Allgemein, Geschichtenzauber

Schreibkicks – Strandparty unter Vollmond – Sehnsuchtsvolle Erinnerungen.

Schreibkicks-blau1Schreibkicks. Hier wird von Sabine immer zum 1. des Monats ein neues Thema bekannt gegeben, dass dann am folgenden 1. des kommenden Monats auf seinem Blog gepostet wird.

Für den 01.08.17 ist das Thema: Strandparty unter Vollmond.

Mit dabei sind:

Das Thema für den 1. September lautet: Sommerausklang

Kommt, redet und feiert mit meinen Gästen.


„Ach wisst ihr – heute ist irgendwie alles anders. Ich erinnere mich noch an wilde Partys am Strand unter dem Wolfsmond. Wir waren so ausgelassen und wir konnten aber so was von feiern. Das ist alles irgendwie abhandengekommen. Ich weiss auch nicht. Keiner hat mehr so richtig Lust zu feiern. Wo sind nur die guten alten Zeiten hin?“ D. stand am Strand – direkt neben dem Feuer und hielt sein Glas mit roter Flüssigkeit in der Hand.

„Ach D. wem sagst du das. Früher konnten wir ausgelassen feiern. Es gab ja auch nicht viele Städte in der Nähe – ist ja alles jetzt so zugepflastert. Man hat ja kaum Luft zum Atmen.“ Sagte W.

„Ja – da hast du sowas von Recht. Früher konnte ich von meinem Schloss aus über die Wälder schauen und sah was? Wälder. Jetzt – Häuser. Hochhäuser und so hässlich. Und die Nahrung. Ich weiss nicht. Früher gab es gescheites und nahrhaftes Essen. Nicht regelmässig Fleisch, aber wenn dann alles echt und nicht künstlich erzeugt. Heute – alles Vegan, ohne Gluten, ohne Milch  – Was soll denn da aus dem Blut werden?“ sagte D.

„Nicht nur das Blut – auch das Fleisch ist  nicht mehr, dass was es war. Es stecken mehr Ersatzpolster unter der Haut als Fleisch. Wenn man da mal kräftig in den Po beisst, platzt so ein Kissen und ich kann euch sagen – es schmeckt einfach widerlich. Und nicht, dass die Frauen da richtig ängstlich sind. Nein! Sie sind wahrlich angepisst, weil man eines der teuren Implantate zerfetzt hat. Nein, nein, nein. Das sind schlimme Zeiten für uns.“ L. schüttelte empört den Kopf.

Z. schlurfte zu der Gruppe und stellte sich gemütlich hinzu. „Oh Mann – Z. Du stinkst vielleicht, was hast du denn gegessen?“ „Na das übliche. Gehirnfutter. Aber ich kann euch sagen. Heute schmeckt das irgendwie auch nicht mehr. Früher hat man da reingebissen und es spritzte einem leckerer Saft in den Mund – heute ist das trocken wie eine Reiswaffel. Ich glaube es liegt daran, dass sie nicht mehr denken müssen. Die Medien, die Handys – alles wird vordiktiert. Hier muss doch keiner mehr ans überleben denken. Das lässt das Gehirn vertrocknen. So schmeckt es auch. Bäh. Und nahrhaft ist das auch nicht – wie Luft – ich bin nur hungrig.“

Dä. Begab sich ebenfalls zu der Diskussion. „Hei Leute, was ist das den für eine lahme Strandparty. Ich komme von soweit unten um einmal im Jahr Spass zu haben, da steht ihr alle um das Feuer herum und blast Trübsal. Herrjeh – da hätte ich unten aber mehr Spass gehabt. Was gibt es denn so bedrückendes?“

