untersuchen und studieren. Das ist so wichtig für die Zukunft. Glauben sie mir, ich werde ihr helfen, aber erst muss ich sie untersuchen.“ „Spinnen sie? Sie ist ein Mensch, keine Laborratte.“ „Ich kann ihr nur im Labor helfen.“ Marvin war skeptisch. Er kannte seinen Professor und wusste, wie gerne er einen Auftrag des Militärs hätte. Aber es gab keine andere Möglichkeit.

Als es dunkel war, schafften sie Lea ins Auto. Sie hatten sie gefesselt und einen Sack über den Kopf gestülpt.  Sich ständig umschauend, schafften sie sie ins Auto. Im Labor angekommen war es nicht schwierig Lea hinein zu bringen. Aus Kosten Ersparnis gab es keinen Wachmann mehr, so konnten sie im Dunkeln ungesehen ins Labor schlüpfen. Sie gingen einen Gang lang, den Marvin nicht kannte. „Wo sind wir hier?“ „Äh – das ist der geheime Trakt für geheime Forschungen.“ „Geheime Forschungen, ohne Wachmann?“ „Äh – ja meine geheimen Forschungen. Der Trakt ist eigentlich stillgelegt. Ich habe mir die Freiheit genommen, einen Raum für meine Zwecke einzurichten. Das ist doch ideal. Mit Lea könnten wir nicht oben bei den anderen forschen. Um Gottes Willen, was meinen sie, was hier los wäre?“  Marvin blieb skeptisch, aber es war natürlich logisch. So konnten sie in Ruhe an einer Heilung für Lea arbeiten.

In dem Raum stand ein mannshoher Käfig. Marvin stutzte? In der hinteren Ecke entdeckte er noch einen. „Professor? Diese Käfige? Hatten sie etwas geahnt?“ „Öhm. Befürchtet und auch bisschen erhofft.“ „Erhofft?“ „Ja, verurteilen sie mich nicht. Die Wissenschaft ist so. Skrupellos. Geld regiert auch hier die Welt. Das werden sie  vielleicht auch noch irgendwann mal erfahren.“ Marvin schwor sich, dass er das nie erfahren wollte. Er würde sich nie kaufen lassen.

Lea war eingesperrt – sicher weg gesperrt. Marvin hasste sich dafür, aber er sah die Notwendigkeit diese Erkrankung zu erforschen. Vor allem den Ursprung. Dass es irgendwas  mit seiner Doktorarbeit zu tun hatte, dessen war er sich sicher. In seinem Gedächtnis erwachte die Erinnerung an den Laserstrahl, der den Wirkstoff eventuell denaturiert hatte. Niemals würde er das dem Professor sagen – nicht auszudenken, wenn er tatsächlich eine Waffe daraus entwickeln würde. Aber wie wurde sie infiziert. Sie hatte keinen Kontakt mit dem Erreger gehabt. Die Ratte war schon entsorgt und Lea war ihr nicht zu nah gekommen.

Wenige Stunden später gab er auf. „Professor, ich bin einfach ratlos. Ich werde mir die Aufnahmen aus meinem Labor beschaffen. Vielleicht war sie noch mal da und wurde verletzt. An ihr ist nichts zu erkennen, ihr Körper ist einfach zu entstellt.“

„Oh ja – das ist eine gute Idee.“ Marvin ging zur Security und besorgte sich die Aufnahmen. Er wählte den Tag ihres ersten Dates. Es dauerte nicht lange, da sah er ihre Bewegung. Sie versuchte eine Mücke zu erwischen, und schlug sich dabei auf den Arm. Er lehnte sich im Stuhl zurück und schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen. Er hatte vergessen, dass er eine Stechmücke im Käfig der Ratte gesehen hatte. Eine Mücke. Eine kleine Mücke hatte Lea infiziert. Es war schlimmer als er angenommen hatte. Wie aggressiv war dieser Wirkstoff? Traurig schaute er Lea an, die ihn ruhig aber hungrig beobachtete. Sein Professor betrat den Raum. Marvin berichtete ihm von seiner Entdeckung. „Haben sie ein Gegenmittel gefunden?“ „Äh – Marvin. Ich habe Leas Blut getestet. Ihr ist nicht mehr zu helfen. Sie lebt nicht mehr.“ „Was soll das denn bedeuten, sie steht doch lebend hier vor uns.“ „Ich weiß nicht genau was passiert ist, aber ihre Zellen sind tot. Da teilt sich nichts mehr. Warum sie dennoch hier steht, das kann ich nicht erklären.“ „Soll das heißen sie ist eine Art Zombie?“ „Ja – grob geschätzt, kann man das so nennen.“ Nickte der Professor hektisch mit dem Kopf.

