Action, Dystopie, Projekt TXT*

Projekt TXT – Das zwölfte Wort – Weihnachten 4 von 8

Weiter geht es mit meiner Geschichte

Hoffen auf ein Weihnachtswunder

Hier findet ihr den Anfang

und HIER die einzelnen Beiträge

  1. Kapitel

Matthew wurde weiter verkauft. Aber während des Transportes wurde er von einem unbekannten Retter befreit. Würde er einfach nur zu einem anderen Händler kommen, oder meinte der Mann es ernst, dass er ihn befreien wollte? Etwas weiter in der Zukunft hatten Nadja und Mina ihre Suche nach Matthew aufgegeben und sind in ihr kleines Haus, das sie sich ausgewählt hatten  eingezogen. Jetzt war putzen und dekorieren angesagt – Weihnachten stand vor der Tür.

„Mami, komm hoch und schau dir mein Zimmer an.“ Mina unterbrach ihr putzen um das Ergebnis ihrer Tochter zu sehen. Sie schlenderte nach oben. Es war so entspannend sich endlich ohne Angst  zu bewegen. Dieses Grundstück lag so perfekt eingewachsen. Es war nicht zu sehen. Keiner würde sich durch Zufall hier her verlaufen. Ein Glücksfall, dass sie es gefunden hatten. Eigentlich hatte Nadja es gefunden. Der Weihnachtsmann soll es ihr im Traum verraten haben. Sie war so Fantasievoll. Einfach liebenswert. Nadja kam ihr an der oberen Stufe schon entgegen und zog sie ungeduldig in ihr Zimmer. „Wow. Das hast du ja toll gemacht.“ Mina blickte sich in dem Zimmer um. Die Wände waren vom Vorbesitzer in einem Weis und Gelbton gehalten. Das war definitiv ein Mädchenzimmer. An den Wänden tummelten sich Fabelwesen. Schmetterlinge flatterten mit Feen um Einhörner herum. Hier war auf jeden Fall jemand sehr begabt gewesen. Es sah toll aus, wie aus einem Märchenfilm. Nadja hatte sich aus der Weihnachtskiste schon viel Dekoration herausgeholt. Zwischen den Feen und Einhörnern und Schmetterlingen sah man immer wieder einen kleinen Stern aufflackern. Das Sonnenlicht fing sich darin und zauberte magische Momente an die Wand. Sie hatte sich Lametta genommen und es kunstvoll an den Wänden drapiert. Überall blickte ein Weihnachtsmann entgegen. „Mama, was ist das hier? Ich weiß nicht was das darstellen soll.“ „Oh – das ist ein Elf. Er ist der Helfer vom Weihnachtsmann. Er beobachtet die Kinder in der Vorweihnachtszeit und berichtet dann dem Weihnachtsmann. Er sitzt jeden Morgen wo anders. Das ist eine Tradition aus Amerika.“ „Oh, das ist schön, dann setz ich ihn gleich mal hier in mein Regal.“  Mina lächelte. Es war also an ihr, den Elf immer einen neuen  Platz zu suchen. Das Gefühl war so normal. Es war eine Wohltat sich so zu fühlen.

Mina ging wieder runter. Sie wollte heute noch das Wohnzimmer schaffen um mit Nadja dann morgen dort zu dekorieren.

***

„Wie ist dein Name?“ „Matthew.“ Er fragte sich, wie oft er diese Frage jetzt schon beantwortet hatte. „Ich bin Will.“ „Hallo Will. Erklärst du mir jetzt bisschen was?“ „Na das meiste hab ich dir ja schon erklärt. Wir befreien Menschen aus dem Sklavendasein. Wir sind doch nur weil es kein Strom und Regelungen mehr gibt immer noch Menschen. Du kommst jetzt erst mal mit in unser Camp. Da wirst du Carl kennen lernen. Er ist der Boss. Der wird dir mehr erzählen. Jetzt genieß den Spaziergang, ohne Ketten.“ Matthew blieb skeptisch, aber er tat was Will empfahl. Er blickte sich um. Wo war er nur? Würde er von hier aus Mina finden? Als sie im Camp ankamen wurden sie mit großem Hallo empfangen. „Hei Will, hast wieder einen gerettet?“ Will winkte nur und führte Matthew weiter. „Dort hinten wohnt Carl. Lass uns gleich zu ihm, bevor ich dir zeige wo du dich frisch machen kannst und schlafen wirst.“ Matthew war zu müde um zu denken. Er folgte einfach Will. Wird schon schief gehen, dachte er. Es war ein altes Herrenhaus, das sie betraten. Hier war geschäftiges Treiben im Gange. Matthew konnte ein ständiges kommen und gehen registrieren. Soviel Menschen auf einem Haufen hatte er schon lange nicht mehr gesehen.