D antwortete Dä. „Wir schwelgen in Erinnerungen. Das Feiern war doch damals viel besser, oder? Das Essen hat besser geschmeckt und war unverfälscht. Da hatte Angst auch noch die richtige Würze verliehen. Das Blut schmeckte mit einem Schuss Adrenalin noch besonders gut. Und von einer Jungfrau – hmmm. Heute hat doch keiner mehr Angst vor uns. Und Jungfrauen – ha – die sind mittlerweile Legenden. Schaut euch doch die Filme und Romane an. Wir sind doch keine echten Monster mehr. Wir sind – vermenschlicht. Da glitzern wir und sind gefühlvoll. Verliebt und sanft. Ja manche freuen sich sogar, wenn sie uns sehen.“

„Na bei mir haben sie schon noch Angst – wenn ich so durch die Strassen schlurfe – und nach Gehirn rufe – da rennen sie schon noch. Aber ich bin mir nicht immer sicher ob das real ist. Durch diesenZombie Walk in den Innenstädten – Vielleicht überschätze ich mich da?“ grübelte Z.

Dä lachte laut. „Also ich kann mich gar nicht beschweren. Es gibt so viel die ich besuchen kann und da kann ich mich einnisten. Das ist so toll. Die Menschen sind so schwach – ihr Geist so schwach. Keiner glaubt mehr an was. Ich niste mich in ihre Körper und kann wüten. Keiner merkt was. Sie sind alle so verdorben, da falle ich gar nicht auf. Mein Vater T. ist so begeistert. Er hat schon lange nicht mehr so viel Menschen in seinem Heim begrüßen können. „

W. stand auf. „Hei ihr – kommt, lasst uns nicht so dämlich rumhängen. D hat eine grossartige Party auf die Beine gestellt. Die Band ist klasse. Schau, da treten alle unsere Nachkommen auf. Was vermitteln wir denn für einen lahmen Haufen. Die Zeiten waren früher besser. Dracul hatte Jungfrauen mit gut gesättigtem Blut. Lycan konnte in die echten Hintern beissen und sich den Bauch vollschlagen. Ich habe es auch nicht mehr so leicht. Jeder erwartet von uns Hexen, dass wir sexy sind. Da ist ein Buckel, eine Warze auf der Nase und graues Haar echt eine üble Diskriminierung. Jeder der mich sieht, hat automatisch  Mitleid  mit mir und will mir einen Apfel zustecken. Einen Apfel – früher habe ich die vergiftet und hübschen Mädchen zum Essen gegeben. Die Essen heute ja nichts mehr. Pah. Also und jammere ich. Nein. Ich will feiern. Paaarty.“

„Walpurga hat Recht,“ rief Zombie. Scheiss drauf. Lasst uns Spass haben Schliesslich hat Dracul wirklich sein Bestes gegeben. Du wirfst wirklich die besten Partys ever. Auf dem Buffet ist für Jeden was zu finden. Gehirn, Blut, Fleisch, Sogar Seelen für unseren Dämon. Kommt der Teufel auch noch?“

„Er wusste es nicht – er hat eine grosse Fuhre Neuzugänge bekommen und die Logistik ist maßlos überfordert – er wollte es versuchen. Er liebt diese Partys einfach.“

„Na ich würde mich freuen ihn mal wieder zu sehen. Er ist ein begnadeter Tänzer“ schwärmte Walpurga.

Dracul ging auf die Bühne. „Freunde der Nacht. Schaut zum Himmel. Der Vollmond zeigt sich extra für uns heute. Lasst die Party beginnen. Keiner soll diesen Strand ohne genügend Sand in der Unterwäsche verlassen. Auf geht’s. Let´s Rock and Roll. Wuhu.“

ENDE

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Quelle

 

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9 thoughts on “Schreibkicks – Strandparty unter Vollmond – Sehnsuchtsvolle Erinnerungen.”

  1. Hallo liebe Rina,

    tjaaaa, die Gestalten aus den ursprünlichen Schauermärchen haben es heute wirklich nicht mehr leicht. Wird Zeit, dass sie sich wieder Respekt verschaffen 🙂 Vielleicht dafür eine Selbsthilfegruppe starten? 😀

    Coole Idee, hat Spaß gemacht, zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Sabi

    Gefällt 1 Person

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