In diesem Moment hätte er am liebsten den Professor gegen Leas Käfig gedrängt und seine Medizin kosten lassen. „Was soll denn das?“ Fragte Marvin. Seine Stimme überschlug sich vor Zorn. „Sie spielen mit dem Leben der Menschen? Wie kann man denn so was Furchtbares entwickeln wollen?“ „Junge, beruhigen sie sich. Waffen, in jeglicher Form, sind immer furchtbar. Aber Krieg ist Krieg und der nächste steht schon vor der Tür. Und Krieg bedeutet Geld. Das ist schon immer so gewesen. Oder warum meinen sie, dass die Amerikaner ständig krieg führen? Deren Kassen sind immer leer und aufgefüllt werden sie durch Krieg. Warum soll ich da nicht auch mitmischen?“ „Sie sind ein Schwein. Ein egoistisches Schwein. Schauen sie sich Lea an. Sie ist unschuldig – genau wie viele andere, die sie skrupellos ihrer Geldgier opfern würden. Aber damit lass ich sie nicht durchkommen. Es gibt nämlich etwas, das sie nicht wissen. Etwas was passiert ist, während der Extraktion des Wirkstoffes aus dem Pilz.“ Marvin lachte bösartig. „Sie werden niemals diesen Wirkstoff entwickeln. Niemals.“ „Marvin – machen sie sich doch nicht lächerlich. Sagen sie mir, was sie gemacht haben und ich werde mich großzügig zeigen. Es soll nicht ihr Schaden sein. „Niemals, niemals. Werde ich so etwas unterstützen. Ich bin nicht käuflich. Ich habe noch Ehre und bin nicht so abgestumpft.“ In diesem Moment sprang der Professor auf Marvin zu. Diese Geschwindigkeit hätte er ihm gar nicht mehr zugetraut. Marvin stolperte und taumelte gegen den Käfig. Lea ließ diese Chance nicht ungenutzt und griff nach Marvins Haaren. Und sie biss zu. In seinen Kopf. Marvin konnte sich losreisen, indem er einige seiner Haare in ihrer Hand beließ. Er hielt sich den Kopf und blickte auf seine blutige Hand. Entgeistert streckte er sie dem Professor entgegen. „Professor? Professor, ich – sie hat mich gebissen.“ „Marvin, sagen sie mir was sie gemacht haben, dann kann ich ein Gegenmittel entwickeln und sie retten.“ Marvin schüttelte ungläubig seinen schmerzenden Kopf. „Nein, nein, nein. Ich – mir wird übel.“ Und schon erbrach er sich. Er blickte auf den Professor. „Sie – sie sind schuld an dem Ganzen. SIE.“ Schrie er, als er sich auf den Professor stürzte. Ein Brieföffner war in seiner Hand gelandet. Darüber machte er sich keine Gedanken mehr. Er konnte fast nicht mehr klar und deutlich sehen. Er sah im wahrsten Sinne rot. Er stolperte dem Professor entgegen, der sich an die Tür gewandt hat. Aber Marvin war schneller. Er drückte mit seiner Hand gegen die Tür, so dass der Professor nicht mehr hinauskam. Dann stach er zu. Mitten in den Hals – die Schlagader. Das Blut spritze Marvin ins Gesicht. Er leckte sich über die Lippen. Hmmmm. Welch ein Genuss. Dann rutschte er an der Wand hinunter und blickte auf Lea. Lea rüttelte am Käfig. Sie war wild, sie war hungrig. Ihr Mund war Blutverschmiert, sie sah nie besser aus. Marvin erhob sich mit seinem letzten klaren Gedanken und öffnete ihren Käfig. Sie griff ihn nicht an – er war schon der ihre. Sie begaben sich zur Tür und öffneten sie. Gemeinsam leiteten sie die Apokalypse ein.