„Was ist das hier?“ „Die Zentrale. Das Head Quarter, wie man heute so sagt. Komm, hier ist Carl.“

Will klopfte und trat ein. „Carl, ich hab einen Neuen von Ollie erwischt.“ Carl stand hinter seinem Schreibtisch auf und kam schnell zu Matthew. Er nahm sein Kinn in die Hand und drehte den Kopf hin und her. „ Sie haben dich gut aufgemischt. Hast du rebelliert?

„Nein, ich wollte überleben um meine Familie zu finden. Vielleicht deswegen, weil ich mich nicht wehrte?“ „Mag sein. Du hast Familie? Weißt du wo sie ist?“ Matthew schüttelte den Kopf. „Nein, ich muss sie suchen.“ „Ok, dann wirst du wohl nicht bleiben. Schade, wir hätten dich gut gebrauchen können. Aber ich verstehe natürlich, dass du zu deiner Familie willst. Ruh dich paar Tage hier aus, dann werde ich dafür sorgen, dass du etwas Ausrüstung und Vorräte bekommst um auf die Suche zu gehen.“ „Wie soll ich das vergelten? Ich habe nichts bei mir und vielleicht komme ich nie wieder zurück.“ „Wir machen das nicht um etwas daran zu verdienen. Wir sind Menschen und wollen helfen. Die neue Welt sollte doch eigentlich besser werden, oder? Dafür wollen wir sorgen. Will, bring doch bitte Matthew in sein Zimmer. Dort kannst du dich frisch machen und schlafen. Wir sehen uns morgen.“ Matthew ging etwas beruhigter hinter Will her. Carl machte einen kompetenten Eindruck. Er hoffte, dass er ihm trauen konnte. Als er in seinem Zimmer war, fiel er sofort aufs Bett und schlief. Er war total ausgelaugt und fertig. Zwei Tage schlief er durch. Dann wachte er auf. Langsam erhob er sich. Seine Muskeln waren steif vom Liegen.

Als er sich erhob, konnte er neben seinem Bett ein Tablett mit Saft und Brot sehen. Hungrig stürzte er sich auf den Teller. Danach ging er ins Bad und schöpfte das Wasser aus dem Eimer um sich zu erfrischen. Er ging zur Tür, davor stand ein ihm Unbekannter. „Hi, wo ist Will`?“ „Er schläft. Soll ich ihn holen?“ „Ach nein, ich schaue mich nur bisschen um.“ „Gut, ich bleibe dicht hinter ihnen. Sie können sich ja denken, dass ich sie erst mal im Auge behalten soll.“ Matthew nickte. Das Camp war sehr voll. Ein wuseln wie in einem Ameisenbau. Er war beeindruckt mit welchem Eifer die Menschen an die Arbeit gingen.

Auf seiner Erkundungstour beobachtete er alles genau. Vielleicht musste er ja fliehen, da wollte er schon wissen, ob es einen Ausweg geben würde. Als er seinen Blick nach vorne richtete, sah er, das ihm Carl entgegen kam. „Matthew, schön dass du wach bist. Wollen wir noch bisschen plaudern. Dort hinten können wir einen recht passablen Kaffee trinken.“ „Ja, gerne, einen Kaffee hatte ich schon langen nicht mehr.“ „Gut, komm.“