ENDE

 

 

 

Apokalypse, Projekt TXT*

Das Dritte Wort – Die tödliche Dosis für das Volk Part 2 – Lichtblick

Mir ist einfach nichts eingefallen – also habe ich bei Google etwas Inspiration gesucht als ich Lichtblick eingab. Und sie kam mit diesem Bild

Und da die Geschichte so gut passt – ich habe einfach eine Fortsetzung geschrieben – HIER findet ihr den ersten Teil.

Was ist das Projekt *.txt?

Schnell erklärt soll das Projekt *.txt der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen!


War es vorbei? Bastian und Petra waren schon so lange unterwegs. Nach dem Anruf von Bastian aus dem Krankenhaus hatte Petra so schnell sie konnte die Sachen, die Bastian schon seit langem vorbereitet hatte, vom Dachboden geholt. Das war ein Survivalrucksack, Schwerter, Schlagstock, Schlafsack, Plash Palatka, Gasmaske – die war extrem wichtig um überhaupt durch die versuchte Gegend kommen zu können ohne gleich der Vergiftung anheim zu fallen. Sie musste zurückdenken, an das Gespräch vor wenigen  Minuten. Lähmungen, Blut, Tot. Wie gut waren sie vorbereitet. Was machen mit den Tieren? Die Hunde waren kein Problem – aber die Katzen? Sie mussten mit. Lange hatten sie überlegt, ob sie die beiden frei lassen. Sie konnten überleben. Aber nicht mit dieser Verseuchung. Den Hunden hatte Petra die Gasmasken schon umgeschnallt. Das war nichts außergewöhnliches –nichts anderes als ein Maulkorb. Aber die Katzen – das war schon viel Training, bis die beiden endlich mal bereit waren diese Masken zu tragen. Sie hatten viel gelacht, als sie ihr Glück versuchten. Die beiden waren einfach zum Kullern. Aber jetzt waren sie bereit. Das wäre ein Foto wert gewesen. Petra, Bastian mit Hund und Katze in voller Schutzmontur. Petra hatte die Katzen im Korb, die Hunde an der Leine, die Rucksäcke lagen bereit. Schnell packte sie das Auto. Die Zeit lief. Tick-Tack, Tick-Tack. Bastian hatte ihr klar gemacht, dass es brennt. Wahrlich brennt. Die Dosis der Chemtrails wurde auf eine letale Dosis erhöht.

Sie saß im Auto und raste die Straße zum Krankenhaus. Noch schien keiner wirklich mitbekommen zu haben was los war. Sie kam recht gut durch. Mied Hauptstraßen. Keine Fünfzehn Minuten später war sie angekommen. Schnell schickte sie Bastian eine Nachricht. Aber sie sah ihn schon an der Tür stehen. Sie schnappte seine Maske, rannte zur Tür und warf sie ihm zu. Er zog sie über und bevor jemand registrierte was neben ihnen geschah waren beide im Auto. Bastian trat das Gaspedal durch und lies die Reifen durchdrehen.

„Gut gemacht Schatz. Besser hätten wir es gar nicht proben können. Ich bin stolz auf dich.“ Dann drehte er sich schnell zu den Tieren um.  „Auf euch natürlich auch.“ Die Hunde wedelten mit dem Schwanz, als hätten sie genau verstanden um was es geht und die Katzen maunzten laut.

Natürlich hatte Bastian nicht nur zu Hause vorgesorgt. Eine abgelegene Hütte im Wald sollte ihnen erstmal Schutz bieten. Fenster und Türen waren mit Folie abgesichert – soweit möglich. Vorräte waren schon vor Monaten in der Nähe vergraben worden.