***

Mina war fix und fertig. Schon lange hatte sie keinen Hausputz mehr gemacht und vergessen, wie anstrengend so was war. Nadja war schon seit einigen Stunden in ihrem neuen Zimmer verschwunden. Mina erhob sich vom Boden um nach ihr zu schauen. Leise ging sie nach oben. Sie öffnete die Tür zu Nadjas Zimmer und sah sie im Bett liegen. Ihre Decke hob und senkte sich ruhig. Sie schlief. Mina schaute sich im Zimmer um. Da entdeckte sie den Elf. Ihr fiel ein, dass sie ihn umsetzen musste. Nadja sollte ihren Glauben an den Weihnachtsmann so lange wie möglich beibehalten. In dieser Zeit solch ein festen Glauben, sie beneidete Nadja dafür. Sie betete fleissig darum ihren Vater kennen zu lernen. Und ließ für den Weihnachtsmann überall Zettel liegen, dass er ja ihren innigsten Wunsch nicht vergisst.

Mina schloss leise die Tür und ging wieder nach unten. Ihr Zimmer war noch nicht fertig, also legte sie sich auf die Couch. Es dauerte nicht lange und sie schlief ein. Böse Träume verfolgten sie.

Zwei Jahre zuvor.

Mina und Nadja waren unterwegs zu dem nächsten Punkt auf Matthews Karte. Sie machten gerade eine Pause an einem Fluss. Dort wuschen sie ihre Sachen und füllten ihre Wasservorräte auf. Seit die Menschen die Flüsse nicht mehr verdreckten, war die Qualität sehr gut geworden. Sie merkte nicht, dass von hinten sich jemand anschlich, da sie gerade mit Nadja sprach. Die Kleine war so aufgeregt, da sie einen Traum von ihrem Vater hatte, den sie nur von Bildern kannte. „Mami, Papa und ich, wir sind über die grüne Wiese gelaufen und er hat mit mir getanzt. Es war so toll. Ich freue mich, wenn der Weihnachtsmann mir irgendwann Papa wieder bringt.“ „Dein Papa wird sich noch mehr freuen, dich kennen zu lernen. Er liebte dich schon so sehr, als du noch in meinem Bauch warst.“ Mina hatte Nadja schon früh aufgeklärt. Es war wichtig, dass sie so viel wie möglich lernte. Sie wusste nie, ob sie nicht mal getrennt wurden. Sie wollte, dass auch die junge Nadja schon aufmerksam war. Und trotz dieser Aufgeklärtheit, hatte sie nie ihren Glauben an den Weihnachtsmann verloren.

Sie tauchte gerade ein T-Shirt in den Fluss, als sie von hinten angefallen wurde. Zwei kräftige Arme umschlossen sie und hoben sie auf. Sie strampelte und versuchte sich frei zu winden. Hektisch blickte sie nach ihrer schreienden Tochter. „Was haben wir denn da für ein Prachtpärchen?“ Hörte sie von einer verrauchten Stimme. „Bleib ruhig, sonst wird das deiner Kleinen nicht gut tun.“ Sofort hörte sie auf sich zu wehren. „So ist es brav.“ Er ließ sie los. Dann lief er einmal um sie herum. „Hübsch. Und fruchtbar wie es scheint.“ Mina fing an zu zittern. Es war klar, dass sie als Frau gefährdet war. Sie hatte immer versucht Städten oder Camps aus dem Weg zu gehen. Aber Spähern kann man kaum entkommen. Sie atmete tief ein und versuchte sich zu beruhigen. Wichtig war Nadja. Ihr durfte nichts passieren. Egal was sie mit ihr machen würden, solange Nadja in Sicherheit war, würde sie es überstehen. „Was wollt ihr von uns?“ „Na, das wirst du doch bestimmt schon wissen. Es gibt nicht so viel Frauen, die das ganze hier überlebt haben und die Menschen müssen doch überleben, oder? Also kommst du mit und wirst eine von uns.“ „Ich hab andere Pläne.“ Der Zweite Mann hatte Nadja immer noch im Arm. „Das glaub ich aber nicht. Du willst doch bestimmt dass es deiner Tochter gut geht. Wir sorgen für die Kinder. Es gibt Essen, Wasser, Schlafplätze. Du musst nur gehorchen. Also sei ein braves Mädchen und ergibt dich in dein Schicksal.“ Mina überdachte ihre Situation. Ihr blieb nichts übrig. Zu dem anderen Mann sagte sie: „lass sie los. Ich wehre mich nicht.“ Der erste Mann nickte dem Riesen zu, der Nadja hielt. Er ließ die Kleine los, die sofort zu ihrer Mutter rannte. Mina ging in die Knie. Wischte ihrer Tochter die Tränen aus den Augen und umarmte sie. Dabei flüsterte sie ihr ins Ohr: „Es wird alles gut, mein Schatz. Wir werden mit diesen Männern gehen, die werden für uns sorgen. Du musst brav sein. Nicht lange und wir werden weiter nach Papa suchen. Kannst du brav für mich sein?“ Nadja nickte und schluchzte noch einmal, dann straffte sie ihre Schultern und fasste ihre Mutter bei der Hand.

Die Männer nahmen die beiden in ihre Mitte und führten sie in ihr erstes Camp.

Sie betraten eine Art Fort. Es sah wie eine Wohnsiedlung aus, die mit Wellblechwänden und Schrottautos geschützt wurden. Auf einer Art Catwalk standen Männer mit Waffen und blickten gefährlich. Mina ließ ihre Blicke hin und her schweifen um eine Lücke zu entdecken. Da war nichts. Ihr Mut sank. Da spürte sie den Druck der kleinen Hand in ihrer und ihr Wille kam zurück. Sie würden hier wieder weg kommen. Es musste einen Weg geben.

Hinter der Mauer wurde sie schon empfangen. Andere Frauen nahmen sie entgegen und trennten sie von Nadja. „Nein, lasst mir meine Tochter. NADJA!“ „Pst, mach nicht so einen Wirbel. Das mögen sie nicht. Die Kleine kommt schon wieder zu dir zurück. Aber es ist besser wenn wir sie aus den Augen der Männer bringen. Es gibt hier kranke Tiere. Glaub mir, es ist besser so. Du musst jetzt erst zu Walt.“ „Aber…“ „Keine Angst, Nadja wird es gut gehen. Sie wird gewaschen und bekommt was zu essen. Es sind andere Kinder dort wo sie hinkommt. Wenn du fertig bist, kannst du sie sehen. Glaub mir.“ Mina blickte die Frau vor ihr an. Sie war schon bisschen älter. In den Vierzigern. Sie wirkte sehr nett und mütterlich. Aber ihr Blick wirkte gehetzt und ängstlich. Sie sah die anderen Frauen an. Viele hatten einen dicken Bauch und hielten ihren Blick immer zu Boden gewandt. Sie war in einer Babyfabrik angekommen. Hier wurden Frauen vergewaltigt, bis sie schwanger wurden. Ihre Beine wurden ganz weich. Schon stützten die anderen Frauen sie und führten sie von den Männern weg. „Angela, denk dran, dass Wart sie sehen will.“ „Ja, natürlich. Was meinst du warum ich sie mitnehme.“ Sagte sie und drehte sich weg.

Sie führten Mina in eine gemeinschaftsdusche. Sie zogen sie aus, wuschen sie und kleideten sie neu ein. Mina war wie betäubt vor Angst um Nadja. Sie ließ sich herrichten ohne sich zu wehren. Als das kalte Wasser auf ihre Haut traf wurde sie wach. „Was ist das hier? Seid ihr so eine Art Zuchtstation?“ „Sie ist fix im Köpfchen, die Hübsche. Ja Fräulein. Wir sind Zuchtstuten. Und auch dir wird dieses besondere Vergnügen zu kommen.“ Lachte die Frau gehässig. Auch sie hatte einen dicken Bauch. Es konnte nicht mehr lang dauern bis zur Niederkunft. „Glaub mir, du wirst froh sein, wenn du Schwanger bist, dann lassen sie dich wenigstens in Ruhe.“ Meinte sie dann geknickt. „Ich bin Susanne. Wie ist dein Name?“ „Mina.“ „Wo ist dein Mann?“ „Ich weiß es nicht, er ist bei der Vorratssuche nicht mehr heim gekommen.“ „Wahrscheinlich wurde er auch gekidnappt. Er lebt bestimmt noch.“ Mina blickte sie dankbar an.