Das war jetzt schon sechs Monate her. Die Vorräte wurden langsam knapp. Sie mussten jetzt reagieren. Sie waren schon öfter man vor die Tür gegangen – mussten sie ja – die Hunde und Katzen brauchten das. Aber in der Stadt waren sie seitdem nicht mehr. Sie wussten ungefähr was sie erwarten würde. Man hatte nur in YouTube Videos schauen müssen, die zeigen was bei Stromausfällen passiert – da konnte man sich hochrechen, was bei so einem Fallout mit den Überlebenden zu erleben war. Petra sträubte sich innerlich – sie wollte nicht in die Stadt. „Basti – lass uns einfach weg gehen. Wir haben doch alles geplant – ich muss nicht sehen was in der Stadt los ist. Es ist doch eh alles geplündert. Wir haben noch genug um paar Wochen zu schaffen. Für die Tiere können wir Nager fangen. Komm Schatz – ich will das nicht.“ „Was ist mit unseren Eltern? Wir müssen nach ihnen schauen.“ „Schatz – wir haben das mit ihnen kommuniziert. Sie wissen was zu tun ist. Sie sollten sich sofort auf den Weg zu unserem Haus im Ausland machen. Mein Vater hat sich bestimmt um alles gekümmert. Du kennst ihn. Er wird deine Mutter und meine Mutter geschnappt haben und sie sind schon unterwegs.“ „Ich weiß nicht. Was wenn nicht?“ „Was meinst du?“ „Vielleicht hat die Regierung sie festgenommen?“ „Und dann? Dann sind sie auch erstmal sicher. Sie werden einen RFID Chip bekommen. Das ist übel – aber nicht unmöglich zu bewältigen. Auch dafür haben wir schon trainiert. Sie werden einen Weg finden. Mach dir keine Sorgen – sie sind sicher und sie kommen.“ Er nickte. „Du hast Recht. Es wird Zeit – lass uns dieses verseuchte Land verlassen.“  Sie packten langsam und tief in Gedanken versunken ihre Sachen. Das Auto hatten sie schon vor langer Zeit abgestoßen um keine Aufmerksamkeit zu erringen. Sie hatten einen langen Weg vor sich. Er führte sie an den Stadtrand und als sie oben auf dem Berg standen und auf ihre alte Wohnstätte blickten kullerte Petra eine Träne die Wange herunter. Sie drehten sich um – ein Sonnenstrahl traf auf eine Blume die sich durch die Erde gearbeitet hatte – ein Lichtblick – es würde alles gut werden.

ENDE – denke ich :-)

Apokalypse, writing friday

[#WritingFriday] Week 15 – Die tödliche Dosis für das Volk Part 1

Hallo ihr Lieben. Es ist wieder Freitag und ich habe in die Tasten gehauen. Es ist #writing friday. Dieses Mal habe ich mich auch kurz gehalten. Ich hatte diese Idee schon seit paar Tagen im Kopf, aber konnte sie nicht so zu „Papier“ bringen wie ich wollte. Aber den Auslöser für diese Story wollte ich euch zeigen. Letzten Samstag gab es einen wunderschönen Sonnenaufgang. 

Schön oder? Aber erkennt ihr was? Schaut euch den Himmel an und lest meine Geschichte.

  • Du hast gerade deinen ersten Arbeitstag als Assistenzarzt im Krankenhaus. Beschreibe einer Freundin ein besonders verstörendes Erlebnis.

 

„Bastian? Ist deine Schicht schon um? Wie war der erste Tag. Was musstest du machen. Bist du schon auf dem Heimweg – nein warte  – das ist die Nummer des Krankenhauses. Ist was geschehen? Musst du länger bleiben? Ja – klar die Assistenzärzte werden natürlich gleich  mal ausgenutzt.“ Schnaufte Petra erbost. „Nein – beziehungsweise ja.“ „Hä?“ „Lass mich kurz durchatmen – der erste Tag war wirklich sonderbar. Es ist was passiert, dass ich in diesem Masse nicht erwartet hätte.“

„Okay? Was ist denn so dramatisches passiert? Beruhige dich.“ „Hier kam ein Mann rein. Er klagte über Erbrechen, Übelkeit und Durchfall. Er war schon stark dehydriert. Er meinte, dass es schon paar Stunden ginge. Jetzt würde er leichte Lähmungserscheinungen in den Füssen und Beinen spüren. Es dauerte auch nicht lange, dass er zusammenbrach und nicht mehr laufen konnte. Er war gelähmt, Petra. Gerade war er noch hereingelaufen und dann ging nichts mehr. Er fing auch an zu lallen und wusste nicht mehr wo er sich befand. Aus seinem Mund kam blutiger Schleim und sämtliche Schleimhäute waren stark gerötet. Ich hab sowas noch nicht gesehen. Keiner wusste um was es sich handelte.“