„So meine Liebe“, meinte Angela. „Es wird Zeit. Walt wird dich kennen lernen wollen. Das wird schon. Wir Frauen sind wirklich zäh. Wir halten mehr aus, als du denkst. Und du hast einen Grund zu überleben. Deine kleine Tochter braucht dich.“ Mina nickte und folgte Angela ohne sich zu wehren. Sie würde hier schon irgendwie wieder heraus kommen.

Angela klopfte an einer Tür. „Herein.“ Eine tiefe, aber unsympathische Stimme bat sie herein. Eine Gänsehaut überzog Minas Arme. Sie traten ein und ein fetter, schmuddeliger Kerl saß auf einer Art Thron. Mina musste ihren ekelerfüllten Blick senken. „Ah, die Neue. Komm her mein Mädchen. Ich hab gehört, du hast eine kleine Tochter. Das ist gut, das bedeutet, du bist fruchtbar. Das macht dich sehr Wertvoll. Leider kann ich dich nicht selbst beglücken. Wir wollen ja späteren Inzest vermeiden. Sehr schade. Aber vielleicht komme ich, wenn du in guter Hoffnung bist noch mal darauf zurück.“ Ein ekelerregendes Lachen verließ seine fleischigen Lippen. Eine Welle der Wut überkam Mina. Sie spürte den Druck Angelas Hand und hielt sich zurück. Weiterhin senkte sie den Blick. „Angela ist unsere Hüterin. Sie ist zu alt für Nachwuchs. Hat aber ihre Pflichten schon erfüllt. Eins konnte sie noch gebären, bevor sie vertrocknete.“ Angela biss die Zähne zusammen. Mina konnte das Spiel ihrer Kiefer erkennen. „Du wirst an einen Neuankömmling gegeben. Er hat noch keine Kinder gezeugt. Das ist sehr gut. Du wirst es genießen, je weniger du dich wehrst. Das hast du doch bestimmt schon gehört, oder?“ Wieder lachte er dreckig. „Ihr dürft gehen. Angela, bring sie nach dem Essen zu Andreas.“ Angela nickte und verbeugte sich. Schnell drückte sie Mina aus dem Raum.

„So, das wäre geschafft. Du hast jetzt noch ein bisschen Freizeit. Ich bring dich zu deiner Tochter.“ „Was ist aus deinem Kind geworden?“ Sie schüttelte mit dem Kopf. „Ich weiß es nicht. Sobald sie geboren werden, bekommst du sie weg genommen. Andere Frauen sind die Ammen. Damit du keine zu tiefe Bindung aufbaust. Das wolle sie nicht, denn dann können Mütter gefährlich werden. Es gibt ein Camp. Weit außerhalb von hier. Dort bringen sie die Kinder hin und erziehen sie zu braven Soldaten.“ „Das ist ja schrecklich.“ „Ja. Es raubt uns allen den Schlaf. Keine Mutter, selbst wenn die Zeugung noch so furchtbar war, kann das gut verkraften. Manche Frauen haben schon mehrere Kinder hier bekommen. Sie sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und werden dann irgendwann entsorgt.“ „Entsorgt?“ „Wenn sie Glück haben, dürfen sie, wie ich, hier noch arbeiten, wenn sie zu kaputt sind, werden sie ausgesetzt.“ „Oh mein Gott. Was sind das für Menschen hier?“ „Ja – das pure Patriachart. Schlimmer als im Mittelalter.“ In Gedanken versunken folgte Mina Angela. Das war ein furchtbarer Ort. Sie musste verschwinden, bevor Nadja alt genug war um für die Zucht eingesetzt zu werden. Noch war sie als kleines Mädchen am Leib sicher. Aber was war mit dem Geist. Sie würden sie bestimmt auch deportieren.

Fortsetzung folgt

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