„Was meinst du – ein Terrorangriff? Anthrax? Ebola? “ „Nein – ich denke er  wurde vergiftet. Ich habe so was mal gelesen. Du weißt ja, dass ich viel alternative Medien im Internet lese. Da bin ich auf einen alten Bericht gestossen. Da hat eine Frau ihren Mann und den Stiefsohn mit Barium vergiftet. Die Symptome passen.“ „Hast  du der Polizei schon deinen Verdacht geschildert?“ „Nein – hier wird keine Polizei gerufen – keiner denkt an eine Vergiftung. Ich war mit ihm alleine und habe ihn gefragt, ob er etwas bemerkt hat, dass ihm jemand was zu essen gegeben hat, oder trinken. Aber er konnte kaum noch was sagen. Was ich aber erfahren habe – er war auf Geschäftsreise, schon seit zwei Wochen – also wurde er nicht vergiftet. Aber das ist nicht das einzige – er wurde auf Intensiv gelegt – ich schlug vor ihn an die Dialyse zu hängen – aber wer hört schon auf einen Assistenzarzt? Keiner.“ „Ach Scheisse. Und wie sehen die Prognosen aus?“ „Er wird sterben – da keiner auf mich hört. Aber das war nicht das schlimmste. Als ich zurück in die Notaufnahme kam war der Raum voll mit ähnlichen Fällen.“ „Waaas!“ „Weisst du was das bedeutet, Petra? Es ist so weit. Der Showdown. Sie haben die Schleussen geöffnet. Es dauert ihnen zu lange uns langsam zu vergiften. Sie müssen die Dosis letal erhöht haben. Aluminium um den Geist zu verwirren und Barium um uns schnell zu töten. Warst du heute schon draussen?“ „Äh – nein. War noch nicht nötig.“ „Gut, gut. Dann musst du schnell handeln. Geh auf den Dachboden, hol unsere Rucksäcke und die Gasmasken – dann mach dich auf den Weg und hol mich ab. Es geht los. Sie haben die Chemtrails jetzt zu unserem schnellen Tod eingesetzt. Wir müssen weg. Beeil dich. Nutz Nebenstrassen und vergiss dein Handy nicht, dass du  mich bei Problemen anrufen kannst. Und setz die Maske auf, bitte. Vergiss die Waffen nicht und in der Garage, die Notrationen. Pass auf dich auf mein Schatz. Ich warte. Beeil dich, aber sei vorsichtig.“. „Ich beeil mich. Schau, dass du bereit bist. Uns vergiften sie nicht weiter.“


Da hat sich doch was getan – es ist doch noch eine Fortsetzung dabei heraus gekommen – war echt nicht geplant – wer mag kann schnell hier mal lesen. Ist aber kein Muss – die Geschichte kann auch hier enden. 

 

Es gibt unzählige Berichte im Internet und Videos auf YouTube, die man nicht ignorieren kann. Man beobachtet soviel Symptome an sich selbst und wundert sich – oder nicht, wenn man sich durch die Berichte klickt. Es ist erschreckend, dass unsere Regierung uns dies zumutet. Die Pharmaindustrie frohlockt – sie verdienen und verdienen. Wir leiden.

Ganz besonders interessant fand ich diesen Klipp von Alexa

Apokalypse, writing friday

Writing Friday Januar 2018 – Erlebnis – Vorbereitung ist alles

Der letzte Freitag im Januar. Die neuen Themen für den Februar sind schon veröffentlicht – es sind aber noch Themen für den Januar #writing friday bei  elizzy91 offen. Ich habe dieses mal eine fiktive Story gewählt.

Erzähle von einem Moment, der den weiteren Verlauf deines Lebens fundamental hätte verändern können.

Aus dem realen Leben habe ich da nichts Einschneidendes.

Beide Szenarien aus dieser Geschichte können das Leben fundamental verändern. Entweder man bricht aus oder man beugt sich. Beides schwere und wichtige Entscheidungen


Paula stand auf dem Hügel. Er war weit genug entfernt um sicher zu sein, aber noch nah genug um das Chaos zu beobachten. Sie war schon lange vorbereitet und informiert gewesen. Schon seit einigen Jahren verfolgten sie die alternativen Nachrichten und Warnungen der sogenannten Verschwörungstheoretiker. Alle hatten sie belächelt. Manche hatten so getan, als würde es sie interessieren. Aber insgeheim hatten sie sie belächelt. Nun – jetzt stand sie mit Mann und Hunden und sogar die Katzen auf dem Hügel und sahen wie die Menschen in „Auffanglager“ getrieben wurden. Angeblich zum Schutz. Der Terrorismus wäre übergeschwappt. Es hätte alles überhandgenommen und diese Internierung – Oh – nein Schutzgewahrsam war nur zur Sicherheit. Und um den Terrorismus eindämmen zu können hatten alle einen Chip bekommen. Da wurden ihre Personalien und ihr Vermögen ihre Krankenakten und was es sonst noch gab, gespeichert. Natürlich nur um den Überblick zu wahren. Wer war gut und wer böse.  Sie blickte hinunter und versuchte bekannte Gesichter durch den Feldstecher zu erkennen. Da die Nachbarn. Sie waren wohl schon aufgenommen und gechippt. Sie sassen im Hof der Anlage und schauten ziemlich mitgenommen aus. Sie wusste, dass die Nachbarn auch eher gegen diese Bevormundung waren. Aber leider waren sie nicht vorbereitet.

Paula blickte auf die Hunde hinunter. Sie waren brav und ruhig. Das hatte sie lange trainiert. Sie sollten nur Anschlagen, wenn jemand fremdes kam, aber nicht einfach so um sie zu verraten. Ein letzter Blick auf die ehemalige Gegend. Ein zittern und leichtes Schluchzen. Die Möglichkeit ihre Familien noch einmal zu sehen, waren gerade auf null gerutscht. Die Eltern wohnten zu weit weg um sie zu Fuss zu erreichen und Autos waren unmöglich zu nehmen. Das wäre viel zu auffällig. Mark nahm sie in den Arm und streichelte ihr über den Rücken. „Komm, wir müssen los. Wir sollten so weit wie möglich hier weg sein, bevor es dunkel wird. Noch sind alle unten beschäftigt. Bevor sie anfangen die Ausbrecher zu suchen, sollten wir weg sein. Wir machen uns auf den Weg in Richtung deiner Eltern – und danach zu meinen.“ Er drückte sie noch mal und sie schüttelte die Lethargie ab.

Wochen später.

Paula und Mark hatten sowohl ihre als auch seine Eltern gesucht. Aber wie erwartet, waren die Gegenden schon geräumt worden. Es war nicht klar, ob die Leute nach chippen und Gehirnwäsche wieder in ihre Wohnungen durften. Die Hoffnung bestand. Heimlich hatten sie sich in die Wohnungen geschlichen und an vereinbarten Stellen Nachrichten hinterlassen. Natürlich hatten sie den Eltern eingetrichtert wo sie sich treffen würden wenn es ernst werden würde. Sie wussten, dass die Eltern das nicht so ernst nahmen. Aber das war nicht wichtig. Wichtig war nur, dass sie zugehört hatten und jetzt reagierten. Jetzt sassen sie in ihrem Versteck und warteten. Sie hatten Zeit. Das Versteck war gut geschützt. Keiner konnte es von aussen erkennen und Drohnen konnten nicht einblicken – es war gut zugewachsen.

Paula sass in der Sonne. Das Leben war schwer. Sie mussten alles rationalisieren. Leise sein und kein Licht machen im Dunkeln. Sie dachte nach – was wäre gewesen, wenn sie sich gefügt hätten?. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn sie dem Druck der Obrigkeit nachgegeben hätte? Man hätte das eine fundamentale Veränderung – oder Einschnitt nennen können. Vielleicht wäre sie jetzt reich? Abgesichert? Vielleicht hätte sie ein gutes und sicheres Leben? Sie wären mit den Eltern zusammen. Das versetzte ihr einen Stich. Eine Träne rann die Wange hinunter. Noch hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben.  Nein – das konnte sie sich nicht vorstellen. Sich unterdrücken zu lassen. Immer Angst zu haben, was sie sagte oder tat. Ein Chip, der jeder Zeit das Leben beenden konnte, wenn man nicht spurte. Sie hatten gesehen, die nächstliegende Stadt war voll mit Kameras. Es gab keine Möglichkeit sich unbeobachtet  zu bewegen.  Nein. Das käme nicht in Frage. Dieser Schritt war die richtige Entscheidung. Vorbereitung war alles. Dieses Erlebnis war mehr als eine harmlose Veränderung.  Das war eine Veränderung, die das gesamte Leben und  Überleben bestimmte. Aber sie würde es jeder Zeit wieder machen. Für die Freiheit.

ENDE